Casseler Nuestt Nachrichten
Caffeler Abendzeitung
Hessische Abendzeitung
Nummer 300
Fernsprecher 951 imb 952.
Sonnabend, 25. November 1911
1» Jahrgang
Fernsprecher 951 und 952.
Kongo. Damals wurden sowohl von Seite«
F. H.
worden sein. Anscheinend auch mit erfreuendem Erfolg, denn es verlautet, daß Herr Theobald von Bethmann Hollweg über die ihm ge- wordnen Anfilärungen sehr befriedigt gewesen sei, und den Rest des Abends in (dem düstren Philosophen sonst kaum vertrauter) muntrer Laune verbracht habe. Ob Wirklichkeit, ob Märchen: Wer weiß?
Berliner Sensationen.
Bankier Siegel und Kunsthändler Franke.
Denker uud Dichter auch im zwanzigsten Jahrhundert noch nicht über bescheidne Entwicklungsstadien hinaus gediehen ist. Im Blätterwald rauscht's und raunt's von Danziger und andern Histörchen; die Namen der ver-
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ehrten Zeitgenoffen Elard von Oldenburg und Ernst von Heydebrand werden (im
Ein Privat-Telegramm meldet uns aus London: In hiesigen politischen Kreisen erhält sich hartnäckig das Gerücht, daß Sir E d - ward Grey, der Minister des Auswärtigen, nach den am nächsten Montag im Unterhaus beginnenden Debatten über die deutsch-englische Krise von seinem Amte zurücktreten w;rde. Grey fei zum Rücktritt entschlossen, um oem Kabinett Asquith eine deutschfreundliche Schwenkung in der auswärtigen Politik zu ermöglichen.
Die Enthüllungen des englischen Hauptmanns Faber über die Gefahr eines deutsch- englisch - franzöfifchen Kriegs im September sind nur weiteren deutschen Krei- ien völlig überraschend gekommen. An Ber-
Flüsterton, und umrankt von allerlei Mär) durch die Lästerallee getuschelt und gallische Münchhausen erzählten dieser Tage sogar mit komisch-ernster Miene von der Stubenarrest-
achtundvierzig Stunden, und fünf Tage später wurde der Vertrag unterzeichnet.
9nfertionSpretfe: Die sechrgespaltene Zelle für einheimische Geschäft» 15 Psg., für an», wärttge Inserate 25 Pf, Reklamezetle für einheimische Geschäft« 60 Pf, für auswärtige Geschäfte 60 Ps. Beilagen für die Gesamtauflage werben mtt 5 Mark pro Tausend be. rechnet. Wegen ihrer dichten Berbrettung in der Residenz und der Umgebung sind die Casteler Neuesten Nachrichten ein vorzügliche» JnsertionSorgan. Geschäftsstelle: «ölnische Straße 5. Berliner Vertretung: SW, Friedrichstraße Ich Telephon: Amt IV 676.
Die „Kronprinzen - Demonstration" im Reichsparlament ist genugsam be- plaudert worden: Von bänglichen Greisen, die im Inputs kraftbewußter Jugend die „aufkeimende Regung autokratischen Herrschaftwillens" wittern zu müssen glaubten/ und von der Begeisterung des jungen Deutschland, die die warme Anteilnahme des dem Throne Nächsten am Empfinden des Volksgewissens froh als Morgendämmern einer neuen Aera freiheitlicher Männlichkeit deuten zu dürfen wähnte. Man hätte also über das Intermezzo zur Tagesordnung übergehen dürfen, nachdem auch im Hause Wallots der Weisheit breiter Strom sacht und bedächtig über den plötzlich aufgetauchten „Stein des Anstoßes" dahingeglitten war. Das Ereignis hat indessen die trüb- Flut unsres politischen Lebens tiefer aufgewühlt, als die Bedeutung des Falles es notwendiger-1 weise erheischte, woraus geschlossen werden i darf, daß die politische Kultur im Land der
versichern, daß die unbewußt impulsive Teilnahme an einem Gedanken, der seit Jahren meine Vorstellungswelt beherrscht, nicht etwa als ein Akt der Unfreundlichkeit gegenüber dem ersten Berater der Krone gedacht war, deffen Wertung in meinem Empstndcn l ä n g st n i ch t mehr von der Stimmung -'"cs flüchtigen
Der schwarze Eommbend.
Wie uns weiter aus Berlin berichtet wird, ist auch die Absicht eines englischen Angriffs auf Deutschland nicht vollständig gcheirn- gepalten worden. Sie ist damals auch nach anderer Richtung noch durchgesickert: Man erinnert sich des sogenannten „schwarzen Sonnabends" an der Berliner Börse, jenes neunten Septembertags, an dem Kurse wie beim Ausbruch eines Krieges Plötzlich um viele Prozente sanken und eine allgemeine Panik eintrat. Man schatt da- I mals auf die „nervöse" Börse, die sich „ohne allen Grund" ins Bockshorn jagen ließe. Heute wird man wohl überall erkennen, daß die Berliner Börse damals außerordentlich gut unterrichtet war, als sie die Nähe einer furchtbaren Kriegsgefahr witterte und demgemäß die Kurse einstellte. Was Ka- pitär Faber weiter über die Kriegsgefahr enthüllte,, dürfte nach dem, was an augenscheinlich unterrichteter deutscher Stelle verlautet, eben- falls im großen und ganzen zutteffen. Als es Plötzlich zum Klappen kommen sollt«, stellte sich eben heraus, daß die englische Flotte keineswegs so kriegsfertig war, wie man nach ihrem allerdings seit einem Jahrhundert nicht mehr erprobten hohen Ruf annehmen sollte, und io sah man denn in London ein, daß der Augenblick zu einem Angriff auf Deutschland außerordentlich unglücklich gewählt war.
Viermal dicht vorm Kriege?
„Deuffchland war stets vorbereitet!"
I Augenblicks beeinflußt werden kann. Nichts-l ~------ -------- -----
destoweniger erachte ich es für meine Pflicht Englands als auch von Frankreich u m f a s - als deutscher Mann und preußischer Prinz, send e rnilitärisch e V o rb ereitun aen
! EMllenz freimütig zu erklären, daß ich getroffen. Die Spannung löste sich jedoch nach I das Empfinden des Volks, das am heutigen —- - — - -■
Mittag von der Rednertribüne des Parlaments laut und eindringlich zu Eurer Exzellenz und zur Kulturwelt sprach,, in seiner gan- Izen Tragweite würdige und ein bedenkliches Zeichen der Entfremdung zwischen Regierung und Volk darin erblicke, daß die Stimmung im Reich im Bannkreis des Regierungswillens als der Staatsautorität feindliche Massen-Aeuße- r u n g empfunden und demgemäß gewertet wird. Ich bin überzeugt, daß Eure Exzellenz meine offnen Worte in ihrem rein-freundschaftlichen Sinne zu deuten wissen werden!"
Und der Kanzler, angetan mit deni I Galarock des Dragoner-Generals, hätte dem I vor ihm stehenden Störer der mittägigen Idylle | erwidern dürfen (ohne die Würde seiner Kanzlerschaft um das Winzigste zu mindern): „Ich bin Eurer Kaiserlichen Hoheit von Herzen dankbar, daß schon so bald durch Sie selbst Mißverständnisse beseitigt worden sind, die. wie Eure Kaiserliche Hoheit mit mir empfinden werden, im ersten Moment mich schmerzlich berühren mußten. Ich bin mir bewußt, als Kanzler des Reichs und als Eurer Kaiserlichen Hoheit Vater erster Ratgeber auch in dem (von allem Anfang an verfahrnen) Marokko-Handel meine Pflicht nach bestem Wissen und mit allen Kräften getan zu haben; getan, soweit mein schwächlich Vermögen es ge-1 - - stattete. Leider spielt in der internationalen I Buße, die der Sohn Wilhelms des Zweiten Politik, der ich beim Antritt meines Kanzlerin seiner idyllischen Villa nah der Danziger amts als völlig Fremder gegenüberstand, der Bucht reuig erdulde: Zn viel säst des Rüh- Wille eines Einzelnen nickt mehr die auK'chlag- renden und Tränenschwer-Tragischen! gebende Rolle: Bismarck ist tot und mit ihm I
Inzwischen haben wir vernommen, daß der die Zeit, da die Wett aus der Berliner Wil- Deutsch e K a ise r in der Anteilnahme des hclmstraße regiert ward. Heut versuckt Erben der Krone anEreignissen, die das Volks- schwache Kraft, das Beste’ zu erstreben, empfinden in seinen tiefsten» Tiffe « *-owegt ha- und als überzeugter Verehrer unsrpr großen ben (und von denen es zu beflagen wäre, wenn Philosophen verschließe ich mich keinen Angen- sie das Herz d«s längst zum Mann gereiften p-ic? der zwingenden Erkenntnis, daß hier zwi-! Zollernprinzen kalt gelassen hätten), lediglich einen „Ausbruch jugendlichen Ueber-
Sturm in der Pariser Kammer.
Schwere Angriffe auf Aristide Briand.
Die französische Deputiertenkammer hatte gestern wieder einmal ihren „kritischen —og,: Es kam während der Verhandlungen zu einem regelrechten Tumult und eS hätte nicht viel gefehlt, daß der Lärm ht Handgreiflichkeiten ausgeartet wäre. Im Mittelpunkt der Szene stand der frühere Ministervräsident Brrand, der von den Sozialisten aufs heftigste angegriffen wurde. Heber die fkandalö- ien Vorgänge in der gestrigen Sitzung geht uns folgender Bettcht zu:
Paris, 24. November.
Intermezzo im Reichstag beplaudert haben, W <>leicbzettia ene aröüer darf diese Tatsache wohl als die toidHr ® - -
Unter hier Angen.
Kronprinz Wilhelm und der fünfte Kanzler.
eifer3" erblickt, der mit dem väterlichen Verbot weiterer ^Betätigung in den eingeschlagnen Bahnen kronprinzlicher Meinungsäußerung seine „normale" Erledigung gefunden hat. Man erzählt sich, daß der von der Demonstration der Kaiserlichen Hoheit sehr peinlich berühtte Kanzler nfitten int tobenden Marokko-Kampf im Reichshaus sich telephonisch mit dem Kaiser habe verbinden lassen, um über den im Parlament am Berliner Königsplatz als „unerhört" empfundnen Vorfall pflichtgemäß Meldung zu erstatten. Die Folge war eine Einladung des Kanzlers zur Teilnahme an der kaiserlichen Abendtafel, die im engsten Kreise stalffand, und zu der auf väterlichen Wunsch auch der Kronprinz erschien. Nach der Tafel fügte es ein freundlicher Zufall (oder auch, kluge Vorsehung?), daß Kronprinz Wilhelm Gelegenheit hatte, mit dem noch sichtlich verstimmten Kanzler „unter vier Augen" zu sprechen, und es soll bei dieser Unterredung „von Mann zu Mann" das parlamentarische Mittag-Intermezzo sehr eingehend erörtert
Wie wir schon telegraphisch berichtet haben, 't der im vornehmsten Berlin, am Kurfürsten- Damm wohnhafte Direktor der Allgemeinen deutschen Kommissionsbank, Emil Siegel, der zugleich Direktor der Sy- iiagogenbaugesellschaft war, seit dem verflossenen Sonnabend aus Berlin verschwunden. Eine Revffion bei beiden Gesellschaften, denen Siegel in leitender Stellung angehörte, ergab, daß der Flüchtige der Kommissionsbank neunzigtausend Mark und der Synagogenbaugesellschaft dreißigtausend Mark unterschlagen hat. Die Veruntreuungen datieren schon längere Zeit zurück. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat sich der Defraudant nach England gewandt. Siegel steht im Alter von etwa vierzig Jahren und ist seit vier Jahren verheiratet. Seit etwa anderthalb Jahren wohnte er am Kurfürsten-Damm in Halensee, wo er eine elegante Wohnung innehatte. Er galt allgemein als solider, tüchtiger Mann und machte auch keine extravaganten Ausgaben. Für seine eigene Person soll er sehr wenig Geld ausgegeben haben. Es war verschiedenen feiner Freunde bekannt, daß er schon seit längerer Zett sich in Spekulationen verschiedenster Art eingelassen hatte, wobei es sich stets um sehr beträchtliche Summen gehandelt haben soll. In letzter Zeit batte Siegel verschiedene Male groß« Verluste zu erleiden. Soweit die Sachlage bis jetzt zu überblicken ist, scheint Siegel von den veruntreuten hundertzwanzigtausend Mark selbst keinen Vorteil gehabt zu haben. Er scheint vielmehr die Verluste aus seinen Börsenspekulationen durch Gelder, die er den ihm vertrauten
I schcn Kraft und Ziel, zwischen Wollen und Ver- mögen schroffe Gegensätze klaffen, die zu meistern meine Kanzlermacht leider nicht ausreicht. Ich teile mit Eurer Kaiserlichen Hobelt vollkommen das Empfinden, daß Das, das wir in überlangem Handel errungen haben, das Volk nichterfreuen,nicht mal befriedigen kann; indessen zwingt mich auf der andern Seite die unanfechtbare Logik philo- spPhischer Folgerung. in diesem Falle unsre Politik als „K u n ft des Erreichbaren" ju verteidigen . . .!" So (oder ähnlich) hätte, der Kanzler sprechen, und nach dem Philo- sophenwott der Tafelfteuden Zauber in vollen Zugen kosten dürfen. Herr Theobald von Beth- mann Hollweg aber ging hin und sprach; Iprach, wie ... er gesprochen fett Jahren! Derweil der Kronprinz hoch überm Wallot- Hans mit Zeppelin durch die Lüste fuhr
Kassen entnahm, zunächst gedeckt und sich dann mit fremden Geldern in neue Spekulationen eingelassen zu haben, in der Hoffnung, zu gewinnen, um die alten Verluste wettzumachen und seine Verfehlungen durch die gewonnenen Summen verdecken zu können. So machte er stets ein Loch auf, um viele alte zuschütten zu können, bis schließlich die Verhältnisse ihm über den Kops wuchsen, und er in der Flucht den einzigen Ausweg sah. Es ist nicht anzu- nebmen, daß er große Geldmittel bei sich hat. Seine Frau und seine Familie hatten keine Ahnung von seinen Verlusten und seinen Verfehlungen. Um einen materiellen Verlust der durch die Unterschlagungen Siegels geschädigten Handwerker zu vermeiden, iit von den beteiligten Kreisen eine Hilfsaktion eingeleitet worden.
Kunsthändler Franke.
In Berliner Kunst- und Künstlerkreisen erregt die gestern erfolgte Verhaftung des Kun st Händlers Wilhelm Franke gröytes Aufsehen, der unter der Firma Wfl- belni Frank« und Co. Unter den Linden einet, Gemaldehandel betrieb. Er hat zahlreiche Ma-
fünften Kanzler des Reichs alfo sprechen X« »"f,K
dürfen: „Ich bebaute aufrichtig, daß Eurer kommen^ ^Kusammeuöa, Exzellenz olympische Ruhe, der das Vaterland' ^uiammenhm
so oft die Verhütung krastvoll-enffchlossner Tat zu danken hatte, heut durch eine plötzliche Aufwallung meines rein-menschlichen und rein-nationalen Empfindens gestört worden ist. Ich kann Eurer Exzellenz indessen
über die Möglichkeit, daß Rußland und Japan auf Landerwerb in China ausgehen, und die jetzige verworrene Situation dazu benutzen könnten, auf die Regierung in Peking einen Druck auszuüben. Inzwischen hat auch die fremdenfeindliche Bewegung neue Opfer gefordert. Es geht uns folgende Meldung zu:
London, 24. November.
(Privat-Telegram m.)
Der Daily Telegraph meldet aus S ch a n g - Hai: Nachrichten aus chinesischer Quelle besagen, daß ein französischer Priester in Südchina ermordet wovden ist. Einzelheiten fehlen zurzeit noch, doch scheint es sich zu bestätigen, daß die Lage der Fremden ernst- l i ch gefährdet ist. Für heute erwartet man den S t n r m a u f N a n k i n g. Der revolutionäre Minister Wutingfang fordert in einem Schreiben an die fremden Konsuln die Ausländer auf, die Stadt zu verlassen, da sie der Schauplatz ernster Ereignisse sein werde. Die Armee der Rebellen ist den Kafferlichen an Kopfzahl und Ausrüstung weit überlegen und ein Sieg der Revolutionäre scheint sicher zu sein.
Der Turnlehrer als Revolutions-Manager (Privat.Telegramm.)
Depeschen aus Peking zufolge hat nun auch die Provinz Hunan ihre Unabhängigkeit erklärt und sich als selbständiger Staat konstituiert. An der Spitze der Regierung steht der vom Provinzialausschuß erwählte Tanjenkai. Die Ruhe ist in allen Teilen der Provinz wiederhergestellt. Die Revolution in Hunan wurde von einem Turnlehrer namens K i a o geleitet, der einen großen, in allen Teilen der Provinz verbreiteten Turnklub gegründet itnb zahllose Anhänger hatte. Das Heer machte gemeinsame Sache mit den revolutionären Turnern. Im Anfang des Aufstandes fanden blutige Metzeleien statt, die aber bald von einem revolutionären Führet aus Wutchang, Huyin, unteftfrüdt wurden Huhin gelang es in kurzer Zeit, die Ordnun« wieder^He^iistellen und weiteres Blutvergießen
(Privat-Telegram m.)
Gestern nachmittag kam es in der Kammer- sitzung zu einer äußerst stürmischen Debatte, di« dem Kabinett Caillaux beinahe den Todesstoß versetzt hätte. Im Lauf« der Debatte griff der Führer der Sozialisten, L a u- chel, den früheren Ministerpräsident Briand (der einst selbst Mitglied der sozialistischen Partei war) in der heftigsten Weise an. Er nannte ihn einen Raubmörder und Straßenräuber. Als Briand sich erhob, .... -—„ nn 5öer = ium sich gegen die Aiffchuldigungen zu vorteidi-
liner amtlichen Stellen war man über die lw», setzte ein Höllenlärm ein. Bus engliiche Stimmung l ängst u n - den Reihen der Sozialisten hagelten die g r ö b- «JVAV? Umr-«ct$ tro$ aller Ableugnun Ist en Schimpf Worte und den früheren Mi- heften auch unzutreffend fein, im K erntbcr* J®a$ccub die Linke zischte, klaffchten das
Wenn die beiden, in ihrer ganzen Choral-1 durchaus richtig sind. Die englische Zentrum mw die Lieberalen Beifall. Schließlich teranlage so grundverschieden gearteten Herren | Regierung stand damals taffächlich auf dem I Briand, zu Worte zu kommen und
wirklich „unter vier Augen" das November- ?^UR$e< 3“”} Uebersall auf vor der Kammer zu rechtfertigen.
Intermezzo im Reichstag beplaudert haben, so «X geben und Darauf stellte die Regierung die Vertrauens-
darf diese Tatsache wohl als die wich - nkch^de mFestland w 72? ‘n W worauf sie mit dreihundettfünfundvier- tigste in der langen Kette von Dichtung und allem, was man hört bstte ftdoch dieft krttak ^ndertdrei Stimmen den Sieg
Wahrheit gewürdigt werden, die seit der par- rische Wendung die deutsche Admiralität'kei- lamentarischen Marokko-Hochflut das Interesse neswegs unvorbereitet getroffen im Montreuil-Katastrophe im Parlament, der Oeffentlichkeft gefangen hält. Denn Kron-1 Gegenteil: "Es waren (wie an maßgebender (Privat-Telegramm)
Prinz Wilhelm hätte, ohne dem Gast der Väter-1 »eutfäer Stelle vernwen wird) alle Vorkeh- Bei Beginn der gestrigen Kammerverband- lichen Abendtafel weh zu tun, zum grollenden 1,^7.,7^77 ’.m gegebenen Augenblick lung ging grade die Nachricht von der furchtba-
' 'Em englnchen oder tt-nz°si,chen Angriff an reu Eisenbahn -Katastrophe bei t d o r u-1 zJtonttcuK ein, bie in ber Kummer unb in ben uns noch "beriMet^ ^^"^ bamtt wird Wandelgängen große Aufregung verur- uns noch ber.chtet. Mite. Es ist ein offenes Geheimnis, daß die
{h „, crT??!' “4' November. Bahn zu den schlechtverwaltetsten in Frankreich „ , (?77a:/~clegtannn.) gehört und die größte Unfallziffer auszuwei-
Neber die jüngsten deutsch-französischen Be-1 fen hat. Die gestrige Katastrophe soll deshalb sprechungen und die damtt verbunden gewesene morgen in derKammer zur Erörterung kommen Kriegsgefahr wird aus angeblich gut --------
Ä *« Sarotza-rmord« in Wua! viermal ein Ausbruch des Krieges! 7" ~0Ia6c!tb vcs Sturms auf Nanking? zu befürchten war. Das vierteuial tn ^Vina gestaltet sich mit jedem
mittelbar vor der Unterzeichnung des Abkom-! fc ro cnH »7 sm eineJn-
mcns gelegentlich der Forderung des Herrn sein mirk Nach einer Ren^rm-lmma^7^ ron Kiderlen Waechter bezüglich d:S belgischen I king rst die chinesische Regierung sehr besorgt