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Hessische Abendzeitung
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Nummer 193.
Fernsprecher 951 und 952.
Donnerstag, 24. Juli 1913.
Fernsprecher 951 und 952.
3. Jahrgang.
Adrianopel gefallen!
a
Kriegsgelder für die Türkei?
F. H.
kan grausam übcrdröhnen ...!
rurtfl und die restlichen 600 000 nach einem Mo nat gezahlt werden.
habt, den Malifforen einen englischen Soutier« neur zu geben; diese haben aber erklärt, daß sie nur einen Gouverneur anerkennen würden, der von den Dreibundmächten bestellt würde. Man hofft hier, daß die Friedenspräliminarien von kurzer Dauer fein werden, da die Bedingungen der Verbündeten im allgemeinen schon eßt bekannt sind. Insbesondere sind die serbischen Forderungen derart, daß sie von Bulgarien ohne Zögern angenommen werden dürsten.
Mißklänge im Mächte-Konzert?
Wien, 23. Juli. (Priva 1 telegramm.) Wie aus albanischen Kreisen verlautet, machen sich bereits jetzt die ersten Meinungsverschiedenheiten unter den Großmächten in Albanien bemerkbar. Ter englische Admiral Cecil Burnev haj die Absicht ae-
Die Kämpfe dauern fort!
(Privat-Tel eg ramm.) Belgrad, 23. Juli.
Am Montag und gestern kam eS fast auf l l e n Fronten zu Kämpfen. Gestern abend
Konstantinopel, 23. Juli. (Privat-Te- leg ramm.) Ein vorläufiges Uebereinkom- men, das die Tabakregie verlängern soll, wurde gestern unterzeichnet. Auf Grund Vertrages werden der ottomanischen Reg.erunq anderthalb Millionen türkische Pfund, etwa dreißig Millionen Mark, vorgesticckt. 300 000 türkische Pfund sollen heute, 600 000 Pfund nach erfolgter Ratifizie-
Envor Bey's Einzug in Adrianopel; Adrianopel und Kirk-Kiliffe in den Händen der Türke«; offizielle türkische Kriegserklärung an Bulgarien; türkischer Befehl znm Einmarsch in Bulgarien; die Kämpfe am Balkan danern an; die Friedensverhandlungen.
Der Vormarsch der Türken.
(Prtvat-Telegramm.)
Wien, 23. Juli.
In diplomatischen Kreisen wird erllärt, niemand könne heute sagen, welche Folgen der Bormarsch der Türken in Thrazien haben werde. Nach den ErNärungen von Asquith sei nicht anzunehmen, daß die Türken in Adrianopel bleiben werden. Aber im allgemeinen verhalten sich die Großmächte sehr reserviert. Jede wartet ab, was die andere tun wird. Man bezweifelt auch, daß Rußland einschreiten werde. Wie sich die Ballanstaaten gegenüber der Türkei verhalten werden, weiß man auch nicht. Vor einiger Zeit wurden bekanntlich serbische und griechische Delegierte ernannt und nach Konstantinopel entsandt, die (tote es heißt) mit l)er Türkei über einen Anschluß an Serbien und Griechenland verhandeln sollten.
Adrianopel wieder türkisch?
(P riv a t - T el e gramm.) Konstantinopel, 23. Juli.
Die ersten Unterhändler Griechenlands und Serbiens, Dragumis und Pawlowitsch, äußerten sich durchaus befriedigt über ihre Verhandlungen mit der Pforte. Griechenland und Serbien haben der Türkei die geforderte Maritzagrenze und Adrianopel zugestanden. Der griechische Unterhändler, der Direktor des Ministeriums des Aeußern, Levitis, erklärte gestern einem Vertreter des Osmanischen Lloyds, die Griechen wünschten, daß die Türkei Adrianopel behalte. Dragumis erklärte, Griechenland fordere nicht die Autonomie Thraziens, Griechenland würde lieber die Türken als die Bulgaren in den benachbarten Landen sehen. Die Frage der griechische« Inseln und der Kriegsentschädigung bleibe den Mächten Vorbehalten.
don nur Bismarcks. Metternichs und Talley- rands säßen: Diesen Impuls osmanischer National-Ermannung würden sie nicht zu dämpfen vermögen!
Schon die orientalisch-verschnörkelte Antwort des Grotzwesirs auf die gemeinsamen Vorstellungen der Großmächte-Botschaster bei der Pforte war von diesem Geist wacher Erkenntnis bestimmt, deutete klar und bestimmt den Entschluß der Türken an, n i ch t als müßiger Zuschauer den Aktschluß im Balkan-Drama zu erharren und hätte den in London über Grenz-, Autonomie- und Verfassungsfragen Brütenden dringliche Mahnung sein dürfen, o o r m Eintritt gefährlicher Komplikationen die Liquidatton des zweiten Teils der Ballaniade in den Grundzügen festzulegen. Nun, da durch Adrianopels Tore, die vor ein Paar Monden Schükri Paschas verhungerte und verelendete Armee als ein Heer besiegter Helden und Märtyrer passierte. Enver Bey mit seinen Bataillonen als Triumphator eingezogen, wird kein .Schritt der Mächte", und sei er noch so stark and kühn, das Türkenhirn der Ueberzeugung »ntfremden können, daß Allahs Gnade sich dem Halbmond wieder zugewandt und daß es nun gilt, in raschem Siegeslauf dem müden Gegner ibzujagen, was er in den Tagen türkischer Heimsuchung dem Reich des Padischah in blut'ger Schlacht enttiflen. Der zweiundzwan- zigste Juli, der Hadrians Stadt den Türken zurückgab, wird vielleicht einst ebenso als Wende- »untt, als Markstein in der Kriegsgeschichte des Balkans genannt werden, wie die Tage von Lüle Burgas und Kumanowo, die die Türken- macht in sich zusammenstürzen sahen. Der Kreislauf des Schicksals hat Enver Bey und seine Krieger auf dem Siegespfad den Weg zu- rückgeführt, den Schükri Pascha im Frühlenz als Geschlagner gebeugten Haupts geschritten, und dieser Tatsache gegenüber nimmt sich der diplomatische Rotenkampf um die imaginäre Tintenstrich-Linie Enos-Midia tote Statistenwerk, wie harmlos Kinderspiel aus, besten dünne Stimmungs-Laute die Kanonen am Bal-
Enos-Midia: Halt!
Sin neuer „Schritt der Mächte"; Die Türken sollen fich dem Willen Europas beugen!
Loudon, 23. Juli. (Privat-Tele- gramm.) Zn der Botschafter-Konferenz am Donnerstag werden die Vertreter der Großmächte beraten, welche Schritte sie eventuell in Konstantinopel unternehmen wollen, um die Türkei zu zwingen, fich de« Bedingungen des Londoner Vertrages zu unterwerfe« und ihre Truppe« über dieGrenze Enos-Midia znriickzuziehen.
Am zweiundzwanzigsten Julitag ist Enver 8ey, der fanatisch-hysterische Nationalheld jungtürkischer Dekadence, an der Spitze steg- ieicher Truppen in Adrianopel eingezogen, »nd am vierundzwanzigsten wollen die am Londoner Diplomatentisch versammelten Großmacht-Staatsmänner darüber plaudern, was das Sechsmächte-Europa tun kann, um die auf dem Siegermarsch begriffnen Türken am dünnen Tintenstrich der »protokollarisch fesigelegten" Grenzlinie Enos-Midia festzuhalten! Europa ermannt sich just in demselben Augenblick zu einem „neuen Schritt", der dem im ersten Balkankrieg auf allen Schlachtfeldern nieder- gerungnen Türkenheer den ersten Triumph: Die Wievereroberung Adrianopels, gebracht, und es ist sicherlich kein übler Witz in der Geschichte dieser an grotesken Zufall-Launen und wilden Diplomaten-Extravaganzen sy überreichen Kriegszeit, daß der „neue Schritt" europäischer Großmacht-Einheit sich gegen die Türken richten soll, deren Eingreifen in den Schlußakt des Balkandramas nur einem ttaumver- funknen Europa gegenüber möglich war, deren Helden-Bewußtsein aber jetzt, da auf den Zinnen Adrianopels die Halbmond-Flagge stolz im Wind sich bläht, aller Mahnung spottet. Und es läßt sich auch nicht leugnen: Die Türken haben ein Recht, in dieser jähen Wandlung, die den sieggekrönten Gegner von gestern in Demut und Ohnmacht zwang, das Vergeltungswerk Allahs, einen Ruf des Schicksals zu sehen, das dem frommen Muselman nach Hatter Prüfungszeit nun doch den Tttumph über den „Ungläubigen" gönnt. Der Einzug in Adrianopel war das Signal zum Erwachen der Türkei, und selbst wenn am Grünen Tisch in Lan
der Türken in Adrianopel:
Enver Beh, der Sieger.
(Privat-Telegram m.) Konstantinopel, 23. Juli.
Amtlich wird gemeldet: Gestern morgen zog Enver Bey an der Spitze der Truppen in Adrianopel ein. Die türkische Armee besetzte auch Kirk-Kilisse. Die Truppe« habe« nach den amtlichen Mitteilungen Adrianopel erstaunlich schnell erreicht und vermochten den Zerstörungen und Ausschreitungen der Bulgaren, die schon begonnen hatten, ei« Ende zu machen. Die türkischen Jnfantette-Regimentcr haben einen Marsch von achtzig Kilometer zurückgelegt. Die nach Kirk-Kiliffe entsandte Infanterie und Kavallerie hat ihre Aufgabe ebenso schnell gelöst. Die bulgarische Infanterie leistete nur schwachen Widerstand. Die Bulgaren sprengte« mehrere Munitionsdepots und öffentliche Gebäude in Adrianopel in die Luft, doch gelang es den Türken, de» Zerstörung bald Einhalt zu tun und die Ordnung in der Stadt wiederherzustellen.
Der Einzug in Adrianopel.
(P r i v a t - T e l e g r a m m.)
Sofia, 23. Juli.
Ballin und seine Gegner.
Hamburg, 23. Juli. (Telegram« unsers Korrespondenten.) Tie unge, bcuerliche Beschuldigung der Phönix-Trans« Port-Gesellschaft gegen Generaldirektor Bal-
Zur Einnahme Adrianopels durch die Türken werden nachstehende Einzelheiten gemeldet: Roch gestern wurde hier die Meldung verbreitet, daß sich die türkischen Truppe« vor Adrianopel zurückgezogen hätten. Im Laufe des gestrigen Tages erfuhr man jedoch, daß Enver Bey gestern an der Spitze der Truppen vor Adrianopel erschien und den Angriff auf die Stadt leitete. Der bulgarifche Kommandant der Festung, dem nur acht Landwehrabataillone zur Verfügung standen, suchte nach Möglichkeit den Ansturm der türkischen Truppen aufzuhalten. Bald mußte er aber einsehen, daß jeder Widerstand vergeblich war, und so gab er den Befehl, die Festung zu räumen. Die bulgarischen Truppen zogen in v o Iler Ordnung ab. Um sechs Uhr abends zog Enver Bey in Adttanopel ein, von der Bevölkerung jubelnd begrüßt.
Inzwischen ist auch die offizielle Kriegserklärung der Türkei an Bulgarien erfolgt: Depeschen aus Konstantinopel berichten, daß gestern nach längerem Ministerrat beschlossen wurde, Bulgarien offiziell den Krieg zu erklären. Die türkische Armee wurde beauftragt, nicht nur Adrianopel zu besetzen, sondern so rasch als möglich die Grenze zu überschreiten und in bulgarisches Gebiet e i n z u m a r s ch i e r e n. Der gewesene türkische Minister des Innern, Had- chiadil, ist zum Walt von Adrianopel ernannt worden und wird bereits heute auf seinem neuen Posten eintreffen. Durch die Kriegserklärung der Türkei an Bulgarien wird die Situation am Balkan außerordentlich kompliziert und der Abschluß des Friedens zwischen Bulgatten und seinen Gegnern erschwert.
Am Montag hat die bulgarische Regie r u n g sich in der Sobranje über die Lage geäußert. In den Erklärungen, die der Minister des Aeutzeren verlas, ist sehr viel von den guten und aufttchtigen Ratschlägen der Mächte die Rede und von ihrem Wohlwollen, auf das Bulgarien rechnen könne, was erneut beweist, daß Bulgarien auf die eigene Kraft gar nicht mehr vettraut, sondern nur noch auf Gnade hofft. Bemerkenswert ist die Behauptung der bulgarischen Regierung, daß sie die Zusicherung habe, daß die Großmächte es nicht zulassen würden, daß die Türkei sich jenseits der in London beschlossenen Grenge Enos-Midia festsetze. Die gestern erfolgte Rückeroberung Adrianopels durch die Türken zeigt indessen, daß die Türkei entschlossen ist, es nicht bei halber Arbeit bewenden zu lassen. Wir erhalten folgende Draht-Meldungen über dm Einzug
Russische Kuliffen-Politik?
(Amtliche ferbische Meldung.)
Petersburg, 23. Juli.
Die dem russische« Auswärtigen Amt nahestehenden Blätter weisen darauf hm, daß jetzt der Augenblich gekommen sei, in dem auch Rußland seine Forderungen geltend machen könne. Europa sei nicht imstande, die türkische Offensive gegen Bulgarien zu verhindern; nur Rußland könne dies tun, es müffe sich sogleich des Schlüssels zum Schwarzen Meere bemächtigen. Tas Auswärttge Amt hat gestern die Zeitungsmeldungen über ein angeblich russisch-englisches Abkommen wegen der Dardanellen für grundlos erkläre« lassen. Ein aus Sofia hier eingegangenes Telegramm meldet, daß der ehemalige bulgarische Ministerpräsident Dr. Dancto aus Sofia vor der sein Leben bedrohenden Bolks- wut geflüchtet sei. *
König Fsrdinar o an Kaiser Wilhelm.
Sofia. 23. Juli. (P r i v a tte l e gr amm.) Außer dem Telegramm an König Gaiot hat König Ferdinand auch ein solches an den Deutschen Kaiser gesandt, worin er diesen um seine Unterstützung und F ür- sp ra ch e bei dem rumänischen Herrscher eriucht. Eine Antwort auf dieses Telegramm ist in Sofia bisher nicht eingegangcn.
Reue politische Sensationen? Ein Prozeß des Hapag-Direktors Ballin; zwei Minister-Präsidenten als Zeuge«.
Kaum ist die Sensation verrauscht, die sich an die antiösterreichischen Aeußerungen des Prinzen Max von Sachsen knüpfte, so quillt eine neue empor. Die Mitspieler tragen Namen ersten Ranges: Bethmann, des Reiches Kanzler, Hertling, des Reiches zweiter Kanzler, Albert Ballin, der Generaldirektor der Hamburg-Amertka-Linie, in dem viele (weil er des Kaisers Freund ist) des Reiches dritten Kanzler sehen, und Andere noch werden genannt. Und das Ganze wird dis Gerichte beschäftigen. Denn wie wir hören, wird Herr Ballin Klage erheben und bann wird man den Freiherrn von Hertling und Herrn von Bethmann als Zeugen vor dem Tribunal sehen.
Phönix gegen Hapag.
(Informationen unseres W. ^.-Mitarbeiters.)'
Berlin, 23. Juli.
Eines der Hauptgeschäfte der Hamburg- Amerika-Linie ist bekanntlich die Beförderung der Auswanderer. Um diese bemühen ich natürlich auch andere Transportgesellschaf- ten. So wurde im vorigen Jahre bekannt, daß zwischen der Hamburg-Amerika-Linie und der deutschen Levante-Linie (die dem bekannten Fürstentrust gehört) ein heftiger Streit um die Beförderung von Auswanderern von Emden aus entbrannte. Die Levante-Linie wollte in Emden einen eigenen Auswandererhafen errichten und hätte da der Hamburg-Amerika- Linie eine starke Konkurrenz machen können. Sie erhielt aber die gewünschte Konzession nicht, statt dessen bekam die Hamburg- A m e r i k a - L i n i e die Erlaubnis, in Emden zur Aufnahme von Auswanderern anzulegen. In einem anderen Falle unterlag aber die Hamburg-Amerika-Linie. Sie bemühte sich auch um die b a y r i s ch e « Auswanderer, wozu die Benutzung der bayrischen Auswanderer- kontrollstation, das heißt die Konzession der bayrischen Regierung, notwendig ist.. Hier hatte die Hamburg-Amerika-Linie nun die Konkurrenz der „P h ö n i ^-Transportgesellschaft in Rotterdam und Marktredwitz" zu bestehen. Die Phönix-Gesellschaft erhob nun dem Vorwurf, daß Herr Ballin, der Generaldirettor der Hamburg-Amerika-Linie, der bayrischen Regierung besondere Gegenleistungen verheißen ha- 6e, für den Fall, daß sie ihm (also der Ham- burg-Amerika-Linie) die Konzession gewähre. Und zwar hat der Generaldirettor der „Phönix" sich dem R e i ch s k a n z l e r gegenüber rr- boten, zu beweisen, daß
Herr Ballin dem bayrischen Ministerium angeboren habe, die Hert- lingsche Zesuitengesetzpolitik da- durch zu unterstützen, daß er (Ballin) für den Sturz Bethmanns sorge, wenn die Hamburg-Amerika-Linie die bayerische Auswandererkonzesfion erhalte.
Es braucht nicht erst gesagt zu werden, daß diese Mitteilungen geradezu ungeheuer- l i ch sind. Richtig ist, daß Herr Ballin infolge des außerordentlichen Ansehens, das er beim Kaiser genießt, wohl imstande wäre, Herrn Von Bethmanns Stellung, wenn nicht zu erschüttern, so doch zu gefährden. Aber die Oeffentlichkeit kennt auch Ballin als einen Mann, der es nicht nötig bat, die geschäftlichen Interessen seiner Gesellschaft auf Hintertreppen und mit solchen Mitteln zu verfechten, wie sie ihm hier von einem Konkurrenten nachgesagt werden. Man hieße dies auch Ballins Klugheit unterschätzen. Man kann daher den aufsehenerregenden „Enthüllungen" der „Phönix" einen Glauben bis auf weiteres nickt beimessen, und man wird es durchaus gerechtfertigt finden, daß Herr Ballin sogleich den gerichtlichen Weg beschritten hat, um eine Klarstellung der erhobenen Vorwürfe zu erreichen. Zur Sache selbst ist zu sagen, daß die Hamburg-Amerika-Linie die erwünschte Auswandererkonzession nicht erhalten hat: Die Phönix-Gesellschaft ist Siegerin geblieben. Und auch Das spricht gegen die Glaubwürdigkeit jener Vorwürfe. Denn man weiß, daß das Ministerium Hertling nicht gerade zuverlässig in der Wahl seiner Mittel ist und sicher weiß das auch Herr Ballin, der al-> Mann von Tatt, Scharfblick und Klugheit ge- «au die Grenzen kennt, die ihm gezogen.
eröffnete« die Bulgaren ein Artilleriefeuer gegen unseren rechten Flügel und versuchten die Stellungen wieder zu erobern, die sie in dem nächtlichen Angriff verloren hatten. Unsere Jn- anterie und Artillerie erwiderten das Feuer und der Feind wurde zurückge- ch l a g e n. Die Kämpfe bei Egri - Pa - Ionia sind weniger bedeutend, dehnte« sich aber über die ganze Linie von Patriza bis zum Osogowo-Gebirge aus. Die bulgarischen Truppen wurden in diesen Kämpfen z u r ü ck geschlagen, während die serbischen zwei Dörfer einnahmen. Eine unserer Kolonnen kam von Knjejewatz bis auf sechs Kilometer in die Nähe von Belogradischk, ein anderer Truppenkörper rückte von Zeitschar gegen Belogradischk vor.