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Nummer 41

Fernsprecher 951 und 952.

Donnerstag, 23. Januar 1913

3. Jahrgang.

Fernsprecher 961 und 952.

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Offerte der A. E. G. lauern (In der ersten Beilage der heutigen Nummer bringen wir aus sachkundiger Feder eine Kritik des magistrat- ffchen Erpos4s), und wir wollen, am Vorabend der Entscheidung, den städtisckien Körperschaften noch sagen, wie in dem Bericht der Budget- Kommission des Badischen Landtags über einen gleichen Fall die Gefahr großkapitalistischer Mo-

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scheu Botschaftern und die Erklärungen der aus­wärtigen Gesandtschaften seit dem Ausbruch des Krieges mitteilen. Die Regierung wird auch ihre Entschlüsse auseinandersetzen. Die Ver­sammlung wird also einen mehr informato­rischen Charakter tragen. Sodann wird die Regierung ein Conrmuniqus mit einer Ausein-

wärtig- Inserate 25 P'., Reklame,-Ne für etnhetmtsche Äeschafts « Pf., für -urwärtige »-schäfte so Pf. Einfache Beilagen für dts Defamtauüage werden mtt 5 Mar! pro Taufend be­rechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Residenz und der Umgebung ilne die Oaffeter Reueften Nachrichten ein vorzügliches Jnsertionsorgan. «efchäftsstelle: Kölnische -trabe a. Berliner Vertretung^ SW., Kriedrtchftr-b- 18, Telepborn Amt Morigplatz 676

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Augenblick entschlossen, der Gefahr eines Wie­derbeginns der Kämpfe am Balkan aus dem Weg zu gehen und den Verbündeten die Hand zum Frieden zu reichen. Der Verzicht au: die heldenmütig verteidigte Stadt Adria- nopel bedeutet die Unterwerfung der Türkei unter den Willen Europas, und er bedeutet gleichzeitig die Sicherheit des Friedensschlusses um der in London Friedens- und Botschafter« Kcr.rerenz sich wochenlang vergeblich gemüht. Der Grund des plötzlichen Umschwungs scheint in der Finanznot der Türkei zu liegen, die nach den vorliegenden Meldungen eine ganz außerordentliche Höhe erreicht haben muß, ußd in der Ueberzeugung, infolge dieser Finanznot den Krieg nicht fortsetzen zu können, zumal, da die Mächte in ihrer Note mit der Verweige­rung jeglicher Hilfe gedroht hatten. Diese Drohung ist also allem Anschein nach aus- schlaggehend und verhängnisvoll für die Pforte gewesen, und die Mächte können voraussichtlich in kurzer Zeit mit Genugtuung feststellen, daß sie ... Bulgarien zum Besitz Adrianopels verholfen und mit bewundernswerter Einsei­tigkeit die Interessen des BalkanbundeZ geför­dert, statt die Balkan-Wirrnis endgültig gelöst zu haben. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, hat das türkische Finanzministerium ge- tern ein VorschußgesckAft mit der Osmanischen Bank in Höhe von 250 000 Pfund zur Auszah­lung der Beamtengehälter abgeschlossen. Man steht: Auch die Politik wird vom Golde be­

dangen sichert sich die Kommune bei tüchtiger ^.Verwaltung eine ständige und steigende Ein- W"Kme. In Cassel war (und ist) man offenbar andrer Meinung, obwohl schon die schmerzliche : Erfahrung, die die Stadt mit dem Straßen- ^hn-Vertrag gemacht, zu nützlicherer Er- unmniz hätte Anlaß geben sollen. Heute han- 3 sich darum, abermals ein wertvolles

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£ Zwei Tage vor dem Termin der hinter 6er- schlossnen Türen stettsindenden Beratung des Casseler Stadtparlaments über die Preisgabe des städtischen Elektrizitäts-Werks an d.« Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft Hal der Magistrat der Residenz es als nützlich erachtet, i;i einer: sorglich abgetönten, von himmelblau­em Optimismus überstrahlterr Expose der Bür­gerschaft endlich zu sagen, was seit Monden, wie köstlichstes Geheimnis gehütet und vor je­dem forschenden Auge sorglich bewahrt, hin- L ter den Kulissen gespielt. Seit Monden:

Und die Bürgerschaft, deren Steuerkraft die kom, murmle Wirtschaft-Politik befruchtet, wußte we­der aus offiziellen noch offiziösen Mitteilungen, - welche Milltonen-Pläne sich im stillen Kämmer­lein vorbereiteten. In den Septembertagen des alten Jahrs wurden von verantwortlicher Stell' aus noch alle Besorgnisse durch ein sehr Westimmtes Dementi zerstreut: ein paar Wochen späte' (oder war's gar schon früher?) befanden sich die Verhandlungen zwischen Magistrat und A. E. G. bereits auf dem Weg zum nahen Ziel: Immer noch gedeckt vom Schleier des Ge­heimnisses (dessen Schutz vor dem Auge der Oeffentlichkeit wohl das temperamentvoll ver- tretne Interesse der A. E. G. gefordert). Es ist zum mindesten eigenartig, daß das Millio- nen-Projekt. das ein Stück Casseler Kommu° na (-Schicksal bedeutet, so ängstlich gehütet - vor Oeffentlichkeit und Kritik der Verwirkli- chuna entgegengeführt wurde, und es erregt peinliches Befremden, daß nun auch das S t a dt- parlament hinter verschlossnen Türen seine Entscheidung über den Plan fällen soll. W a r - ° nn ..?

Es ist gesagt worden, dasInteresse der Siadti lasse es wünschenswert erscheinen, die Verhandlungen mit der A. E. G. vertraulich zu WMHren. Wir gestatten uns, Dem entgegenzu- hulieu. daß (um ein Beispiel aus jüngster Zeit imd aitu gleichem Anlaß zu nennen) ein Ver- Kg-Entwurs, der in Karlsruhe zwischen der Stadt, der Süddeutschen Eisenbahn-Gesell- schaf! und den Rheinischen Schuckertwerken aus- g-arbeite. worden war, u. über den die Karlsru- herStadtverordneten demnächst zu entscheiden ha- r 6tn, bereits tm September des vergang- titeu Jahrs vom Oberbürgermeister der badischen L Residenz in Form einer Denkschrift in allen k wesentlichen Bestandteilen zur Kenntnis der x Oeffentlichkeft gebracht wurde. In Cassel be- x liebt man (neuerdings), die Bürgerschaft gar n.cht erst zu bemüber sondern die Steuerzahler vor vollendete Tatsachen zu stellen. Es ist l schließlich Sache des Stadtparlaments, sich zu diesem Verfahren zu äußern, und man darf woh* erwarten, daß darüber noch einige Worte zu sagen sein werden. Das Oefsentlich- k«i'-Prinzip ist die Brücke des Verftau- tn-L zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung I und wir erblicken eine Gefäbrdung dieses Vertrauens in jedem Versuch, das Oef- fentlichkeit - Prinzip zugunsten eines bestimm- . ten Planes auszuschalten: Möge es sich nun L um Interessen von weitestgehender oder beschei- - denerer Bedeutung handeln. Daß in dem Mil- lioneu-Handel zwischen Stadt und Privat-Ge- sellschaft die Oeffentlichkeit vom Beginn der t Verhandlungen bis zum Abschluß des Vertrags : von jedem Einblick in Wesen und Bedeutung der Dinge systematisch ferngebalten worden: ; Tas düntt uns das schwerste Bedenken | dieser ersten großen Aktion der neuen Aera. f Das zweite (nicht minder schwer wiegende) : Bedenken ist das dem Millionen-Projekt zu-

Konstantinopel, 22. Januar.

Die Nationalversammlung findet heute mittag int Palast von Dolmabagtsche im großen Botschafter Einpfangssaale statt. Den Vorsitz führt der Großwefir, der zusam­men mit den Ministern des Krieges, der Fi­nanzen und des Aeußeren die nötigen Erläu­terungen geben wird. Es werden drei Sitzun- fle- abgehalten. In Anbetracht dessen, daß der S u l t a n in den letzten Tagen vollständig dem Frieden geneigt war und der Großwesir bei der gestrigen Besprechung mit den Bot­schaftern seinen Wunsch und seine Hoffnung uf einen baldigen Frieden auSdrüüte, ist anzunehmen, daß die Nationalversammlung für den Frieden stimmen wird. Die Regierung hat die Aufnahme einer inneren Anleihe von achtzig Millionen Mark beschlossen.

Ein weiteres Telegramm aus Konstantino­pel meldet uns: An der heutigen Versammlung werden möglicherweise hundert Personen teift nehmen. Die Regierung wird der Versamm­lung ein Exposö über die militärische und fi­nanzielle Lage erstatten und wird die d i P l o -

Stunde liegende kommunal-wirtschaft­liche Prinzip. Franz Adickes, der geniale Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Main, der tatkräftige Steuer-Reformer

-Erbendes Besitzstück der Kommune: Das mtt innig»Opfern errichtete Elektrizität-Werk, aus he Hand zu geben und für klingende Silber-

ter * r ttn8e Werte zu veräußern, deren Zukunft- er Cal'W

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kwittvt immer« >e utti in an» Ange» ie Ge» Neuest-

nopol-Besttebungen gekennzeichnet wird. Es heißt da: ... Auch im einzelnen muß die Ge- schästsgebarung der Monopolgefcllschaft die schwersten Bedenken erregen. Sie ver­sucht zum vornherein, jede Konkurrenz im Gro­ßen und Kleinen auszuschließen. Auch dafür, daß sie sich den Gemeinden gegenüber die denkbar größte Bewegungsfteiheit fi*ert und die Ge­meinden in eine fast unerträgliche Ab­hängigkeit bringt, liegen hinreichende Bei spiele vor." Ist aber die A. E. G. etwas am deres als eine Monopol-Gesellschaft ...?

' F. H.

Friede am Balkan!

Depeschen aus Konstantinopel melde« uns: Die Regierung ist end, gültig zum Frieden entschlossen und hat die bedingungslose » btr®°Adrianopels beschlossen. Die Autwortnote soll heute abend überreicht werden. Zn Konstantinopel hat dieser Beschluß u n-

= ere ^«fregung hervorgerufen, da «och in den letzten Tagen günstige Nachrichten aus der Festung Adrianopel eingelaufen waren, sodaß man damit rechnete, daß die Militärpartei die Ober- Hand behalten werde. Der Friedensschluß steht nahe bevor.

timmt, und den Frieden am Balkan bat weni­ger die Staatskunst der europäischen Groß­mächte, als ... die Not zuwegegÄiracht, die die Türken zwang, sich dem Gebot ihrer Gläubiger zu fügen! Wir verzeichnen näch- stehend die uns heute "vorliegenden Draht­meldungen:

Der Preis des Friedens.

(Privat-Teleg ramme.)

Konstantinopel, 22. Januar.

Der gestrige Ministerrat beriet über das Expose, das der Großwestr Kiamil Pascha heute vor dem Nationalrat verlesen wird. Es verlautet, die Abtretung Adriano­pels werde unter gewissen Bedingungen zugestanden. Die Bedingungen sollen dahin lauten, daß der Sultan in Adrianopel einen geistlichen Statthalter ernennen darf und die Muselmanen des Bilajets in einem besonderen Landtag ihre Interessen wahren können. Der Friedensschluß gilt als nahe bevorstehend. Auf der Pforte wird be­stätigt, daß der russische Botschafter in schroffer Form die Regierung zu rascher Befolgung des Wunsches der Mächte drängt. Auch die übrigen Botschafter empfeh­len der Pforte rasches Rachgeben.

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löblier» Uten in :it voM ten um schäftS»

I -intet verschlossenen Türen.

Die Stadt Cassel und die A.E. G.

Gestattung sich noch gar nicht abseben läßt. Will die Stadtverordneten-Dersamm- l u n g, die erst nach dem Abschluß des Ver­trags zwischen Magistrat und Kapttalmacht Mit­wisser des mondelang gehüteten Geheimnisses wurde, zu diesem Schritt ihre Hand bieten? Wir haben wiederholt auf die Gefahren hinge- wiesen, die hinter der lockenden Millionen-

Haud im Spiele gehabt hätte. Sicherlich ist diese Beobachtung nicht irrig, und selbst dort, wo im dynastischen Interesse die persönliche Neigung der beiden Verlobten mit besonderm Nachdruck betont wird, wird man sich eines ge- totffen Zweifels an der Zuverlässigkeit die­ser Beteuerung nicht erwehren können. Selbst­verständlich soll das nicht heißen, daß Ehen, die aus politischen Rücksichten geschlossen wer­den, nicht trotzdem auf aufrichtige Herzens­neigung gegründet fein können. Im Gegenteil sind zahlreiche Fälle bekannt, wo Ehen, bei de­nen weniger Gott Amor als Mars Pate gestan­den hat, geradezu Vorbilder glücklichen Zu­sammenlebens zwischen Ehegatten wurden. Zu­meist aber verdeckt auch hier die Etikette nach außen hin alle Unstimmigkeften, wenn nicht tiefe seelifche Differenzen (wie im Falle der Er- Kronprinzessin von Sachsen und der erst kürz­lich geschiedenen bayerischen Prinzessin Georg) einen eklatanten Bruch in der ehelichen Gemein­schaft zur Folge haben. Nicht selten muß so­gar die ehestistende Pattei eingretfen, um den Frieden zwischen den beiden durch die Politik zusammengeschmiedeten Ehegatten wieder her­zustellen. So ist bisher unwidersprochen ge blieben, daß In der Ehe König Alfons XIIX von Spanien sich wiederholt

schwere Verstimmungen eingestellt haben und daß es erst der Vermittlung des Kö­nigs von England ßeburfte, um das gestörte Gleichgewicht im Madttder Königsschlosse tote» derberzustellen. Während Königin Ena von Spanien als ein Opfer der Politik betrachtet werden muß, blieb dasselbe Geschick der Pttn- zessin Patricia von Counaught erspatt, der Alfons XIII. zuerst als Gatte auserfehen war. Die Prinzessin dantte aber böslichst, mit der freimütigen Begründung, daß ihr der junge König ... zu häßlich fei Im allgemeinen sind die Ansichten der Höfe hinsichtlich der Hei« rat der Prinzessinnen wobl etwas liberaler g< worden, als dies früher der Fall war. Kaiser Franz Josevh erteilt der Erzherzogin Ele­onore offiziell die Erlaubnis zur Heirat mit einem befcheidenen Schiffsoffizier, und in Eng­land zieht man Verbindungen englifcher Prin­zessinnen mit Söhnen aus alteingesessenen Adelsgeschlechtern zweifelhaften Heiraten mtt Bewerbern ans dem Ausland vor. Gerade in England wird dieses Bestreben durch eine minder strenge Etikette unterstützt, während an­dererseits in Deutschland der männliche Nachwuchs in deirtschen Fürstenfamilien so groß ist, daß bei der Verbeftatung denffcher Pttnzef- sinnen nicht auf ausländische Heiratskandidaten zurückgegttffen werden braucht. Das Beispiel der Kaiserin von Rußland, die bekannt­lich eine geborene hessische Prinzessin ist, ist in der Tat für deutsche Prinzessinnen wenig verlockend, und ob die ehemalige Bttnzessin F n i i a von Mecklenburg-Sttelitz sich an der Lett- des ihr seit einer Reibe von Fahren ver­mahlten Kronvrinzen von Montenegro glück­lich fühlt, wird Man bezweifeln dürfen.

Krone und... Gold.

Berlin. 22. Januar. (Privat-Tele­gram m.) Die siebennndzwanzigiäbrige Prin­zessin Sophie von Sachsen-Weimar soll (wie hier verlanttt) im Begriffe stehen, sich mit dem ältesten Sohne des Senior-Chefs

Die Liebe im Fürstenhaus.

Politik, Liebe und Etaatsrnison.

Die Verlobung der Pttnzessin Viktoria Margarete von Preußen, der Tochter des Prinzen Friedrich Leopold, mtt dem Prin­zen Heinrich XXXIII. von Reuß ist (wie versichert wird) nicht auf politische Einflüsse irgend welcher Art, sondern auf eine reine Her­zensneigung des jungen Paares zuttickzu- sühren. In der Tat wäre fdjtoet einzufehen, was eine Heirat zwischen einer Hohenzollern- prinzessin und einem Mitgliede des Hauses Reus: mit der Politik zu tun haben sollte, wenn nicht zugegeben werden muß, daß die politischen Fäden, die sich in fürstlichen Heiraten verber­gen. so subtiler Natur sind, daß sie der Fern- tehende nur schwer zu erkennen vermag.

Der Sieg des Herzens.

(Von unferm B. v. ^.-Mitarbeiter.)

Berlin, 22. Januar..

Einer der besten Kemier höfischer Verhält­nisse der »erftorbene Herzog Ernst der Zweite von Koburg. hat einmal den Ausspruch getan, es fei ihm keine einzige Pttnzessinnen- heirat bekannt, bei der die Politik nicht ihre

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: Kes kommunalpolitischen Programms

[ Grundsatz: Die Kommune muß mit allen ihr zu j Gebote stehenden Mitteln bemüht sein, alle werbenden wirtschaftlichen Unternehmungen "'(Eleftrizitäts- und Gaswerke. Straßenbahnen und andre Bettiebe) in eigner Regie zu ^rwgften, unermüdlich auszubauen und zur s höchstmöglichen Ertragziffer emporzuarbeiten, denn grade durch ihre werbenden Unterneh-

anderfetzung ihrer Befchlüsse veröffentlichen. Daä Ergebnis der Verfammlnng wird dem Sultan unterbreitet werden, der einen Fa- milienrat abhalten wird.

Russische Drohung : Reue Kampfe.

(Privat-Telegramm.)

Konstantinopel, 22. Januar.

Die türkische Regierung, die gestern früh noch für Ablehnung der Fordentnaen der Großmächte entschlossen war, hat die Nutzlofigkeft einer Fortsetzung des Krieges eingesehen. Die türkischen Blätter erklärten, daß die Tüttei gegenüber den russischen Drohungen gezwungen sei, nachzugeben. Sie müsse jetzt ihr ganzes Angenmer! darauf ttchten, ihren asiatischen Besitz zu sichern. Schon der gestrige Kronrat, an dem die Mitglieder der Dynastie und die Prinzen des kaiserlichen Hauses teilnahnten, erachtete den FriedenSschlutz für nötig. Nllk eine einzige Stimme war ftir die Fortsetzung des ÄriegeS. Es handelt sich um einen kaiserlichen Pttnzen, von dein beiännt ist, daß er für das Programm der Partei für Einheit und Fortschritt, der Kriegspartei, große Sympathien besitzt. Inzwischen haben auf dem Kriegsschauplatz

neue Kämpfe stattgefunden.

Die serbischen Truppen an der Adriaküste hatten in den letzten Tagen schwere Kämpfe mtt Ma­lisoren und Marediten in Matthia zu bestehem Es fielen in diesen Gefechten 180 Serben. Bon Strane und Kroja gingen sofort zwei Bataillone mit Gebirgsgeschützen gegen die Malisoren vor, die sich ins Gebirge zurückzogen. Die beiden Bataillone ließen sich nach anhaltendem Gefecht verleiten, bis nach Vingalli vorzudringen. Hier wurden sie nachts von den vereinigten Maredi­ten überfallen und gänzlich aufge = rieben. Sechshundert Serben fielen im Kampfe. Der Rest slüchttte unter Hinterlassung der Munition und aller Geschütze. Die Mel­dungen Über diese Niederlagen der Serben rief in Konstantinopel großen Jubel hervor und bestärkte die Kriegspartei in ihrem Kampf gegen die Regierung.

Ende Januar: Friede!

Parts, 22. Januar. (Privat-Tele­gramm.) Der einunddreißigste Januar wird nach übereinstimmender Anschauung aller Bal­kandiplomaten als das Datum betrachtet, an dem über alle noch strittigen Puntte volle Verständigung zwischen den Alliierten und der Türkei erzieft werden wird. Dieser Termin ist durchaus nicht willkürlich gewählt, man rech­net nämlich für den stebenundzwanzigsten Ja­nuar mtt einer Konferenz der Balkandelegier­ten, der dann am letzten Januartage der offi­zielle Friedensschluß folgen werde.

Londoner Schluß-Arbeit.

London, 22. Januar. (Privat-Tele­gramm.) Die Botschafter-Reunion wird sich heute mit der Abgrenzung Al­baniens befassen. In diplomatischen Kreisen ist man der Ansicht, daß die Verhandlungen, die zwischen den widerftteitenden Standpuntten ein Kompromiß schaffen wollen, noch eine geraume Zett dauern werden. Gestern hat auch Serbien der Boffchafter-Konferenz eine Denkschrift über­reicht, in der die serbischen Forderungen ein­gehend begründet werden. Es wird angenom­men, daß ein völliges Einvernehmen zwi­schen den Verbündeten erzielt werden wird.

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