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Hx. 17.

Eaffrler Neueste Nachrichten

1. Jahrgang

der

entbehrt, liegt es in seinen durchnäßten, schmut­zigen Sachen, wird wund und krank. So zielte denn die Reform stets daraufhin ab, an die Stelle der alten Windeln saugfähige Unterla­gen zu setzen, die größte Reinlichkeit und Be­quemlichkeit verbinden. Am bekanntesten ist wohl die von Dr. Aßmus in Kiel ersonnene Reform geworden, die sich auch in verschiedenen Heimen und Kliniken eingebürgert hat. Eine kiffensörmige Windel mit Füllung auS Torf­mull wird dem Kinde untergclegt und saugt alle Abgänge so vollkommen auf, daß Kinder viele Stunden lang trocken liegen, ohne eines Wäschewechsels zu bedürfen. Der Torfmull wirkt vollständig desinfizierend und verhütet auch jeden Geruch. Die benutzten Kissen wer­den verbrannt, der Verbrauch stellt sich billiger als die Aufwendungen für die dadurch gesparte Wäsche. Eine weitere Neuerung auf diesem Gebiete hatte eine Dame aus unserer. Residenz, Frau Latwesen, auf den Markt gebracht. Es sind dies Windeln aus Mnllzellstoff (das Prin­zip scheint dasselbe zu sein, wie das von Dr. Aßmus angcwendete). Dabei sind diese Win­deln bedeutend leichter und äußerst billig, sodaß sie ohne weiteres nach dem Gebrauch vernichtet werden können. Hassen wir, daß in Zukunft die angeführten Vcrbcsierungen auf diesem Ge- biet im Intercffc sowohl der Mütter als t" Kinder immer mehr Boden gewinnen.

Sie Anderweit.

Cin neues Unterrichtsmittel.

Gleichzeitig mit dem Kinematographen, der tn so vorzüglicher Weis« dem ersten Anschau­ungsunterricht dienstbar gemacht wird und in absehbarer Zeit wohl ein unentbehrliches Lehr­mittel aller Schulen werden dürste, wird auch der Phonograph zu Unterrichtszwecken ausgebaut. Die französische Firma Pathä hat damit begonnen, zum Zwecke des deutsch-spra­chigen Unterrichts in den Schulen Platten tn den Handel zu bringen, die von deutschen Künstlern in mustergültiger Weise besprochen sind und der Wiedergabe deutscher Dichter­werke dienen. Durch das Abhören dieser Plat­ten sollen die Schüler Ton und Klangfarbe der Fremdsprache tn vollkommener Weise vor­geführt erhalten. Ein besonderer Lehreraus- schuß ist mit Unterstützung der Regierung am Werk, um die geeigneten Gedichte auszuwäh- len. Bisher gelangten zur phonographischen Aufnahme: „Heideröslein", .Der Fischer", „Der Zauberlehrling", .Die Bürgschaft", .Der Taucher", „Der Spaziergang" und zur Erhei­terung der Kleinen Bruchstücke aus dem .Stru­welpeter".

Für unsere Jüngsten.

Schon vielfach ist der Versuch gemacht Wor­ten, die Säuglingskleidung von Grund auf zu reformieren. In der Tat bietet die heutige Kleidung der kleinen Kinder noch große Mißstände. Sie ist eine Hauptursache, daß Daby's so viele Mühe verursachen, wo aber ein Kind dieser ständigen Sorgsamkeit

Küche und Keller.

Wohlschmeckende Fleischröllchen.

Reste von gebratenem Geflügel oder Kalb­fleisch und halb so viel rohen Schinken wiegt man fein und dämpft dies in einer dicken Sauce, die man aus einer hellgelben Mehl­schwitze. etwas Kleischertrakt. einem GlaS Weiß-

wkin, Salz und Pfeffer bereitete, etwa zehn Minuten, zieht diese gedünstete Farce mit eini­gen Eigelben ab und streicht sie aus Streifen von gutem gebackenen Eierkuchen. Dann rollt man die Streifen auf, wendet sie in Ei und geriebener Semmel und bäckt »sie in Butter goldbraun, garniert sie in Petersilie und reich! sie nach der Suppe.

Erbsen nach Königsberger Art.

Man nimmt zu einem Gericht für secks Per­sonen y Liter Erbsen und weicht sie tags vor­her tn Fluh- oder Regenwasser ein, bringt sie auch mit solchem Wasser zu Feuer, salzt sie ziemlich stark und läßt sie zwei Stunden lang kochen, auf einem Seiher ablaufcn und ver­mischt sie dann mit folgender Sauce: Man brat 125 Gramm würfelig geschnittenen Speck aus, entfernt die Grieben, röstet tn dem zurückge­bliebenen Fett eine feingehackte Zwiebel und einen Eßlöffel Mehl, gießt % Liter Master und vier Eßlöffel voll Essig daran, würzt mit einem Teelöffel Salz und streut die Grieben oben darüber.

Schinken-Omelette.

Vier Eigelbe verrührt man mit einem Kaf­feelöffel Mehl, Salz und ganz wenig Master oder Milch, gibt dann den Schnee der vier Eier dazu, gießt den Teig in eine Pfanne mit heißer Butter und läßt ihn bei nicht zu starkem Feuer bocken. Wenn die Speise auf der untern Seit« eine goldgelbe Farbe hat und oben leicht überlaufen ist, gibt man fein gewiegten Schin­ken nebst einigen Kapern darauf, schlägt die Speise rechts und links über dem Schinken zu­sammen, läßt sie noch einige Augenblicke in der Pfanne und gibt sie dann recht heiß zu Tisch. Gewendet darf hie Speise nicht werden.

Rindszunge aus rheinische Art.

Man macht eine braune Einbrenne aus ei­nem eigroßen Stück Butter und einem Eßlöffel Mehl, gibt Salz und Pfeffer, eine sehr sein ge­hackte Schalotte, 160 Gramm in Master etwas ausgequellte Rosinen, ein Glas roten Wein, den Saft einer Zittonc und ein wenig Zucker hinein und läßt die in Master abgekochte und abgeschälte Zunge einigemale darin aufkochen. Beim Anrichten wird die Zunge der Länge nach durchgeschnitten und auseinander gelegt, sodaß sie die Form eines Herzens einnimmt und mit der Sauce übergossen.

Kartoffel- und Mohrrübengemüse.

Anderthalb Kilogramm geschälte und zer­schnittene Kartoffeln werden in Salzwasser fast weich gekocht, ebenso ein Kilogramm geputzte, in Scheiben geschnittene Mohrriiben. Dann schüttet man die abgegossenen Kartoffeln zu den Mohrrüben, gibt Butter dazu, schmeckt ab, schüt­telt alles tüchtig durcheinander und streut ge­hackte Petersilie darüber. Wenn man die Mohrrüben statt in Wasser in Hammelbrühe kocht, wird das Gemüse viel wohlschmeckender; tn diesem Falle läßt man die Butter fort. Die Brühe muß recht kurz sein.

Wiener Gebäck.

Man nimmt zwei eingeweichte Semmeln, drückt sie aus und vermengt sie mit 50 Gramm schaumig gerührter Butter, drei Eidottern, dem Schnee der Eier, Salz und ein wenig MuSkat- blüte: man kann auch nach Belieben etwas Zucker darunter mischen. Run formt man kleine flachen Kuchen und bäckt sie in Butter auf beiden Seiten hellbraun. Sie werden gern anstatt der Brötchen zur Bouillon gegeben.

Zimt-Röllchen.

250 Gramm feines Mehl wird mit 125 Gr. gestoßenem Zucker, zwei bis drei Eiern, einer kleinen Prise Salz, 8 Gramm fein gestoßenem Zimt, 50 Gramm geklärter Butter und % Li­ter lauwarmem Rahm zu einer glatten, nicht zu dünnen Maste vermischt. Dann streicht man daS erhitzt« Zimtröllcheneisen mit Speck oder Butter auS, füllt einen Löffel voll von de: Maste hinein und backt sie auf beiden Setten hellbraun. Nach dem Backen nimmt man da« Zimtröllchen sofort aus dem Eisen und wickelt eS um ein rundes fwlj.

Spitze der Entzündung. Auch gegen erfrorene Füße wird Zwiebelsaft empfohlen. Man nehme Kterju täglich vier Zwiebeln, schneide sie fein, jträu eine halbe Taffe seines Kochsalz darüber mrd laste sie mehrere Stunden in einem gla- sietten oder Porzellangesäß stehen, so daß sich bet Saft herauszteht. Mit diesem reibe man bU wunden Stellen vor dem Schlafengehen tüchtig ein und lasse den Saft am Ofen in die Haut eintrocknen .Wenn der Geruch der Zwie­beln nicht unangenehm ist, kann man sie auch als Pflaster für die Nacht aufbinden. Schon nach wenigen Tagen wird Besserung eintreten.

b b Nie Rätsel-8cke. 0 °

Zweisilbige Scharade.

Die erste Silbe könnt ihr nicht entbehren. Die zweite seht auf Flüssen ihr und Meeren. Das Ganze ist ein vielgenanntes Ting, Das in der Ersten schwebt. — Nun ratet flinki

Buchstaben- Schcrzräts cl.

Marilette).

Zahlenrätsel.

1 2 3 4 5 6 Teil der Hand.

5 7 8 5 Deutscher Fluß.

6 9 10 11 7 1 Männlicher Vorname.

2 12 13 13 14 Biblische Person.

57856157 10 Stadt an der Wupper.

3 5 6 11 Römischer Kaiser.

Die Anfangsbuchstaben der zu suchenden Wörter ergeben, von oben nach unten gelesen, ein Wort, das bei allen Kindern sehr beliebt isr.

Vexierbild.

Wo ist der Lauscher»

Rätsel-Auflösungen

(aus voriger Nummer.)

Namen Rätsel:

A u gust... Au g u st.

Schachaufgabe:

1. Lcl-a3, Kd4Xe5 (d5),

2. Df8-d6 matt.

A. 1. . . . „ Kd4-e3»

2. Df8-f2 matt.

B. 1. . . . ., Kd4-c3,

2. DfS-M matt.

C. 1...... Sa4 beliebig,

2. Df8-c5 matt.

ErsehungSaufgabe:

„Königsberg". (Kain — Oder — Eier Nummer — Ilse — Gaumen — Saul — Baum — EiS — Rampe — Galle.)

Richtige Lösungen

der Rätsrl au» voriger Nummer sandten ein: Alfred, Gustav und Hedwig Büchner, Ha, fenftraße, Gustav und Klara Kirchhoff. Eulenburgstraße, Ella Lindt, Frankfurter! Sttaße, Margarete Schroeder, Kölnisch« Straß«, Franziska B r l l f o n, Gr.-Rosenstraß« Heinrich Müller, Durgstraße, Alice Stein, Holländische Straße, Mattha Nolting, Otto, srraße, Han» Ferber, Hohenzollernstraße, Erna König, Leipziger Sttaße, Ernst Heuer, Wilhelmshöher Allee, Mattha Brande», Philosophenweg. 23. Tschterschke, Jordanstraße.

gttr bte «ebotttdn verantwortlich: Chefredakteur Fr«» uetmen. Truck und Bertao von gerd »och. taflet