Egel
Pirsch Md PolM
Es, 2.
8^. 4,
Forst das Hifthorn schallt, gewissenhast erzäh-
löbtier»
, möb-!
aus 1.
t mob*
scheu Kaiser stand ...!
F. H.
21. L
$Tfl z«
5. Var- Man«
reund-' r zwei- tatfios1
men. Wegen der monarchistischen Agitation ii Frankreich hat Portugal bisher keine Borstel lungen erhoben, weil keine Nachweise für ir gend welche zum Schaden der Republik borge, nommenen Schritte erbracht werden konnten
öblier- zwer Herrn.
durch eine Explosion verschüttet worden. Es sind sofort Rettungskolonnen in die Grube ab- gegange«, doch ist es zweifelhaft, ob es gelingen wird, die Verschütteten zu retten.
t zwei «bliche
,ewoh- iicriea
Vunsch ■ tr. 62, '
zum Opfer gefallen. Vielleicht auch hören wir, - daß nach anstrengendem Waidwerk Kaiser und Erzherzog eine stille Stunde ungestörter Muße traulicher Unterhaltung widmeten, und bei dieser Gelegenheit mancherlei Dinge, Ereignisse und Möglichkeiten erörtert wurden, die über den engern Grenzbereich des Nimrod-Interesses herausragen. Mehr indessen werden wir Wohl nicht erfahren, denn Das, das offiziös nicht approbierte Geschichtschreibung uns als Treignisgehalt der Tage von Konopischt votts Auge zaubern wird, fft zu offensichtlich Dich- b, tung- und Wahrheit-Mischung, als daß sich's M verlohnte, auf dieser schwankenden Basis Schlüsse und Reflexionen aufzubauen. Eins L nur darf als allem Zweifel wert entrückt dem . Laffachm-Bereich zugewiesen werden: Die Gewißheit, daß nicht Waidmannslust, sondern das politische Motiv der Kaiserfahrt die Tage f:- von Konopischt wichtig und bedeutsam macht, E und daß nicht die Pirsch, sondern die Politik 1 es ist, der das Rendezvous in stiller Wald-Ein- | famkeit gilt.
| , Es liegt nahe, Parallelen zu ziehen: Paval- r lelgn zwischen Springe und Konopischt.
Im Vorjahr Watts; das Kriegsspiel am Bal- : tat raste in den ersten Schlachten-Orgien; in ' der Wiener Hofburg rangen resignierte Män- ^ nerschwäche und nervös-fiebernde Jugend-Tat- K kraft um den Sieg, und durch den Blätterwald der Donau-Monarchie schrillte die dringliche L Gewissen-Mahnung am Deutschlands N i b e - [ lungentreue, die einst (in den Tagen der l bosnischen Krise) Oesterreichs kecken Handstreich | mit der Wucht schimmernder Wehr gedeckt. | Blasius Schemua, Hötzendorffs Erbe im Amt - des Generalstab-Chefs der Kaiserlich-König- r sichen Armee, hastete, verdeckt von den Schleiern p feuchter Spätherbst-Nebel, noch Berlin, konfe- r rierte stundenlang mit den Spitzen der deut- k schen Schlachten-Leitung und kehrte zur Donau I' zurück als ein Enttäuschter, als ein aus kühnsten I Hoffnungen Ernüchterter, der stolze Luftschlösser | in herbstlich-grauer Wirklichkeit wie Karten-
Laden,: immer,' t mit;
Greist der Kaiser eip?
Es ist möglich, daß der Kaiser (der in diesen Tagen eine Besprechung mit Geheimrat Rathenau gehabt hat) die Initiative ergreift, um die Bildung eines Zeppelin-Kuratoriums zu veranlassen. Und man kann wohl der Ansicht fein, daß sich Graf Zeppelin deswegen nicht im geringsten verletzt fühlen dürfte. Seine Luftschiffe kosten uns innerhalb weniger Wochen fünfundvierzig Tote und was noch schlimmer ist: Die beiden Katastrophen haben unter den für die kriegsmäßige Führung von Luftschiffen ausgebildeten Offizieren und Mannschaften derart aufgeräumt, daß wir geradezu in Verlegenheit wegen der Besatzung der anderen Luftschiffe gekommen sind. Da m u tz also etwas geschehen.
M neues Gmben-Drama?
Zweihundert Bergleute verschüttet!
R e w y o r k, 23. Ottober. (P r i v a t - T e - leg ramm.) Heute früh hier eingegangene Depeschen aus Mexiko melden: Auf der Hirschschlucht-Kohlengrube in D a w s o n (Reu. mexiko) sind zweihundert Bergleute
pel-Katastrophe besiegelt worden: Mit der Nic- Herzwingung der Türkei und der Demütigung Bulgariens. Franz Ferdinands Kalkulation Hot sich als Irrung erwiesen, würde sich vielleicht auch als verhängnisvoller Irrtum offenbart haben, wenn Austrias Schwert ins balkanische Kriegsspiel eingegriffen hätte, und die Erkenntnis dieser Tatsache ist's gewesen, die den im Donauland noch leise gärenden Groll gegenüber Deutschland, das im entscheidenden Moment (bei der Hofsagd in Springe) des Bundgenossen drängende Abenteuerfreude dämpfte, sacht zum Schweigen brachte. Die Oktober-Operette mit dem Ulti- matum an Serbien als Schlager-Effekt war lindernder Balsam für die schmerzende Enttäuschung-Wunde im Empfinden Franz Ferdinands und der am Wiener Ballhausplatz wirkenden Schicksal-Mächte; die Austria-Presse attestiert den Männern der Berliner Wilhelm- straße, daß „Deutschlands energisches Eintreten für die Interessen Oesterreichs die friedliche Lösung des österreichisch-serbischen Konflikts glücklich gefördert und dem in Paris, London und Petersburg listig sväbenden Argwohn unzweideutig offenbart habe, daß die Nibelungentreue noch nicht erstorbenff Tusch! In zebn Monden eine Wandlung, die vor wenig Wochen (ein paar Tage noch Leipzig) sich noch nicht ahnen ließ, und die bntm erfreuend und befreiend wirkt. Es sind lichte Herbsttage, die das fröhliche Hallali aus den Wäldern von Konopischt über's Erdrund tragen werden; lichtere Tage, als jener feuchte Nebelmorgen, da im Gehölz von Springe Franz Ferdinand von Oesterreich-Este mft düster-umwölkter Stirne vor dem Deut-
tfd»- a selbst irlstrw 1
" chenschloß Belvedere sestgehalten, wird in den . nächsten Tagen der Deutsche Kaiser als Gast des Thronfolgers der Donau-Monarchie t gemeinsam mft Sophie Choteks tatftohem Gat-
Irr Kaiser und gevvelin.
Schaffung eines Zeppelin-Kuratoriums?
(Mifteilungen von autoritativer Seite.)
Berlin, 21. Oktober.
In Leipzig soll Kaiser W i l h e l m mit dem österreichischen Thronfolger über die beiden jüngsten Zeppelin-Katastrophen gesprochen und dabei gesagt haben, daß letzt wohl wieder die Besserwisser hervortreten würden, um zu beweisen, daß es mit den Zeppelinluftschiffen „n i ch t s s e i*. So wußten wenigstens Wiener Blätter zu melden. Man kann hinzufügen, daß sie eine Falschmeldung verbreitet haben. Richtig ist indessen, daß der Kaiser auch durch die jüngsten Ereignisse in feinem großen Vertrauen zu der Zukunft unseres Luft- fchifswesens nicht erschüttert worden ist. Aber auf Grund authentischer Quellen kann mitgeteilt werden, daß der Kaiser die beiden jüngsten Katastrophen zum Anlaß kritischerEr- wägungen genommen hat und daß er sich bei dieser Gelegenheit eines Vorschlags erinnert hat, der vor einigen Jahren erhoben wurde, der damals keine Billigung fand, jetzt aber erhöhte Bedeutung gewinnen dürste.
Das war ei« Vorschlag, den nach der ersten großen Zeppelinkatastrophe, die dann z« der Nationalsammlnng für den Grafe« Zeppelin führte, in einem Gespräch mit dem Kaiser Emil Rathens« machte und der dann in der gesamten Oeffentlichkeit anf das lebhafteste diskutiert wurde. Geheimrat Rathenau hat damals vorgeschlagen, man solle dem Grafen Zeppelin die Hilfe eines Kuratoriums znr Verfügung stellen, das sich aus den besten und erfahrensten Fachleuten aller für Luftschiffbau und Luftschiffahrt in Frage kommenden Gebiete znsammensetze. Dieser Vorschlag Ist damals heftig abgelehnt worden. Man bezeichnete das Kuratorium als eine Art Kontrollkommission und meinte, daß eine solche für den greise» Grafen Zeppelin direkt beleidigend sein müsse.
Heute, nachdem wir mit den Zeppelinschiffen schon so viel erlebt haben, Wird man über den Vorschlag Geheimrat Rathenaus anders denken. Denn es ist in Fachkreism kein Geheimnis mehr, und es kann der Oeffentlichkeit nicht länger vorenthalten werden, daß die jüngste Explosion lediglich die Folge eines bedenllichen Konstruktions-Fehlers ist. Wenn der Brand in der Maschinengondel entstand, so war ein Unglück auf keinen Fall zu verhüten, da sich dirett über der Gondel das zweitausend Liter fassende Benzintank befand. Es ist ein Elementargrundsatz, daß Motor und Tank tunlichst voneinander entfernt werden müssen, und über diese Forderung hat man sich bei der Konstruttion des „L IT* offenbar allzu optimistisch hinweggesetzt. Die Bildung von Knallgas zu vermeiden, wäre sehr leicht gewesen. Daß dem Luftschiffbau Zeppelin solche Fehler unterlaufen sind, das beweist also zumindest, daß irgendwie Mängel bestehen müssen.
versetz ;
drei ! > auf i ermi<* j i Huck ’ , 1. J| r und • hn- n. ■ rieten.: J
nach J rhaue- 1 «, in' i u ver- ' K 06®
Cast < c.
oembev len, wieviel Zwölf- und Sechzehn-Ender dem Blei der Majestät und der Kaiserlichen Hoheit
iro-1
Kohn* i d Bo- d oder i t bei 1 ß und :
- Jagd besuch des Kaisers in Konopischt; Kaiser $ Wilhelm, Franz Ferdinand, Franz Joseph.
®te Wiener «presse, allen voran die dem Erzherzog • Thronfolger nahestehende Wiener ^ReichSpost--, degriistt an leitender Stelle bett am Donnerstag in Konopischt eintresfenden Deutschen Kaiser in antzerordentlich shmpatifcher Weise und vertritt die Ansicht, datz bei diesem Besuch autzer über Weidmann«- angelegenheiten auch über sehr ernste politische Angelegenheiten gesprochen werden wird.
In den düster« Wäldern von Konopischt, ftt deren traumhaft-feierlicher Stille der Erbe der Habsburger Krone Erholung
I sucht, wenn drängende Sorgen des Staats- T geschäfts ihn Wochen- und mondelang im Mär-
3er Putsch bet Royalisten.
Dom Manuel und seine Parteigänger.
(Privat-Telegramm.)
Paris, 23. Oktober.
Der ehemalige portugiesische Hauptmann Coutanho, der von der Lissaboner Regierung als einer der Haupturheber der jüngsten Bewegung bezeichnet wird, hat vor acht Tagen in Frankreich geweilt und hier mit den namhaftesten Anhänger« des Exkönigs Manuel verkehrt. Zwischen Coutanho und den an der spanisch-portugiesischen Grenze operierenden uwnarchistischen Chefs bestand und besteht noch das intimste Einverneh-
| Häuser Zusammenstürzen sah. „Nichts von Be- k lang (beteuerten die Konzettmeister offiziöser MStimmungsmache); der Generalstabschef der | Verbündeten Armee kam nach Berlin zum all- jährlich wiederkehrenden Plauderstündchen;
k zum intim-vettraulichen Gedankenaustausch mit | den Kollegen an der Spree, und er kehtt heim, | fröhlich, wie er gekommen!* Das Echo des I’ Kindermärchens klang ‘ dann ein paar Tage x später derb, schroff und ohne zimperliche Dämp- E fung zu uns vom Donauland herüber. Die fr Hofjagd in Springe brachte nach diesem f Fortissimo das seltsam ausklingende Finale: H Franz Ferdinand schied von der Springer | Pirsch, wie Schemua enttäuscht, ohne Hoff- | nung, ohne Tat-Ermunterung, ohne andre U Jagd-Trophäen als die Beute, die des Nim- t: rods Blei zur Strecke gebracht. In den Wäl- | dein von Springe war das harte Wort von I der „Ablehnung jeder Abenteuer- f Politik* gefallen, das nicht nur alle Hoff- l nung auf Deutschlands Unterstützung im (von j Franz Ferdinand geplanten) va dsngno-Spiel £ am Balkan ins Fabelreich verbannte, sondern | gleichzeitig die aufs Katastrophale gestimmte f- Balkan-Politik des Thronfolgers rücksichtslos E verurteilte. Dem Gewitter folgte drückende k Schwüle.
Zwischen die Tage von Springe und die Lr Oftober-Jagd in den Wälder« von Konopischt drängt sich eine lange Kette folgen- | schwerer, das Geschick Europens in neue Bahnen | leitender Ereignisse. Der Völkerkrieg am Bal- s tat, im ersten Att ein weltbewunderter Tri- k. vmph des auf Bulgattens Thron in Caesaren- ß Lahn versunknen Loburgers, ist mft einer Dop-
Hessens schwere Zett. Kriegselend «nd freiwillige Hilfe i« Ku» Hessen im Jahre der Dölkerschlachtr 1813,vo»
Dr. theoL Sardemannn.
Im Verlag von Pillardy & Augustin in Castes ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen (25 Pfennigs Dr. theol. Sarde mann Vorsteher a. D. des DiakoniffenhauseS zu Kaffel „KriegSnot und Opferwtlligkeit in den Tagen bei Väter, ein Rückblick auf die Pflege der Verwundeten, das Siechenelend und die freiwilligen Hilfsleistungen in den Jahren der Freiheitskriege", MU freund licher Erlaubnis des Verfassers entnehmen wir dem interestanten Merkchen die folgenden Ausführungen^ Den von Leipzig zurückweichenden Franzosen folgten die Verbündeten, voran die Blüchersche Armee, deren von dem General von Iorck geführte Division zuerst die Führung hatte. Der Marsch der französischen Hauptar-, mce ging über Freyburg an der Unstrut ins Thüringerland und von da über Vacha ins Fulda- und weiter ins Kmzigtal auf Hanau, Mainz zu. Fort und fort stießen die feindlichen Truppen zusammen, und es kam zu verlustreichen Gefechten. Die letzten größeren Gefechte fanden in der Umgegend von Eisenach statt. Für die Gegenden, durch welche sich die Heeressäulen wälzten, waren es Zeilen entsetzlichster Heimsuchungen. Zuerst wurden ste von den französischen Soldaten gebrandschatzt und ausgesogen und dann durch die der Verbündeten, der Preußen, Rusten und Oesterreicher, die durch die Not dazu getrieben, auch gewaltsam nehmen mußten, was sie zu ihrem Unterhalt bedurften. Ganz besonders waren die Kosaken als erbarmungslose Plünderer und Räuber gefürchtet. Noch schlimmer als die Requisitionen und Plünderungen aber waren die Seuchen, die von den ftanzösischen Kranken- und Verwundeten -Transporten und nicht nur von diesen, sondern von dem gesamten Heer ausgingen und das ganze Land verseuchten. Der Generalquartiermeister der Blüchersche« Armee, General von Müffling, berichtet darüber: „Ueberdies konnte es freilich nichts Unangenehmeres und Ekelhafteres geben, als der französischen Armee auf dem Fuße zu folgen. Längs der ganzen Straße lagen Leichen oder im Sterben begriffene Menschen. Die Gefangene«, die man einbrachte, trugen
den Tod a«f dem Gesicht;
kurz, man konnte nicht ohne Ekel daran denken, daß man auf derselben Stelle, vielleicht auf demselben Stroh schlafen sollte, wie diese Nervenfieber-Armee, welche «och überdies auf der Straße, die ste marschierte, die Bewohner angesteckt und alles, was an Lebensmitteln vorhan- den war, aufgezehrt hatte . . .!* Vacha wurde furchtbar mitgenommen; das Dorf Buttlar, von der französischen Nachhut angezündet, brannte ganz ab. Auf der Straße von Butt- lar bis Saalmünster gab es keine Stelle, von der aus man nicht Leichen von Menschen oder gefallene Pferde liegen sehen konnte. In Raßdorf int Kreise Hünfeld waren alle Bauernhöfe mit Leichen und krepierten Pferden und Rm- dem gefüllt. In Rückers herrschten ähnliche Zustände. Es war.sehr schwer, die Beerdigung der Leichen durchzusetzen, weil die meisten Ottsvorsteher, Straßenwärter und Lohnarbeiter typhuskrank waren. Von den Wärtern an jener Straße starb mehr als die Hälfte an dieser Seuche. Der französischen Armee war eine Kosakenabteilung von mehr als 1500 Mann vorausgeeilt. Ms die erstere in die Nähe Fuldas kam, plündetten die Kosaken die Stadt und ver. schwanden dann in den Bergen. Von den Franzosen wurde in Fulda eine Sammelstelle für ihre Kranken eingerichtet, zunächst das dortige Landkrankenhaus. Dann wurde das dottige Stadtschloß und das Schloß Fasanerie zu Lazaretten eingerichtet und hernach noch der Acker» bof und die Militärkaserne. Der Typbus war so bösattig, daß im Zeitraum von acht Tagen
im Landkrankenhaus zu Fulda der erste Arzt, drei ärztliche und drei wundärztliche Gehilfen, der Verwalter und besten Gehilfe und sechzehn Krankenwätter der Seuche erlagen. Die Straße durchs K i n z i g t a l wurde von der Hauptarmee benutzt; die Krankentransporte wurdetr über die Nebenstraße Oberkal- bach, Schwarzenfels, Neuengronau geleitet. Dort wurden in vielen Otten Unterkunftsstellcn für Transportunfähige geschaffen, die naturgemäß zu Seuchenherden für die Bewohner und ihre Umgebung wurden. Nicht wenig trug es zur Verbreitung der Kriegsseuchen bei, datz viele ärmere Bewohner der Städte und der Landbevölkerung sich an den Kleidungsstücken und sonstigen Besitztümern der Toten vergriffen und mit ihnen die Seuche in ihre Häuser trugen. Auch im Kinzigtal sah es nach jeder Richtung hin schlimm aus, vor allem in Schlüchtern und dessen Umgebung. Die Landleute flohen, wenn Truppenkörper nahten, wie in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges mit ihrem Vieh in die Wälder und brachte«
“mtl ten auf Hochwild pirschen, und der offiziöse | Draht wird uns, wenn durch den ragenden
Europa «nd der Balkan.
Neuer Konfliktstoff: Die Orientbahnen.
In der Entwicklung des österreichisch-serbischen Konflitts hat bekanntlich Frankreich eine sehr eiaenartige Haltung offenbart, die halb von Mißgunst, halb von Argwobn bestimmt war. Nun. da der Konflikt beendet, offenbart sieh, welche treibenden Kräfte in Paris am Werke waren, um die ftiedliche Verständigung zwischen Oesterreich und Serbien zu verhindern. Es war die Furcht Frankreichs vor einem Erstatten Oesterreichs am Balkan. Wir erhalten dazu folgende Draht-Meldung:
Gespensterfurcht in Paris.
(Privat - Telegrämm.)
Paris, 23. Oktober.
Das dem französischen Ministerium des Aeutzern nahestehende Echo de Paris bespricht heute abermals in einem scharf gegen Oesterreich gerichttten Leitattikel die österreichischen Forderungen an Serbien und sagt: Die österreichische Regierung gebe sich nicht mit der EttlSruna Serbiens zuftteden, Albanien zu räumen. Oesterreich wolle kontrollieren, ob das albanische Gebiet Wittlich von Serbien geräumt wurde. Diese Haltung sei nickt nur sehr mißtrauisch, sondern bedeute die Errichtung einer österreichischen Kontrolle über Serbien. Die Mächte des Dreiverbands und. Italien könnten dieses Vorgehen Oesterreichs, das gegen ihre Interessen verstoße, nicht gestatten. Aber, wenn auch diesmal ein Konflikt aus der Welt geschafft sei, so habe Oesterreich doch bereits einen neuen Konfliktstoff fix und fettig: Die Frage der Orient-Eisenbahnen. Was die österreichische Regierung ttgentlich wolle, sei: Die wittschaft- liche und militättsche Entwicklung Serbiens zu unterbinden oder hintanzuhalten, damit Oesterreich stärker und drohender gegenüber Rußland dastehe und damit auch Deutschland gegenüber Frankreich gedeckt werde und also um so drohender fei. Dadurch werde der Friede gefährdet.
Unterdessen rückt auch die Frage der Besetzung des albanischen Fürstenthrones der Verwirklichung näher. Ein Pri- vat-Telegramm aus Wien meldet uns dazu: Prinz Wilhelm zu Wied trifft anfangs nächster Woche in Wien ein. um mit dem Grasen Berchtold über die albanische Thronfrage Besprechungen zu pflegen. Der Prinz wird sodann vom Kaiser empfangen werden. Von Wien aus wird er sich nach Rom begeben, um dott Besprechungen in der gleichen Angelegenheit vorzunehmen.
links, rieten, Etage, viertes
, auch et nnf, wveN> inks. _ j
Saget» es bei \
Z, fin- ielle.
Zim-
CMerNemstkMWtkil
Casseler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
aet an
Nummer 272
Freitag, 24. Oktober 1913
Fernsprecher 951 »nd 952.
3. Jahrgang.
Fernsprecher 951 «nd 952.
®te Baff der Neueste» Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal uns ,wor abend». Der AbonnemeniSpret» beträgt monaUich 66 Pfg. bet freier Zustellung tn» Hau». Bestellungen werden jederzeit von der Geschäftsstelle oder den Boten entgegengenommen. Druckerei. Verlag und Redaktion: Schlachthofftraße 28/30. Sprechstunden der Redaktion nur von 7 bi» 8 Uhr abend«. Sprechstunden der Auskunft • Stelle: Jeden Mittwoch und Freitag dm 6 bi« 8 lldr abend» Berliner Vertretung: SW. Friedrichstr. 18, Telephon: Amt Moritzpla? 1258»
JnsertionSpreise: Die sechSgespaltene Zeile für einheimische Seschafte 15 Pfg., für au», wärtige Inserate 25 Pf. Reklamezeile für einheimische lSeschäfte 40 Pf. für auswärtige Geschäfte SO Pf. Einfache Beilagen für die Gesamtauflage werden mit 5 Mark pro Tausend berechnet. Wegen ihrer dichten Berbreitung tn der Restden, und der Umgebung sind bt« Lasteier Neuesten Nachrichten etn vorzügliche- JnsertionSorgan. «Geschäftsstelle: Kölnisch« Straße 5. Berliner Vertretung: SW. Friedrichstraße 16, Telephon: Amt Moriyplatz 12584.
8, vai- ‘ Zim-
fwnS wt sh-