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Caffeler Abendzeitung

3. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Mittwoch, 9. Zuli 1913

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 180

Jnserttonrprets«: Sie fed)6gefpaltene Zeile für einheimische »eschätte X5 Wg., tut an«, roärttge Inserate 25 Pf, Reklame,eile für einheimische Geschäfte « $f, für auätoätttge Seschäfte M Pf. Einfache Beilagen für di« S-s-mtanflag- werden mit - Mark pro Tausend be­regnet Wegen ihrer dichten Berbreitunz in der Residen, und ber Umgebung stnd dt- Lageler Neuesten Nachrichten ein vorzügliche» Jnsertionsorgan. SeschLstSitelle: «ölntsch Straße 5. Berliner Vertretung: SW., Friedrichstraße 16, Telephon: Amt Morttzplatz 12684.

Wie in diplomatischen Kreisen verlautet, ist eine Kundgebung Oesterreich-Ungarns zu dem rumänisch-bulgarischen Konflikte geplant. Tie­fem Zwecke soll die Reise des Grafen Berchtold nach Ischl und die gestern erfolgte Berufung des ungarischen Ministerpräsidenten Tisza nach Wien gegolten haben. Tie Kundgebung soll unmittelbar bevorstehen. Tisza gilt als Freund der Rumänen und es wird daher als ausge-

Die enttäuschten Ruffen.

(Privat-Telegramm.)

London, 8. Juli.

Eine Kampfpause.

(Privat-Telegramm.)

Belgrad, 8. Juli.

Im Verlaufe des vorgestrigen TageS trat eine allgemeine Kampfpause ein. Nachdem die bulgarischen Angriffe nach sechstagigem bluti­gem Ringen überall geschlagen worden sind, befinden sich die Bulgaren allgemein auf dem Rückzüge. In UeSküP wütet unter den bulga­rischen Truppen die Cholera. Die serbischen Sanitätsbehörden haben die strengsten Maß­nahmen getroffen, um eine Verschleppung der Epidemie zu verhindern. Von einem besonde­ren Korrespondenten erhält die Frankfmter Feitung aus Belgrad die neuesten Nachrichten vom Kriegsschauplatz, die für Serbien sehr pessimistisch lauten. D,e Bulgaren drangen am Sonntag bei Prilep vor. Den Serben soll es allerdings gelungen sein, die Bulgaren ans den eroberten Stellungen BtS Welles zu verdrängen, aber unter u n g e h e u e- renVerlusten Män spricht von vierzehn- taufend Toten bei den Serben und funfund- zwanzigtausend Toten bei den Bulgaren.

Eine österreichische Kundgebung.

(Privat - Telegramm.)

Wie«, 8. Juli.

Die «affeler Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar^a b"snb«. Sb« AbonnementSpretS beträgt monatlich 50 Pfg. bei freier Zustellung in» Hau». Bestellungen werben jeberzeU von ber GeschästSstelle ober den Boten entgegengenommen. Druckerei, Verlag und Siebaltton: Echlachthofstraße 28/30. Eprechstunben der Rebattion nur von 7 btä 8 Uhr abenbS. Eprechstunben ber AuSlunft. Stelle: Jeden Mittwoch unb grettag do.i 6 b» 8 Uhr abends. Berliner Vertretung: SW, Friebrichstr. 16, Telephon: Amt Morttzplatz 12584.

der Griechen genötigt, langsam gegen den Nor­den zurückzuweichen. Er ist durch den Ab­marsch seiner rechten Flankenarmee in seiner Offcnstvkraft sehr geschwächt worden, sodaß er sich vorläufig defensiv verhalten mutz.

gleite Kriegsbeute.

(Privat-Telegramm.)

Konstantinopel, 8. Juli.

Nachrichten aus sicherer Quelle besagen, datz die Tschatäldscha-Armee fest entschloflen ist, den Vormarsch anzutreten, um Adrianopel den Bulgaren wieder zu entreißen. Die türkische Regierung genehmigte diesen Plan, macht aber glauben, datz die Armee aus eigenem Im­pulse handelt. General Pawlowitsch ist hier eingetroffen, um Verhandlungen mit der Pforte einzuleiten. Falls die Serben siegreich bleiben würden, würden sie das Wardar-Tal verlange«.

Was tut Rumänien?

| (Privat-Telegramm.)

Bukarest, 8. Juli.

Der Generalissimus Prinz Ferdi­nand hat den ersten Befehl an die Operations- Armee erlaffen, in dem er die Uebernahme des Hauptkonimandos mittcilt, und an die Armee appelliert, datz sie ihre Pflicht tue. Die Mobili- sierungs-TranSPorte haben gestern begönnert I Ein Offizier des rumänischen Generalstabes ist in Belgrad eingetroflen, um sich über die Mili­tärischen Operationen zu besprechen. Bis jetzt ist noch keine Intervention, weder kollektiv, noch vereinzelt zwischen Bulgarien und Serbien er- 1 folgt, um eine freundschaftliche Lösung der be­stehenden Gegensätze herbetzuführen. Ein Bu­karester Blatt erklärt, daß, falls Bulgarien nicht desicn ernste Lage einfehe, es von allen Seiten bedroht würde, in diesem Falle würden aber die Bedingungen in Sofia diktiert werden.

wiegt, mit Silistria und einem erheblichen- tenstreifen am Schwarzen Meer bis Warna hin erhalten, und die Türken das Marmara- becken und Rodosto wieder ganz zu sich neh­men, werden den Bulgaren die Flügel gewal­tig beschnitten. Jetzt ist es für König Ferdi- nand, den man immer als einen schlauen Diplomaten bezeichnet hat, höchste Zeit, den Sack der Liste auszubinden. . .! ***

Die Haltung der Mächte.

(Privat-Telegramm.)

Wie«, 8. JuN. g

Gestern erschien der französische Botschafter Demaine beim Grafen Berchtold und un­breitete ihm den Vorschlag der französischen Regierung, die Großmächte möge» bezüglich der Streitigkeiten am Balkan ihre Nichtein­mischung erklären. Graf Berchtold erwiderte, daß Oesterreich es ablehne, eine solche Erklä- rung abzugeben. Es werde sich nicht einmischen, so lang« se die Jnteresien der Monarchie nicht erfordert. Wie verlautet, wird Generalstabs­chef Konrad von Hötzendorf sich nach Ischl begeben und dort vom Kaiser Franz Jo­sef in Audienz empfangen werden. Man bringt die Audienz mit den Kriegsereigniflen am Balkan in Verbindung.

Nachrichten wieder:

Die Verluste der Serbe«.

sPrivat-Telegramm.)

Belgrad, 8. Juli.

einstellen mußte. ____

Zu den begeistertsten Schulern Friedrich Ludwig Jahn's gehörte auch der .alte Gotz, wie der Vorsitzende der deutschen Turnerschaft, der Geheime Sanitätsrat Dr. Ferdinand Götz (Leipzig) heute in der ganzen Turnerschaft ge­nannt wird, und dessen siebenundachtzigster Ge­burtstag zugleich mit seiner goldenen Hochzeit zeitig fast mit dem diesjährigen Turnfest zu- sanrmenfallt. Und noch ein drittes Moment lockt die deutsche Turnerschaft mit ganz beson­derer Freude nach Leipzig. Ist doch die Tur- nerschast des Königreichs Sachsen die größte unter allen deutschen Turnkreisen. Die Stadt Leipzig selbst steht mit ihren fünfzehntausend Turnern allen übrigen deutschen Turnstadten, a allen Städten der Welt voran. Erst nach Leipzig folgen Berlin München, Hamburg, Nürnberg und so weiter.

Unter dem Eindrücke der Erinnerung an die Zeit vor hundert Jahren tritt der nationale Chatakt er des Deutschen Turnfestes diesmal ganz besonders lebhaft in die Erscheinung. Denn nicht nur aus allen Gauen des Vaterlandes werden in diesen Tagen tausende deutscher Turner in die Mauern der alten Lindenstadt einziehen, sondern auch aus dem Auslande. Einen besonders starken Zuzug erwartet man aus der deutschen Ostmark. Zahlreiche Vertre­ter aus dem fernen Rußland und den deutschen Gebieten Südamerikas toerbciv zeigen, daß das deutsche Turnen sich überall auf der Welt fernen Platz an der Sonne erobert hat, und daß es «och zu allen Zeiten vorbildlich gewesen ist, so­wohl für das Gebiet der Leibesvflege als auch inbezug auf die Wahrung und Vertiefung des nationalen Gedankens. Bisher hat man stets bei den deutschen Turnfesten, von einet Forde-, rung von oben abaeseben, und mit einem ge-, wissen Stolz die völlige Unabhängigkeit beti Deutschen Turnerschaft nach allen Seiten hm betont. Das hindert jedoch nicht, daß zu dem diesiäbrigen Deutschen Tnrnkest sowohl bei. Landesherr, König Friedrich August von Lach­sen. als auch der Herzog Karl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha erscheinen werden Mit dem «öerrscherbause von Sachsen-Coburg-Gotha verbindet die Deutsche Turnerschaft die Erinne­rung an den 5>erzoa Ernst, der in schwerer Zeit i« Coburg eine Freistätte für das deutsche Turn­wesen, die Deutsche Turnerschaft und den Deut­schen Schutzverband schuf.

: Mit welchen Riesenziffern die Deutsche Tur-

i «erschaff seit dem ersten Deutschen Turnfest zu rechnen gelernt hat, beweist ein Rückblick auf die

Die Lage auf dem Kriegsschauplatz laßt sich , nach wie vor in ihren Einzelheiten schwer I überblicken und beurteilen. Bulgaren, Serben, Griechen ... sie siegen täglich alle, und man muß sich nach den Massensiegen nur wundern, daß sich überhaupt noch ein lebender Mann auf den Schlachtfeldern befindet. Wenn man aber aus all den sich widersprechenden Telegrammen das herausliest, was zwischen den Zeilen steht, dann scheint die militärische L a g e d e r B u l - garen recht günstig zu sein. Ob sie günstig bleiben wird, das mutz nach ben neuesten Meldungen aus Konstantinopel und Bukarest allerdings bezweifelt werden. Auch ,n Wie- n e r diplomatischen Kreisen wird dte Situation als für die Bulgaren günstig bezeichnet. Wenn auch, so heiht es, noch keine Entscheidung gefal­len sei, glaubt man doch annehmen zu können, datz die serbische Offensive auf Küstendil end­gültig gescheitert ist. Die serbische Armee ist nunmehr in die Defensive gedrängt und beftn- det sich in dem Raum Uesküb-Kumanowo vwo I die Bulgaren drohen, sie von Norden, Osten» 1 ----- " ...... In serbischen I

ivuviiw» ______ jedoch mit dem bis-I

I hörigen Verlauf der Kämpfe nicht unzufrieden und hofft sogar, die Bulgaren schlagen zu kön­nen. Andererseits glaubt man in Wien, daß in Belgrader Regierunaskreisen nicht mehr der

1 Optimismus der Militärs geteilt und daher I au die Möglichkeit einer Verständigung, mit Bulgarien gedacht wird. Es ist auch möglich, daß hier sich wieder russische Einflüsse geltend machen, die den Balkan sich gerne retten moch­ten. ... Nach der Meldung eines süddeutschen Blattes soll Kaiser Wilhelm persönlich seine Vermittelung zwischen Bulgarien und Rumänien angeboten haben. Diese Mitteilung | kann glatt als erfunden bezeichnet werden. Deutschland hat nicht die geringste Veranlas­sung, seine während der ganzen Balkankrtsts beobachtete Zurückhaltung auszugeben. Ruß­land. das sich offiziell als Beschützer der Bal­kanstaaten ausgibt, hat die Aufgabe, zu sehen, wie es mit seinen Schützlingen fertig wird. In zweiter Linie ist zunächst Oesterreich an dem bulgarisch-rumänischen Streit interessiert, wab- l rend Deutschland ganz und gar unbeteiligt ist.

Hebet den Verlauf der Kämpfe geben wir rm Folgenden eine Reihe telegraphischer

Das deutsche Turnfest-

Sn der Meßfiadt Leipzig. Geschichtliche Erinnerungen. Deralte Göh". Die größte Tnrnerschaft Deutschlands. Ein» hunderttausend Besucher.

Die alte Meß- und Handelsstadt Leipzig steht von heute ab int Zeichen der vier F. Hebet» all im Deutschen Reiche lüften sich die Turner- schaten zur fröhlichen Fahrt tn das Königreich Sachfen, wo nach fünfjähriger Paufe nunmehr auf historischer Stätte Alldeutschlands Turner- fchast zum zwölften Male zur Abhaltung des großen deutfchen Turnfestes zusammentritt. .... Mit Leipzig verbinden die deutsche Turnerschaft eine große Fülle geschichtlicher und persönlicher Erinnerungen. Der große Völkerstreit, der aus Leipzigs Schlachtfeldern zum Austrag kam, hätte den nationalen Sinn zu frischem Leben erweckt, und da waren es in erster Lime bte Türner, die den Gedanken eines Alldeutschlands aufnahmen und weitertrugen. Mitglieder der Leipziger Burschenschaft waren es, die bereits im Jahre 1820 regelmäßige Turnabende ein- führten, bis sie durch die Metternich'sche Reak­tion auseinandergesprengt wurden, ebenso wie einige Jahre später die ebenfalls aus Studen­ten und Gvmnastasten zusammengesetzte Berli­ner Turnerschaft, die dort unter Jahns Lei­tung in der Hasenheide turnte, ihren Betrieb

Die Räumung des Marmarabeckens wirb seitens bet Hohen Pforte von Bulgarien gefor­dert, sonst werden die türkischen Truppen un­verzüglich gegen das bulgarische Heer vorge­hen. Der niedergebrochene osmanische Löwe will sich noch einmal zum Gebrauch seiner Pranke erheben und schickt sich an, in das ge­räumte Gebiet jenseits der Tschataldscha-Linie zurückzukehren. Schon feit Wochensrist mar­schiert Regiment auf Regiment von Stambul aus gegen Norden, denn die nach Kleinasien hinübergeschafften Mannschaften sind massen­haft auf Transportschiffen aus die europäische Restseite der Türkei heimgebracht. Der Kriegs­minister ist bereits zu der Armee abgereist, und die Türken werben voraussichtlich nicht säu­men, gegen den Rücken der bulgarischen Heere, die ihre Front hauptsächlich gegen die Serben und Griechen richten mußten, vorzugehen. Die Bulgaren, die jetzt nicht nur vom Westen aus hart bedrängt werben sollen ^nmehr auch umklammern,

noch starke Stoße aus Norden unb Süden weisen ist man jedo

aushalten, und dadurch wird ihre Lage rmme. - - - -

kritischer. Der Friede, bet von Grey in Lon­don diktiert wurde, ohne baß bie Kriegführen­den einverstanden waren, wird über den Hau- ,en geworfen, denn die Pforte hat amtlich et- üäreu lassen, daß sie durch den Friedensschluß nicht in ihrer Bewegung gehindert wird. Ta jetzt endlich auch die Gesandten ber bereits im Ktiegszustanbe befindlichen Völker abberufen «md fo wird neben den Schlachten nunmehr ,uch die allgemeine Schlächterei von neuem be­

ginnen.

Zu Beginn des Feldzuges ber verbündeten Halkankönige gegen die Türkei fchaute man oom Goldenen Horn hilfesuchend nach Bu­karest, denn schon vor Iahten waten angeblich zwischen dem Sultan und dem König Karol gewisse Vereinbarungen getroffen worden. Zu einem Bündnis hatte sich indes das Einver­nehmen nicht verdichtet. Schon in den Okto- hettagen des verflossenen Ktiegsjahtes traf die rumänische Heeresleitung Anstalten, bte ganze Armee zu mobilisieren, aber es blieb bet t»en Vorbereitungen unb Ankündigungen. Von Wien aus würbe auf bie rumänische Politik eingewirkt, daß sie sich' neutral verhalten solle. Man behauptete, daß die Beeinflussung zum i Die serbische Armee hat dem eige- Friedenhalten von Berlin ausging, mit wei- ne,t Geständnis des Königs Peter zufolge bis wem Recht, darüber wird kaum jemand cttoa§ jej,t 15000 Mann an Toten und Verwundeten -Zuverlässiges sagen können. Man ließ bie j« den Gefechten der letzten Wochen zu ver- ^ütkei untergeben, ohne bie Hand zu rühren; zeichnen. Infolge der serbischen Stege sind ~,et . ® fiat ift für die noch 5000 verwundete Bulgaren fortgeschafft

über tote sich herausgestellt hat ist für me i ^spitäler fmb «ber nicht dar-

große Sache des Friedens nicht drel da et g Quf cingcri(f)tet, eine solche Anzahl Verwun- wonnen worden. Es sollte eine Reinigung oer z« beherbergen. Es ermangelt an rne- Atmosphäre von den befientmenben türkischen dänischem Personal und ebenso an den not- Dünsten stattfinben, boch mit den Branbwol- wendigen Arzneien. Die meisten Operationen t die jetzt übet dem Südosten Europas ans- werden sofort ohne Narkose vorgenommen, aeftieaen sind zieht noch eine größere Gefahr Antiseptische Mittel fehlen gleichfalls. ~em herauf als sie zur Zeit bet Tütkenherrschaft Roten Kreuz fehlt es an den notigen Geldern, über die Balkanländer bestand.

.Die Türkei muß in Konstantinopel bleiben 1 als Wächter für den Bosporus und die Dar­danellen'', lautete die Warnung Englands, al» die Bulgaren die Tschataldscha-Linie rm Stur­me durchbrechen wollten. Wenn der Auf­lösungsprozeß nicht auch die asiatischen Pro­vinzen ergreifen solle, so müsse sie in der ~ag bleiben, Truppenmassen zwischen Konstantino­pel unb Tschatalbscha zusammenzuziehen. Bul­garien soll nach Englanbs Willen unbebmgt vom Bosporus ferngehalten werben. Nun ha­ben sich aber bie Bulgaren an ber Küste des Marmarabeckens festgesetzt und kommen formt in bie Sage, bei Vergrößerung ihrer Flotte die Darbanellen vom Bosporus zu trennen. Da die Bulgaren auch am Aegäischen Meere Fuß gefaßt haben, so könnten sie bei passender Gelegenheit von Westen unb Osten gegen die! Dardanellen vorbringen. Die Türken iehen die Möglichkeit gekommen, sich aus der Zwick­mühle zu befreien, unb ihr Ultimatum bringt die Bulgaren in hatte Bedrängnis. Diese be­haupten, daß an bet Küste des Matmaramee- res unb des Aegäischen Meeres Angehörige deS bulgarischen Stammes ansässig seien, aber das wird von den Griechen bestritten.

6me friedliche Verständigung mit Rumä­nen und Türken gleichzeitig müßte für bie Bulgaren sehr kostspielig werben. Wenn die Rumänen den nordöstlichen Distrikt von Bul­garien, in dem bas walachifche Element über­

stritten. Alle Schlachten, in denen die Bulgaren gesiegt haben wollen, hätten überhaupt nicht statt gefunden. Die griechischen und serbischen Truppen haben sich bereits vereinigt und um­klammern die bulgarische Armee vollkommen. Tie Stadt Kotschana sei von den Serben be­setzt und bei Krivolar kämpfen bie Serben ge­gen die vierte und siebente Division. In der Bregalnitza, wo der rechte Flügel der Bulgaren steht, mit' dem versprengten Reste der bulga­rischen Armee, sei eine Schlacht geschlagen wor. den in deren Verlaufe die Bulgaren vollkom- men zersprengt wurden ... Tie Wie­nerNeue Freie Presse" meldet aus Sofia: General Iwanow sah sich infolge i der bedeutenden numerischen Ueberlegenheit

DieKriegssackel

Die allgemeine Lage. Enttäuschung in Rußland. Das bulgarische Kriegsglück. Die Haltung der Rumanier und Türken. Die Cholera im bulgarischen Heer.

C Mer Neueste MMen Hessische Abendzeitung __

Sie Mken rühren sich.

Die Pforte hat die bulgarische Re­gierung in dringlicher Form ersucht, die Küste des Marmarameeres und die Gebiete bis zur neuen Grenze Midia- Gnos unverzüglich zu räume«. Alle beurlaubten türkischen Offiziere sind wieder bei der Armee eingetroffen.

DerDaily Telegraph" meldet ans Pe­tersburg: Der Krieg zwischen den Slaven- Nationen des Balkans ist eine große Enttäu­schung für die russischen Kreise, die den Tri­umph des Slavismus so gefeiert hatten. Das bekannte Slavenkomitee von Moskau hat be­schlossen, sich zum Zeichen des Protestes auszn-i et seinen Einfluß bei einer

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Wer lügt am meisten? Die lehten Ereignisse.

(Privat-Telegramm.) I (Privat-Telegramm.)

Belgrad, 8. Juli. Sofia, 8. Juli-

fiieiüiMt kompetenten Stellen Uebcr die letzten kriegerischen Opetattonen »««« w »-<«--!>«-» I J'SÄJ'S SfÄSFSS

rücken der Bulgaren erfolgreich fortdauere und daß größere Kämpfe stattsinden. Man rechnet damit, daß die Entscheidung gegen die Serben noch im Lause dieser Woche fallen werbe ~»e Serben sollen sich auf die befestigte Lime bei Risch zurückgezogen haben Sie zerstörten die Bahnlinie Risch-Pirrot. Allgemeine Entnistung herrscht über die Beschimpfungen, denen me ge- fangenen Bulgaren in Belgrad fettens des Pö­bels ausgefetzt sind. Eingetroffene Verwundete erzählen furchtbare Einzelheit^ über die E.- bitterung der Kämpfe bei Koffchana und.Jstip. Tas von den serbischen Truppen geräumte Goragebiet wurde, wie ans Valona gcmelbet wird, von den griechischen Truppen besetzt,