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Casseler Abendzeitung

3. Jahrgang.

Sonnabend, 15. Februar 1913

Fernsprecher 951 und 952.

Nummer 61

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Casseler NM Nachrichten

Hessische Abendzeitung

und auch über den Posten abgestimmt wer­den. In Abgeordnetenkreisen nimmt man eine riedliche Lösung des Streites an.

Richard der Unsterbliche.

Richard Wagners künstlerisches Erbe.

Haus Wahnfried hat durch das Genie Wagners mehr geerntet, als je ein geistig Schaffender eS erhoffen durfte. Die Familie ist reich ge­worden and wird es, darf es nicht neiden, wenn die Quellen ihres Reichtums nun spär-j sicher fliesten werden, um der ganzen Mensch­heit zuzuströmen. Im übrigen ist es kritischen flrteilern längst kein Geheimnis mehr, daß das Haus Wahnfried nicht mehr der treueste Erb* walrer des väterlichen Besitzes ist. Bayreuth ist nicht mehr Das, was es vor Jahren war. Mau nimmt jetzt sehr gern statt der kostspieligen Büb-

nengrößen Anfänger zu Hilfe, die man durch hilfsbereite Korybanten zu neuen Sternen aus­rufen läßt und die trotzdem doch nur An­

ter, der seinen Ruf und sein künstlerisches Ge- wiflen nicht beschweren will, an die Darstellung desParsisal" nur mit äußerster Vorsicht und unter Vorbereitungen gehen, die jede unlautre

fanget bleiben.

Gewiß wird jeder ernsthafte Bühnenlei-

Prattik ausschließen. Wozu also der Lärm und Kampf, wozu die Prinzen-Refolutionen

waren verbraucht. Scott wurde fitzend und eine Gefährten in Schlafdecken liegend aufge- unden. Aus der Tatsache, daß bei den Leichen der Unglücklichen keinerlei weitere Vorräte an Nahrungsmitteln gefunden wurden, darf ge- chloffen werden, daß der Tod in erster Linie wohl infolge Erschöpfung und Hunger eingetreten ist, und daß die kleine Schar, als sie den Schauplatz der Katastrophe erreichte, von otten Vorräten an Nahrungsmitteln entblößt war.

richtet:

Tirpitz und das Zentrum.

(Bericht nnsers C. ^.-Mitarbeiters.)

Berlin, 14. Februar.

In der Budgetkommisiion des Reichstages, in der die Beratung des Marineetats fortgesetzt wurde, gelangte gestern die Resolu­tion des Zentrums, den Reichskanzler zu ersu­chen, die Verbesserung der Gesamtstellung der Deckoffiziere in Erwägung zu ziehen, einstim­mig zur Annahme. Die Resolution des Zen­trums, die die zweijährige D i e n st z e i t für die Marineinfanterie und die Matrosenar­tillerie gesetzlich festgelegt wissen will, wurde, trotzdem Admiral von T i r p i tz die schwer- sten Bedenken gegen die Annahme der Resolution äußerte, schließlich mit den Stim­men des Zentrums und der Sozialdemokraten angenommen. Zum Kapitel Jndienstbaltungen lag eine Resolution des Zentrums vor, die be­sagt: Verpflegungen, Tafel- und Messegelder und Landzulagen werden gezahlt für die Tage der dauernden Abwesenheit bei Fahrten aus hoher See, also nicht beim Dienst im Hafen. Staatssekretär von Tirpitz erklärte hierzu:Ich glaube, es ist Niemand in der hohen Kommission, der sich nicht ganz darüber klar ist, daß ich an dem Tage, wo dieser An­trag Gesetz wird, aufhöre, Staatsse­kretär des Reichsamts der Marine zu sein. Ich halte den Antrag für gänzlich undurchführbar. Die freie Verpflegung für Offiziere und Mannschaften auf See und im Hafen ist die unerläßliche Vorbedin­gung für einen geregelten Dienstbetrieb in Bord Solange die preußifch-deutsche Marine besteht, und in allen fremden Marinen, ist die freie Verpflegung vorhanden. Mehr habe ich in dieser Angelegenheit nicht zu sagen Die Abstimmung über die Resolution wurde auf die heutige Sitzung verschoben.

Scott «ud seine Gefährten

Christchurch, 14. Februar. (Privat- Telegramm.) Bei den Leichen Scotts und seiner Gefährten wurde nur n o ch e t w a s Tee vorgefundcn. Alle sonstigen Lebensmittel

über die begleitenden Umstände hätte geben können Leutnant Evans wollte das nicht gestatten. Leutnant Pennell, der an der nördlichen Expedition beteiligt war, unterstützte Evans und ließ sich in seinem Eifer verleiten, itt sagen:Es hieße ein krankhaftes Verlangen des Publikums besriedl- geu, wenn wir Dinge erzählen würden, die besser verschwiegen wurden."

der rote Husar Ernst August

Als er gestern früh seinen feierlichen Ein- zug hielt, trug er freilich noch die Uniform der Bayrischen Schweren Reiter, die man für Dra­goner halten könnte, wenn sie nicht himme.- blaue Hosen trügen. Nun wird er Abschied nehmen von diesem Kleidungssnick und sick zu­nächst an die knappere preußische Uniform ge­wöhnen müssen. Und wenn er dann tn ferne braunschweigische Hauptstadt emz'.eht, Word er auch nicht mehr jene historische braunschweigi­sche Uniform wiederfinden, die er von den Bil­dern feiner Ahnen her kennt. Drese nach Hu­sarenart verschnürte schwarze Uniform war em bischen melancholisch, aber schmuck war sie trotz­dem Sie mußte dem preußischen «oldatentum weichen. Aber Ernst August wird diesen Din­gen kaum mehr anhängen. denn er hat keinen Eid geschworen, und wenn er jetzt einen leistet, so ist es einer der Treue des preußischen Ofti- ziers gegen seinen Kriegsherrn, und ein ande­rer geaen seine iunae Frau... Es wird jetzt zn Mn geben nn. Kaiserhaus. Die großen, Aus- stattungsgeschäste fragen schon an, wann sie ihre Offerten machen können. Ein Brautschatz will bereitet sein, und Berlin und Braunschweig werden alles aufbieten, um der ausländischen Konkurrenz erfolgreich begegnen zu können. Und von dem Linnen und von den Spitzen, von Seide und von Samt, sprechen die Damen jetzt am meisten ...! *

Kaiser und Cumberlander.

Berlin, 14. Februar. (Privat-Tele- gramm.) Aus Wiener Hofkreisen verlautete gestern, ein Besuch des Deutschen Kaiser« in

An den Stätten, die sich der Musen Tem­pel nennen, hat man gestern, anläßlich der biet* | ßigsten Wiederkehr von Richard Wagners Todestag, der Erinnerung an den vor drei De­zennien Heimgegangenen in rauschenden Klän­gen Wort und Ton geliehen, und am drei­zehnten Februartag ward lebendig in den See­len was an Verehrung für den großen Meister . ,

der Enkel Hirn und Herz erfüllt. Richard Wag- und Eiferer-Deputationen, die Richard Wagners ner ging von dannen, umrauscht von der Unsterblichheit schützen zu müssen glauben. Ist jubelnden Bewunderung seiner Zeit, nachdem sie etwa je bedroht gewesen? Nein: Der .Par- er alle Seligkeiten durchkostet, die ein schassen-1 sisaft darf kein Monopol Derer bleiben, die sich der Mann nur ersehnen mag. Vom Söller sei- eine Fahrt nach Bayreuth leisten können. Wah­nes Festspielhauses hatte er noch einmal die rend man mit allen Mitteln eine soziale Kunst begeisterte Menge gegrüßt, hatte lein letz- zu gründen, die Kulturschätze jeder Nation Allen tes Werk, den Parflsal, vollendet und auf der zugänglich zu machen sucht, darf nicht eine kunst- Bühne verkörpert gesehen. Als er im veneziani- liche Mauer die Nachwelt vomParsifal" zu- schen Palast Vendramin verschied, im Psal- rückhalten. Im Deutschen Reichstag hat man mistenalter, ohne Siechtum, inmitten neuer sich noch einmal daran gewagt, dre^xchutzfriit Pläne ein Glücklicher, da war er gewiß, in die für denParsifal" zu verlängern. Dieser An­il n st erblichkeit einzugehen und der Nach- griff auf die Volksrechte ist indessen znruckge- welt lebendig zu bleiben. Dieser dreißigste Ge- wiesen worden, obgleich der Antrag von einer denttag ist nun der Tag, an dem die Nach- Petition unterstützt wurde, die als erste Unter­welt Wagner für sich in Anspruch nimmt. Es I schliffen die des Kronprinzen und der Kronpnn- ist der Tag, an dem die Werke des großen zessin trug. Richard Wagners Unsterblichkeit ist Mannes den natürlichen Verwaltern aus den dem Zufall des Alltags entrückt: seine Scbop- Händen gleiten und der gesamten Menschheit fungen sind Gemeingut der Kulturwelt gewor- Übergeben werden. Viele, die ihrer Zeit den, und es wäre ein Frevel am Genms des etwas bedeuteten, erreichten nicht, daß ein Men- großen Meisters von Bayreuth, fein künst- schenalter später die Zeit nach ihnen langen lerisches Erbe in die engenden Fesseln wirt- mochte. Für die Meister aber, deren Genie über schaftlicher-egoistischer Traditionen zu zwängen, ihre eigne Existenz und noch weiterhin leuch- denn Wagners Geist schwebt nicht nur über der tet hat das Gesetz (in Deutschland und in vielen Festspielhaus-Zinne von Bayreuth: Er erfüllt andern Kulturstaaten) dennoch eine Grenze auf- eine Welt, und seine Größe überstrahlt den gerichtet: Dreißig Jahre nach ihrem Tode soll eifernden Fanatismus der Bayreuther Wagner- der Besitz ihrer Werke der Allgemeinheit zufal- Priester so hell wie der göttliche Sonnensunke len, frei von Abgaben und einschränkenden Be- das schwelende Kerzenflämmchen ...! »an.

Sie große Überraschung.

Rach der Verlobung im Kaiserhaus.

(Von unferm Berliner P. 8.-Mitarbeiter.)

Ein Privat-Telegramm berichtet uns aus Gmunden: Der Deutsche Kaiser hat gestern den Herzog von Cumberland telegraphisch von dem Einzug und festlichen E m p f a ng des Brautpaares in Berlin verständigt. Er dankte in sehr herzlichen Worten dem Herzogspaar für die Einwilligung zur Verlobung. Hier verlautet, daß als Hochzeitstermin nicht der Ottober, fondern bereits der k o m - menbe Juli festgesetzt worden ist. Aus Berlin wird uns geschrieben: Die Verlobungsgeschichte »Prinzeßchens" ist reich an Ueberraschungen. Schon die plötzliche Ab­reise der Kaiserlichen Familie nach Karls­ruhe hat manche große Berliner Redaktion in arge Verlegenheit gesetzt. Die Nachricht lag vor (sagte man nachher), aber man habe es nicht glauben wollen. Und mit dem Einzug der Prinzessin und ihres Bräutigams war es fast ebenso. Es war nur bekannt geworden, daß die Kaiserin mit der Prinzessin nach Ber­lin zurückkehren würde. Und als die Kaffee trinkenden Berliner in den Morgenblättern la­sen, daß der Prinz doch mitkommen würde, daß ein feierlicher Empfang und ein prunken- der Einzug ftattfinben würde, da war eigent­lich schon alles vorüber. . . Im übrigen hat Berlin kein anderes Tagesgespräch als dieses, und selbstverständlich beschäftigt die senti­mentale Seite der Verlobung die Damen­welt am meisten. Es ist die umgekehrte Ge­schichte von Romeo und Julia: Also mit glück­lichem Ausgang. Die Montagnes und die Ca- pulets hatten das dringende Bedürfnis, sich zu versöhnen, und da sie es nicht auf unromanti- sche Weise machen konnten und sie der lieber» zeugung waren, daß ein Eheband die beste Ge­währ bieten würde, so sorgten sie bafür, day Romeo und Julia sich kennen lernten. Es ge- schah, daß die Liebe in ihren jungen Herzen aufleimte, eine Verlobung wurde gefeiert, und die Aussöhnung war besiegelt.

Ob sie jemals zu einer Begegnung der beiden .feindlichen" Familienoberhäupter führen wird, teht noch dahin; denn der Herzog von Cum­berland hat einen Eid geschworen, und über den kommt er vorläufig nicht hinweg. Rein bürgerlich betrachtet, ein unangenehmer Zu­stand. Der Vater des Bräutigams hält sich von >er Verlobung fern, die Braut kann ihm, we­nigstens vorläufig, nicht zugeführt werden. Es wird vielleicht nicht an einer heimlichen mit freundlicher Ritterlichkeit geführten Korrespon- vnx xtoitocit betn $äifct und seinem flrtstt Mdersacher gefehlt haben. Vielleicht schreiben ich die beiden Herren sogar öfters. Aber immer nur ganz heimlich, denn der Herzog hat einen Eid geschworen. . . Weiterhin sind unsere Da­men sehr entzückt darüber, daß Ernst August zu den Ziethenhusaren kommt. Denn die und rot, und man kann sie auf große Entfernungen hin erkennen, was seine bedeutenden Vortci.e bei allen feierlichen Gelegenheiten hat Wenn so viel Prinzen im Hause sind, ist es schwer, ,re alle auseinander zu kennen. Man unterscheidet sie jetzt nach Uniformen. Der schwarze Huf ar ist der Kronprinz, der Jnfantenst ist Ett.l Fritz, der Seemann Adalbert und

Krise im Rrilhsmarineamt?

Grotz-Admiral Tirpitz droht mit Rücktritt!

Wie wir schon gestern telegraphisch kurz be­richteten, ist es am Donnerstag in der Budget- Kommission des Reichstags bei der Beratung des Marine-Etats zu scharfen Zu- fammenstößen zwischen dem Staatssekre­tär des Reichsmarineamtes, Großadmiral von Tirpitz. und dem Zentrum gekommen. Der Staatssekretär erklärte, er werde von seinem Amte zurücktreten, wenn, wie das Zentrum wolle, die Verpslegunaszulagen, Tafel- und Messegelder für die Offiziere und Mannschaf­ten im Hafen künftig nicht mehr bezahlt wer­den würden. Was sich aus der plötzlich aufge­tauchten Gegnerschaft zwischen Zentrum und Staatssekretär ergeben wird, läßt sich noch nicht übersehen, kritisch ist die augenblickliche Si­tuation aber jedenfalls. Es wird uns dazu be-

stimmungen. ,

Die Spanne eines Menschenalters magl. . r

genügt haben, um auch den Nachfahren des ZtS öltööOrXtQOOÖlC. Großen von Bayreuth den materiellen Lohn! tm roia beS Dols.

ÄÄÄÄ'Ä «SS gelangen und leben Einzelnen bereichern. Die Achten v^S c o t^s ist/er*

ses Gesetz hat bisher bei allen bedeutenden bje epischen Blätter in über-

Männern der Nationen Anwendung geiunben, I Lobliedern auf die Leute, die

und daß ihre Werke nun überall hrn gelangen I Großbritannien den Ruhm fübern wollten, durften, gatt als ihre höchste geistige Wertung. ken Südpol zuerst erreicht zu haben. Rur der GoethesFaust" im unscheinbaren 3leclanu Daily Chronicie wagte es. der süßlichen Sen- Heft wird von jedem aus der Gemeinde beS ] timentalität entgegenzutreten, mit der die großen Meisters mit noch größerer Liebe be-lganze englische Presse die Katastrophe begatt* trachtet, als die kostbarste Ausgabe, die für bte beit, deren heldenhafter Schimmer von Tag wenigen bestimmt ist, die Fortunas Huld be- zu Tag mehr berbla61 $$mefpon. schattet. Rur für Richard Wagner soll jetzt, da I deut des Blattes hat m ^hnstchurch ^die das Recht der Nation an ihre Großenauchihn Besuch berichtet, Hingt recht eigen*

einbeziehen will, eine Ausnahme gelten. Alles, I '

was er vollbracht, soll nicht dem Volk zugute

kommen. Man will zumindest den .Parsisaft Rätsel Über Rätsel-

zurückbehalien, das Weihespiel, das letzte Wort (Telegraphische Meldungen.)

des Meisters. Worauf gründen sich diese An- London, 14. Februar,

spräche? Weniger auf etwas, was nach Fug ggie der Korrespondent des Daily Chro- unb Gesetz allen gehört? Wagner selbst hat El«, der dieTerra Nova* in Christchurch Parsifal" ben Festtagen in Bayreuth vorbehal- buchte, seinem Blatte berichtet, antwortete ten. Dieser Wille steht unleugbar fest. In bett i6m gcott? Begleiter, Leutnant Evans, Tagen, da man seine Opernmit den Vorhand- \auf ye Frage, wieso es kam, daß Kapitän nett Mitteln* aufführte, da er noch im Kampf! ScDtt in feinen letzten Briefen über einen stand, im Kampf mit Gegnern, Kapellmeistern Mangel an Brennmaterial klagte: und Primadonnen, mochte er verlangen, das $aS jft von keiner besonderen Bedeutung. Werk, in dem er sein Höchstes sagen wollte, dem gie foIIten die Sache überhaupt nicht Kampf entrückt zu sehen. Hier sollte bie etWä$nen* Erst als es gelang, dem Leut- Weihe seines Hauses den entscheidenden Ein-1 nant 1(ar ,u machen, daß die Welt von diesem fluß üben, hier er selbst daS gebietende WortIMangel auf eine ungenügende Vorbe­sprech en dürfen, hier fein künstlerischer SSiÄe teitUtta der Expedition schließen werde, er- und sonst keine Laune maßgebend sein. DaS 2eutnant Evans, daß die Depots einen war vor mehr alS dreißig Jahren, und so dachte Monat länger als Scott es auf seiner ganzen ein Mann, der Hiebe austeilen mußt« und solche. R^se nötig gehabt hatte, mit Brennmaterial empfangen hatte. i versehen waren. Leutnant Evans meinte in*

Heut indessen ist jede Wagner Vorstel- dessen, es sei das beste, über diesen Umstand lung dem Opernbetrieb des AlltagS fern. Heut gherHaupt nichts verlauten zu lassen, wird kein noch so selbstgefälliger Tenor es wa-1 $er Korrespondent fragte noch einmal, wie gen. an irgend etwas, bas Wagner betrifft, zu I Leutnant Evans bann die Klage Scotts grabe rütteln. Heut« gibt es in den großen fiunfi* fi6eT den Mangel an Brennmaterial erklären ftäbten Opern-Aufsührungen, die festlicher, wag- fönne, worauf dieser wiederholte, daß es das nerischer und künstlerisch vollendeter find, als16efte sxj, die Sache vorher vorläufig ru- Bayreuth sie je WirHichkeit werden sah. L en zu lassen. Hierauf bat der Berichterstatter, Damit darf als erwiesen gelten, daß Richard ^n Arzt Atkinson ausfragen zu dürfen, der Wagners künstlerisches Erbe nicht nur von fei- bie Zeichen der verunglückten Forscher in nen Getreuen in allen Zonen der modernen Ku!- ^m Zelt auffand und wichtige Aufschlüsse turwelt, nicht nur von den Zionswächtern des' -.....* " """ * * "

Hauses Wahnfried, sondern von allen Denen geschützt und geschirmt wird, bte künstlerisch denken und empfinden. Und die Familie?

Wird Tirpitz gehen?

Wie uns weiter au8 Berlin berichtet wird, ist man in parlamentarischen Kreisen vorläufig geneigt, den gestrigen Zwischenfall in der Budgetkommission nicht allzu tragisch zu nehmen. Man weiß, daß gestern nachmittag be­reits Unterhandlungen zwischen dem Reichsmarineamt und dem Zentrum eingeleitet worben sind, um mindestens eine vernunftge­mäße Milderung des Zentrumsantrages über die Messegelber herbeizuführen. Jedenfalls aber hat bas Zentrum wieder seine Macht ge­zeigt und dem Reichskanzler selbst einen Na­delstich versetzt. Das sei (so meint man in Par­lamentarischen Kreisen) auch der Zweck der Hebung, die die Regierung dem Anträge auf Aufhebung deS Jefuitengesetzes gefügig machen wolle. *

Die Entscheidung vertagt!

Berlin. 14. Februar. (Priv-t-Tele- gramm.) Die Austragung des Konflikts zwischen dem Staatssekretär des Reichsmarine- antts und dem Zentrum ist um einige Zeit hinausgeschoben worden. Das ReichS- marineamt hat den Mitgliedern der Buvget- kommission die gestern gewünschte Denkschrift über die Tage- und Meffegelder der Marme- ofiiziere zukommen lassen. Auf Vorschlag des Borfitzenden der Budgetkommiffion wurde die Entscheidung über den ftrittigen Titel bis Dienstag vertagt, um den Abgeordneten Zeit zum Studium der Denkschrift zu geben. Erst dann fall die Debatte wieder ausgenommen