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Caffeler Abendzeitung

Hessische Abendzeitung

Nummer 298

Fernsprecher 951 und 952.

Mittwoch, 22. November 1911

Fernsprecher 951 und 952.

! Jahrgang.

Tafseler Neuesten Nachrichten erscheinen Wöchentlich sechZmul mth »tnrtr AbonnementSpreiS beträgt monatlich 60 «fa. bet freier Äu^ßH'mn tna

3nfertion8prelfe: $te fedjggefpaltene geile für einheimisch« SeschLtte 15 Pfg. für ou$. Reilamezetle für einheimische Seschäfie 40 Pf, für auswärtige ®^äfte ®° Pk. Beilagen für die Sefamtanflage werde» mit 5 Mark pro Tausend b«. ctinet Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Residenz und der Umgebung find di. LaNeler Neuesten Nachrichten ein vorzügliches JnfertionSorgan. @efiläftä[teile Nüln'flbe Strafee 6, Berliner Bertretung! SW, Friedrichstraße 18, Telephon: Omi rv "«7t.

Morgendammern in England?

Fabers Festmahl-Enthüllungen.

Rußland und Japan mobilisiere»!

Ein Privat-Telegramm berichtet uns aus London: Wie demDaily Tele- aus Petersburg gemeldet wird, ist Ruß­land dabei, seine Truppen im Bezirk von Wla­diwostok zu mobilisieren, weil angeblich auch die übrigen Mächte die, Absicht kundgege- bm haben, in China militärisch zu intervenie­ren. Weiteren Depeschen zufolge jinb japa- uische Truppen in den letzten Tagen in Futschau gelandet, angeblich, um das dor­tige japanische Konsulat zu schützen. Die chine- Nlchen Revolutionäre rücken von vier Richtun­gen aus gegen Nanking vor. Fünfzehn Kanonenboote sind auf dem Wege nach Nan­king, um die Rebellen zu unterstützen. Am Sonnabend stattete Juanschrkai den Gesandten einen offiziellen Besuch ab, wobei mehrere di­plomatische Vertreter dem Wunsch nach Aufhö- ren des Blutvergießens und ihrer Ver. urteilung der Greuel in Nanking Ausdruck gaben. Der geistige Führer der Aufständischen in China, Dr. Sun halfen, der sich zehn Tage lang in London heimlich aufgehalten hatte, ist gestern von dort nach China abgereist.

Ferner: Aus derselben Quelle, die die­ser Tage den Ruhm des Herrn von Kiderlen- Waechter munter durch alle Lande sprudeln ließ, verlautet, daß man sich in der Berliner Wilhelmstraße bei der Ouvertüre zumSckerz von Agadir" grade England gegenüber be­sondrer Höflichkeit befleißigt habe. Die Lon­doner Towning-Street erhielt (im Gegensatz zu den Regierungen der übrigen Staaten, denen diePanther"-Fahrt in einer lapidaren Zirku­larnote avisiert wurde) eine besondre Mit­teilung über die Pläne. Absichten und Ziele der deutschen Marokko-Politik und im Anschluß da- ran auch (auf Anfrage) die höfliche Versiche­rung, daß durch das Intermezzo von Agadir englische Interessen in keiner Weise beeinträch- figt werden würden. Damit ist (wenn diese Mitteilungen zuverlässiger sind, als das von konservativer Seite grob unterbrochne Ge­plauder über die von Herrn von Kidetten rasch erzauberte Sänftigung des Marokko-Grolls in der Budget-Kommission) bewiesen, daß es Deutschland in keiner Hinsicht an der Rück­sichtnahme auf die Empfindlichkeit des briti­schen Vetters, und an ergebner Höflichkeit ge­genüber dem Verbündeten Frankreichs hat feh-

November) endlich auf s i ch s e l b st besinnen würde! f. H.

sind, aus denen zu schließen wäre, daß sich ht der Hofhaltung oder der Umgebung des Kron­prinzen irgend etwas ändern soll. Als Oberst seines Regiments hat sich der Kronprinz sofort nach seiner Rückkehr nach Danzig unter ande­rem dadurch betätigt, daß er es im Laufe des Vormittags alarmierte und mehrere Stunden ererzieren ließ. Als Privatmann zeigte er sich am Sonnabend abend im hiesigen Stadttheater an der Seite der Kronprinzessin in der zweiten Aufführung desRosenkavalier", bei der die Dresdener Darstellerin desRosenkavalier" Fräulein Eva von der Osten gastierte. Das Danziger Stadttheater, das im übrigen ttrotz seines Namens) eine königliche Institution ist, und für die wachsenden Bedürfnisse der wer­denden Großstadt Danzig nicht mehr ausreicht,

I und die Aufdeckung der Affäre gehen uns fol- gende Mitteilungen zu:

Paris, 21. November.

(Privat-Telegramm.)

~e Kriminalpolizei ist einem großen Kupplernest auf die Spur gekommen» zu dessenKundschaft" Personen der ersten Stände gehörten. In verschiedenen Blättern erschienen seit einiger Zeit Anzeigen, in denen Gemälde von Greuze für Liebhaber zum Ver­kauf angeboten wurden. Die Ermittelungen haben nun ergeben, daß die Jnserenteu Da­men der Halbwelt waren, die ihren Kun­den minderjährige Mädchen im Alter von acht bis dreizehn Jahren zuführten. Auch die Adressen von Verkäuferinnen in den Wa­renhäusern wurden den Kauflustigen mitgeteilt. Es sind bereits mehrere Verhaftungen erfolgt. Der Direktor derLanterna", Victor Flachon, einer der angesehensten Publizisten und Politiker in Paris, ist flüchtig, und es heißt, daß er zu den Hauptschuldigen in der Affäre gehört.

Ein weiteres Privat-Telegramm meldet uns: Die Untersuchung in der Mädchen- handelaffäre hat einen ungeheuren Um­fang angenommen und zieht weitere Kreise. Es sollen über dreihundert minderjäh­rige Mädchen zum Teil von ihren Müttern in aller Formverhandelt" worden sein. Außer Flachon, dem Direktor derLanterne", wird auch der Name des Direktors einer anderen großen Zeitung als eines der Hauptbeteiligten genannt. Ferner sollen zahlreiche bekannte politischePersönlichkeiten stark kom­promittiert sein. Die heutige Pariser Morgen- frefft spricht von einemSkandal, wie ihn schlimmer s e i t I a h r z e h n 1 e n die Republik nicht habe erdulden müssen".

len lassen, als Herr von Kiderlen sich entschloß, dasPanther"-Schiffchen nach Marokkos Küste

Avisieren. Die Antwort auf diese, unter zärtlichen Verwandten sicherlich recht erfreuliche Äufmerflamkeit war bekanntlich das inferna- '7 Gepolter des wackren Schatzkanzlers ZÄW ®c.or9e und das ausgesprochne deutschland-feindliche Interview-Gewisper des mrAtti?eA<en, ®ir Fairfax Cartwright: Beides Tatsachen, für die die offizielle ^^sthe Polifik bis zur Stunde kein Wort der Entschuldigung gefunden hat!

Man sollte meinen: Wir dürften daraus lernen! Hat der Kapitän Faber die Wahr­heit gesprochen, als er vor staunenden Tafel­freunden das düstre Geheimnis des Unheil­sommers neunzehnhundertelf entschleierte. Gut; wir wissen dann, woran wir sind, und wessen wir uns vomlieben Vetter" jenseits des Ka­nals zu versehen haben. Hat man dagegen dem würdigen Honourable einen Bären aufgebun­den und sprach aus dem Festmahlredner die Verwirrung der Begriffe: Wir brauchen den­noch den Briten nichts an Argwohn abzu­bitten, denn außer der Faber-Fabel hatte die Geschichte der letzten Monde noch manche andre Tatsache zu buchen, die Deutschland zu sorglicher Aufmerksamkeit gegenüber dem Vet­ter überm Kanal mahnt. England ist un­ser Feind, und muß es naturnotwendig auch sein, weil seiner Weltmacht in der mächtig emporstrebenden Kraft deutscher Volkheit in der Herrschaft auf dem Erdrund, auf dem Welt­markt und im Rat der Völker der gefährlichste Konkurrent erwächst. Auf diese Erkennt- nis ist seit länger als zwei Jahrzehnten auch die britische Politik gestimmt, und es ist rommer Trug hüben und drüben, wenn die Einfalt diesseits und jenseits des Kanalgcwäs- ers schon das Morgenrot einer Zeit trauter Verwandten-Einigkeit zwischen dem Reich der Deutschen und der Britenmacht heraufdämmern icht, wenn ein paar Träumer sich abermals am Friedensideal begeistern und Herrn Asquith die Sehnsucht ihres Herzens in perga- mentner Illusion unterbreiten. Wir feiern heut Bußtag im deutschen Land, und wie der Tag der Seelen-Einkehr sollte uns auch der Tag politischer Buße daran erin-

stebende Regierungserklärung im Parlament: Str mussen eine durchaus klare Mitteilung haben, daß die Entente kein Bündnis ist a-tLe!n/ daß.sie kein gegen Deutsch- n d gerichtetes Bündnis ist, das den Zweck ®"gland M ermöglichen, ^ntschland von demPlatz an der Sonne" und es zu verhindern, die von überseeische Ausbreitung zu er- "Times" veröffentlichen weitere Einzelheiten zu den vom Kapitän Faber ae- Die Mitteilungen des Blattes bestätigen d,e vom deutschen Reichs­kanzler gemachten Andeutungen und zeigen daß man damals tatsächlich nur u m F i n g®e t- m',!m S.,ln

Die englische Press« ist voll von Kommentaren über Kapitän Fabers Ent­hüllungen in Andover. Was die bestunter­richteten Blätter daran auszusetzen haben, ist, daß Fabers Mitteilungen nur teilweise richtig seien. Es wird zugegeben, daß die bei­den Divisionen der Heimatflotte nicht vereinigt waren, aber eine Vereinigung hätte in kürzerer Frist als sechs Stunden stattfinden können. Falsch sei ferner, daß die britische Admiralität die ganze deutsche Flotte aus den Augen ver­loren habe. Die britischen Kundschafterschiffe batten nur die Fühlung mit einer deutschen Torpedoflottille verloren. Es sei ein offenes Geheimnis, daß die mit der Suche nach den deutschen Torpedobooten an der schottischen Küste beauftragten britischen Kreuzer Befehl hatten, jedes deutsche Torpedoboot, das sieversteckt" auffindeu sollten, ohne weiteres z u z e r st ö r e n. Die sonstigen Enthüllungen Kapitän Fabers begegnen kaum einem Widersvruch. Die ernste Presse beklagt die Veröffentlichung der Rede, die nur zu ge­eignet sei, in Frankreich Mißtrauen ge­gen England hervorzurufen und die in Deutschland herrschende anti-englische Stimmung noch zu verschärfen. Weiter wird uns berichtet:

ranziger Marche«.

Der Stubenarrest des Kronprinzen." (Von unserm Korrespondenten.)

Danzig, 21. November.

Die neue Pariser ZeitungExzelsior" hatte bekanntlich die Nachricht verbreitet, daß dem s Kronprinzen wegen feiner Haltung im Reichstag vorn Kaiser ein längerer Stu­benarrest zudiktiert worden sei. Der Kron- - Prinz sei daher nicht in der Lage, seine Villa in Langfuhr zu verlassen und werde wahrscheinlich auf längere Zeit hinaus nicht mehr in der Oef- fentlichkeit erscheinen. Demgegenüber wird mir von kompetenter Stelle versichert, daß diese Nachricht von Anfang bis zu Ende erfunden sei. Weder ist dem Kronprinzen ein Stuben­arrest zudiktiert worden, noch sind irgend welche Andeutungen gemacht worden, daß ein Erschei­nen in der Oeffentlichkeit von Berlin aus nicht gewünscht werde. Auch die von einigen deut­schen Zeitungen gebrachte Meldung, daß das kronprinzliche Hofmarschallamt mit Rücksicht auf die jüngsten Vorgänge von Potsdam nach Langfuhr verlegt worden sei, entspricht nicht den Tatsachen, da sich der Hofmarschall des Kronprinzen Graf Bismarck-Bohlen noch immer in Potsdam befindet und

keinerlei Anweisungen ergangen

London, 21. November.

(Eigene Drahtmeldung.)

Kapitän Faber erklärte einem Vertre­ter derEvening News" in Erwiderung auf die seiner Rede über die Krise zuteil gewordene Kritik, er beharre bei seinen Mitteilungen, die auf Aeutzerungen einer unbestreitbar hohen Autor i l ä t be­ruhten. Er habe viele Briefe von Armee- und Marineoffizieren erhalten, in denen sie ihm für seine offenherzige Rede dankten.

Wie uns im Anschluß hieran ein Privat - Telegramm aus London meldet, macht ich in der Oeffentlichkeit Englands immer deutlicher das Erstaunen und der U n m u t des britischen Volks über die Gefahren geltend, in die die E n t e n t e m i t F r a n k r e i ch das ast ahnungslose Land beinahe gestürzt hätte. Der unionistischeEvening-Standard" erklärt heute in einem Leitartikel über die bevor-

nern, was wir an Sündenschuld auf uns gela- deiz in dem törichten Bemühen, das Herz des Neiders für unsre Freundschaft zu gewinnen. Es gibt keine Möglichkeit deutsch-engli- chet Eintracht; es sei denn, wir erniedrig­ten uns selbst und buhlten um schnöde Liebe. Der Bußtag unsrer Politik könnte zum Tag nützlicher Erkenntnis werden, wenn Deutschland sich (sei's selbst im Düster des

bwopaer-Morde in China!

SJeue Hiobsposten aus dem Reich der Mitte. äufnGv> ?TfXen Nachrichten aus Nanking Mn»» »Vk General Schang mit fünftausend Kann und der Tatarengeneral Tichlian mit Sa-ftfenib Mandschus die Stadt besetzt. K ?^ug ließen sie alle aufständi­schen Soldaten und Beamten niedermet- ßli.H ®im9iel,tlIt?näre ^ben geschworen, hAUA«9 er^eI.^un8 üben, und nach der Einnahme Nankings, die ihnen sicher er- !vr?»A Mandschus über die Klinge Depeschen aus Peking zu- folge ist der Regent am letzten Donnerstag fci- erl-ch auz die Verfassung vereidigt worden, ^ie Kampfe bei Hankau dauern an. Die Re­gierung entsandte einen zweiten Friedens- m m' fj ar zu Verhandlungen mit den Wut- chang-Rebcllen. Inzwischen scheinen die revo- i1,11 Unruhen auch zu einer regelrechten renid en-V erfolgun g geführt zu ha­ben. Wir registrieren folgende Meldungen:

London, 21. November. (Privat-Telegramm.)

1 e n t f i n liegt heute die Nachricht **! Sinanfu, der großen Haupt- stadt der chinesischen Provinz Kwangsi, die «ne Einwohnerzahl von über einer halben WiKion hat, em Fremden-Massaker ftottgefunben habe. Der amerikanische Ge­sandte hat allen Amerikanern dringend anae- raten, fofort das Innere zu verlassen und sich nach den Bertragshöfen zu begeben. Die meisten der in Sinanfu ansässigen Europäer skandinavische und englische Missionare. Eine Bestätigung der Nachricht von dem Mas­saker liegt noch nicht vor, doch sieht man in der Tatsache, daß seitens der Konsnle allen Fremden dringend geraten worden ist, die Pro­vinz zu verlassen, ein Zeichen ernster Gefahr

deutscher Bußtag.

Wann wird der Retter kommen diesem Lande?

Das Verhängnis schreitet schnell: Am letz- ttn Sonnabend erzählte uns die offiziöse Presse fteudeftrahlend, nun sei alle Sorge von den Slimen gescheucht; Herr von Kider- len-Waechter habe in der Budgct-Kom- misslon des Reichstags seine Tatkraft im Ma- ^°'H?udel und in der Abwehr cugliscben Frevels derart überzeugend nachzuweisen ver- mocht, daß zetzt auch alle Zweifler und Nörg- ler befriedigt und bereit seien, den Mann im Auswärtigen Amt mit dem Heldenlorbeer zu ganzen. Man vernahm die Botschaft aus der SeI^ft.rra6e mit »tEm Unbehagen, das mittlerweile zur peinlichen Begleiterscheinung aller offiziösen Kundgaben geworben ist und unwillkürlich entstand die Frage: War ^ Hlnweis auf die endliche Beglaubigung Dessen, was uns nun seit Wochen in allen Me- hS rartesten Pianissimo bis zum «mA11!111 bon den stimmgewaltigen Herolden Kiderlen'scher Politik ins Ohr ge-

f° dringlich, der Hinweis auf die spat erkämpfte Bekehmng der Zweifler w zwingend, daß in einem hoch-offiziösen Memorandum dem Letter des auswärtigen Swatsgeschafts die Erfüllung einfachsten und

Pflichtgebots vor aller Welt attestiert werden mußte? Es scheint fast ^'.D^r Liebe Müh' indessen war auch um diesen eblett Preis vergeblich: Das offizielle Oraan

Airtel, die Kreuzzeitung, hat

Dags bie freudige Bekanntmachung der Wilhelmstraßen-Oeffentlichkeit alsglatte ®,,rnf 1ng" gebrandmarft, und man muß H0 Uwhl ober Übel annehmen, daß wenigstens em Teil der retchsparlamentarischen Budget-

*$1^° begeistert von den'vertraulichen Randbemerkungen des Herrn von Kiderlen ist

der feierlich-fröhlichen Beteuerung offiziöser Gazetten dargestellt wu-de

Doch die Heine Notlüge, geboren aus der Verlegenheit einer unangenehmen Schicksals- ^.unde. Ware noch nicht das Schlimmste: In der Polrttk scheint man ohne ein wenig Schönfär­berei und willkürliche Interpretation nun ein­mal nicht auszukommen, und da die für Herrn ?^lL.fHbe,r1Im*a8ae^ter ln Tag- und Nacht­licht emsigen Gänsekiele in den letzten Wochen mancherlei scherzhafte Mär aufs Papier gezaubert haben, kann die pikante Reklame für dmeiskalten Schwaben" die Gemüter kaum noch erregen. Wichtiger als das geschäftige Geplauder der Wilhelmstraße ist indessen die mysteriöse Kunde, die von der Themse kommt: Der konservative Parlamentarier unb Kapitän Faber hat bei einem offiziellen Fest­bankett im Kreise betoürbeter und besternter Gentlemen darauf hingewiesen, daß England und Deutschland im September des nun zu Ende gehenden Unheiljahrs dicht vor ei­nem Krieg standen, und daß das Ka­binett von St. James es war, das zur Un­terstützung des england-verbündeten Frankreich in seiner afrikanischen Erobererpolittk einen Angriff auf Deutschland plante' ^ie Ausführung des niedlichen Plänchens unter­blieb (nach Herrn Faber's Festmahlrede) le­diglich deshalb, weil Englands Flotte und Armee sich zu jener Zeit in einem Zustand be­fanden, der einen Angriff auf die stärkste Land­macht des Kontinents unb die auch zur See immerhin nicht zu unterschätzenbe deutsche Flotte als ein gefährliches Wagnis erscheinen lassen mußte. Ob Herr Faber seine Informa­tionen von kompetenter oder w e n i g er gut unterrichteter Seite erhalten hat, kann uns ziemlich kühl lassen: Charakteri- stisch ist jedenfalls, daß man heut in England zwiscben Braten und Käse von einem Angriff auf Deutschland wie von einer Tennispartie ober einem Golfspielrnatcb sprickst.

Schwedische Missionare, die in Tient-

dtt ^«chulvorsteberin ^rram o"» I rini'En isrovnaor ranzig ment meyr ausrercyt, f ü O in hVr »n«** I bat dem Kronprinzen einen eigenen Zugang zu

hinJp/r/ eS.Döf" Ausländern erm 0 rb et den von ihm belegten Plätzen im ersten Rang

« E~nf timefWrem Post- geschaffen. Das Tbeater war natürlich aus- dienst stehender Deutscher und viele chi- verkauft. Man sah viele

°""" ®**e- <««'ÄÄ.:«S

b " ro B " Plätzen des ersten Ranges durch eine Schnur

... , abgetrennt sind, erhob sich das Haus. Das

Sm neuer Skandal ln Frankreich. .Hauptinteresse konzentrierte üch auf'die Kron«

I ? , zessln, die cittctt tritt Gold und wilder

Frankreich, dasklaiusche and der Okan- bestickten Lila Voile-Mantel und das ihr vom bale, hat «ine neue Sensationsaffäre, Zaren geschenkte Brillantendiadem trug. Das Ln °,nf^clne^b ?uch politisch« Streife kronprinzliche Paar wobnte der Vorstellung bis verwickelt sind. Es handelt sich um einen S i t- zum Schlüsse bei unb kargte nicht mit seinem tcnm3!aJ!bat Mmmster Art, ber bereits Beifall. Auch am Sonntag obenb erschien bet

^Haftung zahlreicher Beteiligten geführt Kronprinz wieder mit Gefolge im Stadttheater, hat. Wie es scheint, spielt die Affäre tn Streb um sich denRastelbinber" anzusehen DaS en, die in der Oeffentlichkeit eine große Rolle ganze Auftreten des Kronprin-en läßt somit ftnelen, und «s ist daher begreiflich, daß die nicht darauf schließen, daß ihm von Berlin auS Angelegenheit in Pans ungeheueres Aufsehen irgend welcheBeschränkungen" aufef erregt und in der Presse in spaltenlangen Ar- legt worben sind In Bezug auf bie Mittet- tUeln behandelt wird. Hebet die VorgeschichteIlung, daß durch die Jndiskret^pn eine-