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C Beler Neueste NchrOm
Hessische Abendzeitung
Casseler Abendzeitung
2. Jahrgang.
Fernsprecher 951 und 952.
KreiLag, 16. Februar 1912
Fernsprecher 951 und 952.
Nummer 61
Parlament von
zurückzog.
»
I
von Arbeits-
neunzehnhundertzwöif unter Szepter der Linken fähig ist.
6ine Krise im ReichZschatzamt?
Ter Kampf um die neuen Steuern.
der nationalen Arbeit ge- In der Hauptsache ist die -----o «.—3 auf
auf dem Stuhl der Herrschaft thront! Aus den Abgeordneten Kaemps (gegen dcffen, mit der winzigen Mehrheit von neun Stimmen erfolgte Wahl im heihumftrittnen ersten Berliner Wahlkreis Protest eingelegt ist) entfielen gestern hundertdreiundneunzig Stimmen; es ist also wahrscheinlich, daß außer den Volksparteilern und Sozialdemokraten auch einige National!iberale für den fortschrittlichen Präsidentschafts-Kandidaten ae- timmt haben, denn die hundertdreiundsiebzig neiße Zettel, die man aus der Urne zog, entsprechen fast schon der Stärke der Rechten (Konservative. Reichspartei, Zentrum, Polen und Wirtschaftliche Vereinigung). Aehnlich hat sich sie Abstimmung bei der Wahl des zweiten Vizepräsidenten gestaltet. in der offenbar auch ein Teil der Nationalliberalen für den Fortschrittler gestimmt hat.
Die Mittwoch-Wahl bedeutet a n s i ch keine
Ein Londoner Telegramm von heute früh berichtet, daß man in den Wandelgängen
stellt werden konnte. I erstaunliche Bevölkerunaszunabme
dem rosenroten F. H.
Bom Husaren-Major zum Grenadier Oberst. (Privat-Telegram nr.)
uus ......... Wie in militärischen Kreisen verlautet, wird
Finanznot" mundgerecht zu jder Kronprinz, dessen Beförderung zum
Grey, der kommende Mann!
(P r i v a t - T e l e g r a m m.)
Paris, 15. Februar.
Die Pariser Presse beschäftigt sich ausführlich mit den von Lord H a l d a n e bei seiner Anwesenheit in Berlin mit der deutschen Regierung gepflogenen Verhandlungen, die hier augenblicklich im Mittelpunkt des politischen Interesses stehen. Desgleichen wird die eben auftauchende Frage einer englischen M i - nisterkrise lebhaft erörtert. Fast die gesamte Presse begrüßt Sir E d w a r d G r e Y, der sich wegen seiner ausgesprochenen deutsch-feindlichen Politik natürlich der größten Sympathien in Frankreich erfreut als den kommenden Mann. Der Sturz As- g u i t h s erscheint in Paris unvermeidlich uub gilt schon als hinter den Kulissen vollzogen. Im übrigen weist die Mehrzahl der Blätter darauf hin, daß die Initiative zu der gescheiterten deutsch-englischen „Verständigungs-Ak- । timt" von Berlin und nicht von London ausgegangen sei. Auch wird verfichert, daß die deutsch-feindliche Rede des Ersten Lords der englischen Admiralität, Winston Churchills, in Glasgow Grey vorher 6 e - tonnt gewesen sei.
An« Äsr Re-chstWS- Mappe.
(P r i v a t - T e! e g r a m m.)
Die neue Wshovorlage.
Die Wehrvorlage soll (wie in Reicks- taaskreisen verlautet) nach Erledigung der ersten Lesung nicht der Budget Kommiffron, i sondern einer besonderen Kommis- s i o n, überwiesen werden. Auch die Dek- k u n g s f r a g e soll besonders behandelst werden. Der Grund für die bemerkenswerte Abweichung von der sonstigen Gepflogenheit ist I darin zu sucken, daß man die Bnbgetkommis- sion, die diesmal ohnehin erst sehr spät an die Beratung des Etats wird. Herangehen können, nickt auch noch mit der Wehrvorlage belasten will.
Netrregelnnr; des Wahlrechts?
Die Fraktion der Fortschrittlichen Volks - j Partei hat folgenden Antrag auf Einführung^ der Verhältniswahl zum Reichstage gestellt: Der Reichstag wolle beschließen, den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, alsbald einen Gesetzentwurf vorzulsgen zum Schutze der Minderheiten und zur Boseitizung der durch die bestehende Wahlkreiseintet- I u n g hervorgerusenrn Ungerechtigkeiten. Die Verhältniswahl würde eine diesem Wablversahren entsprechende Gestaltung der Wahlkreise einführen.
Die Aufhebung des Irsvitengesetzes.
Die Zeutrumssraktiou des Reichstags har gestern seinen Antrag auf Aufhebung des Jesuitengesetzes im Reichstag abermals eingebracht. Die sozialdemokratische Partei! des Reichstags hat beschlossen, Anträge einzu- bringen auf Aushebung der Salzsteuer, der Zündholz- und Leuchtmittelsteuer sowie auf Einführung einer Reichs- ein kommen st euer von sechstausend Mark ob und Einführung einer Besteuerung der Nachlässe von zwanzigtausend Mark ab.
Kaempf, Kerschensiciner, Trirnborn.
Der neugewählte Reichstagspräsident, Stadtrat Johannes Kaemps, feiert am nächsten Sonntag seinen siebzigsten Geburtstag. Der in München gewählte Abgeordnete Ker schonsteiner ist der Fortschrittlichen Volkspartei nicht (wie ursprünglich gemeldet wurde» als Hospitant, sondern als Mitglied b-staetreten. Der ZentrumSabaeordnete Landgerichtsrat Dr. Karl Becker in Köln.Braun- feld hat sein Reichstagsmandat für den Siea- kreis und Waldbreul niedergelegt, um einen Wahlkreis für den in Köln unterlegenen bisherigen Abgeordneten Dr. Trimborn zu schassen.
Aus Tripolis hier eingetroffene Meldungen berichten von zwei heftigen Angriff e n, die in der Nacht zum elften Februar von den Türken gegen die italienischen Stellungen bei Demo ausgeführt, von den Italienern aber zu rü ck g eschla gen wur- Der erste Angriff war gegen den west-
daß jedes Jahr eine große Zahl kräften in den Dienst der national
gerichtet und erfolgte abends gegen zehn Uhr. Ein Bataillon Alpenjäger mußte zweimal zum Bajonettangriff auf die Türken vorgehen, unterstützt von der Artillerie. Rach schwerem Ringen gelang es den italienischen Truppen, um zwei Uhr morgens den Feind vollständig in die Flucht zu schlage« Dre Türken verloren sechzig Tote, während die Italiener drei Tote und etwa dreißig Verwundete zu beklagen haben. Dieser $ Sieg über die Türken haben die Italiener vornehmlich dem Umstand zu verdanken, daß ihnen das Anrücken des Feindes rechtzeitig von !öunten gemeldet wurde, wodurch sie tn der Lage waren, umfassende Vorkehrungen zur Abwehr des Angriffes zu treffen. Kaum war der erste Kampf beendet, als schon eine neue Abteilung türkischer Truppen einen Sturm
I auf die östlichen Befestigungen der Italiener unternahm. Auch dieser Angriff wurde nach
I einem einstündigen Gefecht zurückgeschlagen. Diesmal erlitten die Italiener keine Verluste. Ob auf türkischer Seite Tote zu beklagen sind, ist nicht bekannt, da sich der Feind sehr schnell
8ei PrSWmn der Linke» ]
Tic gestrige Präsidentenwahl im Reichstag. , f Welch eine Wandlung (durch des Geschickes > ß Tucke): Zwei P räsid entenstühle im Deutschen Reichstag haben innerhalb Wo- chensrist ihre Inhaber gewechselt, und niemand weiß, ob in drei Wochen nicht abermals ein arger Zufall das Dreimännerkollegium neu gruppieren wird.. Am neunten Februar nahm Herr Peter Spahn vom Zentrum Besitz vom Adlerstuhl im Parlament, und links von ihm leuchtete Doktor Paasche's charakteristischer Profefforenkops als beredtes Zeugnis holder Eintracht zwischen Rechts und Links. Das Idyll indessen war nickt von Dauer: Ehe noch der Abend des Wahltags in düster« Schatten nie« | versank, war Herr Spahn zum Rücktritt ent« schlossen, und auch Herr Paasche kämpfte einen schweren Kampf zwischen dem Sehnen in der eignen Brust und der harten Pflicht der Par- tei-Raison. Das Parteigebot hat gesiegt: Gestern zur Mitlagstunde verlas man im Reichshaus den Absagebrief des Vertreters von Kreuznach-Simmern. Herr Paasche teilte dem Präsidium des Reichstags ergebenst mit, daß er sein Amt als zweiter Vize-Präsident niederlege! Als der Brief verlesen wurde, erhob sich rechts, im Zentrum und links im Hohen Hause dröhnend Gelächter: Das Echo später Welbst- verleugnung!
Was dann geschah, war Z wangs ge- b r> t: Die Linke besetzte den Posten des Ersten Präsidenten und des zweiten Vize-Präsidenten aus eigner Mannschaft. Der greise Volksparteiler Kaemps bestieg als mit hundertdreiundneunzig Stimmen Erwählter den Prä sidentenstuhl, und Paasche's verwaisten Platz nahm (von hundertvierundneunzig Stimmen erkoren) Herr Tove ein; auch ein Veteran des Freisinns, in letzter Stunde erst vom Parteirat präsentiert. Kaempf, Sckeidemann, Dove: Das e r st e „rosa-rote" Präsidium, das seit | beti Gründungstagen des Reichsvarlaments
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empor, und dir versöhnlichen Worte der Besonnenen rechts und links im Lager könnest nicht darüber hinwegtüuschcn, daß die Par-ii sich zurzeit in einer schweren Krise besin- det, deren Ende und mögliche Wirkungen «och gar' nicht abzusehen sind. Denn über das E i n c darf man sich nach de« ersten Lebensregungen dieses jüngsten deutschen Reichstags im Klaren I sein: Sein Dasein ist Ka m p f, und in diesem Kampf zwischen den Mächten Rechts und Links droht der nationalliberalen Partei von beiden Seiten Gefahr. In drei Wochen wird der Reichstag abermals lunb endgiltig) über die Besetzung der drei Präsidentenstühle zu befinden haben, und es gibt schon heute in den Wandelgängen des Kuppelbaus am Berliner Königsplatz ernsthafte Leute, die für die Kunst des Schwarzsehens kein Verständnis haben, die aber trotzdem von der Zukunft dieses so schmerzhaft zum Dasein erkämpften Reichstags nur im Geftibl beklemmenden Unbehagens sprechen. Die nächsten Tage schon werden voraussichtlich Klarheit darüber bringen, w i e diese Zukunft sich gestalten wird, und welcher Leistung das x
machen versucht, was ihm bei den liberalen Paneien ohne weiteres gelungen ist, «2~r aber bei der Reckten und dem Zentrum. Dre Lage für Herrn Wermuth wird nun noch v e r s ch l e ch t e r t durch die Reibungen mit dem preußischen Kriegsministerium und mit dem Reichsmarineamt. Drose Behörden sind an der Deckungssra ge allerdings insofern interessiert, als von ihrer Lösung der Umfang der W-Hrvorlagen selbst abhängt.
Gor ond hinter de» KÄißen.
Ueberraschung; sie ist die naturnotwendige Konsequenz der eigenartigen parlamentarischen Situation, aus der ein andrer Ausweg nicht . erreichbar war. Ueberraschend ist an dem
Wandel der Dinge imgrunde nur dieS chwen- kung der Nationalliberalen, und wenn nicht alles täuscht, werden aus dieser Schwenkung nod) allerlei Nachwirkungen herauswachsen, die möglicherweise starkes Unbehagen wecken können. Daß in der national- liberalen Partei bezüglich der Präsidentenfrage eine tiefgehende Spaltung bestand, haben schon die grollenden Kundgebungen des Herrn Paasche offenbart,der ohne Umschweife erklärte, man sei im Fraktionsrat in der Beschluß-Fassung über die Absage an das .gerötete" Präsidium über feine eignen Entsckließungen und über die Möglichkeit etwaiger Einwände einfach zur Tagesordnung über« gegangen. Es ist anzunehmen, daß das hastige Abrücken von einem Präsidium der reinen Linken seitens der nationalliberalen Fraktion nicht ohne zwingende Gründet und nicht ebne, starke Einwirkung mächtiger äußrer Einflüsse erfolgt ist, sodaß der Parteirat gewissermaßen unter einem Zwaftg handelte, als er Herrn Paasches junges Präsidentengluck so jäh zerstörte. Herr Paafche hat die Berechtigung der seinen eignen Wünschen entgegen-. stehenden Grunde denn auch in letzter Ltund? noch anerkannt, indem er dem Präsidium des Reichstags aus freiem f>aTtc '1C/
schiedswöHAtieitt sein müsse. > 9 flä£.rt
R ^Lsübrlicke Eingabe soll in.-?6“ '
die.Hit an die Königliche <5t?etu«1"- «er gerichtet werden mit der Bitte. N morschen estelle zu errichten und die Triebwagd. -»t«n- nige Personen- und alle Arbeiterzüge hier- her -elbst anhalten zu lassen. Die Errichtung die- ,mdc fer Halt-Pelle würde auch dem Hauptbahnhos rflCfa
Aus Konstantinopel wird uns bertch- tet: Ter Ministerrat beschloß gestern die Ausweisung aller italienischen Untertanen aus der Türkei, sofern Italien den Kriegsschauplatz ans das ägäiscke Meer ausdehnrn werde. Der türkische F lo t t e n v e r e r n hat gestern br- chloffen, binnen fünf Jahren »rci Dreadnoughts, fünf Kreuzer und eine größere Anzahl Torpedoboote bauen zu lassen, eventuell hierzu eine Anleihe anfzunehmen.
Sag moderne Deusschland.
Deutschland im Licht französischer Kritik.
(Von unserm Korrespondenten.)
„Ta; Teukfche Reich imb der Satter" betitelt „ch ein fachen bet Flmnmarian tn Baris erschienenes Buch, bas den Senats» Tierrc BauviN nun Versager bat und von 5t Mezteres, einem geborenen lothringer, bet nach 1M0 nach Frankreich iUxrgefubelt Ul im „Temps- besprochen intet» Pierre SBaubtn (<0 schreibt Mezteres) erklärt fdfor. auf den ersten Teilen feines BucbeS Kar und deutlich, daß er ein unparteiisches Werk schreiben wollte, ein Merk, durch das wir das Deutsche Reich kennen lernen fallen, nicht so, wie unser Haß c8 UllS sehen läßt, fondern so, rote es wirklich ist.
. Das Charakteristische des modernen Deutschlands ist in der Darstellung Baudins die großartige Entwickelung seiner Industrie und seiner Marine, Zu diesem Resultat hat mancherlei beigetragen: Vor allem- das Prestige des Sieges, das S e l b st v e r - trauen, das der Ersolg verleiht, und dcr Zauber, den er aus die andern ausübt. Rach dem Kriege von 1870 bot das siegreiche, zum ersten Mal geeinte Deutschland der Welt etn ganz anderes Schauspiel, als es die Allianz des Norddeutschen und des Süddeutschen Bundes geboten hakte. Im Zentrum von Europa bildete sich eine neue Nation von emundvier- ziq Millionen Einwohnern, mit dem Bewußtsein ihrer Macht und dem sesten Willen, aus dieser Mackt Vorteil zu ziehen. Ein erstes Prosperitätselcment fand sie in der Fruchtbarkeit der Rasse. Die Geburtenziffer war dauernd höher als die der Sterbefälle, so
S «Ei'Äätää
Deutsch-englische Verständigung, oder nicht?
Das Rätselraten über Zweck und Erfolg der Haldane-Fahrt nach Deutschland dauert an und die Vorgänge in England lassen auch tat'facklick darauf schließen, daß wichtige Er eianisse sich vorbereiten. Bei der gestrigen, mit besondrer Feierlichkeit vollzogenen Eröffnung! des Parlaments hat der König persönlich, die Thronrede verlesen, die zwar konstatiert, daß .die Beziehungen zu den fremden Mächten andauernd freundliche" feien, im übrigen aber über das Verhältnis Englands zu Deutsch - land kein einziges Wort enthält. Umfo mehr I Beachtung beanspruchen die Mitteilungen, die nach der "Parlaments-Eröffnung Premiermmi- ster Asq u i t h über die Haldane-Fahrt machte. Wir erhalten darüber folgenden Bericht:
London, 15. Februar.
des Königsberger Gren-:dier-Regrmentz Kronprinz auscrsehen, bei dem er a la suite gejuprr wird. Sobald der künftige Zchronerbe dre Führung des Danziger Leibhuiarenregiments, ibockstwahrscheinlick «ach Beendigung des großen Herbsimanövers) niedergelegt datfollcr den Befehl über die Königsberger Kronprinz, Grenadiere erhalten und damit per die AM, gäbe der Führung eines Jnfantern-RegEent- gestellt werden. Der Käfter wird daS Grena. dier-Regiment zur gegebenen Zeit p e r s °^n - lich dem Kronprinzen m Königsberg «bnsc- ben. Das wird jedenfalls bei Gelegenhett eines Besuchs geschehen, den der Kaiser lm Herbst die'es Jahres der Stadt Königsberg abzustatten gedenkt. Wahrscheinlich wird das Königsberger Kommando des Kronprinzen über em Jahr dauern.
Mutige Kämhfe itm tone!
Sechzig Tote, zahlreiche Verletzte.
(Privat-Telcgramm.)
Rom, 15. Februar. .
(Privat-Telegramm.)
Premierminister Asquith gab Kestern im
Unterhaus die mit »panming erwartete Erklst , Angriff war gegen oen we,i-
rung über die Reise Lor d H a l d a n e s n>^ - - italienischen Befestigungen
Berlin ab. Asquith -rkarte daß die -nglstche Uch-^Zlugel ^aen zehn Uhr.
Regierung bereits ttn Januar davon verständigt worden sei, daß der Besuch einet- englischen Ministers in Berlin nicht unwillkommen fei. Infolgedessen wurde Haldane nach Berlin gesandt. Haldane führte den Auftrag aus und hatte mit den deutschen I amtlichen Stellen eine Reihe von Erortcrun gen wicktiger Art, die sich auf ein weites Gebiet erstreckten. Mr hegen die Hoffnung, daß diese Unterhandlungen mehr
! als ein negatibes Resultat ergeben werden. Ich darf sagen, daß im Laufe des Besuches des Lords Haldane auf beiden Seiten der aufrichtige und entschiedene Wunsch zu Tage getreten ist. eine besondere gegenseitige Verständigung zu begrüßen, ohne die besonderen Beziehungen zu anderen i Mächten in irgend einer Weise zu opfern.
Asquith erklärte zum Schluß, Deutschland und England seien nnnmrhr dabei, sorgsam die Möglickkeiten zu erwägen, die sich als praktisches Resultat aus diesen Unter-
I rcdungcn ergeben könnten.
Seit einigen Tagen wird in politischen Kreisen erzählt, die Stellung des Staatssekretärs des R e i ch s s ch a tz a m i e s sei infolge der LW« S aSrberuMeÄ1"“ I ^>7sV^o^iamenf8'"^a'geutein der Ansicht sei, 9tö=
ESÄ SWik e rschüt- aniths Ankündigungen über Halb -nes t^e r t Das Finanzprogramm Wermuths de-! M issio n seien trotz ihrer sehr vage gehalte- in einer unentwegten! «en Form als ern aunstiges Anzeichen st 4 Ua des ‘a uVctd rd^n H ich"en Vt*aÄ Achten. u?to “ mh großer
•’Ä ÄffS»SÄ'»ÄL de« ordentlichen ^lat geboren w f»inerlei definitiven Abmachungen gekom-
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sodaß sür neue Ausgaben neue Steuerquellen ickaftl cher Veryanorungen zurage eröffnet werden müßte«. Die Rechte und da , I getreten ici. __________
Zentrum wollen aber einstweilen neue L-teu
ern nicht bewilligen. Herr Wermuth hat $er KkSNyrMz ItlS dtietfl. mit verschiedenen Parteisührern wegen der 1, --- . _. .
Teckungsfrage für die Wehrvorlage Beipre- chungen gehabt und ihnen die D e s z enden- teusteuer als das Hauptauskuuftsmittel f lluä ber jetzigen mmtbaßicdit zu