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...für immer!
worden
Die Literatur in Caffel.
Hundert Jahre literarisches Leben in Caffel, von Valentin Traudt.
r'lriiarTL; Casseler Sunstleben stand einst auf ■6S sehr hoher Stufe. Die hessische Residenz war » als Pfleqerin der Musst, als eine Stätte m großartiger Kunstsammlungen, guter Bau- =3 imb Gartenkunst weit über Deutschland hinaus bekannt. 2Tan braucht nur an die Zeiten der Ma- lersamilie Tischbein, an Johann August Naht, an Du Ry zu erinnern, weiter daran, daß einst Kurfürst Wilhelm II jährlich über 50 000 Taler zur Hebung des Theaters aufwandte und zu seiner Zeit erste Größen, wie
dingten Anlagen durchzuführen, sowie M« mancherlei Schwierigkeiten bei der sich vorbereitenden Eingemeindung Wehlheidens zu überwinden. Leider konnte er nur etwa fünf Jahre die städtischen Geschäfte führen, da ihn ein schweres Nervenleiden befiel und ihn zwang, sein Amt vorzeitig niederzulegen. Im besten Mannesalter starb er am 4. Juli 1903 zu Godesberg am Rhein und wurde in Stuttgart begraben.
Das durch Westerburgs Krankhett verwaiste Amt wurde längere Zett von den Beigeordneten verwaltet, bis die städttsche Verwaltung im Juli 1900 in August Müller (geboren 12. Februar 1856 zu Dortmund) ein neues Haupt erhielt, das zwölf Jahre lang die Geschicke der Stadt leitete. Dessen Nachfolger Ernst Scholz aus Wiesbaden (geboren am 3. Mai 1874), hatte die kürzeste Amtstätigkeit aller Casseler Oberbürgermeister. Sie bauerte wenig über ein Fahr. Hoffen wir, daß sein in diesen Tagen erwählter Nachfolger ErichFriedrichLudwigKochaus Bremerhaven (geboren am 26. Februar 1875) festeren Fuß in Cassel faßt und die auf ihn gesetzten Hoffnungen erfüllt zum Segen unserer alten Stadt und ihrer Bürgerschaft!
Der namhafteste Gegenspieler in dieser Zett ist wieder Hassenpflug, der das Ministerium am 22. Februar 1850 aus Eberhards Händen übernahm und der direkte Anlaß zu den beiden Steuerverweigerungen ward. Seine rechte Hand in dieser Periode war der nach Cassel berufene Gymnasialdirettor A. F. C. Vilmar, der Literarhistoriker und Theologe, der das Kultusreferat nn Ministerium des Innern hatte, tatsächlich aber neben Hassenpflug ost die treibende Kraft war. Schon emmat, während des „langen Landtags" und dann als Dezernent für Unterrichtswesen im Ministerium brS 1833 war er in Cassel gewesen, seine hervorragende Stellung aber gewann er in der Konfliktszeit, und es ist ein interessanter ?)ua, daß auch er die Ursache war für das Ende des Ministeriums Hassenpflug, wie vor der Aufnahme der Verhandlungen mit diesem der Kurfürst mit Vilmar bett. Uebernahme des Ministeriums schon verhandelt. Das Regierungsorgan in dieser Zett war bte „Kasseler Zerrung", redigiert von Dr. Pinhas, ein herzlich unbedeutendes Papier, wie das alle offizielle Zeitungen ja zu sein pflegen.
Sehr lehrreich sind im allgemeinen die Kämpfe, die die Jabre 1848 bis 1850 durchziehen, denn hier fpiclen sich in kleinem Rahmen oft Dinge ab, die zum Angelpunkte deutscher Politik wurden. Es sei nur an bte nach Olmüt! führenden Erscheinungen gedacht, die zum ntcht geringen Teile ihren Ursprung in der Casseler Stande- kammer nahmen. Mit Beginn der sechziger Jahre ward das politische Leben in Caffel auch wieder reger, nur daß die kurfürstlichen Ministerien keine solche überragenden Köpfe tote einst Hassenpflug und Vilmar aufzutoetsen hatten. Dafür waren die Liberalen wieder sehr erstarkt, während die Demokratie sich noch nicht erholt hatte und der Adel eigentlich nur einen bederttenden Vertreter entsandte: Otto vonTrott. Die Demokraten hatten ihren besten Vettreter in dem früheren Herausgeber des Fuldaer „Wacht auf!", Adam Trabert, dem Abgeordneten für Hanau, während die Liberalen neben den alten Männern noch viele neue Persönlichkeiten aufzu- weisen hatten, wie den Oberfinanzrat Zuschlag, die Rechtsanwälte Hupfeld und Carl Oetker, bamt ben Pfarrer Dr. Falckenhainer, das enfant terrible der Partei, und den Affeffor Jung ermann. Dieser letztere hat sich vor allem dadurch unsterbltch gemacht, daß er einen Antrag einbrachte, der nichts mehr und nichts weniger bezweckte, als den Kurfürsten für irrstnntg zu erklären, welch liebevolles Beginnen aber auf einen Wink von Berlin her unterblieb.
Durch das Verhalten der liberalen Opposition in der Kammer wurden auch die Debatten der Jahre 1862 bis 1866 nicht freundlicher, ja, mit einer gewissen Geflis- sentlichkeit ward der Konflittsstoff immer wieder heran- gebolt, es sei da nur an die Behandlung des Oberappellationsgerichtsgesetzes erinnert — wer Näheres nachlesen will, mag dies in dem 1867 erschienenen Buche: „Die Totengräber des kurheffischen Landesrechtes" tun — und nur eine ersprießliche Arbeit ward geleistet; im Jahre 1865 ward der Beschluß gefaßt, bis zum Jahre 1869 sämtliche, durch den Eisenbahnbau entstandenen Staatsschulden zu tilgen und danach auf die Erhebung weiterer direkter Staatssteuern zu verzichten. Es ist auch eine Folge der 1866er Ereignisse, daß dieser Beschluß nicht zur Durchführung kam. Was in den Jahren 1849/50 zum ersten Male drohte und von den Demokraten mtt scharfem Blick als kommend erkannt war, die Annexion durch Preußen, bereitete sich vor. Gut war von Berlin aus im Lande vorgearbeitet, und fo kam es, daß, Während drohend die feindlichen Truppen an der Grenze standen, die Liberalen der Kammer Demobilisierung der kur- hessischen Armeediviston verlangten. . Scharf ward dieser Beschluß durch die oben genannten O. von Trott und Adam Trabert bekämpft, bann erfolgte eine Vertagung
Landgraf Philipp der Großmütige.
gegen ihn geführt ward, der auf Denunziation eines früheren Freundes beruhte, des Apothekers Döring, und feine erstinstanzliche Verurteilung Wird noch heute als eine Verfolgung des Verfassungsmannes dargestellt. Anders aber toub das Bild, wenn man daneben dte Darstellung betrachtet, tote sie einer seiner Komplizen, ein unantastbarer Ehrenmann, Dr. Eichelberg, spater niedergelegt: Jordan war beteiligt an dm Vorberei- tttngen zum „Frankfurter Attentat" und Mitglied und Mitwisser um die republikanischen Umtriebe, die sich unter anbernt auch im Prozeß Weidig zu Anklage und Urteil tocibidrtet'cn. D<lzu ist -kuch Jordans (^Efctrcitter xneyt von blendender Sauberkeit.
Dem kurzen Rausch der ersten, namentlich des „langen" Landtags, folgte eine neue Periode der Reaktion, die allerdings nettoenbig war, um bte ins Stocken geratenen Staats geschäste ä jour zu bringen, und das beste Werk jener Tage, das auch Hans Dantel Ludwig Fttedttch Hassenpflugs (des jüngeren) erstes Mmi- fterium zum Urheber hat und ihm den Ruf emes hervorragenden Vertoaltungsbeamten 1>chert, tst dte Gemeindeordnung von 1834, die im >?ahre 1895 erst durch die derzeitig gültige preußische „verbosert ward. In dieser und der folgenden Zeit stockte eigentlich alles politische Volksleben, und nur als Unterton einzelner literarischer Erscheinungen, tote in F ran z D tnge l- städts „Salon", lebten die Ideen der Volkssrethett, dte später als liberal oder demokratisch sich ausbretteten. Anders ward es mit dem Fahre 1848. An die Spitze des Märzministeriums trat der Hanauer Oberbürgermeister Eberhard, sein Landtagskommiffar, der mtt ihm dem Ministerium den Namen gegeben, war der Scbamnburger Wippermann. F r te drich Ort k er und Adam Pfaff gaben das Hauptorgan der Liberalen, die „Neue Hessische Zettung", heraus, und der jüdische Literat Salomon Hahndorf, der einzige Israelit, der je in der kurhessischen Ständeversammlung gesessen, die „Freie Presse". Der populärste Mann der Konstitutionellen" war der Obergettchtsantoalt Henkel, „der Henkel", wie er sich selbst zu bezeichnen liebte, und außer diesen gehören noch zu den Patteigroßen der Posthalter Nebelthau, der Diplomat der Patter, und Schwarzenberg, Obergerichisantoalt und Vorsitzender des „Permanenten Ausschusses" während der Konflittszett im Jahre 1850.
Im demokratischen Lager sind in erster Linie zu nennen die beiden Redakteure der „Hornisse", Dr. Kellner und H Heise, die vom August 1848 bis zum 21. Dezember 1850 'ihr BlM mit viel Geist, einem unversieglichcn Humor und vernichtender Schärfe Herausgaben: Das beste Blatt der damals reichen demokratischen Zeitschriften-Literatur. Ganz ihr Gegenteil, obwohl auch Demokrat, war der Professor am Casseler Polytechnikum, Karl Georg Winkelblech, dessen tiefdurchdachtes Lebenswett: „Die Organisatin der Arbeit", leider nicht vollendtt tft (was vorhanden «ft- erschien in vier Bänden unter dem Pseudonym Karl,Marlo). Dann wäre noch zu nennen der Realschul-Direktor Dr. Heinttch Gräfe, ein sehr gemäßigter Demokrat, der oft auch zu den Konstittitionellen hinneigte, und bann der Präsident des kurzen Landtags vom 23. August bis 2 September 1850. der infolge der zweiten Steuerver- wttaerung aufgelöst ward. Nur für diese kurze Periode <1848 bis 1850) kann Bavrhoffer in Cassel erwähnt werden, denn sein Wohnsitz war Marburg, und ausschließlich als parlamentarischer Führer der Denwkraten hat er in Caffel gewirkt.
Denn ohne Kriegserklärung besetzten Preußische Truppen das Land, das sich nicht, wie immer gelogen wird, am Bundestage für ben österreichischen, sondern für den vermittelnden bayrischen Antrag, der auch angenommen ward, erklärt hatte. Der Kurfürst ward auf Wilhelmshöhe, wo er geblieben war, gefangen und in das choleraverseuchte Stettin abgeführt, um von dort später nach Prag zu gehen, wo er auch am 6. Januar 1875 starb. Der Landtagsprästdent Nebelthau hatte nichts Eiligeres zu tun, als dem einrückenden preußischen General Beyer „die Bruderhand" zu dttickeu, und noch ehe der Kurfürst die (bedingte) Eidesentbindung ausgesprochen, fanden sich schon dreizehn Mitglieder der Liberalen, die trotz des geschworenen Ständeeides die Annexion verlangten. Die Geschichte hat sie als die „Totengräber des'kurheffischen Landesrechtes" gebrandmartt, ihre Namen waren: Nebelthau, Harnier, Henkel, Braun, Hupfeld, Weigel, C. Oetker, Zuschlag, Denhard, Wippermann, Wiegand, von Bischoffshansen und Dörr! Die Annexion kam,' mit ihr das Diktaturjahr 1867, und ein selbständiges Leben Kurhessens und in Cassel war vernichtet.
So rief der obengenannte Trabert zusammen mit I. Plaut die Hessische Volkszeitung ins Leben, welche den demokratischen Gedanken mit dem der Selbständigkeit Kurhessens vertrat, im Jahre 1870 aber unter, brückt warb. Oetker der Heitere, der Herausgeber der „Morgenzeitung", des Organs der landstandischen Opposition,'war durch das Vorgehen Preußens, das weit über seine Ideen hinausfchoß, bitter enttäuscht, und wenn er auch nicht offen gegen die Annexion kämpfte, so war doch sein Lebensmut gebrochen und er mit seinen Freunden "still sehr still geworden. In die Vertretung Hessens tm preußischen Abgeordnetenhause wie in den Vertretern der Reichstagswahlkreise drängten sich l^dsremde Elemente ein- eine der letzten Säulen des Nationalliberalismus in Cassel, des bei seiner Untreue immerhin bodenständigen, war der Reichstagsabgeordnete Santtats- rat Endemann. Auch der konservativ-antisemitische Vertreter Cassels im Reichstag (1893 bis 1898), Hüpeden, war gleich seinem Mandatsvorbesitzer 1890 bis 91), Dr. Weyrauch, ein geborener Kurhesse, ebenso Hüpedens sozialdemokratischer Gegenkandidat Pfankuch, ein Cassela- ner Aber ein politisches Eigenleben ist in Cassel mit bem Untergang des Kurstaates zu Grabe getragen
vom Fenster des roten Palais der auf dem Friedrlchs- platz versammelten Menge durch Schwenken semes Taschentuches das Zeichen der erteilten Zusage.
Die Ausarbeitung lag namentlich dem Marburger Staatsrechtslehrer S Y l v e st e r Iordan ob, der denn auch die liberalste Verfassung Europas, die knrheiilche vom 5. Januar 1831, zusammenstellte. Die liberale Geschichtsschreibung hat in ihm ihren Märtyrer zu zehen geglaubt, als Ende der dreißiger Fahre em Prozeß
Cassel «nd die Politik.
Politisches Leben und politische Persönlichkeiten, von Heinrich Velsbach.
Wohl Ivar fte schön, die alte Zeit, Obwohl ihr klein sie nennt. Da noch gewogt der Geisterstrett Im Hessenparlamentl
Ho fingf einer Jener, die mit im Vorderstreite aeftanben, der. Letzte der kurhessischen Landstände, Adam Trabert. Und wahrlich, es ist ein reichbewegtes Bild, das sich da vor uns auftut, zu reich, um in diesem knappen Rahmen ausführlich behandelt zu werden. Füglich darf hierbei mit bet Zeit nach ben Frothetrs- friegen begonnen werden, denn die letzten drei >;ahre der Landgrasschaft, 1800 bis 1803, ebenso wie dre ersten drei der Stuitoürbe (bis 1806) gehören noch völlig m die Zeit des aufgeklärten Absolutismus, die zwar keineswegs arm an Staatsmännern gewesen, in der aber von einem politischen Leben mangels aktiver Teilnahme des Volkes nicht gesprochen werden kann. Die bestehenden Landstände waten eben nur mehr Vertretungen ihres Standes, ein Gegengewicht zum Schutze einzelner Stan- desintereffen. Auch die Fremdherrschaft 1806 bis>1813 und die Kriegszeiten bis 1815 ließen kein Politisches Leben zu, denn viel eher waren die Ausstände als militärische Unternehmungen anzusptechen, und die „Stillen im Lande", die die Treue hielten, kannten cfleichfalls nichts, was wie politisches L e b e n aussehen konnte. Dazu kam noch das fremde, ftanzoiische Element, das nun mit dem Hofe und dem Militär oder der Regierung zusammenhing, und gleichfalls keine anderen Interessen mitbrachste.
Aber durch die Einflüsse der französischen-Revolution, die Seiten der Fremdherrschaft und die Frethetts- betoegung war das Volk seiner selbst bewußt geworden und das Land, das am. 1. November 1806 der Kurfürst verlassen, war nicht mehr dasselbe, als er es am 21. November 1813 wieder betrat. Die Fürsten muffen überhaupt bei unserer heutigen Betrachtung vorangestellt werden denn ihr Charakter ist es, der sich noch besonders der letzten Periode des Kursiaates aufpragt und auch die Kämpfe hervorrief, die sie durchzogen. Der Kurfürst Wilhelm der Erste war so ganz ein Kind der alten Zett, und konnte die Wandlung nicht mehr begreifen, bte sich vollzogen; neben feinem starr am Alten Hangenden Sinne brachte er aber auch ein Pflichtgesuhl mit, das ihn sein sürstliches Amt unbedingt ausfüllen ließ. Und dieser Geist übertrug sich namentlich auf seinen Enkel, den Kurfürsten Friedrich Wilhelm den Ersten der sich allerdings, ober gerade aus diesem Pflichtgefühl heraus, bemühte, seiner Zeit gerecht zu werden, und, da er wußte, daß sie nicht mit seiner Ideenwelt uberetnftumne, peinlich genau die Formen des Versassungslebens ein- hielt. Das gab mancher seiner Maßregeln den Schem der Inkonsequenz, der Halbheit; an der kriti,chsten Stelle seines Lebens aber, in ben - Smnmertagen 1866, ließ ihn auch dies starre Pflichtgefühl (wenn auch als Besiegten und Entthronten, aber unbefleckt) durch bte ganze schlimme Zeit hinburchgehen. Und im Leide der Verbannung hat auch die schärfste Selbstkritik er sich nicht erspart.
Anders als mit diesen beiden Fürsten stand es mit des letzteren Vater, dem Kurfürsten Wilhelm dem Zweiten dessen unglückliche häusliche Verhältnisse, tote auch seine ganze Charakierveranlagung ihm eine rein negative Bedeutung zuschieben, denn die Erteilung der Verfassung war mehr seiner Schwäche abgepreßt, als ein Werk' seiner politischen Einsicht; auch hat er den Kampf, der zu kommen drohte, nicht ausgenommen, sondern alsbald die Regierung seinem Sohne als Mtt- regenten übertragen. Will man die damalige Zett Erstehen, so muß man stets sich vor Augen halten, daß der scharfe Schnitt, der infolge der Franzosenzett bte Geschichte Hessens durchzieht, viel dazu beigetragen, daß der Geist des alten Hessen, tote ihn die Fürsten besonders verkörperten, fremd dem neuen Geiste gegenüberstand; aber s o auch verlangen die Fürsten, daß man ihnen gerecht wird! Langsam erwachte das politische Leben zu bewußter Betätigung, und der Landtag von 1815, den Kurfürst Wilhelm der Erste berufen, verlangte ein finanzielles Kontrollrecht, und dies, tote auch bte übrigen sehr gemäßigten Forderungen lteß schon bte Arbeit resultatlos verlausen.
Der Minister Kurfürst Wilhelms des Ersten, Haffen- pfluq der «eitere, war noch ganz ein Mann der alten Schule, und ihm traten zuerst gegenüber von hervorstechenden Personen der Freiherr Fttedrich Ludwig von Berlepsch, der die Wünsche der Stände ht einer kleinen Schrift Husam menst elfte, und Sigm. P. Martin, der ebenfalls in einer kleinen Schrift die damaligen Ideen zum Ausdruck brachte. Ueberatt zitterte noch der Freiheitskampf nach, aber schon bald sollte die Bewegung unterbrochen werden. Die Versuche, den -stänben ent Budaetrecht zu erringen, scheiterten, und der Tod Wilhelms des Ersten unterbrach dte Ver;uche völlig. Wilhelms des Zweiten Regierung entfachte den Kamps neu, auf einem anderen Gebiete, denn nun kehrte sich der Stoß namentlich gegen die Einmischung der Graftn Reichenbach in die Staatsgeschäste, und der Drohbrtef- prozeß, fotoie die von Frankreich heruber;pritzenden Wellen der Juli-Revolution und die Kämpfe um das Zollweseit verstärkten die Kampsstimmung. Da war cs namentlich der Oberbürgermeister von Cassel, Schom- bürg, der in gemäßigter Weise diese Ideen zusammen- faßte, bis dann die Deputation vom 14. September 1830 b*.e Erteilung einer Verfassung erreichte. Das Bild, das diese Szene darstellt, if ja wohl bekamst genug. Der S'üfcrmeifter He-bold, die Seele dieser Deputation, gab