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Caffeler Abendzeitung

2. Jahrgang

Mittwoch, 17. Januar 1912

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 35

den König nur eine rein formelle Hand"

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Friedrich Naumann verzichtet!

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Keftre FrMffurLer UniversitkL?

Eine Entscheidung des Kultusministers.

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neue Reichstag diejenigen Mchrforderungen, die der Ausbau unserer militärischen Machtmit­tel nötig macht, ohne erheblichen Widerstand be­willigt, dann hat die Einbringung der neuen Militärvorlage und der Flottenvorlage keine Eile. Fallen dagegen die Stichwahlen so aus, daß mit Schwierigkeiten bei der Bewilligung der genannten Vorlagen zu rechnen ist, dann wird die Regierung diese Vorlagen sofort e i n b r i n g e n, um Klarheit darüber zu schaf­fen, was sie in nationalen Fragen von der neuen Volksvertretung zu erwarten hat.

werden.

Reichstag und Wehrvvrlageu.

(Privat-Telegramm.)

Unser parlamentarischer Mitar­beiter depeschiert uns: Wie an unterrichteter Stelle verlautet, wird die Einbringung, der neuen Militärvorlage (die übrigens einstweilen noch nicht fertig ist» und der Floltenvorlage ganz und gar von dem Ausfall der Stichwahlen abhängen. Laßt sich

Es darf vielmehr als sicher angenommen wer- den, daß Lux seine Flucht nur bewerkstelligen konnte, weil ihm durch die Unterstützung von Helfershelfern (die aber außerhalb des Bereichs der Festungsvcrwattung zu su­chen sind, die Vorbereitungen zur Flucht we­sentlich erleichtert wurden.

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Ein weiteres Telegramm meldet unS: Der Selbstmordversuch des englischen Spions French ist von dem Gefangenen bereits ank Sonntag unternommen worden. French, der nach der Flucht des Hauptmanns Lux streng überwacht wird, war in den letzten bei­den Wochen sichtlich schwermütig. Am Sonntag abend bemerkte nun einer der pa- trouillierendenPosten, daß French sich an einem Eisenstabe des Fenfiergitters erhängt hatte. Die sofort herbeigerufene Festungswache schmtt ihn aber ab, und French wurde in die Kranken- abteilung überführt, wo er sich bald erholte. Er hatte aus Stücken des Bettlinnens eine Art Strick angefertigt und sich mit diesem zu erhängen versucht.

der noch in den Dezembertogen (nach dem parlamentarischen Marokko-Geplauder) als der kühlste und produktivste Kopf europäischer Staatsmannschaft gepriesen ward, erfährt heut im eignen Land die schärfste Kritik sei­nes diplomatischen Systems, und was vor ein paar Wochen noch dem eiskalten Briten als Siegerpreis mit goldnem Griffel ins Buch nationaler Begeisterung eingetragen wurde, ' erscheint heut der kühlen Kritik englischer Va­terlandsliebe als frevles Spiel mit Unheil und Gefahr.

Schon der Vorgang an sich ist nicht ganz alltäglich; in Verbindung mit den Socaenwo- chen deutsch-englischer Konfliktszeit aber ge­winnt er grade für uns erhöhte Bedeutung. Sir Edward Grey ist das Prototyp des alt- englischen Geschäftspolitikers: Kühl bis zunl Gefrierpunkt aller Gefühle, nüchtern bis zur steifleinensten Langeweile und geschäiispedan- tisch wie der weltfremdeste Vorortkrämer. Sein britischer Rationalismus hat nie den zartesten Keim sympathischer Regungen für dasstamm- verwandte* Volk'der Deutschen geduldet: in seiner politischen Vorstellung war Deutschland stets der gefährliche Weltmarkt- und Welt­macht-Konkurrent der Britenmacht, und als Eduard der Siebente die Allüren des flotten Lebemanns mit dem Schachspiel des Weltpoli- likers vertauschte, war Sir Edward einer der Ersten, die das Endziel dieser raffiniert erklü­geltenOnkelpolitik" gegen den Reffen froh­lockend witterten und jede neue Masche in dem Retz eduardischer Kabbalen als eine Großtat britischer Staatsgcschichte bejubelten. Diesem Eirund zug seiner politischen Eharasteran- lage ist der Mann mit dem scharfgeschnittnen Gesicht des High Ohnroh-Priesters auch als Minister der englischen Auslandpolitik treu ge­blieben, und niemand andrem (ausgenommen vielleicht das Erbübel modern-deutscher Poli­tik) ist es zu danken, daß der letzte Herbst das Gespenst eines deutsch - englischen Kriegs in nächste Nähe rückte.

Diese Erkenntnis dämmert nun auch in England herauf, zugleich mit der Ueberzeu- gung, daß das weltumspannende Ententen- Ney, das England der Politik Eduards des Siebenten verdankt, die Britenmacht in ver-

Die endgültige Entscheidung des Kultus-

Famtilrr «nd Abenteurer?

Sir Edward Grcy's Deutschen-Haß im Licht englischer Kritik.

Durch den englischen Blätterwald geht ein seltsam Raunen. Es ist das Präludium nahenden Sturms, und man empfindet aus der Urwüchsigkeit der Aeußerungen öf­fentlicher Meinung, daß es sich um die na­türliche Explosion lang verhaltnen Grolls handelt, der jetzt die Baude frommer Scheu gesprengt. Wer in den letzten Wochen die Presse englischer Zunge gelesen, vernahm mit Stau­nen eine Sprache, wie sie in der wohldiszip­linierten Gazetten-Sphäre des Jnselreichs seit langem nicht vernommen worden, und das Charakteristischste an dieser Tatsache ist der Umstand, daß sich die Erregung britischer Ta­gesstimmung diesmal nicht gegen irgend einen weltpolitischen Konkurrenten der Angelsachsen­macht, sondern gegen den Entrepreneur des britischen Auslandgeschäfts, den in den letzten Monden oft nnd unliebsam genannten Sir Edward Grey richtet. Sir Edward,

Mel im neuen Stet.

Fuldaschlcuse, Eiscnbahnbauten und Dampfer- Beschaffung für das Wafferbauamt.

(Von unserm parlamentarischen Mitarbeiter.)

Dem gestern zusammengetretene« preußischen Landtag ist gleich am ersten Tag der Beratungsperiode der neue Etat zugegangen- der diesmal auch Caffel und der Provinz Hessen. Nassau in weitgehender Weise berück­sichtigt. 3m Etat der Bauverwaltung werden als Beitrag znrn Bau einer neuen Fuldaschleuse in Caffel neunzigtausend Mark, zur Beschaffung eiues Dampfers für das Wasser­bauamt dreitzigtausend Mk. gefordert.

Die erste Forderung, den Bau der unten Fuldaschleuse betreffend, wird im Etat wie folgt begründet: Die Stadt Cassel be­absichtigt eine Regulierung der Fulda tm Stadtgebiete, um die bisher häufrg (nament­lich im Bereiche der Leipziger Vorstadt auf dem rechten Fuldaufer) aufgetretenen Ueber- schwemmungen zu verhüten. Im Rahmen die­ses Gesamtplanes hat die stabt einzelne Bauten begonnen und zum Teil auch bereits ausgeführt. Jetzt will sie einen weiteren Teil des"Gesamtentwurfes verwirklichen, den Er­satz des festen Wehrs durch ein bewegliches. Hierbei kommt zu Lasten der Stadt und eines beteiligten Mühlenbesitzers auch der Neubau der fiskalischen Schleuse in den bisherigen ge­ringen Abmessungen in Frage. Es ist aber zweckmäßig, an Stelle der kleinen Schleuse eine solche von grötzern Abmessungen (tote he für die Schleusen der seitenkanale deS EmS-Weser-Kanals beabsichtigt sind) zu er­bauen, um einer weitern Entwicklung de: Ver- kchrsverhältniffe Rechnung zu tragen. Auch ist bei entsprechender Einrichtung der Schleu­sentore die Möglichkeit gegeben, erhebliche Hochwaflermengen nicht nur über, das Wehr, sondern auch durch die Schleuse o'"»führen, die Hochwassergefahr also zu ver­mindern. Tie Stadt hat beantragt, ihr zu

Fernsprecher 951 und 952.

(Privat-Telegramm.)

Aus Stuttgart wird uns depeschiert: Dem in der Hauptwahl im Kreise Heilbronn ausgefallenen bisherigen Abgeordneten Fried-

finanzielle Seite der Frage ist bei den Bespre­chungen überhaupt nicht berührt worden. Angesichts dieser Sachlage muß das Universi­tätsprojekt als vorläufig gescheitert angesehen werden, denn die Mehrheit des Stadtparlaments ist nicht gewillt, ihren in dem Stadtverordnetenbeschluß von vorigen Jahre festgelegten Standpunkt einer Revision zu un­terziehen. Wenn es auch keinem Zweifel un«] terliegt, daß manche Stadtverordnetenkreise, um das Zustandekomemn der Stiftungsuniver- sität zu sichern, dem Projekt auch ohne die freiheitliche Organisation zustimmen wird, so dürfte doch die im Stadtverordnetenkollegium ausschlaggebende Fortschrittspartei fest auf ihrer Forderung bezüglich des Vorschlagsrechts beharren, ebenso wie die Sozialdemokratie (die ja grundsätzlich Gegnerin der Universität ist) zweifellos bemüht sein würde, eine neue vom Magistrat etwa ' einzureichende Vorlage zu Fall zu bringen.

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3ns Neueste am Giatz.

Ein Selbstmordversuch des Spions French. (Privat-Telegramm.)

Glatz, 16. Januar.

Gestern nachmittag tauchte hier mit großer Bestimmtheit das Grücht auf, daß der in der hiesigen Festung untergebrachte englische Spion, Kapitän French einen Selbst­mordversuch unternommen habe. Die Festungsbehörden verweigern zwar hierüber jede Auskunft, doch ist bereits in hie Oeffent- lichkeit gedrungen, daß French tatsächlich Selb st mord durch Enhängen unter­nehmen wollte, bei seinem Vorhaben jedoch überrascht wurde. Er befindet sich nach amt­licher Auskunft wieder wohlauf. Seit der Flucht des Hauptmanns Lux ist der Wach­mannschaft auf der Festung eine schärfere Kontrolle auferlegt worden. In der Af­färe Lux wird zurzeit die Untersuchung noch fortgesetzt, doch kann schon jetzt mitgrteilt wer- den, daß irgend welches Verschulden durch mangelhafte Beaufsichtigung seitens der Mi­litärbehörden nicht festgestellt werden konnte.

boten worden, in denen deren liberale Kan- . didaten in sicherer Stichwahl stehen und zu

®unftett einer Nachwahl für Naumann zuruck-

rost treten wollen. Naumann hat jedoch dieses

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terwald: Von der einflußreichen V^Een £ginungä,-eitifl auch die Absicht, die Promo- Presse im sitl der .Daily News btö b I rions- und Eramensberechtigungen der Unt- zur angesehenen politisch-gesellschaftlicoen Wo- berj-ltät Frankfurt davon abhängig zu machen, chenschrift vom Schlage derNation* und des ^ß die Besetzung der Lehrstühle allein in der Outlok" Wird die Politik Edwards Greys in Hand der Regierung ruhe. Unter diesen einer Form bekämpft, die deutlich den tief- Umständen ist nicht daran zu denken, daß m aründigen Groll des intellektuellen Britentums absehbarer Zeit der Frankfurter Umversitats- über den deutschen-hetzerischen Scharlatarismus plan verwirklicht werden kann.

Grey'scher Weltpolitik offenbart. Die Mehrheit

der öffentlichen Meinung Englands spricht es tzxy RerchöLlW'NWSLhM. offen aus, daß Sir Edward als Munster der ${c nationalliberale Partei-Konferenz, auswärtigen Angelegenheiten direkt un- Privattelegramm meldet uns

möglich geworden sei, nachdem seine Politik I g gcf(in: lieber die von der nationalli- sich als Kabbalistik gefährlichster Art entpuppt ££iajeJt Partei auszugebende Stichw ahl- habe. Diesseits des Kanals hat man An- ß r 0 t e einer besonderen Konferenz

laß, die weitere Entwicklung dieser interessan- Qm heutigen Dienstag beraten werden. Wie ten Metamorphose britischer Volksstimmung verlautet, soll die Regierung sich mit der aufmerksamen Auges zu verfolgen, denn wenn Absicht tragen, auf die maßgebenden Führer wir auch weil davon entfernt sind, im England der liberalen Partei, besonders der Rations- Georgs des Fünften Sympathie-Regungen Nb-ralen Im ^S^enen ®tW

Siir hna «Inff der blonden Vettern ,u tot -1 indirekte Unterstützung der So­zialdemokraten zu ungunsten des Zen­trums (Rheinland und Westfalen) oder der Konservativen zu verhindern. Von dre- fem Wechsel in der Frontstellung nach rechts erhofft die Regierung einen günstigen Ausfall der Stichwahlen und eine Verminderung der sozialdemokratischen Mandate.

bängnisvoller Weise belastet, und das zu Lande nur schwach geschützte Jnselreich Gefahren ausliefert, die in gar keinem Verhältnis zum erkennbaren (oder auch nur möglichen) Nutzen der ins Uferlose angewachsnen Bündnisver- vflichtungen stehen. Sir Edward Grey war es, der während des Marokko-Handels zwi­schen dem england-verbündeten Frankreich und dem england-gesährdenden Deutschland die Energie britischer Entente-Politik bis zur äußersten Hochspannung wirksam werden ließ, und er hat es nur einem glücklichen Zufall, der Entschlußarmut deutscher Diplomatie und der (immer noch) epidemischen Furcht Euro- pens vor der Seerüstung des allbritischen Im­periums zu danken, daß dies gewagte Spiel mit den ehernen Würfeln der Weltgeschichte England nicht diejenigen Nachwehen brachte, die unter normalen Umständen unabwendbar gewesen wären. Ob der Minister des fünften Georg von England den hohen Einsatz des Kriegsspiels dem politi­schen Interesse des Reichs glaubte schuldig zu sein? Blätter englischer Zunge bestreiten's und zeihen Edward Grey des unauslösch­lichen Hasses gegen Deutschland, aus dem auch das Verhängnis der Marokko- Komplikation geboren worden sei.

Ein Mann von der wohltemperierten Art des Earl ot Rosebery hat am Vorabend des deutschenTags von Philippi* in öffent­licher VerlMNNluna Sir Edward Grev einen

Der Frankfurter Universitätsplan scheint gescheitert zu sein: Der^Kultusminister lwll ...........

hat der Gründung der Universität zwar zuge-1 .$ Naumann ^(Fortschrittliche Volkspartei) stimmt, jedoch will er n'cht von der ^m ab- 'nunmehr zw ei - W ahlkreise ange­geben, in der die Berufung bezw. Ernen-it. . .. <- <-<-*-

nung der ordentlichen Professo­ren auch an den übrigen ^UniversttätenPreu- ßens gehandhabt wird. mouen mamnanir um irwui

geplante Frankfurter Stiftungsunive^itat M Anerbieten abgelehnt. Er wird in der näch- wie alle anderen das Recht der Fakultatsvor- cine ^cife nach Egypten unterneb-

schläge bekommen,, wahrend der Minister in ^nb gedenkt sich vorerst parlamentarisch Ausübung des königlichen Rechts sich der ® e' n j $ f mehr zu betätigen. Als politischer rnsung vorbehält: Publizist hofft Naumann dagegen nach der

Frankfurt a. M., 16. Januar. Rückkehr von seiner Reise (die etwa zum Ende (Privat-Telegramm.) April ftatifinben dürftet eine umso regere-

*.«.»-««««.!<! ÄÄtwÄÄ geben, das Frankfurter Universitats- uational-sonale Führer ernstlich p arla- Projekt in absehbarer Zeit verwirklicht zu mentsmüde sei und nicht die Absicht habe, sehen, nachdem die Berliner Universitätsver- sich jemals wieder um ein Mandat zu bewer- handlungen vorn Standpunkte der ausschlag- ben.

gebenden Frankfurter Kreise aus ein ne- gfa Telegramm Posad0W§?YS. gatives Ergebnis gebracht haben. Der Kul- (Privat-Telegramm.)

tusminister erklärte sich zwar bereit, die Frank- Wie uns aus B i e l e f e l d gemeldet wird,

furter Universität zu konzedieren, zedoch war G r a f P o s a d o w s k v dem Wablaus-

er für eine Uebertragung des Vorschlags- fdEm6 fcjncg Wahlkreises am Tage nach der rechts der Akademie auf dir Universität und Wahl folgendes Telegramm übermittelt: ter keinen Umständen zu haben. DieDem WahlauSsckuß und meinen Wählern

~ " sende ick treue Grüße und herzlichen Dank für die gewissenhafte Erfüllung der Wahlpflicht. Posadowsky." Nachdem im Wahl­kreis Posadowskys die Hauptwabl wider Er­warten nickt die Entscheidung herbeigeführt, sondern Posadowsky in die Stichwahl mit dem Sozialdemokraten gebracht hat ,ist der Wahl­ausschuß der verbündeten Parteien an den Vorstand der Fortschrittlichen Volks­partei mit dem Gesuch beranaetreten, nun­mehr ebenfalls Pofadowsky zu un­terstützen und in der Stichwahl den Sozial­demokraten zu schlagen. Ueber die Entschei­dung der Fortschrittsvartei ist bis zur Stunde noch nichts bekannt. Anzunehmen ist aber, daß die Freisinnigen für Posadowsky eintieteii

abenteuernden Fanatiker* genannt, wollten: Die Sicherung des ausschließlichen dessen leidenschaftliche und hemmunglose Po- Rechts ihrer Fakultäten, ordentliche Promso- lii k das Britenreich in schwere Gefahren ren zu Wahlen, wahrend die Bestätigung durch Mz- D-« dl-,-. ««7«- --»Ich- »»» »»' »" f" 8m6,

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für dasVolk der blonden Vettern* zu wit­tern: Tas Morgendämmern überm Ka­nal scheint doch beachtlich genug, um der Hoff­nung auf spät're, befs're Tage neue Kraft zu leihen, sintemalen der Weg zur Besse­rung über den Berg der Erkenntnis führt! F. H.