1. Jahrgang.
Hilda Lrrum
Vexierbild.
A ■
1
Aus dem Namen der Inhaberin dieser Karte ist der Stand der Dame zu erratenl
Marine Kryptogramm.
Küche mrd Keller.
^Rcl,braten aus Schöpsenrücken."
Der wie ein Rehziemer gehackte Schöpsen- Itütftn oder auch die Schöpsenkeule von einem jungen, fetten Schöpsen wird gehäutet, und von allem Fett sauber gereinigt. Sodann wird das Fleisch unter öfterem Umwenden drei bis vier Tage in nicht zu sauren Essig gelegt, in den man ganze Pfefferkörner, eine mit Gewürznelken besteckte Zwiebel, Lorbeerblätter, Wachholdcrbeeren, Zitronenscheiben und das nötige Salz gegeben hat. Soll der Braten zubcreitet werden, so wird er zuvor mit frischem Speck reichlich gespickt, mit Salz überstreut, und in Butler ein bis zwei Stunden gebraten. Eine Viertelstunde vor dem Anrichte» wird der Braten mit saurem Rahm übergossen, wodurch die Sauce an Wohlgeschmack gewinnt. Auch kann man außerdem noch ein Glas guten Weißwein beigießcn. Au solche Weise zube^eiteter Schöpsenbraten schmeckt fast genau so wie Rehbraten.
Kraut Schnitzel.
Die Köpfe werden gevierteilt und mit wenig Salzwasser halb gar gedämpft. Dann werden fie gut abgeseiht und der Strunk weg- «eschnitten, hierauf feingewiegt. Sodann werden Semmelbrösel, hellgelb gedünstete Zwie-
Zweisilben-Rätsel.
Der Lenz treibt's überall hervor, Und sicher steigt man drauf empor.
Visitenkarten Rätsel.
° ° Sie «Stiel-sstke. ■ °
Sie Kinderwelt.
Der Zucker in der Säuglingsnahrung.
Wenn dem Säugling aus diesem oder jenem Grunde die ihm so dienliche Muttermilch (die beste Nahrung für den kleinen Erdenbürger) nicht gereicht werden kann, so bedient man sich in den meisten Fällen der Kuhmilch als Ersatz. Diese muß natürlich in entsprechendem Maße verdünnt werden, damit sie für den empfindlichen Magen des Säuglings bekömmlich wird. Dabei wird ihr auch mehr oder weniger viel Zucker zugefügt, um dem Gehalt der Muttermilch an Süßstoffen nahezukommen. Den Prozentsatz an Wasser und Zucker bestimmt entweder die Kindsfrau resp. Hebamme oder der Hausarzt. Nach Dr. Veh- mcyer ist aber bet schwächlichen Kindern, die in der Ernährung zurückgeblieben sind, und öfter von Brechdurchfällen heimgesucht werden, ein größererZuckerzusatz zur verdünnten Milch von günstigstem Einfluß auf den kleinen Körper. Der Zucker ersetzt die der verdünnten Milch mehr oder weniger, je nach dem Grade der Verdünnung verloren gegangenen Eiweißstoffe und Fette, der schwächliche Organismus des Säuglings wird also bei stark versüßtem MUchgcnuß bald erstarken und kräfttger werden. Sehr richttg ist auch, den Zucker der Milch schon vor dem Abkochen zuzusetzen, und den Zuckerzusatz in dem Maße zu verringern, wie das Kind zunimmt und gedeiht, also kräftiger wird.
Tie Zahnpflege in der Schule.
Die Zahnpflege in der Schule macht erfreulicher Weise in den verschiedensten deutschen Städten große Fortschritte. Die Stadt Straßburg, von der zuerst diese Form der Fürsorge für Schulkinder auSglng, hat im verflossenen Jahr für 20,000 Kinder 12 000 M. ausgegeben, den Etat aber nunmehr bei Vergrößerung der Klinik auf 22,000 X erhöht. Die Summe ist an sich Nein, wenn man bedenkt, daß für nicht viel mehr al« 1 X Pro Kind der Jugend die große Wohltat unentgeltlicher Zahnpflege zuteil wird, und daß dies nicht wenig dazu beiträgt, den gesamten Gesundheitszustand der Kinder zu ^bessern. In Nürnberg werden seitens der Stadt jährNch 10,000 Jl für di« Schulzahnklinik verausgabt, doch wird dort das Pttnzip befolgt, die einigermaßen zahlungsfähigen Eltern durch Entrich- wng von 1 pro Kind zur Ergänzung der Kosten mitheranzuziehen. Auch dieser Modus hat sich durchaus bewährt. Auch in Rostock steht augenblicklich der Etat für die Schulzahnklinik zur Debatte. Entsprechend dem teureren Bettteb bei einer geringem Anzahl von Kindern ist vorgescblagen worden, seitens der Stadt sür die 7000 Volksschulkinder 9000 X jährlich zu bewilligen und durch Beiträge der Eltern noch etwa 5000 X jährlich aufzubringen.
Wo ist der vierte Stammtischgast?
Rätsel-Auflösungen
(au8 voriger Rümmer)
Scharade: Schwalben-Schwanz.
Visitenkarten Rätsel: Astronom.
Vexierbild: Bild nach rechts drehen, die linke Hand des Sitzenden begrenzt den Kops des zu suchenden Soldattn.
Logogriph: Speyel, Leher, Geyer, Meyer. Berfiellrätsel: Schaumweinsteue r-Einnahme Homonym: Flegel.
Richttgc Lösungen
sandten ein: Tilly Kleemann, Jordan- straße; Hedwig Schömberg, Orleansstraße; Hermann, Gustav, Olga und Mara K i r ch - hoff, Eulenburgstraße; Berta und Erna Reinecke, Schlackttbossttaße; Curt Steller, Frankfurtcrstraße; Gretchen Hammer, »ö- nigSstraße; Friedrich Ohlenhaus Stande- platz; Clara Steiner, Obere Königsstraße; Olga FaringS, Holländischestraße; Willy Höfel, Louisenstraße und Antonie Stern, Jägerstraße.___
Mr btt RkdaM-n otrantroertiUb «htfrtdaN ewc: Fr « » b,t«a«u_»rock und «erlag von Fndtnand »och,
Logogriph.
In e soll alles heilig sein und rein, In ü wühlt gar zu gern das Schwein.
Casseler Neueste Nachrichteck beln (in Butter), Gewürz und Eier dazu ge- mischt. Die Masse muß derart sein, Saß man Kugeln formen kann, die man dann flach drückt, saniert und backt.
futterns ckerl."
(Nach Wiener Art.) Zwei ganze Eier, 2 Eier- chalen voll Milch, 2 Eierschalen voll Mehl, 2 Eierschalen voll zerlassener Butter: Dies alles wird in einen Napf gequirlt, und dann auf dem Feuer so lange gerühtt, brs es sich ablöst. Nachdem es erkaltet ist, wird ein ganzes Ei darunter gerührt, bis die Masse wieder fest ist, dann werden mit dem Teelöffel Klöschen in die kochende Boullion davon gestochen.
Wein-Eiubrcnnsuppe.
Man röstet 60 Gr. Mehl in früher Butter gelb, verkocht dies mit % Liter kochendem Wasser, fügt eine Prise Salz, Zucker, Zittonenschale und etwas Zimt und Ingwer an, und fügt zuletzt Y Liter roten Fruchtwein, sowie ein Glas Kirschsaft an. Dann röstet man Brotschnitten in Butter, besiebt sie mit feinem Vanillezucker und glasiert sie mit glühender Schaufel, um fie neben der Suppe auf besonderen Schüffelchen zu reichen.
Nr. 12.__________
Ämn man aus zweierlei Weise reinigen: Ent- weder legt man einen Brei aus geriebenen rohen Kartofteln darauf, den man, nachdem er getrocknet ist, abreibt, oder man scheuert die Teile mit Sauerampfer. Sie werden dann tüchttg nachgespült und recht trocken gerieben. Sollte dies noch nicht genügen, um den Schmutz zu entfernen, so kann man noch mit trockenem Ziegelmehl vorsichtig nachreiben.
Das Spitzen-Klöppeln.
Ein lohnender Erwerb sür Schwachsinnige, Verkrüppette und Taubstumme ist das Spitzen- Klöppeln. Die deutsche Spitzenschule hat begonnen, dies« Tätigkeit in der Landesirren- anstalt in Uechtspringe und im Oberlinhaus sür Verkrüppelte in Rowawes einzuführen: In beiden Anstalten mit gutem Erfolg. Die in Norwegen und Finnland gemachten Versuche haben schon vor längerer Zeit bewiesen, daß die nichtVollsinnigen durchausBesriedigen- des auf den: Gebiet der SpitzenNöppelei zu leisten vermögen. Und so ist es denn erfreulich, wenn auch in Deutschland die geringe Zahl der Berufszweige, die für diese Benachtefligten in Betracht kommt, sich um einen vermehrt.
Gehäkelte Kindermützchen.
Von roter Zephirwolle häkelt man, mit drei Maschen beginnend, immer in festen Maschen eine runde Fläche; man muß beim Zunehmen darauf achten, daß sie tunlichst glatt bleibt. Hat man ungefähr 30 ctm. im Durchmesser, so häkelt man ein hübsches Spitzchen herum, auch genügen einigemal Bogen. Run .teilt man diese runde Fläche in drei Teile. Zwei Drittel davon legt man in fünf gleichmäßige Falten und garniert sie mit einer Schleife, das letzte Drittel bleibt glatt und entschließt den Hinterkopf des Kindes. Binde- händer in der Form der Schleife vervollständigen das Mützchen. Sehr hübsch macht es sich in weiß und blau; will man es praktischer haben, so ist rot zu empfehlen.
»Halsweh und Heiserkeit.
Ist Erkältung die Veranlassung von Hals- sweh, Katarrh, Schnupsen oder Husten, so ist das allerbeste ein starker Salbeitee, dem man Honig bis znnt Süßwerden und nachher etwas Essig zusetzt. Beim Schnupsen nimmt man täglich 6 bis 12 mal einen Eßlöffel voll, beim Husten ebensoviel, und bei Erkältung des Halses gurgelt man täglich 20 bis 30 mal damit. Gegen Halsweh und schmerzhaftes Schlucken ist auch ein sehr gutes Mittel, wenn man Rindschmalz heiß macht und mittels eines Löffels aus ein Stuck Flanell oder einen wollenen Strumpf gießt und diesen, so warm als man i«8 leiden tarnt, um den Hals bindet. Natürlich 'nicht so heiß, daß man sich schadet.