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Die Caffeler Duell-Affare.

Die Staatsanwaltschaft hat, wie berichtet, | eine Untersuchung über dar Pistolenduell ein» | ffSleitet, das in der vergangenen Woche au: t dem Saurasen stattfand. Es wurden bereits i Verschiedene Zeugen vernommen. Der Zwei- r kämpf, der nunmehr ein gerichtliches Nachspiel ? haben wird, hat folgende Vorgeschichte: In p einem hiesigen Cafs saß am Montag voriger , Woche zu vorgerückter Stunde eine größere V Anzahl von Bergingenieuren. Scharf an dem 1 zwischen den Tischreiben hindurchführenden | Durchgang saß der Bergingenieur K. aus West-- | feien, der von einem hiesigen Referendar beim f- Paffieren des Durchganges ziemlich unsanft L angerempelt wurde. Der Ingenieur fandte r dem Referendar, ohne ein Wort zu sagen, einen | vielsagenden Wick nach, weil es dieser nicht für sf.ig hielt, sich zu entschuldigen. Der Reseren- ' dar drehte sich daraufhin um und ersuchte den f Ingenieur dringend, ihm in die Garderobe zu | folgen. Letzterer, ein Reserveoffizier, kam der I Aufforderung sofort nach; draußen wurde ihm | von dem Referendar, der Offizirrsaspirant ist | und sich kürzlich zur Wahl stellen ließ,

eine Ohrfeige versetzt.

| Von dem dadurch schwer beleidigten Ingenieur | wurde die Ohrfeige Zug um Zug erwidert, r Außerdem verlangte er die Karte des Reseren- | bars. Als dieser erklärte, keine bei sich zu s führen, entfernte sich der Ingenieur mit den I Worten:Sie kneifen!" Durch einen Tischge- f »offen, Bergingenieur von C., wurde darauf t. der Name und die Adresse des Referendars ein» | wandfrei festgestellt. Tags darauf wurde ihm k nach einer Ehrenratssitzung, an der auch zwei [' hiesige Aerzte teilnahmen, die schwere Pisto- ß- lensorderung überreicht. Am Donners- V tag wurde das Duell auf dem Saurasen ausge- | tragen, wobei nach dreimaligem Kugelwechsel tz einer der Duellanten leicht verletzt wurde. Die U beiden Waffenkasten wurden vom Kösener S. C. Mtelegraphisch beordert, welcher Korporation -Mauch der beleidigte BerginL.'nieur und Reserve­offizier angehört. Zu einem am Vorabend des k Duell ages veranstalteten Ver'öhnungstrunk war der Referendar nicht erschienen.

Nr. 801. » Jahrgang._________________

f mord der Melzer ruhte, ist durch die schreck. ' liche Tat Wagners etwas gelichtet worden. e. 'Die Kunde von dem Vorfall in WilhelmShöhe : erregte heute begreiflicherweise großes Auf- r sehen. Die Staatsanwaltschaft wird nunmehr i das Weitere veranlassen. Die Leiche der Melzer k ist inzwischen bereits zur Beerdigung frei- | gegeben worden Don anderer Sette wird uns I noch mitgeteilt, daß die Gründe zu dem Selbst- k Mord des Soldaten anderer Natur sein sollen. | Er soll sich in Geldverlegenheit befunden haben, l weil die Monats-Gelder ausblieben, und ver- I tot ebene Differenzen gehabt haben. Heute nach- mittag halb zwei Uhr hielt Kriegsgerichtsrat f Dr. Rommler einen Augenscheinstermin ab s. und vernahm verschiedene Zeugen. Die einge- t- leitete Untersuchung wird wohl Klarheit bringen.

< Die Meißner-Schutzhütte.

Der Bau der Schutzhütte des Wintersport- - Vereins Caffel-Wilhelmshöhe auf dem Hohen l Meißner wird in dieser Woche noch zu Ende t geführt. In diesen Tagen wird bereits genü- : gendes Brennmaterial zur Hütte geschafft wer- , den, damit bei eintretendem Schneefall die Hütte geheizt werden tarnt. Es ist Vorsorge k getroffen, daß an Sonn- und Festtagen tvor- l ausgesetzt Schneewetter) die Hütte zeitig am s Morgen geheizt wird, so daß die Hütte bei An- f tun ft der Schneeschuhläufer, die mit dem ersten Zuge aus Cassel kommen, bereits genügend warm ist. Größere Gesellschaften, die an Wochentagen die Hütte besuchen wollen, wen­den sich vorher schriftlich oder telephonisch an den Hütten-Aufseher H. Range II in Haufen (Telephon 1550 Hausen). Bewirtschaftet wird dre Hütte vorläufig nicht, dagegen ist Koch­geschirr vorhanden, damit sich die Besucher selbst warme Getränke anrichten können. Die Mitglieder des Wintersportvereins, die einen eigenen Schlüssel zur Hütte besitzen wollen, kön­nen, diesen bei Gebr. Riederich, Hohenzolleru- ftrase 21, in Empfang nehmen, oder sich in Liste einschreiben, damit die Schlüssel schnellstens angefertigt werden können Da es Vorkommen kann, daß Besucher des Meißners die Hütte verschlossen vorfinden, so tst es ratsam, stets den Hüttenschlüssel bei sich zu führen Der Meißner rüstet sich inzwischen zum Empfang seiner Wintergäste. Der Winter schemt in diesem Jahre recht zeitig Einkehr zu halten, denn nach den Berichten des Meißner- Wettermelders des Vereins hat es in der letz- ten Woche oben auf der Höhe einige Male er­heblich geschneit.

Das Neueste im Bilde. Im Schau­fenster unserer Geschäftsstelle, Kölnische Straße 5. gelangen folgende Bilder von aktuellen Zeit . Ereianiffen zum Aushang: Don der Hunde-«usstellung des VereinsHek­tor", Berlin. Die drei schönsten Schwanzteufel. Eine interessante Stelle am Großschiffahrtswege Berlin-Stettin. Moment aus dem Hockey-Wett­spiel der Damen-Mannschast deS Düsseldorfer HockeyklubS. Vom Besuche des österreichischen Thronfolgers in England. Der Brand des Glasgower DampfersScottsdyk" im Aermcl- kanal.

-7- Fürstlicher Besuch in Cassel. Prinz ttlfons von Bayern, der gestern sein Regiment in Hofgeismar besichtigte," ist in Caf- sel eingetroffen und nahm im HotelKönig von Preußen" Wohnung. Auch Prinzessin von Thurn und Taxis und Tochter sind, von München kommend, mit Dienerschaft hier eingetroffen und imHotel Royal" zu länge­rem Aufenthalt abgestiegen.

-4- Die Casseler Postwertzeichen-Ausstellung 1914. Im nächsten Jahre findet bekanntlich in l5ayel die 26. Internationale Postwert­zeichen-Ausstellung statt. Als Ausstel­lungslokal ist die Stadthalle in Aussicht genom­men. Leider wurde her Vorsitzende des Aus­stellungs-Ausschusses, Geheimer Oberpostrat Hoffmapn, durch den Tod aps. feiner£ä-_

Casseler Neueste Nachrichten

Freitag, 28. November 1913.

tigkeit herausgerissen. Wenige Wochen nachher folgte ihm im Tode Stadttal Rechnungsrat S t i v p i ch. Der neue Letter der hiesigen Ober­postdirektton, Oberpostdirettor Bergener, hat sich aber bereit erklätt, das verwaiste Amt deS Vorsitzenden des erwähnten Ausschusses zu übernehmen. Ebenso ist durch den Beittitt von Stadtrat Dr. Saran die Stelle des Stadtrats Sttppich wieder besetzt worden. Die Anfragen betreffs der Beteiligung an der Ausstellung gehen in einer solchen Fülle ein, daß dem end­gültigen Erfolge mit Ruhe entgegengesehen werden kann.

-4- Generalleutnant Liman von Sanders Türkenmission. Generalleutnant Liman von Sanders, der zum Leiter der neuen deut­schen Milttärmission nach der Türkei auserseüen ist, war am Dienstag wiederum in Berlin. Wie uns ein Privattelegramm aus Ber­lin meldet, galt der Aufenthalt lediglich einem Höflichkeitsbesuch ht der türkischen Botschaft. Exzellenz Liman von Sanders reiste dann nach Cassel zurück.

-4- Ein Revolverheld als Fahrraddieb. Ein Revolverheld, der in der Nähe von Calden einen Zimmermeister überfiel und unter Bedro­hung mit dem Revolver das Fahrrad raubte, wurde gestern in einem hiesigen Gasthaus ver­haftet. Er leugnete anfangs, mit dem Straßen­räuber von Gudensberg identisch zu fein, doch wurde einwandfrei festgestellt, daß er auch jenen Ueberfall ausgeführt hat. Als er keinen Aus­weg mehr sah, bequemte er sich zu einem Ge­ständnis.

-4- Ein Kellerbrand in der Wilhelmshöher Allee. Im Hause Wilhelmshöher Allee 22 ent­stand gestern abend in einem Heizraum Feuer. Starker Qualm drang durch die Oeffnungen des Untergeschosses und alarmierte die Hausbewoh­ner und vorübergehende Personen. Die Feuer­wehr löschte in einhalbstündiger Tätigkeit das Feuer. Hauptsächlich waren es Kohlen und Holz, die vor der Feuerung lagen und in Brand gerieten. Wahrscheinlich hatte das Holz durch herausfliegende Funken Feuer gefangen.

4- Neue Seuchengefahr. Seit langer Zeit besteht wieder die Gefahr, daß die Maul- und Klauenseuche außer aus Rußland auch ans anderen Nachbarstaaten eingeschleppt wird. Im Hinblick auf den letzten großen Seu­chenzug in den Jahren 1910/12 und auf die durch ihn veranlaßten schweren wirtschaftlichen Schäden erscheint es dringend im Interesse der Beteiligten geboten, etwaige Einschleppungen der Seuche sowie Erttankungsfälle möglichst frühzeitig festzustellen und dem Königlichen Po­lizeipräsidium alsbald anzuzeigen. Bei Mei- dung strenger Bestrafung (bis zu zwei Jahren Gefängnis) müssen solche Fälle angezeigt wer­den.

-4- Das Konzert in der Oberrealschule II. Die Oberrealschule II wird im Laufe die­ses Winters verschiedene Konzerte zum Besten ihrer Aula-Orgel veranstalten. Das erste dieser Art, ein Instrumental-Konzert, fand gestern abend statt und erfreute sich eines sehr guten Zuspruchs. Als Answbrende waren gewonnen worden: Herr Gesanglehrer Möller (Orael), Frau Oberlehrer Kaak (Klavier). Herr Ober­lehrer Kaak (Violine) und Herr Posttat Lln- genberg (Cello). Als Einleitung brachte Erste­rer Back's Phantasie und Fuge in G-Moll in wahrhaft musteroiltiger Weise zum Vortrag, während Frau Erika Kaak sich im weiteren Ver­lauf des Programms als feinsinnige Klavier­spielerin sowohl im Einzel- als auch im Zu­sammenspiel bewäbtte. Herr Oberlehrer Kaak (Violine) und Herr Postrat Lingenberg (Cello) verdienen besonders erwähnt zu werden weaen ihrer vorrsialichen Technik, die sich namentlich in Havdn's Tr>o Nr. 3, erster Satz bestens be­währte. Die Kunst des letzteren glänzte be­sonders in Schuberts.Ave Maria" und Schu­mannsAbendsied". Die Ausführenden. die sich in den Dienst der Sache gesi-lsi batten kann, ten nach jedem Stück den lebhaftesten Beifall des aufmerksam lauschenden Publikums entge­gennehmen.

-4- Der Schrecken der Vororte. Der Krimi­nalpolizei ist es aelunoen. den in der Krua- a a s s e wobnbasien Arbeiter G. als den G»ttü- ael- und Kaninchendieb, der in der letzten Zeit die Vororte heimsuchte, zu verbasien Er bat bereits mehrere derartige Diebstähle ein» gestanden.

-7- Der neue Overvostdirektor. DerReickS- anzeiaer" veräsientlicht heute die Ernennuna des Poftrats Bergener in Hannover ' zum Obervostdirektor in Cassel anstelle des verstorbe­nen Oberpostdirektors Hoffmann.

-> Der Rechner-Kurlus der Raiffeisenoraa- nifatton. Am Montaa fand im arob-n Saale des E.vanaesifcken V-r-insbansea die Cr- össnuna des 19. R-ckn-'rkurttis des Hessischen Verbandes der Raisseisen-Oraanisation statt, wo-n sich 110 Kursisten ans allen Teilen Hes­sens und aus den verschiedensten Berufen ein« aesimden batten. Landesiik-moinierat R»re- rodt bearlistte zunächst di- Erschienenen, insbe­sondere die zahlreichen Ehrenaäste mit herrli­chen Worten, indem er darauf binwies. wie wohlwoll-nd die hoben staazsich-n und kirchli­chen Behörden sich der Raisseilensache aeaensider aestesst haben. Unter den Anw-s-nden bemerkle man den Vertreter des Obervräsidenten. Ober- vräsidialrat Dr. D v e s. vom Känialfchen Kon­sistorium die sitrneralsuverintendenten rin» und Fuchs, sowie Konsistorialrat Stamm als Vertreter des Bischofs von Fulda Dechant w-tmenhorst. ferner den Vräsidenten der- nialichen Keneralsommiss>a von Baumbach -md von der standwirtschaft^lammer den Prä­sidenten. Rittergutsbesitzer Martens.

--- Der Grobe Bsieaerver-'n und b"8 E<ek- triiitätsmerk. T»>r Grobe Rsiraerverein (der in-rband der fünfzehn Casieler Berirksvereinel bätt moraen. Freitaa. ab-nd halb neun ttbr tm kleinen Saale des Stadtvarks feine diesiäbr-a» große Hauptversammlung ab, in der zunächst der Vorsitzende. Privatmann Vrotfcher, über die Mitwirkung des Großen Buraervereinz bei den Veranstaltungen zur Tausendjahrfeier unserer Residenzstadt und über dessen auch sonst rege Tätiakeit des letzten Jahres berichten, so­wie Mitteilungen über für die nächste Zeit be­

vorstehende wichttge Arbeiten deS Großen Bür- gervereins machen wird. Dann wird Stadtver­ordneter v a n H e y s einen durch Lichtbilder et» läuterten Vortrag über das Thema:Das eiet, irische Kraftwerk der Eddertalsperre und dessen Einfluß auf daS Casseler Elektri­zitätswerk" halten. Im Anschluß hieran findet eine Aussprache über die geplant gewese­ne, infolge heftigen Widerspruchs der Bürger- schäft und der Stadtverordnetenversammlung aber gescheiterte Umwandlung des städtischen Elettrizitätswerks zu einer gemischtwittschaftli- chen Unternehmung mit der AEG. statt. Diese Aussprache wird von ganz besonderem Interesse für die Bürgerschast und insbesondere für die Besucher der damals vom Großen Bürgerverein in dieser Sache veranstalteten Protestversamm­lung sein.

-4- Verkehrsstörung in der WildemannSgaffe. In der Wildemannsgasse wurde gestern früh acht Uhr die Gasleitung undicht und ein intensiver Gasgeruch machte sich störend bemerk­bar. Das Gaswerk wurde sofort benachrichtigt und abends sieben Uhr war die Gefahr besei­tigt. Da das Trottoir aufgerissen werden muß­te, war die Straße zeitweise gespertt, ein Um­stand, der sich bei dem dort herrschenden regen Verkehr sehr störend fühlbar machte: Es scheint unvermeidbar, die Straße durch Wegnahme des Eckhauses zu verbreitern.

-r- Goldenes VereinSjubilämn. Eine" der ältesten Gesellschaften, dieSparbüchse", kann am Ende dieses Monats auf ihr fünfziaiähri- ges Bestehen zurückblicken. Diese Gesellschaft, die in früheren Jahren annähernd hundett Mitglieder zählen konnte, bat ein Menschenalter hindurch bis auf den heutigen Tag ihren Ver­einssitz in dem altbekannten GasthauseHeili­ger Geist" gehabt. Sie pflegt ihren Satzungen gemäß in erster Linie Geselligkeit und Freund­schaft, wußte aber auch, wo es not tat, Not und Sorge zu lindern. Oft wurde zu wohltätigen Zwecken manches Goldstück geopfert.

-4- Die Casseler Schripvenkirche. Der Win­ter ist herangekommen und steht mit seiner Kälte und seiner Arbeitslosigkeit vor der Tür. Besonders spüren das die Heimat- und Obdach­losen. Um ihnen die Retterhand zu reichen, damit sie Gelegenheit haben, ein neues Leben zu beginnen, hat der Blaukreuzverein (Schil­lerstraße 4) die Einrichtung getroffen, diesen Aermsten der Armen am Sonntagmoraen un- entaeltlich ein Frühstück zu bieten und ifitten darauf eine kurze Moraenandacht zu halten. Der Vorstand des Blaukreuzvereins wendet sich m heutigen Inserat an olle, die ein Herz für die Verlorenen haben, mit der Bitte, ihn durch Darreichung von Gaben zu unterstützen. Gaben nehmen Vfarrer a. D. Sverber, Woffsanaer bei Cassel, Stadtmissionar Färber, Schillersttaße 4. Stadtmissionar Schmidt, Akazienweg 6, ent­gegen.

4- N-"e Dienstüezeichmrnaen bei der Eisen­bahn Wie uns mitaeteilt wird, sind bei der Eisenbahn für die im Büro und ähnlichem Dienst verwendeten Beamten neue Diensiste- zeichn'-ngen vorael-hen. Dese Beamten Ehr­ten bisher die amtsiche Bezeichnung .Dienstan- sänaer" und nach Ubl-aung der varaetchriebeu-n Brüfuna die BezeichnungA"Shelf-r". Mit diesen Di-nstbezeichmmgen wurden ab-r in k«i- ner Weife de von den betreffenden Beamten verrichteten Arbeiten hinreichend gekennzeichnet. Daher wurd» schon feit l>naem vom Verbände her Unterassistent-n. Gehilfen und Anwärter, hem Ettenbobnminister der Wunsch nach Abän­derung der Tttckaturen vorgettoaen. BnnmeHr sind ne-'e Amtsbezeichnungen einoessihrt, und zwar führen di- fisheriaen A"sh»tk-r die Be­zeichnungkommissarischer Eisenbatznaebsse" imh die Z"M Ilnierassistenten aevrst»n Eifen- hab^aeblfen den Titelkommissarischer Unter« affistent".

Aus dem Residenttheater. Hans von Batrogen. d»I bekannten Dichter» Ernst von Walroqens Sohn, der am Lustfvielbaus in Bersin --re Boniuvam enae?xrt ist. imh W,osi aana Reff der OberfpieEeZZ-»r des Friedrch- Wshesuzst^htischen SchansvielhanseL unter Ti- r-ktor Nordan tmd des Harzer B-ratbeaters '-» Schafe wurden von Direktor Wissp Nordan für Meara Engels Kt'stspelschfager ..Tiebeitere Residenz" verpflichtet, von Wos,oaen Wirtz hie Ralle des Ahiutanten von Rosiow tmh ^ossaano Reff den cher-oa Claus EHri'topb TV spielen Die Meibliche Hanvttolle der Erbprin- «efTitt Olaa Mchafowna svesi Fjssi Ror- d g n. Heute geht Z"M fetzten Male Am Turn," 'N Srene. Am Freitag hleibt die Bühne weaen de» Vorbereitungen »u ..Die b-ttere Residenz" aeschlassen. E-onnabenp nochmitfaa geht zum dritten Mate Bumvelsiil-chen in S-ene.

-?- 'M» Vortröae jifiet die Frouenbeweanna 't'er sechste Vorttaa über die Gelch^te der Frauenbeweg'ma von Fran Johanna Waelcher tzer moraen ab-nd achteinhalb ttbr. llrtfere »arssiraße 3. 1., stattfindet ssiehe Anzeiaet wird sich mit einem ganz besonders interessanten T-Hema beschäsiiaen. nämlich: ^e Rechtsltelsima h»r öirmtM bürgerlichen Gesetzbuch Gerade Vieri,h-r herrscht noch grobe Unkenntnis beson­ders im Greife der Hausfrauen und Mütter.

--- Kleine DgaeZchronif, E!»e Castel»- fand gestern »wischen Röbrenfurt und Schwarreubarn blähend" Brombeeren, b;e uns m der Redakirm voraezeigt wurden. In der Kauf" na er Strane stürrte vor der städ­tischen Wa.ae ehr Sttobwagen um und wurde schwer beschädigt Der Naturbeilver­ein hält heute feinen Zweiten Frauenvorsraa ah. Als Rehn»rin ist Aerzttn Fra» Dr. Irenes oewannem die über das zeitaewähe Thema: Wart'm gibt es fo viele kranke Frauen? fpre- chen w'rd.

-t- Aus Cosieks Kinos. Das neue 9W= spieltbeafer Nordend-Lrchtfviele" i* her Holländische.- Strabo bringt beitte und moraen das Mrdwesthrama .Golds'eb»r" zum letzte» Mose zur Vorführung. Der Film zeich­net sich durch Fsimmerreinheit aus. Moraen refft sich r»m ersten Mol- d-r Kriegsnkm .11»- aleiche Brüder" ab. Auch dieses Drama spiel' rm wilden Westen Interessant ist der Fjlm Die Südvolarerpedition von Kav'tän Scott"

-ch Das Wetter am Freitag Für moraen Freitag lagt der amtliche Wetterbericht für Messen-Nassau folgende Witterung varauS: Vorwiegend trübe, einzelne, messt leichte Nie- bertototii, rMwei-ke winbis. mfld.

Letzte Telegramme.

(Nach Schluß der ReduMon eingegangen)

Sreadnought - ßrnüchlerung? England baut nicht mehr Riefenfchiffel (Privat-Telegram in.)

London, 27. November.

Es verlautet offiziell, daß mit der Gruppe der Schlachtschiffe, die derWarfpithe" angehört, der Bau der ganz großen Schiffe aufhören »oird. Die nächsten Schiffe würden wieder einen kleineren Typ aufweifen. Die Lehren der diesjährigen Manöver (so heißt es) sollen die Admiralität endgültig bestimmt haben, die Royal Sovereign Klasse, die demnächst auf Stapel gelegt wer­den soll, nach neuen Plänen zu bauen. Ein Hauptgrund ist wohl die Entwicklung der Un­terseeboot-Konstruktion. In den Manövern hat sich nämlich gezeigt, daß die 400 Millionen Neber-Dreadnoughts in den meisten Fällen durch ein Unterseeboot ebenso kampfun­fähig gemacht werden, wie kleinere und bil­ligere Schiffe, und schon aus diesem Grunde will die englische Admiralität davon absehen, neue Riesenschiffe auf Stapel zu legen.

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Elf Tage im Kohlenraum gefangen!

London, 27. November. (Privattele­gramm.) Eine überraschende Entdeckung wurde auf dem DampferTiger" gemacht, als im Dock von Kapstadt gelöscht werden sollte. Als in einem der Kohlenräume die Körbe ge­füllt wurden, ragte plötzlich aus einem Kohlen­haufen eine Hand hervor. Man räumte die Kohlen schleunigst bei Seite und bald kam ein menschlicher Körper zum Vorschein, der völlig nndt und mit Kohlenstaub bedeckt war. Es war ein portugiesischer Neger, der unter den Händen des Schiffsarztes sich bald erholte. Er war elf Tage in seinem fürch­terlichen Gefängnis eingesperrt gewesen. Man hatte ihn dort unten vergessen, so daß er die ganze Zeit über bei geschlossenen Luken dort verbringen mutzte.

Wieder zwei Opfer der Liebe!

Berlin, 27. November. (Privat-Te- l e g r a m m.) Heute vormittag wurde in einem Hanse der Grünanerstraße in Köpenick ein zweiundzwanzigjähriger Handlungsge­hilfe und ein sechzehnjähriges Mädchen in sterbendem Zustande aufgcfunden. Beide hat­ten zusammen Gift genommen. Es han­delt sich um eine Liebes-Tragödie, da sich der Neigung der beiden jungen Leute Schwierig, leiten cntgegcnstellten.

Herr von Falkenhayn über Zabern.

Berlin, 27. November. (Privat-Te- legramm.) Wie in parlamen'arischen Krei­sen verlautet, wird die in eine kurze Anfrage umgewandelte Interpellation der Elsässer über die Vorgänge in Zabern morgen vom Kriegsminister im Reichstag beantwortet werden Kriegsminister von Falkcnhavn dürfte sich in­dessen daraus beschränken, eine kurze alten- mäßige Darstellung des Falles zu geben.

Acht Tage Gefängnis fürWacketz"!

Mühlhausen im Elsaß, 27. November. (Privat-Telegramm.) Born Schöffen­gericht wurde gestern ein deutscher Arbei­ter, der während des Streiks einen arbeits­willigen ElsässerWackes" geschimpft hatte, zu acht Tagen Gefängnis verurteilt. Das Gericht erklärte, daß dieses Wort zu de,, schlimmsten Beleidigungen gehöre, die einen Elsässer tteffen könnten und daß deshalb gegen den Beleidiger eine Gefängnisstrafe am Platze fei.

Immer neue Zwischenfälle in Zabern!

Zabern, 27. November. (Privat-Te- learamm.) In Zabern ist die Ruhe immer noch nicht wiederher gestellt. Gestern nahm aus Befehl eines Leutnants die Wache vier Leu­te fest, weil sie den Offizier belästigt hat­ten. Nach FeWellung ihrer Personalien wur­den sie wieder entlassen, doch wird wahrschein­lich ein Strafverfahren gegen sie eingeleitet werden.

Im Kampf mit Wilderern.

Hamburg, 27. November. (P r i v a t - T c. legramm.) Jin Groß-Borfteler Gehölz überraschte in vergangener. Nackt der Jagdauf­seher Sorgenfrei in der Nähe der Schietz- stände zwei Wilderer, die auf Fasanen jagten. Der Zimmerer Weittdorf-Ottensen wurde durch den Beamten im Handgemenge erschossen «nd der andere Wilderer, der 24jährige Gärtne- reiarbeiter Rehbock, verhaftet.

Premiere im badischen Landtag.

Karlsruhe, 27. November. (Privat. Telegramm.) Der neue badiicke Land­tag wurde heute vormittag eröffnet. Nach voranoeaonaenem feierlichen Gottesdienst fand um elf ttbr im Sitzunasfaale de- Zweiten Kam­mer der Eröffnungsakt statt. Der Grotz- henoa verlas eine kurze Thronrede, die eine ttebersickt des Arb-itsvlanes des Landtags ent­hielt. Hierauf leisteten die Abgeordneten den Berfass'-noseid. worauf der Landtag als eröff­net erklärt wurde.

Intermezzo im Pariser Grand Palais.

Paris, 27. November. (Privattele-- fframm.) Gestern nachmittag geriet im Grand Palais, in dem die Bilder des Herbst- Salons au«aestellt sind, der Maler Lenoir in einen heftigen Wortwechsel mit einem Mii- alied der Hänae-Kommission. Seiner Ansicht nach war einem seiner Bilder ein schlechter Blatz angewiesen worden. Sein Wunsch, dem Bilde einen anderen Platz zu geben, wurde nickt erfüllt. Da tmtote er kurzer Hand einen Binsel in einen Tons weißer Oeffarbe, über­tünchte damit fein Bild und ... ver- nichtete es vollständig.

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