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WelerNemste Nachrichten

Dritter Zahrgavg.

Der Sieg des Herzens

einmal durchzuckten die Lust, die mit

Viehzüchter werden?

erneu

Dein

von hundertfünfzig

Bank in Berlin an,

CIGARETTE

Warm wollen Sie sich noch weiter quälen? CßkKsrm

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Elementar-, Mittel- und @

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Christiichsozlale Partei.

Deufschsozlale Partei.

Vortrag

MUs Sie MWWii I« See 2. Wisse.

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Durch Fleiß und ordent- Du aber felbft beweisen meiner Teilnahme wert

den bisherigen Zuschuß Mark monatlich weiter­

und des und dem aus

ernannt.

Carlshafen (a. d. Weser), den 16. Januar 1913.

Hun- sreu-

lung zu erringen, liches Leben wirst müssen, daß Du bleibst.

Ich werde Dir

nachgeschickt worden.

Rasch öffnete er das Schreiben. Drei dertmarkscheine fielen ihm entgegen. Mit digem Erstaunen las Hans:

Lieber Neffe! Ich habe mich über

Die Firma I. TrtnNer, bisher Große Ro­senstraße 11, verlegt am Montag den 20. Ja­nuar er. die Verkaufsräume nach der ersten Etage. Wilhelmsftraße 8, direkt neben dem gro- ßen Stadtpark. Die Firma, welche speziell Reste in besseren Herrenstoffen und besseren Damenstoffen führt, kommt damit dem Wunsche einer zahlreichen Kundschaft entgegen.

Vergehen, das Dich Deine Stellung gekostet hat, bei Deinem bisherigen Oberst erkundigt. Er stellt Dir im allgemeinen ein gutes Zeug­nis aus und bedauert selbst Dein trauriges Schicksal. Er hätte es aber nicht ändem kön­nen. Unehrenhaftes habest Du Dir aber nicht zuschulden kommen lassen.

Aus diesem Grunde bin ich auch bereit, Dir ferner zu helfen, und Dir die Möglich­keit zu bieten, Dir eine andere Debensstel-

Mann vorkam.

Entstammte er doch einer armen Offiziers­familie, dem steiherrlichen Nebenzweige der gräflichen Famllie Ballhausen: hatte er sich als Kadett, der eine Freistelle erhielt, kümmer­lich genug durchschlagen müssen, und würde er nach dem Tode seiner Eltern kaum die Ofst- zierslaufbabn haben einschlagen können, wenn sich nicht der reiche Oheim, Graf Balduin, der Senior des Geschlechtes, seiner angenommen hätte.

Und setzt waren alle seine Hoffnungen zer­trümmert, eine einzige Nacht hatte sie zer­trümmert, als ihn der Rausch zu einer unbe­sonnenen Tat hingerissen hatte, die ihm seine Stellung kostete. Einen Vorgesetzten, der ihn schon oft gequält, hatte er gefordert! Das hatte ihm den Hals gebrochen, und kaum, daß er mit dem armseligen Titel eines Leutnants a. D. davongekommcn war. Viele seiner Ka­meraden gaben ihm allerdings recht und be­dauerten sein Schicksal von ganzem Herzen. Aber was half ihm das? Die Gesetze der Disziplin waren streng und mußten cs sein; er war das Opfer dieser Strenge, weil er in einem unbedachten Augenblicke seinen Aerger, seinen Zorn nicht bewälttgen, nicht meistern konnte.

Und setzt stand er da . . - ein Schiffbrüchi­ger in dem Meere des Lebens, und es galt, sich durch eigene Kraft emporzuarbeiten, wenn auch gegen den Strom, der ihn mit seinem Strudel in den Abgrund zu ziehen drohte.

Er ging in dem kleinen Hotelzimmer auf und ab und überdachte seine nächste Zukunst. Er mußte irgendeine gewinnbringende Tätig­keit ergreifen, denn seine Barschaft war ge­ring, und auf den Zuschuß seines Onkels durf­te er kaum noch hoffen.

Er war zu trotzig-stolz gewesen, um dem Grasen bittend näher zu treten. Er wußte, es nützte nichts. Der alte Graf war von einem aristokratischen Hochmut, daß er dem Neffen seinen Fehltritt kaum verzeihen würde.

Was nun? . . . Diese Frage beschäftigte seinen Geist unausgesetzt. Viel gelernt batte er nicht: ein bißchen Französich und Englisch

Otomattr von Otto Elster

Für die Technik batte er sich von jeher tatet« essiert. Wenn er nunmehr das technische Stu­dium einschlug? Das würde ihm gewiß Freude bereiten und auch dem alten Grafen zusagen. Oder wenn er in ein Bankhaus als Volontär eintrat? Der Direktor der Deutschen Bank würde ihm wohl helfen. Oder wenn er in die Kolonien ging? . . . Doch was sollte er

Montag, den 20. Januar, abends 9 Uhr,

im Stadtparksaal (Eingang Wilhelmstraße).

Es reden:

. . . Dazu besaß er nicht das Kapital.

Schließlich blieb er bei dem Enffchluß, das technische Studium zu ergreifen.

(Forffetzung folgt.)

da? ... Landwirt

Sinmal mutz geschieden sein, Linmnl mutz bas Diigr brechen And der Mund in Todespein Lent? pdschirdsworte sprechen.

Sann verstummt der sütze Mund And die Augen lächeln nimmer, And en wird dir plötzlich bnnd: Lben ging Lein Glück in Trümmer.

pur den Kest van deinem Glück Surfst du kurze frift noch haben. Sann stehst du mit starrem Lück, Wie sie auch noch den begraben.

Hermann Haase-Gelnhausen.

Er war jung, er fühlte die Kraft in feinen Armen, tausend Pläne durchkreuzten seinen lebhaften Geist, er würde sich schon durch die­sen Strom durchkämpfen: er würde als kühner Schwimmer auf der Oberfläche bleiben, um endlich den sicheren Hafen zu gewinnen, von dem aus er mft Ruhe auf den vorüberbrau­senden Strom blicken konnte.

Er nahm den kleinen Handkoffer auf, der neben ihm stand, rief eine Droschke heran und ließ sich nach einem billigen Hotel in der Mit- telstraße fahren, in dem er vor Jahren einmal gewohnt hatte, als er auf der Durchreise nach seiner Garnison an der Westgrenze Deutsch- lands begriffen gewesen war.

Damals schien ibm die ganze Welt noch offen zu stehen. Mt froher Siegeszuversicht segelte er hinaus in das Meer seiner Hoff­nungen, in die schöne, selige, sorgenfreie Leut-

Detechv-

u-AuskunftsBureau

Konrad Bindewald.

Rechtsanwalt.

im Vortragssaal Cassel, Akazienweg 3 (neben Hotel Schinner) Sonntag, den 19. Januar abends SVz Uhr

Der christliche Sabbat.*4

Im Anschluß an dieses Thema wird betreffsSabbat n. Sonntag* Gelegenheit zur Fragestellung gegeben.

Redner: W. John. Freier Zutritt für Jedermann.

(Jeden Mittwoch und Sonntag, abends 8l/s Uhr Vortrag.)

H. Schröder .. Cassel. BrüderstraBe 18. Fernruf 2376. Beobachtungen von Personen, Reiseverfolgung, Ermittlungen, ipeziel! in Ehescheidung.- und Alimentationsprozessen.

Vertrauliche Auskünfte von allen Plätzen der Erde. Streng diskret.

Staub und Dunst geschwängert war, olS breite sich ein feiner Nebel über alle Gegen­stände, der sich, je ferner, mehr und mehr ver­dichtete, sodaß die Häuser deS Potsdamer Platzes fast schon in ihm verschwanden. Fuß­gänger, Wagen, Automobile, elettrische Stra­ßenbahnen, Radfahrer und Karren, von jun­gen Burschen geschoben . . . das alles drängte sich vorüber, hastend, lärmend, rufend, krei­schend, unaufhaltsam, wie ein reißender Strom, dessen Wassermenge durch Gewitter­regen angeschwollen war.

Zuweilen staute sich dieser Strom am Ein­gang des Potsdamer Platzes, es schien ein Augenblick der Ruhe einzutreten, ein Aufat­men in der fieberhaften Hast. Dennoch merkte man der aufgestauten Masse die innere Unruhe an; es war, als sollte der Strom seine Ufer überfluten, als würde er im nächsten Augen­blick die Grenzen durchbrechen, die ihn eineng- ten . . . dann das Signal einer Trompete, die wie ein Kinderspielzeug klang, und brausend, donnernd, rauschend, kreischend setzte sich der . Strom wieder in Bewegung, sich auf dem Potsdamer Platz nach allen Seiten zerteilend und sich verlierend in den noch gewaltigeren Strom, der sich durch die Leipziger Straße wälzte.

Des jungen Mannes Auge, der auf der Treppe des Bahnhofs stand, nahm fast einen erschreckten Ausdruck <nt. Seit zehn Fahren fast war er nickt in Berlin gewesen, und wäh­rend dieses Zeitraums schien ihm der Verkehr .. der Weltstadt in das Riesenhafte gewachsen zu - fein.

Oder war es nur das ungewohnte Bild, das sich seinem Auge darbot und ihn fast in i Sckrccken versetzte?

Er kam weither, von der Westgrenze des Reichs, aus einer kleinen, weltverlorenen Gar­nison, wo er ein halbes Jahrzehnt als Leut­nant gestanden, bis ibn ein unseliges Geschick aus der Bahn geschleudert und in dieses To­huwabohu der Weltstadt versetzt hattet Sein Auge erfaßte im ersten Momente noch n'ckt das Riesenhafte seiner Umgebung: es war noch zu sehr gewöhnt an die Verhältnisse der ; kleinen Stadt, an die stillen Blicke in Wald ; und Feld, an die Ruhe, die Einsamkeit der : Natur, an das Leben der kleinen Garnison, " das sich stets in den gleichen Formen abwik- kelte . . . hier schien ibm alles in das Riesen­hafte, in das Groteske verzerrt, und er emp­fand fast Furcht, sich in diesen brausenden i Strom zu werfen . . . Furckt, daß er in ibm ; unterflehen sollte, wie ein kleiner Stein, den man in den schäumenden Katarakt eines Rte- senwasserfalls geworfen.

Aber dann reckte et seine schlanke Gestalt empor. Ein Zug trotziger Energie erschien auf : seinem hübschen, durch eine leichte Melanckolie angehauchten Antlitz; die Lippen seines fein­geschwungenen Mundes, die ein kleiner blon- s der Schnurrbart beschattete, kräuselten sich zu k "inem verächtlichen Lächeln.

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2. Beilage.

Sonntag, 19. Januar 1913,

Hans von Ballhausen stand auf der großen Treppe des Potsdamer Bahnhofs in Berlin schaute mit ernstem Auge auf die Flut weltstädtischen Verkehrs, die sich brausend rauschend die Königgrätzerstraße herauf Potsdamer Platz zuwälzte. Hundert Töne

natlich das Geld zusenden. Damit' Du vor­läufig nicht in Verlegenheit kommst, sende ich Dir dreihundert Mark.

Du brauchst mir nicht zu danken. Mache Dich unseres alten Namens würdig, das ist mir der beste Dank.

Schloß Ballhausen i. Ostpreußen.

Dein Oheim

Balduin Graf Ballhausen.

Das War Hilfe in der Not! Und wenn auch der kühle Ton des Briefes ,sein Gefühl ver­letzte, so mußte Hans doch dem alten Herrn dankbar sein, daß er ihm die Möglichkeit gab, sein Leben auf eine sichere Basis zu stellen. Wenn diese Hilfe schließlich auch nur dem Stolz des Grafen entsprang, der nicht dulden wollte, daß ein Mitglied der Familie unterging, so war es doch eine Hilfe, durch die man sich hoch­arbeiten konnte.

Freflich . . . viel war es nicht . . . hundert­fünfzig Mark im Monat . . . und auf manche angenehme Gewohnhett mußte man verzichten. Aber immerhin . . . man konnte damit leben.

Die Welt und das Leben lagen wieder in hellerem Schein vor Hans, und mit mittige« rem Sinn ging er an den Ausbau seines fer­neren Daseins.

Wenn er sich irgendeinem Studium wid­mete? Er war noch jung . . . achtundzwanzig Jahre alt . . . da konnte man noch viel lernen.

Dienstag und Freitag

wird chemisch gereinigt.

Donnerstag und Sonnabend

zurückgeliefert.

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nantszeit. Er kam von seinem Oheim, dem alten Grafen Ballhausen, dem Besitzer des gro­ßen Fideikommisses in Ostpreußen, der ihm ~ monatlichen Zuschuß von hundertfünfzig Mark zugebilligt, eine Summe, die ihm da­mals so groß erschien, daß er sich als reicher

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sprechen ... ein tüchtiger Reiter und Turner . . . gewandt mit der Feder . . . damit ließ sich der Lebensunterbalt nicht gewinnen. Sollte er Weinreisender, Zigarienreisender oder Ver­sicherungsagent werden? Zu alle dem gehörte auch eine befthnmte Vorbildung, und die Kon­kurrenz war groß. Außerdem sträubte sich sein Gefühl gegen diese Beschäftigung: er war keine Natur, die durch derartige Geschäfte Er­folge hätte erzielen können.

Aber was dann?

In diesem Augenblick klopfte es an feie Tür, und der Kellner trat ein. »Ein Brief für den Herrn Barons sagte er höflich, Hans einen Brief überreichend.

Hans erkannte die große Handschrift seines Oheims, des alten Grafen Ballhausen. Der Brief war ihm aus seiner früheren Garnison

Lokomotivführer Geck-Cassel:

Mk Beamten und die andern Stände.

Amtsgerichtsrat Lattmann :

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Anmeldungen für alle 9 Klaffen nimmt der Unterzeichnete wahrend der Monate Januar und Februar an jedem Schul- £<te von 1112 Uhr in seinem Amtszimmer entgegen, wobei Geburts-, Tauf- und Impfschein vorzulegen sind.

Ter neue Lehrplan lehnt sich für die ersten 6 Schuljahre eng au den der höheren Mädchenschule an, sodaß auf diesen Stufen Ucbcrgänge zu dieser ohne Zeitverlust bewirkt werden können, wahrend er auf der Oberstufe mehr den Bedürfniffen des Modernen Erwerbslebens Rechnung trägt.

Der Rektor: Keller.

MSknl und Waren 11UBJC11 SMer< Cassel, Artilleriestrasse 9, pari., L und II. Etage.

Oberstufe ===== ®

Ich bin zum

König!. Notar

fllexonder Pfaff, Mein

erteilt Unterricht in