EM
5 aistler Neueile Mächten
Hessische Abendzeitung
Caffeler Abendzeitung
1913? 1
3. Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952.
Sonnabend, !♦ März 1913
Fernsprecher 951 und 952.
Nummer 73
te fön'
irserre
2 Zim- ME 50 M. I
-ßc 34.-W
! Woh-,
miUKT-
öblier '
, schön
linke,
, möb
amt, den Drang verspürt, vor aufmerksamem Ohr seiner Reise Abenteuer zu entschleiern.
1. lks., er mit
links,/ leffciett-
ceizimi ton, 1.
Et. r„ er mir
Küche
Pril zu.
Näbe . möb
Etg, er.
möb »ana.
Be- sein.
gossen" Lche, n .iaitod" ’
öne .y mieten?
i. Zu , Hih.,.
links, sofort
den, infolge von
Versehe« bei der Prozetzführung von feiten der Gutsherrschast oder deren vollmächtigten verloren gegangen
Es darf drum auch nicht befremden, daß Herr Kühn, der Staatssekretär im Reichs-Schatz-
schöncs er.
.. gut
, ein iuf so-
reit Lösung dem Kanzler dringlich und unabwendbar schien: Bekehrung der Süddeutschen zu , ■ den Steuerplänen der Wilhelmstraße,
fäx, Preisgabe des Erbschaftssteuer-Verlangens und
$ Teilnahme der südlichen Bundgenosien am Hohelied-Preisgesang auf Herrn Kühns kühnlich konstruierten Vermögenzuwachssteuer-Entwurf, von dessen Mrklichkeit-Wer- den man in Berlin den endlichen Niedergang des lang ersehnten Millionen-Segens erhofft.
Jünau-Main-Weser-Rordsee.
Der Kanal von den Alpe« bis zum Meer.
Aus K o burg meldet uns ein Pri. v a t - T e l e g r a m m: „Ter Arbeitsausschuß für das ProjM eines Donau- Main-Weser-Kanals nahm als Linienführung die Strecke Bremen - Coburg - Bamberg - Nürnberg - Augsburg- München in Aussicht. Damit ist man der Verwirklichung des Projefts der Schaffung eiires Wasserwegs von Bayern nach der Nordsee wieder um einen Schritt näher gekommen." Wir haben bereits im Dezember vorigen Jahres anläßlich der Generalversammlung des Vereins zur Schiffbarmachung der Werra auf die hochbcdeutsamen heimischen Wasser- straßen-Pläne aufmerksam gemacht.
Den ersten Anstoß zu dem Plan einer Kanalisierung der Werra, der dann das weitere Projekt der Schaffung einer Wasserstraße vom Main zur Weser und damit von der Donau zur Nordsee zeitigte, gab der Bau des Rhein-Leine-Kanals. In den interessierten Kreisen wurden nämlich Bedenken laut, ob die Weser auch genug Wasser zur Speisung des Kanals führen werde. Die angestellten Untersuchungen ergaben, daß das nicht der Fall sein würde, und so wurde der Bau der großen Talsperren an der Edder und Diemel beschlossen. Aber auch die Wassermengen jener beiden großen Staubecken wurden noch nicht als ausreichend zur Speisung des Kanals angesehen, und so sah man sich nach anderen Gebieten um, dir für die Anlage von Staubecken geeignet sein würden. Man fand sie
am Oberlauf der Werra.
Es erfchien erschien jedoch unrationell, daß das dort aufgespeicherte Wasser den langen Weg bis Münden nutzlos hinunterfließen sollte, und so tauchte der Gedanke auf, die früher bereits bis Wanfried schiffbar gewesene Werra zu kanalisieren. Es bildete sich der Verein zur Schiffbarmachung der Werra, der jenes Projekt der Verwirklichung entgegenzuführen beschloß. Man dachte zunächst an eine Schiffbarmachung der Werra bis Wernshausen, doch da nahm sich der jetzige bayrische Prinzregent Ludwig des Planes an und ttug einen neuen großen G:danken hinein, nämlich den, die Werra durch einen Kanal mit dem Main zu verbinden, und so eine Wasserstraße von Bayern nach der Nordsee zu schaffen. Der Gedanke fand großen Anklang, und auf einer Versammlung in Koburg beschloß man, den
Er war (in des Kanzlers Auftrag) in München, hat mit Herrn von Hertling bei einer Friedenszigarre das Problem der Steuerquellen-Suche eingehend und ernsthaft beplaudert, in Stuttgart die Herzenshärte regierender Schwabenmänner mit der Wärme des Apostels der Nächstenliebe zu besiegen versucht, und selbst den Umweg über die Badenser Residenz nicht gescheut, um dem sorgenvoll harrenden Chef in der Wilhelmstraße wenigstens einen lichten Trost mit Heimzubringen von der Wanderfahrt. Herr Kühn ist ein Mann der Pflicht: Er hat die Strapazen der Reise in kalten Wintertagen, der Not gehorchend, nicht dem eignen Triebe, auf sich genommen, und obwohl er weder ein Demosthenes, noch ein Peter von Amiens ist, hat er dennoch versucht, eine Aufgabe zu erfüllen, de-
< EtU'
>bmrna Halber
Zweihundertzwanzig Millionen!
(Privat-Telegramm.,
Berlin, 28. Februar.
Main-Werra-Kanal
mit in das Programm des Vereins zur Schiffbarmachung der Werra aufzunehmen. Eine weitere Verbindung zwischen dem Main und der Donau besteht bekanntlich bereits durch den Ludwigskanal. Nach dem erweiterten Plan sollte die Werra bis Meiningen kanalisiert werden, von dort aus sollte der Verbindungskanal nach dem Main gebaut werden, der mittels großer Hebewerke über die Wasserscheide gefühtt werden sollte. Ferner faßte man den Plan, von diesem Kanal aus einen Stichkanal nach Koburg zu bauen. Bei der Weiterbear- beitung des Projetts des Main-Werra-Kanals tauchte nun der Gedanken auf, anstatt der gro- ßen Hebewerke an der Wasserscheide einen Schiffahrtstunnel durch die Wasserscheide zu bauen. Gcgenwättig ist man »och eifrig mit der Bearbeitung dieses Riesenprojettes beschäftigt. Die Wegstrecke für den Kanal ist ja nun festgelegt und wenn die Vorarbeiten auch fernerhin eifrig gefördert werden können, so dürfte die neue Wasserstraße eher gebaut werden, als selbst die hoffnungsfrohesten Freunde des Projekts je angenommen haben. -a-
ver'et- e^ciun äh. 409: >esersrr.H »fräße. 's-böne ' Zubeh.,
Waffenruhe am Batt«.
Der Schnee hemmt Krieg unb Kampf!
Konstantinopel, 28. Februar. (Privattelegramm.) In den letzten Tagen sind keine militärischen Operationen unternommen worden, da der Schnee die Wege ungangbar gemacht hat. Aus Adrianopel wird gemeldet, daß die Beschießuna andauerc. ohne jedoch
Herr Kühn kehrt heim mit leeren Händen. Im bläulichen Rauch des Hertling'schen Havanna-Krauts ist die Hoffnung auf Bayerns Bekehrung zu bessrer Einsicht sacht wie Nebel- dmist entschwunden; in Stuttgart hat die Greifenschläue Weizsäckers in unterhaltlichem Geplauder über die erfreuliche Lösung des Welfen- Problems Herrn Kühn jede Aussicht auf die Erwärmung kühler Schwabenherzen für die Millionen-Pläne der Berliner Wilhelmsttatze entwunden, und in Karlsruhe, wo man hinter perlenden Bechern an festlicher Tafel versammelt saß, sah der Gesandte des Kanzlers beim zatten Tasten an der Exzellenzen Sehnsucht- Wünsche düstte Falten wie nahend Ungewitter auf den Stirnen brauen. Insgesamt also: Fiasko; nicht erfreulicher und nicht ermunternder, als das Mißgeschick des bundesstaatlichen Finanzminister-Rendezvous, das Herr Kühn in den Januartagen im Berliner Reichs- ' schatzamt arrangierte. Damals hieß es, das Geplauder der nachbarlichen Säckelmeister habe „lediglich informatorischen Zwecken" dienen sollen und niemand habe daran gedacht, die Männer aus Nahem, Schwaben, Sachsen und Baden zu hastigen Entschlüssen zu drängen. Möglich; wichtiger indessen, als diese Verstche- rung war wohl die (offiziös nicht registrierte) Tatsache, daß das Konzilium der bundesstaatlichen Finanzminister beim Januar-Rendezvous dem Kollegen Kühn eiumütiglich erklärte, die Bundesstaaten würden jedem vom Reich geplanten Eingriff in das Gebiet der direkten Besteuerung (wie Herr Kühn ihn in seinem Vermögenszuwachssteuer-Entwurf erdacht) geschlossen und energisch widerstreben!
Der Bekehrung der Bundesstaaten von diesem Entschluß zu freundlicherer Würdigung der Steuerpläne der Reichsregierung galt die Fahrt des Doktor Kühn zum Süden. Daß sie ergebnislos geblieben, ist nicht die Schuld des Kanzlerboten, sondern Herrn von Dethmann Holl- Wegs eigne Sünde: Der Kanzler toagt’S nicht, dem Reichstag als Deckung der Millionen-For- derung für die Heeresverstärkung die (von der Mehrheit der Volksgemeinschaft verlangte) Erbschaftssteuer vorzulegen; er fürchtet den Zorn der Konservativen und des Zentrums, sieht Heyde- brands Drohwort wie ein gespenstisches Menetekel am Horizont nächster Kanzler-Zukunft au steigen unb sträubt sich mit aller Kraft gegen die Erbschaftssteuer im Fall der Not mit Hülfe bet Sozialdemokraten in den Hasen retten zu müssen. Heimgekehrt von der Enttäuschungs- fahrt. hat Herr Kühn als emsiger und nicht rasch zu entmutigender Mann nun die Häupter seiner Lieben im Hause Wallots zu sich gebeten, um in traulicher Aussprache mit den Führern der Parteien darüber zu beraten, wie ohne Pein
Die Kosten der neuen Militärvorlage werd« sehr viel höher fein, als bisher angenommen wurde. Nachdem die Schätzungen von 80 bis 100 sprungweise auf 120 unb auf 150 Millionen in die Höhe gegangen waren, wird etzt versichert, sic würden 2 00 bis 2 2 0 Mil - lionen betragen. Diese Riesensumme er cheint nicht unwahrscheinlich, wenn man aus einer offiziös bedienten Korrespondenz erfährt, welche gründliche Arbeit die Militärverwaltung machen will. Die „Germania" hat sich erkundigt und bestätigen hören, daß die offiziösen Angaben (die auch von der freikonfervativen „Post" veröffentlicht und als zutreffend kommentiert werden) richtig sind. Somit tritt bie Deckungssragc immer bedeutsamer in den Vordergrund. Vielleicht bereitet sich eine wichtige Wendung vor, und es ist wahrscheinlich, daß sich der Reichskanzler doch noch dazu ent chlietzt, dem Bundesrate und dem Reichstage eine regelrechte Reichsvermögenssteuer und nicht bloß einen schwächlichen Ersatz in der Form einer Vermögenszuwachssteuer vorzuschlagen. Nur eine wirkliche, von großen Ge- ichtspuutten aus durchgebildete Vermögenssteuer könnte die erforderlichen hohen Ertrage liefern, und wenn schon mit Rücksicht auf Konservative und Zentrum eine Erbschaftssteuer nicht eingebracht werden soll, wird nur eine Reichövermögenssteuer die Deckung der Heeres- vorlage-Kosten ermöglichen können.
Hessische TruvvenübMgeN.
Die Truppenübungen des 11. Armeekorps; große Reserveübungen; bie Herbstmanöver.
Tie größeren Exerzierübungen der Truppenteile unseres elften Armeekorps werden sich in diesem Jahre hauptsächlich auf dem Truppenübungsplätze Ohrdruf i. Th. abspielen. Hiermit beginnen zuerst die Infanterie-Regimenter 94 und 96, die vom 2. bis 19. April ihre Kompagnien- und Bataillonsübungen abhalten. Die Infanterie-Regimenter 71 und 95 folgen hiermit vom 21. bis 30. April. Die Jnfan- terie-Regimenter 82 (Göttingen) und 83 (Ca;- fcl) verlassen ihre Standorte am 13. Mai und
terhin auf dem Gute bleiben wird oder nicht, noch keine Entscheidung erfolgen konnte. Der ganze Streit, der zwischen dem Pächter und der kaiserlichen Gutsverwaltung entstanden ist, dreht sich haupffüchlich um die Ausfassung, ob der Gutspächter das Gut im Sinne der Gutsverwaltung angemessen bestellt habe.
Sechshunde rldreißig Millionen!
(Privat - Telegramm.) Paris, 28. Februar.
Der französische Finanzminister K l - tz hat gestern der Kammer den Gesetz^twurfeinge- reicht durch den der KriegSmimfter auiorrsirt werden so«, über die für das Kriegsbudget vorgesehenen normalen Kredite hinaus eme Summe von 500 Millionen AoneS fürAnS- gaben zu verwenden, die ausschließlich für Anschaffungen, Fabrikationen und Konsrrukttomn bestimmt sind, die in längstens s u n f I a h r e n durchzuführen seien, um den Erfordernissen der nationalen Verteidigung zu genügen In den Motiven zu diesem Gesetzentwurf heißt eS, daß die letzten Kriege die Notwendigkeit bestätigt haben, daß die Rationen ihre Bcrtecdi- gungsmittel auf der Höhe der ssrtschrei- tenden militärifche« Wissenschaften und der Kriegskunst halten müssen, wenn st- sich mcht im Zustande der Inferiorität befinden wollen, dem später nur schwer abzuhelfen sein würde. Die Regierung habe sich entschlossen, die Kriegsausrüstung und die Desensivorganisation zu vervollkommnen und diese Maßnahmen hätten einen besonderen Charatter der Dringlichkeit, so daß man sich entschieden habe, diejenigen Vollmachten zu erlangen, die deren Realisierung zu beschleunigen gestatten. In der Tat würde die Durchführung der Maßnahmen zu lange Fristen verlangen, wenn man für die ins Auge gefaßten Operationen, für die insgesamt 635 Millionen Francs notwendig sind, nur auf die regulären Kredite angewiesen wäre. Ter französische Ministerrat wird sich in seiner nächsten Sitzung einstimmig für die Einführung der dreijährigen Dienstzett aussprechen.
Der Wirtschaftsbetrieb auf Rehberg schien mir recht extensiv: Geringer Viehbestand, geringer Kunstdüngeraufwand, infolgedessen niedrige Ernten (Göpeldreschmaschine auf tausend Morgen Acker!) auf einem Boden, der als recht brauchbarer Mittelboden (lehmiger Sand; zum kleinen Teile sandiger Lehm) anzusehen war, wie die von mir veranlaßte Vornahme von Bodenanalysen gezeigt hat. Wenn dem Pächter Sohst von feiten des landwirtschaftlichen Vereins in Elbing das Zeugnis eines tüchtigen Landwirts ausgestellt worden ist, so nehme ich an, daß es lediglich K a - pitalmangel gewesen ist, der ihn trotz der billigen Pacht von der Modernisierung des Wirtschastsbettiebes zurückgehalten hat, welche Modernisierung auf dem Hauptgute Kabinen, wenn auch mit erheblichen Unkosten, im großen unb ganzen recht gut burchgeführt worben ist. Von b i e f e m Gesichtspunkte aus, bent Wunsche, auf Rehberg einen neuzeitlichen Landwirtschaftsbetrieb zwecks Hebung ber volkswirtschaftlichen Produktivität zu gründen, sind bie Kaiserworte in ber Sitzung des Landwirt- schaftsrals zu verstehen, die in der Oeffent- lichkeit so viel Aufsehen erregt haben.
Der Pächter Sohst an den Kaiser.
Wie uns im Anschluß an vorstehende Mitteilung aus Berlin depeschiert wird, hat der Pächter Sohst soeben in der toiebererörterien Angelegenheit Kabinen eine Jmmediat- Eingabe an den Kaiser gerichtet, durch di- der Kaiser bie Möglichkeit gewinnt, sich über bett Stand ber Angelegenheit genauer unterrichten. Es schwebt augenblicklich ein Prozeß, durch den eine Beendigung ber Pacht des Pächters Sohst zum ersten Juli angeftrebt wird. Dieser Prozeß ist noch nicht entschieden, so daß über die Frage, ob der Pächter noch wei-
lliertes < iu ver- j enseitc. 1
Htbs. ' junger
und Herzeleid ein Ausweg aus dem Klippengewirr ber überall auftauchenden Deckungs-- unb Millionen-Schwierigkeiten gefunden werben könne. Man verfolgt im Volk diese geheimnisvolle Regiearbeit hinter ben Kulissen mit steigendem Unbehagen, denn die Art und Weise, wie Herr Kühn unb sein Meister sich anschicken, bas Millioneu-Problem der Heersskosten-Dek- ttmg zu lösen, zwingt zu Argwohn und Sorge und weckt umso stärkres Mißtrauen, als man aus bundesstaatlichen Regierungskreisen (im Dresdner Anzeiger läßt die sächsische Staatsregierung ans nationale Gewissen rühren) die dringliche Mahnung hört, es sei deutschem Bewußtsein unerträglich, sich sagen zu müssen, die Reichsregierung habe in wichtiger Stunde, in einem Moment, da ber Schutz des Vaterlands Opfer foibre, sich von bem Verlangen einer einzelnen Partei von b em Wege abdrängen lassen, den zu gehen Pflicht- gebot und Reichsnotwendigkeit fei ...! F. H.
MWshlMSbrrAMnen?
Der Deutsche Kaiser und sein Pächter.
Nachdem die Aeußerungeu des Kaisers in der Sitzung des Landwirischaftsrats bezüglich der Verhältnisse auf seinem Gute Sabinen von so vielen Seiten scharfe Kritik erfahren haben, tritt heute auch ein Verteidiger des Kaisers auf ben Plan. In ber Täglichen Rundschau erörtert Professor Dr. Ballod- Grünewald, ber (wie er erklärt) vor einigen Jahren als privater und nicht bezahlter Sachverständiger einen Einblick in die Rabiner Wirtschaft und die Angelegenheit ber Guts- Herrschaft gegen ben Pächter bes Nebenguts Nehberg gehabt hat, bie Verhältnisse auf dem Kaiserlichen Gut und kommt dabei zu einer charsen Verurteilung des Pächters Sohst.
Das Mustergut des Kaisers.
Professor Ballod als Kritiker.
Berlin, 28. Februar.
Professor Ballod erinnert in seinem Artikel über Kabinen an ben vollständig vergessenen Ausgangspunkt der Differenzen zwischen Kabinen und Rehberg: Das Kaiserwort, baß bie Arbeiterwohnungen in Kabinen chlechter gewesen seien als die Schweine- tälle. Damals wurde (so schreibt Professor Ballod) von denselben Blättern, die heute ben zu Unrecht beleidigten Pächter von Rehberg verteidigen, hervorgehoben, wie schöne villenartige Arbeiterwohnhäuser die Gutsherrschaft Sabinen erstellt hätte. Auf bent verpachteten Nebengute Rehberg ließen unb lassen aber bie Wohnverhältnisse nach wie vor alles zu wünschen übrig: Hänschen von kaum zwei Meter Deckenhöhe, äilßerst baufällig unb ungesund. Die Gutsherrschast Kabinen hat sich bemüht, den Pächter auf Grunb eines Pachtvertragsparagraphen wenigstens zur vertraglichen Beisteuer beim Neubau eines Pächterwohnhauses zu bewegen. Es ist barüber zum Prozeß gekommen, der von der Gutsherrschaft verloren worden ist. Nach meinem Empfinden kann der Prozeß lediglich aus formalen Grün-
möbl.
L__
links,
Betten o.________
tt, gut ietbor. er^cn
Wo km
’reunb-
., möb-
irgenb welchen Schaden anzurichten. Der Kommandant der Festung Adrianopel, Schükri Pa- cha. hat der Regierung einen neuen Bericht eingesandt, in dem er mitteilt, daß die Festung ich in vorzüglicher Verfassung befinde und sich bis auf ben letzten Mann verteidigen werde.
Verschwörung gegen den Sultan?
Konstanza, 28. Februar. (Privat- telegramm.) Hier eingegangene Depeschen aus Konstantinopel berichten, daß dort eine Verschwörung gegen die Jungtürken aufgedeckt worden sei. DaS von Scherif Pascha organisierte geheime Komitee verfolgte den Zweck, den S u l t a n z u st ü r z e n und an seine Stelle den Prinzen Sebach-Edin zu setzen. Die Verschwörung reiche hinauf bis in die höchsten Armee- und Rcgierungskreise.
Wem einer eine Reise tut...!
®ie Wanderfahrt des Reichsschahsekretärs.
6in Privat-Telegramm meldet uns aus Berli«: Der Reichsschatzsekretär Dr. Kühn, ist vo« seiner Reise nach SLddentschland zurückgekehrt «nd hat zu Freitag abend verschiedene parlamentarische Führer zu einer Besprechung ins Reichsschatzamt eingeladen. Ein wichtiger Gegenstand dieser Besprechung dürfte die Deckung der HeereSforderungea sein.
Lon attersher war's immer so: Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen.
s., kl. Persoi l. 8 W imnrtt
NW
Varl, ter. . öblier- i-mwer.
leimte- th E irdl.
'W'cb 1 Et. Zim-
Werttontoreire: Die sechSgespaltene Zeile für einheimische Geschäfte 15 Pfg., für au«, mittige Inserate 25 Pf, Reklame,eile für einheimische Geschäfte 40 Pf. für auSroärttge Gefchäfte 80 Pf. Einfache Beilagen für die Gesamtauflage werden mit «Mark pro Tausend be. rechnet Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Residenz und der Umgebung ftnd die Eafseler Neuesten Nachrichten ein vorzügliche« Jnsertlonrorgan. Geschäftsstelle: Kölnische Straße 5 Berliner Vertretung: SW., Friedrichstraße 16, Telephon: Amt Morttzplatz 12584
Die Eafseler Neuesten Nachrichten erscheinen wöchentlich sechsmal und zwar abend«. Der AbonnementSprei« betrügt monatlich 60 Pfg. bei freier Zustellung in« Hau«. Bestellungen werden jederzeit von der SefchäftSstelle oder den Boten entgegengenommen. Druckerei, Verlag und Otebattlon: Schlachthofstratze 28/30. Sprechstunden der Redaktion nur von 7 bl« 8 Uhr abend«. Sprechstunden der Auskunft. Stelle: Jeden Mittwoch und Freitag von 6 bl« 8 Uhr abend«. Berliner Vertretung: SW, Friedrichstr. 16, Telephon: Amt Morttzplatz 12584.