Caffeler Abendzeitung
1. Jahrgang.
Fernsprecher 951 und 952.
Sonnabend, 4. November 1911
Fernsprecher 951 und 952.
ie aber an Dritte übergeben darf.
werden.
Var erwachende Wna
Unsere liebe« Gäste.
Neue deutsche Kolonien?
Rio Muni und Fernando Po.
Im Artikel acht werden besondre Bestimmungen über Gruben-Ausbeutung und peziell für solche für Eisenerze, getroffen. Auf Eisenerze dürfen Ausfuhrzölle nicht erhoben
(Telegramm unsers Korrespondenten).
Wie uns aus Berlin berichtet wird, ttAr« den die neuen preuhischen Steuer- Vorlagen in den nächsten Tagen im Staats- ministerium, dem sie seit einiger Zett vorliege«, zur Beratung gestellt werden. Die Borlagm
mals in öffentlicher Sitzung in Abrede gestellt habe. Jetzt erklärt Ribarac in seinem Organ kategorisch, daß Milowanowttsch, der da- mals Minister des Aeutzern war, tatsäch l ich auf der Wiener Börse in serbischen Papi e r e n gespielt habe. Er führt Kön i g P e - t e r als Zeugen an, der von den Speknlattons- geschäften des Ministers Kenntnis ge-
(Eigene Drahtmeldung.)
Eine politische Skandalafsäre peinlichster Art beschäftigt zurzeit die Belgrader Presse und die Oessentlichkeit. Der Führer der Fortschrittspartei, Ribarac, interpellierte in veuucyen Manövern ituneymt», um , der letzten darlaments-Siyung den Minister-
in einer Deutschland und seine Armee so belei- Präsidenten und Minister des Aeußern, M i l o digenden Weise äußern? Da die Annahme wanowitsch, und bemertte, daß Milowa-
Fernando Po an i..._ „ ,
Bekanntlich war schon seit Beginn der deutsch- französischen MaroNoverhandlungen davon die Rede, daß Frankreich die beiden spanischen Besitzungen kaufen und uns als K o m p e n -1 sation anstatt des Zugangs zum Kongo an- Lietm wolle. Wenn die französische Regierung wirklich einmal deshalb mit der spanischen in Verbindung getreten sein sollte, so ist jedenfalls ein positives Ergebnis nicht erzielt worden, da Spanien sich noch im Besitz der beiden Kolonien befindet. Gelegentlich ist auch berichtet worden, daS deutsche Auswärtige Amt verhandle direkt in Madrid wegen An- kauss, jedoch ist dies deutscherseits bestritten worden. Auch in den Mitteilungen französischer Blätter über den Inhalt des Marokkoabkom-1 menS ist von Rio Muni und Fernando Po nichts erwähnt. ES wäre aber doch möglich, daß davon etwas in dem Abkommen stände, denn (wie von anscheinend gut unterrichteter Seite versichert wird) Frankreich soll sich von Spanien das V o r k a u s s r e ch t aus beide Besitzungen gesichert und dieses Vorkaufsrecht a n | Deutschland abgetreten haben. Zur Abrundung unserer neuen Kongokolonie könnten wir allerdings Rio Muni sehr gut brau- chen: Das kleine, am Ozean gelegene Gebiet grenzt im Norden an Kamerun und ist im Süden und Osten ganz von der französischen Kongokolonie eingeschlosien. Da nun gerade dieser Teil des französischen Kongo an uns abgetreten werden soll, so würde damit Rio Muni (auch Spanisch-Guinea genannt) außer der Küste von tmfcrm alten und neuen Kolonialbesitz eingeschlosien fein.
Der erste Teil des Vertrags betrifit Marokko Im ersten Artikel dieses Teils ver- pfiichtet sich Deutschland, das französische Vorgehen in Marokko zur Durchführung von Reformen auf gerichtlichen, administrativen, finanziellen, wirtschaftlichen und militärischen Gebieten nicht zu stören und gibt seine Zustimmung zu den von Frankreich dazu als notwendig erachteten Maßregeln.
Im Arttkel zwei erkennt Deufichland Frank- reich das Recht zu, Marofio militärisch zu besetzen.
Arttkel drei spricht von den Reformen, die Frankreich zu Wasier und zu Lande durch-
Im Arttkel sechs verpflichtet sich Deufichland, bei der Sicherung der Lage fremder Schutzbefohlener auf den Gebieten des Handels und der Landwirtschaft mitzuwirken.
Artikel sieben erklärt die wirtschaftliche G l e i ch h e i t in Marokko und proklamiert Handelsfreiheit für das scherifische Reich. Die Ausbeutung der großen öffentlichen Betriebe, (speziell der Eisenbahn) bleibt dem amerikanischen Staat Vorbehalten, bet
uuu mechanisch den RegltEt, des Kafi-r» und den Grobheiten Sie» Unteroffiziers folgt.
Soweit die »United Service Gazette". Be- rufenere Kreise mögen sachlich zu den hier gegebenen Verunglimpfungen des deutschen Heeres Stellung nehmen. Uns interessiert hier nur die Frage, was diedeutsche Militärverwaltung zu tun gedensi, um in Zukunft zu verhüten, daß Miliiärattachös. die als Gaste des Deutschen Kaisers an den deutschen Manövern teilnehmen, sich hinterher
habt habe.
Wenn der Vorwurf Ribaracs berechttg ist und bewiesen werden kann, würde Mrlowano witsch politisch unmöglich sein, und auch König Peters ohnehin stark erschüttertes Ansehen müßte dadurch aufs neue in Mitlei- denschaft gezogen werden. Die Afiare wird jedenfalls in Kürze auch *m Parlament zur Sprache kommen, und es heißt, da» Rabarac entschlossen fei. in diesem Falle fein ganzer Material der Oeffentlichkeit zu unterbreiten Er werde dann beweisen, daß der.Minister Präsident t a t s ä ch l i ch s ch u l d i g sei mb mit Uhm noch zahlreiche andere Staats-
gnferttonapretfe: Sie s-chSg-fpaü-n« ßdU Mr «Mh-imtsch- »°sch2st«
wärttg- Inserat« 25 Pf., Reriam-z-U« für einhNmtsch« Defchist« für auflrotattge
Geschäfte 60 Pf. Beilagen für bi« Gesamtauflage werden mit 5 Start pro Taufend de- rechnet. Wegen ihrer dichten Verbreitung in der Restdea» und d« Nmgedm-g ftobbte Saftetet Neuesten Nachrichten ein vorzügliche« JnsertionSorgan. Beschatt«stelle. «Sluische Straße 5. Berliner Vertretung: SW., Friedrichstraße 16, Telephon: Amt IV «76.
Nach einer offiziösen Mitteilung ist nunmehr auch das Kongo-Abkommen । perfekt und der Bertrag über den Kongo ist gestern abend von dem Staatssekretär von Kiderlen-Waechter und dem Botschafter Cambon paraphiert worden. Die Unterzeichnung der ganzen deutsch- sianzösischen Vereinbarungen dürste am morgigen Sonnabend erfolgen.
Nun heißt'S also: »Zum unwiderruflich letzten Mal!" Der unmittelbar bevofitehende Abschluß deS Marokkoabkommens ist offiziös beglaubigte Tatsache. Oder vielmehr: Der Verttag soll schon fix und fertig fein, und nur feine Veröffentlichung soll aus taktischen Gründen bis unmittelbar vor den Zusammen- tritt der beiden Parlamente hinausgescho- ben sein. Diese letztere Version hat entschieden das meiste für sich. Mag auch die deutsche Regierung den Reichstag als notwendiges Uebel behandeln: Die französische Re- g ierun g würde es doch nicht wagen dürfen, die Kammer einzuberusen, wenn sie ihr nicht s o- gleich über den Stand der Marokkoangelegen- heit Aufklärung geben könnte. Die Einberufung des Seine-Parlaments zum Dienstag beweist daher, daß tatsächlich alles in Ordnung ist. Daß man gleichwohl die Sache noch geheim hält, mag sich daraus erklären, daß beide Regierungen eine ziemlich abfällige Kritik des Vertrags fürchten, und deshalb nach Möglichkeit Preßerörterungen vor den Parlaments- Verhandlungen verhindern wollen. Viel Zweck hat diese Hinausschiebung der Kritik allerdings nicht, denn über den I n h a l t des Abkommens ist (wie wir gestern schon dargelegt haben) zu viel durchgesickert, als daß die Veröfientlichung jetzt noch sensationell wirken könnte. Ja, wenn man für immer über den Inhalt des Vertrags Stillschweigen beobachten könnte! Der deitt- schenRegierung wäre damit jedenfalls ebenso gedient wie der französischen, die ja auch mit Spanien seinerzeit einen Geheimverttag über Marokko geschlosien hatte. Bei der Natur der Abmachungen läßt sich indesien diese sonst so sympathische Geheimhaltung nicht durchführen. Denn was nutzt fchließlich eine .Grenzregulierung" (wie man euphemistisch die Abtretung | deutschen Kolonialgebiets an die Republik I nennt), wenn niemand die neue Grenze erfährt ? So mutz man denn wohl oder übel die parlamentarische Kritik über sich ergehen lasten. Datz es hüben wie drüben daran nicht fehlen wird, dürsten die in beiden Parlamenten ] zum Anfang der neuen Woche beginnenden Debatten überzeugend beweifen. Und man mutz sagen: Es ist gut so, denn bet mondelange Handel mit seiner sorgen- und unheilweckenden Geheimniskrämerei hat so drastisch die Mängel des diplomatischen Arbeitssystems erwiesen, datz es sträflich wäre, wollten die Völker diesseits und jenseits der Vogesen schweigen!
(Reuter-Telegramm.)
Am Sonntag vormittag haben die Aufstän- digen Verstärkungen erhalten und die Stadt Han kau wiedererobert. Montag morgens bombardierten die Kaiserlichen die Stellungen der Aufitändischen, die den Fluß
3
Nummer 28?
6s ist erreicht!
D« Abschluß bet deutsch-französischen „Marokko -Verständigung".
Soll und Haden.
Der Inhalt der Marokko-Verträge. (Eigene Drahtmeldung.)
Paris, 3. November.
Die gestern abend erfolgte Unterzeichnung des Kongovertrags in Berlin wurde hier noch gestern fpätabends bekannt und rief lebhafte Befriedigung hervor, die auch in den heutigen Morgenblättern ihren Ausdruck findet. Obgleich der Wortlaut des Vertrags erst später veröffentlicht werden foll. kann der Pe- tit Parisien die Grundlinien der erzielten Ab. kommens doch bereits beute mitteilen:
Cafleta Steudten Nachrichten erscheinen wöchentUch sechsmal mb paar ab enb«. De, Hboraumenttotei« betrügt monatlich 60 Psz. bet tretet Zustellung tn$ €>auä. Ceftellungen werden tebetjett von bet BefchSttSstell« ober ben Boten entgegengenommen. Druckeret Verlag und Siebaltton: Schlachthofttraße 26/W. Sprechstunden der Redaktion von 1-, Nhr nach, mtttaa« iurtMkche Sprechstunden für unsere Abonnenten Mittwoch« und Sonnabend« von t—9 rchr abend«. Berliner Berttetung: SW. Frtedrtchstratze 16, Telephon: Amr IV 676.
Der Pariser .Temps" läßt sich aus Berlin
SSi Cbit' btmnSf” »0®®? d^r Insp'irawr des englischen I «owWch'Ä der Nnnekttonsfrife an her
Ivan t e n.vEnaeyttizeryanattlngrtt « « Militärblattes, das die Lorbeer« seiner fran- zz ö rs e g es P i elt habe, während er dies d-v Abtretung der Kolonien Rto Muni und Kollegin nicht schlafen zu lassen sch ei- > * - ’• ...
uns beginnen sollen. 1^, h« englisch- Militärattache in Berlin ist, so wird man sich des Ausfalls des englfichen Militärblattes erinnern muffen, wenn die Einladungen zur Teilnahme an den nächstjährigen Manövern ergehen.
Nichts, was dazu beitragen könnte, feine Initiative und fein Selbstvertrauen zu stärken, darf auf feine Ausbildung Einfluß gewinnen, und fo wird er eine Ziffer in Menfchenge st a l t, ein willenloses Werkzeug der gepanzerten F a u st. Zu feinen Gunsten spricht indessen, daß er keine Nerven besitzt oder doch nicht viel von jenem lebhaften Temperament der lateinischen Rasse. Das einzige, was dem stumpfsinnigen Re k r u - t end rill der deufichen Armee entgegenwirkt, ist die Ausbreitung der Volksbildung, und früher oder später wird diese einen sozialistischen Ausbruch zur Folge haben, der dem heutigen System teuer zu stehen kommen wird. Der französische Soldat ist ein ganz an-1 deres Individuum: Offen und lebhaft von Natur, gebraucht er seine Initiative bei seder Gelegenheit. Zwischen französischen. Offizie- ren und ihren Leuten besteht tatsächlich Freundschaft. Außer Dienst spricht der Mann zu feinem Vorgesetzten „Mon capitarne , und dieser nennt seine Schutzbefohlenen „Mes enfants". In diesen zwei Nachbarländern müssen zwei so weit verschiedene Systeme sehr wett auseinandergehende Folgen zeitigen, und die Zeit allein mag zeigen, wozu das fuhrt. Es ist die einstimmige Meinung der Atta- ch ö S, die den deutschen und französischen Manöver» in diesem Jahre beigewohnt haben, daß der deutsche Offizier nicht mit der Zeit vorwärts geht, und daß beide Armeen hinsichtlich der höheren Führung viel vom britischen Offizier lernen könnten.
Die kommende preußische Steuer-Reform.
Ans parlamentarifchen Kreisen wird uns geschrieben: Schwarz auf Weitz wird bereits jetzt ben preußischen Staatsbürgern als vielversprechendes Vorspiel zur nachstiahrigen Neuregelung bet ^nlommett- steuer halbofiiziös klargemacht daß die allgemeinen Besteuerungsverhältnisse sich ht ben v— ---------------- - , - .letzten achtzehn Jahren ganz tottteffitä
blockierten. Die FortS von Nanyang feuerten cniwye[t hätten, vornehmlich fei bie untere über ben Fluß hinweg. Ein japanischer!^ mittlere Bevölkemngsklasse, also die Steu- Dampfernach Tschangschang erhielt bie Er- erzahler bis zu breitaufenb Mark Einkommen, laubnis, ben Fluß zu passieren. Eine Batterie relativ viel st e u er k r af tiger geworden, beschoß den ruf fisch en Dampfer .Pol- Die Herren von der Staatsftnanz mögen tawa^und wollte seine Rückkehr nach Haifiau i«undlichst. nicht °uß-^acht lassen.^imß^m^ stromabwärts nicht erlauben. Die Aufständischen t für bie man vor achtzehn Iahten nur et- enthaupteten den Oberst Schang-I»M. wr die m^n^vo^ brauchte, heut
sinyang, bet in ben Kämpfen am Freitag ^^^send Mark in Ausgabe stellen mutz. Der ben Befehl geführt hatte, weil er des Der- Blick bes Statistikers follte ferner mcht ! rats verbächiig war. Anbere Offiziere trafIunüerürffi(6ttgt lassen, tote die B"brauchs- I dasselbe Schicksal. Fremde berichten, daß fie ffeuetn des Reichs grabe auf ben b e sch et- 'mit »S«™, »I. H" «W* *<«•<'«J*«“"ÄW5Ä A!
Cchckr Neueste MWtm
------ — ' *'• Hessische Abendzeitung _____________
beamte.
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Der zweite Teil betrifft die Terriio -1 rial-Kompensationen und besagt, daß Deutschland einen Teil des französischen Kongo erhält, der fein Gebiet in Kamerun entsprechend erweitert. Quesso bleibt außerhalb der Grenzlinie. Deutschland erhält Zugänge zum Kongo und Ubanje, zum elfteren durch eine Landzunge zwischen ben Flüssen Li- kuala unb Sangha, zum Ubanje burch einen Punkt nördlich von Mangouba. Zur Regelung der Grenzschwierigkeiten zwischen Togo und Dahomey tritt Deutschland das in Frage kommende Gebiet an Frankreich ab, desgleichen den Entenschnabel im nördlichen Kamerun. Des weiteren erhält Frankreich daS Recht, Etappenposten längs des Senui auf Kameruner Gebiet zu errichten. Die Telegraphen- linie längs des Ubanje bleibt französisch. Dir Privatkonzessionen beider Mächte bleiben durch den Verttag unberührt.
Bestem ist ein Editt veröffentlicht worden, daS die Natioualversammlung beauftragt, das Verfassuttgsgesetz zu kodifizieren. ES herrscht keine Begeisterung, es ist aber auch zu keinen Ruhestörungen gekommen. Yu- auschikai verlangte deutschen Schutz für den Fall, daß er gezwungen werde, sich zu flüchten.
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Peking, 3. November. (Reule-r-Te- l e g r a m m.) Ein Regiment, das den Kaiserlichen in Schenzi zu Hilfe geschickt worden ist. hat gemeutert, ben Brigadegeneral getötet unb über taufend Mandschus ermordet, unter ihnen den Gouverneur und feine Familie. Die Wohnung des GouvemeurS wurde zerstört. Auch ans anbem Städten werben schlimme Ausschreitungen der Rebellen berichtet. _____________
Serbischer Minister-Skandal.
Der Minister des Aeußern als Spekulant.
Serbien kommt aus ben Sensationen unb Skandalen nicht mehr heraus: Kaum, daß bie Erregung über die Publikation der aufsehenerregenden .Königsmörder-Geheimnisse" durch den einstigen Verschwörer Nowakowifich sich einigermaßen gelegt Hal, zieht schon wieder ein neuer Skandal herauf, in ben diesmal der Ministerpräsident und der König selbst verwickelt sind. Ueber die Affäre, de- ren Aufdeckung in Serbien allgemeines Auf- sehen erregt, wird uns berichtet:
Belgrad, 3. November.
unb Yochon haben bie Fahne der ®ttH;™HtIern Einkommensstufen vergleichsweise rubrer gehißt. am wenigsten zu belasten, denn der zwe.tte
Ist der Friede nahe? .Angriff" von feiten bet Kommunen wird
(Eigene Drahtmeldung.) ohnehin nicht auf sich warten lassen.
Depeschen aus Peking zufolge hat die 3te-| Die neue« EteuerVorlklgeN.
gierung ben Diktator Yuanschikai auf gefordert, unverzüglich nach Pefing zurückkehren. Gleichzeittg hat die Nationalversammlung Li- yu auch en aufgefordert, die Feindselig« ikeiten einzustellen und mit bet Regierung in Verhandlungen über bie ganze Ange-. SHt O(IBIU„h legenhett ber Revolution zu treten. Jedenfalls werden dem Landtag bersernemZuiammentrttt soll er einen Waffenstillstand einheten vorgelegt werden, unb tn bet erften ge« I iS«? Bi« bie Be*anMuttgen Beenbiat seien, l schäfilichen Sitzung nach den ReichStagSwatz.
Volköfordemng: Parlamentarisches Regime.
Man erblickt nun die erste Frucht der auf ben Reformzwang gestimmten Herbst revo - lution in China: Die chinesische Nationalversammlung befürwortet die Verfassung, die auf ben konstitutionellen Grundsätzen Großbritanniens sich aufbaut, aber die Südprovinzen verlangen noch eine republikanische Union. Dies ist die Haupfichwierigkeit der Lage. Doch erwartet man, daß Puanschikai sie überwinden wird. Prinz Tsching erklärte sich bereit, dem Thron Er ! eine Denkschrift einzureichen, in der darum et- prc sucht wird, alle den konstitutionellen Grund- ’‘- sätzen zuwiderlaufenden Gesetze sofort aufzu« Heven unb ohne Verzug die Wahl von Parlamentsmitgliedern vornehmen zu lassen. Ueber bte schweren Kämpfe bei Hankau liegen folgenbe Meldungen vor:
Hanka«, 3. November.
Noch ein Pamphlet gegen unsere Armee.
(Von unferm Korrespondenten.) führen wird I Aus London schreibt man unS: Nach der
r-m ««im -I-- »'-d &«’
keinen Einspruch dagegen erheben, daß F"nk. tärbwit -U n i^d #« Urteil übet die reich die Finanzlage des maroSanischen eine vern^ib(< tdncn Vergleich mit Staats prüft und dessen Interessen im Aus- ^m stanzösfichen Heere auszuhalten vermöge land vertritt. DaS Blatt sagt: Der deutsche Soldat erschemt
Artikel fünf schafft bie Konsulatzge-Ials ein gefühlloser Zutomat, der blmb ticht»barkeit ab. «emffchte Gerichte wer- und Otters
ben fortan nicht mehr bekleben. --- ---------
Pari«, 3 .November. (Eigene DraHirn eldung.s Der unmittelbar bevorstehende Abschluß des Marokkoabkommens hat betetts daS französische Auswärtige Amt »eranfatt, eine neue Kongo,art e mit ben abgeänbet. ten Grenzen anfertigen zu lassen. Wie verlautet, foll Frankreich Spanien vorgeschlagen haben, Elks ar an btt Republik ab,«- treten unb dafür als Romnenfatiott x-t*, mtt angesehen warten, roie d« iotnt« 7f,,;
tuen zu erhalten. WaS Larrasch anbetttfft, zwanzig gefangene Kaiserliche und etwa tau- den bähern. Uttzweifelhaft hat es auch be so hat Frankreich in Madrid erklären lassen,|Städte Sckarschilder Steuerreform m Preußen,ein sozialpolttt- daß es an dieser Stadt kein Interesse habe.