Casseler Neueste Nachrichten
man einen schla-
Ae Oeutige Summer umto6tlO6?iten.
2«fts Verhangnis-Fahrt.
(Eigene Drahtmeldung.) r
<P San Franzisko, 19. Oktober.
3as Neueste aus Kastel.
Gaffel und die Teuerung.
A Beleuchtet Flur und Treppen! Mit dem Eintritt der früheren Dunkelheit sei darauf aufmerksam gemacht, daß Flur und Treppen rechtzeitig beleuchtet sei« müsse», weil sonst bei eventuellen Unglückssällen Schadenersatz von Denjenigen beansprucht werden kann, die zur Beleuchtung verpflichtet sind: Wie notwendig dieser Hinweis ist, zeigt folgender Vorfall: In einem Hause am Holzmatkt verunglückte der Arbeiter G. dadurch, daß er in einen Eimer kochendes Wasser trat, den der Hauswirt im
n0(6 darauf aufmerksam gemacht, daß sowohl an dem Unterricht für Harmonielehre, als auch an den Vorträgen für Musikgeschichte Hospitanten terlnchmen können.
den auf der Betriebsstätte verbliebenen Arbeiter zu äußern vermöge. Diese billige Rücksichtnahme habe zu der dem Urteil zu Grunde liegenden Annahme geführt, daß für den Flei- scherlehrlmg das Einnehmen seines Abendbrotes und das Aufsuchen der ihm zugewiesenen Schlafstelle dem Betrieb des Metzger- Meisters zuzurechnen war, und daß daher seine Verletzung durch den Hofhund seines Meisters einen entschädigungspflichtigen Betriebsunfall dargestellt habe.
A Kleine Tageschronik. Die Hauptversammlung des Bundes für persönliche Religion findet heute abend statt. — Parkaufseher B r a s o erlegte in der Karlsaue einen Fischräuber in Gestalt eines Kormoran, der die Fischbestände der Fulda und des Teiches in der Carlsaue plünderte.
Berlin, 19. Oktober. «Privat - Te» leg ramm.) Zwischen dem deutschen Kreuzergeschwader in Hankau und der hiesigen Marmebehörde wird ein ständiger telegraphischer Verkehr aufrecht erhalten. Bon ?reuzer „Leipzig" gehen wichtige Meldungen durch Funkentelegraph nach Nanking auf den Kreuzer „Gneisenau". Von hier aus werden die Nachrichten nach Kiautschau und von dort direkt nach Berlin weitergegeben. Bisher sind die Meldungen von Hankau auf
«ad» Menschen wurde M. zu zehn Mark Geldstrafe verurteilt.
Ein Telegramm aus Las-Vogas mel- ^"g des Präsidenten Taft zur Auf- S.leich, als er Los Angelos verlassen hatte, von zur -»UP einem neuen Mißgeschick betroffen wor- ^rn)st. In der Oede bei San Petro bemerkte plötzlich der Zugführer, daß ein Rad der Loko- motive schief ging, und es gelang ihm, den Zug zum Halten zu bringen, ehe die Lokomo- tive aus den Schienen sprang. Einige Minuten spater wurde man ein tiefes Tal passiert haben und wen» da der Zug aus de» Schiene» ®7?r!?nSCtt UJäre, wäre ein großes un- gluck unvermeidlich gewesen. Sofort als der 3“8 der Präsident, der über
das Attentat, das auf ihn ausgeführt wurde, noch sehr erregt war, aus dem Zuge, da er glaubte, daß ein neues Attentat auf ihn verübt worden fei.
A. Das Wintersemester im Spohr-Konser- vatorlum. Der Unterricht im Spohr-Konser- vatorium hat dieser Tage wieder begonnen. Als neue Lehrkräfte traten ein Fräulein Emmv. Karrer vom Großherzolichen Konservatorium in Karlsruhe für Klavier und der Komponist Friedrich Schuchardt aus Gotha. Er wird außer der Harmonie-, Korn- posiklons- und Instrumentationslehre auch die Vorlesungen über Musikgeschichte abhalten. schuchardt hat schöne Erfolge als Komponist zu verzeichnen. Seine Oper: „Die Bergmannsbraut", wurde im Hoftheater in Gotha aufgeführt. Wir werden auch in den
Der neueste Sviouagevrozeß.
Leipzig, 19. Oktober. (Priv at-T ele- Gramm.) Heute vormittag hat vor dem Reichsgericht abermals ein Spionage- ^inen Anfang genommen. Ange- klagt ist der Feickgoldschläger Georg K r o h e r, der beschuldigt wird, in den Jahren 1910 und 1911 öon Luxemburg aus versucht zu habe», ^estungsplane v on Metz an die fron- zvsische Spionagezentrale auszuliefern. Die Beleidigung liegt in den Händen des Justiz- rats Spring-Leipzig. Die Anklagebehörde vertritt Reichsanwalt Richter.
Die Revolution im Reich der Mitte.
A Schutzmaßnahme» für die Bauhand- Werfer. Einen für das gesamte Bauhandwerk wichtigen Erlaß über Schutzmaßnahmen hat der Minister des Inneren an die Behörden gerichtet. Danach dürfen in der Zeit vom 1 November bis zum 1. April Maler-, Stuckatur-, Putzer- und Ofensetzerarbeiten in Neubauten nur dann ausgeführt werden, wenn die betreffenden Räume durch Türen und Fenster geschlossen sind. In Räumen, in denen offene Koksfeuer ohne Ableitung brennen, darf nicht gearbeitet werden. Zur Aufbewah- rung der Kleider, Eßgeschirre und Lebens- tUt bie Bauarbeiter ein allieiüg dicht umschlossener, Mit Fenstern genügend ver- lehener, lustbarer Unterkunstsraum vorhanden sein, der im Mittel mindestens 2.20 Meterhoch fein und für jeden Arbeiter wenigstens 0.75 Quadratmeter Fußbodenfläche enthalten muß.
Raum muß gedielt und heizbar fein; Platze ulid Tische dürfen nicht fehlen. Ten Erbetteln muß tue Möglichkeit geboten fein, und Getränke zu erwärmen. Für und Frauen müssen besondere Be- bunnisanstalten vorlmnden fein; auch ist für gutes Trinkwasser auf jeder Baustelle Sorge zu ttagen.
Letzte Telegramme.
(Rach Schlutz der Redaktion eingegangen.)
Die „Echwaben"-Fahrt nach Berlin.
(Telegraphische Meldungen.)
Heute früh meldete uns ein Tele. gramm unfers Düfseldorfer Korrespondenten: Um fünf Uhr heute morgen hat das Luftschiff „Schwatz e n" bei stark nebligem Wetter die Fernfahrt nach Berlin angetreten. Der Aufstieg vollzog sich glatt. Wir verzeichnen nach- j stehend die über die Weiterfahrt des Luft- fchiffes bis mittags vorliegenden De pefchen:
„ , △. "Die jüdische Jugend und ihre Auf- abend ' im66” Thema sprach gestern »r udrschen Jugendbund"
£t- ZEstensburger aus Braunschweig. Der Redner führte zunächst den drohenden i^nellen Verfall des Judentums vor Augen. S$?n2“Äcr älteren Generation habe ein jüdischer Antstemitismus Platz gegrisfen Dem Lugen Geschlecht sei das LebeVi^ jüdischen Sinne schon ein Buch mrt »eben Siegeln. Da sei es eine heilige Aufgabe der Jugend die ^"''^^-Lbeseitigen, statt achtlos, an
dunklen Treppenhaus einen Augenblick hingestellt hatte. G. verbrannte sich derartig Fuß-, i‘u“
^ß er sofort ärztliche Hilfe I » 3b^L^°„räb«?u9e6en:
in Aufbruch nehmen mußte.
A Der Hundebiß als Betriebsunfall. Ein
-
Renhart gehörigen Billa „Florida", ein Herr Bogliotti, erschossen aufgefunden. Man weiß noch Nicht, ob es sich um ein Atten- tat des Eigentümers der Billa oder um einen persönlichen Racheakt gegen Bogliotti hagelt. Ein kürzlich entlassener französischer Koch wurde verhaftet, konnte aber sein Alibi nachweisen.
. Heute nachmittag werden sich die Stadtverordneten bekanntlich mit einem sozialdemo- krattschen Antrag zu befassen haben, der die „Einsetzung einer gemischten Kommission zur Regelung der Frage der Beschaffung von Lebensmitteln durch die Stadt und Ab- zabe derselben zum Selbstkostenpreise" wünscht. Obwohl dieser Antrag freudig zu begrüßen ist,' >o muß man dabei doch das Bedauern aus- 'prechen, daß mit seiner Erledigung die Linderung der Teuerung für ärmere Kreise nicht sofort eintritt. Denn zunächst wird die Kommission gewählt, die zusammentreten und beraten muß. Darüber werden einige Taae vergehen, alsdann kommt der Beschluß der Kommission wieder vor das Plenum, das vor Anfang November nicht mehr tagt. Also' es kann erst Mitte oder Ende November mit'der Abgabe der notwendigsten Lebensmittel (Kar- .Gemüse) durch die Stadt zum SeMkostenpreis« begonnen werden. Das ist reichlich spät. Man hätte erwarten dürfen, daß (nachdem von hoher Reaie- rungsstelle das Bestehlen der Teuerung anerkannt worden ist) der Magistrat der Stadt Cassel mit bestimmten B schlagen an die Stadtverordneten- •öerfammlung herangetreten wäre, Damit in der heutigen Plenarsitzung die Teue- rungs-Angelegenhett hätte erledigt werden nicht so ist, muß verlangt werden, daß die Kommission ihre Arbeiten “" r füglich ausnimmt und die nächste Stadtverordnetenversammlung endgiltig be- schließt. Gerade in Cassel müssen Maßnahmen zur Lindemng der Teuerung getroffen werden, weil hier die Preise für die wichtigsten Nahrungsmittel außerordentlich hohe sind. Rach der von der Casseler königlichen Regie- »^?!"onattich aufgestellten Berechnung des Durchschnitts der häufigsten Einheitspreise für Fleisch sowie wichtiger Le- ?•”£* Uttrb Verpflegungsmittel an Den Normalmarktorten des Regierungsbezirks Lassel sind die Preise in Cassel mit die höchsten, wenn nicht gar die höchsten und gehen -veit über den Durchschnittspreis hinaus. An nnlgen Beispielen sei das bewiesen: Die Regierung berechnete in der zweite» Hälfte des ^»^k r^-^ber den Durchschnittspreis für ^l^tlelsch (stets für je em Kilogramm) L60,®1“11’ 'n Cassel betrug er 1.67 Mark: m 1"57 Mark, in Cassel 1.67
167M^rf-^-Ueisch 1.56, für Cassel
‘ ^Mark, für S chinken im ganzen 2.54 tu£.<Wt 2.8O Mark, im Ausschnitt 344 bezw. 3.60 Mark^ Der Preis für Schweinefleisch be- ttug im Durchschmtt 1.61 Mark, in Cassel sank .Mark. Für je hundett Kilogramm Erb f en (zum Kochen) wurden durchschnittlich 34.38 Mark bezahlt, in Cassel bezifferte sich der Preis auf 39.40 Mk.; int Kleinhandel wurden ?ur ein Kilogramm 45 Pfennig im Durch- f^nitt bezahlt, tn Cassel 50 Pfennig. So geht es weiter. Interessant a» der Statistik der Regierung ist die Preisberechnung für Eß- kartoffeln: Danach betrug der Durchschnitts- st^s (pro hundert Kilogramm) im September 8-85 Mark, im Vormonat 10.41 Mark, in Cassel 8.65 Mark. Cassel bleibt also (soweit'allerdings
®,,-irt.. betracht kommt), Gotha aufgeführt. Wir werden auch in den "Nb was das d-eswinterlichen Konzerte» Gelegenheit haben
A Aus den Kinos. Man schreibt uns: Ferd. Beckers Union-Lichtspiele bringen ab heute ein neues Programm Durch günstigen Abschluß mit den größten Filmver- lelhgejchasten und durch Ausnutzung der Films m mehreren Theatern ist der Direktion möglich, lanttliche Monopol- und Schlagerfilms zu kleinen Eintrittspreisen vorzuführen.
△ Das Wetter am Dienstag. Der amtliche Wetterbericht sagt für Freitag folgende Witterung voraus: Zunehmende Bewölkung, milder ohne erhebliche Regenfälle, langsamer Witterungsumschlag bevorstehend.
SÄ??»?,ÄÄ, ä! fationen. Ein lebhafter Beifall lohntt Re gensburger für seine Ausführungen
A »us dem Reich des Flügelrades. (E i - senbahnperso » alren.) Verlieben- Dem Regierungsbaumeister Hellwig in Warburg die etatsmäßige Stelle des Vorstandes des Eisenbabn-Maschinenamts daselbst;
Amerika und die Ehinesen-Revolutio»
L o n d o n. 19. Oktober. (Privattele« gramm.) Die „Moming-Post" läßt fitfi aus Washington bestätigen, daß die Mobilisie I'UNS aller Seestreitkräfte der Ber- emtgten Staaten bis zum 30. Oktober beendet ÄX»« •iAUm.9Jc™I>orf sammelte Admiral a ^ «1-5 “6f Ändert Schiffe an. Die mei- sprechen die Vermutung aus, die ^he in Beziehung zu dem Aus- Ä ksiebolution in China. ’Der m?^;r;n$taat6[e<retar erklärt allerdings, die Moblllsiening habe nur den Zweck, die Flotte aufihre Schlagfertigkeit zu prüfen.
Das Drama von St. Etienne.
V Paris, 19. Oktober.
(Eigene Drahtmeldung.)
» Die Schla gwetterexplo sio n in dem Kohlenschacht in St. Etienne hat weit mehr Opfer gefordert, als man zuerst vermutete. D»e sofort unternommenen Rettungsarbeiten haben bisher sechsundzwanzig Tote zu Tage gefördert. Unter de» Toten befindet sich auch ein Ingenieur, der kurz vor der Explosion in den Schacht eingefahren war. An der Einfahrt des Schachtes steht eine große Menge Frauen und Kinder, die den Bergungsarbeiten unter Kundgebungen des «roßten Schmerzes beiwohnen. Nur mit Mühe können sie davon abgehalten werden, sich auf die
Tage geförderten Leichen zu stürzen, um feftzustellen, ob sich nicht unter ihnen vielleicht einer ihrer Lieben befindet. Es spielen sich herzzerreißende Szenen an dem Unglücksort ab. Die Rettnugsarbeiten werden mit größtem Eifer fortgesetzt, da n o ch m e h r T o t e in den elngeftürzten Erbmassen vermutet werden. Ueber die U r s a ch e der Katastrophe ist noch nichts bekannt. Eine-strenge Untersuchung ist eingeleitet worden.
r g, 19 Oktober. Heute vormit- tag 11,30 Uhr wurde das Luftschiff „Schwaben" ™r 9 gesichtet. Das Wetter hat sich aufgeklärt und d,e Luft ist ruhig. Die '®ta^?°hnnr Jrf“3,e »Iätt9eIe Äett über der mehrere Schleifenfahrten und ! ber Bevölkerung mit lauten Zurufen
begrüßt, um zwölf Uhr die Fahrt nach Berlin
Italienische Verluste vor Tripolis!
(Eigene Drahtmeldung.)
-ur London, 19. Ottober.
eingegangenen Depeschen zufolge sin- den in der Umgegend von Tripolis jede
dem Regierungsbaumeister Silbereisen in Cassel die etatsmäßige Stelle eines Regierungsbaumeisters. Ernannt: Gütervor- Üeher W i t k u « e l und Bahnhofsvorsteher Wenzel in Cassel zu Eifenbahnsekretären, Kanzleidiätar Z e r b st in Cassel zum Kanzlisten. Die Versetzung des Bettiebsinge- nieurs B u ß in Cassel ist zurückgenommen, -tie Prüfung haben bestanden: Die Zivil- supernumerar Zilch in Cassel und Schenk in Obervellmar die Fachprüfung 1. Klasse.
A Die Tegernseer kommen! Die in Cassel vor zwei Jahren mit großem Erfolg aufgetretenen Tegernseer werden vom Sonntag ab im R e s i d e n z t h e a t e r ein auf drei Wo- «en berechnetes G a st s p i e? beginnen. Die Eröffnungsvorstellungen finden am Sonntag Nachmittag und abends statt. Die Leistungsfähigkeit dieses „bäuerlichen Ensembles" ist zu bekannt, als daß man noch ein Wovt der Empfehlung binzuzusügen brauchte.
A Materialwarenhandlung und unbefug- ter Ausschank. Ein Materialwarenhändler war mehrfach wegen unbefugten Ausschenkens b0? Branntwein und Bier bestraft worden, unterließ es jedoch trotzdem nicht. Die Polizeibehörde eröffnete ihm, daß bei der nächstein- gehenden Anzeige fein Geschäftslokal polizeilich gemjlosten werde. Gegen diese Verfügung er= «ob der Händler Verwaltungsklage. Kreis- ausjchuß und Bezirksausschuß wiesen die Klage ab; auf Revision erkannte jedoch das ^berverwaltungsgericht dahin, daß die ange- sochtene Verfügung, abgesehen von dem in ihr enthaltenen Verbote des Ausschanks, aufzuhe- b?ii tti. Wenn auch die Polizeibehörde berech- ttgt fet, der Wiederholung gewerbepolizeilicher Vergehen, dem unbefugten Ausschanke geistiger Getränke, zuvorzukommen, so dürfe diese Befugnis nicht foweit ausgedehnt werden, daß [te an sich erlaubte Handlungen (den Verkauf von Waren) verbiete. Sie habe sich auf die
fiter in rafcher Fahrt vorübergekommen Es Das Geheimnis eines Mordes. ~ herrfcht dichter Nebel. Nizza, 19. Oktober. (Privat-Tele-
Osnabrück, 19. Oktober. Das Luftschiff 85 " "1 m.) Unter höchst geheimnisvollen Um- ,,Schwaben" passierte auf der Fahrt nach Ber- manben„tou5.bc m Bille France bei Nizza der kmum 8 Uhr 34 Minuten Diepholz und um Verwalter der dem belgischen Industriellen ! 9 Uhr lo Minuten T W i st r i N g e N. I Renbart nrhAnnc« sn.n« —
r k m e n, 19. Oktober. Das Luftschiff "^chch°ben" traf hier um 9 Uhr 40 Minuten ein, überflog, von stürmischem Jubel der zu- sammengeftrömten Bevölkerung begrüßt, die öffentlichen Gebäude im Zentrum der Stadt und das Verwaltungsgebäude des Rorddeut- (chen Lloyds und fuhr 9 Ufir 50 Minuten in R»i,»n^ung nach Hamburg längs betj Bahnlinie weiter.
DeutschwmUd D
A x;er vundebiß als Betriebsunfall. Ein i M?im Iudenwm .■3“f“mmcn9e6örig»
Metzgerlehrling, der vor einiger Zeit abends! «uttiir nt<bt böran' Mit der
semelm Hofgebäude befindliche Schlafstelle Redner ‘auTbie^qtrfilfnnar"' kam der auffuchen wollte, wurde von dem Hofhunde besonders auf den Ei? Öftrer Zeit, j feines Meisters angefallen und nicht unerheb- legenheit des ^Pfarrersble ltch verletzt. Die Fleischerei - Berufs- meint- h«6 sj!“ (vrechen. Er
genofsenschaft hat ihre Entfchädigungs- "m iü'difchenGeistlichen nur zu Pflicht bestritten weil der Unfall sich »übt im fjarfe« ffie? toa«b e® M OTit
Fleischereibetnebe ereignet habe fondern nnrhrrmfa •••<.;*? ®r- Regensburger
außerhalb des Betriebes nach Feierabend ein- Abtt^?^om^Iudentum Antisemiten. Tie getreten sei. Es bandele sich hierum einen Un- raklerlosigkrft und das Feb n^/^?ie L« ÄÄ,e’S' SS SÄWA w •>-« S;
1 e M g e r t cht ist der Auffassung beige- demischer Verbindungen träten di-P tteten. Der Verletzte legte gegen die Entschei- kraß hervor. Man schämte sich ein Ei!- bung Rekurs beim Reichs - V ersiche- sein. Alle diese Auswüchse müßten ss-^ns^ rungSamt ein mit dem Erfolge daß die funa sein sich um die !?.uSlcn Veranlaj-1 Berussgenossenschast zur Zahlung einer ange-'btl£abnnu toarenunb meffetten Unfallrente verpflichtet wurde In Dem Urteile wird ausgeführt, daß die versicher- ^Vetriebstätigkett nicht unter allen Umständen mit der letzten eigenüichen Arbeitsversicherung ihr Ende erreiche, sondern über gewisse nicht zu lange Zeit umfassende eigenwirtschaftl'iche Ber- -ichttingen, z. B. die Verwahrung des Arbeitsgeräts, das Uuttleiden und das Einnehmen der Mahlzeit, hinaus ihre schützende Wirkung für
Nr. 870. — 1. Jahrgang._________________
dem Herde zu verbrennen. Dabei wurde er bdn seiner heimkehrenden Frau überrascht. Diese rief di« Polizei herbei. Dem Raubmör- der gelang eS jedoch, zu entfliehen.
! ™ Eifenbahnkatastrophen überall! Bei PtS- ngorsk, in der Nähe der Station Mineralnyja Wodt (Kaukasus) ist in der letzten Rächt ein Schnellzug entgleist, wobei ein Wagen um- stürzte und neun Personen verletzt wurden. Die Ursache der Katastrophe istböSwtllige Lockerung der Schienen. — Auf dem Bahnhofe von Belzaneto stieß ein Güterzug mit einem Personenzug zusammen. Zwei Angestellte wurden getötet, sieben verletzt. Der Schaden ist sehr groß.
_________________ Freitag, 20. Oktober 1911.
Nacht ziemlich langwierige Scharmützel statt, bei denen die Italiener recht erhebliche Verluste erleiden. Die Or- ganisatton der »ach Tripolis entsandten italienischen Truppen ist im allgemeinen vorzüglich und die Haltung musterhaft. Tie Soldaten klagen nur, daß die Ausrüstung und Be- kleidun g viel zu schwer sind. Augenblicklich befinden sich in Tripolis einschließlich bet Vorposten zwanzigtausenb Man» ttalienischer Truppen. An einen Vor- marsch in bas Innere von Tripolis ist vor dem Eintreffen von Verstärkung nicht zu benken. Die regulären türkischen Truppen werben von einhelMifchen unterstützt unb scheinen mit Mu- mtton unb Lebensmitteln reichlich versehen zu fein. Die ins Auslanb telegraphierten Mel- bungen von ber Absicht ber Türke», sich 1lo s zu ergeben, beruhen auf lee- «t Erftnbung. Die Türken unb ihre arabischen Bundesgenossen sind vielmehr entschlossen, den Lr b 1 y er t st en Widerstand zu leisten. Rach Ansicht einwandfreier Beobachter und Kenner des asrikanifchen Wüstcnkrieges kann der Kampf um Tripolis noch jahrelang a“Er”• Die Cholera hat nicht nur unter öer Bevölkerung, sondern auch unter den Truppen zahlreiche Opfer gefordert.
Äneue Fahrplan ber Großen Casseler Straßenbahn. Im heutigen Anzeigenteil ist der Fahrplan veröffentlicht, der nach Beendigung des Umbaus der Pferdebahn Cassel-Wolfsan- ger für den elektrischen Betrieb am 20. Oktober »ur Einführung gelangt. Tie Wagen der gelben Linie Nr. 2 fahre» regelmäßig alle zwölf Minute» von Wilhelmshöhe nach Wolfsanger tEfchwegerstraße) und alle vierundzwanzig Minuten bis zum Linienendpunkt .Fuldatal", früher Bad Wolfsanger, durch. Diese durchfahrenden Wagen führen über dem Vorderperron ein durch einen gelben Querstrich gekennzeichnetes Schild mit der Aufschrift ,.Ful- datal". Falls der Verkehr es erforbert. wird atte zwölf Minute» bis zum Fuldatal gefahren.
A Das „Intermezzo im Tannenwäldchen" »or Gericht. Wie noch erinnerlich fein dürste, wurde vor einiger Zeit ein Bahnbeamter, der, als er ^morgens zu seiner Arbeit ging, von emöm Sergeanten schwer mißhandelt, der im Tannenwäldchen mit einem jungen Mädchen promenierte. Dieser Sergeant, Alfred M. vom Infanterie-Regiment 167 hatte sich heute wegen Bedrohung und gefährlicher Körperverlet-1 zung vor dem Kriegsgericht zu verant- wotten. M. erklätte, daß er am 8. Juli früh nut einer Dame von einer Hochzeitsfeierlichkeit gekommen und durch das Tannenwäldchen nach Haufe gegangen fei. Im Schutzhäuschen fet er mit dem Eifenbahnbeamten P infam-1 -------z —,,w uu, um
mengetrosfen und von diesem zuerst^ängesaßt ?-E- -gung eines normwidrigen Zustandes zu worden. P. bestreitet dies. Aus Grund der^Be- Lm X ba§ §°kal in
wersausnahme sprach das Gericht den Anae- hf:”! et"i Ma.terialwarenbandlung betrieben klagten von der Anklage der gefährlichen Kör- ?ff.entIi$En Crbnung bro-
perverletzung frei, ba er in Notwebr acban- rubre.!’’.!?’t °,ün dem Betriebe des
delt habe. Wegen Bedrohung und Werfens mit dern"vnn ’l r cwt f°ns
w'u,d, M. ,'u .Ü. Ä Ki SW
werde die Polizeibehörde ihre Tätigkeit auf eine verschärfte Ueberwachmig und bei vorkom- menden wiederholten Zuwiderhandlungen auf ein unnachsichtliches Einschreiten nach Maß- gabe des § 147 der Reichsgewerbeordnung zu beschranken haben.
△ Aus unserm Hoftheater. Am Freitag gelangt bte Operette „Der Graf von Lu- x e m b u r g" zur Aufführung, am Sonnabend werden bte Lustspiele „T a r t ü ff e" und „Der eingebllbete Kranke" von Molisre ge-i geben unb Sonntag gelangt zur Feier bez Geburtstages der Kaiserin und gleichsam zu Ehren bes hunbertsten Geburtstages Franz Liszt's eine Neueinstubierung von „Die Legenbe< ber heiligen Elisabeth" suhrung. I