Einzelbild herunterladen
 

Köche und Krüll.

Satyfen mit polnischer Sauce.

Nachdem bet ytfcb durch einen kräftigen Schlag auf den Ry>f schnell getötet ist, macht man einen kleinen Querschnitt unter demselben und (afet bad Blut in ein« Lasse mit Essig. Dann wird der Bauch Hl rum Schwänze ausgeschlitzt, um den Fisch auezu- nrymn^ Dabei sei man vorsichtig, damit man dir Galle, Von der man die Leber befreit, nicht zerdrück«. Bebet, Eingeweide, Milch uni Ro­gen werben apart gelegt Der Fisch, dem man bi« Flossen stutzt und der, bald nachdem er getötet war, geschuppt wurde, wird gewa­schen und bleibt einaesalzen stehen, bis dir Brühe fertig gekocht ist Zu dieser putzt man PeterMenwurzel, Sellerie, Mohrrüben und Mtotebeln, fügt ein Lorbeerblatt, Pfeffer, und Gewüritbrner, einige Nelken und gespaltene Mandeln hinrn und läßt diese Zutaten halb in Wasser, ha» in Bier kochen, legt bett Ro­gen hinein, der noch einmal Jo langer Koch- K't iU die Fisch« bedarf, und wenn er hart nimmt man ihn heraus, fügt da« in Essig aufgefangene Blut, Zucker und geriebenen braunen Pfefferkuchen nach Geschmack tontet fottwLhtendem Rühren hinzu und gießt die Saue« durch ein grobe« Sieb. Nun trocknet man die Fischstücke, sowie Milch, Lebet Rogen, sauber ab, legt (le in die Sauce, fügt ein Stück gute Bullet hinzu und kocht vorsichtig die Fisch« gar, indem man sie nach 10 Mimt- ten vom Feuer zieht und noch eine halbe Stund« an heißet Stelle sieden läßt Man gibt dazu gedämpftes Sauerkraut und Kat- toffeln.

Die geschmackvoll« Weihnachtstafel

Um die Weihnachtstafel festlich zu schmücken, läßt man sich an« zart grünlichem Kartonpapier Tischkarten In gewünschter Form und Größe anfertigen und mit schmalem Gold­rand umgeben. Oben link« in bet Eck« er- hält leb« Kari« »Wei kleine Einschnitt« zum Durchstecken eine« schmalen Tcidenbande«, da« man In grün ober rot hält Zur Verzierung dienen klein« Sträußchen, die mau au« Zweig- Sen bet Tonne, Stechpalme und Mistelzweig.

en windet und durch einige Lamettafäden belebt. Man schreibt bann nach Belieben außer dem Namen de» Gaste« noch ein Vet«chen oder da» Menu dazu. Hebet da» Tischtuch streut man scheinbar willkürlich einige Dan- nenzweige mit Lamettafäden, schlingt von ®e- deck zu Gedeck ein zartgrüne« Moireedand, da« hin und wieder lut Schleife geordnet ein Sträußchen hält, da» denen auf den Karten gleicht . Die Obstschale putzt man ebenfalls mit Lannen- und Mistelzweiachen, ebenso M« Körbchen und Dellet mit Pfefferkuchen und Rüssen und umzieht auch sie mit Lamettafä- den.

Karpfen in Rotwein-Sauce.

Man schuppt den Karpfen und fängt in einet kleinen halben Lasse Essig da» Blut auf, weidet ihn au«, spalt« ihn 6er Länge nach uhb schneidet jede Hälfte in drei Teile. Sind die Stücke gewaschen, so tut man st« nebst B geschnittenen Zwiebeln, grobgestoßenem et und Nelken, Zitronenscheiben und serblSttern tn ein« Kasserolle, gibt etwa« Weißbier oder Wasser und übrigen« so viel Rotwein hinzu, baß der Karpfen eben bedeckt ist. Sodann nimmt man, so gut e» tunlich ist, den Schaum ab, gibt ein große« Stück Butter nebst etwa« feingeftoßenem Zwieback hinein; vor dem Anrichten rührt man da« Blut und ein Stück Zuck« durch, legt den Karpfen in eine Schüssel und rührt die Sauce, die recht gebunden fein muß, durch ein Sieb darüber.

Makronen für den Weihnachtstisch.

Man brühe und enthülse ein PJuud süße Maudcln. 6 bl« 8 Stück bittere, mahle dlesel- den, mische darunter 1 Pfund gesiebten Zul­ker, ben Saft von 2 Zitronen, den Schnee von 8 frischen Siern und eine Brise Hirsch­hornsalz, forme ca. 35 bi« 40 runde Klößchen, setze diese auf eine mit Wachs bestrichene Plate und backe sie bei Oberhitze.

Mandelkränze für Weihnachten.

K Kilogramm geschalte Mandeln stößt man mit dem Saft einer Zitrone sehr fein und vermischt damit yt Kilogramm klaren Zucker, bl« auf Zucker abgegebene Schal« einer halben Zitrone und da« zu Schnee geschlagen« Weiß« von 8 Siern Bon der gut zusammengerührten Mass« macht man auf runden Oblaten Kränz­chen. bäckt vief« und überzieht sie mit Vanillen«

Dl« Zubereitung derMohnplelen*.

Man rührt gemahlenen Mohn mlf Sahn« oder guter Milch, einigen feingestoße- neu bitteren Mandeln, Zucker, Zimmt. einer kleinen Prise Salz und etwas Rosen- oder Oranaenblütenwasser zu einem lockeren Brei an. Dann schneidet man geschälte« Milchbrot ober Semmel In fingergliedlange, länglich- »ieTtdla« Stücke ober große Würfel, benetzt sie mit Milch, überstreut sie mit etwas Zucker und läßt fU ein wenig aufweichen. Zuletzt richtet man ben Mohnbrei mit der Semmel schicht­weise auf einer Schüssel an und streut dick Zucker und Zimmt darüber. Wenn der Mohn- drei längere Zeit steht, quillt er nach und wirb trocken. Ma« gieße dann >wch ein wenig Milch baräber.

fiMe fcfliflmgtn brr r.njelnen Rätsel rorrben tn bw nächsten Rpmm«r bekannt «-geben; ebenso btt Kamen be* Sbifenbet besjen'gtn Lösungen, btt da« Lltchttg« treffen.)

Wort-Rätsel:

91 ist «in Vera Im Schweizerland, Zn Speisen, Bildern wird'« verwandt, Doch leuchtend bildet e» da» Grab, Für da«, was man verloren hat.

Homonym:

Er ist der Wahrheit Feind und Jronia, Und doch bezeugt er schriftlich eben st«.

Vtsttenkarten-Ratselr

T. 8. Sistat

Posen

Ku« Kamen und Wohnort ist der Stand de« Inhaber« der Karte zu erraten.

ZweisilbenRätsel:

Di« letzt« Silbe: sie begehrt,

Di« erste, die den Nachbar nährt. Doch wer das Ganze treibt und Übt, Macht stch bei allen unbeliebt.

Auflösungen au» bet letzten Nummer bei FamilienblattS.

Umstell-Rätsel:

Annexion von Korea.

Wort-Rütsel: Spur.

Palindrom:

Jam, Mai.

Sllben-RStsel: Gin - blick. Homonym: Rhein, Reih'«, Rain. Spruch-Rätsel: Spiel. Scherz-Rätsel: Leumund. Zweizeilen-Rätfelt Lauf.

Richtige Lösungen der in der letzte Nummer gebrachte« Rätsel sandte« ein: M. Jäger, Hohenzollernstraße, Otto Müller, Ä6- nigrstraße, Bertha Newen, StSndeplatz, Han» Steiner, Luisenstraße, Ella Warenholtz, Al- brechtstraß«, «rete Perig«, WHHelmSHSH«, Allee.

Siir bt« Mebattton verantwortlich: Shekrebakleur streb etmon; Druck und 3erlag: gerbtnanb Koch. (Taffet

Nummer 3.__

Ende jeder hingehenden Tour bi« zur Hälfte der Strmnpsränder hinzieht. I« derselben Weise wie da« Zunehmen fiattgef nben, tritt hierauf da« Abnehmen ein, dl» der Keil zu­letzt wieder mit 1 Masche endet. Am oberen lind unteren Rand« kann man zur Verzie­rung Pilot« anhäkeln.

e

Tie gieinlnung fetbenrr Blusen.

Man legt die Bluse tn ein große« Wasch- lecken und Übergießt sie mit einem Pfund Benzin. Dann läßt man sie eine Stunde liegen, breitet ein weiße» Luch auf einen Tisch, legt die Bluse so wie sie ist darauf und wischt die Seide mit einem feinen, weißen Tuch ab. Da« Taillen- und Kennel futter wird mit einem Stück weißem Zeug abgerieden. Hieraus hängt man bt« Bluse auf einen Klei­derbügel uns läßt st« trockne«.

Sie Kinderwelt.

Zeichen bet Bett

lieber die ErnährungSverhältniff« bet PolkSschulkinder veröffentlich: bl« Zentral- stelle für P o lk« w o b l s a h r t auf Grund sorgfältiger Erhebungen lehrreich« Daten. Sin besonderes Kapitel befaßt sich mit den unheil­vollen Wirkungen de« Alkohol genufse« für die geistige und körperliche Entwicklung der Schulkinder. Di« Erhebungen der Zen- tralstelle, die sich auf eine «roße Anzahl von Städten des ganzen deutschen Reiche» von 10 000 Einwohnern an auswärts erstrecken, er­gaben ein recht betrübende« Bild: 23 Prozent der Kinder erhalten im Winter, 4 Prozent im Sommer regelmäßig zum Mit- tagesse« alkoholisch« Getränke. In den außer- preußischen, süddeutschen Städten von 80 000 bis 50 000 Einwohnern sind e« jedoch 8,9 Pro- zent, die mittag« regelmäßig Alkohol bekom­men, in Regensburg sogar 13 Prozent Im Winter ist der regelmäßlae Alkoholgenuß mit 6,4 Prozent für alle Städte abend« noch we- sentlich höher al« für Mittag; in einigen Städten wie In Rosenheim (Bayern) beträgt der Prozentsatz 83. tn Würzburg 32Jb, tn Re­gensburg sogar 541 Sommer« Ist her Alkohol- genuß sowohl beim Frühstück al« beim Mit- lageffen h ö h e r al« Im Winter, abend« jedoch niedriger. *

Die erste Kinderlesehalle.

Wie un» au« Berlin geschrieben wirb, ist durch den von Otto von Leirner ge­gründeten Polköbund in der Markthalle am ölrmiuiusplatz di« elfte Kinderlef e- halle eröffnet worbe». E« soll ben Kindern hier lediglich Gelegenheit geboten werden, gute Bücher zu lesen und gute Bilder zu besehen. Die Anregung, bic die Kinder tu der Schule erhalten, erregt gerade tn ben Kindern, deren Eltern keine Bibliothek oder Kunstsammlung Im Lause haben, »der denen e« an Zeit und Verfiandni« mangelt, stch mit ihnen »u beschäftigen, da« lebhafte verlan­gen nach ben unerreichbaren Kunstgenüssen. Und der groß« Andrang der Kinder zeigt, daß bier eine nachahmenswert« Einrichtung ge­troffen ist. Di« Lesehalle ist in den Rachmit- taflftunben geöffnet; nur die besten Ausga­ben der Märchenbücher, Sagen und namhaf­ten Erzählungen sowie Bilderbücher von Os­kar Pietsch, von Reinick, Fadeln von Hey- Speckter sind angeschosst worden. Die Samm­lung soll unter forg'ältiger Beobachtung de« literarischen Geschmack« der Kinder nach und nach ergänzt werden.

Für die tzlennflett der Armen.

Für die Speisung armer Schulkin­der hat die Stadt Tharlottenburg im Jahr« 190« 28 687 Mark verausgab t. Die« be­deutet gegen da« Vorjahr eine Steigerung her Ausgaben um nahezu 10000 Mark. Di« Zahl der Portionen stieg von 108 000 auf 162 000. Dl« Speisung findet an sechs ver­schiedenen Stellen ftatt. Eltern, di« etwa« zahlen können, entrichten einen geringen Bei­trag, doch wurden insgesamt von den Eltern für das Jahr 1909 nur 689 Mark eingenom- wen,

Casseler Neueste Nachrichten.