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Casseler Neueste Nachrichten

Hessische Abendzeitung

Casseler Abendzeitung

3. Jahrgang.

Fernsprecher 951 und 952.

Sonnabend, 17. Mar 1913

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 135

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stop un» offenbart, baß im Kern erloschener Stern - weißglühende Stoff- vorhanden sind, dte im Innern dieser Sterne brennen. Diese weißglühen. den Stoffe sind stark explosiver Natur, wie der be> rühmte schwedische Physiker Arrheniu» nachgewiesen hat. Man kann daher die erloschenen Sonnen und Sterne Geschossen vergleichen, wie sie im Kriegs angewandt werden, die beim Aufschlagen in Tausende von Stücken zerschellen. Bon meteorologisch-wiffen- schaftlicher Sette wird un» jetzt dazu geschrieben:

alte Kaiserreich wieder aufrichten, wäh­rend die Südchinesen Republikaner blei­ben wollen.

Ziel einer deutsch-englischen Verständigung er­strebten, und von denen ein Paar Monate später Kiderlen im Reichstag sagen konnte, daß sie ihren Fortgang nähmen". Welche Idee diesen Verhandlungen zugrunde lag, auf welchen po­litischen Jnteressenkreis sie sich erstreckten, und welche Wege sie ins Auge saßten, ist der Oes- fentlichkeit bisher ein Geheimnis geblieben

gens sein. Aber die Beteiligten urteile« ziem­lich o p t i m i st i s ch, da Lord Morley angeb­lich zu weitgehende« Konzessionen bevollmächtigt ist.

England, angeblich unternommen im Interesse der Kolonial-Jnformation, und Lord Halda- nes Deutschlandfahrt im Frühling neunzehn­hundertzwölf, als der Drang nachAuffrischung wissenschaftlicher Erkenntnis" den Kriegsm,Ni­ster Englands durch die deutschen Gaue führte, Es war damals vonwichtigen Ver­handlungen zwischen Berlin und Lon­don" die Rede, von Verhandlungen, die das

Saloniki, 16. Mai-

Rach einer hier eingetroffenen Meldung konzentrieren die Vulgaren 100000 Mann zwischen Doiran und Drumnitza. Neue Truppen kommen tagtäglich an. Die Ser­ben haben diesen Truppen 60 000 Mann ge- gcnübcrstehen und weitere 100 000 Mann sind in Bereitschaft.

Schädigung deutscher Interessen bei den von England mit der Pforte getroffnen Vereinba­rungen sei nicht zu befürchten", aber alle Kennt­nis über Wesen, Inhalt und Ziel dieser Der-1 einbarungen ist aus a u s l ä n d i s ch e n (vor- wiegend englischen) Quellen in die Kanäle deutsch-offiziöser Meinung geleitet worden, während unsre eigne Ausland-Diplomatie sich darauf beschränkt hat, die vollendeten Tat­sachen zu registrieren. Tie Harmlosigkeit der Wilhelmstratze muß jeden Englishman enizük- ken und wenn nun John Morley, der Orient- Spezialist und Staatsrat-Präsident, nach Ber­lin kommt, um uns aus dem Schatz reichst« Erfahrungen zu demonstrieren, wie nah die Wege deutscher und englischer Orientpolitik zu­sammenführen, so ist das eine Artigkeit, über die man nur gerührten Herzens quittieren darf.

In der Erinnerung steigen halb schon ver- gessne Bilder auf: Dr. Solfs Reise nach

Belgrad, 16. Mai. i

Trotz der Dementis der Regierung be- 1 stätigcn informierte Kreise, dass die serbische Regierung Bulgarien einen kurzen Ter- , minvonachtTagenzur bindenden Er- < klärung gestellt hat, daß es die serbischen Er- ; klärungcn zur Kenntnis nehme und ihnen | Rechnung tragen wolle.

Belgrad, 16. Mai.

Serbien will seinen Anteil an der Beute in Adrianopel Bulgarien überlassen und von der Forderung der Rückerstattung jener 18 Millionen Francs, die Serbien Bulgarien vorgestrcckt hat, absehen. Bon Gebiets­abtretungen könne aber keine Rede sein.

Inzwischen verbreitet das Londoner Reu- ter-Büro folgende Meldung zur R e ch t f e r t t -. gung Bulgariens: Bulgarien hat, indem es seinen Gesandten in London zur sofortigen | Unterzeichnung des Präliminarfriedens beauf­tragte, einzig und allein aus Achtung ge- a en Sir Edward Grev und die Bot- chafter gehandelt, die zu wiederholten Malen geltend gemacht hatten, daß die Präliminarien ehr wohl von den Vertretern der Balkanftaa- tcn die sich zurzeit in London besinden, unter­zeichnet werden könnten. Die Unterzeichnung bat aber nicht stattgefunden da die Regie­rungen der anderen krieaführenden Lander I ihren Vertretern solche Instruktionen nicht ge- chickt haben.

Der Einzug in Skutari.

Skutari, 16. Mai. iP r i v a t -T e l e - gramm.) Das Landungskorps wurde auf der Fahrt nach S k u t a r i von den Einwohnern am linken Ufer des Bojanas mit Freuden- und Salutschüssen begrüßt. Die Zere­monie der Uebergabe vollzog sich kurz und pro­grammäßig. Die Stadt ist nur durch wenige Schüsse im katholischen Viertel beschädigt und bereits mit allem versorgt. An Krieg und Be­lagerung erinnern nur die türkischen und mon­tenegrinischen Soldaten in den Straßen. Die I Montenegriner sind, entgegen der Abmachung, noch nicht alle abgezogen, aber sie bekunden den guten Willen, es zu tun.

Die Gelbe Gefahr.

Peking im Belagerungs-Anstand k

Die Verhältnisse in der jungen Republik China wollen sich nicht festigen; die Gegen­sätze zwischen Süd und Nord scheinen sich viel, mehr noch immer zuzuspitzen, und zu gewalt-| samen Explosionen zu drängen. Tie neuesten Depeschen melden:

Ueber Peking ist der Belagerungs­zustand verhängt worden, anscheinend in­folge der Aufdeckung einer Verschwö. r u n q und eines gegen Juanschikai geplan­ten Attentates. Am Dienstag abend wurden in einem Pekinger chinesischen Hotel elf Personen, die sich im Besitz von Bombe« und Waffen befanden, ver­haftet. Am Mittwoch wurden mehrere Per­sonen, darunter e'ne Frau, standrechtlich erschossen. Die Behörden gehen mit großer Heimlichkeit vor. Die Garnison von Paotingfu ist verstärkt worden.

In Petersburg kursieren Gerüchte über den angeblichen Zerfall Chinas in eine nörd- lickc monarchische und eine südliche republika­nische Hälfte. Tie Mandschu wollen das

John Morletz'r Maisahkt.

Neue Rätsel deutscher Auslaud-Politik.

Viscount John Morley, der Lord-Präsi- sent des Geheimen Staatsrats britischer Po-

zcn

Tiefe« des unendlichen Raumes sichtbar. Tritt unter diesen Umständen ein größerer Körper, eine erloschene Sonne oder ein erstorbener Stern, in den Nebel, so Wrrd dieser Weltkörper ein mächtiger Herd der An- zichung. Auf alle benachbarte Materie übt er seinen Einfluß aus. Durch die dann fol- gende Kondensation wird die Temperatur der eindringenden Masse so erhöht, daß sie z« einem weißglühenden Kern im Nebel wird. Und jetzt beginnen die verschiedenen Phasen im Leben eines Sternes. In dem ungeheu­ren Raum und im Laufe der unendlichen Zeit kommt es wohl vor, daß zwei erloschene Welt­körper, zwei Sonnen, d'.e wohl etite dunlle, oberflächliche Schale haben, deren Inneres aber noch ein feuriges Meer bildet, mit kolossaler Gewalt aufeinander stoßen. Der Anprall dabei muß fürchterlich sein. Das wird uns klar, wenn wir an die unermeßliche Eile, mit per sich diese Himmelskörper bewegen, denken. Wandert doch unsere Sonne mit ihrem blen­denden Gesolge von Planeten mit einer Ge­schwindigkeit von mehreren Merlen in der Se- i künde dem Sterne Vega zu! Wenn zwei Kör­per in der Größe unserer Sonne, die sich mit derselben Geschwindigkeit fortbewegen, zusam- menstießen. dann würde die Erschütterung des Zusammenstoßes, auch wenn die beiden Son­nen schon erstarrt wären, eine Kraft frei ma­chen, die genügen würde, beide Körper zur Weißglut zu erhitzen. Die explosiven stosse würden sich entladen. Durch

de« ungeheuren Druck nach allen Richtungen entweichend, würdet die glühenden Gase durch die Gewalt der Schwer­kraft in eine Spirale auSgezogen werden und einen Nebel bilden, als dessen Mitte der leuch­tende Kern Zurückbleiben würde. Dann Ware eme neue Sonne geboren, und infolge teil­weiser Verdichtungen im Nebel würden bald auch um sie kreisende, neue Planeten entstehen. Ein solches Schauspiel enthüllt siÄ manchmal imserem Auge, wenn wir am dunklen Himmel das plötzliche Aufleuchten eines neuen Siernes erblicken, wie es zum Beispiel beimPerieuS der Fall war. Mit der Zeit kühlen sich auch die neuen Planeten ab. Kommt jetzt nun em richtiger Keim, der den ultravioletten strahlen entgangen ist, aus seinen Wanderungen durch den Raum aus diese abgekühlte Weltkugel, dann könnte auf ihr jetzt Leben entstehen, seit«' manniqsackeil Formen wurden sich entwickeln und allmählich solche Bedingungen geschahen werden, daß aus dem neuen Gestirn auch der Mensch erscheinen könnte. Im Lause der unendlichen Zeit müßte aber das Leben wieder verschwinden. Der neue Stern würde wieder erstarren, und wobl wäre es mög- I lich, daß er aus seinen Wanderungen durch I den Weltenraum einer anderen erloschenen Weltkugel begegnete. Wieder würde die Er­schütterung ibies Zusammenstoßes einer attbe« rett Wckt das Leben geben, und so setzt sich dieser Kreislauf kosmischer Griff« « bis in§

I Unendliche fort ...! *

Snr?rtioB«Dretfe: He fedjSaefpdtene Zeile für einheimisch« Geschäfte 13 W, ft au»- roärtla« Inserate 25 Pi, ReNamezeile für einheimische Geschäfte 1» Pt, für au»tDä«ttge Geschäft-80 Pf. Einfache Beilagen für die Gesamtauflage werden mit 5 Mart pre laufen» be.

W-aen ihrer dichten Berbreitnng in der Reffden, un» der Umgebung Un» Me OaHetet Neuesten Nachrichten ein vorzügliche» gnsertionSorgan. Sefchastsnelle: Kolntsche E^« 5. Berliner Vertretung. SW Friedrichstraße 16, Telephon- Amt Msritzpia« 1258«

John Morley in Berlin.

DerReise-Marschall" im Hotel Bristol.

(Informationen unseres Mitarbeiters.) .

Berlin, 16. Mai-

Bon einer dem Lord Morley sehr nahestehen­den englischen Seite wird unserem Berliner W ic. Mitarbeiter versichert, daß die offizielle Version, Lord Morley weile nur aus privaten Gründen und zu seiner Erholung in Berlin, mit vielem Zweifel aufzunehmen 'st. Wird schon durch die Tatsache, daß gerade jetzt der heiße Berliner Asphalt für einen zweiundsieb. zigjährigen Politiker schwerlich ein geeigneter Erholungsort ist, die offizielle Version ins rechte Licht gerückt, so noch mehr durch die Er­innerung daran, daß seinerzeit der bekannte Verständigungsbesuch" Lord Haldanes eben­falls als Privatreise" angekündigt wurde. Die politische Bedeutung des Besuches von Lord Morley erhellt daraus, daß sich in seiner Be­gleitung zwei nicht unbekannte Mitglieder deS englischen Parlamentes befinden. Die Mel­dung. daß dem Auswärtigen Amt der Besuch i Lord Morleys erst gestern bekannt geworden sei, wirkt darum so erheiternd, weil der Lord bisher jede« Abend (seit dem ersten Feiertag) mit einer

Exzellenz des Auswärtigen Amtes yas Souper eingenommen hot: Um kein Auf­sehen zu erregen freilich nicht im Hotel Bristol, in dem er Wohnung genommen hat, sonder« nr einem Hotel des Berliner Westens. Man geht nicht fehl, wenn man annimmt, daß den Lord I eine Spezialmission zur Regelung der Bag­dadbahnfrage «ach Berlin geführt hat, da nch in dieser Frage '« jüngster Zeit einige Schwierigkeiten anfgetürmt haben, die auf das gegenwärtige gute Einvernehmen London und B-rlin ihre Schatten warten. F»r diese Annahme spricht auch d'e Tatsache, daß der Lord gestern mittag einen zweistündigen I Spaziergang mit einem der Berliner Großfinanziers unternahm, die dem I deutschen Bagdadkonzern vorstehen. Tie vor­läufige offizielle Ableugnung der politischen Natur des Besuches so« nur die notwendige INückendeckung für den Fall des Mißlin-

Auslandpolitik deuten will, so ergeben nch al­lerdings mancherlei Rückschlüsse, die d:c Möglichkeit einer Verständigung zwischen England und Deutschland näher in den Wtrk- lichkeitsbereich rücken-könnten, indessen: Wir haben es vorerst nur mit dem Ab­kommen über Koweit zu tun, und dieses Ab­kommen. ein Gewaltakt britischer Politik, be­deutet eine bewußte Schädigung deutscher Interessen, die durch John Morleys Per,on- lichkeitszauber nicht ausgewogen werden kann. Führt aber der Weg zum Frieden zwischen I Deutschland und dem Vetter jenseits des Ka­nals über den Kalvarienberg deutscher Dul- Iduttg englischer Rücksichtslosigkeiten: War- I um (fragen wir) erschauern wir dann m E nt- zücken über John Morley's Ma,ernährt zur Spree...? K

werden. I

Lord Morley ist aber nicht nur der Präsi­dent des Geheimen Staatsrats der Krone | Englands: Er ist auch der hervorragendste Spe-. zialist der englischen Orientpolitik, ein I genauer Kenner der Wege und Ziele jenes Sy­stems, das England auf der Erde Asiens mir unerschütterlicher Konsequenz beit Interessen seiner Machtsicherung und kolonialen Besitzer­weiterung dienstbar gemacht, und da just in hiesem Moment das englisch-türkische Abkom­men über den Perser-Golf im Mittelpunkt eng- lischer Orientpolitik steht, ließe sich die Abwe­senheit einer Orient-Autorität vorn Rang und Etnsluß John Morleys nur dann rechtserti- gen, wenn diese Abwesenheit Zwecken biente, | die den Männern in Downing Street noch wichtiger erscheinen, als die Verge­waltigung der krieg-geschwächten Türkei tm Handel um den Perser-Golf. Und es gibt wirklich Dinge, die die Bedeutung des englisch-türkischen Abkommens über Koweit be. trächtlich überragen und John Morley's Reise nach Berlin durchaus rechtfertigen: Das Ko- weit-Abkommen berührt D e u t sch la n d aufs allerengste, droht deutsche Interessen im Orient empfindlich zu schädigen und müßte den uns Regierenden zwingender Anlaß sein, ge­gen das System brutaler Ausnutzung, daß die englische Politik in diesem Augenblick gegen­über der Türkei anwendet, mit gebotner Ent­schiedenheit zu protestiereii. Zwar haben uns die journalistischen Dienstmänner der Berliner Wilhelmstratze schwichtigend beteuert,eine

litik, ist übers Kanalgewässer gekommen, um dem als Hochzeitsgast im Kaiserhaus erwarte­ten Träger der Krone Großbritaiiniens den Soden zu bereiten, alle für den Königsbesuch erforderlichen Vorarbeiten zu erledigen, nnd gleichzeitig den blonden Vettern diesseits des Kanals ein paar neue Rätsel aufzugeben. Der Lord ans Engeland weilt bereits seit einer Wo- He in Berlin, nutzt den Maientag vom frühen Morgen bis zum späten Abend in intensivster Tätigkeit und freut sich des Interesses, das man an der Spree dem rührigen Reisemarschall , Georgs des Fünften entgegenbringt. John und Das, was (damals und heut) darüber g^ Morley ist unk eigentlich kein Fremder: Er sagt wird, offenbart ohne Zweifel em Gemi ch kennt das Land stammverwandter Germanen von Wahrheit und Dichtung^ L.atz d'- -esp e- aus eigner kluger Anschauung, gilt in der Hei- chungen sichnicht auf die Probleme der Bag­mat als Apostel deutsch-englischer Versöhnung dad-Bahn und bei' «"ftleren

und ist seit zwei Jahrzehnten emsig bemüht, den sondern auch andre koloniale Zukunssssra Schutt der Aergernisse und Verstimmungen, den gen, insbesondre tn ^«^al-Afttka umfaß vas politische Geschäft auf dem Weg zum Ziel jhaben, Ware denkbar, wenn auch ® der Vetternliebe abgelagert, Hinwegzuräumen, wahrscheinlich, unddenkoar: tft am* . Die Denkenden unter uns geben sich längst Lord Morley von feiner Regierung den Auftrag feinet Täuschung mehr darüber hin, daß uns erhalten hat, in Berlin unterm schirmende England nicht liebt, und vermutlich wird auch Dechnantel der

John Morley's liebevolle Anteilnahme am dte>e (durch den Balkankrteg imterbrochn ) Wohl der Deutschen sich weniger auf Personli- Verhandlimgenwieder E^'whmen. ^ ^

Re Sympathien für deutsche Art und deut- bar ist schließlich auch das UilwayrimeiNilcy toe§ Weftn als auf die nüchterne Erkenntnis ste, denkbar sogar das dem Moglichkensbe- gründen, daß die Freundschaft mit Deutsch- reich weit Entrückte und wenn wan d:e ubert - land d'e stärkste Rückversicherung Eng- schend plötzlich gekommne Demission des bri lands n seinen weltpolitischen Operationen scheu Botschafters Lowthern, Konstant - ist und daß deshalb schon die natürliche | nop-^w^al^E Kursänderung ^en^.ch ^ Klugheit einer wettausichauenden engli­schen Politik gebietet, die bestehenden Gegen­sätze zwischen den Vettern vorn Germanenstamm nach Möglichkeit auszugleichen und sich in dem Einvernehmen mit Deutschland einen wuchti­gen Rückhalt zu sichern. John Morley ist der eissigste Prediger dieser Erkenntnis. und seine Maienfahrt nach Berlin darf also, selbst wenn sie l e d i g l i ch dem Reisernarschall-Zwecke dren- te, als beachtliches Ereignis im Rahmen deutsch-englischer Versöhnungspolitik geschätzt

Telegraphie anwendet, gibt uns einen Begriff von den Verzweigungen dieser Rebel. Die Forschungen von Professor Alfons Berget ha­ben uns über die Beschaffenheit dieser Nebel nähere Ausklürung gebracht. Wie er nachge- wiesen hat, bestehen sie zum größten Teil aus Wasserstoff, aus Helium und einem Gase, das das Spektroskop uns wohl hat erkennen lassen, das man aber bisher in den Stossen, aus denen sich unsere Erde aufbaut, noch nicht hat finden können. In Ermangelung eines besseren Na­mens hat man esNebulium" genannt. Wenn kosmische Stäubchen, die, aus ihrer ursprüng­lichen Lage durch die kolossale Straft der Strah­lung fortgetrieben, auf ihrer Wanderung durch de» Weltenraum in eine Umgebung gelangen, die der eben beschriebenen entspricht, bann wer­den sie kleine Zentren der Kondensation. Da diese kosmischen Stäubchen mit Elektrizität geladen sind, bringen sie die Masse, in die sie einbringen, zum Leuchten. Dieselbe Erschei­nung zeigt sich auch, wenn man burch eine Erookesche Röhre einen elektrischen Strom durchgehen läßt. Durch das Leuchten wird der Nebel bann als weißlicher Fleck in den schwär-

. . Das Rätsel des Weltalls.

Neuer Ballau-Wirrtvan r Geheimnisse des Welten-Raums; wie e«.

JlCUvl loschenc Planeten zu neuem Leben erwachen.

Es war vorauszusehen, baß bte Reibereien > - - - - -----

zwischen den Balkan - Verbündeten zu ernsteren Komplikationen führen würben, bemt ber Streit um bic Kriegsbeute erregt bte Leute in den Balkanbergen fast noch mehr als berheilige Krieg" wider die Türken. Jnzwt- chen hat sich denn auch die bulgarisch - erbische Spannung derart verschärft, daß in Belgrad die militärischen und politischen

Kreise mit einem bevorstehenden bulgari-. Weltenraum gibt es Mengen von ch e n U e b e r s a l l auf Alt- oder Neuserbien Materie, deren Moleküle ziemlich weit vonein- wie mit einer unabwendbaren Gefahr rechnen. m,ber cntfernt sind, und die daher stets eine Die ganze serbische Grenze gegen Bulgarien niedrige Temperatur aufweisen. Es sind das ist stark befestigt und mit genügenden Truppen fcie foflenamlten Nebel. Das Innere einer versehen worden. Folgende Telegramme cha- grooM*en Röhre, wie man sie bei drahtloser rakterisieren den Ernst der Situation: 1 ~ --------------1 "*~l3 ""*