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Jlt. 03.

Casseler Neueste Nachrichten

1. Jahrgang.

Rätsel und Spiele.

Rätsel.

Einen komischen Wunsch hat Groß und Klein;

Ein Jeder will es werden, doch Keiner sein.

Homonym.

Du triffst ihn in der Wand

Und recht geschmeidig scheint er;

Du triffst ihn auf der Hand Und blut'ge Tränen weint er.

Anagramm.

1 2 3 4 5 6: Die seht ihr an Geschirren, Wenn sie zusammenMrrenx

4 3 2 1 5 6: Und die an Wall und Türmen, Wenn Feinde sie bestürmen.

Bisttenkarten-Rätsel.

A. Argun

Sergen

Aus Namen und Wohnort ist der Beruf des Inhabers der Karte zu erraten.

Dreifllben-Rätsel.

Die ersten beiden bezweifelt werden, Für möglich man sie nicht hält auf Erden; Wenn zur Verfügung die letzte Dir steht. Verhältnismäßig gut's Dir geht!

Das Ganze zeigt sich nicht zu oft. Es kommt zumeist ganz unverhofft.

Vexierbild.

Wo ist der Kutscher?

Streichholz Aufgabe.

AuS drei Streichhölzern, welche nicht ge­teilt oder geknickt werden dürfen, sollen sech- gemacht werden. Wie ist die Lösung?

Richtige Lösungen der Rätsel aus voriger Summet: Logogriph: Beule, Keule, heule.

Drrisilbeu-Rätsrl: Waldmeister.

Vexierbild: Der Kopf deS PapaS befindet sich in der rechten oberen Ecke zwischen den Bäumen.

Palindrom: Trab, Bart.

Scharade: Schreckhorn.

Rebus: Streben wir nicht allzu hoch hinauf, daß wir zu tief nicht fallen mögen. (Schillert

Richtige Auflösungen der Rätsel aus vori­ger Nummer sandten ein Minna und Lisbeth Hattenbach, Fltegcngaffe, Rudolf Hart­mann, Wolssanger, und Carl Hartung, Oberelsungen.

stür bte Redaktion verantwortlich: Han« ttllentietg:

Druck und 3erlau von ,ier» tuau» »ach. Saget.

Graphologischer Briefkasten. B-dtuguugeu für die Inanspruchnahme des graphologischen Briefkastens: Zur Beurteilung sind mindestens zwanzig vösttg ungezwungene Zeilen mit Angabe, ob die Schrift- prob« von einer Dame oder von einem Herrn ist, an die Redaktion dieses Blattes nebst AbonncmentSquittung und fünfzig Pfennigen in Briefmarken einzusenden. Ntchtabon- nenten zahlen eine Mark. Anfragen wolle man adressteren: An den graphologjfchen Briefkasten derKaff. Neueste Nachr."

Elly 100. Ihre gleichmäßige kräftige Schrift osseubart eine aufrichtige, gewissenhafte, arbettssame und pfiichtgetreue Natilr, die ehr­lich vorwärts strebt und viel Kraft und Aus­dauer besitzt. Sie sind stark empfindend und leidenschaftlich, doch lassen Sie sich nicht aus­schließlich von Ihren Gefühlen leiten, da Ihnen auch eine ernste, vernünftige Lebensanschauung eigen ist. Nur sagen Sie ost Ihre Meinung zu rückhaltslos heraus.

Fräulein Anni. Mit Bleistift geschriebene Proben eignen sich nicht zur graphologischen Beurteilung; es lassen sich daraus nur einzelne Züge erkennen. Sie sind offenbar sehr streb­sam, lebhaft und gewandt, doch in manchen Dingen etwas flüchtig und nachlässig. Obwohl Sie unterhaltungslustig sind, haben Sie doch auch mancherlei zu verheimlichen. Was ... das werde» Sie wohl am besten wissen!

Frau Erika W. Ihrer zersplitterten, aus­geschriebenen Schrift siebt man heute noch an, vaß Sie einmal eine lebensfreudige, hochideal und schwärucerisch veranlagte Natur waren; aber das Leben hat sie hart angefaßt. Jetzt sind Sie oft recht entmutigt und verzagt, inner­lich sehr leidend. Trotzdem geben Sie sich Mühe, nach außen stets ein lächelndes Gesicht zu zeigen. Sie sind auch im Umgang immer sehr liebenswürdig, nett und gastfreundlich. Im familiären Streife geben Sie gern den Ton an, wobei Sie sehr leicht erregbar sind, wenn nicht ('leidi alles nach Wunsch geht. (Sie fragen an, ob Sie auch Schriften von Freunden einsenden können! Gewiß!)

St. B. Tripolis. (Warum gleich so unge­duldig? Es kann doch einmal vorkornmen, daß in einer Woche mehr Zuschriften eingehen, als bis zur nächsten Sonnabend-Ausgabe beur­teilt und veröffentlicht werden können. Die Briese werden genau der Reihe nach erledigt.) Ihre große Schrift mit den schroff herausfa^- tenben Endstrichen verrät einen ungestümen, heftigen Charakter mit starker Impulsivität und Leidenschaft. Sie können sich, wenn Sie ein­mal erregt sind, schwer mäßigen und beherr- &uuü handeln oft recht voreUig und un-

egt. Trotz Ihres lebhaften Temperaments ftreben Sie jedoch nach höflichen llmgangsfor-

men und nach Liebenswürdigkeit, und wäh­rend Sie einmal Ihre Meinung recht schroff heranssagen und derb und rücksichtslos sind, können Sie ein andermal, wo es die Vorsicht gebietet, sehr zurückhaltend fein.

Gertrud H. 12. Ihre Schrift macht einen etwas stacheligen Eindruck. Die scharfen End- spitzen verraten, daß Sie Ihrem spottenden und kritisierenden Zünglein viel freien Laus lassen und nichts fiir sich behalten können. Da­bei sind Sie auch ziemlich reizbar-nervös, keine weiche, schmiegsame Natur, sehr rechthaberisch, doch immer ehrlich und wahr, mit stark ausge­prägten Sympathien und Antipathien, im Grunde gutherzig und freigebig ... eine rauhe Schale, tu der ein edler Stern verborgen ruht.

Sch. Ihre zarten Züge offenbaren viel Feingefühl, ästhetischen Sinn, Schönheitsltebe und hohe Begeisterungsfähigkeit. Sie haben auch viel Freude an lebhaften Wortgefechten und besitzen einen frohen, heiteren Sinn und eine optimistische Weltanschauung. Ihr Wesen ist sehr harmonisch, freundlich und aufmerksam.

O. M. 18. Ihre Schrift mit den stark mar kierten Punkten an vielen Buchstaben dokumen­tiert genaueste Berechnung und Kalkulation. Sie sind ein erwerbliebender und geschäftstüch­tiger Mensch, der sich vorzüglich für den Posten eines Kassierers eignet. Sie sind vor allem pünttlich, korrekt und gewissenhaft, sodaß man sich stets auf Sie verlassen kann; dabei auch nicht ohne weiche Empfindungen und Wohlwol­len. Nur wenn einmal Mißverständnisse wal­ten, verteidigen Sie sich mH größter Schlagfer­tigkeit, nicht eher ruhend, bis alles klargestellt ist.

A. K. O. 208. Sie sind im Grunde ein lie­bes, gütiges Wesen, doch mangelt es Ihnen noch an Äusdrucksfähigkeit Ihrer Empfindun­gen, an Schmiegsamkeit und Anpassungsver­mögen. Sie sind noch etwas schüchtern, wort­karg und kurz angebunden und wirken daher auf die, die Sie nicht näher kennen, wenig anzie­hend. Sie gehören zu den herb verschlossenen, scheuen Mädchennaturen, die erst bei näherem Kennenlernen gewinnen. Sie sind auch ziem­lich wählerisch und werden nicht gleich mit je­dem Freundschaft schließen.

Kleine Hexe". Ja, das ist wohl die richtige Bezeichnung für die Schreiberin jenes Liebes­briefes. Sie hat ein sanguinisch-cholerisches Temperament und ist noch sehr sprunghaft in ihren Empfindungen. Die Zusammenhang- losigkeit ihrer Schriftzüge deutet auf große Lau­nenhaftigkeit und Unberechenbarkeit. Dabei ist die Schreiberin von einer glühenden Leiden­schaft erfüllt, stark empfindend und sehr sinnlich veranlagt, hochgradig erregbar, ja sogar etwas exaltiert... .Himmelhochjauchzend, zu Tode be­trübt/

weich kochen. 1 bis 2 gehackte Zwiebeln brät man nebst 125 bis 200 Gramm in Würfel ge­schnittenem Speck gelb, gibt 1 bis 2 Löffel Mehl dazu, läßt es ebenfalls bräunlich werden, ver­focht diese Einbrenne mit etwas Linsenbrühe, gießt sie dann zu den kochenden Linsen, schmeckt ab, würzt mit Salz und, wenn man es lieht, mit etwas mildem Essig und läßt alles unter starkem Rühren nochmals durchkochen.

Holländischer Salat.

Eine Handvoll Kartoffeln, eine kleine oder eine halbe Sellerieknolle, einige kleine Zwie­beln und ein Suppenteller voll verlesenen Ro­senkohls werden, jeder TeU für sich, in Wasser weichgekocht. Sellerie, Kartoffeln und Zwie­beln werden nach dem Schälen in Scheiben ge­schnitten, mit dem Rosenkohl und zwei gut ge­wässerten, ausgeräteten, in kleine längliche Stücke zerteilten Heringen gemischt und mit Oel, Salz, Essig und Pfeffer gewürzt.

Saffeecreme.

Fünf Eigelbe, % Liter Milch, 90 Gramm Zucker und ein Teelöffel Vanillepulver werden gut schäumig gequirlt, auf dem Feuer zu einer dicken Creme geschlagen und nach dem Abküh­len mit sechs Blatt Gelatine und drei Löffeln sehr starkem Kaffee-Extrakt (drei Löffel aus drei Lot Bohnen) untermischt. Nachdem die Creme kalt gewordeir, wird sie mit dem steifen Schnee der Eier durchzogen und, auf Eis ge­stellt, serviert.

Lachende Wett.

* Die Unschuld vom Lande. Die Gnä­dige: ,Ra, Minna, haben Sie alle Nüsse für heut' abend aufgeknackt, wie ich's ^hneu gesagt habe?" . . . Dienstmädchen: .Jawohl, gnädige Frau, bloß di« großen Walnüsse habe ich nicht aufgekriegt, dazu sind meine Zähne nicht stark genug!"

* Dl« originelle Mitgift. Herr (zum Di­rektor einer wandernden Trupp«, dessen Schwiegervater auch mit einer Gesellschaft reist): »Wirklich, Sie haben Ihr Theaterchen ganz nett beisammen!" . . . Der jung« Direk­tor: »Ja . . . und das alles aus eigener Kraft! Mein« Frau hat nichts mltgekrlegt, als fünf­undsiebzig Mark und einen Souffleurkasten!"

** Di« schlechten Zeiten. »Di« Zeiten sind schlecht. Schatz," sprach ein Mann zu feinet bes­seren Hälfte, »und es wird mir schwer, die Nase über Wasser zu halten." . . . »Du würdest deine Nase mit Leichtigkeit über Wasser halten können," erwiderte die Dam«, »wenn du st« nicht so ost über Branntwein hieltest!"

♦♦ Aus Umwegen. »Warum weinst Du denn, mein Junge?" . . . »Mein Papa hängt die Bilder um in der Stube." . . . »Und des­halb weinst Du?" . . .»Nein, er hat sich mit dem Hammer auf den Finger geschlagen!" . . . »Und da hast Du Mitleid mst dem Vater, Du bist ein braver Junge!" . . . »Ach nein. Ich weine, weil ich gelacht habe!"