COler Neueste Nachrichten
Hessische Abendzeitung
Casseler Abendzeitung
3. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952.
Dienstag, 8. April 1913
Nummer 103
Fernsprecher 951 und 952.
tot unsrer nationalen Politik
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Gewissensfragen dieser Art zu sagen haben, verdient vom volkerwählten Parlament ernst und männlich, ohne Scheu und Schwäche, geprüft zu werden, denn der Reichstag ist nicht nur der Milliarden-Geber, sondern auch der Kontrolleur der im Reichsinteresse getroffnen Maßnahmen: Der Gewissens-Regula-
Die Internationale protestiert!
Sechzig Berliner Protest-Versammlungen.
(Privat - Telegramm.)
Berlin, 7. April-
riv-Mssee Nachlese!
Deutschlands Dank an Frankreich.
Die korrekte und loyale Art, wie Frank« reich das Z. IV-Abenteuer in Luneville seinerseits erledigt, hat seitens der deutschen Regierung verständnisvolle Würdigung und Anerkennung gefunden und der deutsche Botschafter in Paris, Freiherr von Schoen, hat im Auftrage der Reichsregierung dem französi- schen Minister Pichon das nachstehende Schreiben übersandt:
Mein lieber Minister! Die kaiserliche Regierung, der ich die von der Regierung der Republik gelegentlich der unfreiwilligen Landung eines deutschen Lenkballons zu Luneville getroffenen Maßnahmen umgehend zur Kenntnis brachte, hat mich beauftragt, der Regierung der Republik ihren wärmste« Dank für die Art der Erledigung dieses bedauerlichen Zwischenfalles auszudrücken, der die kaiserliche Regierung die höchste Wertschätzung zollt. Es gereicht mir zum Vergnügen, diesen Auftrag bei Eurer Exzellenz zu erfüllen und ich bitte Sie, mein lieber Minister, bei diesem neuen Anlasse die Versicherung meiner größten Hochachtung zu genehmigen, von Schorn.
Zugleich hat die deutsche Regierung auch durch den französischen Botschafter in Berlin, C a m b o n, der stanzösischen Regierung für die Courtoisie, mit der die Besatzung des Luftschiffes aufgenommen wurde, sowie für das Entgegenkommen danken zu lassen, mit dem dem Lustschifte die Rückfahrt ermöglicht wurde. Alles in allem also: Befriedigende Erledigung!
die Anwesenheit der Flotte in sich schließe, werde aber Montenegro von seiner bisherigen Haltung nicht abgehen.
Wettere deutsche Schisse für Antivari?
Berlin, 7. April. (Privat • Telegramm.) Deutschland schickt zwei weitere Schiffe nach Antivari: Die Kreuzer „Dresden" und „Straßburg" haben Befehl erhalten» sich nach dem Mittelmeer zu begeben, und bereits gestern abend 10% Uhr die Ausreise durch den Kaiser Wilhelm-Kanal an« getreten.
In Berlin und in den Vororten fanden gestern etwa sechzig sozialdemokratische Volksversammlungen statt, die sich mit der neuen Heeresvorlage beschäftigten. Die Tagesordnung hieß: „Volksopfer als Jahrhundertfeier". Als Redner traten Abgeordnete und Gewerkschaftsführer auf. In allen Versammlungen gelangte folgende R e - solution zur einstimmigen Annahme: Die Versammlungen sprechen ihr Erstaunen und ihre Entrüstung aus über die ungeheuerlichen Forderungen, die auf das Kommando des Generalstabes hin, von der Regierung dem deutschen Volk angesonnen werden. Wir erblicken in dem sinnlosen Wettrüsten eine neue Verschärfung der chronischen Kriegsgefahr und ein Attentat auf den Kulturfortschritt und die Entwicklungsmöglichkeit der Nationen. Wir verwerfen prinzipiell das ganze Militärsystem und fordern seine Ersetzung durch die freie Volks- wehr. Die Versammlungen erklären die Milliardenforderung für militärische Zwecke als eine Schädigung der deutschen Volkswirtschaft, durch die die Arbeiter schwer getroffen werden. Wir erklären die Deckungsvorschläge der Regierung für eine verwerfliche Verfälschung des Besitzsteuergedankens. Die Versammlungen begrüßen die Begeisterung und den bewunderungswürdigen Widerstand, den insbesondere die französische. Sozi a l d e m o k r a t i e den Militärplänen entgegensetzt, und gelobt in Uebereinstimmung und in freundschaftlicher Solidarität mit der Arbeiter-Internationale, den Kampf gegen den Militarismus mit aller Energie fortzusetzen.
Die Stellungnahme der Regierung.
Das Vorgehen der Fahrtleitnng gebilligt!
(Von unserm parlamentarischen Mitarbeiter.)
Berlin, 7. April.
In der deutschen Presse ist die Frage, ob bie Landung des deutschen Luftschiffes Z. IV in Frankreich zweckmäßig gewesen wäre, verschieden beurteilt und vielfach die Meinung vertreten worden, daß es für den deutschen Luftschiffbau vorteilhafter gewesen wäre, nicht zu landen, sondern ohne Landung den
Dort lauert die Gefahr!
Demonstrationen gegen Oesterreich.
Besser als alle offiziöse Preßbeschwichtigung, besser als Diplomarcn-Phrasen und internationales Friedensgeklingel illustriert die Stimmung allgemeiner Nervosität und europäischer U n s i ch e r h e i t der gestrige flavische Demonstrationssonntag in Petersburg, der sich zu einer großen allffavisch-ruflischen Manifestation gegen Oesterreich gestaltete, an der Duma-Abgeordnete, Reichsräte _ und Offiziere teilnahmen. Es wird uns darüber berichtet:
Irr Reichstag hat'« Wort!
Heer- n. Dscknngsvorlagen im Reichstag; der Kanzler und die internationale Lage!
Nach einer überlangen, mählich verflachten Diskussion über das Milliarden-Opfer der Heeres-Verstärkung wird nun heute das Parlament des Reichs zur wichtigsten Frage des nachösterlichen Tagungsabschnitts gesetzgeberischer Arbeit das Wort ergreifen, und die heutige Webrdebatte-Premiere im Wallothaus am Berliner Königsplatz soll dadurch ihre besondrc Note erhalten, daß der Kanzler vorm Ohr der Welt Deutschlands Anteil an der neuesten Formung internationaler Politik zu präzisieren gedenkt. Herr von Beihmann Hollweg ist ein selMer Gast im Reichshaus und schon sein Erscheinen kündet irgend einen „großen Tag". Diesmal gilt's, aus der Gestaltung "der internationalen Lage die Zwangsgründe deutscher Rüstungs- Verstärkung herauszudestillieren, und man dark gespannt darauf sein, zu hören, w i e in des Kanzlers Kopf die Welt von heut sich malt. Wir verzeichnen zur Orientierung über die heute beginnende Wehr-Debatte folgende Drahtmeldungen:
Die Balkaniade und wir.
Berlin, 7. April.
Für die Rede, mit der der R e i ch 8 ka n z- ler am heutigen Montag die erste Lesung der Heeresvorlage eröffnen wird, ist das Thema durch den Satz der gedruckten Begründung der Vorlage gegeben, daß durch die Ereignisse, die sich auf dem Balkan abspielen, die europäischen Machtverhältniffe verschoben worden find. Ueber die Verschiebung der Machtverhältniffe, soweit darüber öffentlich in der Plenarsitzung gesprochen werden kann, und über imsere Beziehungen zu allen Mäch- ~ ten wird der Reichskanzler voraussichtlich sich äußern und daraus die Notwendigkeit - der He eres Verstärkung für zukünftig mögliche Situationen herleiten. Von der Fortschrittfichen Volkspartei werden die Herren Müller Meiningen und Dr. Doormann zur Wrhrvorlage und der Abgeordnete Payer zu den Deckungsentwürfcn sprechen. Bon den Rationalliberalen sind Baffermann und Paasche, vom Zentrum Snahn, von den Kon- servativen der Herr zu Putlitz und Graf Westarp, von den Sozialdemokraten Haase, Scheidernann, Frank, Südekum, Segitz und Ennnel als Redner bestimmt.
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wiederholten Andeutungen der Regierungspresse zu erwarten war. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß auch die serbisch« Antwort von der Hoffnung auf Rußlands Unterstützung gegenüber den Großmächten bestimmt worden ist, und daß die russische Politik in Belgrad Hoffnungen genährt hat, die das europäische Friedenswerk verhängnisvoll gefährden.
Was nun? Die Antwort ist nicht schwer: Bulgaren, Serben, Griechen undMontenegriner werden die Kanonen weiter sprechen lassen und der Türkei in Konstanttnopel selbst den Frieden, wie er ihnen beliebt, diktieren. Dorthin werden sie wohl auch bald gelangen. Denn an der Tschataldscha-Linie und bei Bu- lair an der Dardanellenfperre wird der moralische Z u st a n d in der noch vorhandenen türkischen Armee noch genau so erschüttert sein, wie er es von vornherein gewesen ist, wie er auch nach den neuesten Nachrichten den Fall von Adrianopel herbeigeführt hat. Die Balkanstaaten kümmern sich nicht den Deut um den Willen des „einigen" Europa!
Rieder mit Oesterreich!
(Privat - Telegramm.)
Petersburg, 7. April-
Gestern nachmittag um zwei Uhr fanden so wohl in der Kasankathedrale wie auch in der Sühnekirche feierliche Gottesdienste statt, bei denen die Geistlichkeit den göttlichen Segen für die Montenegriner und Serben vor Skutari erflehte. Nach dem Gottesdienst in der Kathedrale, dem an dreihundert Abgeordnete, diele Reichsräte und Generäle beiwohnten, zog die Menge vor die Sühnekirche, um durch die dort hinzuströmende Menge verstärkt, zur Peter Paulskathe- drale zu ziehen und dort an den Gräbern Alexanders des Zweiten und Alexanders des Dritten Kränze niederzulegen. Die Zahl der Manifestanten wuchs gewaltig an. Ueber zehntausend Personen dürften zur FesMng gezogen fein. Bor dem ersten Tor schwenkte die ganze Menge wie auf Kommando nach rechts vor das PalaiS des Großfürsten Nikolaus Nikolajewitsch ab, wo sie in eine begeisterte Kundgebung unter Ab- fingung der Nationalhymne ausbrach. Dazwischen wurden laute Rufe gegen Oester- reich und „Nieder mit Oesterreich." hörbar. Später zerstreute sich die Menge ohne Zwischenfall. Heute findet im Saale des Adelsklub eine öffentliche Demonstration gegen Oesterreich statt, an der zweihundert Dumaabgeordnete, hundert Reichsräte und viele höhere Offiziere teilnehmen.
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Auch Serbien lehnt ab!
Belgrad, 7. April. (Privat - TeIe- gramm.) Nunmehr wird auch die Antwort der serbischen Regierung auf die letzte Note der Mächte wegen Einstellung der Beschießung Skutaris und Räumung Albaniens erfolgen. Wie verlautet, ist die Antwort Serbiens an die Mächte gleich derjenigen Montenegros ablehnend gehalten, was nach den
Dethmann, Seeringen, Kühn?
Berlin, 7. April.
Der Reichskanzler wird die heutige Reichstags-Verhandlung, die erst um zwei Uhr nachmittags beginnt, mit einer Rede über die politische Lage eröffnen. Die Beratung kann also als Einleitung zu der bevorstehenden zweiten Lesung des Etats des Reichskanzlers gelten. Bisher ist der Kriegsminister bei den Erörterungen über die neuen Militärforderungen völlig im Hintergrund geblieben. Im Reichstag aber wird er aus seiner Zurückhaltung hervortreten müssen, und vielleicht ergreift nach ihm als Dritter im Bunde am Bundesratstisch Reichsschatzsekretär Kühn das Wort, bevor noch ein Redner aus dem Hause zum Sprechen kommt. Die erste Lesung der Wehr und Deckungs-Vorlagen wird vermutlich die ganze Woche in Anspruch nehmen, denn die Fraktionen haben hierfür eine ganze Reihe von Rednern in Aussicht genommen: Die Soziawemokraten nicht weniger als sechs, je drei für die Wehrvorlage und für die Steurevorschläge. Ueber die Heeresvorlage soll in erster Reihe Abgeordneter Haase, über die Steuern Abgeordneter Südekum sprechen.
Die Regierung hat in der Verteidigung der Milliarden-Vorlage einen schweren Stand: Nicht sowohl wegen der Forderung an sich, sondern hinsichtlich ihrer Begründung und der geplanten Kostendeckung. Alle offiziösen Schwichtigungsversuche können nicht darüber hinwegtäuschen, daß die jetzt geforderte Heeresverstärkung im Verhältnis zu den periodisch wiederkehrenden Neusorderungen innerhalb des letzten Jahrzehnts eine riesenhafte Wehrverstärkung darstellt, und es wird deshalb Aufgabe der Regierung sein, die Plötzlichkeit der Erkenntnis neuen gewaltigen Rüstungszwangs so zu begründen, daß im Ausland nicht unnütz Argwohn geweckt wird und im Reich selbst tsie Last des verlangten Opfers als unerläßliche Bürgerpflicht erkannt werden darf. Der Hinweis auf die Balkaniade allein kann nickt als ausreichende Erklärung dieses raschen Wechsels in Auffassung und Ueber- zeuaung gelten, denn es ist schließlich doch die Aufgabe einer Regierung, rechtzeitig schon kommenden Ereignissen die Reichswehr anzupassen und nicht erst vom Werden der Tatsachen in milliardenschwere Rüstungslast drängen zu lassen. Was Kanzler und Kriegs- Minister der Nation als Antwort auf völkische
in Ges,
Montenegro bedauert sehr...!
König Nikita trotzt den Großmächten.
Depeschen ans Cetinje berichten uns: Auf die von den Befehlshabern der vor Antivari eingetroffenen Kriegsschiffe an die montenegrinische Regierung gerichtete Aufforderung, dem Beschluß der Großmächte hinsichtlich Skutariö Folge zu leisten, ließ die Antwort nicht auf sich warten: Sie lautete dahin, ba* die montenegrinische Regierung es bebaue- re, den Wünschen der Mächte nicht entsprechen zu können. Infolge der ablehnenden Antwort der montenegrinischen Regierung ist die Blockade über die montenegrinische Küste verhängt worden. Sie dürfte schon im Laufe des gestrigen Tages durchgeführt worden fein. Der montenegrinische Ministerpräsident antwortete auf das Ersuchen der Kriegsschiff-Kommandanten, er bedauere tief, eine in« tcrnationale Flotte in den Gewässern von Montenegro zu dem Zwecke uerfammelt zu sehen, eine Pression auf Montenegro auszuüben. Trost der schweren Pression, die
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Sie Sailanier an Europa.
Sine Antwort nach vierzehn Tagen!
Am zweiundzwanzigsten März überreichten die Vertreter der Großmächte in den Residenzen der Balkankönige ihre Friedensvorschläge. die die Pforte bereits angenommen hat. Am Sonnabend endlich haben sich die Balkanherren dazu bequemt, darauf zu antworten. Eine Drahtung aus Sofia berichtet, daß die Verbündeten vorgestern den Vertretern der Großmächte in Sofia folgenden Wortlaut der AntworMote überreichten:
Die Verbündeten sprechen den Mächten zuerst für ihre Bemühungen um den Frieden ihren Dank aus. In dem aufrichtigen Wunfche, ihre Aufgabe zu erleichtern, nehmen die Verbündeten die von den Mächten vor geschlagenen Bedingungen für den Frieden mit der Türkei mit folgendem Vorbehalte an:
1. Gelegentlich der endgültigen Festfetzung der Grenze von Thrazien wird die in den von den Mächten formulierten Bedingungen angegebene Linie als Grundlage und nicht als endgültige Grenzlinie angefehen.
2. Die Aegäifchen Inseln werden von der Türkei an die Verbündeten abgetreten.
3. Die Verbündeten meinen, daß fie die in Aussicht genommene Grenze Albaniens im voraus kennen lernen müssten, und hoffen, daß diefe mit jenen Grenzlinien übereinftimmt, die fie in London vorgeschlagen haben.
4. Die Forderung nach einer Kriegsentschädigung müßte im Prinzip angenommen und die Aufnahme ihrer Höhe zu bestimmen dem Ausfchuffe überlaffen werden, der fich mit den finanziellen Fragen befchäf- tigew wird und in dem die Verbündeten vertreten fein werden.
5. Die Verbündeten stimmen zu, daß die Kriegsoperationen von dem Augenblicke an a u f h ö r e n, wo die oben angeführten Bedingungen im günstigen Sinne aufgenommen und zur Annahme gelangen werden.
Wie aus der Note hervorgeht, betätigt sich „der aufrichtige Wunsch der verbündeten Balkanstaaten, den Großmächten ihre Aufgabe der Herbeiführung des Friedensschlusses zu erleichtern", darin, daß sie wohl kurz erklären, die ihnen vorgeschlagenen Bedingungen anzunehmen, dann aber durch ihre Vorbehalte gerade die Hauptpunkte der Friedensvorschläge der Mächte a b l e h n e n : Illustration des praktischen Efsetts „europäischer Mächie- Einheit".
And was nun?
ZIV kommt nach Metz!
Friedrichshafen, 7. April. (Privat - Te- legramm.) Das Lustfchiff Z. IV bleibt vorläufig in der Luftschiffhalle in Metz liegen, da verschiedene kleinere Reparawren an dem Luftschiff vorzunehmen sind. Ueber den künftigen Stand des Luftschiffes wird die Militärverwaltung entscheiden. Mann nimmt an, daß es in Metz stationiert werden wird und daß der Z. III nach Baden-Oos kommt. Graf Zeppelin hat sich über die glatte Erledigung der Affäre durch die französische Regie- rung sehr anerkennend und erfreut ausgesprochen.
Die Zeppeliniade im Reichstag.
Berlin, 7. April. (Privat - Telegramm.) Das Z. IV-Abenteuer wird auch im Reichstag noch ein Nachspiel haben, denn Herr Baffermann, der nationalliberale Führer, hat eine darauf bezügliche kurze Anfrage an den Reichskanzler gerichtet. Herr Baffermann fragt an, ob der Reichskanzler Auskunft geben könne über die Gründe, die das Luftschiff zwangen, über die französische Grenze zu fliegen, und ferner über die Verhandlungen, die dieserhalb mit der französischen Regierung seitens der Renhsre- gterung gepflogen worden seien.
Im Auto über die Grenze.
Naney, 7. April. (Privat - Telegramm.) Ein Automobil, in dem sich verschiedene, deutsche Staatsangehörige befanden, die die Schlachtfelder von Gravelotte besichtigt hatten, überfuhr durch einen Irrtum des Chauffeurs die stanzösische Grenze, und traf in Doneouri, einem französischen Torfe unweit der Grenze ein. Zollbeamte verhinderten die Weiterfahrt des Automobils und setzten die Gendarmerie von dem Vorfall in Kenntnis, die sämtliche Personen, nachdem sie vernommen waren, vorläufig verhaftete.