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Nr. 240. 1. Jahrgang.

Casseler Neueste Nachrichten

Handelszeitung

14. 9.

13. S. 14. 9.

Berliner Kursbericht

13. u. 14. September 1911, nachmittags 3 Uhr.

(deutsche Stücke) 156.50

13. 9. 14. 9.

13. 9. 14.9.

14. 9.

WarschauWiener .1203.

Londoner Börse

90.90

90.75

(Anfangskurse).

22.29

Prinz Heinrich-Bahn 146.30| 145.10

77.62

99.-

206.90 205-

1

97.75

89.10

172 25

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18450

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223.

201.75

Rhein!. Stähl Allg. Elektr.-Ges. Siemens L Halske Deutschüebersee Ges. f. elektr. Untern. Dynamit-Trust Gr. Berliner Str.-B Tendenz:

31/ fester

Russ. Bank für aus­wärt. Handel.... Otavi-Minen South -West - Afrika

97.75

89.20

13. 9.

3.67

13. 9.

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123.-

14. 9.

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123.

156.25

172.25

93.10

als bis sie neben der baupolizeilichen Erlaub­nis noch eine besondere Genehmigung des Landrats als Vorsitzenden des Kreisausschus­ses erhalten haben, ist zugleich gröbere Sicher­heit dafür gegeben, daß die betreffenden Häu­ser auch praktisch im Grundriß und gefällig im Aeußeren werden. **

178 171.90 189 193*25 177 10 193 110 126* 176.10 151. 163. 173.50 132.50 206.- 654.- 440.50

Pennsylvania

Südösterr. Lombard

Oesterr. - ungarische

Staatsbahn......

Wechsel.

13. 9.

Konsols . 4®,*c Argentinier . . 3% Deutsch. Reichs-

98.20

224.90

155.62

262.75 235

173.50

177.25

178.75

193.50 schw.

Banken.

13. 9. 14. 9.

Gericht und Recht.

** Der Hausdiener als Dieb. Gestern saß der Hausdiener Otto Gustav P. von hier auf der Anklagebank der Casseler Strafkammer. Er hatte sich wegen verschiedener Diebstähle zu verantworten. Die Anklage legt ihm zur Last, eine Brosche, eine Ehejubiläumsmedaille und eine Pendeluhr im Gesamtwerte von un­gefähr einhuudertundfünfzig Mark, ferner eine Brillant-Brosche im Werte von ungefähr zwei­hundert Mark aus einer Kuranstalt entwendet zu haben. Der Angeklagte leugnet die Dieb­stähle; er will die Sachen von einemUnbe­kannten" gekauft haben. Der Staatsanwalt be­antragte unter Zubilligung mildernder Um­stände eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Das Gericht erkannte je­doch nur auf eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten.

** Ein Beleidignngsprozetz. Der Schnei­dermeister M. aus Wiesbaden wurde zu 20C Mark Geldstrafe, Kosten und Publikation der Strafe verurteilt, weil er dem rweiten Vor­sitzenden des Deutschen Schneiderverbandes den Vorwurf gemacht hatte, er habe für einige braune Lappen die Arbeiterlobnbewegung bei der Firma Scheuer und Plaut tu Mainz zu­gunsten der Firma unterdrückt.

WArige österr.

Silberr. Jan.Juli 4%-ige Russen von 1902

Am Ser Heimat.

Die heimische Bauweise.

In dem vom Kreisausschuß des Kreises Schlüchtern herausgegebenen Verwal­tungsbericht des Kreises wendet Landrat Va­le nt in er seine Aufmerksamkeit auf die Förderung der heimischen Bau­weise. Er schreibt:

Die vom Kreisausschuß angeschafften Baupläne des Hessischen Ern st Lud­wig-Vereins zur Errichtung billiger Wohnungen werden mehr und mehr benutzt. Auch zeigen sich Bauunternehmer und Bauher­ren in steigendem Maße den Ratschlägen des Landratsamtes und der Kreisbauinspektion für die Verbesserung ihrer Bauentwürfe zugäng­lich. Jedoch auch unabhängig hiervon ist in letzter Zeit eine Anzahl Wohnhäuser entstan­den, die die bisherige unwirtschaftliche und unschöne Schablonenbauart nach Vorstadt­mustern vermeiden. Neuerdings sind auch einige Stadt- und Landgemeindeverwaltunaen und die Baugenossenschaft in Steinau bemüht, im Verein mit der Kreisverwaltung eine hei­mische Bauweise im besten Sinne des Wortes zu fördern. In manchen Stadtteilen und Dör­fern beginnen bereits die zahlreichen, neuen, gefälligen Bauten dem Ortscharakter ihren Stempel aufzudrücken. Die alte Klage, daß manche Bauunternehmer und berufsmäßig mit der Anfertigung von Bauentwürfen beschäf­tigte Persönlichkeiten es immer noch ver­schmähen. die ihnen vom Kreisausschuß und einigen Stadtverwaltungen kostenlos zur Ein­sicht und Abzeichnung überlassenen Pläne zu benutzen oder selbständig ebenso gute Ent­würfe zu fertigen, ist leider noch immer be­rechtigt. Die Bemühungen, die alten, freund­lichen Fachwerkbauten bei notwendig werden­den Reparaturen von Putz und Tünche zu be­freien, mit der diese Häuser etwa seit zwei Jahrzehnten mehr und mehr verklebt wurden, nm einenmassiven" Eindruck zu erwecken, ha­ben einige weitere Erfolge gezeitigt. Eine Einrichtung, die möglicherweise berufen sein wird, sowohl in gesundheitlicher wie in wirt­schaftlicher Beziehung genügende, als auch die Erscheinung der heimischen Bauweise wieder mehr betonende Wohnhäuser in größerer An­zahl herzustellen, beruht auf einem Beschlüsse des Schlüchterner Kreistages. Hiernach über­nimmt der Kreis Schlüchtern die Bürgschaft für Baudarlehen, die von der Landesversiche­rungsanstalt Hessen-Nassau gewährt werden, und die Kreissvarkasse übernimmt die notwen­dige Vermittcluna. Hierdurch können solide Leute, sofern sie bei der Landesversicherungs- anstalt für Alter und Invalidität versichert sind, auf sehr erleichterte Weise in den Besitz eines eigenen Heims gelangen. Dadurch aber, daß die Bauten nicht eher belieben werden,

Bahnen.

LübeckBüchener . Baltimore ....... Canada-Pacific

241,- 166

280.50

139.50

93.90 94.

209. 245..40 156.-

169.25 153.90

85.-

235.90 110. 217.10 216.50 102.50

63.50

187.-

Bescheidene ZMdende.

Die Aktionäre der Panzer-Aktiengesellschaft werden auch in diesem Jahre voraussichtlich eine Enttäuschung erleben. Die Dividende fällt allem Anschein nach wesentlich geringer als im Vorjahre aus. Dieser Schluß kann schon aus der bedeutenden Kursermäßigung gezogen werden, welche die Aktien in der letzten Zeit erfahren haben. An der Börse hat man infolge dieser Entwertung der Aktien vielfach schon da­mit gerechnet, daß keine Dividende für das am 30. Juni ablaufcnde Geschäftsjahr zur Vertei­lung kommen werde, ja, daß man man sich auf eine Unterdilanz gefaßt machen müsse.

Die Panzer-Aktiengesellschaft betreibt in erster Linie die Fabrikation von Geldschränken, Stahlkammern und ähnlichen Einrichtungen. Schon seit einiger Zeit verlautete, daß der Ge­schäftsgang nicht mehr so günstig sei wie vor einigen Jahren. Anscheinend hat die schlechte Geschäftslage der letzten Jahre den Bedarf nach Geldschränkcn und ähnlichen Einrichtun­gen zur Aufbewahrung großer Kapitalien we­sentlich vermindert, wenn nickt etwa die Ge­sellschaft gegenüber ihrer Konkurrenz ins Hin­tertreffen geraten sein sollte. Der Gesellschaft steht die Banksirma Koppel u. Co. nahe, die außerdem auch die Auer-Gesellschaft patroni- siert. Diese Bankfirma ist an der Börse dadurch besonders bekannt, daß sie über die ihr nahe­stehenden Gesellschaften keine Auskünfte gibt und die Aktionäre bis zum letzten Augenblick in Ungewißheit über das Jahreserträgnis läßt. Höchst selten schwingt sie sich einmal einer Auskunft vor der Zeit aus. Dieses findet aber nur in solchen Fällen statt, wo sich die Bankfirma einen besonderen Vorteil von der Auskunfterteilung versprechen kann.

Vor einigen Jahren hat die Panzer-Gesell­schaft nach einer Sanierung infolge zu hoher Bewertung der eingeSrachtcn Vermögensstücke 18 Prozent Dividende verteilen können. Dann ging es jedoch langsam herab, bis jetzt anschei­nend der tiefste Punkt wieder einmal erreicht ist. **

4%-ige Türken von

1905 Türken-Lose 4°/0-ige Ungar. Goldr. 4°/o_i"e Ungar. Kro­nenrente 4°/0-ige Mosk.-Kasan 4°/0-ige Russ. Süd-

Ostbahn 1897 ....

teleuropa, und dann das Wiederauftretcn und Eingreifen des bekannten Pariser Zuckerspeku­lanten Santa Maria. Seine Manipulationen haben in den letzten Tagen noch mehr als in der Vorwoche die Preisgestaltung am Zucker­markt beeinflußt. Wie sich die weiteren Preis- Verhältnisse am Zuckermarkt gestalten werden, dürfte in erster Linie von der Entwicklung der Rüben und den spekulativen Transaktionen abhängen. Die Aussichten für die Rübenernte in Deutschland gelten nach wie vor infolge der anhaltenden Trockenheit als recht ungünstig; diese trüben Aussichten sind allerdings schon bis zu einem gewissen Grad in dem derzei­tigen Preisniveau eskompiert.

g? Rheinstahl. Nach dem Phönix veröffent­licht jetzt auch die Verwaltung der Rheinischen Stahlwerke ihren Abschluß für das Geschäfts­jahr 1910-11. Sie hat in diesem einen Rein­gewinn von 3,63 Millionen Mark gegen 2,85 Millionen Mark im Vorjahre erzielt. Und zwar betrug der Rohgewinn 6,57 Millionen Mark gegen 5.88 Millionen Mark. Davon gehen aber die Abschreibungen mit 2,76 Millionen Mark gegen 2,72 Millionen Mark ab, sowie die Ueberweisungen an das Hochofenerneuerungs­und Delkredere-Konto mit 0,18 Millionen Mark gegen 0,30 Mill. Mk., sodaß der oben erwähnte Reingewinn bleibt. Aus diesem schlägt die Verwaltung die Verteilung einer Dividende von 8 Prozent gegen 7 Prozent vor. Die Di­vidende erfordert diesmal 3,20 Millionen Mark gegen 2,45 Millionen Mark, da diesmal an der Dividende 40 Millionen Mark Aktienkapital gegen 35 Millionen Mark teilnimmt. Nach den Tantiemen und Reserveftellungen verbleiben zum Vortrag auf neue Rechnung 0,28 Millionen Mark gegen 0,24 Millionen Mark. Der höhere Gewinn wird also fast gänzlich durch die hö­here Dividende in Anspruch genommen.

fi? Australische Butter für Europa. Der euglifche DampferMivoltcm" traf, von Australien kommend, in Marseille ein. Das Schiff führt die erste Sendung australischer Butter für Europa an Bord. 200 Zentner sind für Frankreich bestimmt, während 4800 Zent­ner Butter nach London weitergehen.

S? Die heutige Berliner Fondsbörse. sPrivattelegramm.s Die Tendenz der heutigen Börse war von Beginn an -ine rela­tiv festere, da die gestern an der Rachbörse ver­breiteten ungünstigen Gerüchte keine Bestäti­gung gefunden haben. Infolgedessen blieb auch der schwache Verlauf der gestrigen Newvorker Börse eindruckslos. Am meisten profitierten die Banken. Montan-Werte waren zunächst vernachlässigt und erst im weiteren Verlause befestigt. Canada waren vorübergehend er­mattet, da verlautet, daß in London Exeku- tionsverkäufe für einige kleine insolvente Mak­ler stattgefunden haben. Der Schluß war ein­heitlich befestigt, da die Befürchtung, daß die Bank von England ihren Diskont beraufsetzen würde, sich als unbegründet herausgestellt hat. Tägliches Geld war zu 24 Prozent erhältlich. Privatdiskont war zu 3% Prozent zu haben.

S? Reichsschuldentilgrmc Am 1. Oktober soll der Anfang mit der Tilgung der Reichs­schulden gemacht werden. Auch bisher fand zwar eine Tilgung der Reichsschuld statt. Sie stellte aber nicht in eigentlichem Sinne eine Til­gung dar. Vielmehr wurde der Anleihebe­trag, der nach den Etatgesetzen zu tilgen war. von der Summe der neuen Anleihen vorher abgezogen. Es gelangten darnach soviel An­leihen weniger zur Emission, wie getilgt werden sollten. Vom li Oktober an soll es jedoch an­ders gehandhabt werden. Die Anleihen, die getilgt werden sollen, werden jetzt wirklich eingelöst oder am offenen Markte zurückgekauft. Von dieser Nachfrage verspricht man sich all­jährlich eine günstige Einwirkung aus den An­leihekurs. der ja bisher alles zu wünschen übrig läßt. Den Anfang macht die Regierung jetzt bei der Einlösung der am 1. Oktober fäl­ligen vicrprozentigen Schatzanweisungen, die nicht gegen Anleihen umgetauscht, sondern bar ausgezahlt werden sollen, und zwar im Be­trage von 40 Millionen Mark.

g? Neue SchiffabrtSlinie. Die Rhederei Horn in Hamburg, die am Ende des Vor­jahres ihre Adria-Linie an die Deutsche Le­vante-Linie verkaufte, richtet jetzt einen neuen Dienst Hamburg-Wesiitalien-Sizi- lien ein; sie dringt damit in das seit Jahr­zehnten von der Sloman-Rhederei allein be­hauptete Gebiet, ein.

e? Die Preissteigerung am Zuckermarkt. Unsere Hausfrauen haben seit einiger Zeit die unangenehme Erfahrung machen müssen, daß auch der Zucker im Preise mächtig in die Höhe geschnellt ist. Zwei Momente haben die schon seit einigen Wochen scharf ansteigende Preisbe­wegung am Zuckermarkt beschleunigt: Einmal das Anhalten der der Entwicklung der Zucker­rüben ungünstigen trockenen Witterung in Mit-

ötzM Md Mei.

< Das internationale Schachturnier in 1 Karlsbad. Die 17. Runde brachte wieder einige Ueberraschungen. Rotlewi besiegte sei- j ncn. Partner Perlis und übernahm damit die Fühlung. Im übrigen siegten Rubinstein ge­gen Löwenfisch. Marshall gegen Salwe, Spiel- mann gegen Erich Cohn, Duras gegen Chajes, Riemzowitsch gegen Johner. Fahrnie gegen ' Costic, Rabinowitsch gegen Chotimirski, Tar- M takower gegen Sückting, Jaffa gegen Leon-L Hardt. Unbeendet blieben die Partien Teich»W8 mann-Alechin. Schlechter-Burn. Bidmar-Ala-M pin. Rotlewi hat die Führung mit 12% Ge- S winnpunkten vor Teichmann, der noch zwei Hängepartien zu erledigen hat, mit 11;^, | Schlechter 11%, mit noch einer Hängepartie, Marshall 10%, Rubinstein 10, Alechin und Spielmann mit 9% Punkten. Rubinstein und Alechin haben gleichfalls nach je eine Hängp- 1 Partie. An letzter Stelle fteben Johner uM Rabinowitsch mit je 5% Punkten.

< Vollmöller Sieger im Sckwabenflug? Der Schwäbische Ueberlandilug erreichte am Mittwoch mit der Etappe Ulm-Friedrickshasen seinen Abschluß, nachdem am Dienstag in Ulm Schauflüge veranstaltet worden waren. Den längsten Flug vollführte Vollmöller (Et- rich-Rumpler-Taube), den besten Höhenflug Hellmuth Hirtb (Etrich-Rumpler-Taube). Von den noch in Konkurrenz befindlichen fünf Fliegern haben vier am Mittwoch vormittag die letzte Etappe glatt beendet. Als Erster traf in Friedrichshafen Hirtb ein, dann folgten Vollmöller, Hofmann und zuletzt Lindpaiutner mit Leutnant Hailer als Passagier. Außer die­sen vier beabsichtigt noch Jeannin in Ulm zu starten. Der definitive Sieg im Schwaben- kluge scheint Vollmöller sicher zu fein, der be­kanntlich im Deutschen Rundfluge um den B. Z.-Preis der Lüfte den zweiten Platz belegte.

K Cuer durch Amerika tot Aeroplan. Der geplante Aeroplänflug durch Amerika, den der amerikanische Aviatiker Fowler von St. Franzisko aus angetreten hatte, um von dort nach Newyork zu fliegen, hat ein schnelles Ende gefunden. Nach Zurücklequnq von 142 < Kilometern stürzte Fowler bei der Ueber- auerung eines Gebirges a b. wobei seine Ma­schine in Trümmer ging. Fowler selbst blieb unverletzt.

Weizen. Tendenz: » Sept .

, Okt .. . Roggen, Tendenz

, Sept . . .

. Okt . . .

Hafer. Tendenz:

, Sept ....

. Okt Mais, Tendenz: .

Sept ....

, Oki.....

Rüböl, Tendenz:.

, Okt ... . . Dez. ....

o°o Wabern, 14. September. (Endlich gefaßt.) Im nahen Dorfe Hebel konnte ein Mann verhaftet werden, der in letzter Zeit mit einigen Genossen in benachbarten Orten eine Reihe von Einbruchsdiebftählen verübt hat.

r?n Melsungen. 14. September. (Die För­derung der Jugendpflege.) Gestern nachmittag fand im Interesse der Jugend- pflege aus der Freundschastsinfel das erste Spiel- und T u r n f e st für die Schulen unseres Kreises statt. Insgesamt 520 Schüler hatten sich mit ihren Lehrern eingefunden. In gefchlossenem Zuge bewegte man sich unter den Marschweisen von vier Tamvourkorps nach dem Festplatz, der von zahlreichen Schaulustigen angefüllt war. Zuerst wurden fünf Freiübun­gen vorgenommen, die gut klappten und ein schönes Bild boten. Alsdann folgten die Ein­zelwettbewerbe im Lausen über 100 Meter, Handballwerfen und Weitsprung. Es wurden gutS Leistungen erzielt und konnten an eine Anzahl jugendlicher Welturner in jeder Uebung Eichenkränze verteilt werden. An dem Wett­turnen nahmen 33 Schulen mit etlichen 66 Schülern teil. Hieran schloß sich Barkauf und Schlagballspiel, bei welchen in Gruppen von je 12 Knaben einer Schule gegeneinander ge­spielt wurde. Die Gegner wurden durchs Los bestimmt. Auf die siegenden Schulen entfiel ein Diplom, während die Mannschaften der­selben mit einer blau-weißen Sckleise bedackt wurden. Die Preisverteilung wurde imHessi­schen Hoft vorgenommen, bei der Landrat von Aschoff, der eifrige Förderer der Be­strebungen zu einer gründlichen Inangriff­nahme der Jugendpflege eine Ansprache an die Jugend und das Lehrerkollegium hielt.

§>o Kirchhain, 14. September. (D i e Obst­ernte.) Die Obsternte bringt in diesem Jahre für den Kreis Kirchhain kaum eine Mittelernte und sind die Preise (da hier viel bessere Sorten von Kernobst angebaut sind) reichlich hock. Für bessere Sorten wie gelber Richard, Goldpar­mänen. Cdelapfel, werden sünfzehn bis achtzehn Mark für den Zentner gefordert und auch be­zahlt. Für Zwetsckun werden pro Zentner fünf bis sechs Mark gelöst.

o°o Kirchhain, 14. September. (D i e B a u - tätigtet! im Sommer.) Die Bautätigkeit in der Stadt und dem Kreise Kirchhain war in diesem Jahre ziemlich lebhaft. Sämtliche Bau- geschäftc waren während des ganzen Sommers gut beschäftigt und auch jetzt noch liegen ein­zelne größere Aufträge vor. Besonders große Gebäude sind zwar nicht errichtet worden, doch boten die zahlreichen Umbauten und Neubau­ten von Wohn- und Oekonomiegebäuden den im Kreise Kirchhain vorhandenen Bauhand­werkern lohnenden Verdienst.

o°o Hersfeld, 14. September. (Eine zeit­gemäße Aufforderung.*» Auch in die­sem Jahre erläßt das Königliche Sandratsamt an die Kreisbewohner die Aufforderung, bei Ausbewabrung der Streichhölzer die größte Vorsicht walten zu lassen und dafür zu sorgen, daß solche nicht in den Besitz unverstän­diger Kinder gelangen können. Die Aufforde­rung ist auch mit Rücksicht auf die bald begiun- nenbe Zeit des Viehhütens ergangen, denn manches Unheil ist hierbei durch Änzünden von Feuern auf dem Weideplatz augerichtet wor­den. Eine ganz erhebliche Zahl'von Bränden ist alljährlich auf unvorsichtiges Umgehen mit Streichhölzern durch Kinder zurückzuführen.

&> Schlüchtern, 14. September. (Sie jüng­sten Lehrer.) Die Entlassungsprü­fung am hiesigen Lehrerseminar hatte folgen­des Ergebnis. Dreiunddrcißig Kandidaten be­standen die Prüfung, drei davon waren vom Mündlichen befreit, zwei Prüflinge haben nicht bestanden.

o°o Wiesbaden, 14. September. (Streiks ohne Ende.) Die Schlosser und Oberlei­tungsarbeiter derSüddeutschen Eisenbahnge­sellschaft" sind jetzt ebenfalls wegen Lohnforde­rung und Entlassung eines Kollegen in den Ausstand getreten. Da die betrefsenden Ar­beiter an Sonntagen Aushilfsdienste leisten müssen, dürfte die Erweiterung des Verkehrs am kommenden Rennkonntag, an dem zugleich auch Schiersteiner Kirchweih stattfindet, in Frage gestellt sein.

Dransfeld, 14. September. kD e r nächtliche Besuch im Gaußturm.) Im Gaußturm auf dem Hohen Hagen ist in der vorletzten Nacht ein Einbruch verübt worden. Der Einbrecher, der sich schon am Tage vorher in der Nähe des Turmes umbergetrieben hat, erbrach die Türe des Turmes, die dadurch schwer beschädigt worden ist. Ihm fiel aber keine große Beute in die Hände. Einige Le­bensmittel. darunter besonders Schokolade, und fünf Mark bares Geld waren das ganze

fest . 207. . 208.75

Dynamit-Trust Esch weil er Bergwerk Geisweider Eisen... Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Gr. Berlin. Str.-Bahn Gr. Casseler Str.-B. Hamburger Paketf. . Harpener Bergbau . Hartmann Masch... Hasper Eisen Herkulesbr. Cassel . Hirsch Kupfer Hohenlohewerke... Hofmann, Wggf.

Kölner Bgw.

König Wilhelm conv. LaurahÜtte Ludwig Loewe & Co. Neue Boden-Ges.... Norddeutsche r Lloyd Oberschl.Eisnb.-Bed. Orenstein & Koppel Phönix Bergbau .. . Rhein. Stahl Rombacher Hütte .. Schuckert Elektr. .. SiegenSolingen .. Siemens & Halske . Stahl & NÖlke Stolberger Zink. ... Vorwohl. Porti. Zem. Wenderoth Westf. Stahlwerke . Wittener Guß Zellstoff Waldhof..

14. ö

3.61

4.07

11.06

0.99

0.98

27,6

17.56

57.37

6.93

63.25

80/9 schw.

166.25

124.60

258.90

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154.50

125.25

124.-

V. 9

5.75 263.90 493. 189.- 223.50 202.

94.50 252.50 282.- 332.25

169.-

292.50

373.75

Accum ul.-Fabrik

Boese

Allgem. Elektr.-Ges. Badische Anilin. . . . Berl.-Anhalt.- Masch. Bochumer Gußstahl Braunschweiger Jute Brauerei Schöfferhof Casseler Federstahl Concordia Bergbau . Consolidation Deutsche Linoleum-

Wachs

Dortmunder Union C. Donnersmarckhütte. Deutsche Spiegel-

Glas

Fastrands . . . Goldfields. . . Modderfontain Geduld . . . Goerz . . . . , Chartered. . . Debeers .... Amalgamated Anaconda. . . Rio Tinto . . .

Otavi. . South Westafrika Tendenz:

anleihe A/O . .

4°/o Russen 5°'o Russen . . . . Atchison Baltimore Canada Southern Pacific . Union Pacific . . .

Erie......

Missouri New-York Central Northern Pacific . Pennsylvania . . . Steel Com Steel Prefe Central Mining,. .

Randmines

fester 183.75

184.25 matt

181.50

182.- : still j

171.50

171.50 still

71.80

72.13

>43. 9. 14. 9.

. 77. «V 77.62

ProiuMörse

(Schlusskurse).

43. 9. 14. 9.

matt.

206.

208.

Berliner Handelsges. Darmstädter Bank . Deutsche Bank .... Diskonto- Command. Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Pri­vatbank

National-Bank Oesterreich. Credit . Petersburger Intern.

Handelsbank ...

13. 9.

179.45 172.50 190. 19.3.25 177.87 194.-

110.- 126.70 176.30 151.- 164.50 173.75

133.

208. 649 50

440.50 242 166.

280 80 140.75

94.30 £4 50

209.75 215.60 156.25 170.75 154.80

82.10 2-35.90 149 217.50 216- 103.

64.10 187.50 2'1.50

lG5. 124.30 259. 184.75 154.40

125.50 123.75

155.25 26225 235. 173. 177. 177.25 193. schw.

88 67

82.

95 25

104.50

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fest 183.25 184.50

beh.

182. 182. gesch 172 - 172.

still 71 3

230.50

111.50

170.50 :

30.62

30.25

105.75

117.75 ;

61.75

70.75

118.75 1

10.62

6.91

88.-

81.75 95.-

104.25 104.25

98.- 227. 107.50 161.

30. 29.50

104.50 116.50

61.25

68.75 118.

10.50

6 82

14. 9.

5.75 263.40 494.50 187-50 223.35 202.75

94.50 253.25

330.50

166

290^50

374.50

Freitag, it>. September mi.

Ergebnis des Raubzuges. In der nicht weil davon gelegenen Arbeitsbudc des Steinbruch­pächters, die der Dieb gleichfalls erbrach, er- beutete er dann noch einige Kleidungsstücke. Das Gaußzimmer hat er nicht betreten. Darin ist ja auch nichts enthalten, was Leute seines Schlages reizen könnte.

o°o Eschwege, 14. September. (In geisti- ger Umnachtung.) Gestern morgen stürmte sich die hier wohnhafte Ehefrau H. in die hin­ter ihrem Hause an der Mangesgasse vorbei- ; führende Werra, in der sie ertrank. Die Leiche wurde von Anwohnern einige Stunden fpäter in der Nähe der Brücke an einem Mast der elek­trischen Leitung hängend aufgefunden und ge­borgen. Die etwa fünfzig Jahre alte Frau ist seit Jahren nervenkrank und hat den Schritt - iedenfalls in einem Anfall von Tiefsinn be­gangen.

So Ostheirn, 14. September. (Feuer im i m D 0 r f.) In der Scheune des Gastwirts Breiten st ein in Ostheim brach Feuer aus, das auf die angrenzende Scheune des Möbel- 3 Händlers Lotz Übergriff und beide Gebäude, wie auch die Stallungen einäscherte. Das Vieh konnte gerettet werden.

Nachbürsenkurse gegen 3. Uhr

13. 9.

14. 9.

203 9 5

202 12

Diskonto..........

183.75

184.25

Deutsche Bank ....

257.87

258.12

Berliner Handelsges.

165.

185.75

Dresdner Bank ....

153.55

154.

Darmstädter Bank. .

124.

124.50

A.Schaaffh.Bankver.

133.25

133.75

National-Bank.....

123.50

124.25

Russische Bank....

152.25

151.12

Petersb. Int. Hndlsb.

20355

205.62

Oesterr. Staatsbahn

Lombarden........

22 12

31.87

Prinz Heinrich-Bahn

145.87

144.75

Baltimore . ........

97.87

,97.37

Canada ...........

Ko4)2

LübeckBüchner . .

.

.

Pennsylvania......

-

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Schantungbahn ....

12<

122.50

WarschauWiener.

yi2.87

201.75

Hamburger Paketf.

126.50

125'87

Norddeutscher Lloyd

93.62

93.87

Hansa............

178.37

177.62

4°/o-ige Russen v.190.1

90.75

99.75

4'/2°/0-ige Japaner ..

.

.

3J/0-ige Keichsanl. . .

82.50

82.75»

Türken-Lose.......

171.50

171.25

T

166.37

Bochumer

222.12

Gelsenkirchen

132.75

192.75

Harpener

1 «6.

Rombacher

170.

16'3.

DeutschLuxemb.

181.12

183 75

Hohenlohe

206 7a 1

205.58

Phönix

241.75)

241.25

. . . .

11.12

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0.99

...

281

. . . .

17.8!

. . .

58L6

7.-

Italien kurz.......

80.40

London vista......

London kurz ......

1 1

1 1

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Paris vista........

81.22

Paris kurz........

-.

Wien kurz ......

- -

84.75

Privatdiskont. ..

37«

07/ " / 8

Fonds.

13. 9.

14. 9.

3Vs"/o-!ge Reichsam. 3°/0-ige Reichsanl...

92.60

92.50

82.75

82.75

4%*ige Preuß. Cons.

102.10

102.10

SVjO/o-igePreuß.Cons.

92 50

92.50

^Arige Preuß. Cons. 41/2°/o-ige äußere Ar­

82.60

82.50

gentinier ........

.

.

41/,%-ige Chinesen

99.80

von 1898........

4®/ o-ige Griechische

Monopolanl......

50.-

50.

41/3°/o-ige Japaner .. 4°/0-ige amorL Hal. . 5°/o*ige Mexikaner .

96.90

96.90

99.20

.

1%-ige österr. Gold­

rente ........ ...

98.

98.25