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- - «?<@bs? Ä-kMcke Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Casseler Abendzeitung

Donnerstage 20. Februar 1913

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 65.

rascht nicht, sondern er empört! "u'5" ' - L:«. ^rnit August von

Budapest führt der Weg des Zufalls das Blatt wBiktoria Luise vor

Cumberland die Prinzessin Viktoria

Von

Herr L e i s h m a n wirkt dort

näher zu treten.

düng und Ehrverletzung.

Obne eine Ahnung von der

begriffen seien.

Neue Eumberlaud-Ratsel.

der licht.

unatl Hllu 1W,Ö. ___Herr hat, während er

die Geschäfte der Union besorgte, nebenher noch

Herr Lei sh man wirkt dort. Cumvermno me habe,

r.°>d S.,n° W 4«®"'"

mehrere Male inkognito MM Besuch Kaiserpaares in Berlin geweilt und habe auch

tllivv VV» .

im Kreise der Regierenden saß) der Verleum

her Pariser im Besonderen.

DaS Kabinett bleibt im Amt'.

Paris, 19. Februar. (P r i v a t - T e l e - eine Sitzung ab. Briand überreichte dem Prast. denten der Republik die formelle Demis- Uon des Kabinetts. Poincars bat mdessen

meinte einer unserer Schiffsoffiziere der sich m

SÄÄäSS VL7mem daß wir st- fast beneidet hätten um lall was sie noch genießen und erleben würden' Der Marinemaler Rawe mit seinem aroßen schwarzen Bart ist uns noch gut^rmner- rs*. s.ä Palette feierte zwar an

ttÄU aber sein Kin°°ppar°t

Seite, daß bereits vor Prinzen Ernst August von preußischer Offizier eine ans. m.inien liche Verzichtleistung des Prinzen a u f H a n n o v e r stattgefunden hat.^ Auch will

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und Redaktion: Echlachthofstraß. 28/30. Sprechftimden d« Redamon nur ° g fcU

16. Telephon: Amt Moritzvlatz 1258«.

der der deutschen

Vorexpedition SchrSder-Strany seien die Anfang August von Tromsö w Ror-> wegen mit dem dort angekauften Schoner

K E"SZ

^nas Backbord h-rangeholt, die Waflerschläuche wurden verschraubt, und während mehrerer Twnden arbeiteten die Trinkwasserpumpen zu- »tunDcn aiv Ä-----rer<« a$eI Muße

~D,tschritu imb des Friedens fort- gesetzt werden möge. In der Antwort Po> _ S war von der Politik, d^ Frieden^^

Zer neue Herr im Nysee.

Amtsantritt des Präsidenten Poincaree.

Hffli.r ÄTB L- dent, hielt" seinen' Ewzug"1ns Palais des nachmittags^ traf ^Poincmiö iÄÄ nach- dem er vorher den scheidenden Präsidenten,m dessen Privatwohnung geleitet hatte. Beim Eintreffen des neuen Präsidenten tm Elvsee verkündeten einundzwanzig Kanonenschüsse Wechsel in der Präsidentschaft.

Eine zarte Pflanze.

Die deutsch-englische Verständigung.

Die Budgetkommission des Reichstages haa nunmehr das Protokoll über die S tzung vom siebenten Februar herausgegeben, m der Staatssekretär des Auswärtigen Am , ^aaow Erklärungen über unsere Bezie

«» M«''Äff.ffiX

'ÄmM. Tri b« Ürö-bfflcmSto»« blmmmto«- ine V | gjjnttatton Kisten. ffätTeen, Schlnien.

Skiern, Tauen und zwei kleine Boote lagen darauf herum und dazwischen überall verteilt und angebunden bellende und heulende Hunde der verschiedensten Ranen: ReusuE^ud-r, Bernhardiner, Setter und sogar dannch« -Off gen, achtzehn Stück an der Zahl. Die Tiere waren in einem jämmerlichen Zu st a- l d e: Einzelnen konnte man alle Rwven zahlen,

kerl. .

Fm Budapester Tempel der Gerechtigkeit dient man dem Recht in anderm Sinne: Die Kunst juristischer Sophisten hat den Deutungs­bereich des AusdrucksPanamist" so scharf umarenzt, daß das von dem Angeklagten zur Entlastung vorgebrachte Tatsachen-Materral 'n der Hauptsache als .nicht zu der Sache aeho- rig" vom Gericht aus der Beweisaufnahme ausgeschaltet werden konnte. Der schwere Dor Wurf des Staatsbetrugs (begangen durch die Entziehung drei Million^ Kro­nen Staatsgeldern aus dem Handel mit der Ungarischen Bank- und Handelsgesellschaft z gunsten der Wahl lasse der Regierungs­partei) ist in dem Strafprozeß völlig unerorstrt geblieben, da nach der Auffassung de ' richts der Ausdruck Panamist den .Mißbrauch öffentlicher Gelder zum privaten Dostes und zur e ig n e n Bereicherung voraussetz. Da die drei Millionen Kronen aber nickst m Herrrn Lukacs .private' Tasche, sondern m die Wahlkasse der Regierungspartei geflossen, die Gerechtigkeit der Pflicht enthoben, zu pru- fen, ob der Ministerpräsident wirklich mitten drei Millionen Kronen gesetzwidrig gespielt und sie der Staatskasse vorenthalten habe. Le­diglich ein Häuserhandel, den der Fiskus ab- qeschlossen, wurde in der Bewei-aufnahrne be­rücksichtigt, und der Zufall wollte es, daß Herr Lukacs grade in diesem Punkte seine Hand- in Unschuld waschen durfte. Daß die Verieidi- ger es ablebnten, sich angesichts dieser Sach-aae

5m 6ia der Rordmeere».

Eine Begegnung mit Schröder-Strantz; zu­viel Gelehrte, zu wenig Erfahrene; Mangel der Ausrüstung der Expedition; Ahnungen und Befürchtungen einer Züricher Dame.

Bei den lebhaften Erötterungen über das Schicksal der deutschen Nordpol-Expe­dition Schröder-Strantz ist ver­schiedentlich auch darauf hingewiesen wor­den, daß die Expedition nicht mit bet genügenden Sorgfalt ausgerüstet worden sei. Diese Befürchtungen werden jetzt bestätigt durch die Mitteilungen einer Züricher Dame, die im vorigen Sommer auf einer Nordlandfahrt mit der Expedition Schröder-Strantz zusammentraf. Sie schreibt darüber: In kleiner Gesellschaft promenierte ich be­haglich an Deck. Plötzlich bemerkten wir mit unseren Zeißgläsern fern in der Einfahrt der Bai einen dunklen Punkt, bei sich arfiüet und größer weidend, sich schließlich aus eM Segelschiff entpuppte. Groß war das -Interesse unserer Passagiere, da wir ^on tage­lang außerhalb unseres schwimmenden Hotels »eine anderen Lebewesen gesehen hatten als die uns umflatternden Möwen, Popageientaucher ,.s beroleichen. oder einen Seehund oder ande- gRnffeiaetict wie die wundervollen blu-

un8e\ifieT=i?en NfiFi'sSnger vermuteten *

>iefl>uvdert Meter von uns entfernt stoppst seinen Lauf, ließ l°n«!-m ein Bo°, m. »af. ier und wartete, wahrend sechs Mann lernet Besamung mit kräftigen Schlägen an unser v.all- rcep heranruderten; hier wurden sie vom ersten Offizier aufs freundlichste empfangen und zum Apffthrt Mer tnoc&tctt btc Herren tvofil tn ben bei «»8

-u Sause Üblichen Sportkleidern mit Knie- baien und stark genagelten Bergschuhen, so W lieble e»lli««»be blM«f «»» »J« das Promenadendeck gehen. Baw kamen sie «i bom Kavitän Uitb einigen Schiffsoffizieren 1 zurück in den Rauchsalon, wo ^^bilbet'c gemütliche kleine Plaudergesellschaft bildete^ Mit Genuß rauchten die Ankömmlinge die ikm anaebotene Zigarette und tranken Mineralwal se^unw7 «ichem Ausschluß von «W Dabei erfuhren wir nun, daß dies dre Mitgue-

also das Bild der Ereignisse keine außerge- .. wohnlichen Kombinationen: Die Sensa­tion ist erst im Gerichtssaal geschaffen wor- - den wo man dem Angeklagten die Führung des' Wahrheitsbeweises durch Beschluß des Richterkollegiums unmöglich gemacht hat. Man ist in Ungarn in Dingen, die das öffent­liche Leben berühren, weder zimperlich noch nervös: Herr Polonyi, der ftüher tm Ma- gyarenland als Justtzminister der Gerechtlg- keitspflege Vorstand, schied im Sturm nationa- .....

Ier Entrüstung und inmitten eines Orkans von mond Po' n car Skandalen aus dem Amt und verstand es den-1 noch, in der Feierabendzeit das Bächlein ungari- [ scher Politik durch Enthüllungen und raffiniert gewobne Intrigen zum reißenden Strom auf- zupeitschen. Und Herr Desy hatte doch nur den Ministerpräsidenten einen Panamisten ge­nannt! Wie gesagt: Man pflegt das in Un­garn nicht besonders tragisch zu nehmen, und man würde vermutlich über das Intermezzo bald zur Tagesordnung übergegangen sein, wenn die Richter von Budapest nicht, in übertriebnem Eifer, die Ehre des Herrn Ministerpräsidenten vor jedem Makelhauch zu schützen, den Auge- klagten Desy zum Märtyrer gemacht hatten.

In keinem Lande, in dem bet Staat bte Pflege der Gerechtigkeit übt, wird dem Sünder auf der Anklagebank die Möglichkeit der Verteidigung und Entlastung versagt; selbst der Mörder bat Anspruch darauf, in seiner Verteidigung g- hört zu werden und die Ermöglichmig des Wahrheitsbeweises ist nicht nur Willens-, sondern Pflichtakt bürgerlicher Gerechtig-

' ES gereicht mir zur besonderen GeuuM- ' na. bei dem ersten Anlaß, der sich mir bw- tet an dieser Stelle das Wort zu erp.reifew feststellen zu können, dastdieseEiwartung sich «gll und ganz erfüllt Wat. Der m- time Gedankenaustausch, in dem wir andau­ernd mit der englischen Regierung steben,hat sehr wesentlich mit dazu beigetragen, Schwie- «gleiten mancher Art zu beheben, die in Wn letzten Monaten entstanden waren. Wn^ha­ben jetzt gesehen, daß wir nicht mir Be­rührungspunkte sentimentaler Art mit England haben, sondern auch glei­che Interessen vorhanden find. E'Nj Prophet bin ich nicht, aber iS gebe mich der «Änffn-mn bin daß wir auf dem Boden ge­meinsamer Interessen, vE fruchtbarsten in der Politik, auch weiter mit Englaiw arbeiten und vielleicht ernten können. Ich wSchst aber darauf aufmerksam machen, werne Her­ren daß es M hier um «ine »arte Pflanze handelt, die man nicht durch zu frühes Berühren und Besprechen am Erblü­hen behindern darf...! Da einige Abgeord.

nn diesen Worten einen Widerspruch . ,urucnutepren um» v«

'Jb >« »Ä2SL eSfflÄ

b-mn e Serr von Tirpitz wiederholt, daß ein

Ä Ansatz absolut nicht existiere.! Soundso, tome es F^'hrt!

gt habe seinen militärischen Ressorfftandpunkt 1«ierer Schiffsoffiziere, der sich in

ttargelegt, der Staatssekretär des Auswärti- gen^habe die allgemeinen politischen Fragen | £.

FaMeres Friedens-Mahnung.

(Privat-Telegramm.)

Paris- 19. Februar.

Bei dem gestrigen großen Empfang im Rathaus waren alle hohen französischen Wur-1 denträger zugegen, nur die^bekannten '

listenführer fehlten. In der Festballe des Rathauses fand später etn Konzert statt, das bis fünf Uhr anbauerte. Hierauf begab sich Präsident Poincars nach dem Elyfle, erste Ministerrat unter seinem Vorsitz stat-- fand. In seiner Ansprache ,«n btnjteuei Präsidenten beim Empfang rm Rathaus g der scheidende Präsident Fallitzres der H^f-

Ausdmck, daß unter der neuen Prasibent-

Fernspttcher 951 und 952. 3«

Berlin, 19. Februar (Preie gramm.) Entgegen anders L-- düngen erfährt die M von i---

Sound o tonte es wohl fünf, ms w«.

doch nicht weniger rentable Geschäfte besorgt Hai in amerikanischen Bahnattion spekuliert ichsten l und mitunter, unb ohne zimperlich Erröten bw Politik mit dem Affien-Handel Verbund n. Da, 'heißt: Mister Leishman bat ^e ihm als Bot der Vereinigten Staaten gewordne

ganten letzten Krisis unsere Begehungen zu

bin die die offenen, von vollem Vertrauen gr i traäene Aussprachen zwischen London Ed uw- wäbrend aller Phasen dieser Krise der V erst am

Kadi und zieh Herrn Ae,q (Der i qtauf m finden, daß nun. wo der digung^Ler^Mächte geleflitt a^en^un

einer der höchsten Würdenträger^ s e K.Ä » ÄE-ÄffSS tun Kbe^en von^ Iagaw fuhr dann

-____.... als Schuldner verklagt, die Leute lensetts des z,. lich fort: .. .

^'Bis "zum Appell" an' die Gerechtigkeit zeigt ^x^dessen ' aMcklich'er Hand "die Union und mirx kA* keine ait^CTQC» 1 Äto" -- >» d»,-n »ab,», bat W"

Selfbman ble Totlul s«m . . . SB o 111« I11 machen konnte! ; '

behandelt.

-rn,wfl'chen hat (wie zu erwarten war) auch

«*** .«*i I j-g-t sarss

bet D-NllI des «-s-°-.|-|E»"b°- J V»»«®«b

nicht die Rede. Dieses Wort kam auch im Messegelder nur bet Ti st will, zu-«daß sie vor eiroa mm elfen hätten,

Stöchthaus nicht über die Lippen des "E E hei Dienst im Hafen g v^^ Zentrum Spitzbergen ,m E'se p6ef eLL mOrbtüfte «r'cr Glückwunsch der ihm dort xückgezogen. - J längerer Debatte und daß sie nun auf bet "sahrt a

Wien, 19. Februar. (P r i ö a tX e l e

V°nRbbLTiTamT»ubtobeT Die'vönI?chaff7rn i nUtnaHon'rttt£ lje wirb bjet IPrEenadvibeck auf bas is:* ""

«-"»121" EääS i«'*

, kritisches Stadium getreten. «

Neue ßumderlauÄ-Ratsel. bantenfrage ist gleichfalls (»« »» öe§

SÜttlSBÄ Ä." «

und Verleumdung oes bet kluge David yaqne v-u.

Präsidenten Lukacs zu einem Monat ®efangnts u *« Hauptstadt von den Füßen ge-

verurteilt und ihm wrßerbem vierhun Botschafter und politischer Reprä-

- neu Geldstrafe und die Kosten des ProzEtt $ete!nigten Staaten: Ein millio-1 Katsetpaares ' Biktoria

um den Sieg der Gerechtigkeit auferlegt L-er s aeschäststüchtiger und emsiger Gelegenheit gehabt, der Pr nz ss

Mann, b« ble W«» S* * Ä brtS»"« «**«« ,««**"

überantwortet, hat gegen den Trager der Re- Mann °er an ben .atmen ' ----- - *"-«

gierungsgewalt im Land der StesErtone st sch ^. bald vergessen machte Em fentlich und in der bestimmten Absicht, ihn h r idealsten Typs: Sehnig, tatkräftig,

auszufotdetn, den Vorwurf erhoben, et habe I^unig. Der ......

in seiner Eigenschaft °ls Ministerpräsident n H Wef(fäftc ber Uniull -------

Staat betrogen und dürfe sich des Ruhmes weniger weltbewegende, aber vielleicht

heuen, Europas größter Panamist zu sem. andre, weniger «

Was ein .Panamist" ist, hat uns die Korrup- t - tion in Frankreich sehr deutlich und anschau- hat m lich demonstriert, und wenn gegen den höchsten m bürgerlichen Würdenträger eines Landes, sich der Gemeinschaft der Kultur-Nationen zu- ___ _ _________

zählt, vor aller Welt ein Vorwurf dieses WE- pW politischen Sage als tüchtiger Ge-1 gen, bte verna^^.- letzte)' im Ple- Gehalts erhoben wird, dann erfordett s Nicht Esmann zurBelebung" seiner Spekula-1 ger (irre ich1^*«enheaeben hat, bezog sich nur die Gerechtigkeit, sondern auch das ^ f*Xen benutzt und auf diesem nicht hen der Regierung, deren Ehrenschtld der " ^gewöhnlichen Wege sich Vorzüge zu Gescholtne trägt, den Makel zu beseitigen und I 9 verstanden die andern, minder gmckli- Schuld und Unschuld vorm Auge der Ration tzche nicht zugänglich waren. Daß

gerecht und ehrlich abzugrenzen. Herr Lukace! ck»e p (^£tn) ^m Schuldner eines Wall­tat, was er als in Ehre und Wurde tief ' ^^et-Marlers wurde, ist zwar einigermaßen kränkter zu tun verpflichtet war: Er verzichtete |f . , a6el b£)^ (im Hinblick auf ForMnas

auf Pistolen-Geknatter oder Sabelflirren ging V niä)t besonders ungewöhnlich, und man zum Kadi und zieh Herrn Desy (der vordem I Lru.wn) nnu i , . . hi>r

ßUtntSSß6if6ttltltt=366D- IbemSenkann nicht"überraschen, eben-

| Die Richter von Budapest haben ,m Namen überrascht ^nickst, sondern er empört!

pes Königs von Ungarn den ftuhern 8 - j m führt her Wea de

fchen Staatssekretär Desy wegen Beleidigung

und Verleumdung des ungarischen Minister

h,_ Vereidigung des fiziöS wird zngrstanden, daß die Londoner Bot- inn Eumberland alS schastcrreunion bisher die Albanienstage nicht »nsdrsickliche und feier- einen Schritt der Lösung nähergebracht hat und ausdrückliche »no i begf)n{b bie augenblickliche Lage weniger

ermutigend fei als je.