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großer Eber ward in die Halle gebracht, und die Lehnsmänner schwuren, die Hände dabei auf die Rückenborsten des Tieres legend, dem König neue Treue. Als Fcstschmuck aber prangie vor den Häusern der Feiernden der Tannenbaum.

Als besonders wichtig galten die Rächte vom 25. Dezember bis 6. Januar: Diezwölf heili­gen Nächte" wurden sie genannt. Die Germa­nen nannten sie dieWynächte", das beißt: Heilige, geweihte Nächte, von dem althochdeut­schen Wort Wy heilig. Das Wort Wynächte, Wynacht, ging dann so "in Weihnacht über. Wie nun ehemals zur Zeit der Licht- und Son- nenfeste von unseren heidnischen Vorfahren Opfer dargebracht wurden, so werden diese heute noch zur altheidnischen Opserzeit ver­zehrt; wir haben sie aber nicht beim Metzger, sondern beim Bäcker zu suchen. Denn um die Weihnachtszeit backen jene Eber, Hirsche und Hasen und bringen sie zum Verkauf. Noch ein anderes Backwerk, der Neujahrskringel, der auch in dieser Zeit gebacken wird, erinnert an das Julfcst. Der Kringel ist ein Abbild des Sonnenrades und stellt den vollendeten Kreis­lauf des Jahres dar. Weil nun die Sonne ruht, soll alles ruhen, was rund geht. Daher stehen der Wagen und das Spinnrad still. Auch der Webstuhl feiert überall auf dem Lande. Dem Sonnengott aber war von allen Tieren der Eber geheiligt, der neben Hasen und Hirsch das fruchtbarste Säugetier ist. Alle drei Tiere gehörten desh.alb vornehmlich zum Opfersleisch des Julfestes. Die christliche Kirche konnte nun keine blutigen Opfer dulden. Es wurden aber Nachbildungen der Opfertiere irr Brotteig ge­stattet, um auf diese Weiseopfern", zu können. Die eigentliche Opferbedeutung hatte sich aber bald verloren. Die Opfer dienten später noch als Geschenke und Almosen und kamen später ganz in Wegfall. Neben Eber, Hirschen und Hasen sehen wir zur Weihnachtszeit hoch zu Roß sogar Wotan selbst in Teig nachgebildet, denn in diesen Tagen Pflegte er auf seinem Schimmel seinen Umzug zu halten.

Noch ein anderer alter Gebrauch hat sich in manchen Gegenden bis auf beute erhalten: Man legte am Fest der Wiedergeburt der Sonne auf dem Herde, als der ältesten Opferstätte, ein Feuer an, das vom Hausvater angezündet wurde. Ein Buchen- oder Wachholderstämm, auch Julblock genannt, wurde daran ange­brannt. Später nannte man das Feuer Chrift- brand oder Christstock. Die Asche und den Rest des Stockes hob man auf, beides galt als heil­kräftig und segenbringend. Während die Äsche zur Befruchtung der Felder diente, ward der Stock bei starken Gewittern in das Herdfeuer gelegt, um durch das der Gottheit geweihte Feuer den Blitz vom Hause sernzuhalten. Un­ser heutiger, im Lichterglanz prangender Christbaum ist nur eine andere Form dieses ursprünglichen heidnischen Festfeuers. Heute wird das Christbäumchen, aufgehoben und bei nahenden starken Gewittern auf dem Herd ver­brannt. Der Gebrauch des Christstocks hat sich

also auf den modernen Christbaum übertragen. Aus diesen Gebräuchen sehen wir, daß unsere heutigen Weihnachtsgebräuche sämtlich heid­nischen Ursprungs sind und ursprünglich dem Fest der Wintersonnenwende angehörten, die aus einer tiefen, sinnigen Naturanschauung, sowie einepr innigen Zusammenleben mit dem Natnrganzen beruht. Das Volk kennt nicht mehr die ursprüngliche Bedeutung dieser Ge­wohnheiten und Gebräuche, aber es hält noch daran fest und mit ihm Personen mit höherer Bildung. So ragen diese Sitten und Gebräuche wie zerbröckelnde Trümmer aus der Hergan- genheit in die Gegenwart hinein, unverstanden, aber geliebt vom Volk. Man kann sie mit Chroniken vergleichen, deren vergilbte Schrift, wenn man sie entziffert, wertvolle Wahrheiten nachweist. Mehr und mehr verschwinden leider Sitten und Gebräuche von ebedem:Tas Alte stürzt, es ändert sich die Zeit."

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Wcihnachtsbräuche in alter und neuer Zeit.

Bis in die Gegenwart ragt die Urzeit hin­ein, und inmitten unserer christlichen Kultur blickt hier und da ein Rest des alten Heiden- tums hervor. Aus diesen Resten der unter­gegangenen heidnischen Kulturwelt ist der Geist schon lange entflohen, aber hier und da noch haben wir Ueberbleibsel von Sitten und Gebräuchen, in denen sich das geistige Le­ben unserer Vorfahren, ihre Anschauungen über Gott, Natur und Menschenleben offenbart. Einst waren bei unseren heidnischen Vorfahren Berge und Felsen, Haine und Wälder, Brun­nen, Teiche und Seen, mit teils neckischen, teils furchtbar ernsten Göttergestalten, Riesen, Wich­teln, weisen Frauen und Elfen bevölkert. Hü­gel und Berge, Bäche und Flüsse führten hier­nach ihre besonderen, eigentümlichen Namen, jene nach Gestalt und Farbe, diese nach Klang und Getöse, je nachdem sie rauschend, brausend, zischend oder schäumend dahin eilten. Auch die alten chattischen Personennamen, Männer- und Frauennamen, klingen wider von Waffen und Sieg und lassen uns den todverachtenden Heldengeist unserer Vorfahren sehen, der in dem Wesen und Namen des obersten Gottes der Germanen, Wotan, seinen Ausdruck fand. So war das Tun und Treiben unserer heid­nischen Vorfahren von religiösen Ideen getra­gen, die sich in Sitten und Gebräuchen kund­gaben, und so ihr Leben in stetige Beziehung zur Gottheit brachten.

llrsprung und Bedeutung von Sitten und Gebräuchen unserer Vorfahren sind der heuti­gen Generation meist ganz unbekannt, außer ge­ringen Ueberbleibseln, welche aber auch ihrem Untergang entgegen eilen. So wurden ehedem in der W e i h n a ch t s z e i t Opfer gebracht zur Erhaltung der Fruchtbarkeit der Tiere und der Felder, sowie des Friedens. Die Zeit vom 14. Dezember bis zum 6. Januar war die Jul- zeit, benannt nach dem Sonnenrad Jul, wel­ches jetzt von seinem Jahreslauf ausrubt und still steht. Diese Zeit ist die sonnenloseste des ganzen Jahres. Es herrschte alsdann der drei­wöchentliche Julfricde; jeglicher Streit und alle Arbeit ruhte! Es wurde jetzt das Julfest gefeiert zu Ehren des Sonnengottes Freyer und seiner Gattin Frehja. Das Feiern des Festes um die Z^eit der Wintersonnenwende entsprang aus dem Verlangen, daß doch bald wieder die alles erquickende und erwärmende Sonne wiederkehren möge. Auch ging eine Vorbereitung dem Julfest voraus, welche mit dem Anfang des Winters begann. Am Jul- festabend versammelten sich die Lehnsmänner und der König. . Auf der Höhe loderten die Julfeuer empor und Kienspäne erleuchteten die mit Waffen aller Art geschmückte Halle. Greise Sänger ließen mit Harferibegleitung ihre Hel­denlieder erschallen, unterdeß den um den mäch­tigen Tisch gruppierten Lehnsmännern von Jungfrauen das Getränk kredenzt wurde. Ein

Nr. 6.

Zweiter Jahrgang.

4. Beilage.

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Man schreibt uns aus London: Die Gewohnheitsverbrecher, die die englische Re­gierung auf Grund eines Gesetzes vom Jahre 1908 ausVorsicht in sicherm Gewahrsam behält, sollen demnächst auf der Insel Wright, der Licb- lingsvilleggiatur der vornehmen Londoner Gesellschaft, ein recht angenehmes Gefängnis erhalten. Die neue Strafanstalt liegt inmit­ten des Parkhurst-Waldes, in höchst reizvoller, malerischer Umgebung. Schade nur, daß die hohe Umfassungsmauer den Anblick auf das romantische Panorama ein wenig beeinträch­tigt. Die Zwangssträflinge werden infolge­dessen die schöne Aussicht nicht recht genießen können; trotzdem aber werden sie kein allzu schlechtes Leben führen, da sie auf dem zu dem Gefängnis gehörenden großen Terrain im Freien arbeiten und für diese und jede an­dere Tätigkeit nach den in England geltenden Lohntarifen bezahlt werden- Jeder Gefan­gene wird einen bestimmten Teil seines Ar­beitsverdienstes ausgeben dürfen, um die Ge­fängnisration durch irgend eine Lieblings­speise, die in einer besonderen Kantine hergc- stellt wird, zu verbessern. Die Insassen des Gefängnisses werden in einem großen Speise­saale ihre Mahlzeiten gemeinschaftlich einneh­men; den gebildeteren Sträflingen soll, vor­ausgesetzt, daß sie sich gut führen, auch gestat­tet sein, sich mit literarischen und wissenschaft­lichen Studien zu beschäftigen. Wenn ein Gefangener krank wird, soll er während der ganzen Zeit der Krankheit täglich den Lohn erhalten, den er in gesunden Tagen mit seiner Arbeit verdiente.

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lose Telegraphie. Als die. Revolte in China einen immer bedrohlicheren Umfang annahm, wandten sich die Konsuln der auswärtigen Mächte an den Vorsteher der Station mit der Bitte, an das amerikanische Geschwader, das zu­fällig in den Gewässern kreuzte, einen draht­losen Hilferuf zu senden. Die Bitte sollte er­füllt werden: indes zu nickt geringer Bestür­zung der Fremden stellte sich heraus, daß die Apparate den Dienst versagten. Man riet hin und her, was wohl die Ursache sein mochte und gelangte schließlich zu der Ueberzeugunz, daß hier offenbar seitens der republikanischen Truppen ein Akt der Saboiage vorliege, falls nicht gar die Regierungstruppen die Tat be­gangen hätten. Aber die Verwirrung legte sich rasch, da man die Entdeckung machte, daß die Sabotage weder von den Regicrungstruppcn noch von den Republikanern verübt worden war, sondern auf das Schuldkonto eines ... Vogels gesetzt werden mußte, der auf einer Naa des Signalmastes sein Nest gebaut hatte. Ucbcrflüsjig zu sagen, daß nach Entfernung des Nestes die Depesche über das Meer eilte und die besorgten Fremden wieder aufameten.

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