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vrr. 13.

Casseler Neueste Nachrichte«

1. Jayrgang.

größeren Kellerraum.) Es zieht Wasser aus der Luft an, das sich in der Büchse ansammelt. Das Wasser gießt man nicht weg, sondern läßt «8 auf starkem Feuer verdampfen, wodurch das Salz wieder krystallisiert wird, so daß es zu nochmaligem Gebrauch verwendbar ist. Be- sonvers für Kartosfelkeller ist dies zweckmäßig, da dadurch das Keimen der Kartoffeln, wenn auch nicht ganz verhütet, so doch bedeutend ver­zögert wird. Ebenso ist das Mittel in Kellern, wo Pflanzen überwintert werden, gut zu ver­wenden.

der Kinder im Gefängnis die günstigste Wir- hing, und die Gefängnisverwaltung hat durch die Anwesenheit der Säugling« keiner!« Schwierigkeiten.

Die Kinderwelt.

Gewichtskarten für Säuglinge.

Um festzustellen, wieviele Frauen an dem Grundsätze des Selbststillens noch fefthalten, hat die Badische Regierung angeordnet, daß die Hebammen sür jedes in diesem Jahre ge­borene Kind eine besondere Zählkarre Kren müssen. Die Hebammen werden durch

Bezirksärzte verpflichtet, die kleinen Er­denbürger nicht nur während der ersten zehn Lebenstage (so lange die Hebammen gewöhn­lich die Wöchnerinnen behandeln) zu beobach- len, sondern ein ganzes Jahr hin­durch sollen sie ihre Besuche fortsetzen und über die Ernährung und das Gedeihen der Kinder schristsühren. Der Staat will genau wissen: 1. Wieviele Säuglinge mft Mutter­milch und wieviele künstlich ernährt werden »nd 2. wie lange die Nahrung durchs die Mutter selbst erfolgt. Ferner aus welchem Grunde ras Stillen unterbleibt oder frühzeitig einge- ktellt wird. Nach Ablauf des Jahres ist die sorgfältig ausgefüllte Zählkarte dem beamte­ten Arzte vorzulegen.

Eine Forderung der Hygiene.

Einen StillzwangfürMütter ver­langt Zahnarzt Dr. Karl Röse in Dresden, der besonders bekannt geworden ist durch seine langjährige Arbeit auf dem Gebiete der Still­propaganda und durch seine Untersuchungen über die Wirkungen der Bruststillung. Der eifrige Vorkämpfer der natürlichen Ernährung des Kindes geht nun in seiner guten Absicht, womöglich jedem Kinde die Mutterbrust zu er­halten, soweit, daß er einen gesetzlichen Zwang ausgeübt wissen will, und verlangt: „Die Mutter, die stillen kann und nicht will, wird mit Geld b e st rast, ebenso derjenige, der vom Stillen abrät. Der Arzt, der mit leicht­fertigen Zeugnissen gefällig ist, soll vor ein ärztliches Ehrengericht gestellt werden.*

Das Heim der Jägerkinder.

Ein Heim für Jägerkinder wird in Oesterreich aus den Erträgnissen der Interna­tionalen Jagdausstellung von 1910 errichtet. Das nennenswerte Erträgnis im Werte von 600 000 Kronen ermöglicht es, ein vorzügliches Jugendheim ins Leben zu rufen, das sür die Erziehung der Nachkommen von Berufs- jägcrn dient. Die Stiftung wird dem Andenken an den achtzigsten Geburtstag des Kaisers Franz Joseph gewidmet und wird auch seinen Namen tragen. Die Benifsjägcr sind nicht weniger Gefahren ausgesetzt, manche fallen ihrem Beruf zum Opfer, und es ist besonders erfreulich, wenn durch dis Heim für die W a i - s e n und für die Kinder der invalide geworde­nen entsprechend gesorgt wird.

Im Land der Humanität.

Mütter in japanischen Gefängnissen ge­nießen die Wohltat, wenn sie bei Antritt der Strafe kleine Kinder haben, oder im Gefängnis «lbst niedcrkommen,diese Kinder bis zum voll­endeten dritten Lebensjahr bei sich zu behalten, stach japanischem Brauch nähren sie ihre Kin­der lange (meist zwei Jahre) und die humane Maßregel entspringt dem Wunsch, jedem Kind die Mutterbrust zu erhalten. Freilich muß es für die Kleinen nicht gerade ideal lein, ihre ersten Lebensjahre im Gefängnis zuzubrlngen, aber nach der Aussage von Sachkennern ge­deihen sie dort bei der Bruststillung immer noch besser, als wenn man sie von der Mutter kennt Auf die Mütter selbst hat das Belassen

Küche und Keller.

Schwcinrsilet für den kleinen Haushalt

Ein Schweinefilet ist ein vorzüglicher Bra­ten für einen kleinen Haushalt. DaS Filet wird geklopft und, falls man nicht die Fett­teilchen daran gelassen hat, gespickt und dann gesalzen. Zum Braten rechnet man für ein Pfund zwanzig Minuten: man begießt fleißig während dieser Zeit und gießt nach Bedarf kochendes Wasser nach. Die Sauce kann man mit Kartosfelmehl, daS mit Sahne oder Wein verrührt wird, binden. Häufig wird auch To­matensauce zu Schweinefilet gegeben. Steaks von Schweinefilet werden in folgender Weise bereitet: Ein Schweinesilet wird in fingerdicke 'Querschnitte geteilt geklopft, gesalzen und in heißer Butter schnell einige Minuten gedünstet. Dann nimmt man die Schnitten heraus, gibt einen kleinen Lössel voll Mehl und eine Zwie­bel in die Pfanne, löscht das Mehl, wenn eS gelblich geworden, mit einer Tasse Sahne (oder auch Fleischbrühe) ab, gibt ein paar fein­gehackte Sardellen hinzu und läßt die Steaks nochmals damit anziehen.

Milchreis mit Obstsaucen.

Man bereitet Milchreis ivie gewöhnlich, verbessert aber den Geschmack durch Zusatz von Mandeln, Zimt, Zitronenschale und etwas Va­nille. Verfeinern tann man die Speise ferner noch dadurch, daß man zu dem lauwarmen Reis festgeschlagene Schlagsahne mischt. Der fertige Reisbrei wird ,n Formen gestürzt, die vorher mit kaltem Wasser anSgespült wurden (noch besser mft Milch, worauf man die Form mit etwas Zucker ausstreut); vollständig erkal­tet, reicht man irgend eine Obstsauce dazu oder gibt ihn zu Wein- und Fruch'suppen. Weiter verfeinern läßt sich der Reis, wenn man außer der Schlagsahne .roch ausgeguollene Sultan­rosinen, geriebene Mandeln oder einige Lössel Marasqui dazu tut.

Gefüllte, einfache Pfannkuchen.

25» Gramm Butter oder Palmin rührt man schaumig und fügt Zittone oder Vanille nach Geschmack hinzu; bann rührt man etwas Mehl hinzu, und das an warmer Stelle auf­gegangene, aus 160 Gramm frischer Hefe, etwas Milch, Zucker und 250 Gramm Mehl be­stehende Hefenstück. Nun gibt man den Rest des Mchles und der Milch dazu und wirkt einen lockern Teig, den man an warmer Stelle etwa anderthalb Stunde aufgehen läßt. Dann nimmt man ihn auf das Wirkebrett. mangelt ihn dünn aus, füllt in die Mitte der ausge- stochenen runden Plätzchen einen kleinen Löf­fel Marmelade oder Pflaumenmus, deckt ein anderes Plätzchen darauf, drückt die Ränder, die man des besseren Haltens wegen mit Ei­weiß bestrichen, fest zusammen und läßt sie (nicht zu dicht auf ein bemehltes Brett gelegt) an warmer Stelle gut aufgehen. Hieraus macht man Schmalz, Butter und Palmin zu gleichen Teilen heiß oder auch jedes dieser Jette für sich allein und läßt die Plätzchen auf beiden Seiten schön braun backen, nimmt sie heraus, läßt sie auf einem Haarsieb abtropfen und bestreut sie mit recht feinem Zucker.

DaS Salz beim Kartoffelsieden.

Recht oft sind die Klagen über fchlechte Speisekartofscln auf ungeeignete Behandlung beim Sieden zurückzuführen. Kartoffeln, die ihren höchsten Wohlgeschmack erreichen sollen, dürfen erst kurz vor dem Sieden gewa­schen werden. Man setzt sie dann mit kaltem, le.cht gesalzenem Wasser übers Feuer, kocht sie in diesem Wasser halb fertig und ersetzt darauf dieses Wasser durch kochendes, das ebenfalls leicht gesalzen ist. In diesem kocht man sie fer­tig und schreckt den Sud mit einem Schüsse kal­ten Wassers ab.

- - Die Rössel-sscke. • ■

Palindrom.

Run ratet: 'S kommt bet Nacht Und baut auch feste Brücken, Auch hängt'S am Dach und weiß ««lnlchmecker zu beglücken.

AuS dem Namen sowie dem Wohnort deS! Herr Doberdost ist der Stand des Genannten zu erraten.

Sobkrdost

Crlrr

Wssenkarten-Rittsel.

Anagramm.

1 2 3 2 4: Man ißt ihn gern und pflanzt ihn drum im Garten;

2 4 3 2 1: Man sieht ihn und studiert dar« in die Karten.

Vexierbild.

Wo ist der Stationsvorstehers

Zweisilben-Rätsel.

Die erste ist der Menschen Freud«, Die zweite dient zu ihrem Leide. Die erste wird jedoch zerstört Vom Ganzen, das sich davon nährt.

Verstell-Rätsel.

MWo-MMg-Nllil

Rätsel-Auslösungen

(aus voriger Nummer) Visitenkarten-Rätsel: Bildhauerin. Zweisilben-Rätsel: Sprosse. Marinr-Kryptogramm: Man beginne mit dem Buchstaben P und lese nach links Wetter im­mer den vierten Buchstaben: „Panzer­kanonenboote*.

Logogriph: Tempel, Tümpel.

Vexierbild: Bild auf den Kops stellen; der Kopf des vierten Gastes befindet sich dann oberhalb der Portiere.

Richtige Lösungen

sandten ein: Gustav, Hermann, Olga und Klara K i r ch h o s s, Eulenburgstraße: Trina Siebert, Dörnbergstraße; Hedwig S 4 o rn- bet g unb Karl Kaufmann, Orleansstraße; Franziska Bellfon, Große Rofenstraße; Tilly Kleemann, Jorbansttaße; Moritz Kuhnhenn, Untere Earlsstraße; A. Lang­ner, Wolshagerstraße; Hilbegard Arter, Kö- nigsstraße; Grete Lingner, Frankfurterstr. und Otto Stein, Königsstraße.

9-Or bi» Redaktion verantwortlich Thesredakt tut: frr « » tz»im an. Driilk unb ^erJaa pon Strbtnenb. «och, GaM,