Casseler Neueste Nachrichte«
Rr. 253. — 1. Jahrgang.
Handelszettum
1
besser geworden.
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28 9. 29. 9.
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Bahnen. M s. 29. 9.
185.- 185.—
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Prinz Heinrich-Bahnj 145.251142.75
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Die ner schäft
Berliner Kursbericht
28. u. 29. September 1911, nachmittags 3 uhr.
Groß Gelsenkirchen.
Verwaltung der Gelsenkirche- Bergwerks - Aktien - Gesell- versteht es, bezüglich ihrer Maßnah-
77.-
88 62
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gf Hafenmühle in Frankfurt a. M., Akt - Ges. Die gestrige Generalversammlung genehmigte die Regularien und setzte die Dividende auf 6 Prozent (i. V. 4 Prozent) fest. Auf die Anfrage eines Aktionärs, wie die im Geschäftsberichte erwähnte Forderung an die Stadt Frankfurt a. M. aus dem Verkauf der Gebäulichkeiten des alten Werkes in Hausen realisiert worden sei, wurde erwidert, daß die Forderung mit einem geringen Nachlafle an ein Frankfurter Bankhaus zediert worden sei.
5.25 262.90 197.- 1S5.25 223.— 203.—
96.— 257.— 280.25 236.-
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Oesterr. - ungarische Staatsbahn .
258.75 130 —
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Vfodderfontain. . . Geduld Goerz
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Rio Tinto Otavi . . , South Westafrika Tendenz:
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Boese
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Berl.-AnhalL-Masch. !
Bochumer Gußstahl :
Braunschweiger Jute 1
Brauerei Schöfferhof
Casseler Federstahl : Concordia Bergbau .
Consolidation
Deutsche Linoleum-
gT Die heutige Berliner Fonds-Börse. (Privattelcgramm.) Wie nicht anders zu erwarten war. hat das von Italien der Türkei gestellte Ultimatum und die anschließend von dem türkischen Ministerrat beschlossene Ablehnung der italienischen Forderungen recht verstimmend auf die heutige Börse einge- wirkt. Es fanden umfangreiche Abgaben sämtlicher Spekulationswerte statt. Das Kursniveau war um mehrere Prozent gedrückt. Es wurden auch keineswegs, wie es sonst bei stärkeren Rückgängen der Fall zu sein vflegt. Intcrventionskäu- fc von der Svekulation vorgenommen, sondern diese beobachtete große Zurückhaltung, weil sie noch nicht weiß, welchen Umfang der türkisch-italienische Konflikt annehmen, und welche Wirkung er aus den Welthandel itfto. ausüben wird. Im weiteren Verlause machte die allgemeine schwache Tendenz noch weitere Fortschritte, da aus der Provinz ziemlich viel Ware herauskam. Verstimmend wirkte wohl auch die Melduna. daß die Göttinger Bank ihre Zahlungen eingestellt hat. Wie die Direktion auf Anfrage mittcilt. erreichen die De- vositen eine Höhe von 3 Millionen Mark. Am Bankaktienmarkte waren besonders Credit- Aktien und Deutsche Bank im Kurse aedrückt, Eredit-Aktien büßten ca. 8>,L Prozent. Deutsche Bank sogar 3 Prozent ein. Scharf aedrückt war der Montan-Aktienmarkt. wo ziemlich viel Ware herauskam. ohne daß Käufer am Platze waren. Auch die sonstigen Gebiete, speziell türkische und italienische Werte, waren schar gedrückt. Türkenlose sogar über 9 Mark.
g? Die heutige Berliner Produktenbörse. (Privatteleqramm.) Der Getreidemarkt war bei ziemlich lebhaftem Geschäft recht fest
1 bic Kurse waren durchschnittlich um zwei Mark höher.
95.60
223.—
men das Geschäftsgeheimnis gut zu wahren, so daß die Börse und die breite Oeffentlichkeit immer erst dann etwas davon erfahren, wenn die Verwaltung selbst es für gut befin- oet, ihre Pläne offiziell anzukündigen.
So hat es Herr Kirdorf bei den früheren Kapitalserhöhungen und Angliederungen anderer Gesellschaften gehalten: So ist es auch diesmal wieder der Fall, wo die Finanzwelt durch die Nachricht von einer neuen Kapitalsvermehrung um vierundzwanzig Millionen Mark überrascht wird. Von einer Ueberraschung kann man freilich nur insofern sprechen, als die Kapitalsvcrmehrung gerade jetzt beantragt wird, wo man sie wegen der sich immer knapper gestaltenden Geldverhältnisie am wenigsten erwartet hatte, und dann noch in Bezug auf die Höhe des Geldbedarfs. Im übrigen war die Börse und die Spekulation schon seit längerer Zeit darauf vorbereitet, daß die Gelsenkirchener Gesellschaft ihr Grundkapital werde erhöhen müflen. da besonders die großen Hochofen- und Stahlwerksanlagen in Esch und Deutsch-Oth doch erheblichere Mittel in Anspruch genommen haben, als die Verwaltung zunächst angenommen batte. Freilich glaubte man nicht, daß der Geldbedarf diesmal wieder eine so hohe Summe von 24 Millionen Mark betragen werde. Wenn die auf den achtundzwanzigsten Oktober einberufene außerordentliche Generalversammlung die Erhöhung genehmigt haben wird, beträgt das Grundkapital von Gelsenkirchen hundertachtzig Millionen Mark. Ursprünglich betrug das Kapital 13 500 000 Mark und wurde dann allmählich auf die heutige Höbe gebracht. Die letzte Kavi- talerhöhung von Gelsenkirchen fand im Jahre 1909 statt. Damals wurde beschlosien, sechsundzwanzig Millionen Mark neue Aktien und zwanzig Millionen Mark neue Obligationen auszugeben. Im ganzen waren sechzig Millionen Mark für die großen neuen Anlagen in Luxemburg und auf den alten Werken vorgesehen. Dieser Bauanschlag ist natürlich (toie immer in solchen Fällen) überschritten worden. Deshalb erfolgt jetzt die Ausgabe der neuen Aktien, durch die der Gesellschaft beinahe vierzig Millionen Mark zufließen werden. Man sieht also, daß sich die Verwaltung seinerzeit doch sehr stark bei der Aufstel- lung des Bauplanes verrechnet haben muß, wenn die setzt hereinkommenden Gelder nur zur Vollendung der begonnenen Bauten dienen sollen. Die neuen Aktien sind nun zwar erst vom nächsten Jahre ab dividendenberechtigt, aber die Aussichten für die alten Aktien sind durch die neue Emission mindestens nicht
und auch bares Geld erhalten, um eine gute Ziege für den jungen Haushalt zu kaufen.
Unterliederbach, 29. Septbr. (Durch Tvphus dahingerafft.) Hier erkrankten plötzlich in der Familie H e r b i g die Mutter, eine Tochter von sechzehn Jahren und ein Sohn von zwei Jahren unter eigentümlicher Krankheitserscheinung. Man glaubte anfangs an Fleischvergiftung und brachte die Schwerkranken ins Höchster Krankenhaus, wo das hoffnungsvolle Mädchen, ohne das Bewußtsein zu erlangen, schon am vierten Tage starb. Die Sektion der Leiche ergab Typhus im höchsten Grade. Nach einiger Zett erkrankte auch der elfjährige Sohn, sowie der Vater. Der Vater, ein kräftiger Mann von acktunddreißig Jahren, ist ebenfalls der heimtückischen Krankheit erlegen Das einzige bis jetzt gesund gebliebene Mädchen von dreizehn Jahren ist nun ebenfalls erkrankt. Die Ursache der Krankbeit ist in einem Brunnen zu suchen, der polizeilich geschloffen worden ist.
o°o Schmalkalden, 29. September. (D i e Schweinemärkte fallen fort.) Die für nächsten Monat hier und in Brotterode festgesetzten Schweinemärkte dürfen mit Rücksicht auf die immer noch bestehende Austeckungs- ?efahr der Maul- und Klauenseuche nicht abge- alten werden.
Frankfurt, 29. September. (Das Ende.) Der dreiundzwanzig Jahre alte Eisenbahn- Supernumerar Will versuchte gestern nachmittag seine ihm gegenüber bei ihren Eltern wohnende frühere Braut von seinem Zimmer aus mit einem Revolver erschießen. Als die Kugel ihr Ziel verfehlte, richtete er die Waffe gegen sich selbst. Von der herbeigerufenen Feuerwehr wurde er mit durchschoffener Schläfe als Leiche aufgefunden. Zwistigkeiten. die dem Mädchen zur Auflösung der Ver- lobung Veranlaffung gaben, sollen das Motiv zu dieser Tat gewesen sein.
So Wiesbaden, 29. Sevtember. (Kleine Ursachen, große Wirkungen.) Ein hiesiger Arbeiter steckte beim Anziehen ein Hemdenknöpfchen zwischen die Zähne. Durch irgend einen Zufall geriet ihm daS Knöpfchen in die Luströhre und rief die ernstesten Erstik- kungsanfälle hervor. Der sofort hinzugezogene Spezialarzt war nicht imstande, das inzwischen in die Brust gelangte Knöpfchen herauszuholen, und so mußte der Kranke umgehend nach der Universitätsklinik in Gießen gebracht werben. wo das Knöpfchen nach angestrengtester Tätigkeit einer Anzahl Aerzte unter dem rechten Lungenflügel entdeckt und herauSgeholt werden konnte.
«nicht «nd Necht.
** Um zwanzig Mark: Drei Jahre ins Gefängnis! Wegen Straßenraubs verurteilte gestern daS Schwurgericht in G i e tz e n den zuletzt als Master tätig gewesenen, wiederholt wegen Eigentumsvergehen vorbestraften Johann Muth unter Zubilligung mildernder Umstände zu drei Jahren Ge- f S n g n i s und fünfjährigem Ehrverlust. Der Angeklagte war im November vorigen IahreS nach Vilbel gekommen und hatte abends eine Wirtschaft betreten, in der der Invalide und Maurer Busch von Grotz-Karben anwesend war und Bier zum besten gab. Muth freundete sich mit diesem an. und obschon er nach Frankfurt zurückwollte, fuhr er mit dem neuen Bekannten nach Groß-Karben. Auf dem Wege von der Station zum Ort verlangte Muth von Busch Zehr- und Schlafgeld fiit die Rächt, und als ihm dies abgeschlagen wurde, fiel er über den alten Mann her, rang ihn zu Boden, riß ihm daS Portemonnaie mit zwanzig Mark Inhalt weg und machte sich eilig damit aus dem Staube.
** Ein politischer Sensationsprozeß? Ein Vrivatteleqramm berichtet uns auS Berlin: Die bekannten polittschen Vrozeffe deS Grafen Oppersdorf gegen die »Augsburger Postzeitung" und die »Schlesische Volkszeitung" werden einen intereffanten Verlauf nehmen, da in einaeweihten Kreisen das Gerücht umläuft, die Beweisaufnahme werde gegen den Grafen erdrückendes Mate rilll zeittgen, daS feine parlamentarische Lauchahn unmöglich machen werde. Die Gegner des Grafen scheinen zu einem gewaltigen Schlage gegen den Grafen auSzu- bolen. Fraglich ist nur, ob dem Interesse der Partei mit den versprochenen Enthüllungen kurz vor den Wahlen gedient fein wird. Man nimmt auch an, daß der Graf (wie vor einiger Zeit in einem Preffevrozesse) seine Klagen zurückziehen wird, wenn die Beweisaufnahme für ihn ungünsftg zu verlaufen droht.
** Der Freiherr von der Heilsarmee. DaS »Nattanale Hanvtauartier" der HetlSar- ntee in Berlin schreibt uns: Der in der No- ftz Ihres gesch. Blattes »Der Freiherr von der Heilsarmee" am zwanzigsten Sevtember erwähnte Schreiber W a l k o w i tz ist nie Mit- alied der Heilsarmee gewesen, sondern er bekleidete nur im Kölner Männerbetm bet Ar-
Weizen. Tendenz: w Nov. .
, Dez. . . .
Roggen. Tendenz:
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, Dez. . . .
Hafer, Tendenz:
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Mais, Tendenz: . e Nov. . . .
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Rus««. Bank für aus
wärt. Handel .. • • 1 Otavi-Minen.......■
South - West - Afrika
(deutsche Stücke) 1
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Rhein!. Stahl
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Siemens & Halske D eutsch —U ebersee Ges. f. elektr. Untern.
Dynamit-Trust Gr. Berliner Str.-B
Tendenz:
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Dynamit-Trust j Eschweiler Bergwerk Geisweider Eisen .. Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Gr. Berlin. Str.-Bahn Gr. Casseler Str.-B. Hamburger Paketf.. Harpener Bergbau . Hartmann Masch... Kasner Eisen Herkulesbr. Cassel . Hirsch Kuofer Hohenlohewerke. .. Hofmann, Wggf.
Kölner Bgw.
König Wilhelm conv. Laurahütte........
Ludwig Loewe L Co. Neue Boden-Ges.. .. Norddeutscher Lloyd Oberschl.Eisnb.-Bed. Orenstein & Koppel Phönix Bergbau .. . Rhein. Stahl Rombacher Hütte .. Schuckert Elektr. .. Siegen—Solingen .. Siemens & Halske . Stahl & Nölke Stoib arger Zink.... Vor wohl Porti. Zem. Wenderoth Westf. Stahlwerke . Wittener Guß — . Zellstoff Wallhof..
3.42 4.37
11.31 1 — 0.94 30/3
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langt wird.
o°o Zierenberg, 29. September. Wie aus zuständiger Quelle verlautet, beabsichtigt man, den Turm der ehemaligen Klosterkirche von Burghasungen wieder anfznrichten. Dieses kann jedoch, den Baumitteln entsprechend, nur nach und nach geschehen. Es ist ein Verdienst des Landrats von Buttlar, daß die Mittel für den ersten Teil des Baues bereit gestellr sind. In Nummer 230 dieses Blattes veröffentlichten wir eine Darstellung der klösterlichen Baugeschichte.
So Röhrenfurth, 29. September. (Besitz- wechsel und Ernteertrag.) Gastwirt W. Körbel, der fast vier Jahre hier ansässig war, verzieht mit dem 1. Oktober wieder in seine alte Heimat Beisefötth. Seine, am hiesigen Bahnbof gelegene Gastwirtschaft wurde von dem Metzgermeister Wiegand aus Frielendorf für 30 000 Mark angekauft. — Unsere Landwirte sind nunmehr mit dem Ausdrusch des Getreides fertig. Der Körnerertrag ist ein recht befriedigender. Bei der Kartoffelernte dagegen bängen die Erträge in diesem Jahre sehr von den Sorten und den Bodenarten ab. Svätreifende Sorten sind auf leichten Böden sehr schlecht, dagegen liefern Magnum bonum, Geheimrat Diebl, Professor Märker und Industrie auf Lehmboden ganz annehmbare Erträge.
Bebra, 29. September. (Die Entgleisung einer Lokomotive.) Gestern nachmittag entgleiste auf dem hiesigen Personenbahnhöfe eine Maschine, doch richtete sie keinen Schaden an. Nach geraumer Zett war die Störung beseitiat und das Geleise wieder frei.
Hella. 29. September. (Eine Pein- liche Geschichte.) In eine recht unangenehme Verlegenheit brachte ein junger Mann aus einem Vorort Eaffels seine hiesige Brant dadurch, daß er zu der für gestern angesetzten Hochzeit nicht erschien. Alles war zu der Feier bergerichtet und nur der leichtfertige iunge Mann fehlte. Er batte bereits etliche seiner Braut gehörige Erntevorräte verkauft
ProäuKtenMrse
(Schlusskurse). ' 28. 9. 29. 9.
95.25
104.50
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691
London?? Börse
(Anfansfskurse).
28. 9. 29. 9.
toett und Stziri.
< Casseler Fußballspiele. Am nächsten Sonntag um 4 Uhr nachmittags wird auf dem Sportplatz des Casseler Fußballvereins, e. V., an der Frankfurter Straße das fällige Verbandsspiel zwischen Sportfreunde I und C. F.- V. II ausgetragen. Zu gleicher Zeit werden Kauf dem Rettplatz an der Möncheberg- iße Sportfreunde II und C. F.-V. III, ebenfalls im Verbandsspiel, gegenüberstehen. Außerdem spielt auf dem neuen Sportplatz an der Scharnhorststraße Sport I gegen Lipsia- Leipzig I.
Der Streit unter den Rennfahrern. Ein Startverbot gegen Lavallade und . Darragon hat der Deutsche Rennfahrer-. Verband für seine Mitglieder in seiner letzten Sitzung am Mittwoch in Berlin erlassen. Da eine Einigung zwischen der U. C. I. und dem V. D. R. noch immer nicht erzielt ist, und infolgedessen die deutschen Rennfahrer, ohne der Disqualifikation zu verfallen, nicht in Pans, wohl aber umgekehrt die Franzosen in Deutschland nach den bestehenden Bestimmungen starten dürfen, so beschlossen die deutschen Rennfahrer mtt allen gegen eine Sttmme, gegen die Ausländer nicht anzutteten. Diese Beschlüsse haben zur Folge, daß die für den nächsten Sonntag auf der Berliner Olympiabahn angesetzten Rennen, für die Lavallade verpflichtet war, gänzlich ausfallen, während man sich in Dresden für Darragon wohl einen Ersatz verschaffen wird.
<£ Die IohanniSthalcr Flugwoche. Gestern hatten die Flieger unter ungünsttgem und böigem Wetter zu leiden. Der Pilot Witte hat mit einer Flugzeit von 1 Stunde 23 Minuten die beste des Tages erreicht und außerdem seinen Platz im Gesamtklaffement verbessert, in dem er jetzt den vierten Platz einnimmt, während Frl. Beese von der zweiten zur dritten Stelle zurückgefallen ist. Die führenden Flieger in dieser Konkurrenz sind Pietschkcr mit 10 Std. 18 Min.. Suvelack mit 9 Std. 41 Min., Frl. Beese mit 8 Std. 53 Min. und Witte mit 8 Std. 18 Min. In größeren Abständen folgen Engelhard und die übrigen.
< Ein neuer Weltrekord. Auf der Münchener Radrennbahn unternahm Arthur $ a n« derstuyft einen Angriff auf den von Guig- nard mit 101,623 Kilometer im Jahre 1909 ausgestellten Stunden-Welrrekord. Der Belgier war in vorzüglicher Verfassung und hatte bereits bald nach dem Start die Guig- nard'fchen Zeiten verbessert, als sich nach dem 40 Kilometer von seinem Rade ein Pedal löste, sodaß er die Weiterfahrt aufgeben mußte. Vanderstuift hatte in diesem Augenblick mit 23 Min. 19 Sek. für 40 Kilometer einen neuen Weltrekord ausgestellt.
<£ Die Frau in der Aviatik. Eine neue Aviattkerin hat auf dem Flugfelde Mars bei Bork ihr Flugzeug-Führerzeugnis erworben. Es ist dies Frl. Lagler aus Prag, die die Prüfung auf einem Grade-Eindecker absolvierte. Sie ist die zweite Fliegerin neben Frl. Mellv Beese, die in Deutschland ibr Piloten- Patent erwarb.
<£ Die Sieger der New Yorker Flugwoche. Di« Newvorker Flugwoche, an der eine ganze Reibe bekannter europäischer Flieger teilnahm, sah den Engländer Graham White mit seinem Nieuport-Avvarat in der Schnelligkeits-Prüfung siegreich, während der Amerikaner Gop- wich den ersten Preis für geschicktes Werfen von Bomben im Fluge erhielt. Eine Ueber- landflugkonftirenz sab 8t. Ellvson als Sieger,
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Wachs • • • • Dortmunder Union C. Donners mar ckhütte. 292.75 Deutsche Spiegel-
28. 9 29. 9. 150.301148.90 112.401109.- 150.75 |147.—
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5.25 259.— 493.60 185.—
218.50 201.-
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253.— 276.50 233.25
165.40
Lübeck—BÜchener Baltimore Canada-Pacific Warschau—Wiener Pennsylvania Südösterr. Lombard.
Engi. Konsuls .... 4°/„ Argentinier . . .
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68.9n
69.91
Ans der Heimst.
§o Melsungen, 29. September. (B u s dem Stadtparlament.) Die Stadtverordneten erteilten in der gestrigen Sitzung ibre Zustimmung zu einer Anleihe bis zu 150 000 Mark bei der städtischen Sparkasse zu 33A Prozent Zinsen und VA Prozent Abtrag. Mit dieser Summe sollen die Kosten des Ankaufs der Turbinenanlage des Elektrizitätswerks nebst den Gebäuden und der Wasserkraft von G. Seiffert in Eisenach, sowie weiter die Kosten der Auflassung, die Stempelkosten und die Steuern bestritten werden. Für die Be- ichaffung von 1500 Stück Drahtkörben für die städtischen Obstbaumpflanzungen bewilligte man einen Betrag bis zu 300 Mark. Eine eingehende Debatte führte ein Magistratsantrag herbei, der die alte städtische Wasserleitung im Hasselgrund an die neue städtische Wasserleitung ansckließen will und zu diesem Zwecke die Bewilligung eines Betrages von 120 Mark fordert. Es handelt sich hierbei darum, das überflüssige Wasser der alten Leitung, welches sehr reichlich vorhanden ist, bei Wassermangel oder Rohrbruch in die neue Leitung zu bringen und so im Interesse der Allgemeinheit zu verwenden. Die Stadtverordnetenversammlung war jedoch der Meinung, daß dies nichts Halbes und nichts Ganzes sei. man müsse vielmehr darauf sehen, wenn der Wassermangel es benötige, die Quelle des Hasselgrundes entweder durch Anlegung eines eigenen Bassins oder -durch Zufiihrung des Wassers mittels Druckpumpe in den Hochbehälter nutzbar zu machen. Der Antrag wurde deshalb an den Magistrat zurückaegeben und derselbe gleichzeittg ersucht, auf Mittel und Wege zu sinnen wie am besten dem Wassermangel vorgebeugt werden könne, unter besonderer Berücksichtigung der Quelle des Hasselgrundes. Zur Verhandlung stand ferner eine Eingabe des Stadtverordneten H. Kolb über die zurzeit bestehende außerordentliche Teuerung, in der der Magistrat um Absendung einer Petttion an die Verbündeten Regierungen ersucht wird, tn welcher geeignete Maßnahmen zur Linderung der Notlage gefordert werden. Nach längerer Beratung be- chloß die Körperschaft in ihrer Mehrbeit, den Magistrat aufzufordern, sich an den Vorstand des Hessischen Städtetags mit dem Ersuchen zu wenden, eine Eingabe an die Regierung zu senden, in der die Oeffnung der Grenzen für Schlachtvieh und Fleisch und die Aufhebung der Zölle auf Lebens- und Futtermittel ver-
! flau 209.2 c 1200.75
179 — 178.75
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168.-
Sonnabend, 30. September 1911.
mee die Stellung eines Portiers. Die Armee hatte ibn ausgenommen, als er nach Verbüßung einer Gefängnisstrafe hilflos dastand. Rach seinem Weggang versuchte Walkowitz von dem Leiter des Heims Geld zu erpressen.
** Der „Roman" des Schiftskochs. Ein Privattelearamm meldet uns aus Köln: Das hiesige Schwurgericht verurteilte gestern den aus San Francisco stammenden Schifsskoch Charles Murray wegen wissentlichen Meineides zu drei Jahren Zuchthaus. Seiner Zett hatte er einen Raubanfall fingiert, um den amerikanischen Konsul für sich zu »interessieren", indem er sich an Händen und Füßen fesseln ließ. Im Römerpark aufgefunden und ins Krankenhaus geschafft, hatte er den erdichteten Ueberfoll auch beschworen.
** GefängniLÄT-Ie für Weinpantscher. Die Sttafkammer in Würzburg verurteilte den Weinbändler Ludwig Stern wegen fortgeietz- ten Vergehens gegen das Nabrungsmittelge- setz und Betruges zu einem Monat Gefängnis und 1500 Mark Geldstrafe. Der Mitangeklagte Mar Stern wurde freigespro- chen. Der Verurteilte kaufte, wie sich im Verlaufe der Verhandlung herausstellte, große Mengen Obstwein, den er mit Traubenwem verschnitt und dann als Traubenwein verkaufte.
28. 9.
29. 9.
Nachbörsenkurse gegen 31'. Uhr
178.—
175.75
9
28. 9.
160.—
167.—
200.62
198 —
190.—
1R5.—
Credit...........|
188.—
181.20
Diskonto..........
184.75
182.—
176.—
171.20
Deutsche Bank ....
259.12
254.87
191.75
190.—
Berliner Handelsges.
165.12
162.50
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Dresdner Bank ....
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Darmstadter Bank. .
124.25
123.50
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ASchaaffh.Bankver.
134.62
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Nationat-Bank.....
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Russische Bank....
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Petersb. Int Hndlsb.
205.12
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131.50
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Oesterr. Staatsbahn
155.50
154.—
203.25
198.50
Lombarden........
20.62
19.87
665.—
665 —
Prinz Heinrich-Bahn
144.87
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443.75
438.75
Baltimore.........
96.75
95.37
242.25
240.-
Canada ...........
226.75
224.87
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154.50
Lübeck—Büchner ..
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280.50
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139.25
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Schantungbahn ....
119.—
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93.50
Warschau—Wiener.
202 —
194.26
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Hamburger Paketf.
1.30.25
127.25
207.—
205.-
Norddeutscher Lloyd
95.—
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244.30
238.60
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184.25
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253.90
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4°/0-ige Russen v.1902
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153.—
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165.10
148.50
84.-
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82*62
163.25
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234. —
230.50
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157.-
155.-
139.50
137.50
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187.37
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217.50
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92.70
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87.60
4u/o-ige Preuß. Cons.
101.70
101.60
Banken
8* gePreuß.Cons.
92.—
91 90
28. 9.
29. S.
B^-ige Preuß. Cons. lVs°/o-$ge äußere Argentinier .......;
82.30
82.10
Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank . . . -
165.20 123.75 259.5 r
163.—
123.60
255.60
von 1898........
98.75
98.60
Diskonto* Command.
184.25
182.25
4°/ n-ige Griechische
Dresdner Bank ...
154.25
153.—
Monopolanl. . . . .
50.1C
42.50
Mitteldeutsche Pri-
125.25
124.75
4‘/jiu/e-ige Japaner .,
96.31
96.-
vatbank........
«Mvü. Ital..
- -
National-Bank.....
128225
121^
-Mexikaner <
4°'"-ige österr. Gold.-
ss^o
99.50
Oesterreich. Credit
199.—
Petersburger Intern Handelsbank ..
201.25
- ~~
-«LS...........
97^C
E7.4C
'*00.10