Einzelbild herunterladen
 
  

Nr. 8.

Gnffder Neueste Nachrichten

1. Jahrgang.

B 0

5

Wo ist der zweite Sünder?

12

43

Zweisilben Rätsel.

Nie hat mit der ersten man etwas erreicht;

Die zweite das Leben macht schwer und leicht. Das ganze ein Taumel, der viele befällt, Wem'ö fehlt in der Tasche, der borgt sich daS Geld.

Schachaufgabe.

Von Fritz Förster, Leipzig.

3421: Ein Genius, der uns oft befreit Von all der bösen Wirklichkeit.

Vexierbild.

Unerfahrenheit und Wehrlosigkeit benutzt, um von ihnen verschiedenes zu erfahren, was von anderer Seite nicht erlangt werden kann. Es gehört in der Tat ein wenig nobler Sinn iinf) ein wenig entwickeltes Zartgefühl dazu, und doch kann man diese Wahrnehmung sehr ost und nicht nur in ungebildeten Ständen machen. Die Fragen bet »lindern von Ge­schiedenen zum Beispiel: „Wo ist denn Dein Vater oder Deine Mutter, schreibt er oder sie Euch nicht, und ist Dir nicht bange nach ihm oder ihr?" erregen oft verzweifelte Stimmungen, wenn das Kind cs zu Hause wiedcrerzäblt. Wie oft werden dadurch ilcbt vernarbte, blutende Wunden wieder aus- gerlssen, Schmer; und Tränen bervorgcrufcn! Würde man diesen Neugierigen sagen, sie seien Imstande, einem Schlafenden einen Bries aus der Tasche zu ziehen, um sich von dem Inhalt Kenntnis zu verschaffen, so würden sie entrü­stet eine derartige Zumutung zurückweisen. Aber was tun sie anders? Tun sie etwas we-

Sie Kmderwelt.

DaS NuSforschen der Kinder. Uns wird geschrieben: Sehr scharf

Weiß.

Matt in 2 Zügen.

Anagramm.

3 45: Ein König, Kaiserschwager, General;

125: Des Elends Schwester voller Not und Qual,

„ , , .... zu ta­

deln und zu rügen ist das Ausforschen der Kinder. Wie ost finden wir deren

Niger Verwerfliches? Es erscheint mir genau derselbe V e rt r a u e n s b r u ch . Des Kindes Reinheit und Unerfahrenheit sei uns heilig, und wir sollen uns nicht, um unserer Klatsch- ucht oder dergleichen Nahrung zu verschaffen, hinreißen lasse, dieselbe auszubcuten.

Kinder-Abneigung gegen bestimmte Speisen.

Uns wird geschrieben: Die Abneigung der Kinder gegen bestimmte Speisen ist von den Eltern und Erziehern nicht nebensächlich und leicht zu nehmen. Vielmehr sind derartig ver- anlagte Kinder vor dem Genüsse der ihnen widerlich erscheinenden Speisen zu bewahren oder allmählich daran zu gewöhne». Manche Kinder können keine gekochten Rüben, Boden­kohlrabi, Schokolade, gewisse Früchte und der­gleichen mehr genießen. Eine derartige an­geborene Abneigung kann, wenn das Kind zwangsweise zum Esten angehalten wird, zu Krankheiten führen, wie Schreiberin dieses an ich selbst erfuhr. Die gekochten Rüben waren mir ein Greuel, und ich war, nachdetn ich sie essen mußte, regelmäßig am gleichen oder fol­genden Tage von Kopfschmerzen und Erbrechen gequält. Auch die Nesselsucht kann durch den Genuß widerwilliger Speisen verursacht wer­den Deshalb betrachte man die Verweigerung und Abneigung gegen Speisen nicht als Eigensinn oder 8eins ch m eckerei, denn unter Umständen läßt sich das Kind ost mit Nachsicht und gutem Willen an derartige Speisen gewöhnen, indem man mit kleinen, ihm angenehm erscheinenden Mengen beginnt und, falls keine üble Nachwirkung emtritt, diese Mengen unmerklich steigert. Auf diese Weise können die Kinder dahin gebracht werden, Nahrungsmittel, die bloß ihrem Geschmacke nicht entsprechen, zu genießen. Niemals aber sollte man zu gewaltsamen Mitteln greifen.

Küche md Keller.

Italienischer Salat nach Vegetarier-Art.

Ungefähr 10 bis 15 Kartoffeln werden in der Schale gekocht, abgepellt und in feine Strei­sen geschnitten; 2 saure Gurken und % Pfund eingelegte Rotruben schneidet man in dersel­ben Weise. Dann werden 5 Aepfel geschalt und geschnitten. Zuletzt mischt man alles mit dem Saft der roten Ruben, etwas Olivenöl, wenig Salz und Zitronensaft zusammen. Etliche Ka­pern und Perlzwiebeln, verfeinern den Ge­schmack. Der Salat wird am besten schon einige Stunden vor dem Anrichten gemiscyt.

Kalte pikante Vorspeise.

Man kocht frische Eier hart, schalt sie und legt sie einige Stunden in Salzwasser, dann schneidet man sie vorsichtig der Lange, nach auseinander, damit das Weiße nicht leidet, und nimmt das Gelbe heraus. Nun verrührt mau das Gelbe mit etwas Sardellenbutter, einem Löffelchen voll Senf und sclngehacktem Schnittlauch und fülle die Eiweiße gchansi am Bei den russischen Eiern werden die Weiße mit Kaviar statt des Gelben angesullt. Man nimmt nun eine runde Platte, legt in die Mitte ein Häuschen gehackter Zwiebeln, die mit Zi- troncnschnitichen garniert werben, und ordnet die Eier abwechselnd darum. Den Rand d« Platte garniert man mit krauser Petersilie und Zitronenschnittchen.

Rheinische Fastnachtsküchel.

500 Gramm feines Mehl wird aus das Ku­chenbrett gesiebt; in eine in der Mitte ge­machte Vertiefung schneidet man 200 Gramm harte Butter, rührt Liter sauren Rahm, 30 Gramm Zucker, ein ganzes Ei, 5 Dotter, die abgeriebene Schale einer halben Zitrone, einen Kaffeelöffel voll Zimt und 3 Eßlöffel voll Rum hinein und verarbeitet das Ganze zu einem leichten Teig, den man an einem küh­len Ort eine Stunde ruhen läßt, dann meffet» rückendick ausrollt und mit einem Weinglase zu kleinen runden Kuchen aussticht, die man mit Ei bestreicht, mit Zucker und Mandeln bestreut oder mit etwas Marmelade belegt und aus einem Blech im Ofen bei mäßiger Hitze bäcft.

Sie vrMche Hausfrau.

Apfelsinen als Färbemittel.

Weißes Seidenbaud läßt sich mittels Apfelsinenschale sehr schön cröme färben. In iz giter Spiritus kommt die Schale einet Apfelsine; nachdem der Spiritus die Farbe angenommen (was nach 2 bis 3 Tagen der Fall ist) wird das Band hineingelegt, so daß es vollständig durchnäßt wird. Herausgenom­men, wird es sofort gebügelt. Rosa erzielt man auf gleiche Weise bei Verwendung von Rosen­blättern. Um Vorhänge, Kleider oder Sonsti­ges creme zu färben, wird die Schale einer Apfelsine mit J4 Liter Wasser weich gekocht, die­ses Master durch ein Tuch gegossen und der Stärke beigegeben. Zu größerer Stosfmenge ist selbstverständlich mehr Schale erforderlich. Die Apfelsinenschale kann frisch oder getrocknet verwendet werden.

Die Reinigung von Waschleinen.

An frisch gewaschener Wäsche bemerkt man zuweilen gelbe oder graue Streisen, die von bet unsauber gewordenen Waschleinen herrüh- re i, auf denen man die Wäsche trocknete. Um dH Waschleine zu reinigen, kocht man von S'ise oder etwas Soda eine glatte Lauge und gsißt diese auf die Leine in ein nicht zu tie­fes Waschfaß. Nach einer Viertelstunde reibt inan die Seine mit einem wollenen Lappen kräfti; in der Seifenlauge ab, nimmt noch­mals reines Seifenwasser und spült sie zuletzt in klarem, warmem Wasser ans. Wenn man einen großen, stanbsreien Raum hat, spannt man die Seine darin aus, damit sie schnell trocknet. In Ermangelung eines solchen Rau­mes wickelt man die Seine um ein Brett glatt und gleichmäßig auf und stellt sie an den Ofen oder in die Sonne.

Verschimmelte Wäsche.

Verschimmelt: oder verstockte Wä­sche zu reinigen ist eine schwierige Aufgabe, die, wenn die Grundfaser bereits gelitten hat, wenig Erfolg verspricht. Das Beste ist, die verstockten Stücke zunächst einer tüchtige n Seifenwäsche zu unterziehen und sie bann (nötigenfalls unter Zuhilfenahme chemi­scher Bleichmittel) energisch zu bleichen. Am wenigsten werden die durch den Stock schon sehr mitgenommenen Stosse bei einer Bleiche mit Wasserstosssuperoxyd leiden. Sie müssen zu diesem Bchusc nach dem der Seisenwäsche folgenden guten Spülen mehrere Stunden in einer mit wenig Soda versetzten Lösung von käuflichem Wasserstoffsuperoxyd liegen. Darauf werden sie in schwach saurem Wasser (1 Pro­zent Schwefelsäurezusatz) und zum Schluß in reinem Wasser gespült.

Rätsel-Auslösungen

(aus voriger Nummer.)

Homonym: Schären, Scheren.

Röffelsprung: Muttersprache, Mutterlaut, Wie so wonnesam, so traut! Gutes Wort, das mir erschallet, Süßes erstes Liebeswort.

Erster Ton, den ich gelallct, Klingest ewig in mir fort.

Einfaches Rätsel: Falten.

Vexierbild: Bild nach links aufrecht stellen; der Retter steht dann rechts unten.

Scharade: Unstern.

Richtige Lösungen

sandten ein: Bertha Götze, Sovhicnstraße; Franziska Bells on, Rosenstraße; Paula Schmidt, Tischbcinstraße; Frieda S t e i n, Königsstraße: HanS Werner, Konlgswr; Ella und Fritz H Y r o n i m u s, Wilhelms- höher Allee und Fritzi Ellrnann, Louisen- siraße; Fritz Nordmeir, Schonselderstraße.

ftüt bte RedaMon oerantroortUd): Lhefredatteui Fred fiel mann. Trug und Verlag Ferdinand Rod), (Safleu

° ° Sie Rätsel-klke

■-W

7

$

j

Schwarz, d e f g h

Ust

» b