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Hit. 4. — 2. Jahrgang.
Casseler Reueste Rachrichte«
Am nächsten Sonntag
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nnb ein Schiffskoch find ertrunken.
Auf der Lokomotive erschlage«. -e
Vom Schicksal ereilt!
Im Nebel auf See.
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Lr ist geständig und erklärt, daß er am Sonn-
Monate beantragt.
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Absicht, diese Bestimmungen am 1. Juli 1912 in Kraft treten zu lassen. Es ist allerdings nicht sicher, ob alle Bundesstaaten zum richtigen Zeitpunkt mit den organisatorischen Vorarbeiten fertig werden. Deshalb muß man mit der Möglichkeit rechnen, daß die Krankenversicherung für Dienstboten auf den 1. Januar 1913 verschoben wird. Daß endgültige Entscheidungen über diese Fragen noch nicht
I erfolgt sind, gebt schon aus dem Umstande her-1 bor, daß auch der Zeitpunkt für das Inkrafttreten , der Unfallversicherung noch nicht fest-
I steht. Hier kann man allerdings mit der größten Wahrscheinlichkeit dararuf rechnen, daß der 1.
I Juli 1912 eingehalten werden kann. Es er- i scheint aber nicht ausgeschloflen, daß auch diese Bestimmungen erst am 1. Januar 1913 gültig werden, um den Privatgesellschaften dieI. ..... ----------------- ----
doppelten Umlaaekosten zu ersparen. Ob sol- hem II.", das Stammschiff der Reservedivi- cke Gesellschaften verstaatlicht werden, wird fion, ist gestern nachmittag im dichten Rebel von jeweiligen Prüfungen abhängen, in denen ouf Breitgrund vor der Flensburger Föhrde festgestellt werden mutz, ob sie in versicherungs-1 f e st g e k o ni m e n. Wahrscheinlich muß eine technischer Hinsicht die gesetzlichen Forderun- Leichterung des Schiffes vorgenomen werden
! gen erfüllen. Eine Gefahr besteht für das Linienschiff
AEine politische Versammlung der konscr- nicht. Die Kreuzer „Undine" und „Danzig" vaftven Partei. Am Freitag (abends W, Uhr) find zur Stelle.
findet im Valais-Restaurant eine öffentliche, politische Versammlung des Konservativen Vereins für Kessen statt, in der der Landtags- abgeordneie Generalmajor z. T. L - 2 !. - furth über das Thema ..Die politische Lage und die Parteien nach Schluß des Reichstags" sprechen wird.
△ Das Inkrafttreten der Krankenversicherung für Dienstboten. Wie uns mitgeteilt wird, steht der Termin für das Inkrafttreten der Krankenversicherung für Dienstboten (im Gegensatz zu einer anderen Meldung) bisher noch keineswegs amtlich fest. Es wurde mitgeteilt, daß der 1. Januar 1913 dafür in Aussicht genommen sei. Tatsächlich besteht aber bei den zuständigen Stellen noch immer die
rn ein Pacht- und Mieteverzeichnisformular, da? fünf Jahre lang zur Einsicht der Zollbehörde aufzubewahren ist, einzutragen. Da die abgestempelten Verzeichnisse aber von den Steuerpflichtigen erfahrungsgemäß leicht verworfen oder verlegt werden, es auch für diese sehr unbequem und zeitraubend ist, sich jedes
Berlin, 7. Dezember. (Privättele- gramm.) Der flüchtige Fahrkarten-Berkäufer Richard Lüde, der auf dem Friedrichshagener Bahnhofe amtliche Gelder unterschlagen hat, ist gestern in Rathenow verhaftet worden. In seinem Besitz wurde nur noch ein geringer Geldbetrag gefunden.
Frankfurt (Oder), 7. Dezember. (Prk- vattelegramm.) Auf der Lokomotive erschlagen wurde in der letzten Rächt der Lokomotivführer Eisenach aus Frankfurt an der Oder, der vorübergehend Heizerdienste leistete und gestern den Schnellzug 8 10 auf der Fahrt von Breslau nach Berlin begleitete. Auf der Strecke zwischen Fangschleuse und Erkner lehnte er sich im Dunkel der Nacht mit dem Oberkörper aus der Maschine heraus, wobei ihm ein Wagen eines aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Güterzuges den Kopf zerschmetterte.
△ Reichstagswahlen und Reichsverband, lieber dieses Thema spricht am kommenden Dienstag abend 8% Uhr im Palais-Restaurant der Generalsekretärs ang eh eim vom Reicks- Verband gegen die Sozialdemokratie. An den Vortrag knüpft sich eine freie Aussprache.
△ Spurlos verschwunden. Wie wir dieser Tage schon berichten konnten, ist der im Haufe Oberste Gasse 10 wohnende verheiratete Korbmacher Karl Heiß spurlos verschwunden. H. war einige Zeit besuchsweise in Frankfurt gewesen, wo er erkrankte und deshalb seine Rückreise nach Cassel antrat. Hier ist er angekommen und hat die Wohnung dann alsbald wieder ohne Angabe verlassen. Trotz aller Bemühungen war es bisher nicht möglich, irgend eine i Spur von dem Vermißten aufzufinden.
A Cassel oder Berlin? In den letzten Tagen der nunmehr zu Ende qeganqenen Reichs- tagsveriode wurde bekanntlich Berlin als der Sitz für die R e i ch s Versicherungsanstalt gewählt. Wie nachträglich mitgeteilt | sei. batte der Abgeordnete L a t t m a n n Cassel als Sitz in Vorschlag gebracht mit dem Hinweis auf die dadurch dem Reicke entstehende Ersparung an Geldern. Cassel würde, so führte der Abgeordnete aus, den Bauplatz zur Verfügung stellen, im übrigen würde das Reich allein an Wohnungsgeldzuschuß für die Beamten (bei 250 an der Zahl) 84 000 Mark ersparen. Auf der andern Seite hätte Cassel erhebliche wirtschaftliche Vorteile. Nun wird daraus nichts. Es wär' so schön gewesen . . .
△ Folgt Cassel nach? In den letzten Tagen wurde mitgeteilt. daß die Absicht bestehe, in Cassel eine Fliegerschule zu gründen. Da man nichts mehr gehört hat, so hat eS den
Kiel, 7. Dezember. (P r i v a t - Telegramm.) Das Linienschaff „Kaiser Wil-
A Vackt- und Mietverzeichnis-Bttcher. Im Interesse ber Haus- und Grundbesitzer seien folgende uns von der Oberzolldirektton gemachten Mitteilungen an dieser Stelle veröf- sentlicht: Bestimmungsmäßig hat im Monat Januar jeden Jahres die Versteuerung der im vorhergegangenen Kalenderjahre in/ Geltung gewesenen schriftlichen und mündlichen Pacht- und Mietverträge stattzufinden. Diese sind
dürfen in Cassel die Läden — mit Ausnahme der für den Hauptgottesdienst festgesetzten Pause — bis 7 Uhr aben6s geöffnet bleiben. Inserate' für die am Sonn- - abend erscheinende Nummer vom Sonntag erbitten wir :: :: tunlichst bis Freitag abend 8 Uhr. :: ::
Die Tragödie eines Dreizehnjährigen.
r , Nauen, 7. Dezember. (Privat-Tele-
n aram m.) Bei der Stadt Nauen wurde ge-
von L lt-i stern der dreizehnjährige Schulknabe Will« Med en mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe tot aufgefunden. Neben der Leiche lag ein Terzerol mit der abgeschossenen Patrone. In der Rocktasche wurden eine Anzahl zu der Schußwaffe paffender Patronen gefunden. Man hat festgestellt, daß der Knabe, der als Milchjunge tätig war. Milchgelder unterschlagen hatte.
△ Die Eingabe zur Stadthallenfrage. Gestern haben wir bereits die Eingabe veröffent- lickt, die in der Angelegenheit der Stadthalle an die städtischen Körperschaften gerichtet werden soll. Im heutigen Anzeiaenteil werden die Leute batte ssck I angegeben, in deren Geschäften die Ein- SirTfcC,„br^,^ habe Sur Unterschrift aufliegt.
Newyork, 7. Dezember. (Privat-Te- l e gram m.) Das gestern hier verbreitete Ge- nrcht, daß bei einem Sturm in der Cari- bischen See drei Dampfer mit etwa sechshun- >ert Mitgliedern von Familien der ameritani- chen Bankier-Bereinigung dem Sturm zum Opfer gefallen sein sollen, ist durch drahtlose Depeschen glücklicherweise nicht bestätigt worden. Die Schiffe haben zwar einen schwe-- ren Sturm durchgemacht, aber keinerlei Schaden erlitten. DaS Wetter hat sich inzwischen wieder völlig aufgeklärt. Der britische Cunarddampser „Mauretania" hat sich in der vergangenen Nacht von seiner Vertäuung auf dem Werfe« losgerissen und ist in dem Uferschlamm feftge- rateu. Wahrscheinlich wird die „Lusitania" eine für die Weihnachtswoche vorgesehene
Flut- und Sturm-Katastrophen.
/ (Privat-Telegramm.)
Paris, 7. Dezember.
Ein großer Teil der Küste von Bendse ist vom Meer bedroht. Bereits vor vierzehn Tagen hatte bei einer Sturmflut unweit der Stadt L'aiguivillon für wer ein Dammbruch stattgefunden, der nur notdürftig ausgebefsert werden konnte. Bisher sind weite Strecken Ackerlandes und Gemüsegärten unter Wasser und die Flut steigt noch fortgesetzt. Man befurchtet, daß in den nächsten Tagen durch eine die Verbindung zwischen den ■stabten Tranche und L'aiguivillon unterbrochen werden wird. Diese wird durch einen Steindamm geschützt, dem sich das Wasser aber bereits bis auf drei Meter genähert hat. Man glaubt nicht, daß der Damm lange den heran- sturmenden Wogen wird Widerstand leisten nnnen. Der Schaden wäre dann ungeheuer..
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Anschein, als ob der Gedanke wieder einge- .schlafen scheint. Cassel muß sich an anderen Städten «in Beispiel nehmen, in denen man tatträftig vorgebt. Unser sportlicher Mitarbeiter schreibt uns nämlich:
Die aviatischen Bestrebungen werden in allen Teilen Deutschlands weiter lebhaft gefördert. Es besteht jetzt in Hannover die Absicht, einen Flugsportlichep Verein zu gründen, der durch Errichtung eines Flugplatzes und einer Fliegerschule das Flugwesen fördern soll. Der neue Verein ist als Beztrksverein des Vereins Deuffcher Flugtechniker gedacht. Auch in Halberstadt plant man die Schaffung eines ständigen Flugplatzes, um so in erhöhtem Maße slugsportliche Veranstaltungen und Lufffchiffunternehmungen fördern zu können. Zu dem Zwecke wurde eine Gesellschaft mit dem Namen „Halberstickter I Flugplatzgesellschaft" gegründet. Dem Vernehmen nach werden ähnliche Gründungen auch in Dessau, Magdeburg und Nordhausen beabsichtigt.
Auch die Freisinnigen und Konservattven seien sehr für eine gesetzliche Regelung der Bezüge und könne diese von den Abgeordneten garnicht bestritten werden, nur wisse "man noch nicht, welche Wege man zu gehen habe. Der Finanzminister habe sich für eine Erhöhung des Unterstützungsfonds ausgesprochen, ferner sollten Allgemeine Bestimmungen und Anordnungen erlassen werden, und schließlich sollte Die Nachprüfung der Bedürftigkeit der Polizei entzogen werden, die sich in der Praxis durchaus nicht bewährt habe. Die Forderung von Teuerungszulagen sei taktisch nicht richtig; richtiger wäre die antizipierte Beamtenbefoldung. Der Gebalt sei innerhalb einer gewissen Grenze anzurechnen. Vom Finanzminister müßten mehr Konzessionen zugestanden werden. Es müsse eine gesetzliche Regelung geschaffen werden, und seien die Erfolge noch so klein. (Sehr richtig!) Mit dem Versprechen, auch weiterhin für die Altpensionäre einzutreten. schloß der Redner seine Ausführungen. (Bravo!) Der Vorsitzende dankte Geheimrat Dr. Schröder hierauf für feine.Ausführungen. Der Zentralverband der Altpenswnäre, der eine Gleichstellung mit den Neupeusionären verlange' stoße jedenfalls auf erheblichen Widerstand und Schwierigkeiten. General von Ditturth habe allerdings in Köln gesagt, daß im kommenden Jahr wohl etwas erreicht werden würde. Dr. Schröder bemerkte daraus: Wenn General von Ditfurth gesagt habe, die Majorität im Abaeordneten- haus fei für die Altpensionäre, so stimme das nicht ganz.
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△ Ein Intermezzo auf der Straße. In I große Bedrängnis gerieten gestern abend die zahlreichen Passanten der Königsstraße und I des Königsplatzes durch ein durchgehendes Gespann. Tie Pferde rasten die obere Königs- straße hinunter über den Königsplatz, wo einige beherzte Leute den Pferden in die Zügel sielen. Der Kutscher war vorher vom Bock gestürzt, glücklicherweise ohne nennenswerte Ver- j tetzungen davonzutragen.
‘ A Offene Stellen für Militäranwärter. öKt Bezirke des elften Armeekorps sind fol- I gende Stellen durch Militäranwärter zu besetzen: 15. Januar, 'Jena, Vermessungsamt, Expedient und Tckreibgehttse, 85 Mark rnonat-
I lick: 1. Januar. Ilmenau in Thüringen, I arotzherzoglich - sächsische Präzisious-technische Anstalten. Diener und Hauswart, 1100 Mark iahrrick, Nebenbezüge; sofort, Lauscha T- M„ Gemeindevorstand, Polizeisergeant, 900 Mark. Rebengelder; 1. Januar, Rudolstadt. fürstliche Katasterbehörde, Meßaehilse zugleich Diener, 1100 Mark. Die Vakanzenliste
I wr M.ilitäranwarler liegt in unserer Gc I [ 'chäftsstell.e Kölnische Straße 5, offen.
A Ans unferm Hoftheater. Am Freitag gelangt die burleske Oper „Orpheus in her Unterwelt" zur Aufführung In den ftauvtpartten sind die Damen Clever. Erhard- sedlmaier, Groa, Herper, Sttew«, Wolf und die Herren Berend, Groß, Pickert. Strial und Warbeck beschäftigt. Die musikalische Leitung hat Herr Tx. Pauli.
,. A Das Wetter am Freitag. Ter amt J Itcfie Wetterbericht sagt für Freitag für = Hessen-Nassau folgende Witterung vor-11 aus: Meist trübe. Niederschläge, später etwas ■ kalter, zeitweise lebhafte, südwestliche Winde. ,
^errages.
A Gaunergeschichten. Ein paar raffinierte Gauner trecken zurzeit in hiesiger Stadt ihr ttnwe,en. Sie gehen in die Läden und Restaurants, kaufen irgend etwas und bezahlen mit größeren Geldstücken. Beim Herausgeben streichen sie dann „aus Versehen" das größere Geldstück samt dem Wechselgeld ein. So ge- lang es diesen Leuten, gestern abend die Ge- whästsfrau eines Hauses am Altmarkt um zehn i Mark zu betrügen, außerdem nahmen die Leute auch die Waren mit
Die Schmuggler von Paris.
Paris, 7. Dezember. (P r i v a t-T el t> gramm.) Einer riesigen Zollhinterziehung, bei der die Stadt Paris um mehr als 100 000 Franks geschädigt wurde, ist die Polizei gestern aus die Spur gekommen.
I »ett sechs Monaten gab eS eine ganze Gesell schäft, die hauptsächlich aus Chauffeuren bestand und sich mit der Einschmugge- Isust 8 von Alkohol, der einem sehr hohen Zoll unterliegt, befaßte. Die Chauffeure brachten jeweils zirka fünfzehn Fäßchen Alko bol, die sie sehr geschickt in ihren Fahrzeugen z» verbergen wußten, über die Ttadtgrenze, im ganzen weit über dreißigtausend Liter.
Tas Neueste aus Tripolis.
! Tripolis, 7. Dezember. (Vrivak- Telegramm.) Gestern ist zum ersten Male den ganzen Tag über kein Flintenschuß auf die Befestigungslinie vor Triyolis abgegeben worden. General Pekori teilt von Ä i n - 3 a r a mit, daß eine Erkundigung durch Kavallerie und Eingeborene bestätige, ba* der Rückzug des Feindes nach Süden in aller Hast fortgesetzt werde. Ein Bataillon Jnfan terie überfiel ein Beduinenlager und steckte es m Brand. Wie Kundschafter melden, waren die Verluste des Feindes am 4. Dezember sehr starr.
Das Opfer eines Raubmords?
Preiserhöhung eumesetzt. wogegen : schadlos halten müsse. Man müsse die Abgeordneten immer und immer wieder bitten und
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Auf dem Wege der Vereinsgründung dürfte sicherlich auch in Cassel etwas zu erreichen ein. Es besteht doch hier ein Lustschifferverein, der nach anderen Vorbildern die Angelegenheit in die Hand nehmen und zur Gründung einer Flugsportlichen Vereinigung Cassel auffordern könnte! Sollte ich das nicht erreichen lassen?
ihnen zurufen: „Helfen Sie uns!" Der Vorsitzende erteilte hieraus das Wort dem Landtagsabgeordneten Geheimrat Dr. Schröder; der im wesentlichen ausführte: Wenn ich di- Frage und die Forderungen der Altpensionäre immer wieder angeschnitten habe und auch Ihrer Einladung gefolgt bin, um heute in Ihrer Mitte zu sprechen, so tue ich dies nicht wegen den bevorstehenden Wahlen, sondern um Ihnen einmal persönlich Rede und Antwort zu stehen. Die Altpensionäre haben sich ebenso wie viele andere zusammengeschlossen, itm auch mit größerer Tatkraft vorzugehen. Schon in der Satzung des Abgeordnetenhauses vom 26. Oktober 1908 bin ich al? Borfführer der Nationalliberalen warm für Ihre Interessen eingetreten. (Bravo!) Im Vorjahre habe ick in einer Ihrer Versammlungen das Versprechen abgegeben, immer für Sie und Ihre Interessen zu wirken, und dieses Versprechen habe ich auch gehalten. Wenn es bisher zu keinem Erfolg gesühtt hat, so ist dies nicht mein persönliches Verschulden. ,
Ter am sonntag, den 5. November, auf dem Weinberg erfolgte Straßenraub dürfte noch in frischer Erinnerung sein. Dort wurde bekanntlich am betten Tage einem Dienstmädchen das Handtäschchen mit 21 Mark Inhalt entrissen. Als Töter wurde alsbald der Tischlergeselle Wilhelm Fischer aus Cassel ermittelt und festgenommen.
i der Ang-Kagte toegett Straßenraubs
Rewyork, 7. Dezember. (Privattelegram m.) In einem Baubüro auf einem großen Bauplatz entdeckte die Polizei die Leiche des bekannten Juweliers Vogel. Da Vogel, als er sich aus einem £aben entfernte Diamanten im Wette von 15 000 Dollar bei fick! führte, die nunmehr verschwunden find, glaubt die Poftze., daß es sich um einen Stau 6 m o rb handelt.
man sichlJahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehr- >te Äbae- vertust.
Jahr ein amtliches Formular zu beschaffen, fo sind mit höherer Genehmigung sogenannte Pacht- und Mietverzeichnisbücher, welche acht vorgeschriebene Formulare enthalten, von der Firma W. Reimer Nachf. Ernst Kuhn, Berlin, Belle Alliancestraße 94, in den Verkehr gebracht worden. Diese Bücher, die schon seit Jahren in Berlin und Umgegend in Gebrauch find, haben sich sehr bewährt, zumal sie neben den Formularen nicht allein ausführliche Erläuterungen zu den stempelrechtlichen Bestimmungen. sondern auch noch kurze und doch erschöpfende Abhandlungen über das Pacht-und Mietrecht felbst, insbesondere über Pflichten der Vennieter und Mieter, Verpächter und Pächter, Pfandrecht der Vermieter usw. ent-
Sckw uraerickt ... I < A Unglücksfall in einer Fabrik. Gestern
■efSrhrn „nh rrmw Lt .7°^ °b°nd gegen halb secks Uhr verunglückte in ei- ;»»=> -b-»» ww a EÄfi. Äffi'fÄ । i:ab- sich auf irgend eine Weise Geld ein großes Faß vom Fahrstuhl wälzen, wobei , 'N verichaffeu. Er habe das junge Mädchen er den inneren Ausrücker des Fahrstuhls Be= i Weinberg getroffen und ihm die Handtasch- rührt haben muß, denn der Fahrstuhl setzte sich I ohne jede Gewalt aus der Hand genommen in Bewegung und zergueschte dem Un- : Mit seiner Beute ist Fischer bann durch meß-1 , -cn ben Unterarm und die Hand. Rur
rere Straßen gelaufen, hat unterwegs das Hin-ustringen des Maschinisten
Portemonnaie aus der Tasche entnommen und aekommen ft? R °w?rd^vonE?e^^»i^^ ainl" er'V” •?au^ur ^orfen- Mit dem Geld könne vom Roten Kreuz nach Anlegung eines gi! g er in eine Wirtichast am Fnedrichsplatz, Notverbandes nach dem Landkrankenhause wo er einiges verzehrte. Später hat er mit transportiert.
-'einer Brant einige Lokale ausgesucht, aber erst A Bor ben Schranken des Schwurgerichts, am nächsten Morgen seiner Verlobten gesagt, Heute vormittag wurde vorm Schwurgericht aus welche Weise er das am Sonntag verju-1 ’n Easset unter Ausschluß der Oefsentlickkeit bette Geld erworben habe, sie möge ihn au- $e(Kn den Arbeiter Stanislaus R a t a j z o a k zeigen. Die Anzeige erfolgte auch, woraus die 5"'- ^orkau in Vosen, zuletzt in Grebenstein. Verhaftung erfolgte. Das beraubte Mädcken 'st des versuchten Verbrechens
erklärt in der Beweisaufnahme, daß ihr^diefc" Au^Grnnd ^rÄA'V*
«L«-LL «-*•** n* w|
keines Wegs gut. Zu einem Zeugen hat Fischer übrigens gesagt, er hätte sich für sein : Vorhaben deshalb ben Weinberg ausgesucht, weil dort Leute vorüberkämen, die bas meiste
[ Geld in der Tasche hätten. Die Geschworenen | sprachen den Angeklagten des Straßenraubs | schuldig unter Versagung mildernder Um- tz stände. Das Urteil lautete aus fünf
______________Freitag, 8. Dezember 1911.
Letzte Telegramme.
(Rach Schluß der Redaktion eingegangea.1
Die Finanzen ständen in Wirklichkeit garnickt so schlecht, als es der Minster immer darstesse. denn er habe ja sehr ost „immer noch r em Milliönchen" in der Ecke, was er dazwi- fcken Wersen könne. Rechnungsrat Scheffer bittet um Bestätigung daß der Finanzminister gelegentlich bei einem Gehalt von 2000 Mark 12. bei 4000 Mark 10 und über 4000 Mark "Vi Prozent Erhöhung zugesagt habe. Dr. Schröder, bezweifelt diese Zusage- Er wisse! davon nichts- In der weiteren Besprechung! der Tagesordnung rügte der Vorsitzende, daß der Zentralverband zu -adikal vorgebe, und dres ser verkehrt. Durch Beschluß vom 24. Ok- vi-- sei her Vrovinzial-Verband Hessen-Nassau dem Zentralverband unter bett mmmten Bedinunaen angsgliedert worden. Ter Antrag aus Einreichung einer Bittschrift =. an Reichs- und Landtag wurde wiederholt. Weiter erstattete der Vorsitzende kurz Bericht über die am 3. November abgehaltene Ver-I sammluna der Altpensionäre Groß-Berlins »uf Verletuna einer Eingabe an das Herrenhaus wurde verzichtet. Tor Vorsitzende. Oberbahnhofsvorsteher a. T. Ottenroth, teilte nock mit, daß der Reichstagsabgeorbnete Latt- mann, auf erfolgt: Einladung hin, fein Erscheinen zur Januar-Versammlung zuaesagt Mit dem Wunsche auf ein fröhliches Wechnachtsfest. ichloß der Vorsitzende die Beratungen. „h-