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Nr. 22.2. Jahrgang.

Casseler StlcC-

Vereins eintzirnmia «rNgcnommcr wurde, ,-fam steLÄrrtretenden Vorsitzenden warbt» durch ^urui Hrrr Lehrer Armbrecht, zu;:: stcll- derireienden Schriftführer . Herr 'tnbltnntm; rrr B n h m g a r t e n gewählt. Während der

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ist es auch jetzt noch nicht für bicienißc-.t ssuserer verebrlichrn Posiabsuneuten, dic bei Emyfaug dieser 'Jiumnicr dir Bestellung für das erste Quartal lJannarFebruar März) oder für bett Monat Mannar '.'.och nicht erneuert baden. Tie Bestellung auf dieCaffelcr Neuesten öcachrichten" mutz jedoch sofort nach Empfang dieser Nummer brmerkstcll-.gt werben.

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Sonntag, 31. Dezember 1911.

Am der Heimat.

Milde Winter in stütze re: Zeit.

Der Vorwinter bat sich bisher durch eine außergewöhnliche Milde ausgezeichnet, was allerdings nicht ausschließt, daß der Nachwin­ter noch einen recht derben Charakter annch- men kann, wie das ja in dent bekannten Spr».- che zum Ausdruck gebracht ist:Fangen die Tag« an zu langen, kommt der Winter erst gegangen." Einen äußerst milden Winter hatte inan 1323, feem ein gutes Frühjahr folgte. Im April blühten die Reben, und um Johanni hat man reife Trauben gegessen. Auch 1340 war ein warmer Winter, dem ein sehr heißer Som­mer folgt«.

1397 war trete Lcrsner in seiner Frankfur­ter Chronik schreibt) ein solch gelinder Winter, daß man im Mai geerntet und um Pfingsten Brot von neuer Frucht gebacken hat- Der Win­ter 1420 zeichnete sich durch solche außerge­wöhnliche Milde aus, daß die Bäume im Mo­nat Dezember im Blütenschmuck standen und im Laufe des Jahres zweimal Früchte trugen. Im Jahre 1506 konnte man im Januar Rosen und andere Blumen pflücke». Die Wintergerste schoßte, und der Roggen trieb Aehren In hu­morvoller Weife berichtet ein anderer Frank­furter Geschichtsschreiber, daß 1538 der ganze Winter so gelind gewesen fei, daß nicht ein­mal eine Gans aufs Eis gehen konnte, und 1586 war um Weihnachten über Feld und Flur ein Blütenzauber ausgebreitet wie zur Maien, zeit. 1599 ist ein so frühes Jahr gewesen, daß nicht nur dasGetreide zeitig eingebracht werden konnte, sondern am 27. April hat es. toi« Leis­ner schreibt, allhier um die Stadt bereits reife Kirschen gegeben. Während wir aus dem 17. Jahrhundert ckilde Winter in Frankfurter Geschichtsbüchern nicht verzeichnet gefunden haben, berichtet man aus dem Jahre 1708, daß :s im Anfmtge äußerst gelind gewesen sei, also daß man Blumen und Gartengewächse aller Art reichlich haben konnte. Am 14. Februar setzte dann der Winter mit Schnee ein, und am 4. Mai richtete der Frost erheb­lichen Schaden an. Uebcr den Winter 1721 be­richtet uns Steubing in seiner Topographie feer Stadt Herborn, daß der Januar warm und neblig gewesen sei. Die Tulipanen und Narzissen waren bis zu Blumenkopf aeschlos- sen, und der Kornlattich hatte im Februar Stengel getrieben. Am 2- Januar ließ der Bürger und Metzger Jüngst zu Herborn viele Hümmel in der Dill waschen und auf der soge­nannten Bürgermeisterwiese scheren. Aus dem 19. Jahrhundert seien die Jahre 1811, 1815 und 1822 verzeichnet, deren Winter außerge­wöhnlich mild waren. -a-

6hte heimische Erdbebenwarte.

Die Arbeiten an der Erdbebenwarte auf dem 825 Meter hohen Gipfel des kleinen Feldbergs sind für dieses Jahr beendet. Die Erdbebenwarte selbst und das Wohn- und Be- amrenhaus sind nun unter Dach. Das vom Forstfiskns gegebene etwa 10% Hektar große Gelände ist eingefriedigt. Eine harte Rutz bet den Bauarbeiten war, wie dieWiesb. Ztg.^ schreibt, die Wasserversorgung, nach­dem das aus dem Bergesgipfel'als Quelle an­gesehene Rinnsal bei der starken Inanspruch­nahme rasch versiegte. Die Frage der Wasser­versorgung legte daraufhin der Phvsikalische Verein in Frankfurt als Bauherr in die Hände der Herren Privatier Schlesickv (Falkenstein) und Friedrich Moser (Frankfurt), allein bis setzt wurde noch kein befriedigendes Ergebnis erzielt, weshalb die Wasserversorgung auch fernerhin mit Schwierigkeiten verknüpft bleibt. Ebenfalls eine ungelöste Frage ist noch die Liefernng von elektrischer Kraft und Energie. Der Phvsikalische Verein wird die Erdbebenwarte nicht nur für die mikroseis- nttscken teilten Registrierungen, sondern auch für die Registrierungen der starken Rah- beben einrichten. Die Göttinger Bereinigung hat dem Frankfurter Physikalischen Verein ei­nen Seismographen überwiesen. Wenn nun auch im großen die Finanzierung der Erdbe­benwarte gesichert ist. so rechnet doch der Phy­sikalische Verein damit, daß ihm noch manche Schenkung oder Stiftung zuteil wird, damit das Institut am 21. Juli nächsten Jahres, dem Tage, an dem in diesem Jahre die Grund- steinlegung stattfand, bezogen werden kann.

* Borken. 30. Dezember. (Der Flotte u- verein.) Unsre neue Ortsgruppe des Flot­tenvereins entfaltet unter der Leitung ihres Vorsitzenden, Herrn Amtsrichter Kunisch eine rübrtge Tätigkeit. Im »Hotel zur Post" fand gestern abend eine ziemlich stark besuchte Versammlung statt, in der das Statut des Kurhesstschen Provinzialverbandes des deut­schen Flottenvereins als Grundlage des neuen

Verhandlungen wurden ungefähr zwanzig Mitglieder neu aufgenommen. Allgemein be­grüßt wurde der Beitritt der Stadt Borken als Mitglied.

* Calden, 30. Dezember. (Treibjagd.) Bei der hiesige» Feldtreibjagd (Jagdpächter Kommerzienrat Wegmann-Caffel) wurden von achtzehn Schützen achtundfünszig Hasen erlegt.

* Homberg, 30. Dezember. (Im Wahl- k a mp f.) Vorgestern fand hier eine von den vereinigten Liberalen für die Kandidatur des Herrn Dr. L a P o r t e anbercnrmte Versamm­lung statt, für die als Redner Professor Schük- king-Marburg gewonnen war. In der Ver­sammlung wurde von verschiedenen Seiten darauf aufmerksam gemacht, daß zwischen den Liberalen und Deutsch-Sozialen ein lieberem« kommen getroffen gewesen fei, den Wahlkampf von Weihnachten bis zum 2. Januar 1912 ru­he» zu lassen. Man wies darauf hin, daß die von dem Kandidaten der liberalen Partei selbst vorgeschlagene Ruh« des Wahlkampfes durch die anberaumte Verfammlung unterbro­chen worden fei. Von Herrn Dr. Laporte be­freundeter Seite wurde diese Unterbrechung als gerechtfertigt zu erklären versucht. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland.

* Fritzlar, 30. Dezember. (Für treue Dienste.) Drei hier in Ltellung befindliche Dienstmädchen erhielten auf Grund zehn- jährigerDienstebei einer Herrschaft vom Kreisausschuß des Kreises Fritzlar ein schönes Diplom und ein Sparkassenbuch mit einer Ein­lage von je zehn Mark.

* Kirchhain, 30. Dezember. (Aufmarsch de r Parteien zur Reichstags­wahl.) Im Wahlkreise Marburg-Kirchhain- Frankenberg herrscht unter den einzelnen Par­teien für die bevorstehende Reichstagswahl eine fieberhafte Tätigkeit. Ter bisherige Ver­treter. Dr. Karl Böhme, kandidiert hier nicht mehr, dafür sind fünf neue Bewerber ausgetre­ten. Als Kandidat der Konservativen und Natioirallibcralen bewirbt sich der Regie- rnngsaffessof a. D. Bredt aus Marburg um das Mandat, das ihm jedoch von dem Vertre­ter der deutschsozialen Partei, Schneidermeister Rupp aus Niederwalgern, dem Anhänger der demokratischen Vereinigung, von Gerlach, demehemaligen hessischen Bauernkönig" Dr. Otto Södel und dem Vertreter für die So- zialdemokrate«. Diehl aus Frankfurt, strei­tig gemacht lvird. Fast täglich finde» von ver­schiedenen Parteien in dem weitverzweigten Wahlkreise Versammlungen statt.

* Marburg, 30. Dezember. (V o» der Universität.) Dem ordentlichen Professor in der philosodhrschen Fakultät der Universität in Marburg Dr. Arthur Meyer wurde der Charakter als Geheimer Regierungsrat ver­lieben.

* Frankfurt a. M., 30. Dezember. (Das Opfer des Fuldaer Mordes.) Am Mittwoch nachmittag fand die Sektion der in Fulda von dem Arbeiter Kirchler -rschoffcne» Frau Hochrein aus Frankfurt a. M.statt. Sie ergab, daß einige Rippe» durchschossen, feie Kugel direkt ins Herz gegangen und der Tod durch Verblutung in der Brusthöhle herbeigs- sührt worden war. Gestern nachmittag drei Uhr erfolgte auf dem neuen städtischen Friedhöfe die Bestattung der Frau Hochrein. Sehr groß war das Trnuergesolge, das mit dem vom Schmerz gebeugten Vater und de» Kindern dem Sarge folgte. Am Grabe der Mutter ereignete sich ein Zwischenfall, da die älteste Tochter Philip- pine einen OhnmachtSanfall erlitt, bewußlos zusammenbrach und beinahe in das Grab ge­stürzt wäre. Mehrere beherzte Frauen und Männer »ahmen sich der Oohnmächtige» an. Auch die zweitälteste Tochter brach vor Schmerz fast zusammen. Beide mußten von je zwei Personen »ach der Stadt geführt werden. Der verletzte Althändler Ludwig Ziegler befindet sich auf dem Wege der Besserung.

glückliche war sofort tyt. Ein Gründ zu seiner Tat läßt sich nicht angeben. Da »och Mittei­lung der Direktion des Vorschußvereins Unre- ßelmäßigkeilen im Geschäft nicht »erliegen, er­scheint es nicht ausgeschlossen, daß Dexhermer in einem Augenblick geistiger Umnachtung in feen Tod gegangen ist.

* Wiesbaden, 30. Dezember. (Die fiska­lischen Bäder.) Um dic Frequenz der fiskalischen Bäder Schlangenbad und Langenschwalbach zu hebe» und ihre Modernisierung durchzusühren, war von der hiesigen Regierung die Verpachtung in Aus­sicht genommen. Die entsprechenden Verhand. fangen sind nunmehr beendet. Pächterin wird die Gesellschaft für die Verwertung fiskalischer Bäder m. b. H. Die Verträge sind langfristig und werden nächster Tage die Genehmigung des Ministers erhalten. In Schlangenbad sind größere bauliche Veränderungen vorgesehen. I» Langenschwalbach übernimt die Pächterin die fiskalischen Mineral- und.Trinkquellen von der Stadt für eine Pachtsumme von zwanzig­tausend Mark jährlich.

* Hanau, 30. Dezember. (Eine Wahr, sag er in.) Die Ehefrau Karl Mettbach ist eine Zigeunerin und hat vor einigen Woche», angeblich des Herumziehens müde, mit Man» und Kinder» sich hier niedergelassen. Sie kam im November zu einer gut situierte» hiesigen Bürgerfamilie, wo es ihr gelang, erst der Tochter, dann der Mutter und schließlich auch noch der Dienstmagd wahrzu­sagen. Obwohl sie deswegen belohnt worden war, verlangte sie »ochreines Silber", da­mit sie dies zwischen zwei Kerzen legen und darüber beten könne. DaS Silber würde sie iviederbringen. so sagte sie. Die Mutter gab 2, die Tochter 3 Mark, das Dienstmädchen ein silbernes Armband. Die Sachen kamen natür­lich nicht wieder. Wegen Betrugs in einheit­lichem Zusammentreffen mit grobem Unfug wurde die Sybille heute vom Schöffengericht mit 25 Mark oder 5 Tagen Gefängnis bestraft.

* Soden i. T., 30. Dezember. (Der Ver­kauf des Elektrizitätswerkes.) Die Verhandlungen betreffs des Verkaufs des hiesigen Elettrizitätswerkes an die Mainkraft­werke sind soweit gefördert, daß nach Verstän­digung über einige verhältnismäßig zeringsü- gige Punkte der definitive Abschluß bald erssl- gen kann. Damit geht ein sehr beträchtliches Stromnetz, das zurzeit einen Kraftauswand von fünfhundert bis sechshundert Pferdekräften erfordert, in die Verwaltung der Matnkrost- werke über, das diesen zugleich eine ungcb'-n. bette Ausdehnung nach dem Taunus zu ge- ftattet.

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Ms ten Rachvergediete«.

* Hannoversch-Münden. 30. Dezember. (Der Verkehr auf der Weser.) Die Weser- Umschlagstelle zeigt jetzt wieder reges Leben. Täglich treffen dort mehrere lange GUterzLge ein. die Kali zur Verladung nach Bremen bringen. Infolge des günstigen Wasserstandes könne» feie Schiffe voll« Ladung nehme».

* Hedemünden, 30. Dezember. (An der Kreissäge verunglückt.) Einer Kreis­säge zu nahe kam der Ackerkuecht Hermann Schröder. Er zog sich eine schwere Hand­verletzung zu und mußte sich in die Göttinger Klinik begeben.

* Hedemünden, 30. Dezember. (Sie Bär­ger v o r st e h erw a h l.) Bei der gestrigen Bürgervorsteherwahl wurden die bisherigen Bürgervorsteher, Gastwirt A m m e r m a n n und Gutsbesitzer S t r ö w e r. mit 23 bezw. 35 Stimmen wiedergewählt. Von den wahlbe­rechtigte» Bürgern waren im ersten Wahlgang 42, im zweiten Wahlgang 45 anwesend.

* Hrdcmünden, 30. Dezember. (Friede ernährt, Unfriede verzehrt.) Das haben die Hedemündener Fischer erfahren. Als vor sechs Jahren die Fischerei verpachtet wurde, waren sie uneins, ein jeder wollte dieselbe allein haben. Die Folge war, daß der jetzige Pächter schließlich für 78 Mark vro Jahr den Zuschlag erhielt. Bei der gestrigen Verpack.

fang cu; reue sechs Jahre pachtete» die Schis­ser Oppermann, Becker, Pfiüaer und Stöber in Companie die Fischerei für 18 Mark pro Jahr, also '0 Mark billiger wie bisher. Man sieht. Einigkeit macht stark.

* Alsfeld, 30. Dezember. (Der Stand der W i n t e r f a a t c n.) Durch die günstig« feuchte Witterung in diesem Herbst haben sich die Wintersaaten, Kor» und Wcftrn sehr gut entwickelt. Die Saaten ftefeen so prachtvoll, wie man sie seit langen Jahren um diese Zeit im Vogelsberge nicht gesehen bat.

Reurftr Rachüchtes.

Tie heutige Berliner Fonds Börse. iPrivattclegramm.) Tie recht feste Tendenz feer Newyorker Börse sowie die vom in- und aus­ländischen Eisenmarkte vorgenommene weitere Preiserhöhung habe» im Verein mit dem et­was leichten Geldstand eine feste Allgemein- Tendcnz hervorgerufen. Tas Geschäft war stellenweise auch äußerst lebhaft. Im Vorder­gründe standen wieder Montanwerte unfe Schiffahrtsaktien, in denen ansehnliche Käufe vorgenomnren wurden. Auch Banke» Ware» recht fest.

Die heutige Berliner Getreide-Börse. (Privattelegramm.) An der Getreide­börse war das Geschäft äußerst still. Die Kurse waren im allgemeine» gut behauptet. Rüb öl völlig vernachlässigt.

Sf Der Casseler Getreidemarkt. Laut Aus zug aus dem Fruchtpreis-Register der Markt- Polizei vom 30. Dezember wurden gezahlt (ü 100 Kilogramm): für Weizen 20.30 bis 20.70 Mark; für Rogge» 18.30 bis 18.70 Mark; für Gerste 17.50 bis 19 Mark: für Hafer 19. bis 20.50 Mark: für Heu (& Zent­ner) 4.25 bis 5. Mark; für Stroh (5 Zent­ner) 2.40 bis 3.20 Mark

gf Hansa-Dampfsckiffahtt. (Privat - Te­legramm.) Die gestrige starke Kurssteigerung der Aktien der Gesellschaft wird in Berliner Großbankkreisen fast einstimmig auf ein Haufle- manöver einer Bremer Finanzgruvpe zurückge­führt.

gf Der Futterinittelmarkt Ende Tezeniber. (Bericht der Firma Wilde & Sek- nau, Cassel.) Baumwollsaatmehl 55/60 Mk. 160,00 (Quaiwaggon Hamburg); Erdnuß­mehl 53/54 Mk. 152.00 (Quaiwaggon Ham­burg); Palmkuchen 23/28 Mk. 144.00 (Har. bürg); Schlempe 35/40 Mk. 135.00 (Quaiwag­gon Hamburg); Leinkuchen 36/40 Mk. 20000 (Waggon Harburg); Sesamkucken 48/50 Mk. 155,00 (Waggon Mannheim); ReiSmehl 24/26 Mk. 132.00 (Waggon Bremen); Rübkuchen 38/50 Mk. 110.00 (Waggon Neuß).

Neue Kalischächte. Außer den beiden Schächten bei Wietzingerode und Ferna, wo- über wir kürzlick berichtete», ist die Errichtung eines Kalischachtes in der Nähe des Dorfes Holungen geplant. Nie neuen Werke Wiet­zingerode und Ferna werden ihren Sitz in Duderstadt haben. Zwischen Breitenworbis und Niederorschel wird außer dem schon im Betriebe befindlichen Kalisckacht R eu -Blei­ch e r o d e demnächst noch ein zweiter Sckacht abgeteuft werden. Bei Bischofferode soll eben­falls neben dem Kalischacht Weidmanns­heil ein zweiter Schacht abgeteuft werden.

Braunkohlen in Thüringen. Ein neues Bramckohlenlager ist in der Nähe von Post, heim (Erfurt) nach dreimonatlichen Bohrun­gen erschlossen worden. Die Kohlenfunde sind besonders für di« nahen Kalilager im Werratal von Vorttil. Die Errichtung eines Bergwerkbetriebes ist in Aussicht ge­nommen.

0hntt Md Spiel.

< Der Aeroplan in Afrika. Nach einem Telegramm a»S Paris hat sich der Flieger L a t h a m im Auftrage des flolonialministers nach dem Gebiet des mittleren Kongo und das Ubangigebiet begeben, um unter anderem die Möglichkeit der Verwendung von Fahrzeugen in Äeguatorialafrika zu studieren. Latham hat zu diesem Zweck einen Eindecker mitgenommen.

< Beim Ueberlandilng verunglückt. Aus Toulon wird berichtet: Der Aviattker Brindejone versuchte gestern von Toulon nach NiM zu fliegen. In der Nähe von Trejns mußte er aber wegen eines Motorde kekteS niedergehen und wurde bei der Lan­dung ziemlich schwer verletzt.

GeMstr-Bnlegung.

Die ft. Stern'scke Lehranstalt befindet sich vom 1. Januar 192 an wieder

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wo an allen Werktagerr zwischen 9 und 1 und 3 und 9 Uhr Anmeldungen zum Besuche der­selben entgegen genommen werden.

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