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Lsffelrr Neueste Mschrichten

3. Berl^

Erster Jahrgang.

Sonntag, 10. September 1911.

Jas Publikum

wagen

RBBBBBBBBBBHBa BSEaHEÖEHBEQ BBBHBSlBBBBBBSiW

M. 25 » 180

Qualitäten

Prinzesskleider

M. 30 bi« 200

Ballkleider

Nur vornehme chice

NI. 28 bis 120

Teekleider

NI. 10 ws 95

Rabatt.

NI. 70 bis 280

NI. 20 bis 200

M. 30 bis 250

Samt-u. Plüschmäntel

NI. 30 bis 200

Abendmäntel

H. Plümer

M.25 120

NI. 5 bis 85

Kostümröcke

NI. 340 b« 50

Unterröcke

tast H-Mttii

Lebensmittelteuerung, die bedrohlichere formen annimmt, hat

8 i » et

Die Immer

Wann hört das Uebel auf?

ES ist kürzlich durch den Polizeipräsidenten erneut darauf hingewiesen worden, daß das Begießen von Blumen auf Ballonen und auf Fensterbrettern verboten und strafbar ist. sofern es eine Belästigung des paffierenden Publikums veranlaßt. Trotz der mehrfachen Warnung gehen die Blumenliebhaber doch noch mit großer Rücksichtslosigkeit vor. Wenn man des abends nach des Tages Last und Hitze friedlich durch die Straßen wandelt, dann be­kommt man plötzlich vom hohen Olymp herab einen kalten Strahl. Ich bin ja selbst ein Blumenliebhaber, ich darf auch ruhig meine Blumen begießen, denn ich tue es vorsichtig, sodaß kein Tropfen zur Erde fällt. Wie pein­lich ist es. wenn zum Beispiel einer Dame im weißen Kleide plötzlich eine Menge Wasser, das sehr oft mit Schmutz durchsetzt ist, auf Hut und Kleid gegossen wird. Es wäre dringend zu wünschen, wenn die Polizei hier mit den schärfsten Maßnahmen vorginge, um endlich einmal diesem Uebel zu steuern. Mahnungen helfen (wie man sieht) gar nicht, vielmehr er­hält man obendrein noch grobe Zurufe. H. H.

Auf die fortlaufend eingehenden Neuheiten gewähre ich gegenüber den bisher üblicher! Preisen die gleichen Rabattsätze.

Der billige Verkauf dauert bis Ende März 1912.

Anfertigungen, Reparaturen, Umarbeitungen

werden zu den bisherigen Preisen prompt besorgt.

auch unser Stadtparlament in seiner letzten Sitzung beschäftigt: leider bat man der so wick-

Hunde als Zugtiere.

In Cassel und seinen Vororten ist die ta- tclnswerte Unsitte, Hunde als Zugtiere zu benutzen, immer noch sehr verbreitet. Dse armen Tiere müssen sich mit schweren Lasten abguälen und werden dabei von ihren Herren häufig noch sehr schlecht behandelt. Ausgemer­gelt bis auf die Knochen, keuchend und halb verdurstet, ziehen sie den Wagen hinter sich her. Bei jeder Witterung müssen sie ihre Arbeit verrichten. Das alles zeugt von sehr wenig Verständnis und Mitgefühl seitens ihrer Be­sitzer. Erstens ist ein Hund »als Zugtier über­haupt sehr selten zu gebrauchen, es sei denn, daß es eine besonders kräftige Raffe wäre. Aber was für Zughunde sieht man da manch­mal. Und zweitens sollte ein jeder vernünf­tige Mensch diesen treuesten Freund, den wir unter den Tieren haben, anständig behandeln, dazu gehört aber auck. daß man ihn nur solche Arbeiten verrichten läßt, die er seiner ganzen Körperbeschafsenheit nach wirklich aushalten kann. Man wird nun einwenden, welches Tier soll uns den Zughund aber ersetzen? Ein Pferd kann sich nickt jeder leisten. Da möchte ick auf die Esel Hinweisen, die ihrem ganzen

bedeutend Tageszeit. Stündchen

Wer trägt die Schuld...?

Dieser Tage las ich in denCasseler Neuesten Nachrichten", daß von einem alten Baum an der Schönen Aussicht ein großer dicker Ast abgebrochen und an jener Stelle niedergesaust sei, an der mehrere Kinder kurz zuvor gespielt hatten. Von mehreren Seiten wurden solche Vorkommniffe stark gerügt. Darauf aber sage ich: Kann jemand in die Bäume hineinsehen und feststellen: der oder jener Ast wird bald abbrechen? Es wurde darauf verwiesen, daß vor noch nicht zu langer Zett an einer anderen Stelle der Aue ein gan­zer Baum zufammengebrochen sei. Soviel ich weiß (ich stehe, um es hier zu sagen, derAue- verwaltung ganz fern) werden die Bäume all­jährlich nackaesehen und dabei faule Aeste ent­fernt, um Unglücksfälle jeder Art zu vermei­den. Trotzdem kann cs Vorkommen, daß manch wackeliger" Ast übersehen wird. Eine Schuld ist somit Niemandem betzumeffen, wenn ein­mal ein armdicker Ast auf die Promenade saust. Im übrigen wird die Wucht des Falles dadurch gemildert, daß ein abbrechender fauler Ast nicht auf einmal zur Erde stürzt, sondern sich zunächst langsam neigt und dann durch die belaubten Zweige (die seinen Fall mildern) zur Erde gleitet. P. G-

tigen Angelegnhett nur einige Augenblicke ge­widmet. und ein posittveS Ergebnis hat die diesbezügliche Interpellatton nicht gehabt. Wenn man sieht, mit welcher Ernsthaftigkeit man diese Frage in andern Städten behandelt, wie man bemüht ist, geeignet« Abwehrmaßre­geln zu schaffen, dann muß man beinahe zu der Ansicht kommen, daß hier die Lebensmittel- teuerung nicht fühlbar sei. Und doch lastet sie besonders auf den unteren Schichten der . Be­völkerung schwer. Caflel ist an und für sich schon ein ziemlich teures Pflaster, jetzt kommt die Teuerung hinzu. Das Schlimmste dabei ist ja, daß gerade die Hauptnahrungsmittel, die eben ein jeder kaufen muß. im Preise steigen, und es ist noch gar nicht abzusehen, wann sie ihren Höchststand erreichen werden. Die wohl­habenden Schickten der Bevölkerung können die Sache schon noch mit Ruhe ansehen, sie können noch kaufen und brauchen sich Wetter keine Kopfschmerzen zu machen, wenn sie alles ein wenig teurer bezahlen müssen. Aber die Minderbemittelten, für sie ist's schlimm. Da rechnet und rechnet die Hausfrau, sie spart an allen Ecken und Kanten, knappt hier ab und knappt da ab, und doch will der karge Verdienst nickt langen. Sie kann ihrer Familie kein kräftiges Esten mehr geben, ttotzdem das doch gerade in diesen Kreisen, wo die schwerste und anstrengendste Arbeit geleistet werden muß, unumgänglich notwendig ist. Es ist darum höchste Zeit, daß sich auck unser Stadtparla­ment einmal e i n ge h e n d der wichttgen Fra­ge der Lebensmittelteuerung widmet und daß durch geeignete Gegenmaßregeln normale Zu­stände wieder herbeigeführt werden. M. M.

Wannenbäder und aste mediz. Bäder. Herren- und Damenabteilung. Geschulte Bedienung. Straßenbahnhaltestelle.

Frauen-Mäntel

mit extra weiten Hüften

Körperbau nach als Zugtiere geeignet sind und mit denen man in einigen Städten (auch bet» einzelt in Cassel) schon gute Erfahrungen ge­macht hat. In den südeuropäischen Ländern dienen sie fast ausschließlich diesem Zweck. Sie sind zwar ein wenig teuer, aber durch Maffenbezug würde der Preis sicher bedeutend sinken. Dazu kommt noch, daß man doch von den Eseln wieder bedeutend mehr Nutzen hat, weil sie schwerere Lasten ziehen können als Hunde. Vielleicht nimmt sich auch der Tier- schutzverein einmal der Hunde an, datnit durch sein Dazwischentreten unfern vierbeinigen Freunden bald ein besseres Los bereitet wird.

L. C,

Jackettkleiddr

in dunkelblau und englisch

die Fenster der Straßenfront, sondern viel­leicht di« der Hoffront wählen würde. Ist das nicht angebracht, so findet sich vielleicht auch eine andere Zett als der Spätvormtttag, wo doch so mancher Straßenwanderer unter dem Fen­ster vorbeigeht. Vielleicht steht man da ein« halb« Stunde früher auf. Dann be­lästigt man. nicht seine Mitmenschen mit dem schrecklichen Staub, andererseits schmeckt die Arbeit am fiühen Morgen auch bester als zur vorgerückten heißen Mo versuche man's:Ein halbes früher...!"

Sin letztes «ort: Sie Kinderwagen!

Die Frage, Herr P. A., die ich stellte, ist ab­solut nicht naiv, tm Gegenteil: sie ist sehr be- rechttgt! Nach den ungerechten Verfolgungen pes Kinderwagens zu fchließen, muß man zu der Annahme gelangen, einen Kinder- stind vor sich zu haben. Gewiß, ich verurteile ebenfo, wie jeder andere, das Zusammenrotten von Kinderwagen; aber es sind schon polizei­liche Bestimmungen vorhanden, die das ver­bieten, und jeder aufmerksam gemachte Schutz­mann sorgt für das Weitere. Man kann doch nicht für den Verstoß einzelner Personen die Allgemeinhett leiden lassen. Manche Mutter ist je nach den obwaltenden Umständen ge­

zwungen, bet einem etwaigen Einkauf ihr Kind im Wagen mttzunehmen. Nun befinden sich di« größeren Geschäfte und Warenhäuser zu­meist in der Königsstraße. Also, wo soll die Frau den Wagen hinstellen, wenn sie in eines dieser Geschäfte hinein muß? Das Lärmen und Hasten auf der Sttaße ist nicht so schlimm, daß di«Nerven der Kleinen" ernstlich Ge- . fahr laufen. Weit schlimmer aber ist es, wenn die zarten Eingeweide der Kinder auf dem holprigen Pflaster des Fahrdamms durchrüt- tett werden, schon aus dem Grunde gehören die Kinderwagen nicht dahin. Ganz schweigen will ich von den mannigfachen Gefahren der Straße. Sie halten es füretwas stark", daß Sie vom Königsplatz bis Holländische Straße einundzwanzig Kinderwagen getroffen haben. Die einundzwanzig Wagen können un­möglich alle in derselben Richtung gefahren fein! Verteilen wir nun diese Wagen unge­fähr folgendermaßen: Auf jeder Seite fuh­ren fünf hinauf, fünf hinunter, bleibt einer übrig, der bat meinetwegen vor einem Laden gestanden. Nun ist die Strecke aber nicht kurz zu nennen, folglich würden noch recht erheb­lich groß« Abstände zwischen den einzelnen Wagen verbleiben, und das nennen Sie stark? Das ist wirklich stark! Darf ick Ihnen einen guten Rat geben? Heiraten Sie so bald wie möglich und schaffen Sie sich einen Kinder- an! B- H.

*

Die schwere Seit der Rot.

Billiger Verkauf

von

=Yoghurt-= trinkende bitte ich, die von verschiedenen Molkereien angepriesene

Yoghurt-Milch auf Geschmack, Bekömmlichkeit und Nahrhaftigkeit prüfen und dann einen Versuch mit der in meiner Anstalt nach dem Dr. Thomasschen Verfahren her- gestellten machen zu wollen.

Schweizer Milchkur- und Kefir-Anstalt A. Müller, Obere Karlsstrasse l/«/«. Telephon 603.

»tt Rubrik:Das Publikum' stellt bU Redaktion der Oesfentlichkett nun allgemeine» Meinungsaustausch Zur Verfügung. Alle dafür bestimmten (kinsenbungen müssen $te genaue Sbress» beS Verfassers tragen (ber Name deS Einsenders bleibt RebakttonSgehetmntS); auch können bet 6eI Veröffentlichung nur Einsendungen sachlichen Inhalts dsrÜÄichtigt werben und die Rebaktion übernimmt dafür nur die pretzgefetzliche Verantwortung'

Sin halbes Stündchen früher."

Die Reinlichkeit und Ordnungsliebe ge­hörten von jeher zu den Haupttugenden der deutschen Hausfrau. Und jedesmal freut es mich aufrichtig, wenn ich sehe, wie eine Frau ihre Wohnungnicht sauber genug bekommen" kann. Nun kann aber manchmal mit dem Reinigen mancher Möbelstücke eine grobe Untugend verbunden sein. Angenom­men, man aebt ruhig und friedlich auf der Straße. Plötzlich kommt eine dichte Staub­wolke von oben und bedeckt Kleidung und Gesicht. Man schaut in die Höbe und muß nun wahrnehmen, daß eine tüchtige Hausfrau oder ein Dienstmädchen mit aller Kraft dort oben im Fenster oder auf dem Balkon einen Teppich oder eine Decke von dem anhaftenden Staub reinigt. Ist das ersteulich? Nein, durchaus nicht. Da wäre es doch empfehlens­wert, wenn man sich zu dieser Tättgkeit nicht

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