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Forst das Hifthorn schallt, gewissenhast erzäh-

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scheu Kaiser stand ...!

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men. Wegen der monarchistischen Agitation ii Frankreich hat Portugal bisher keine Borstel lungen erhoben, weil keine Nachweise für ir gend welche zum Schaden der Republik borge, nommenen Schritte erbracht werden konnten

öblier- zwer Herrn.

durch eine Explosion verschüttet worden. Es sind sofort Rettungskolonnen in die Grube ab- gegange«, doch ist es zweifelhaft, ob es gelingen wird, die Verschütteten zu retten.

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zum Opfer gefallen. Vielleicht auch hören wir, - daß nach anstrengendem Waidwerk Kaiser und Erzherzog eine stille Stunde ungestörter Muße traulicher Unterhaltung widmeten, und bei die­ser Gelegenheit mancherlei Dinge, Ereignisse und Möglichkeiten erörtert wurden, die über den engern Grenzbereich des Nimrod-Interes­ses herausragen. Mehr indessen werden wir Wohl nicht erfahren, denn Das, das offiziös nicht approbierte Geschichtschreibung uns als Treignisgehalt der Tage von Konopischt votts Auge zaubern wird, fft zu offensichtlich Dich- b, tung- und Wahrheit-Mischung, als daß sich's M verlohnte, auf dieser schwankenden Basis Schlüsse und Reflexionen aufzubauen. Eins L nur darf als allem Zweifel wert entrückt dem . Laffachm-Bereich zugewiesen werden: Die Ge­wißheit, daß nicht Waidmannslust, sondern das politische Motiv der Kaiserfahrt die Tage f:- von Konopischt wichtig und bedeutsam macht, E und daß nicht die Pirsch, sondern die Politik 1 es ist, der das Rendezvous in stiller Wald-Ein- | famkeit gilt.

| , Es liegt nahe, Parallelen zu ziehen: Paval- r lelgn zwischen Springe und Konopischt.

Im Vorjahr Watts; das Kriegsspiel am Bal- : tat raste in den ersten Schlachten-Orgien; in ' der Wiener Hofburg rangen resignierte Män- ^ nerschwäche und nervös-fiebernde Jugend-Tat- K kraft um den Sieg, und durch den Blätterwald der Donau-Monarchie schrillte die dringliche L Gewissen-Mahnung am Deutschlands N i b e - [ lungentreue, die einst (in den Tagen der l bosnischen Krise) Oesterreichs kecken Handstreich | mit der Wucht schimmernder Wehr gedeckt. | Blasius Schemua, Hötzendorffs Erbe im Amt - des Generalstab-Chefs der Kaiserlich-König- r sichen Armee, hastete, verdeckt von den Schleiern p feuchter Spätherbst-Nebel, noch Berlin, konfe- r rierte stundenlang mit den Spitzen der deut- k schen Schlachten-Leitung und kehrte zur Donau I' zurück als ein Enttäuschter, als ein aus kühnsten I Hoffnungen Ernüchterter, der stolze Luftschlösser | in herbstlich-grauer Wirklichkeit wie Karten-

Laden,: immer,' t mit;

Greist der Kaiser eip?

Es ist möglich, daß der Kaiser (der in diesen Tagen eine Besprechung mit Geheimrat Rathenau gehabt hat) die Initiative ergreift, um die Bildung eines Zeppe­lin-Kuratoriums zu veranlassen. Und man kann wohl der Ansicht fein, daß sich Graf Zeppelin deswegen nicht im geringsten verletzt fühlen dürfte. Seine Luftschiffe kosten uns in­nerhalb weniger Wochen fünfundvierzig Tote und was noch schlimmer ist: Die bei­den Katastrophen haben unter den für die kriegsmäßige Führung von Luftschiffen ausge­bildeten Offizieren und Mannschaften derart aufgeräumt, daß wir geradezu in Verlegenheit wegen der Besatzung der anderen Luftschiffe ge­kommen sind. Da m u tz also etwas geschehen.

M neues Gmben-Drama?

Zweihundert Bergleute verschüttet!

R e w y o r k, 23. Ottober. (P r i v a t - T e - leg ramm.) Heute früh hier eingegangene Depeschen aus Mexiko melden: Auf der Hirschschlucht-Kohlengrube in D a w s o n (Reu. mexiko) sind zweihundert Bergleute

pel-Katastrophe besiegelt worden: Mit der Nic- Herzwingung der Türkei und der Demütigung Bulgariens. Franz Ferdinands Kalkulation Hot sich als Irrung erwiesen, würde sich viel­leicht auch als verhängnisvoller Irrtum offen­bart haben, wenn Austrias Schwert ins bal­kanische Kriegsspiel eingegriffen hätte, und die Erkenntnis dieser Tatsache ist's ge­wesen, die den im Donauland noch leise gären­den Groll gegenüber Deutschland, das im ent­scheidenden Moment (bei der Hofsagd in Springe) des Bundgenossen drängende Aben­teuerfreude dämpfte, sacht zum Schweigen brachte. Die Oktober-Operette mit dem Ulti- matum an Serbien als Schlager-Effekt war lindernder Balsam für die schmerzende Enttäu­schung-Wunde im Empfinden Franz Ferdi­nands und der am Wiener Ballhausplatz wir­kenden Schicksal-Mächte; die Austria-Presse attestiert den Männern der Berliner Wilhelm- straße, daßDeutschlands energisches Eintreten für die Interessen Oesterreichs die friedliche Lösung des österreichisch-serbischen Konflikts glücklich gefördert und dem in Paris, London und Petersburg listig sväbenden Arg­wohn unzweideutig offenbart habe, daß die Nibelungentreue noch nicht erstorbenff Tusch! In zebn Monden eine Wandlung, die vor wenig Wochen (ein paar Tage noch Leipzig) sich noch nicht ahnen ließ, und die bntm erfreuend und befreiend wirkt. Es sind lichte Herbsttage, die das fröhliche Hallali aus den Wäldern von Konopischt über's Erdrund tragen werden; lichtere Tage, als jener feuchte Nebelmorgen, da im Gehölz von Springe Franz Ferdinand von Oesterreich-Este mft düster-umwölkter Stirne vor dem Deut-

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" chenschloß Belvedere sestgehalten, wird in den . nächsten Tagen der Deutsche Kaiser als Gast des Thronfolgers der Donau-Monarchie t gemeinsam mft Sophie Choteks tatftohem Gat-

Irr Kaiser und gevvelin.

Schaffung eines Zeppelin-Kuratoriums?

(Mifteilungen von autoritativer Seite.)

Berlin, 21. Oktober.

In Leipzig soll Kaiser W i l h e l m mit dem österreichischen Thronfolger über die beiden jüngsten Zeppelin-Katastrophen ge­sprochen und dabei gesagt haben, daß letzt wohl wieder die Besserwisser hervortreten würden, um zu beweisen, daß es mit den Zeppelinluft­schiffenn i ch t s s e i*. So wußten wenigstens Wiener Blätter zu melden. Man kann hinzu­fügen, daß sie eine Falschmeldung verbrei­tet haben. Richtig ist indessen, daß der Kaiser auch durch die jüngsten Ereignisse in feinem großen Vertrauen zu der Zukunft unseres Luft- fchifswesens nicht erschüttert worden ist. Aber auf Grund authentischer Quellen kann mitge­teilt werden, daß der Kaiser die beiden jüng­sten Katastrophen zum Anlaß kritischerEr- wägungen genommen hat und daß er sich bei dieser Gelegenheit eines Vorschlags er­innert hat, der vor einigen Jahren erhoben wurde, der damals keine Billigung fand, jetzt aber erhöhte Bedeutung gewinnen dürste.

Das war ei« Vorschlag, den nach der ersten großen Zeppelinkatastrophe, die dann z« der Nationalsammlnng für den Grafe« Zeppelin führte, in einem Gespräch mit dem Kaiser Emil Rathe­ns« machte und der dann in der gesam­ten Oeffentlichkeit anf das lebhafteste diskutiert wurde. Geheimrat Rathenau hat damals vorgeschlagen, man solle dem Grafen Zeppelin die Hilfe eines Kura­toriums znr Verfügung stellen, das sich aus den besten und erfahrensten Fach­leuten aller für Luftschiffbau und Luft­schiffahrt in Frage kommenden Gebiete znsammensetze. Dieser Vorschlag Ist da­mals heftig abgelehnt worden. Man bezeichnete das Kuratorium als eine Art Kontrollkommission und meinte, daß eine solche für den greise» Grafen Zeppelin direkt beleidigend sein müsse.

Heute, nachdem wir mit den Zeppelinschiffen schon so viel erlebt haben, Wird man über den Vorschlag Geheimrat Rathenaus anders den­ken. Denn es ist in Fachkreism kein Geheimnis mehr, und es kann der Oeffentlichkeit nicht län­ger vorenthalten werden, daß die jüngste Explosion lediglich die Folge eines bedenllichen Konstruktions-Fehlers ist. Wenn der Brand in der Maschinengondel entstand, so war ein Unglück auf keinen Fall zu verhüten, da sich dirett über der Gondel das zweitausend Liter fassende Benzintank befand. Es ist ein Elementargrundsatz, daß Motor und Tank tun­lichst voneinander entfernt werden müssen, und über diese Forderung hat man sich bei der Konstruttion desL IT* offenbar allzu optimi­stisch hinweggesetzt. Die Bildung von Knallgas zu vermeiden, wäre sehr leicht gewesen. Daß dem Luftschiffbau Zeppelin solche Fehler unter­laufen sind, das beweist also zumindest, daß ir­gendwie Mängel bestehen müssen.

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- Jagd besuch des Kaisers in Konopischt; Kaiser $ Wilhelm, Franz Ferdinand, Franz Joseph.

®te Wiener «presse, allen voran die dem Erzherzog Thronfolger nahestehende Wiener ^ReichSpost--, degriistt an leitender Stelle bett am Donnerstag in Konopischt eintresfenden Deutschen Kaiser in antzerordentlich shmpatifcher Weise und vertritt die Ansicht, datz bei diesem Besuch autzer über Weidmann«- angelegenheiten auch über sehr ernste poli­tische Angelegenheiten gesprochen werden wird.

In den düster« Wäldern von Kono­pischt, ftt deren traumhaft-feierlicher Stille der Erbe der Habsburger Krone Erholung

I sucht, wenn drängende Sorgen des Staats- T geschäfts ihn Wochen- und mondelang im Mär-

3er Putsch bet Royalisten.

Dom Manuel und seine Parteigänger.

(Privat-Telegramm.)

Paris, 23. Oktober.

Der ehemalige portugiesische Hauptmann Coutanho, der von der Lissaboner Regie­rung als einer der Haupturheber der jüngsten Bewegung bezeichnet wird, hat vor acht Tagen in Frankreich geweilt und hier mit den nam­haftesten Anhänger« des Exkönigs Manuel verkehrt. Zwischen Coutanho und den an der spanisch-portugiesischen Grenze operierenden uwnarchistischen Chefs bestand und besteht noch das intimste Einverneh-

| Häuser Zusammenstürzen sah.Nichts von Be- k lang (beteuerten die Konzettmeister offiziöser MStimmungsmache); der Generalstabschef der | Verbündeten Armee kam nach Berlin zum all- jährlich wiederkehrenden Plauderstündchen;

k zum intim-vettraulichen Gedankenaustausch mit | den Kollegen an der Spree, und er kehtt heim, | fröhlich, wie er gekommen!* Das Echo des I Kindermärchens klang dann ein paar Tage x später derb, schroff und ohne zimperliche Dämp- E fung zu uns vom Donauland herüber. Die fr Hofjagd in Springe brachte nach diesem f Fortissimo das seltsam ausklingende Finale: H Franz Ferdinand schied von der Springer | Pirsch, wie Schemua enttäuscht, ohne Hoff- | nung, ohne Tat-Ermunterung, ohne andre U Jagd-Trophäen als die Beute, die des Nim- t: rods Blei zur Strecke gebracht. In den Wäl- | dein von Springe war das harte Wort von I derAblehnung jeder Abenteuer- f Politik* gefallen, das nicht nur alle Hoff- l nung auf Deutschlands Unterstützung im (von j Franz Ferdinand geplanten) va dsngno-Spiel £ am Balkan ins Fabelreich verbannte, sondern | gleichzeitig die aufs Katastrophale gestimmte f- Balkan-Politik des Thronfolgers rücksichtslos E verurteilte. Dem Gewitter folgte drückende k Schwüle.

Zwischen die Tage von Springe und die Lr Oftober-Jagd in den Wälder« von Kono­pischt drängt sich eine lange Kette folgen- | schwerer, das Geschick Europens in neue Bahnen | leitender Ereignisse. Der Völkerkrieg am Bal- s tat, im ersten Att ein weltbewunderter Tri- k. vmph des auf Bulgattens Thron in Caesaren- ß Lahn versunknen Loburgers, ist mft einer Dop-

Hessens schwere Zett. Kriegselend «nd freiwillige Hilfe i« Ku» Hessen im Jahre der Dölkerschlachtr 1813,vo»

Dr. theoL Sardemannn.

Im Verlag von Pillardy & Augustin in Castes ist soeben erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen (25 Pfennigs Dr. theol. Sarde mann Vorsteher a. D. des DiakoniffenhauseS zu Kaffel KriegSnot und Opferwtlligkeit in den Tagen bei Väter, ein Rückblick auf die Pflege der Verwundeten, das Siechenelend und die freiwilligen Hilfsleistungen in den Jahren der Freiheitskriege", MU freund licher Erlaubnis des Verfassers entnehmen wir dem interestanten Merkchen die folgenden Ausführungen^ Den von Leipzig zurückweichenden Fran­zosen folgten die Verbündeten, voran die Blüchersche Armee, deren von dem General von Iorck geführte Division zuerst die Führung hatte. Der Marsch der französischen Hauptar-, mce ging über Freyburg an der Unstrut ins Thüringerland und von da über Vacha ins Fulda- und weiter ins Kmzigtal auf Hanau, Mainz zu. Fort und fort stießen die feindli­chen Truppen zusammen, und es kam zu ver­lustreichen Gefechten. Die letzten größeren Ge­fechte fanden in der Umgegend von Eisenach statt. Für die Gegenden, durch welche sich die Heeressäulen wälzten, waren es Zeilen ent­setzlichster Heimsuchungen. Zuerst wurden ste von den französischen Soldaten gebrandschatzt und ausgesogen und dann durch die der Ver­bündeten, der Preußen, Rusten und Oesterrei­cher, die durch die Not dazu getrieben, auch ge­waltsam nehmen mußten, was sie zu ihrem Un­terhalt bedurften. Ganz besonders waren die Kosaken als erbarmungslose Plünderer und Räuber gefürchtet. Noch schlimmer als die Re­quisitionen und Plünderungen aber waren die Seuchen, die von den ftanzösischen Kranken- und Verwundeten -Transporten und nicht nur von diesen, sondern von dem gesamten Heer ausgingen und das ganze Land verseuchten. Der Generalquartiermeister der Blüchersche« Armee, General von Müffling, berichtet dar­über:Ueberdies konnte es freilich nichts Un­angenehmeres und Ekelhafteres geben, als der französischen Armee auf dem Fuße zu folgen. Längs der ganzen Straße lagen Leichen oder im Sterben begriffene Menschen. Die Gefan­gene«, die man einbrachte, trugen

den Tod a«f dem Gesicht;

kurz, man konnte nicht ohne Ekel daran denken, daß man auf derselben Stelle, vielleicht auf demselben Stroh schlafen sollte, wie diese Ner­venfieber-Armee, welche «och überdies auf der Straße, die ste marschierte, die Bewohner ange­steckt und alles, was an Lebensmitteln vorhan- den war, aufgezehrt hatte . . .!* Vacha wurde furchtbar mitgenommen; das Dorf Buttlar, von der französischen Nachhut angezündet, brannte ganz ab. Auf der Straße von Butt- lar bis Saalmünster gab es keine Stelle, von der aus man nicht Leichen von Menschen oder gefallene Pferde liegen sehen konnte. In Raß­dorf int Kreise Hünfeld waren alle Bauernhöfe mit Leichen und krepierten Pferden und Rm- dem gefüllt. In Rückers herrschten ähnliche Zustände. Es war.sehr schwer, die Beerdigung der Leichen durchzusetzen, weil die meisten Ottsvorsteher, Straßenwärter und Lohnarbeiter typhuskrank waren. Von den Wärtern an jener Straße starb mehr als die Hälfte an dieser Seu­che. Der französischen Armee war eine Kosaken­abteilung von mehr als 1500 Mann vorausge­eilt. Ms die erstere in die Nähe Fuldas kam, plündetten die Kosaken die Stadt und ver. schwanden dann in den Bergen. Von den Fran­zosen wurde in Fulda eine Sammelstelle für ihre Kranken eingerichtet, zunächst das dortige Landkrankenhaus. Dann wurde das dottige Stadtschloß und das Schloß Fasanerie zu Laza­retten eingerichtet und hernach noch der Acker» bof und die Militärkaserne. Der Typbus war so bösattig, daß im Zeitraum von acht Tagen

im Landkrankenhaus zu Fulda der erste Arzt, drei ärztliche und drei wundärzt­liche Gehilfen, der Verwalter und besten Gehil­fe und sechzehn Krankenwätter der Seuche er­lagen. Die Straße durchs K i n z i g t a l wurde von der Hauptarmee benutzt; die Krankentrans­porte wurdetr über die Nebenstraße Oberkal- bach, Schwarzenfels, Neuengronau geleitet. Dort wurden in vielen Otten Unterkunftsstellcn für Transportunfähige geschaffen, die natur­gemäß zu Seuchenherden für die Bewohner und ihre Umgebung wurden. Nicht wenig trug es zur Verbreitung der Kriegsseuchen bei, datz viele ärmere Bewohner der Städte und der Landbevölkerung sich an den Kleidungsstücken und sonstigen Besitztümern der Toten vergrif­fen und mit ihnen die Seuche in ihre Häuser trugen. Auch im Kinzigtal sah es nach jeder Richtung hin schlimm aus, vor allem in Schlüchtern und dessen Umgebung. Die Landleute flohen, wenn Truppenkörper nahten, wie in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges mit ihrem Vieh in die Wälder und brachte«

mtl ten auf Hochwild pirschen, und der offiziöse | Draht wird uns, wenn durch den ragenden

Europa «nd der Balkan.

Neuer Konfliktstoff: Die Orientbahnen.

In der Entwicklung des österreichisch-serbi­schen Konflitts hat bekanntlich Frankreich eine sehr eiaenartige Haltung offenbart, die halb von Mißgunst, halb von Argwobn be­stimmt war. Nun. da der Konflikt beendet, of­fenbart sieh, welche treibenden Kräfte in Pa­ris am Werke waren, um die ftiedliche Ver­ständigung zwischen Oesterreich und Serbien zu verhindern. Es war die Furcht Frankreichs vor einem Erstatten Oesterreichs am Balkan. Wir erhalten dazu folgende Draht-Meldung:

Gespensterfurcht in Paris.

(Privat - Telegrämm.)

Paris, 23. Oktober.

Das dem französischen Ministerium des Aeutzern nahestehende Echo de Paris bespricht heute abermals in einem scharf gegen Oesterreich gerichttten Leitattikel die österreichischen Forderungen an Serbien und sagt: Die österreichische Regierung gebe sich nicht mit der EttlSruna Serbiens zuftteden, Albanien zu räumen. Oesterreich wolle kon­trollieren, ob das albanische Gebiet Wittlich von Serbien geräumt wurde. Diese Haltung sei nickt nur sehr mißtrauisch, son­dern bedeute die Errichtung einer österreichi­schen Kontrolle über Serbien. Die Mächte des Dreiverbands und. Italien könnten dieses Vorgehen Oesterreichs, das gegen ihre Inter­essen verstoße, nicht gestatten. Aber, wenn auch diesmal ein Konflikt aus der Welt geschafft sei, so habe Oesterreich doch be­reits einen neuen Konfliktstoff fix und fettig: Die Frage der Orient-Ei­senbahnen. Was die österreichische Re­gierung ttgentlich wolle, sei: Die wittschaft- liche und militättsche Entwicklung Serbiens zu unterbinden oder hintanzuhalten, damit Oesterreich stärker und drohender gegen­über Rußland dastehe und damit auch Deutschland gegenüber Frank­reich gedeckt werde und also um so drohen­der fei. Dadurch werde der Friede gefährdet.

Unterdessen rückt auch die Frage der Be­setzung des albanischen Fürstenthro­nes der Verwirklichung näher. Ein Pri- vat-Telegramm aus Wien meldet uns dazu: Prinz Wilhelm zu Wied trifft an­fangs nächster Woche in Wien ein. um mit dem Grasen Berchtold über die albanische Thronfrage Besprechungen zu pflegen. Der Prinz wird sodann vom Kaiser emp­fangen werden. Von Wien aus wird er sich nach Rom begeben, um dott Besprechungen in der gleichen Angelegenheit vorzunehmen.

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Casseler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

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Nummer 272

Freitag, 24. Oktober 1913

Fernsprecher 951 »nd 952.

3. Jahrgang.

Fernsprecher 951 «nd 952.

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