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Caffeler Abendzeitung

2. Jahrgang

Fernsprecher 951 und 952.

Dienstag, 13. Februar 1912

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 58

Naumann, der Adventist, begnadigt!

bin Präsident wird gesucht!

Die Präsidialkrise im Deutschen Reichstag.

sind. Lord Haldane, de und politisch von jeglicher Gefühls-Jmagi-. Nation freie Kriegsminister Englands (den der Deutsche Kaiser seinen »Freund Haldane" ge­nannt hat), hat reichlich eine Woche in Berlin geweilt, mit sämtlichen hervorragenden po­litischen Persönlichreiten ausgedehnter Kon- seren-en gepflogen, bei einer ausgesprochen »poli­tischen" Frühstücktafel im Zollernschlotz zur Lin­ken des Kaisers gesessen und als besonder Aus­zeichnung ein wertvolles Erzeugnis der La­diner Porzellan-Manufaktur verehrt erhalten. Der offiziös« Draht, der «in paar Tage vorher noch feierlich versichert hatte, der Lord aus Eng-

roetter oer reinem xserguueu w«,zl Gehorsam verweigerte, so war nach mensch­lichem Ermessen schließlich überhaupt keine Aussicht mehr dafür vorhanden, daß der Ad­ventist jemals wieder in Freiheit gese^ werden würde. Vor einiger Zeit vollzog sich nun bei dem Manne ein innerer Umschwung:

Man hatte ihm geschrieben, daß seine betag­te, kranke Mutter dringend einer Stütze bedürf«, und daß es seine Pflicht sei, dafür zu sorgen, bald aus dem Gefängnis herauszukom­men. Naumann gehorcht« nunmehr. Nachdem er nahezu vier Jahre im Festungsgefängnis geseflen hatte, ist er vom Kaiser begna-

zu werden. Die Fraktton hat indeffen gegen ihn entschieden und den Prinzen Schön- aich-Carolath für den ersten Sitz im

Unglücks vordringen und auch die Leiche« der übrigen Bergleute zu Tage fördern zu können. Daß es möglich sein könnte, die in der bren­nende« Grube Eingeschloffenen noch lebend

sehr heftige Kämpfe gegeben. Herr Paasche hat nämlich sehr lebhaft gewünscht, für den Posten des Präsidenten vorgeschlagen

DU Casseler Sleneflro Nachricht-» erscheinen wöchentlich sechrmal und,war abend». Der «lbannementSvret» brtrLgi monatlich 60 Psg. bei freier Zustellung in» Hau». Bestellungen wewen irderreU von der SeschLstrstell« oder den Boten «ntgegengenommen. Druckers «erlag und «edattton: «chlachtholstrabe 28/30. Sprechstunden der RedaMon oon 1-3 Uhr nach- juristisch« Sprechstunden für Misere Abonnenteu Mittwoch» und Sonnabend» von § abend» verltner Vertretung: sw, Friedrichstraße 16, Telephon: Amt FV 676.

ö; u'j. Das Straflonto schwoll schließlich auf - fünf Jahre an und da Raumann auch

ein« Schwadron Kürassiere von der Men­ge mit Pfeifen und Johlen empfangen wurde. Mehrere Personen, die sich durch besonders starkes Lärmmachen auszeickneten, wurden in Haft genommen. Der Zug schwoll immer mehr und mehr an und hatte bald eine Stacke von etwa zweihunderttausend Perso­nen Um vier Uhr nachmittags kam der Lei­chenzug auf dem Friedhof »Pere Lachaise" an, wo mehrere sozialdemokratische Abgeordnete am Grabe Aernoults Reden hielten. Die Po­lizei wurde, als sie auf dem Friedhof erschien, mit dem RufeMordes empfangen. Mehrere i Polizisten wurden durch Gtrinwürfe am Kopf schwer verwundet, zwei so schwer, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mutzten. Achtzehn Personen wurden verhaftet.

Neue StreMampse in der Borinage.

(Privat-Telegramm)

Brüffel, 12. Februar.

(Privat-Telegramm.) Bcuthen (O.-Schl.), 12. Februar.

Heute in der Morgenfrühe ist auf der L Y t - banda-Grube bei Antonienhütte ein gro­ßer Grubenbrand anSgebrochen. Eine ge- walttge Rauchentwicklung schließt eine große Anzahl von Bergleuten ab. Se ch s Leichen sind bereits geborgen. Mehr als dreißig Berg­leute scheinen rettungslos verloxen zu sein. Ueber die Entstehungsursache des Brandes ist noch nichts bekannt. Eine Ret­tungskolonne ist mit Sauerstoffapparate« in die Grub« eingefahren, doch ist es bisher nicht ge­lungen, durch die große« Rauchmaffen vorzu- dringen. Man hätt die eingeschlossenen Bergleute für tot. Auch eine große An­zahl von Aerzteu ist um die Grube versam­melt. Auf dem Platze vor der Grube spielen den Familienangehörigen der

Gestern liegt noch zu nah! Im Sommer! und Herbst neunzehnhundertclf lagerte über den grau-gelben Wogen des Kanals die Unheilwolke finstern Grolls, die ein Zufall zur verhängnisvollen Entladung bringen konnte; heut scheint glitzernder Sonnenschein das Auge zu blenden! Thomas Carlyles poristi- sches Wort braucht auf diesen hastigen Wandel nicht vorbehaltlos angewandt zu werden; immerhin aber darf's uns zur Beherzigung der i Mahnung dienen: »Vor Optimismus wird gewarnt!"

Ein Gnadenatt des Deutschen Kaisers.

Ein Privat-Telegramm meldet uns aus Berlin: Einen unerwarteten Abschluß hat jetzt die Affäre des Adventisten Naumann gefunden. Naumann verweigerte bekanntlich, als er Soldat geworden war, aus religiösen Motiven an jedem Sonnabend ven Gehorsam, und die Arrest- und Gesangnisstra- fen, die von Fall zu Fall immer fcharser wur-

Schon Thomas Carlyle hat uns gesagt, haß «ine Polttik der Komödie für die Völ­ker immer noch erträglicher sei, als eine poli-

Grubenbrand in Schlesien.

Dreißig Bergleute in der brennende« Lytbanda-Grube cingeschloffe«!

Lord Holdane's Lebewohl.

Bor Optimismus wird gewarnt'."

Ser englisch« KrtegSminister, Lord Halda««, hat gestern mittag von Berlin aus die Heimreist: »ach England angetreten. Am Sonnabend hatte der Minister noch mehrere ausgedehnte Kon­ferenzen mit politischen Persönlichleiten.

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^ntertionsvreise - Di« s«ch»gespalten« Zeil« für einheimische Geschäft« 15 Psg., sür aus. Äe St. Ml Ä« Nr einheimisch« «es-M. « Vf, Mr aus«- Beschitst« 60 Pf. BeUagen für die Sesamtanfiag« werden mit »Mark pro Dansend be­rechnet. wegen ihrer dichten Verbreitung in der R-stden, und der Umgebung stnd die Salseler Neuesten Nachrichten ein vorzügltcheS JnierttonSorgan. »eschäftSstelle. Kölnische Mraße 5. Berliner Bertretung: SW, Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV 676-

entdeckt: Wäre damit schon Beträchtliches | ab

Ssworm«!? Kaum^diePraxi s d- rP°° F^H-Gefängnis ständig

Ittil enflcheidet letzten Endes über Krieg und bei feinctn Verhallen beharrte, und den Friede«, über Völkerfreundschaft u. -Femdschan, i . . - - ----*-

nnd es ist jedenfalls nicht ohne Interesse, in diesem Zusammenhang daran zu erinnern, daß im Sommer und Herbst des Vorjahrs das Schwert des Krieges über dem Kanal blitzte, trotzdem die Volksstimmung weder hüben noch drüben nach dem Verhängnis des

Streikenden wurde ein Wagen angehalten, der von Soldaten begleitet war- Die Soldaten schossen in die Lust, aber unglücklicherweise verletzte eine Kugel «inen Arbeiter an der rechten Schulter. Sosort stürzte sich die er­regte Menge auf die Soldaten. Es kam zu einem Handgemenge, wobei verschiedene Arbeiter schwer verletzt worden sind. Auch eine Fr a u trug schwere Verletzungen da­von. Eine weitere Meldung verkündet, day ein Güterwagen, der von acht Soldaten be­gleitet wurde, in der Nähe von Paturages an­gegriffen worden ist. Die Soldaten s a II - ten das Bayonett und gingen gegen die Anoreiser vor, wurden aber von diesen, da sie sich in der Minderheit befanden, zuruckgewor- sen. Der Güterwagen wurde darauf von der Menge vollständig ausgeplündert.

zu hastig hereingebrochen ist-

Die Annahme, daß der Besuch des englischen Landverteidigung-Organisawrs etwa eine von England erstrebte Verständigung mit Deutschland bezweckte, ist inzwischen bündig durch die Tatsache widerlegt worden, daß Lord Haldane auf Einladung des Deutschen Kaisers nach Berlin gekommen ist. Immer­hin mag auch jenseits des Kanals (genau wie I hierzuland) die Eckenntnis vorhanden sein, daß eine deutsch-englische Verständigung ftir beide Reiche nützlich, in kolonialer Hinsicht so­gar geboten erscheint. Daß Lord Haldane vom Deutschen Kaiser als Freund legitimiert wor­den ist, hat mit der Politik wenig oder gar nichts zu tim, denn die zärtlichsten Freund­schaftsbande zwischen den prominentesten Trä­gem des deutschen und englischen Rationalg^ dankens haben nicht verhüten können, daß sich die politische Spannung zwischen den Seiden Refthen erst in jüngster Zeit bis zur drohendster? Kriegsgefahr verschärfte. Aber gesetzt den Fall, der Kriegslord aus England bade in den zahllosen Konferenzen dieser Tage wirklich die Keime der Entwicklung

In Wasmes ereigneten sich gestem und am Sonnabend mehrere H?»samme«stosie - - v Polizisten. Don den

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c -naliicber Vo-der Gedanke nicht zur Ruye, oatz grave

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' j»Ikriegerische Kraftprobe in nicht zu ferner Zettl

zum Zwangsgebot werden müsse, und es gibt unter uns und in England in den Kreisen einwandfreier Patrioten emftc Männer, die bei der Vorstellung eines Zukunftkriegs immer nur an ein Ringen um die Vorherrschaft zwi­schen der Macht der Deutschen und der See- krast Britanniens zu denken vermögen. Zwei- feflos sind zurzeit (tote überhaupt seit zwei Jahrzehnten) die Reibungsflächen zwischen der englischen und der deutschen Weltmacht-Sphwto größer als irgendwo anders im Wettbewerb 1 h»» Völker, und es ist jedenfalls ein charatte- «L Äb" <*t«2 über den Slermeltmal gÄdnrmen. »«,-Ichn« «-s

man sogar die Verspätung Luxus" verurteilte. Und dann auch. Das der Wehrvorlage mit dem englischen Minister-r1'" besuch in direkten Zusammenhang. Es steht also fest: Der Viseount aus Britannien reiste in wichtigen politischen Geschäften! |

Welcher Art die Mission war, inderem In­teresse Herr Haldane die Beschwerde« einer unfreundlichen Winterreise auf sich genommen hat, entzieht sich im Augenblick noch der Kennt-! nis selbst derjenigen Kreis«, die mit der Weck- statt des Reichsgeschäfts sonst enge Fühlung haben: Ein Beweis, daß es sich um Dinge handelt, die erst im Stadium beginnen­der Vorbereitung sich befinden, und de­ren Entwicklung man nicht durch vorzeitige Ovationen oder Demonstrationen der Oefsent-

Die Präsidentenkrise im Reichstag rollt von neuem allerlei parteipolitische Schwierig­keiten auf. Wie uns nämlich aus dem Reichs­tag geschrieben wird, werden, nachdem bet | Zentrumsführer Dr. Spahn sein Amt niederge­legt hat, auch di« gewählten Schriftführer der Rechten (Belzer und Engelen vom Zentrum und der Konservative Rogalla von Bieberstein) das Amt eines Schriftführers nicht anneh- men. Bei der Wiederholung der Präsidenten­wahl, die voraussichtlich schon am Mittwoch stattfinden wird, wird die gesamte Rechte und das Zentrum sich an der Präsidentenwahl nicht mehr beteiligen. Man nimmt an, daß l die Nationalliberalen mit Unterstützung der

lichkeit-störe« lassen will. ES mutz auch aner­kannt werden, datz man in der Berliner Wil- helmstratze bk Vorbereitungen zu dieser ver­schwiegnen Aktion mit erheblich größerm Ge­schick und weit rühmenswerterer Diskretion! betrieben hat, als seinerzeit die Inszenierung des »Intermezzos von Agadir", dessen intim­ste Jutimftäten schon auf Berliner Diploma- ten-Bierbänken beflüstert wurden, «he noch der »Panther" für die Fahrt nach Agadir Kohlen eingenommen hatte. Daß trotzdem über Zweck und Ziel der Berliner Haldane-Vistte ^Enthüllungen" und »Informationen" durchs den Blätterwald rauschen, kann nicht wundern: Es liegt so ziemlich auf der Hand, was mit der Einladung des Kaisers an den englischen Kriegslord und der Ministersahrt über den Kanal in erster Linie erstrebt werden sollte, und das Rätselraten macht infolgedessen nicht vkl Schwierigkeiten. Wichtiger aber als der eigentliche Inhalt des Haldane-Rätsels ist (für uns wenigstens) di« Frage, ob der jäh« Wechsel der politischen Temperatur nicht a ll-

Georg von Griechenland gestattete nicht, datz seine Möbel vom Platze gerückt wurden. Paoli sand den König eines Abends in Aix in dem Hotel (in dem er jedes Jahr Wohnung nimmt) beim »Umzug"; Er trug mtt Unterstützung sei­nes Leibarztes eine Kommode, die sein Schlaf­zimmer zierte, von einer Stelle zur anderen. Sie begreifen wohl, warum ich das tue!" sagte er, gewissermaßen zu seiner Entschuld i- gunfl. »Im vorigen Jahre stand sie in der Nähe des Kamins, und jetzt finde ich sie zwi. scheu den Fenstern!" Leopold «-»»

retten zu können, gilt «ach den übereinstimmen­den Urteilen von sachverständiger Seite als ausgeschlossen. Die Lytbanda-Grube gflt im allgemeinen als eine der technisch vollkom­mensten und sichersten Betriebe des ober- schlesischen Jndustriebezirkes.

*

Essen (Ruhr), 12. Februar. (Privat» telegramm.) Auf dem Schacht drei der Zeche »Rhein-Elbe" bei Gelsenkirchen er­eignete sich heute früh beim Aufbrechen eines Querschlages eine Explosion. Ein Arbei­ter wurde getötet, ei» zweiter lebensgefähr­lich verletzt. Mehrere Bergleute wurden be­täubt, so daß die Rettungsmannschaft mit Sauerstoffapparaten arbeiten mußte. Die An­sicht, daß es sich um eine Schlagwetter- Explosion handele, scheint sich nicht zu bestäti­gen. Man nimmt an, daß Spreng st ofic zur Explosion gekommen sind.

Set Schutzengel der Könige.

Die Bekenntniffe eines Königs-Wächters, i (Von unserm Korrespondenten.)

T«m dieser Zage In Paris erschienenen (von tut» bereit» erwähnten) BucheLeura Majestäs, in dem der ehemalige Polizeikommissar undSchutzengel der Kö­nige' Lavier Paoli, seine Erinnerungen an dtver-e I Fürstlichkeiten yun besten gibt, entnimmt der Pariser TempS" eine Anzahl amüsanter Geschichte», in denen I darauf htngewtesen wird, daßalle Könige und Köni­ginnen ihre beinahe abergläubischen Manien I haben, die stch von denen der gewöhnliche» Sterblichen gar sehr rmterschetden".

Wie Herr Xaver Paoli erzählt, war es bet- I spiels-weise die »erste Sorge", der armen Rau Iferin Elisabeth von Oesterreich, überall, I wo sie sich auch befinde« mochte, eine K u h zu I taufen! Eduard der Siebente von Engllütd duldete nicht, daß man Freitag seine Matratze umdrehte, und ließ sich feinen eigenen Sessel ins Theater bringen. Der Röntg

CaMer NM MchriKkil

Hessische Abendzeitung _________

gesamten Linken einen Kandidaten für den Posten des Präsidenten stellen werden und daß der zweite Vizepräsident Dr. P a a s ch e fein Amt ebenfalls niebertegen wird, damit ein Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei (wahrscheinlich der Abgeordnete Kaempf) zum zweiten VizeprSsidenten gewählt werden kann.

Die nächste Präsidentenwahl wird also ein sich unter den Fannlienangehörige« der reines Linkspräsidium ergeben, da der eingeschloffene«Arbeiter herzzerreißende erste Vizepräsident Scheidemann sein Amt Szenen ab, da die meiste« der wahrschein- bchalten wird. sich Toten Familienväter sind, dien«.

Vrinz Schönaich Erster Pröfident? versorgte Witwen und Waise« zurücklaffen. Es sBrinat-T«learamm> verlautet, daß der Brand durch eine Gase.

I ' privat-Telegramms Explosiv« entstanden ist, doch ist es bisher

Berlin, 12. Februar. gewesen, die Ursache der Lata-

Wie von unterrichteter Seite,beckautet hat * Mt Sicherheit festzustellen. Man hofft, es wegen der Neubesetzung des Reichstags- bem Schauplatz des

Präsidiums in der nationalliberalett Fraktioncute »«*"««« Bent °

Das Rätsel des Tages.

(Privat-Telegramm.^

" rteber die Abreise de?"e«s»schm Kriegs-! Präsidium vorgeschlagen. Daraufhin soll der! Ministers Lord Haldane verlautet von un- Abgeordnete Paasch« sehr erbittert unb terrichteter Seite: Lorb Halbane besuchte gestern verstimmt bie Fraktionssitzung verlassen früh um zehn Uhr nochmals die englische Bot- haben. Bei der am Mittwoch statt- schast, um stch zu verbschieben, unb kehrte kurz! finbent>m Präsidentenwahl wird bie gesamte vor elf Uhr in bas Hotel Bnstol zuruck. Em geschlossen für bett Prinzen

STffÄ Ä* "'1 Aufenthalt in Berlin empfangen hat, zu be- gesichert gelten kann.

fragen. Haldane sagte: »Sie können Mitteilen, ----------

KK«» e2£tt-nU*.n' wo 6fa Zag »es SetMnwffles. fkb nicht darüber, ob diese freundliche Gesin- Blutige Sttaßenkämpfe in Pan«, nung ihm persönlich ober Englanb ge- (Privat-Telegramm.)

gölten habe. Auf eine weitere Frage über ven Paris, 12. Februar.

® Krieasmtntster »Darüber gestorbenen Fremdenlegionärs Aernoult

tt i» e n tt i»t S f o 61 n!" Aus k^m es hier gestern zu blutigen Stro­hern Bahnhof hatte sich niemanb von bet eng-! tzend emonstra tionen. Bereits um «rn lischen Botschaft ober sonstige offizielle Persön- Uhr mittags hatten sich zirka sunszigtirsend licRetten zur Abreise eingefunben, nur einige Menschen in den Straßen angesammelt, um englische Journalisten waren antoefenb. bett Leichenzug nach bem Frwbhof M begleu

l v e ten. Sämtliche Arbeitersyndikate waren zahl­

en« Brivattelearamm meldet uns! reich verriet en. Es kam wiederholt zu schweren i, onhntt - Die Rückkehr Lord Hal- Zusammenstößen Mischen der Menge uüd der

ferner ou8 8 o «b o n . ®te «ewxow »pm« o unjer 2eihmg des Poltzeiprafekten

danes aus Berlin bildet da« Haupttages- c n c einen umfassenden Ordnungs­gespräch in alle« Londoner polttischen Kre'sem bUnft eingerichtet hatte. Der erste Zusammen- Man ist allgemei« der Ansicht, datz die Berliner . ereignete sich am Boulevard Diderot, wo Reise des Kriegsministers nicht nur dem Zwecke ---- ~

diente, gewisse untergeordnete Ptmtte bezüglich^ einer Grenzregulierung zu präzisieren. Und selbst an das Gelinge« dieser kleinen Aus­gabe glaubt man kaum. Was indeffen den Brennpunkt der ganzen Dache, die Ein­schränkung der Flottenrüstuugen, betrifft, so ist man allgemein der Uebrrzeugung, daß diese Frage eher einen Schritt rück­wärts gemacht und daß sich die Lage kei­neswegs gebessert hat.