ÄtttWIfltt d»
meisten zu leiden baden. Der städtische Arbeitsnachweis soll sich über alle Gebiete der arbeitenden Klasse» erstrecken, und man hofft, daß durch die Stellenvermittlung, tvenn sie von kundiger Hand geleitet tvird, den Arbeitgebern auch besser geeignetes und geschultes Personal zugewiesen werden wird.
Frauenarbeit iin Krankenhaus.
Zum Andenken der jüngst verstorbenen Florence Nightingale soll in London ein Teil der Nationalspende zur Errichtung eines FraucnkrankcnHauses verwendet wer- dcn, in dem unbemittelte Frauen der gebildeten Mittelklasse Ausnahme finden sollen. In ähnlicher Weise sucht (töte wir schon früher rnitteilten) das Hilfskomitee des „Deutschen Lhcemn-Klubs" bedürftigen Frauen zu nützen, indem es versucht, die Errichtung des so lange schon von Fr. Agnes Hacker projektierten Frauenkrankenhauses unter weiblicher Leitung dadurch zu ermöglichen, das; die fehlenden Mittel durch die Eiukiinfte eines demnächst stattsindenden Vortrags-Zyklus gewonnen werden sollen.
Sie praktische Hausfrau.
Die Reinigung von Flanellwäfche.
Flancüwäsche wird gereinigt, indem man fie, in warmes Wasser legt, dem etwas Sal-! miakgeist beigefügt worden ist. Man darf sic nicht liegen lassen, sondern nimmt sie gleich wieder heraus und bürstet sie mit etwas Seife vorsichtig und nach einer Richtung. Hieraus töird die Wäsche in Seifenschaum gedrückt, aber ja nicht gerieben, das mindeste Reiben verfilzt den Flanell, und in reichlich warmem und kaltem Wasser geschwenkt, ausgedrückt, nicht gewunden, und noch tropfend aüfgchüngt.
Kaffeeflecke in Tischtüchern.
Gelingt das A u s w a s ch e n der Flecke mit Wasser und Seife nicht, so wasche man sie in starkem Salzwasser, aus einen Liter Wasser 50 Gramm Kochsalz. Eingetrocknete Kafsee- slccke weiche man zuerst in kaltem Wasser ein; bei Milchkaffee bestreiche man die Flecke mit gereinigtem Glyzerin, danach wäscht man die Stellen mit lauwarmem Wasser ab.
Die Behandlung des Bügeleisens.
Manche juilge Hausfrau klagt oft fortwährend über unsaubere Bügelwäsche und achtet zu wenig auf gewisse Kleinigkeiten, um stets blendendweiße seine Wäsche zu bekommen. Man setze das Eisen nie aus ben Herd, und sobald der glühende Stahl hineingetan ist, lege man das Eisen eine Minute aus die Seite um, da sonst die Platte leicht versenkt wird; ferner reibe man das Eisen vor jedesmaligem Gebrauche mit Rostpapier und einem reinen Tuche nb und packe es nach dem Gebrauche in sauberen Flanell ein, um es vor Feuchtigkeit und Rost zu bewahren, und man tvird niemals über rostige Wäsche zu klagen haben.
DaS Ergrauen der Haare.
.. frühzeitige Ergrauen der Haare kann vtelfach vermieden oder doch wenigstens verzögert werden durch öfteres Ginölen des Haarbodens, auch ab und zu etwas verdünntes Glycerin wirkt günstig. Man kommt ost zu spät zu der Einsicht, daß auffallende Trocken- beit des Haares zn frühzeitigem Ergrauen des Haares betträgt. Alte Lente haben oft trotz lahrzehnlelangem Kopf- und Nervenleiden bis »um Tode noch auffallend fchönes, braunes ^ar niit nur einigen weihen Haaren unter« tnifdjt, unb sie verdanken dies nur dem Ilm«
i J*e die Kopfhaut wegen starken Hitze« gesuhls fast täglich, ost eßlöffelweise mit Olivenöl kühlten.
Die Hände im Winter.
stächst den Füßen haben die Hände am mei- f.en von der Winterkälte zu leiden, und nur zu ost färbt diese sie rot. Nun sind von der naturltchen Schminke des Winters gefärbte Banen lvohl ein gesundes Zeichen der Frische, aber von Kälte gerötete Hände bedürjen der Beachtung. Gegen die Hände wird im Winter
Casseler Neueste Nachrichteik
viel gesündigt, und nur zu oft tverben sie allzu rücksichtslos behandelt. Kommt mau mit eiskalten Hänbeu nach Hause, so ist es das Gewöhnliche, bas; mein sie bireft an den heißen Ofen hält. Oder der im nngeheizten Laden Beschäftigte hat nicht lange Zeit, und er benutzt diese Minute, um seine Hände möglichst schnell, aber um so gewalttätiger, zu wärmen. Am schlimmsten ivirb beit Händen mitgespielt, wenn man sie, noch feucht, plötzlich der großen Wärme anssctzt. Schneller Wechsel ist den Händen, wie überhaupt der Haut, sehr schädlich unb kranke, äußerst empfinbliche Gliebmaßen für die spätere Lebenszeit sind die Folge. Erstens schütze man die Hände möglichst durch tvarme, bequeme, nicht zu enge .Handschuhe. Diejenigen aber, die nicht in Handschuhen arbeiten rönnen, und die Hände im Kalten gebrauchen müssen, und diejenigen, bei denen das Hantieren im kalten Wasser unvermeidlich ist, sollen wissen, daß kalte und feuchte Hände nur allmählich erwärmt werden dürfen und nickt durch direkte Ofenwärme, sondern durch tvarme Umhüllung. Bleibend gesunde Hände sind mehr wert, als momentaner Zeitgewinn.
Köche Md Keller.
Beefsteaks mit Sardellen.
Etwa zwei kg Filet wird in fingerdicke Bcefstcakscheibeit geschnitten, die man klopft, alzt, übereinander legt und eine Stunde beiseite stellt. Dann belegt man den Boden einer Kasserolle mit etwa einem halben kg in feine Scheiben geschnittenen fetten Specks, Zwiebel- scheiben, einigen zerschnittenen Mohrrüben unb Petersilicnwurzeln, legt die Fleischscheiben daraus, gieß; etwas bim ne Brühe (allenfalls auch nur Wasser) dazu, unb läßt bas Gericht zttge- dcckt aus gleichmäßigem Feuer gut weich bim« sic«. Es ist nötig, bie Steaks einmal »mzu- tvenben unb vielleicht auch etwas Brühe oder Wasser nachzugießen. Wenn sie gar sind, gibt man einige seingehackte, in Butter gedünstete Sardellen dazu und läßt alles noch einmal auf- kvchen, würzt dann bie Sauce mit zwei Teelöffeln Maggiwürze unb trägt die Steaks mit der Sauce sofort ans heißgestellter Schüsiel aus. Die Anbereilung der Eierspeisen.
Namentlich int Eierkuchenbacken wird in Stadt- und Landküchen viel gesündigt, unb eine Vorschrift für bie rascheste unb bekömmlichste Herstellung ber volkstümlich geworbenen Omeletten erscheint durchaus angebracht: Ans je ein Ei werden vier Löffel Milch genommen und schäumig mit diesem zerschlagen, dazu gibt man einen stachen Kochlöffel Mehl, etwas Salz und verrührt diesen dünnen Teig etwas glatt. Ein wenig Butter wird stark erhitzt und ein kleines Schöpslösfclchen Teig in die Mitte der Pfanne gegossen und mit Schräghalten unb leichtern Schwenken gleichmäßig barin verteilt, daß es Löcher und Blasen bildet. Der Fladen muß so dünn und luftig wie möglich feilt und wird dann rasch gewendet, ebenso schnell fertig gebacken. Das Weißei dazu zu schlagen, ist nicht nölig. Eierkuchen mit Schnee fallen immer fetter ans, obwohl sie gut schmecken; jedenfalls gilt es als Regel für alle dünnen Teige: Je länger daran gerührt wird, desto z ä b e r und l e d e r i g e r werden sie beim Backen.
Französische Omeletten.
Zu den echt französischen Omelet« t e it werden die ganzen Gier gehörig zerklopft. Auf drei Eier nimmt man zwei Lössel Wasser oder Milch, Salz unb nach Belieben seine Petersilie. Diese Masse wirb in frische Butter, die brausenb erhitzt ist, eingeschüttet, im Umkreis einmal flach in der Pfantte umgerührt, damit Fett unb Teig incinanbcr kommen; darauf wird die Pfanne aber beständig gerüttelt und gedreht und die Hälfte der Fladen, die etwas angebacken erscheint, in der Form des abnehmenden Mondes auf die Mitte geschlagen. Darauf wird lueiter gerüttelt, bet noch flüssige Teig muß nach außen laufen unb der fertige angebackene wirb immer Inteber auf die Mitte umgekippt. Tie Omelette ist in zwei bis brei Minuten fertig unb wird auf die gewärmte Anrichleschüssel geschoben.
f. Jahrgang.
0 0 Die Ratsel-Me. B Q
Vers-Rätsel.
Eng ist's mit dem Glück verbünde«.
Der Kaufmann brauchts für seine Kunden, Es macht ihn arm, es macht ihn reich. Zu Stift unb Arbeit dient's zugleich.
Rebus.
e‘ e
Zweisilben Rätsel.
Die erste fei bit stets beschleden,
Die zweite bringt halb Glück, bald Leid, Das Ganze macht blch unzusrieben Mit deiner ganzen Lebenszeit.
Verlobuitgsattzeige.
Kutan ißmnrr
Vrranikkl Ditt
t. 8.6. V. Jena
Woher stammt die Brant?
Einfaches Rätsel.
Beschränkt auf einen kleinen Raum, Umspannt es selbst den stärksten Baum. Es treibt mit feiner Kraft und Stärke, Die größten unb bie kleinsten Werke. Wer's führet mit Geschick unb Geist, Den Gegenwart unb Nachwelt preist.
Rätsel Auflösungen
(aus ber vorigen Numtuer.) Schachaufgabe:
1. Dh4—117.
1. Kdü—eß 2. SH3XM matt
1. Kd5-c6 2. Dh7—b7 matt
1. Kd5—c4 2. Dh7—d3 matt
1. TglXg* 2. Dh7-e4 matt.
Neujahrs-Buchstaben Rätsel:
Viel Glück unb Segen int Jahre 1911.
Vexierbild:
Bilb auf den Kops stellen; die gesuchte Figur steht dann zwischen den beiden Personen.
Richtige Lösungen
sandten ein: Karl Magersuppe fett., Hoheitzol- lcrnstraße; Justus Schröder, Scbloßpiah; Eugen Stern, Kölnische Straße; Ella Stein, Hohenzollernstraße; Grete Müller, Bettenhausen; Fritz Stein, Hohenzollernstr.; Ottilie Schir- iner, Könlgötor; Amanda Scheider, Wolss- schlucht; Franziska Peters, Hedwigstraße, und Mimrny Jäger, Albrechtstraße.
Für dir Stebattion verantwortlich: CWrebattetir Stti Helman: Druck und Äcrlaa: IterbV anb «och, Cassel.