Mittwoch, 11. Oktober 1911.
Nr. 262. — 1. Jahrgang.
. Frage der Vorsitzenden, ob «r es bet, und sogenannte arme R°tsendekannalso^r so schlecht gehabt habe, erklärt Agri, Gastwirt getrost an den ^mnndevorsta Nein ich sollte damals wieder in die verweisen, was auch wegen der Prusiang der und das wollte ich nicht." Der frühere Ausweispapiere oftmals tm polizeilichen 3
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Konstantinopel, 10. Oktober. (PrU
men wird gezweifelt.
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führung.
△ Tas Wetter am Mittwoch. Der amtliche Wetterbericht sagt für Mittwoch für Hessen- Nassau folgende Witterung voraus: Ziemlich heiter, noch trocken, vielen Orts nachts Frost, später wieder mehr bewölkt.
die italienischen Kreuzer „Pisa" und „Amakri sechs türkische Torpedoboote getroffen haben, die versuchten, in daS Rote Meer cinzudringen. Es wurden mehrere Kanonen» schüffe gewechselt, und v i e r t ü r k i s ch e T o r- pedoboote in den Grund gebohrt, Tie beiden andern entkamen.
der Schwank „Nani" von Hermann Job m Szene. Dieses Stück ist (wie man uns schreibt) eines der Glanzstücke aus dem Repertoire Jobs und dürste den „braven Hermann" in mehr als
Pcrsonalvcränderungen in der Armee.
Berlin, 10. Oktober. (Privat-Tele«
einer Hinsicht übertreffen.
△ AuS den Kinos. Man fchreibt uns: Das> Metropol-Theater (Kinematograph Untere Königsftratze 64, 1. Etage) bringt von heute ab bis einschließlich Freitag, den 13. Oktober, ein ganz hervorragendes Programm. Einzig in ihrer Art sind die Kriegsepisoden aus dem Kriege 1870/71 „Aus Deutschlands Ruhmestagen". Hierbei kommen die schönsten Szenen, die bildlich bekannt sind, unter andern die Begegnung Bismarcks mit Napoleon am Tage nach der Schlacht von Sedan, zur Vor-
Letzte Telegramme.
(Rach Schluß der Redaktion eingegangen.)
Der Krieg im Mittelmeer.
v' (Eigene Drahtmeldung.) Konstantinopel, 10. Oktober.
Nus Terna, dem Malta gegenüberliegenden Küstenort, wird dem Kriegsmimsterrum gemeldet, daß die Italiener bisher nur die Küsten besetzt haben, wo das italienische Konsultat, die Telegraphenstationen und Kasernen gelegen sind. Die Stadt selbst liegt drei Kilometer landeinwärts unter dem Schutze einer von Truppen Freiwilliger besetzten Anhöhe. Die italienischen Staatsangehörigen fanden sich gestern massenhaft auf dem deutschen Konsulat ein, um dort Karten zu erlangen, laut denen ihnen gestattet wird, in Konstantinopel zu bleiben, allein am gestrigen Tage wurden vierhundert Karten verausgabt. Für jede Karte sind zehn Mark zu entrichten.
Paris, 10. Oktober. (Prtv at-T ele- gramm.) Der von der türkischen Regierung beschloffene Aufschub der geplanten Aus w ei» sung italienischer Staatsangehöriger tvird hier als günstiges Vorzeichen für die Möglich, kett einer Vermittlungs-Aktion sei»! tenS der Mächte aufgefaßt. Man hält daS Ende des Konflikts zwar noch nicht fürun» mittelbar bevorstehend, da J^lwn ^zunächst die militärische Besetzung von Tripolis und sei- nem Hinterlande durchfuhren will, allein das Ende scheint heute nicht, mehr fern zu fein. (S. auch: Erste Seite.)
Das Urteil:
Das Gericht fällte nach kurzer Beratung folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen Brandstiftung zu ei n e m I a h r u n d sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Der Staatsanwalt hatte eine Gefängnisstrafe von vier Jahren beantragt. -h-
A Die Verminderung der Kontrollversamm- kungen. Von unserm p a rl a m ent a rt smen Mitarbeiter Wird uns geschrieben: Zur Frage der Verminderung der Kontrollver- fammlungen hat die Heeresverwaltung letzt endglltig Stellung genommen. Der Anregung die Herbstkontrollversammlungen m Fortfall zu bringen, konnte die Heeresverwaltung nrwt I stattgeben, obwohl der Reichstag einen diesbezüglichen Antrag angenommen hatte. Die Bezirkskommandos haben sich durchw eg gegen diesen Antrag ausgesprochen. Manhataber verfügt, als Ersatz andere Erleichterungen sur die kontrollpflichtigen Mannschaften emzufuh- ren. So wird die Versäumnis einer Kontrollversammlung nicht mehr b e st r a f t, der Kontrollpslichtige wird aufgc- fordert, die Kontrollversammlung emes spateren Jahrganges zu besuchen. Aus häuslichen, beruflichen und gewerblichen Grunden konnen auch Befreiungen von dem Besuche stattfinden, wenn der bezügliche Antrag senusend begründet wird. Hat kurz vor einer Kontrollveriamm- lung der Kontrollpflichtige eme Hebung ab geleistet, so bleibt er von dem Besuche der Kontrollversammlung befreit, wenn ihm hierüber am Schluß der Hebung eine Mitteilung gemacht Wird. Eine Vermehrung der Kontrollbezirke und der Orte, an denen Kontrollversammlungen stattfinden, ist ebenfalls beab-
A Cassels musikalische Volksbibliothek. Am ersten Oktober war ein Jahr verflossen, daß em gegenwärtig noch in den Ansängen stehendes musikalisch-kulturelles Bildungsmtttel auch in Cassel eine Heim- und Pflegestätte fand Können wir Casseler auch nicht den Ruhm für uns in Anspruch nehmen, in Deutschland die Ersten gewesen zu zem, die die Frage, das Bedürfnis weitgehendster musikalischer Kreise zu befriedigen, durch Errichtung musikalischer Volksbibliotheken lösten, so haben wir bo™ °l.c Genugtuung, mit in der ersten Reihe derienl- K SnÄ &SSÄ betrug 663. Die Bibliothek wurde voni 140 Personen in Anspruch genommen, und -war 9h männlichen und 38 weiblichen, an dte «n ganzen 1626 Hefte verliehen wurden. Zuwendun gen von Musikalien, Mustkbuchern und Zett- schriften werden gerne angenommen. Es se, besonders darauf hmgewlesen, daß die Biblio- tbek namentlich der Ergänzung durch moderne Komponisten bedarf. Die Bibliothekstunden der im Hause Friedrichstraße 17 befindlichen Bibliothek sind Donnerstags von halb fieber bis halb zehn und Sonntags von halb zwol bis halb ein Hhr. ....
A Aus dem Reiche des Flügelrads. Aulast- lich ihres Hebertritts in den Ruhestand ist verliehen: der Königliche f nnenorben 3. Kl. dem Eisenbahn-Obersekretar Rechnungsrat Wiegand, der Königliche Kronenorden 4 Klasse dem Eisenbahn-Oberassistent (Zug- . rehifor) Kallweit zu Cassel. Versetzt " ist' Regicrungs- und Vaurat Meikr nach Corbach als ^Vorstand des Betriebsamtes Reaierungsbaumeister Hellwig von Caster^ nach Warburg als Vorstand des Maschinen- > amts: Eisenbahnlandmefler Hill er er von Merleburg nach Cassel; Betrlebslngemeur S p o h r^von Cassel (Maschinenamt) nach Warburg; Bechs von Cassel nach Frankenberg R-S: Verkehrskontrolleur Seliger von Cassel nach Warburg (Verkehrsamt); techn. Eiscnbahnsekretär von Schm reden von Paderborn nach Cassel zur TelegraphenUurk- stätte: Oberbahuhofsvorsteher Hemmer von Cassel-Bettenhausen nach Hann.-Munden; die kom. Eisenbahnsekretäre (Guter-Vorsteher) Nickel von Jesberg und Höhne von Berleburg nach Cassel zum Rechnungsbüro; Bahn- hossvorsteher Wenzel vonBrekel nach Cassel zum Betriebsbüro, Thiecke von Treysa nach Cassel-Bettenhausen zur Verwaltung der Station; die Eifenbahn-Vetriebssekretare G e r - land und Walter von Cassel nach War-
mawi uno cer viuuuu! vu.w der genannten Stelle konzentriert werden solle. Zur Lebensmittelftage nahm besonders Bak ker-Obermeister Bormann Stellung. irwem er an verschiedenen Beispielen die Zollverhatt- nisse anführte. Auch die F tn an;r es o rm, o führte er aus, betreffe tn erster ^tnte ben Handwerkerstand. Für den zu wählenden Reichstagsabgeordneten .entschied man sich noch nicht. Sollte mit beiden in Frage kommenden Kandidaten eine Einigung nicht erzielt werden, so sei es noch Nicht ausgeschlossen, daß der Bund überhaupt von einer Stimmenabgabe absieht. In einer öffentlichen Versammlung soll noch hierzu eine Parole au-- gegeben werden. Für die nächsten Stadt• Verordnetenwahlen wird der Bund der Handwerker aus der zweiten und dritten Klasse eine Liste der zu wählenden Abgeordneten aufstellen. Weiter wurde fettens des Vorsitzenden angeregt, daß der Bund danach streben müsse, bei den Handwerkskammerwahlen ebenfalls einen Vertreter tn die Handwerkskammer zu bekommen. Schließlich wurde noch beschlossen, im Winter ein F a- mil teufest zu veranstalten.
A Di- Frauen und die Raucherabteile. Mit der Hnterbringung von Frauen und Kindern in den Eisenbahnzügen beschäftigt sich der Minister der öffentlichen Arbeiten in einem Erlaß, der an die Eisenbahn-Direktionen gerichtet ist und lautet: In der Presse wird darüber Klage geführt, daß es in den Zugen oft an den erforderlichen Plätzen für Raucher fehlt, während die Nichtraucher- und Frauenabteile
; nur mäßig besetzt sind. Insbesondere wird . hervorgehoben, daß viele Frauen tn den ’ Raucherabteilen zum Nachteil der Raucher ' Platz nehmen. Wenn auch nicht in Frage kom- ' men kann, die Vorschriften für die Bezeichnung der Abteile in den Zügen zu ändern, so sind die Zugbeamten doch anznweisen, in höflicher Form daraus hinzuwirken, daß einzeln reisende Frauen und Kinder möglichst 'n den Frauen- und Nichtraucher-Abteilen Platz
Casseler Neueste Na.,, ch-------> ( bet aus Deutschlands Wunsch mit d7m
der hiesigen Schmiedeinnung. dem Bunde Sei-puttS , ^iflEs durch ein Dokument getreten. Dann wurde beschlossem daß tm werven soll. Heber die Form, rn
Falle der Boykottierung eines Handwerkers fl sompensationssrage erledigt werden dem Bundesvorstände hiervon Mitteilung g__ mon nott) icjne Anhaltspunkte; im»
macht und der Einkauf durch die Mitglieder an 1 > l * „ .V her Quai d'Orsay
»mu fnnierttriert werden solle, mert)in ocer gern n Gebiets»
A Der Bund der Handwerker. Der Bund der Handwerker hielt «eitern abend in! S ch au b's Garten eine Mitgliederversammlung ab, zu der zahlreiche Mttglieder erschienen waren. Gegen neun U6r eröffnete der Vorsitzende, Schneiderobermeiiter Koch, ,die Sitzuna und ivrach feine Bestiediauna über die rege Beteiligung an den kürzlich Hattet« babten Handwerkertaa aus Ueberhauvthabe i ^"Kiderlen'inBerliii eineEini-
ber Handwerkerbund in lebtet Zett schone E erttell worden Weniger optimiMch ist
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nehmen. . . „
△ Wann dürfen Hecken beschnitten werden?
Vom Königlichen Polizeipräsidium wird uns geschrieben: Im Interesse der Vogel- brut und bet Obstkultur wirb an die Rcgie- rungs-Polizei-Verorbiiungen vom 22. Aprrl 1892 unb 25. Februar 1908 erinnert, nach welchen bas Beschneiben lcbenber Hecken während der Zeit vom 1. März bis 31. Juli j-ben Jahres verboten ist unb in der übrigen Zett nur mit Heckenscheren unb anderen zum ordnungsmäßigen Gebrauche bestimmten Merkzeugen vorgenommen werden darf. Auch ist angeordnet, daß alle vor dem 1. Tlpril abtoeHenben i .7/»'n r «in tn) T Sofort nach Eröffnung
Obstbäume oder Aeste entfernt werden muffen, va11elegramm) ' Friedens» Alle nach dem 1. April absterbenden Obstbaume der Kammer sollen ernstliche Friedens^ und Aeste müffen im Herbste beseitigt und,tm Verhandlungen m bie «Befle
Qnufe des Winters verbrannt werden. Das den. Der italienische Botschafter in Wien, Her Abbrennen von Grasflächen und Rainen istl ,og von Avarna, hatte gestern eine längere UN» ! nur mit Genehmigung der Ortspolizelbehorbe I ferrebuna mit dem Grafen Aehrenkhal in der gestattet. Hecken dürfen in der Zeit vom 1. -xxjvvliSangelegenheit. Am Abend
erster Klasse des hiesigen Bahnhofes wurde peschen auS C h s s ° bcttchten^daßgestern einem Reisenden in der Nacht auf Montag von und ..Amakri
I einer Frauensperson die Börse mit dreihundert Mark entwendet. Der Reisende bemerkte den Verlust jedoch bald und ließ die „Dame verhaften. Bei einer näheren Hntersuchung fand man das Geld in ihrem . . . Strumpf. — Der Inspekteur der Kriegsschule, Exzellenz von , W a l l e n b e r g, ist hier eingetroffen und im Hotel du Nord abgestiegen. — Der Jnstttuts- : birettor Richter vom Hniversum Lipnense in -! Leipzig hält am Donnerstag abenb neun Hhr. v. * *. »■»—
im Verband Deutscher Hanblungsgehilfen, gramm.) Aus den Personalveronbe, ' Kreisverein Cassel, im Palais-Restaurant einen rungen in der preußischen Arm«, die m „ullLUy Ch .: ich - H _ l - 32". — Im dem heute erschienenen Milttarwochenblatt Restaurant I u g l fand gestern nachmittag die amtlich bekannt gegeben werben, Md zu er- Erösfnung des siebzehnten Lehrkurses der Fach- wähnen: Der Generalleutnant und Kommanschule des Wirtevereins statt. Aufgenom- beut der 1 . Division, Gronen, ist in Genehmen wurden einundachtzig Schuler. Ratskeller- wigung seines Abschiedsgesuches mtt der ge» toir Hartleb hielt eine längere Ansprache, fehfjchen Pension zur Disposition gestellt wor- — Der Arbeiter Lorenz Wiegand wurde den. Der Generalleutnant und Generaladju- gestern nachmittag von der hiesigen Straf- fattt des Kaisers, von Schenck, ist vom kämmet wegen schweren Diebstahls zu einer Kommando zum Kronprinzen enthoben und Zuchthausstrafe von einemJahr und unfer Belassung im Verhältnis als Generalfünf Monaten verurteilt. «bjutant zum Kommandeur bet 14. Division
A Das Repertoire bet Kaisersäle. „Jobs crnnnnt. ’
- --- “ '• ' -------— Nach bem Tanz.
8m Kreis herum!
" (Eigene Drahtmeldung.)
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, nmu,.--, abschließen zu können, «eber den letzten
Ueberbmiht habe strittigen Punkt des Abkommens ist zwischen ueoeroauni « « > » _ * n eine Ein! -
Anstatt und das wollte ich nicht.' Der frühere Dienstherr des Angeklagten, Schäfer, stellt Agtl- cola bezüglich der Arbeit ein gutes Zeugnis aus, er habe ihn nie zu tadeln brauchen. Bei dem Brand fei die Scheune mit sämtlichem Inventar und Erntevorräten, soweit sie schon angebracht gewesen seien, niebergebrannt. Der Schaden habe sich auf dreitaufendfilnshunbert Mark belaufen. Ein gleiches gutes Leumunbs- zeugnis stellen ihm die übrigen Zeugen aus. Der Direttor der Fürsorgeanstalt Rengshausen, Dr. Lindner, bezeugt, daß sich der Angeflagte sehr aut geführt habe, daß er aber auch wohl imstande fei, impulsiv zu handeln. Geheimer Medizinalrat Dr. Heinemann, der den Angeklagten mehrfach untersucht und beobachtet hat, hält den Angeklagten weder für geisteskrank noch für besonders schwachsinnig. Dr. Heinemann kommt zu dem Schlug, daß der Angeklagte bei Begehung der Tat weder tn einer krankhaften Störung der Gelsiestatigkett, noch im Zustand der Bewußtlosigkeit gehandelt habe. Der Staatsanwalt bittet, die Schuld- srage zu bejahen, dagegen die vorn Verteidiger beantragte Nebenstrafe wegen mildernder Hm- ssände zu verneinen. Der Verteidiger bittet um Zubilligung mildernder Hmstände. Der Angeklagte erklärt noch: „Wäre ich nicht in die Anstalt gekommen, stände ich heute nicht auf dem Platz." Die Geschworenen bejahen nach ftirzer Beratung beide Fragen.
sichttgt^^r ^Q11&mort) jn Rothenditmold. Wir , berichteten gestern schon, daß in der Unter« , suchung gegen den des Raubmords angeschuldigten Kellner Fritz Kron eine Wendung eingetreten fei. Es haben sich Zeugen gemeldet die an dem Mordtage einen jungen Mann auf einen Wagen der Straßenbahn springen sahen, in dem sie Cron zu erkennen glauben. Der Hntersuchungsrichter in der Mordsache erlaßt nun im heutigen Anzeigenteil eine B e l a nnt- machung, in der alle Personen ersucht werden, sich zu melden, die jenen Vorgang ebenfalls beobachtet haben.
A Die Casseler Landwirtschaftskammer I unb der Ausnahmetarif für Juttermtttel. Sie in bet Votstandssitzung der Casseler Lanhwirt- fchastskammer bekannt gegeben wurde, hat der Minister für Landwittschast mttgeteilt, daß der Ausnahmetarif für Futtermittel nur dann seinen Zweck erreiche, wenn die Frachterfparms den Viehzüchtern zugut- komme, nicht aber, wenn sie der Verkäufer für sich in Anspruch nehme. Der Landwittschaftsmlmster iel deshalb mit dem Minister der öffentlichen Arbeiten in Verhandlung getreten, ob sich durch anderwettige Fassung der Anwenbungsbedin- gungen bie bem Zweck des Ausnabmetanfs wi- dersprechende Inanspruchnahme der ,zrachter- sparnis durch den Verkäufer verhüten lasftn.
A Gastwirt- unb Herbergs-Pflicht. Bei Eintritt der rauheren Jahreszeit wird mancher Gastwirt um Nachtlager von Personen angesprochen werden, die den Sommer über bei Mutter Grün kampieren. Treten dergleichen Personen anständig auf, ist von ihnen, eine Verunreinigung, eine Ansteckung mit Krankheiten oder eine Verwechslung von Mein unb Tein nicht zu befürchten, so wirb ihnen bet Gastwirt ein bescheidenes Nachtlager kaum abschlagen. Oftmals hat es aber ber Gastwirt mit unsauberen oder gar verdächtigen Personen zu tun, die auf eine gesetzliche Herbergspflicht des Wirtes geradezu pochen. Es sei deshalb heute daran erinnert, daß nach einer Preußischen Ministerialversügung ein Gastwirt zur Gewährung eines Nachtquattiers keme Verpflichtung besibt. Nach dieser Verfügung ist es vielmehr Sache des Gemeinde- Vorstandes, <’ T ber freien Vereinbarung ein nicht erlangen kann unb sich bei eingetretener, hundert Mark überwiesen.
Dunkelheit in einer Notlage b-flnbet ein fot per w b Handwerker. Der T
ches zu beschaflen, und zwar, soweit sie zahlungsfähig' ist. gegen entsprechendes Entgelt, andernsall? aber unentgeltlich. Auck durch Polizeiverordnung kann den. Witten die Ver- ! pflichtuna zur Beherbergung nicht auierleat werden. Der höchste Preußische $ er to alt uns 8= gerichtsbos hat entschieden, daß es unzulassia sei, Gastwitte im Wege bet Polizeiverordnung zur Ausnahme aller unb jeder Fremden, auch solcher, deren Ausnahme sie vom Standpunkte ihres Gewerbe-Interesses aus ablehnen mui- se«. zu verpflichten. Liaeunet. Landstreicher
auch von Deuts'chl'anb eine Gebiets- abtretung znm Ausgleich für bie zugestan- bene eigene Abtretung forbern w»rb. Immerhin hat die öffentliche Stimmungsmache der Presse ber französischen Regierung bereits lebe Nachgiebigkeit auf bie fern gelbe beträchtlich erschwert, so^ß sich für bie Verhandlungen erhebliche Schwierigkeiten voraussehen lassen. Die von Caillaux befragten ehemattgen Premierminister Ribot, Clemenceau »iw Briaiw verhehlten dem Minlsierprasidenten nicht,daß er nach ihrer Ansicht die Partie u«v o rtetl- baft eingeleitet habe. Heute müsse die Regierung jedoch, da fie Deutsch land die formelle Zusage von Gebietsabttetungen zum Tausch gegen das Kontrollrecht über Marokko gegeben habe, ihr Wort einlöftn, jedoch innerhalb sehr bestimmter Grenzen. (C. auch Erste Seite.)
Leipzig, 10. Oktober. (Privai-Te« leg ramm.) Einen schlimmen Ausgang nahm ein Tanzvergnügen tm Gasthof „Zur grünen Aue" in Groitzsch bei Leipzig. Es entspann sich des nachts ein Streit, bei bem ber Bergmann Krämer mit seinem Messer auf den Schlosser Tresselt einstach. Er brachte ihm mehrere Wunben am Kopfe unb ber rechten Schläfe bei, benett Tresselt nach kurzer Zett erlag. Der Mörder wurde verhaftet.
Minister-Rendezvous in Berlin.
München. 10. Oktober. (Pritiat-Te« learamm.) Der bayerische Ministerpräsident v o n P o d e w i l s reist heute zu einer Besprechung mit dem Reichskanzle r nach Berlin. Wie mitgeteilt wird, werden nch tm Laufe dieser Woche auch die anderen leitenden Minister der süddeutschen Staaten zu einer Besprechung mit dem Reichskanzler in Berlin em- finden.
Vom Schicksal ereilt!
München, 10. Oktober (Privat-Te. learamm) Wie aus Nürnberg gemeldet wird, ist dort der angebliche Student Boris N a e k o f f, der fick in zahlreichen Großstädten als „Sohn des Präsidenten von Mexiko" ausgab und Gasthofs- und Pensionsbesitzer prellte, verhaftet worden.
Eine Tragödie in ber Arena.
Madrid, 10. Oktober. (Pri v a t -T 8* lea'ramm.) Ter bekannte Torero Mach a»
bürg (Maschinenamt).
A Tie PreiSvetteiluna in der Geflügel-Ans stellung. Die Prämiierung in der Geflügel- Ausstellung, über deren Eröffnung wir am Sonnabend berichteten, batte folgendes Ergebnis: a) Sammelklasse. 1 Lehrer Knobel, I Niederzwehren. 2. H. Kaiser, Cassel, d) G r o ß- gcflüael. 1. O. Hördcmann. Wolfsanger, 2. Ritz. Wahlershausen, 3. Eschholz, Neckendorf, Hübner: 1. O. Hördemann,. Wolfsanger, 2. I Höhmann. Cassel, 3. G. Deiß, Cassel, 4. Negelin, Reichensachsen, 5. C. Zimmermann, Cassel, 6. H. Bräutigam. Wolfsanger, 7. Beyer, Solingen. 8. Buhl. Wilhelmshöbe. 9. Kirchner, Utenbach, 10. Lohmann, Cassel. 11. M. Abt, Cassel, 12. König, Grimma. 13. Volte, I Lausigk, 14. Vogt. Lichtcnau, 15. Stüding. Ziegenhain, 16. Schärff, Salznsfeln. ^Zvschlags- ebrenvreise: 1. O. Hördemann, Wolfsanger, 29 Kaiser, Cassel, 3. I. Höhmann, Cassel. 4. Deiß, Cassel, 5. Ombreit, Neustadt, 7. Kok- keyscy, Ilmenau, d) Taube n: 1. Bruck- haus, Cassel, 2. O. Pfannkuch, Cassel, 3. A.
Eisenach. 10. Hepke, Gütersloh. ".J. Hordemann, Harleshausen, 12. Kasten. Rostock. 13. Mittendorf, Hofgeismar, 14. Steffens, Witzenhamen, 15. Schild. Pforten. Zuschlagsehrenpreise: 1. W. Günther. Cassel, 2. A. Deiß, Cassel. Medaillen: Hördemann, Cassel, Koch, I Großenritte, Fulda, Schmalkalden, K. >?eppe, Grebenstein und Knöbel, Niederzwehren.
Der Evangelische Bund. Dieser Tage ................._
■ fand in Marburg die einundzwanzigste Haupt- (ufti ^3üfinC'< bringt heute abend nochmals 1 Versammlung des Kurhessischen Hauptvereln, be’n 9bro[(i(l9en Schwank „Der brave Hermann" des Evangelischen Bundes statt. Prof. Hupe- Aufführung. Am Mittwoch abend geht den-Caflel behandelte das Thema .Der Pro- «nm... ...
-1 testantismus und der Staat". Geh. Justlzrat B ü f f - Cassel sprach über den „Protestantismus und die Kirche". Pfarrer Dithmar- Altenburschlar verbreitete sich über das Thema „Der Protestantismus unb bie Familie . I Reichstagsabgeordneter Sic. Everlrng- Halle hob hervor, wie der Bund in der gegenwärtigen ernsten Zeit seine Arbeit nachgeprutt bebe und zu der erneuten Heberzeugung gekommen sei: Wir müssen diese Arbeit tun. Es tu vaterländische Arbeit, denn den deutschen Protestantismus einigen, stätten, vertiefen, heißt, dem Vaterlande sein bestes Teil erhalten. Den idealen deutschen Protestantismus zur realen ! Machtentwicklung in unserem Vaterlande zu bringen, ist die vositive Ausgabe des Evangelischen Bundes. Was wir wollen, das ist: Glaube und Heimat. Reformation und Nation, diese Säulen des Lebens immer kraftvoller auszu- ttchten. Hervorzubeben ist ferner die Mitteilung des Vorsitzenden über das Wachstum «„a. s„2 m-metnve- des Kurbessischen Hauptvereins, r a ® b e - G e m mac#. rund dreitausend Neuanmeldungen be-
«iner Person, dw tm Wege Nach ^ttasiederrahl jetzt 18110. Dem Nachtgu er| T^mnsfttrhaus in Cassel wurde wie alliährltch