Nr. 273. — 1. Jahrgang.
Casseler Neueste Nachrichten
Dienstag. 24. Oktober 1911.
gebracht werden.
sprechende Festlichkeiten.
Der Schutzmann im Kientopp.
Patentbüros in Dresden befindet.
Toulon, die Unheilstadt.
-88-
H. E.
Sie Geldnöte der Regierung
Sie fteutige Summa amtttlö Betten
und Streickmelodien ausgefüllt. die durch ihre saubere Ausführung und die eigenartige Technik des letztgenannten Instruments hinreichend
dem Verdacht des Sittlichkeitsverbre- ckens festgenommcn. N. soll gestern abend, als er von seinem Dienst kam, ein Kinemato- graphen-Theater besucht und dort unter dem Schutz der Dunkelheit mehrere junge Mädchen unsittlich berührt haben.
Letzte Telegramme.
(Nach Schluß der Redaktion eingegongen.)
Ton Io n, 23. Oktober. (Privat-Tele- g r a ni m.) In der Nacht zum Sonntag ver suchten zwei Unbekannte in ein Pulverma gazin, das sich in der Nähe von Toulon befindet, cinzudringen. Der Wachtposten bemerk.
darf die Verleihungsurkundc von jetzt ab nicht mehr zu Reklamezwecken in Schauauslagen an-
A Eine Ehrung des Geheimrats Ulrich. Am Freitag überreichte eine Abordnung
A Das Wetter am Dienstag. Der amtliche Wetterbericht sagt für Dienstag für Hessen-Nassau folgende Witterung voraus: Unruhig, meist wollig, mild, Reqensälle und Wind, nur vorübergehend nachlaffend.
Luitpold, der Neunzigjährige.
München, 23. Oktober. (Privattele- gramm.) Das Befinden des Prinzregenten Luitpold von Bayern, der eine bessere Nacht gehabt hat. hat sich soweit gebessert, daß er heute Berchtesgaden verläßt und tm Sonderzug nach München zurückfährt.
Wieder ein Eisenbahnunfall!
Lemberg, 23. Oktober. (Privat-Te- legramm.) Inder Station Trzcbinia stießen infolge falscher Weichenstellungen zwei Eisenbahn; ttge zusammen. Dreißig Waggons wurden vollständig zertrümmert, eine Person wurde getötet und vier schwer verletzt. Der Materialschaden ist bedeutend.
will erfahren haben, daß Kaiser Wilhelm mit der Besetzung von Benghasi und Derna durch die Italiener den Zeitpunkt für gekommen erachtet, beim König von Italien direkt wegen der Einstellung der Feindseligkeiten zu intervenieren. Das genannte Blatt Hot sich indessen häufig als schleckt informiert gezeigt. So hat es vor einigen Tagen mit großer Bestimmtheit mitqeteilt, die amerikanische Regierung würde vierzehn Kriegsschiffe nach dem Archipel entsenden, um zugunsten der Türkei zu intervenieren.
Der ein Nachspiel vor dem Kriegsgericht der Kom- die- brandantur. Aus der Untersuchungshaft wer-
@eJöer$ Bon 41. Infanterieregiment zu Tilsit die borgefuhrt. Auf Antrag der Verteidigung wird die während der ganzen Dauer der Sitzung, die vom voraussichtlich drei Tage in Anspruch nehmen 1 \ die Öffentlichkeit aus ge-
interessierten.
Kleines FemNeton
Aus Berlin wird uns berichtet: Gegrn- uber den aus Peking hierher gelangten armnach richten über ein angeblich von der chinesischen Regierung nachgesuchtes Moratorium wird von einer China nahestehenden hiesigen Großbank mitgeteilt, daß es "m hierbei lediglich um die in monatlichen Raten zahlbare Entschädigung aus dem Boxer- aufstand handelt. Von einer Zahlungs- er nstellung der chinesischen Regierung könne kerne Rede sein. Wenn die betreffenden Mächte der chinesischen Regierung für die nächsten Ratenzahlungen einen Aufschub gewähren sollten, so würde hierdurch die Notwendigkeit der Rusnahnre einer Ankei Öe für China zum Teil hinfällig werden. Auch die Nachricht, daß China bereits oei dem i
Sie Wnesen-RehMtiW.
Die Stimmung in Peking verzweifelt!
(Eigene Drahtmeldungen.) tiä3 London, 23. Oktober.
des Allgemeinen Verbandes der Eisenbahnvereine der preußisch-hessischen Jtaatsbahnen und der Reichseisenbahnen dem früheren Präsidenten der hiesigen Eisen- bahndirektion, Wirklichen Geheimen Oberregierungsrat Ulrich in Wilhelmsböhe, eine kunstvoll ausgeführte Adresse, durch die Geheimrat Ulrich zum Ehrenpräsidenten des Verbandes ernannt wird. Die von Kunstmaler Frille- Berlin geschaffene Adresse enthält eine Anerkennung der Verdienste, die sich der ehemalige Vorsitzende des Verbandes erworben hat. Für die verschiedensten wohltätigen Einrichtungen innerhalb des Verbandes, wie für Gründung von Ferienkolonien, Schrebergärten, Haushaltungskursen, Erholungsheime usw. sei Geheimrat Ulrich tatkräftig eingetreten, dafür gebühre ihm Dank. Unter seinem Vorsitz habe sich der Verband zu 758 Vereinen mit 452 401 Mitgliedern entwickelt.
△ Ueberreste eines alten Totenhofes. In der Lutherstraße stieß man am Sonnabend beim Ausschachten auf menschliche Beinknocken und Sargteile, die wahrscheinlich von dem ehemaligen Militärfriedhof, der sich an dieser Stelle befand, herrühren. Die Knochen wurden gesammelt und nach dem Friedhof gebracht.
△ Ter jähzornige Kellnerlehrling. In einem Restaurant in der Bahnhofstraße geriet ein Kellner infolge eine Neckerei derartig in Wut, daß er den elfjährigen Quintaner D. mit einem Besenstiel dermaßen über den Kopf schlug, daß der Knabe bewußtlos zusammen-1 brach. Es wurde von einem sofort Hinzuge-1 zogenen Arzt eine schwere Gehirnerschütterung konstatiert. Gegen den Kellnerlehrling ist Anzeige erstattet.
A Im Zeichen der Fleischnot? In der vergangenen Nacht wurden aus einem Hause an der Wolfsanger Straße drei wertvolle Zucht- kaninch«n gestohlen, die einen annähernden Wert von fünfzig Mark haben dürften. Von den Dieben fehlt jede Spur.
A Die Tagung der Automobilisten. Am Sonntag vormittag fand im Palais-Restau-1 rant der Herbstgautag III Hessen, Hessen-Nassau,! Waldeck des Allgemeinen Deutschen Automobil- Klubs statt. Zunächst wu-de der Bericht über das Jahr 1911 erstattet, dann wurde eine Statutenänderung und das Normal-Statut für sportliche Veranstaltungen beraten und die Gauveranstaltungen im Winter 1912. sowie die sportlichen Veranstaltungen im kommenden Jahr besprochen. Der nächstjährige Gautag soll in Würzburg stattfinden.
A Tie Explosion der Petroleumkanne. Ar» Sonnabend abend gegen acht Uhr entstand in einem Hause der Rothenditmolderstraße ein | Küchenbrand dadurch, daß ein Kind das matte Herdfeuer durch Zugießen von Petroleum neu entfachen wollte. Die Petroleumkanne explodierte und die dem Herde nächststehenden Sacken wurden vom Feuer ergriffen, daß aber dank dem schnellen Eingreifen der Hausbewohner bald gelöscht wurde. Immerhin verursachte die Feuermeldung einige Aufregung in der Nachbarschaft. Glücklicherweise kam das Kind ohne Verletzungen davon.
A, Ter Kaiser und der Casseler Kavallerie- Verein. Aus Anlaß seines sünfundzwanzig- (ährigen Bestehens veranstaltete der Casseler .Kavallerie-Verein gestern eine besondere Feier | Nachdem bereits am Sonnabend abend im I
Maschinenfabriken übernahm. Während dte,erDieser Titel ist aber, wie das Obertämmeramt öett kam er mit dem Strafrichter in Konflikt, mitteilt, falsch. In Preußen ernannte Hof- Er wurde wegen Betrugs zu einer Freiheits- lieferanten dürfen sick nur Hoflieferant strafe verurteilt. Nach der Entlassung aus dem Seiner M a j e st ä t des Königs» uen- Gefangnis eröffnete Wagner im Jahre 1905 nen. Auch darf, da die Verleihung des Titels em Patentvermittlungsbüro mit Trost. 1907 eine persönliche ist, die Bezeichnung Hostie- fckied Trost aber wieder aus, und Wagner serant» nicht mehr nach dem Tode des damit ruhne das Geschäft allein weiter fort. Dre Ge- Ausgezeichneten auf die Firma übergehen, schaftssuhrung war aber so, daß Wagner von oder nach Verlegung des Geschäftes an einen der Vertretung anderen Ort weitergeführt werden, wie dies
bemr Patentamt in Berlin ausgeschlossen bisher gebräuchlich war. Handwerker, wurde. In einer Anklagesache wegen Betrugs- die den,Hoftitel verliehen erhalten haben, dür- versuchs in einer Gebrauchsmuster - Angele- fen künftig nicht mehr die Bezeichnung Hoflie- genheit zum Nachteil des General-Majors kerant führen, sondern nur den Meisterti- Freiherrn von der Goltz aus Frankfurt an der k e l ihres Handwerkes mit dem Vorworte Oder wurde der Angeklagte freigesprochen. »Hof», so zum Beispiel: „H ofschubmacher- Wendeberg war bei Wagner Bürovorsteher meister Seiner Majestät des K ö -- und Reisender und bezog als solcher ein Gehalt »i g s". Die bisher allgemein verbreitete von zweihundert Mark monatlich. Außerdem Sitte der Hoflieferanten, das Wappen mit waren einige junge Leute cuf dem Büro be- der preußischen Krone auf ihren Geschäfts- schäftigt. Während Wagner behauptet, Techni- karten zu führen, wird durch die Verfügung ker auf seinem Büro beschäftigt zu haben, er- ebenfalls aufgehoben. Ein recht zur Anbrin- klärt Wxndeberg, daß während seiner Tätigkeit ffung eines Wappenschildes besteht lediglich bei Wagner Techniker nicht angestellt gewesen iür die Außenfront des Geschäftslokals. Auch seien, anderenfalls es sich um junge Leute han- " * 1 *‘" " " " ~"1'1
delte, deren Vorbildung nickt danach war, daß sie die Erledigung technischer Arbeiten vor-
A Nicht „Königlicher Hoflieferant", sondern .Hoflieferant des Königs!" Auf Veranlassung des preußischen Oberkämmecamt-s bat das preußische Ministerium des Innern eine Verfügung erlassen, nach der die Führung des Hoftitels einige Aenderungen erfährt. Es wurde die Beobachtung gemacht, daß Hoflieferanten des preußischen Königshauses sich die Bezeichnung »Königlich preußischer Hoflieferant» beilegten.
Stadtpark ein Kommers stattgefunden hatte, fanden sich gestern vormittag fast olle Miltär- und Kriegervereine Cassels im Stadt- parksaale zu einem Festakt ein. Auch eine Reihe auswärtiger Kaoallerievereine nahm an dieser Feier teil. Ebensalls waren zahlreiche Ehrengäste erschienen, u. a. Regierungsrat Dr.
I Krause, der Kommandeur der zweiundzwan- zigsten Kavalleriebriqade, Generalmajor von Humboldt - Tachroeden, der Kommandeur des Husarenregiments Nr. 14. Oberst Graf B e - Iroldingen, Polizeipräsident Freiberr von Talwigk-Lichtenfels. Politeivräsident a. T. Graf Konigsdorff, sowie eine Reibe Offiziere! als Vertreter der verschiedenen Regimenter. Der Bürgerliche Gesangverein leitete die Feier durch den Vortrag des Niederländischen Dank- gebetes ein. Rittmeister der Landwehr Som- merlad, der Ehrenvorsitzend edes Verein«, begrüßte dann die Anwesenden. Darauf Wrack Fräulein Stein einen von Viktor Feigl ge- | dickteten Prolog. Polizeipräsident Freiberr von Dalwigk-Licktenfels überreichte int Auftrage des Kaisers ein Fahnenband Ter lieber« bringer hob das Interesse des Kaisers an der Entwickelung des Kriegervereinswesens hervor. Ter Kovallerieverein möge sich jederzeit dieser hohen Auszeichnung bewußt bleiben und darin einen Ansporn zur weiteren ersvrießlicken Tätigkeit erblicken. Rittmeister d. L. Professor K n a ck f u ß dankte im Namen des Vereins für die Auszeichnung und schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Nachdem dann die Nationalhymne gesungen worden war, wurden bem | rmw o>c ammrimr, oap zrmma bereits bei den, Verem ettte An za bl -rahnennägel überreicht Syndikat der vier Nationen wegen Aufnahme und die Gründer des Vereins durck Ehren- einer neuen Anleihe vorstellig oeroorben dwlome ausgezeichnet. Auyerdem wurden fünf- sei, wird von derselben Gr-mbankseite als um jebn Kriegsteilnehmern Ehrungen überreicht, zutreffend bezeichnet. Im Gegensatz hierzu
schriftsmäßig ausfiihren konnten. Es wurde von Wendeberg weiter mitgeteilt, daß mehrfach von den Fabriken die eingereichten Zeichnungen zurückgesandt wurden mit dem Bemerken, daß auf Grund solchen Materials eine Prüfung nicht vorgenommen werden könnte.
Die Einnahmen des Büros werden von Wagner auf zwei- bis dreitausend Mark monatlich und die Ausgaben auf etwa zweitausend Mark geschätzt. Wendeberg dagegen erklärt, daß, soweit er feststellen konnte, sich der Reingewinn während seiner Tätigkeit auf rund 29 000 Mark pro Jahr belaufen habe. Der Geschäftsgang war nun folgender: In den verschiedensten Zeitungen wurden Inserate erlassen, in denen für neue Erfindungen tausend Mark versprochen wurden. Hatte sich jemand auf diese Inserate gemeldet, so erhielt der Betreffende ein gedrucktes Formular, in dem er zur Einsendung von Zeichnungen aufgefordert wurde. Tat er das, dann wurde ihm geantwortet, daß die Firma Wagner und Trost von einer Erwerbung der Erfindung absehen müsse. sie schlgge aber vor, das Gebrauchsmuster darauf erteilen zu lassen. Hierzu waren 35 Mark zu zahlen, wodurch sich die Firma verpflichtete, für eine gute
Unterbringung der Erfindung Sorge zu tragen. Das geschah aber nicht. Vielmehr wurden dem Erfinder nur einige Adressen angegeben, die teilweise aus dem Reichsadreßbuch genommen waren. Damit war die Arbeit der Patentvermittler erledigt. Da Wagner beim Patentamte keine Vertretung mehr hatte, gab er Patentanmeldungen an Brust weiter. Die Anklagebehörde sieht hierin den oollführten Betrug: Dem Angeklagten sei es lediglich darauf angekommen, die 35 Mark zu erhalten. Wie der Vorsitzende des Gerichts fest- stellt, ist in nur zwei Fällen die Unterbringung von Erfindungen durch Wagner erfolgt. Wagner behauptet, er habe etwa viertausend Anträge erledigt, und zwar eine ganze Reibe mit Erfolg. Da diese Behauptung von Wichtigkeit ist, wird Wagner beauftragt, hierfür den Nachweis zu führen. Außer den Zeugen sind drei Sachverständige geladen, unter denen sich auch der Geschäftsführer des Verbandes deutscher
△ Aus den Kinos. Das Metrovol-Theater
(Kinematograph Untere Königsstraße 64. erste I Berlin, 23. Oktober (Privat-Te- Etage), bringt ab Dienstag bis einschließlich leg ramm.) Der Schutzmann N vom 94 Freitag, 27. Oktober, wie seither ohne jegliche Revier wurde in der vergangenen Nacht unter Preiserhöhung das große Sensations-Drama, ----------
betitelt: „Opium-Träume» zur Erstaufführung. Die Vorführung dieses spannenden Stückes dauert allein etwa eine Stunde. Ferner kommt ein großes Detektivstuck, betitelt „Zimmer Nr.
31» zur Vorführung.
Durch einen Unterhaltungsaoend fand das Fest, wird dem Reuterbureau aus Peking gemeldet: ieinen ^bscyluß Ter Schritt der chinesischen Regierung bei dem
I • ^Cassels Litwgrapqen und Steindrucker Syndikat der vier Nationen wegen einer An
N.r»Ere'k, Die organluerten Ltthograpben^und leihe ist erfolglos geblieben, da das Syn- ' mÄ W*n £ verschiedenen hiesigen bikat die Herausgabe einer Anleihe unter den £*rnle,n einigen Wochen im streik. Dreier gegenwärtigen Umständen für nicht mit der Var sich in den letzten Tagen ,o verickarft, daß N e u t ra l i t ä t vereinbar erklärte, die die auch die Gehilfen einer Firma in Bettenhauien Mächte zu beobachten wünschen esamstag ihre Kündigung einreichten. *
weil die Firma Streikarbeit für eine andere Ije KäMtzte dauern fnrt? hiesige Firma, deren Gehilfen seit Wochen aus- .„. vuaerN
ständig sind, übernomemn habe. Auch im Vor- das Reutersche Bureau aus H a n k a v fahr standen die Lithographen und Steindrucker meIbet,. haben sich die kaiserlichen Truppen bei den verschiedensten hiesigen Firmen im uach einem Gefecht mit den Aufständischen Streik und hatten Erfolg, indem sie teilweise I^rrruckgezo gen. Nachrichten, die bei dem eine kürzere Arbeitszeit und 43 Gehilfen Lohn- Konsulat '"Schanghai eingetroffen sind, besä zulagen von 50 Pfennig bis zu Z Mark pro ?_e.nA ba1’’ und Itschang in die
Woche erzielten. Hande der Aufständischen gefallen sind. Ir
A Aus unserm Hoftheater. „Der Trouba- , .""Eang werde noch weiter ge- dour», Oper von Verdi, wird heute abend ae- *,?’ *• Die Peckinger Regierung ist vergeben. Für das erkrankte Fräulein Herder »andigt worden, daß General Lijuanhung und singt Frau Schröder-Kaminsky die Partie der bet provisorische Präsident von Wutschang sick »Azucena». Als »Manrico» gastiert Herr Wind- bemühen, einen südlichen Staatenbund gaffen vom Stadttheater in Hamburg auf *“ organisieren und willens feien, den N o r- Engagement. In Hauvtpartien sind vom hei- der Herrschaft der Mandschuszu über- mischen Personal beschäftigt: Frau Beruh, die I -offen. Durch eine kaiserliche Bekanntmachung anstelle von Frl. Gates die Partie der Leonore werden Rekruten für die kaiserliche Armee singt, Hr. Groß, Hr. Ulrici. Am Dienstag gelangt Gleichzeitig wird eine Verstärkung
abermals das Lustspiel „Wienerinnen» zur Auf- P^r Volizei um zweitausend Mannn angeord- fübrung, mit den Damen: Bohrhammer, Groa, 6üne andere Bekanntmachung befiehlt, Stiewe, und den Herren: Alberti, Hellbach, v» Getreidespeicher der Regierung Herzberg. Strial, Zschokke. Am Mittwoch den Pnen. die Reis enthalten, der seit un 25. geht als Pensions-Benefiz (Serie A) „Die deutlicher Zeit für den Fall einer Belagerung Legende von der heiligen Elisabeth" in Szene. °°et eines Aufstandes aufgefpeichert worden
A Kleine Tageschronik. Der Kaufmann *"•
H- "M Weißen Hof 1 war gestern morgen mit ... --.
Holzsägen beschäftigt, als ihm die Säge auf .v, „ Schmidt u. Co. vor Gericht, den linken Arm sprang und die Pulsader zer-1 Berlin. 23. Oktober. (Privat-Tele- riß. Nach Anlegung.eines Notverbandes durch 5^° w m.) Dre Betrugsmanöver und Wechfel- die Kriegersanitätskolonne wurde er zum Arzt . "Nlngen zweier Offiziere finden heute gebracht, der die Wunde vernähte. - * 1"" *•- — ~--
Oratorien verein Cassel kann in ulc= • „ -- -----
fern Jahr auf ein fünsuudzwanzigjähriges Be- die beiden ^.eutnants Schmidt und Eg- stehcn zurückblicken. — Aus Anlaß des ' 1 --------
burtstages der Kaiserin veranstalteten Krieger- Sanitätskolonne und Freiwillige Sanitätskolonne TOUi .
Roten Kreuz am Sonnabend abend ent= . sprechende Festlichkeiten. schlossen.
„ Nach hier vorliegenden Depeschen aus Peking gestaltet sich die Situation in China immer ungünstiger für die Regie- Ir u n g. Wie ein Pekinger Berichterstatter meldet, ist es zwischen H o n a n und Hupe bereits am Donnerstag und Freitag zu Gefechten,. ■, ..- m_,.- ------ -.......
gekommen, die sehr heftig gewesen sein sollen. 11, ös5 6eib2£-Wanner.,bte ftrf) tm Festungsgra- j Nach anderen Meldungen sollen mehr als ben heranschlichen Als er die Aufforderung 11 o u f e n b Mann R e g i e ru n g s t r u p - ue richtete, stehen zu bleiben, ergriffen sie pen verwundet worden fein. General ,Flucht, worauf der Poften zwei Schüsse ab- Jintschang hat in Peking dringend um fchteu-1 ®‘"cr vo» beiden muß verletzt fein, da
nigste Zusendung von Aerzten und Verband- ?wKvuren fand, die nach einer
material gebeten, da seine Verwundeten fast „ vrstad! ^.oulons ,uhrten. Trotz eifriger Nach- ohne jede Hülfe und Berpflcgung wrschungen hat man bisher keine Spur von seien. Die Konsuln der fremden Mächte haben Fluchtigen gefunden.
| in chinesischer Sprache eine Bekanntmachung Derna von Italienern besetzt! SÄ Äie Neutralität der Rom, 23. Oktober. (V r i v a t - T e l e - W 1 e erKnrt wird gramm.) „Ageneia Stefani" meldet aus
__, ., Tripolis: Ein Funkentelegramm meldet Zer Kaiser auf der Flucht? die Besetzung von Derna. Ein türkischer ! Die Stimmung in Peking soll nach den Kapitän und sieben Matrosen, die sich in ein heute von dort eingetrofsenen Meldungen Versteck geflüchtet hatten, wurden gefangen außerordentlich trübe fein. Biele der genommen. Der Bischof von Tripolis hat den Palastbeamteii haben ihre Familien aus der General Canevas seiner Ergebenheit und Hauptstadt fortgeschickt. In Peking ist sogar Treue versichert.
das Gerücht verbreitet, der junge Kaiser Neues aus dem Haufe Toselli.
habe in Begleitung weniger Getreuer die Rom. 23. Oktober (Privat-Teke, onne'nnmmpn gramm.j Wie aus Florenz berichtet wird,
'"s-dekmg noch bet wettern hat Enrico Toselli feiner Frau, Luise von ernstere Nachrichteii als die von der Niederlage Toskana, den dreijährigen Solln wen-. gehalten werden Biällrend s„a i,, | ., : .. p vor bem
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schosse, die mit Metallfarbe be- Konstantinopel. 23. Oktober. (Prf- malt waren. .Dies zeigt, daß die Armeever- bat-Te leg ramm.) Tie Zeitung „Ikdam" Wallung noch ebenso korrumpiert ist, wie sie es während des Krieges gegen Japan war. Auch bet der Flotte des Generals Sah soll Mangel an Munition herrschen.
Ter Sturm an Englands Küste.
London. 23. Oktober. (P r i v a t t e l e. gram m.) Im Hasen von Dover wurde ein aus Stein gebautes Haus vom Sturm um- gerissen und viele andere Gebäude wurden schwer beschädigt. Der Sturm war so heftig, daß er Personen auf bet: Straßen gegen die Häuser schleuberte, wobei einige verletzt wurden. Ein Mann wurde von einem Paffagier- dampfer über Bord gespült und konnte nur mit großer Mühe gerettet werden.
Hans Olde: Direktor der Casseler Kunstakademie. Nach einem Frankfurter Blatt soll Professor Hans Olde aus Weimar zum Direktor der Königlichen Kunstakademie in Cassel ernannt worden sein und sein neues Amt am 1. Nov. antreten. Wie uns von z u - ständiger Seite mitgeteilt wird, sind diesbezügliche Verhandlungen noch nicht abgeschlossen, sondern in der Schwebe. Olde ist am 27. April 1855 zu süderau in Schleswig-Holstein geboren und studierte an der Münchener Akademie, später in der Malschule von Professor Löfstz und dann an der Akademie Julian in Paris. In bett Galerien zu Hamburg, Kiel, Bremen, Dresden, Weimar und Berlin werden Werke von ihm aufbewahrt. Olde war acht Jahre lang Direktor der Weimarer Kunstfchule, wo er auch als Lehrer eine ersprießliche Tätigkeit entfaltete.
£= Elite-Konzert im Vereinshaus Das erste Elite-Konzert der Hof-Konzert-Tirektion von Edgar Kramer-Bangert findet Montag den 30. ds. Mts. im Vereinshaufe statt. Mit-1 wirkende sind Frl. Frieda Hempel (Gesang), Mme. Maria Carreras (Klavier), Alex. Schmuller (Violinel, Fritz Busch (Klavier) und Gustav Müller (Flöte).
!=A Einweihung des Eugen Richter-Turmes Ein Privat-Telegramm aus Hagen
l. W. meldet uns: Unter großer Beteiligung von Parteimitgliedern und Abgeordneten wur- I
de am Sonntag der Eugen Richter- Turm eingeweiht. Tie Festrede am Turm hielt Abgeordneter W i e m e r. beim Kommers Professor Krüger.
Eine Umwälzung der Glarsabrikation? Tie Brüsseler Glasfabrikanten haben eine Ab-1 ordnung von drei Mitgliedern nack Pitts, bürg gesandt, um an Ort und Stelle die neu erfundene Maschine zur Her-I stellung von Glas zu^ besichtigen. Die I Einführung dieser Maschine soll tatsächlich ein? I Umwälzung in der Glasfabrikanon zur Folge haben. Tie belgischen Glasfabriken sind tnfol, gedessen an der Erfindung sehr interessiert.