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wr. 22.

rin. Man wiederholt dieses Verfahren ver­schiedene Male und läßt die Sohlen dazwischen Immer ungefähr zwanzig Minuten lang trock­nen. Das Glänzen der Sohle zeigt uns, daß der Zweck erreicht und das Leder genügend mit Firnis durchtränkt ist. So behandelte Sticfel- sohle» sind bedeutend dauerhafter und haltba­rer als nngcfirnifete.

Sie Kmderwelt.

Das Elternhaus der Grosistadtkinder.

Die Heimatlosigkeit unserer G r o ß si a v t t i n d e r wird beleuchtet durch Unteriaanurgen, die Lcbrer Weiskopf in Fürth über das Elternhaus der Schulkinder ange­stellt hat. Er stellte während eines Zeitraumes von vier Jahren durch eine Umfrage fest, wie viele der Kinder noch im Ge­burtshaus wohnten, wie viele im Heim der Eltern sich befanden und wie viele während der Schulzeit sich in der gleichen Wohnung anfhielten. Schon in den vier Jahren war durch Wegzug aus der Gegend die Hälfte der Schüler ihrem Lehrer verloren gegangen, und da, es sich hier durchaus um symptomatische Zustände handelt, dürsten in den Großstädteil im allgemeinen ani Schluß des achten Schuljahres nur noch wenige Schüler aus dem ersten Jahrgang mehr in der Schule vorhanden fein. Was nun die Wohnlnig anbelangt, so ist die Zahl derer verschwindend gering, die ei« Elternhaus besitzen. Ebenso gering ist die Zohl derer, die in deni Hause heranwachsen, in dem sie geboren wurden. So ist es denn kein Wunder, wenn alle diese Kinder gar kein Heimatsgefühl haben können. Erst wenn die Aufstrebenden Bewegungen der Bodenreform und Wohnungsreform wieder Eigenheime ge­schaffen und dem Kind einen Zusammenhang mit diesen und mit der Natur gegeben haben werbe«, kann man aus ein Geschlecht hoffen, für das Heimatliebe und Faniiliengefühl keine bloßen Worte mehr sind.

Der Kongreß für Moralerziehung.

Ein großer internationaler Kongreß für. Moralerziehung findet in diesem Sommer im Haag statt. Der Kongreß tvird eigentlich das ganze Gebiet der geistigen, seelischen und kör- verlichen Erziehung umfassen und auch der Frage der Erziehung abnormer Kinder be­sondere Berücksichtigung zuteil werden lassen. Hervorragende Pädagogen aus allen Ländern fverben als Redner bei der Veranstaltung mit« wirken, die auch von Frauen aus allen Kultur-- läudent zuin Zweck des Studiums besucht wer den wird.

ilnmäßige Kinder.

Sehr viele Kinder, die manches gute, aber einfache Gericht verschmähen und lieber hun­gern, als daß sie etwas essen, was ihrem Gau­men nicht zusagt, können sich an süßen Spei­sen und dergleichen krank essen. Diese Un- mäßigkeil bekämpft inan am besten, iventt matt bie Kinder von der gewünschten Nascherei oder Süßigkeit nur mäßig genießen iittb sich auch durch Bitten und Schmeicheln nicht mehr ablocken läßt. Hat das Kind den festen Willen eikannt, so wird ihm die Lust ver­gehen, mehr zu verlangen, als ihm dienlich ist. <5s tvird allmählich lernen, daß Süßigkeiten nicht zum Sattessen da sind, und nach und nach die zuerst verschmähten einfachen aber gesun­den Gerichte zu schätze« wissen.

Küche mth Keller.

Geschmortes Schweinefleisch.

1 Kilogramm nicht zu fettes Schweine­fleisch (am besten vom Kämmt ivird, nachdem es sauber gewaschen ist, mit einer Flasch« leichtem Weißbier ausgesetzt, zum Kochen gebracht und nbgeschäumi. Dann gibt mau etwas zerfchnit teile» Suppenkraut, einige kleine geschälte Zwiebeln und einen Lössel recht milden Wein essia dazu und läßt es auf gelindem Feuer weichschmoren. Rach Geschmack kann man auch 1-2 abgewischte, aber nicht geschälte, durch geschnittene und entkernte Tomaten oder

Gnffeltr Neueste Nachrichten

I Jahrgang.

zwei Lössel Tomatenmus daran geben. Wenn das Fleisch weich genug und auf einer Schussel warm gestellt ist, riihrt man die Sauce durch ein Sieb, schnieckt sie ab und macht sie nach Belieben mit etwas in Butter braun geröstetem Mehl oder einem Löffel Kartof­felmehl sämig.

Spargel und Mohrrüben.

Man nimmt zu diesem Gericht die ersten lunge» Mohrrüben, putzt sie recht sauber und schneidet sie dann, ebenso wie den Spargel, in etwa drei Zentimeter lange Stückchen. Den Spargel läßt man im Wasser einmal aufwel- len, schüttet ihn sogleich auf einen Durchschlag zum Ablaufen, tut ihn bann mit bett Mohr­rüben zusammen in eine iebene Kasserolle und läßt bas Gemüse mit einem guten Stück But­ter, etwas Bouillon und einem Löffel voll Zucker unter öfterem Umschwenken weich schmo­ren. Dann macht man die Sauce mit etwas geriebener Semmel sämig und tut noch ge­wiegte Petersilie daran.

Käse Rudeln.

Aus 200 Gramm Mehl, etwas Salz, 1—2 Eiern und ein wenig Wasser bereitet man einen einfachen, aber guten Nudelteig, den man auf dem bemehlten Brett niesserrückendick ausrollt und zu kurzen, % Zentimeter breiten Nudeln fchneidet, die man in Salzwasser gar kocht und auf einem Siebe abtropsen läßt. Dann legt mau eine Lage Rudeln aus eine nicht zu tiefe, feuerfeste, mit Butter bestrichene Tonschüffe! und bestreut sie mit geriebener, in Butter am gerösteter Semmel und mit geriebenem Parme­sankäse. Auf diese Weise gibt man 2—3 Lagen Rudeln in die Schüssel, bestreut die oberste dicker als die unteren, stellt die Schüssel in beit heißen Ofen und läßt die oberste Schicht goldgelb werden. Das Gericht wird heiß serviert.

Herings Kartoffeln

Man kocht die Kartoffeln mit der Schale, schält sie und schneibei sie in Scheiben. Daun wässert man einige Heringe, «tätet sie aus unb legt in einen mit Butter ausgestrichenen Tiegel abweckfelnb eine Schicht Kartoffeln unb eine Schicht Hering mit Butter unb zwar so, baß die Kartoffeln die erste und die letzte Schicht bilden. Obenauf legt man noch einige Stücke Butter unb läßt das Ganze backen.

Kartoffel Reis.

1 Kilogramm gute geschälte Kartoffeln wer-' den nicht zu weich gekocht, mit 60 Gramm But- ter und vier Eßlöffeln kochender Milch zer­drückt, mit Pfeffer und Salz gewürzt, unb in ein großes Sieb getan, durch das man sie aus eine heiße Schüssel preßt. Man schwenkt dabei das Sieb unausgesetzt hin unb her, da­mit die Kartoffeln wie einzelne Reiskörner durchfalleu. Man gibt diesen Kartoffesreis, der sehr heiß serviert werden muß, zu Kote­lettes, Beefsteaks, Bratwurst und dergleichen.

Russische Schuittcheu.

Man röstet Scheiben von Kastenbrot und be­streicht sie mit nackfiehenber Masse: / Pfund frische Butter wird mit so viel geriebenem Käse vermischt, daß sic den Geschmack annimnit. Run rührt man noch seingehackte Petersilie, gesto­ßene Kümmelkörner und nach Geschmack fein« gewiegten Schnittlauch und Paprika hinzu; alles muß sich sehr innig verbinden, bevor man die Schnittchen damit bestreicht.

MWe RStfel ßtke. . ° |

Scharade.

Die letzte ist ein Dieb

L Und kann die ersten zwei nicht leid n.

Das Ganze, auch ein Dieb» Stiehlt just die ersten beiden.

Vexierbild.

Wo ist der Lauscher?

Bi

Scherzrätsel.

Zwei Köpfe unb nur zwei Arme, Zechs Füße und nur zehn Zehen, Vier Füße nut im Gange, Wie ist das zu verstehen?

Visitenkarten Rätsel.

Gustllv L. ßrrsttifir

Herne

Ans der Karte ist der Stand des darauf Bezeichneten zu erraten.

Rätsel-Auflösungen

(a u s v o r i g « r R u m m e r.) Zweisilben Rätsel: Hausfrau.

Schachaufgabe:

1. Da6—a5 Ke5X d(>

2. Sc5—b7j Kd6-e7

3. Da5—d8 matt

1. . . . Ke5 d4

2. Sc5—b3f K beliebig

3. Da5—d2 matt

1. . . . Ke5—f6

2. Sc5-e4i Kf'6—b7

3. Dao—c7 matt

1. . . . Ke5—f4 1. . , , Dal—dl

2. Sc6—efrf Kf4 e3 . 2. Sc5-d3f K beliebig

3. Da5—el matt 3. Da5—d8 matt

1. . . beliebig

2. Sc5—d3f beliebig

3. Da5—d8, e5 matt.

Buchstaben Rätsel: Ein Berzweisefter.

Kreuzrätsel;

Ba al

Ar sen

Humboldt Kuchen.

500 Gramm Mehl, 500 Gramm gelben Fa­rinzucker, vier ganze Eier, fünf Gramm süße geriebene und ein Gramm bittere Mandeln mit der braunen Haut, 20 Stück seingestoßenc Selten, 20 Stück Kardamom, ein Gramm Zimt, eine abgeriebene Zitronenschale, den Tast der Zitrone und einen Teelöffel voll feingestoßenen Ingwer verarbeitet man tüchtig, mangelt den Teig stricknadeldick aus, sticht mit Glas oder Förmchen ab unb bäckt bie Kuchen nicht zu heiß hellgelb. Dann nimmt man sie beiß vom Blech, legt sie aber nicht übereinander, so lange ie warm sind. Nachher kann man sie in Por­zellan ober Blechbüchsen sehr lange ausbe- wahren.

Richtige Lösungen

der Rätsel ans voriger Rümmer sandten ein;

Georg Reinhard, Sommerweg, Elfriede Gohlke, Garde bu Eorpsplatz, Henriette Schneider, Wilhelmshöher Allee, Albert Hartmann, Frankfurterstraße, Lisa M e i fj« ner, Äölnischcstraße, Berta Friedrichs, Königstor, Hans Bergmann, Holländische- träfec, Hermann Walther, Weferstraße, Anna Behrens, Wolfhagerstraße, Luise Siebert, Hohenzvllernstraße, Georg Fer­ber, Mombachstraße, Gertrud M e v e r, Oberste Gaffe, Ella Winter, Königsstraße und Rudolf Hartmann, Wolfsanger. >

«für dir Redaktion verantroortll*: Sbefrebafteur ftreb. fiel mein. »ru<t nnd Brrlag von Fred. Koch, «affet