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.Schön ist sie, da hat Taptta recht* ... murmelte er nach einer Weile. »Aber ich mag diese zimperliche» Frauenzimmer nicht leiden .. na, wir werden ja sehen. Mambo schenk ein.*
Ein Glas nach dem andern trank er in hastigen Zügen. Seine Stirn röter» sich, seine Augen blickten stier vor sich bin, schwer lag seine Faust, die noch immer die Reitpeitsche hielt, auf dem Tische.
Regungslos, wie ein Bild des Bösen, stand der Schwarze hinter seinem Jtücfen.
Siebentes Kapitel.
Mehrere Tage sah Erika Herrn Gehling nur während der Mahlzeiten. Sie hatte von deut ersten Abend einen unangenehmen Eindruck von dem Charakter des Vaters ihrer Zöglinge mitgenommen, wenn man sie jedoch nach dem Grund gefragt hätte, so würde sie um die Antwort verlegen gewesen sein. Auch mußte sie sich sagen, daß ein Charakter unter den Lebensumftänden Gehlings sich anders, herrischer und sogar brutaler gestalten mußte, als inmitten einer alten Kultur und hochgespannter Zivilisation.
Ueber das Benehmen Gehlings ihr gegenüber konnte sie sich auch nicht beklagen. Er begegnete ihr höflich und achtungsvoll und sprach ihr seine Anerkennung über die Fortschritte aus, welche seine Kinder nach jeder Richtung hin unter ihrer Leitung machten.
Nach einigen Tagen sagte er während deS Mittagessens: „Gettha hat mir erzählt, Fräulein von Webel, daß Sie sich während meiner Abwesenheit fleißig im Retten geübt haben und eine tüchtige Reiterin geworden sind.*
Erika errötete leicht.
„Ich hoffe,* entgegnete sie, „daß ich damit nicht gegen Ihre Befehle gehandelt habe ...*
„Im Gegenteil.* sagte er lebhaft. „Es freut mich sehr, daß Sie die Gelegenheit ergriffen haben, retten zu lernen. Das ist durchaus
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der sie im Auge behalten hatte, er- gnff chr Handgelenk und preßte es fo fest, daß sie mtt einem Schmerzensschrei das Messer fall« ließ und zu seinen Füßen niedersank, ^Dote mich tttcht,* jammerte sie.
Gehling versetzte ihr mtt der Reitpeitsche, affJ'V6äT.Sessel hing, einen scharfen Httb Schultern, daß sie schmerzhaft zusam-
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war, als die gewöhnlichen Kleider. Dazu trug Erika eine weißwollene Sportmütze. Dennoch stand ihr dieses einfache Kostüm vorzüglich: es hob ihre schlank-kräftige Gestalt vorteilhaft hervor und ihr Antlitz sah unter der weißen Mütze mtt dem wallenden Schleier noch einmal so blühend und rosig aus.
verschlang sie mit seinem glühenden Blick, den er jedoch unter einem gleichgiltigen Wesen zu verbergen suchte.
Nach wenigen Minuten saß man im Sat- . Gehling ritt seinen großen Rappen, ein edles Jagdpferd irländisch^nglischer Zucht; Gettha lachte vergnügt und felig von ihrem Pony zu Erika hinauf, deren Pferd mutwillig tänzelte und mit dem Gebiß spielte, daß die Schaumflocken herumflogen.
Nikodemus folgte auf einem braunen, sehnigen Klepper, der im Lande gezogen worden war und große Ausdauer, wenn auch weniger Schnelligkeit besaß.
So ritt man hinaus in die Steppe, begleiiet von einigen lustig fläffenden Hunden.
Die Regenzeit war noch nicht lange vor- über und die Steppe mit ihrem üppigen Gras- wuchs und den vereinzelt stehenden Baum- ^uppen prangte noch in ftischem Grün. Wol- kenlos wölbte sich der stahlblaue Himmel über der wellenförmigen Ebene, die im Norden und Westen von einer dunklen Gebirgskette umsäumt wurde, während sie sich im Osten und Süden in dem Dunst der Ferne verlor. Bunte, seltsame Schmetterlinge gaukelten von Blume zu Blume; die Bienen umsummten die blühen- r ■TL9nnJjeItbaume und Oleanderbüsche; ein leichter Westwind säuselte über die Steppe und ließ das hohe Gras auf- und abwallen, wie die Wogen eines Ozeans. Der würzige Dust U?n Tausenden von Blumen und Blüten erfüllte dre Luft.
toar bon der größten Aufmerksam- flit Enka gegenüber. Er machte sie auf alles Bemerkenswette aufmerffam; auf den großen i Gemüsegarten, in dem. Dank der Bewässenma. ■
bauernb und doch fromm wie ein Lamm. Ich batie ihn für Gettha bestimmt, doch ist Gettha Sj“ ftetn, um ihn reiten zu können. Sie Wurden mir einen Gefallen erweisen, wenn Sie das Pferd benutzen wollten *
über seine Aufmerksamkeit. 2un Nachmittag führte er ihr das Pferd vor, ein schönes, edelgezogenes Tier, aus dessen .lugen ein fanftcS Feuer sprühte, während sein «emer Huf ungeduldig den Boden schartte. „ '^1C Gazelle .. so habe ich das Pferd ge- .. ist mebrere Tage nicht geritten wor- L saSte Gehlmg. „Nikodemus soll sie erst ttwas abtraben, ehe Sie in den Sattel stergen.
»Ich glaube, das ist nicht nötig, Herr Geh- entgegnete sie lächelnd. „Ich gettaue mich schon, mtt Gazelle fertig zu werden * .. k das Pferd heran, liebkoste es
und reichte ihm ein Stückchen Zucker. Die Gazelle tat ganz vettraut und ließ sich die Liebkosungen Erikas gern gefallen.
••• sagte Gehling lachend, „manmerkt, daß die Gazelle in Kapstadt als Damenpferd gegangen ist.*
re9 dem Pferd den Damen- sE auf Wenn es Ihnen recht ist, Fräulein von Webel, machen wir einen kleinen Spazier- E. Ich habe draußen im Viehkraal zu tun, wollen Sie mich begleiten?*
»Gern ... wenn Gettha mitkommen darf.* Gehlings Auge streifte sie mit einem flüchtigen, doch scharfen Blick.
„Wenn Sie es wünschen, kann Gettha mit- kommen,* sagte er dann. „Auch Nikodemus soll mitfommen. Sind Sie nun zufrieden?*
»Gewiß ... verzeihen Sie, wenn ich* ...
„Bitte ... hat nichts zu sagen. Sie werden Mich sttts bereit finden, Ihren Wünschen entgegenzukommen. Ich weiß, was ich einer Dame Ihres Standes gegenüber schuldig bin.* Damit wandte er sich ab und gab die nötigen Befehle.
Enka begab sich in das HauS, um ihr Rett-
»Ich werde dich bis aufs Blut peiffchen lassen, sprach er drohend, „wenn du es noch einmal wagst, gegen mich mffzubegehre-l, du TMelsdirue. Hab' ich dich deshalb aus dem Schmutz gezogen, daß du mir jetzt drohen willst? Nimm dich in Acht, Mädchen. Oder es könnte dir schlecht ergehen.*
„Habe Mitleid mit mir,* flehte sie.
„Ich habe Mitleid mit dir, du wilde Katze Aber mich darfst du nicht mit deinen Krallen kratzen wollen, sonst werde ich dir zeigen, !ver dein Herr ist. ... Jetzt geh in die Küche.*
»Laß mich bei dir bleiben . ..*
„Nein ... ich mag dich jetzt nicht Da kommt Mambo mtt dem Wein ... ich will noch ein Glas trinken und dann zur Ruhe gehen. Marsch fort und merke dir, was ich dtt gesagt habe.*
Sie ergriff feine Hand und küßte sie demütig. Dann schlich sie sich d-cvon.
Mambo füllte seines Herrn Becher mtt dem feurigen Wein; Gehling leerte das Glas auf einen Zug; dann zündete er sich eine Zigarre an, dampfte stark und sah uachdenllich den blauen Rauchwolken nach.
die Gehling eingeführt hatte, alle europäischen Gemusearten trefflich gediehen, aber auch Melonen, Tomaten, Weintrauben der Reife entgegenschwellten; auf die Mais- und Hafer- selder, an denen man vorüber kam, und auf andere Schöpfungen feines Fleißes und feiner Umsicht. (Fortsetzung folgt.)
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Die Ehe durch ... die Druckpresse.
Ein fast ttagttomisch anmutendeS Beispiel von der grenzenlosen Hingabe eines Redakteurs für die Interessen seines Blattes liefert em wackerer russischer Journalist, ein Redakteur des „Kuriers von Odessa*. Das Blatt hat einen großangelegten Fischzug nach Abonnenten emgelettet und ist dabei auf eine höchst originelle Idee gekommen: Die Bürger Odessas und der Umgebung werden mit Probonum- mern des geschäftseifrigen Blattes versorgt das tm Hinblick auf feine Leserinnen folgende' -ungewöhnliche Ankündigung enthält, die in der Ueber, etzung wörtlich wiedergegeben sei: „Herr Boris Ghs, Redakteur des Kuriers von Odessa, hat sich bereit erklärt, seine Person dem Schiedsipruch eines Redaktionskollegiums zu unterwerfen. Herr Boris GhS, ein höchst vornehmer, junger Mann, verpflichtet sich, drei Monate nach Erscheinen dieser Ankündigung eine Abonnentin des Kuriers von Odessa zum Altar zu führen. Reichtum, Armut, Jugend und Alter spielen bei dieser Ehe- schließung keine Rolle, die betteffende Dame wird ohne Ansehen der Person durch das Los bestimmt Der Verlag deS Kuriers von Odessa verpflichtet sich dabei, Herrn Boris GHS vom Tage dieser Heirat an ein monatliches Stipen- °'um von zweihunderffünfzig Rubeln auszn- LÄ Außerdem wird der Verlag der durch das LoS bestimmten Braut eine Heiratsgabe ^Werte von fünfhundert Rubeln über- f^wen. , Alle unverheirateten Abonnentinnen des Kuriers von Odessa sind also feierlich ein- geladm, sich in die Liste der Damen eintragen zu lassen, unter denen dann das Los bestim- W" tvird, wer den „höchst vornehmen, jungen Mann zum Gemahl erhält . . ,
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Das Geheimnis der Genickstarre. -
Wertvolle Aufschlüsse über das Wesen und die Entstehung der violgefürchteten Kinderlähmung, der sogenannten Polio-Myelitis wird ein amtlicher Bericht der englischen Arzte- kommission bringen, der unmittelbar vor der Beroffenlllchung steht. Unsere Kenntnis über
Wesen der Kinderlähmung war bisher ziemlich durstig; die neuen Studien und Beobachtungen der englischen Mediziner werden den folgenschweren Beweis für die enge Verwandtschaft dieser furchtbaren Kinderkrankheit der G e n i ckst a r r e erbringen. Als vor drei Monaten in Devonshire die Seuche aus- brach, glaubte man es anfänglich mit einer ®Htemie von Fleckentyphus zu tun zu haben. Gewisse ungewöhnliche Symptome beim Ausbruch der Krankheit veranlaßten jedoch Dr R E. Reece zu genaueren Beobachtungen und Forschungen, aus denen hervorgeht, daß die Kinderlähmung mit der Genickstarre eng verwandt, wenn nicht gar identisch ist. Schon ber der großen Kinderlähmungsepidemie, die im Jahre 1908 Newyork heimsuchte, und bei der mehr als zweitausend Krankheitsfälle beobach- !^?"rden, war der Verdacht aufgetaucht, daß selbst die in England bisher nur vereinzelt auf- tretenden Fälle auf Ansteckung durch einen Ba- tiffuS zurückzuführen seien. Bis vor kurzem neigte man gewöhnlich dazu, die Lähmungserscheinungen auf Erkältungen, auf plötzliche Nervenerregungen oder auf Stöße und Fälle zu- ruckzuleiten.
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