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Handelszeitung.

Die neuesten Montan Fusionen.

jLie Fusionsbestrebungen in der Mon- I aW ndustrie, die mit Rücksicht auf die Lerbandsfragen ein immer schnelleres Tempo annehmen, werden wohl im Laufe dieses und des nächsten Jahres noch zu einer ganzen Reihe von Zusammenschlüssen führen. Kürzlich trat der Lothringer Hüttenverein Aumetz-Friede in Gemeinschaftsverhand­lungen mit dem Fassoneisenwalzwerk Mann- staedt. Diese Verhandlungen sollen kurz vor dem Abschluß stehen.

Jetzt verlautet wieder, daß auch das Hasper Eisen- und Stahlwerk sich dem Bergischen Gruben- und Hütten- verein in Hochdahl angliedern wolle. Beide Werke gehören zum Konzern des Kom- inerzienrats Klöckner. Herr Klöckner ist sowohl im Hasper Eisen- und Stahlwerk wie auch im Bergischen Gruben- und Hüttenverein Vor­sitzender des Aufsichtsrates. Die neue Ge­meinschaft hat (wie es beißt) den Zweck, die Quote von Hochdahl im Roheisenverbande dem Hasper Werke zu übertragen. Das Aktien­kapital der Hasper Eisen- und Stahlwerke be­trägt nach der letzten Bilanz 10 Millionen Mark, das des Bergischen Gruben- und Hüt­tenvereins 1,3 Millionen Mark. Im Jahre 1909/10 erlitt der Bergische Gruben- und Hiit- tcnverein einen Verlust von 59 998 Mark, der auf neue Rechnung vorgetragen wurde. Unter den Aktiven der Gesellschaft erscheinen die Hütten mit 1,2 Millionen Mark. Außerdem hat das Unternehmen eine Berggerechtsame. die in der Bilanz vom 30. Juni 1910 mit 70 000 Mark zu Buche stand. Bekanntlich hat Herr Kommerzienrat Klöckner in der letzten Generalversammlung der Hasper Eisen- und Stahlwerke für die Zukunft eine ziemlich op - t i m i st i s ch e Ansicht an den Tag gelegt. Es erscheint also nicht ausgeschlossen, daß die­ser Optimismus eine Vorbereitung für die Inter es senge meinschaft sein sollte, die jetzt angestrebt wird. Mit den Be- triebsanlagen des Bergischen Gruben- und Hüttenvereins können die Hasper Eisen- und Stahlwerke allerdings nicht viel anfangen, denn die Anlagen sind technisch ganz und gar nicht auf der Höhe. Es handelt sich daher wohl lediglich um die Uebertragung der Roh­eisenverbandsquote des Hochdahler Werkes auf Haspe. Ob die Hasper Eisen- und Stahl­werke mit dieser Transaktion eine Kapitals­erhöhung verbinden werden, darüber verlautet Lis jetzt noch nichts. Dr. A. G.

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8? Die heutige Berliner Fonds-Börse. '(Privattelegramm.) Die ungünstigen Nachrich­ten aus China, die eine Ermattung der Aktien der Shantungbahn um 2!4 Prozent im Ge­folge hatten, haben heute etwas verstimmend auf die Börse eingewirkt. Das Geschäft war im allgemeinen sehr still. Zur Schwäche der Allgemeintendenz trugen wohl auch der matte Verlauf der Newyorker Sonnabendbörse und die Tatsache mit bei. daß der Geldmarkt heute etwas steifer war. Ultimogeld wurde bis 5*X Prozent bezahlt. Da aber im weiteren Ver­lauf die politische Stimmung im Hinblick aus die, günstigen Nachrichten über Marokko eine etwas beruhigtere wurde und auch London aus demselben Grunde feste Kurse sandte, so trat eine leichte Befestigung hervor, obne daß Pas Geschäft einen größeren Umfana ange­nommen hätte. Matt lagen auf neuerliche Re­alisationen wieder die im freien Verkebr ge­handelten Shantung-Aktien und Warschau- Wiener-Eisenbahn. die um 3!4 Prozent niedri­ger einsetzten auf die Meldung, daß bezüg­lich der, Verstaatlichung genannter Bahn gar kein Zweifel mehr bestehen kann. Der Preis des ausgefertigien Projektes, soll demnächst bem JDHnifterrat unterbreitet werden.

Die heutige Berliner Produktenbörse. (Privattelegramm.) Das Geschäft an der heutigen Berliner Getreidebörse war äußerst still, auf die Erwartung der ministeriel­len Erklärung hin bezüglich der heute im Reichstag auf der Tagesordnung stehenden In­terpellation über die Lebensmittelteuerung.

c? Telephonfabrik Berliner. In den letzten Tagen waren an der Börse Gerüchte im Um­lauf, die davon sprachen, daß die Divi­dende für das abgelaufene Geschäftsjahr möglicherweise noch hinter der bisherigen Schätzung Von 8 Prozent (gegen 12 Prozent im Vorjahre) zurückbleiben werde. Diese An­nahme ist unrichtig. Obwobl auch heute noch Nicht die Abschlußziffern sämtlicher Betriebe der Gesellschaft vorliegen, kann angenommen werden, daß die Dividende keinesfalls unter 8 Prozent vorgeschlaqen werde; es besteht vielmehr nach wie vor die Wahrschein­

lichkeit, daß die Dividende mit 8 bis 8K Pro­zent in Vorschlag gebracht werden wird.

cg Hessischer Bankverein Aktiengesellschaft, zu Cassel. Die Generalversammlung geneh­migte die Jahresrechnung, erteilte einstimmig

sätzen der Bodenreformer folgend, das dazu nötige Gelände nicht verkauft, sondern auf ncunundnennzig Jahre Verpachter. Der Pächter war früher Geschäftsführer aus An­drees-Berg in Münden. Das Gasthaus soll

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ffiflhomhur ober fr November und Dezember nehmen Ulli JlUUUllUll alle Postanstalten und Briefträger Be­stellungen auf die Casfeler Neuesten Nachrichten entgegen. Der Abonnementspreis beträgt monatlich nur 50 Pfennig. Wird Zu­stellung des Blattes durch den Briefträger in die Wohnung gewünscht, so kommen 14 Pf. Bestellgeld in Betracht. An unsere verehr!. Post­abonnenten richten wir die höfliche Bitte, die Casseler Neuesten Nachrichten in Freundes- und Bekanntenkreisen zum Abonnement zu empsehlen.

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dem Aufsichtsrat und Vorstand Entlastung und beschloß die Verteilung einer Dividende von 7 Prozent, die vom heutigen Montag ab zur Auszahlung gelangt. Der mit der Stadt Cassel abgeschlossene Grundstücks-Kaufvertrag wurde vorgelegt und genehmigt. Reu in den Auf- sichtsrat gewählt wurde Kommerzienrat Salz­mann, Cassel, i. Fa. Salzmann u. Comp., Segeltuchweberei.

S? Harkott'sche Bergwerke. (Privattele­gramm.) Nach Abschreibung von 605 932 Mk. (526 217 Mk.) verbleibt ein Reingewinn von 1182 819 Mk. (821770 Mk.), aus dem 9 Prozent Dividende- verteilt werden sollen. Die Direktion teilt im Geschäftsbericht mit: Im abgelausenen Geschäftsjahr ist die Goldausbeute unserer Siehenbürgener Wer?.", die in den beiden Vorjahren etwas zurückg'e- gangen war, wieder gestiegen, und zwar von 1575 Kilogramm auf 1695 Kilogramm in den Jahren 1910/11. Da die deutschen Betriebe bessere Erträgnisse brachten, so kann das Ge­samtergebnis als ein recht befriedigendes be­trachtet werden.

Am der Heimat.

o°o Hauswurz. 23. Oktober. (Im Zeichen der Zeit.) Unsere Gemeinde ist jetzt am Bau einer Wasserleitung. Die Quelle ent­springt in dem Rachbardorfe Weidenau. Sie liefert jeden Tag eine Wassermenge von 260 Kubikmeter. Da nun die Quelle im unteren Teile des Dorfes Weidenau entspringt, sind sämtliche Brunnen dieses Dorfes a u s g e - trocknet: dadurch ist Weidenau genötigt, auch eine Wasserleitung zu bauen. Hauswurz hat sich bereit erklärt, der Gemeinde Weidenau einen Beitrag zu den Anlagekosten zu geben.

So Frommersbaufen, 23. Oktober. (Eine neue Sparkasse.) Hier wurde eine Spar­und Darlehnskasse mit unbeschränkter Haftung gegründet. Die Zahl der Mitglieder beträgt zweiunddreißig.

So Eschwege, 23. Oktober. (Im Kampf gegen die Teuerung.) Den Bezug von billigen Lebensmitteln will auch un­sere Stadwerwaltung in die Hand nehmen. Es ist zu diesem Zwecke eine Kommission gebil­det worden, die die erforderlichen Schritte tun soll. Zunächst ist ein Bezug von Kartof­feln beabsichtigt, dach sollen auch andere bil­lige Lebensmittel, wie Fleisch und G e - müse, beschafft werden. Man hat erwogen, auch mit auswärtigen Metzgern in Verbin­dung zu treten.

n°n Hessisch-Lichtenau. 23. Oktober. (Der neue Bürgerverein.) Ende der letzten Woche wurde hier ein Bürgerverein gegründet. Dem jungen Verein traten sofort zweiund­vierzig Mitglieder bei. Zur Förderung der Bereinsbestrebungen wird sich der Verein wohl bald einer größeren Korporation onschließen. Außerdem soll eine umfangreiche Bibliotbek angelegt werden. Auch Koch- und Haushgl- tungskurse werden eingerichtet. Der Vorstand besteht aus den Herren Schweinsberg, Härter, Seibel. Meblmann. lltresber und Kratt

"So Mönchehof, 23. Oktober. (Gescheiterte Verhandlungen.) Unsere Gemeindever­tretung war mit der Gemeinde Hohenkir­chen wegen der Anlage einer Wasserlei­tung in Unterbandlunaen getreten. Mönche- bof wünschte die UeberlaffUna einiger in der Gemarkung Hohenkirchen gelegenen Quellen. Die Verbandlunaen sind gescheitert, da Hohenkirchen die Quellen nicht abgeben will.

o°o Dransfeld, 23. Oktober. (Des Gauß­turmes neue Nachbarschaft.) Neben dem Gaußturm wird int Laufe des Sommers ein großes Gast- und P e n s i o n s h a u s er­stehen. Die Stadt Dransfeld hat, den Gründ­

aus dem gleichen Material ttnb in demselben Stil wie der Gaußturm erbaut werden, so daß das Gebäude sich würdig seiner schönen Nach­barschaft anschließen wird.

So Frankenberg, 23. Oktober. (Des Le- b e ns müde.) Im Nachbarorte Wiesen- feld bat sich aus bisher unbekannten Grün­den die Ehefrau des Rottenführers H o l l - st e i n erhängt.

So Marburg, 23. Oktober. (Der irdi­schen Gerechtigkeit entzogen.) Im Walde bei Schröck hat sich ein hiesiger älterer Arbeiter erhängt. Wie man hört, wur­de er aus Angst vor einer drohenden Ge­richtsverhandlung zu diesem Schritte veranlaßt.

So Hanau, 23. Oktober. (Des Land­wirts Leid) Zu einer Kalamität für die Landwittschaft des Kreises Hanau hat sich die Maul- und Klauenseuche gestaltet. Im Landkreise Hanau sind etwa fünfhund ert Gehöfte verseucht. Richt nur die Bestellung der Felder, auch der Handel und der Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisse, sowie die Viehverwertung leiden in hohem Maße unter den durch die Seuche hervorgerufenen Verhält­nissen.

*

Aus den Rachbargebieten.

So Hannoversch Münden, 23. Oktober. (Roch keine Weserschiffahrt. Der Wasser­stand der Weser ist noch unverändert gering, und somit noch keine Aussicht auf Wiederbe­ginn der Frachtschiffahrt vorhanden. Die Weser hat zurzeit einen Wasserstand von fünfundfünfzig Zentimetern.

So Heiligenftadt, 2.3. Oktober. (Der W e st- fonds als Stifter.) Zu Aufforstungen zwecks Verminderung der Hochwassergefahr sind der hiesigen Stadt aus dem soaenannten ,Westfonds" zwölftausend Mark überwiesen worden. Dem Anträge des Magistrats ent­sprechend wurde von den Stadtverordneten beschlossen, diese Summe zur Aufforstung einer Fläcke von 127,05 Hektar zu verwenden.

Gericht md Recht.

Schwiegersohn contra Schwiegervater.

(Entscheidung des Casseler Oberlandesgerichts.)

Der Kläger verlangte von seinem Schwie­gervater die Auszahlung der versprochenen -Mitgift. Der Beklagte verweigerte die Aus­zahlung mit folgender Begründung: Das Ver­sprechen einer Mitgift sei ein Sckenkungsver- sprechen, das nach Paragraph 518 des Bür­gerlichen Gesetzbuches gerichtlich oder notariell beurkundet werden müsse. Da das Versprechen ohne Beobachtung dieser Form, nur mündlich, erteilt sei, habe es demnach keine Rechtsgiltig­keit. Abgesehen davon aber stände dem Kläger kein eigenes Recht auf die Mitgift zu; denn er habe nur versprochen, seiner Tochter eine Mitgift zu geben. Endlich sei ein Mitgist^er- sprecken überhaupt nichtig, weil es gegen die guten Sitten verstoße. Tas ideale Gut der Ehe würde dadurch zu einem Handel gemacht und entwürdigt. Das Oberlandesge­richt hat den beklagten Schwiegervater zur Zahlung der Mitgift verurteilt. Es führt aus: Das Miigiktvc-rjprecken der Eltern der Braut an den Bräutigam sei keine Schenkung, da die Mitgift keine unentgeltliche Zuwendung, sondern die Geaenleistung für die Eingehung der Ehe sein sollte, deren Lasten der Mann zu tragen habe. Auch insoweit die Mitaist das den Vermögensverhältniffen der Schwieger­eltern entsprechende Maß übersteige, liege keine Schenkung vor.

Das Mitgiftversprechen fei vielmehr ein Schuldversprechen, das mündlich ohne jede

Rr. 273. i. Jahrgang.

Casseler Neueste Raqruyren

Dienstag, 24. Oktober 1911

Form abgeschlossen werden könne, wie es jo auch gewöhnlich geschehe. Ter Kläger habe durch das Mitgiftversprechen ein eigenes Reckt auf die Mitgift erhalten. Wenn auch die Zu­sicherung derMitgift nur in der Form erfolgt sei, daß der Beklagte dem Kläger gesagt habe, er werde seiner Tochter etwas mitqcben, so liege darin eine Abmachung zugunsten der Tochter (in­soweit schließe die Mitgift die den Eltern gesetz­lich obliegende Ausstenerungspflicht ein), zu­gleich aber auch die Einräumung eines selbst­ständigen Anspruchs auf die Mitgift an den Kläger. Auch der weitere Einwand des Be­klagten, das Versprechen einer Mitgift verstoße gegen die guten Sitten, sei unbegründet. Rur dann könne ein Mitgiftversprechen als sitten­widrig gelten, wenn der Bräutigam ausschließ, lich durch dieses Versprechen zur Eingehung der Ehe veranlaßt werden sollte. In btefem Falle aber habe, wie regelmäßig, der Bräu­tigam nur die Ehe und damit die Zukunft seiner Familie sicherstellen wollen und sich und seiner Ehefrau die Fortführung eines seinen bisherigen Verhältnissen entsprechenden stan­desgemäßen Lebens ermöglichen wollen. Mit­hin sei der beklagte Schwiegervater zur Erfüllung des Mttgiftversprechens ver- pflichtet.

** Zum Tode verurteilt. Das Schwurge­richt in Braunschweig verurteilte den we­gen Ermordung seiner zwei Kinder angeklag­ten Handarbeiter M a e m e ck e aus Allrode zum Tode und zehn Jahren Zuchthaus. Frau Maemecke wurde wegen Totschlags in zwei Fällen zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt.

Svort md Spiel.

< Casseler Fußballspiele. Am gestrigen Sonntag fand auf dem Sportplatz des Cas­seler F u ß b a l l V e r e i n s , e. V., an der Frankfurter Straße ein Wettspiel statt zwischen Germania-Mühlhausen I. und C. F. V. I. Das Spiel zeigte von Anfang an eine Ueberlegenheit der Einheimischen. Daß diese aber trotzdem nur mit 3:1 gewinnen konnten, ist der Stürmerreihe zuzuschreiben, die trotz um­fangreicher Umstellung schlechter wie am vori­gen Sonntag spielte. Am Vormittag trat C. F. V. ITT. gegen Hertha I. an und mußte sich mit 0:5 dem Gegner beugen. In Marburg stan­den sich im Wettspiel um die Kreismeisterschaft Sport I. und der Marburger Verein für Be­wegungsspiele gegenüber. Letzterer konnte das Spiel mit 3:1 für sich entscheiden. Sport II siegte gegen Hohenzollern mit 5:3. Der C. F. V.Wacker" spielte gestern gegen C. F. Cl. Union". Der erstere gewann mit 4:1.

< Kurhessischer Rciterverein. Am 28. und 29. Oktober veranstaltet der Kurhessische Reiter- Verein bekanntlich auf dem Forst zwei R e n- n c n. Wie au3 der Bekanntmachung im heuti­gen Inseratenteil hervorgeht, werden am 28. Oktober fünf und am 29. Oktober sechs Rennen zur Entscheidung kommen. An beiden Tagen findet auch Totalisator statt.

< Fußballspiele in Berlin. Die Berliner Fußballspiele um die Verbands-Meisterschaft brachten mit Ausnahme des unenttchiedenen Spieles Hertha-Preußen durchweg den Favori­ten einen, wenn auch nur manchmal knappen Erfolg. Das Hauptinteresse beanspruchte das Treffen Hertha- Preußen, das unerwarte­terweise 3 :3 endete. Viktoria siegte über Favorit mit der überraschend hohen Torzahl von 8:1 (Halbzeit 5:0). Minerva weihte ihren neuen Sportplatz am Königsdamm mit dem überlegenen Siege von 11:0 (6:0) über den S. C. Charlottenburq ein. Britannia schlug bett Berliner Ballspiel-Klub mit 2:0 (0 :0), erst 12 Minuten vor Schluß fiel durch einen Elfmeter das erste Tor, dem in der letz­ten Minute ein zweites folgte. Die übrigen Resultate waren: Germania-Berliner Sport- Klub 3 :2. Union - Vorwärts 2:1 (0:0), Ale­mannia - Norden - Nordwest 6:1 (3:1), Ra­pide - Tasmania 4:2 (0:1).

< Der Todessturz eines deutschen Fliegers. In Schneverdingen in der Lüneburger Heide ist gestern nachmfttag der Flieger Tack, nach­dem er mit seinem Eindecker einen Rundslug ausgeführt hatte, abgestürzt und tödlich verletzt worden. Tack unternahm in Schnever­dingen für eine Hamburger Firma mit einem neuen Eindecker Flugversuche. Er ist schon seit längerer Zeit als Aviatiker bekannt, nahm aber an größeren Veranstaltungen nicht teil.

Radrennen in Mainz. Auf derMainzer Radrennbahn kam am Sonntag zum Abschluß der Saison ein über 25 Kilometer führendes Dauerrennen zum Austrag, das von dem Frankfurter Weiß in der Bahnrekord-Zeit von 24 Minuten 45,1 Sekunden gewonnen wurde. Dubielczik und Hecer. die unter Rad- defekten zu leiden hatten, endeten 4, respektive 5 Runden zurück.

21. 10. 23. io

21. 10. 23. 1 C

Nachbörsenkurse gegen 3". Uhr

21. 10. 23. io

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21. 10. 23. 10

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108.50

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Mitteldeutsche Pri­vatbank

National-Bank Oesterreich. Credit . Petersburger Intern.

Handelsbank . .. .

Wechsel.

21.10. 23. 10.

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(Anfangskurse).

21. 10. 23. 10.

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164.12 154.62 123.37

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123.12

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Weizen, Tendenz: # Nov. . w Dez. . .

Roggen. Tendenz: ; Nov. . . . , Dez. . . .

Hafer, Tendenz:

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König Wilhelm conv. Laurahütte Ludwig Loewe & Co. Neue Boden-Ges.... Norddeutscher Lloyd Oberschl.Eisnb.-Bed. Orenstein & Koppel Phönix Bergbau .. . Rhein. Stahl Rombacher Hütte .. Schuekert Elektr. .. SiegenSolingen .. Siemens & Halske . Stahl & Kölke .... Stolberger Zink.... Thale Akt Thale Vorz. Akt. . . Vorwohl. Porti. Zem. Wendern th........

Westf. Stahlwerke .

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31.

(Schlusskurse).

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Credit Diskonto Deutsche Bank ... Berliner Handelsges. Dresdner Bank .... Darmstädter Bank.. A.Schaaffh.Bankver. National-Bank Russische Bank.... Petersb. Int. Hndlsb. Oesterr. Staatsbahn Lombarden Prinz Heinrich-Bahn Baltimore Canada LübeckBüchner .. Pennsylvania Schantungbahn .... WarschauWiener. Hamburger Paketf. Norddeutscher Lloyd Hansa 4°/0-ige Russen v.1902 ^/iVo-ige Japaner .. 3°/0-ige Reichsanl. .. Türken-Lose Laura Bochumer Gelsenkirchen Harpener Rombacher DeutschLuxemb.

Eastrands ... . Goldfields Modderfont ain. Geduld . ...

Goerz ...... Charteret. . . . Debeers Amalgamated . . Anaconda. . Rio Tinto Olavi South Westafrika Tendenz: .....

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206.75 247 153.-- 167.50 155.70

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Banken.

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Berliner Kursbericht

21. u. 23. Oktober 1911, nachmittags 3 Uhr.

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Silberr. Jan.Juli 4°/0-ige Russe* von 1902 4%-ige Spanier .... 4%-ige Türken von 1905

Türken-Lose 4°/0-ige Ungar. Goldr. 4%"ige Ungar. Kro­nenrente

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Ostbahn 1897 ....

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