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Dierrstsg, den 3. Oktober 1911
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scher und türkischer Kanonen!
F. H.
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chen und auch die etwaigen Rückwirkungen des (damals schon auf der Consulta beschloss- nen) Tripolis-Konflikts auf die Stimmung der Balkanvölker erörtert habe. Die Majestät der Schwarzen Berge soll von dem Geplauder mkt dem Eidam »sehr befriedigt gewesen sein und dem Gatten Elenas beim Abschied bindende Zusicherungen bezüglich einer etwa er« forderlich werdenden Unterstützung der italienischen Aktion durch Montenegro gegeben haben". Was darunter zu verstehen ist, läßt sich leicht erraten: Italien hat ein sehr lebhaftes Jnkeresse daran, während seines nordafrikanischen Beutezugs die in einem Augenblick halber Wehrlosigkeit überrumpelte Türkei auch auf dem Balkan in 8t*em zu halten, sie also gewissermaßen „zwischen zwei Feuer" zu drängen, und da in Belgrad und Sofia (auf Rußlands Winks zurzeit noch keine rechte Stimmung besteht, sich in zweifelhafte Abenteuer einzulassen, bietet die nahe Familien-Verbin- dung mit dem Reich der Hammeldiebe die er-! wünschte Gelegenheit, die Türkei nach zwei Seiten hin zu beunruhigen. In Kreisen, die mit den „Familien-Verhältnissen" im Quirinal näher vertraut sind, geht übrigens die Rede, daß dieser (taktisch überaus wichtiges Schachzug Italiens auf die kluge Emsigkeit der Königin zurückzuführen sei, deren „politische Ambitionen" schon mancher Minister Viktor Emanuels kennen und ... fürchten gelernt hat, und die nun hier die Gelegenheit gegeben sah, das „Häufchen Montenegro" einmal in den Mittelpunkt des Wcltinteresses hineinzurücken.
Der Moment jäher Bestürzung ist vorüber, km italienisch-türkischen Krieg sind die ersten Schüsse gefallen, und es ist nun nicht mehr Zeit, die robuste Kriegspolitik der Römer mit dem Millimeterstäbchen völkerrechtlicher Ethik zu messen. Später, wenn die Waffen ruhe n, wird darüber noch ein Wort zu reden sein (zumal grade Deutschland durch die hastige Ertratour seines südlichen Verbündeten in eine Lage gebracht worden ist, deren Peinlichkeit oller Humor unsrer Diplomatie nur schwach zu übertünchen vermag). Einstweilen heißt's: Mit den Tatsachen rechnen und den sich vorbereitenden Ereignissen ernste Aufmerksamkeit widmen. Daß dazu Anlaß gegeben ist, beweisen schon die unruhigen Regungen im Balkan-Labyrinth, die verdächtige Geschäftigkeit in den Schreibstuben englischer Orientpolitik und der rasch erwachte Heldenmut der Enkel des Leonidas, denen der türkische Unheilherbst neunzehnhundertelf willkommne Gelegenheit bietet, dem Nachbar in der Zeit der tausend Nöten auch ihrerseits alte Rechnungen zu präsentieren, zu deren Begleichung im Weg kriegerischer Zwangsvollstreckung niemals günstigere Gelegenheit geboten war, als grade jetzt. Das ist's ja eben, was das (an sich nicht mal so tragische) Tri- oolis-Slbenteuer so gefährlich macht: Daß eine Schwächung der Tärkenmacht in einem Unglück lichen Krieg mit den Römern weitere Konflikts-Momente in die Balkan- und Orientpolitik hineintragen kann, die unter Umständen die staatliche Eristenz der Türkei in Frage stellen und den Weltftieden ernstlich gefährden. Diese Erkenntnis war's auch, die am Vorabend deS Kriegbeginns die verant- worKichen Männer am Goldnen Horn erzittern ließ: Nicht die Furcht vor einem Wafsengang mit dem Gegner, der den Krieg erwiesncrma- ßen vom Zaun gebrochen, sondern die Sorge um die Konseguenzen. die ein unglücklicher Ausgang des Kampfs der Türkenschwäche als unerträgliche Last aufbürden muß.
Fn der Stadt am Bosporus war an dem Tag, da das Ohr des gesamten Islam in fieberhafter Spannung ans das Dröhnen des ersten Kanonenschusses im Hasen von Tripolis lauschte, da- Gerücht verbreitet, England harre nur der ersten entscheidenden Siegeskunde römischer Ueberlegenhcit, um seinerseits Aegypten (seit Jahrzehnten bereits von englischer Macht unbestritten beherrscht) auch
Die neue st en Depeschen aus Konstantinopel berichten uns: Offiziell wird gemeldet: Prevesa ist bombardiert, und italienische Truppen sind gestern bei Pre- vesa gelandet. Auf das Bombard. .ent antwortete das Fort von Prevesa, aber vergeblich, da die italienischen Schiffe außer Schußweite blieben. Der Generalstab beriet im Kriegs- ministerium Pläne zur Verteidigung Albaniens und erließ Befehle nach Janina zu dem Zweck, die Italiener zur Rückkehr zu zwingen und womöglich einzuschließen. Gleichzeitig,wird die Nachricht verbreitet, daß Oesterreich Kriegsschiffe nach Prevesa und Valona schicken werde, ein Gerücht, daß hier zu den mannigfachsten Hoffnungen Veranlas- sitng gab. Gestern abend hatte der Vali von Janina gedrahtet, daß das italienische Geschwader nach Zerstörung des Torpedobootes „T o k a d" sich nach der Insel Aja Maria, gegenüber Prevesa, zurückgezogen, sich aber am Sonnabend von neuem genähert habe. Der Mutessaris von Reschadich meldet über Janina: Zwei italienische Kriegsschiffe sind einge- troffen und beschießen die Torpedoboote „Ha- midjeh" und „Alpagot", die im hiesigen Hafen liegen, lieber das Bombardement von Prevesa geht uns folgende Meldung zu:
Konstantinopel, 2. Oktober.
(Eigene Drahtmelduna.)
Gestern mittag um halb drei Uhr wurde Prevesa nach schwerem Bombardement eingenommen. Zahlreiche Gebäude sind zerstört, darunter das Mu- tessarisat. Eine große Anzahl Einwohner sind getötet. Sechzehnhundert Italiener besetzten die Stadt. Türkischerseits sind zehn Bataillone gegen sie abgegan- gen. Ter Kampf hat bereits begonnen. Zum Kommandanten deS Feldzuges in Albanien wurde der aus dem albanischen Aufstand bekannte Djavid Pascha ernannt.
deutschen Lloyd, der gestern morgen von Smyrna kommend, hier einlief, erzählte, er Hobe auf der aan^n Seife von Smyrna bis zu den Dardanellen kein Kriegsfahrzeug, weder ein türkisches, noch ein italienisches, gesichtet. Noch gestern mittag verlautete angeblich aus englischer diplomatischer Quelle, daß die türkische Flotte gestern auf dem Wege nach den Dardanellen drei Gefechte zu bestehen hatte, von denen nur das zweite erfolgreich gewesen sein soll. Der Seekamvf habe unter dem Kommando des englischen Reformators K a - pitän Food stattaefunden. Nach einer andern Version hätten die Italiener ein Schiff verloren, nach einer andern sollte Food mit einem türkischen Schiffun- tergegangen sein; doch sind diese Gerüchte offenbar ungenau, denn die Flotte ist vollzählig beimgekebrt und ist jetzt in den Dardanellenforts gefechtsbereit
Rekapitulakion: Wie das Tripolis-Abenteuer enden wird, läßt sich zurzeit noch nicht abschätzen. Die militärische und maritime Ueberlegenheit der Römer gibt allein nicht den Ausschlag, kann umso wen'ger die Entscheidung bestimmen^ gls der eigentliche Kampf um Tripolis wahrscheinliÄ; in einem Guerilla-Krieg ausgetragen werden wird, in dem Kopfzahl und Ausrüstung nicht den Ausschlag- geben (Beispiel: England im Bnrenkrieg). Auch darf nicht vergessen werden, daß die in jahrhundertelanger Degeneration geschwächte Türkei immer noch über eine gewaltige Volks- kraft verfügt, deren Wucht durch religiösen und Politischen Fanatismus in diesem, den Söhnen Osmans aufgezwungnen Krieg verdreifacht wird (Beispiel: Der Griechenkrieg vor vierzehn Jahren). Durch den Krieg allein erscheint demnach die Türkei im Augenblick blick nicht in ihrer staatlichen Existenz bedroht: Die eigentliche Gefahr lauert in den Eventualitäten, die sich aus einer unglücklichen Gestaltung des Abwehrkriegs gegen fremde Machtgier für die um Recht und Ansehen ringende Türkei (und für Europa überhaupt) ergeben können. Reckt England seine Hand über Aegypten aus, wirft Hellas den Funken ins Pulverfaß kretischer Volks-Revolution, und droht dem morschen Bau türkischer Staatshoheit auch von den Zaunkönigen am Balkan Gesabr, dann kann's leicht geschehen, daß aus der einen Stunde römischen Uebermuts eine Kette verhängnisvoller Komplikationen erwächst, die die Möglichkeit europäischer Friedensgefährdung in nächste Rahe rücken und fern am Horizont das Gespenst des Weltkriegs sichtbar werden lassen. Die an der Erhaltung des sogenannten „europäischen Gleichgewichts" interessierten Mächte (zu denen in erster Linie auch Deutschland gehört) haben also allen Grund, bet weitern Entwicklung der Dinge inner- und außerhalb des Rahmens dieses wie ein Irrlicht aufgestiegnen Herbstkriegs ernsteste Aufmerksamkeit zu widmen: Es lauert außerhalb der Gefechtslinie weit mehr Gefahr, als im Feuerbereich römi-
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Sie ersten Gefangenen.
Fünf Offiziere und hnndertsünfzig Mann. (Telegraphische Meldungen.)
<? Rom, 2. Oktober.
Gestern nachmittag sind dreihundert Ber- saglieri nach Neapel abgereist. Ungefähr zwanzigtausend Menschen gaben ihnen das Geleit zum Bahnhöfe und bereiteten ihnen einen feierlichen Abschied. Das gestern durch sen Torpedojäger „Alpino" genommene türkische Schiff ist in Tarent angekommen. Die an Bord befindlichen fünf türkischen Offiziere und hundertfünfzig Soldaten wurden fiir K r i e g s- gefangene erklärt und auf italienische Festungen gebracht. Einer Depesche aus Kon- tantinopel zufolge sollen die Türken das italienische Kanonenboot „Nagara" genommen haben. Die Richtigkeit der Meldung wird aber hier bestritten. Das türkische Torpedoboot, das in der Nähe von Prevesa auf der Flucht vor italienischen Kriegsschiffen auf den Ltrand auslief, ist vollständig verloren. Der Kapitän wurde gelötet und acht Mann ertranken«
der Form nach zu annektieren, und in A t h e n Fei man entschlossen, auch die Kretafrage im Fall einer türkischen Niederlage kurzerhand und endgültig durch die Einverleibung der F>isel ins Griechenreich zu erledigen. Gerüchte entspringen mitunter optischen Täuschungen, und es ist leicht möglich, daß das Türkenauge im Moment naher Gefahr die Dinge zu schwarz gesehen hat: Charakteristisch ist indessen die Tatsache, daß türkischerseits (trotz des militärischen Kraftaufwands, den der Tripolis- Konflikt erheischt) noch in den letzten Tagen in aller Eile umfassende Vorbereitungen für einen durch griechische Kreta-Gelüste etwa erforderlich werdenden Einmarsch in Thessalien getroffen worden sind, während anderseits die Morte den englisch-türkischen Vertrag über Aegypten in der Londoner Downing- Street durch die sehr bestimmte Forderung in Erinnerung gebracht hat. England möge den Durchmarsch der türkischen Tripolis-Armee durch Aegypten gestatten und außerdem der Türkei für den Kampf mit den Römern die vertraglich ihr zugesagten sechzehntansend Mann Lilfstruppen stellen. Beide Maßnahmen beweisen zum mindesten, daß man in Konstantinopel die umschwirrenden Gerüchte über Kreta- und Aegypten-Komplikationen sehr ernst nimmt und entschlossen ist. das Türkenrecht mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu vertcidi- den. Mit welchem Erfolg, läßt sich augenblicklich nicht beurteilen.
Weiter: Ein Telegramm aus Rom hat berichtet, daß Viktor Emanuel von Italien in der Woche, die der raschen Kriegerklärung an die Türkei vorausging, mit seinem Schwiegervater, dem vor nicht langer Zeit erst zum König gesalbten Herrscher der Schwarzen Berge, in einer sehr langen Unterredung alle Phasen der neuern Balkan-Politik durchgespro-
Bombardement von Tripolis.
Die Türken ziehen sich zurück.
(Eigene Drahimeldung.)
Aus Rom wird uns berichtet: Nachrichten zufolge, die gestern mittag hier einginqen, hat das Feuer, das die italienische Flotte gestern morgen auf die Stadt Tripolis eröffnete, nur wenige Minuten gedauert. Alle türkischen Truppen sollen sich bereits ins Innere des Landes zurückgezogen haben, um dem von den Eingeborenen beabsichtigten Kleinkrieg gegen die Italiener mehr Rückhalt yt geben. In Rom wird übrigens offiziös dementiert, daß
$ie Türken in den HardaneNen.
Die Flotte der Türkei vollständig versammelt.
(Eigene Drahtmelduna.)
Konstantinopel, 2. Oktober.
Offiziell wird bekanntaegeben. daß die türkische Flotte vollständig in den Dardanellen angelanpi ist. Die Ankunft erfolgte (wie das Marineministerium bekannt gibt) gestern morgen bei Mermeris. Zu dem Geschwader gehören auch die beiden von Deutschland gekauften Banzer. Tie Flotte soll eine Schlacht im Bereich der Dardanellen f o r t s annehmen. Ueber das Schicksal der Flotte hatte die größte Besorgnis geherrscht, die dadurch verstärkt worden war, daß der Kavitän N i tz l a f f vom Dampfer „Stambul" des Nord-
Die erste Seeschlacht.
Sie türkische Flotte im NegKischen Meer vernichtet?
Depeschen aus Mailauv berichten: Blättermeldungon zufolge wurde die türkische Flotte, von Beirut kommend, im Aegäischen Meer von de« Italienern vernichtet. Die Schlacht fand zwischen Sen Inseln Chios und Mhtilene statt. Einzelheiten über den Kampf fehlen noch. Weiters Meldungen besagen, daß gestern mittag Prevesa nach schwerem Bombardement eingenommen wurde.
Zar Stoma von Austin.
Eine Dammbruch-Katastrophe in Arkansas: elfhundertfünfzig Menschen umgekommen! (Telegraphische Meldungen.)
Tie „Casseler Neuesten Nachrichten" berichteten bereits gestern srüh durch eine Extra-Ausgabe aus Newyork: In Austin (Arkansas) brach am Sonnabend ein Mühlendamm ein. Ungeheure Wassermaffen schwemmten fast sämtliche dreihundert Häuser des Ortes weg. lieber zweitausend Menschen kamen unter den in Brand geratenen Trümmern und in den Fluten um.
Inzwischen liegen uns über die furchtbare Katastrophe neuere Depeschen aus New- york vor. die die ganze Größe des Unglücks erkennen lassen. Wie uns ein P r i v a t - Telegramm berichtet, hat der Dammbruch ungeheure Verwüstungen angerichtet. Das Stadt. Austin ist nur noch eine grauenvolle Trüm-
Eventualitäten.
Randbemerkungen zum Tripolis-Abenteuer.
Au« Petersburg wird uns depeschiert: In russischen politischen Kreisen wird vorausgesagt, daß sich der italientsch-türktsche Konflikt nicht auf Tripoli« allein beschränken, sondern über das ganze ottomanische Reich ausdehnen werde. Vor allem würden die Balkanstaaten in Mit- leidenfchaft gezogen werden. Die russische Presse steht einstimmig auf Italien« Seite und pro- phezeiht den Zusammenbruch der europäischen Türkei infolge der Unfähigkeit und Unbeliebtheit des jungtürkischen Regimes.
1 die italienische Flotte bisher irgend- welchen 1 Schaden genommen Ijabe. Große Unruhe , herrscht hier über das Gerücht, daß der Herzog : der Abruzzen durch sein Geschwader die Stadt : Prevesa bombardiert habe. Man hört allge- । mein die Ansicht, daß er habet eigenmäch- : tig und gegen den Willen der italienischen Regierung gehandelt habe. Alle Mächte haben auf der Consulta eine Erklärung dahin abgegeben, daß sie in dem italienisch-türkischen Konslilte neutral bleiben würden. Der türkische Pavillon auf der Weltausstellung in Turin ist in Brand gesteckt worden und niebergebrannt.
Nom, 2. Oktober. (Privat-Tele- gramm.) Offiziell wird berichtet, daß gestern vormittag bei Prevesa ein türkischer Torpe- dobootszerstörer und ein Torpedoboot von zwei italienischen Torpedobootszerstörern in den Grund gebohrt worden sind. Ferner wurde ein Dampfer mit griechischer Besatzung beschlagnahmt, als er mit fünf türkischen Offizieren und etwa zweihundert türkischen Soldaten, sowie einer grossen Menge Munition und Getreide in den Hafen von Prevesa einfahren wollte.
Sie Wei Md die Mächte
Freiherr von Marschall beim Sultan.
(Eigene Drahtmeldung.)
Konstantinopel, 2. Oktober.
Bevor der deutsche Botschafter, Freiherr von Marschall, gestern beim Großwesir Said Pascha war, hatte er eine Audienz beim Sultan int Palais, um die Antwort des Deutschen Kaisers auf das Inier- ventionsersmhen des Sultans zu überbringen. Da in europäischen diplomatischen Kreisen erklärt wird, daß der deutsche Botschafter auf der Pforte sehr pessimistisch und ernst sich geäußert hat. erscheint die Hoffnung aus eine baldige Beilegung des Tripolis-Konflikts verfrüht. Die Depeschen der türkischen Botschafter in Paris, Wien und Berlin lauten äußerst pessimistisch und erklären, die Botschafter hätten die Ueberzeugung gewonnen. daß weitere Verhandlungen direkt durch die Botschafter der Großmächte in Konstantinopel. mit Ausschaltung der türkischen Botschafter, bet den Großmächten stattfinden sollen. Nur der Bericht des Botschafters in London ist etwas weniger entmutigend und enthält Vorschläge, die Türkei solle sich ganz allein auf sich selbst verlassen und auszuhalten versuchen. Die türkischen Truvpen. die bei Prevesa kämvfen. sind zehntausend Mann st a r k mit vier Batterien Artillerie und einer größern Zahl Maschinengewehren.
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Konstantinopel. 2. Oktober. (Privat - T e l e g r a m m.) Die von der türkischen Regierung an Frankreich und England gerichteten Gesuche um eine Intervention in dem Konflikt mit Italien sind seitens dieser Mächte abschlägig beschieden worden. De- veschen aus Belgrad zufolge, furchtet man in dortigen diplomatischen Kreisen neue revolutionäre Verwickelungen in der Türkei, da die fungtürkische Partei alles i Vertrauen des Volkes verloren 1 habe. j
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Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung