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1911.

Zeitschrift für Haus- und Landwirtschaft.

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«eiollonebtud und Oniofl 'leer. « chneid «r in c»,r-.

leistet.

Für alle Vertilgungsarten — sie mögen ,o gut sein, tote sie wollen — gilt aber, dah sie leinen über den Augenblick hinausgehenden Ersolg haben, wenn von den Nachbarfeldern stets frische Mäuse wieder zuwandern. Es kann deshalb mcht oft genug Mont werden, daß man in ganzen Bezirken gleich­zeitig vorgehen muß. Ebenso wie bei Seuchen und beim massenhaften Auftreten gewisser Pflanzenschädlinge von der Regierung Verordnungen erlassen werden, sollte die» auch bet einer ernstlichen Mäuseplage gesch.hen.

Daß außerdem bit Feinde der Mäuse tm Tterretch — Füchse Wiesel, Krüden etc. — wo es nur irgend angeht, mehr geschont werden müßten, ist dem fleißigen Beobachter ganz zweifellos.

Auf die Vertilgung der Mäuse durch den Losflerschen Mäusetyphusbazillus ist wiederholt hingewiesen worden. Viel» fach wurden Kulturen des MäusetyphusbazilluS verwend«, häufig mit gutem, manchmal mit negativem Resultate, ^n erster Linie ist der Erfolg von der Witterung abhängig, da eintretende Negenfälle die Bazillen abwaschen und so die Wirkung illusorisch machen; sodann muß das praparurtt Brot noch am Tage der Herstellung zur Verwendung kom- men da eS sonst seine ansteckende Shaft einbüßt; ja auch die zu beziehende Kwtur pethed sehr rasch an Wirksamkeit, man darf sie also nicht alt werden lassen. Ueberhanpt sind d>e Vorschriften sür ihre

Anwendung sehr genau zu beachten. Mit Giften zur Vertilgung der Mäuse wur» den mehrfach gute Erfolge erzielt. So wurde Arsenik mit Mehl und etwaS Syrup zu e ner bröckligen Masse ge­mischt und von dieser eine i kleine Menge mittel- eines kllechlöifelS in jedes bewohnte Mänfeloch gege en. Auch in diesem Falle-wurden die Lö­cher tat5 vorher zugetreten. Die Mäuse verzehrten an­

geb.id) das süße Gift gern und verendeten. Da Arsenik aber auch für andere Tiere sehr giftig ist. so ist die An» Wendung desselben gefähr­lich. Geschickt, al’O auch

1 und 2. Pflug mit verarbeitendem Untergrundlockei er und vollem und durchbrochenem, breit eilige» Körper.

(Bergt. Umschau: „Technische Neuheiten".)

fahren kann allerdings nicht nur aus nicht oder mit Klee be­bauten Feldern, auf Wiesen und Weiden Anwendung finden. Es wird Wasser in die Mäuselöcher g gossen, sodaß die Mause entweder ertrinken ooer ganz ermattet die Gang«- vettassen und dann mit Leichtigkeit von Menschen oder durch -Hunde aetötet werden können. Zur Vereinfachung oec Arbeit w.r- den tags vorher sämtlich« Mänselöcher zugetreten; es finden sich dann zur Zeit der Vertilgung nur b-rhaltmsmäbig wr- niq offene Löcher, die aber sicher bewohnt sind. Auf Getreide- feldern ist daS Ertränken der

zur richtigen Zeit äuge» ivend.t, haben auch Sttychnin oder Phosphor gute Dienste ge-

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sie die Röhre papieren und dabei den ihren Ausgang hem- inenden Zwirnfaden durchbeißen, worauf der Ring in die Höhe schnellt und die MauS erwürgt. Das ^elb muß oft nachgeseh-n werden, wobei jede Fangiöhre die ihren ^jwea erfüllt hat, frisch verwendet wird. Die Hohenh.imer Fallen können übrigens von einem geeigneten Handwerker leicht in großer Zahl angefertigt werden. .

Von verschiedenen Seiten wird das folgende höchst ein­fache Verfahren zur Mäusevertilgung als wirksam empfoh­len Man bohrt mit einem Erdbohrer in den Furchen um die Saatschläge oder an den Klee- und Luzernfchlagen in be­liebigem Abstande ca. 50-60 Htm. tiefe Löcher von ca. 10 Zentimeter Durchmesser. Die Mäuse laufen die Furchen ent­lang und fallen in die Löcher, die täglich revidiert werden, wobei bann die Mäuse totgeschlagen werben. Em Landwirt hat mit 10 Löchern an einem Tage über 100 Mause gelangen und empfiehlt dies Vorgehen seiner Billigkeit unb Sicherheit halber angelegentlichst. — Ein originelles Verfahren, baS sich in Sübhannover bei trockenem Wetter bewahrt hat, ist das Totwalzen der Mäuse. Ein Landwirt war im Besitz einer schweren Chausseewalze mittels welch« « das Land behufs

Zur Vertilgung der feldmäuse»

Eins dieser Mittel ist das Ertränken der Mause. Das Ver- teten. ------

7, nirfit »her mit Klee de-

Mäuie nicht praktnch, da inan mit dem Wanerwageii nicht gem auf die Saa fährt und demz ifolge das Wass r in Kail-ien auf au grofje Enl- feruuilgen oetea en weiden mütjic. Mit gutem Ei nige hat mau sich vielfach der Hohenheimer ll!ausefailen,vi>u denen daS vundert uiigefahr 10 Mari ko tet und von denen man Pro Hektar etwa 300 dis 500 S iick braucht, e- dienl. Die Falle 11 eine Hoiirödte, die in eie Mäuse- ,ö. er geftecki wird, nachdem u an am Tage vorher fäiiit» liebe Löcher zugetreten hat. Ein sedeiiiber Ring wird du ch einen Z irnösaden m- inrhalb der Rohre nieder- gehlllen Wenn nun die Viaus ins Freie will. muß

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