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Ihr. 229. £ Jahrgang.

Kasseler Neueste Nachrichte«

Handelszeitung

(Während der Drucklegung eingegangen.)

Berlin. 1. September. (Privat-Tr- legramm.) Dem Bernehmen nach hat sich der französische Botschafter Cambon von fernem Unwohlsein noch nicht vollständig er­bost ,@r hütet beute noch das Zimmer und es rst fraglich, ob die geplante morgige Zusam­menkunft stattfinden kann.

des menschliches Skelett. Die Arbei­ten wurden sofort eingestellt. Man nimmt an, daß es nw um eine weibliche Person aus Langendiebach, handelt, die vor etwa zwanzig Jahren verschwunden und jedenfalls einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.

jt> Tiez, 1. September. (Die Folgen des Manövers.) Infolge der in hiesiger Gegend stattfindenden Manöver sind alle Lebensmittel rar und teuer geworden. So kostet ein Ei neun Pfennig, ein Pfund But­ter 1.60 Mark bis 1.70 Mark und ein Pfund Kartoffeln sechs Pfennig. Dagegen werden wir mit täglichen Konzerten der verschiedenen Militärkapellen höchlich erfreut.

** Vierzehn Monate unschuldig im Irren­haus! Geradezu tragisch in allen seinen Ein­zelheiten ist das Lebensschicksal eines jungen Mädchens, das dieser Tage am Amtsaericht zu Marburg ausgerollt wurde. Se­lene Albrecht führte mit ihrer Mutter seit Jahren einen Kampf um die Freilaffung ihres in einer Irrenanstalt untergebrachten Bruders und Sohnes mit der Begründung. daß der jun­ge Monn nicht geisteskrank sei. Die Folge war. daß die beiden Damen ebenfalls für geisteskrank erklärt und in eine Irrenan­stalt gebracht wurden. Für Helene Albrecht sollte nun eine Pflegerin bestellt werden, da sie vom Direktor der Irrenanstalt in Merxhau­sen für unheilbar geisteskrank erklärt wurde. Hiergegen wehrte sich das junge Mädchen und hatte den Erfolg, daß es aus der Anstalt nach vierzehn Monaten enlasien wurde. Die Staatsanwaltschaft in Marburg stellte darauf den Antrag auf Einleitung des Ent­mündigungsverfahrens gegen die Albrecht, der aber vom Gericht abgelehnt

A«« den Nachdargebielea.

o°o Göttingen. 1. September. (Die miß­glückte Flucht.) Einem hiesigen Cafeetier sind zwei Kellner durchgebrannt, der eine mit 106 Mk., der andere mit über 90 Mk. Während cs gelang, dem einen hier das Geld wieder ab- zujaqen, ist der andere nach Hannover durchgegangen, wo er aber noch am selben Tage verhaftet wurde. Der in Hannover Festgenommene hatte schon mehr auf dem Kerbholze.

Gericht imh Hecht.

Das Schicksal eines Bankerotteurs.

Vor zwei Jahren war der Inhaber einer bekannten Leipziger Wurstfabrik, Albert Rost, nach Spanien flüchtig geworden, weil gegen ihn Anklage wegen betrügerischen Banke­rottes drohte. Im April dieses Jahres wurde der Flüchtling, der sich in San Sebastian auf­hielt, nach Deutschland ausgeliefert und hier wegen Betrugs in drei Fällen unter Anklage gestellt. Anklage wegen betrügerischen Banke­rottes war nicht erhoben worden.

Jetzt hatte sich Rost nunmehr vor der Leip­ziger Ferienstrafkammer zu verantworten. Rost hatte im Jahre 1907 sein gesamtes Inventar der Firma Gebr. K die ihm für 30 000 Mark Kredit gewährt hatte, verpfändet. Im Ver­trage wurde vereinbart, daß Rast das Inven­tar weiter benutzen durste, trotzdem es in das Eigentum der Firma Gebr. K. überaegangen war. Rost verpfändete das Inventar dann aber trotzdem, zunächst am 19. August 1908 dem Kaufmann Eh., und zum zweiten Male an den Kaufmann P., von dem Rost sich ein Darlehen in Höhe von 5000 Mark hatte geben lassen. Der Angeklagte gab vor Gericht zu, daß er sein Inventar zu Unrecht dreimal verpfändet habe. Er wollte jedoch gehofft haben, daß es ihm gelingen würde, wieder geschäftlich in die Höhe zu kom­men, so daß er die Darleiher habe boll' befrie­digen können. Rost gab zu seiner Auslieferung noch folgendes an: Nachdem er am 8. März 1911 in S a n Seb a st i a n ins Gefängnis ge­bracht worden sei. habe er dort mehrere Wochen bis zu seiner Auslieferung bleiben müssen Man habe ihn dann an beiden Händen mit Ketten gefesselt und ibn unter Be­wachung von zwei Gendarmen mit aufgevflan- ten Bajonetten nach Frankreich weiter trans­portiert. Dort sei er mit zwölf Deserteuren, unter denen sich allein fünf Mörder befun­den hätten, von Bayonne aus nach Rochelle und dann später von Ranch über Belfort nach Mülhausen geschafft worden, wo ihn die beut« wen Behörden in Empfang genommen hätten. Rost sowohl wie auch sein Verteidiger baten, diese mehrmonatige aualvolle Untersnchungs- haft (der Transport habe allein drei Wochen gedauert) auf die zu erwartende Strafe anzu­rechnen. Das Gericht gab dieser Bitte auch statt, denn es verurteilte Rost wegen Kredit­betrugs unter Anrechnung von drei Monaten drei Wochen der Untersuchungshaft zu einem Jahre sechs Monaten Gefängnis.

=as=

dem Unternehmen nahestehenden Bank als sehr wahrscheinlich bezeichnet. Eine Erhöhung der Dividende, von der man an der Börse sprach, wird dagegen nach wie vor als weniger wahrscheinlich gehalten.

S? Aumetz - Friede. (Privattelegramm.) Von unterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß am 16. September die Bilanz-Sitzung stattfindet. Die Mehrzahl der Aufstchtsratsmitglieder ist für die Verteilung einer Dividende von 12 gegen 10 Prozent im Vorjahr. Dem­gegenüber will die andere Partei angesichts der unsicheren Verbandsverhältnisse und der andauernden Arbeiterunruhen nur 11 Prozent Vorschlägen.

Aus der Heimar.

o°o Melsungen, 1. Sept. (Das Land- tags Mandat.) Der Regierungspräsident hat die Ersatzwahl für den am 1. Juli in Melsungen verstorbenen nationalliberalen Landtagsabgeordneten für den siebenten kur­hessischen Wahlbezirk, Fabrikbesitzer Franz Gleim in Melsungen, auf Dienstag den sieb­zehnten Oktober festgesetzt. Die Wahlmänner m den einundzwanzig Urwählerbezirken der den siebenten Wahlbezirk bildenden Kreise Fritzlar und Melsungen werden am Dienstag den zehnten Oktober gewählt; zum Wablkom- Mlssar ,st Landrat von Aschoff in Melsungen ernannt worden. Um das Landtagsmandat werden sich drei Kandidaten bewerben: Der liberale Kaufmann Barthell, der bündlerische Gutsbesitzer Blum und der freikonservative Gutsbesitzer Röll.

o°o Frankenberg, 1. Sept. (Sechs Ge­bäude vom Feuer vernichtet.) In dem kleinen, im Frankenberger Kreise gelege­nen Dorfe Ern st hausen wütete gestern nachmittag Großfeuer. Fünf Gebäude lagen m kurzer Zeit in Asche, ein sechstes stand in flammen, konnte aber zum Teil gerettet wer­den. Tas Feuer soll beim Dreschen mit einer Dampfmaschine ausgebrochen sein. Die Ernte­vorräte mehrerer Bauern sind vernichtet, auch soll Vieh verbrannt fein. Der Schaden ist groß.

o°o Frankenberg, 1. Sept. (Die jung« ft en Lehrer.) Bei der Abgangsprüfung am mesiaen Lehrerseminar bestanden sämtliche Prüflinge bis auf einen, der beim Mündlichen zurucktrat.

Sf Die heutige Berliner Fondsbörse. '(P r i v a 11 e l e g r a m m.) Obwohl heute aus der Eisenindustrie bessere Nachrichten Vorlagen, verkehrte die Börse in ziemlich schwacher Hal­tung. Die Meldung, daß die Verhandlungen wegen Beitritts der lothringischen Gruppen zum Roheisenverband völlig gescheitert sind, hat sich als unbegründet herausgestellt, da am fiebentrn September in Luxemburg über diese Frage weiter verwandelt wird. Die Nachrich­ten von Friedensaussichten in der Berliner Glektro-Jndnstrie blieben auf den Verkehr völ­lig eindruckslos. Es fanden anscheinend Po­sitionslösungen für einen, wie man sagt, schwach gewordenen, mittelmäßigen Spekulanten statt, wodurch der Montanmarkt eine Abschwächung erfuhr. Von sonstigen Gebieten ist wenig zu berichten. Nur Kanada blieben fest, da nähere Einzelheiten über den Abschluß der Bahn be­kannt wurden, die besser lauten, als man ur- arsprünglich angenommen hat. Im weiteren Verlaufe war das Geschäft sehr still, und die Kurse am Montanmarkte bröckelten weiter ab.

5? Walzdrahtverband. (Privattelegramm.) Heute mittag findet in Köln eine Mitglieder­versammlung statt. Wie wir erfahren, liegt ein Antrag auf P rei s änd erun g nicht vor. sodaß mit Bestimmtheit anzunebmen ist, daß der Verkauf für das vierte Quartal zu u n- Bcränberten Preisen freigegeben wirb.

8? Plania-Wcrkc, Berlin. (Prival­te le g r a m m.) Auf Anfrage teilt die Di­rektion der Plania-Werke mit, daß das Er­gebnis des verflossenen ersten Semesters des laufenden Geschäftsiabres gegenüber dem des gleichen Zeitraumes des Vorjahres nicht zu­rückgeblieben ist. Die Aussichten für das zweite Semester sind jedenfalls nicht weniger günstig als int Vorjahre.

Sf Phoenix. (Privattelegramm.) An der gestrigen Börfe verlautete mit ziem­licher Bestimmtheit, daß die Bilanz der Phoe­nix etwa drei Millionen Mark mehr Abschreibungen aufweifen werde, wie im Vorjahre. Diese Maßnahme wird von einer

Grotzseuer in Arolsen.

Arolsen, 1. September. (Telegramm unsers Korrespondenten.) In der vergangenen Nacht gegen ein Uhr brach in dem Kesselhaus des dem Hofzimmerermeister Blume gehörigen Sägewerks ein Schaden­feuer aus, das in dem angrenzenden großen Holzlager reiche Nahrung fand. Das Maschinen­baus und sämtliche Maschinen wurden vollstän­dig zerstört. Zu den Löscharbeiten mutzte das gesamte dritte Bataillon des Infanterie-Regi­ments Nr. 83 herangezogen werden.

W. O. Weber freigelasscn.

Berlin, 1. September. tPrivat-Tk- r e g ramm.) Der heute früh verhaftete Schriftsteller A. C. Weber (S. Depeschen im Hauvtblatt) ift nach eingehender Vernehmung durch den zuständigen Amtsrichter wieder auf freien Futz gefetzt worben.

Cambon noch erkrankt!

. o°0 Rotenburg. 1. Sept. (Das Submis- sionsergebnis.) Für ben Erweiterungs­bau des Rettungshauses ^Beiserhaus" zu Rengshausen haben als Mindestfordernde den Zuschlag erhalten: zu ben Erd-, Maurer- unb Putzarbeiten P. Gorski-Rotenburg; zu den Zimmerarbeiten Strube-Lispenhansen und George-Ersrode; zu den Klempnerarbeiten 8. Alexander-Rotenburg. Der Zuschlag auf die Dachdeckerarbeiten und die Lieferung der Dek- kenträgcr ist noch nicht erteilt.

o°o Rotenburg, 1 Sept. (Die Rotlauf­seuche!) Unter dem Schweinbestande des Schuhmachers Georg Fernau in Ulfen ist bie Rotlaufseuche ausgebrochen.

O°O Bebra, 1. Sept. (Jetzt auch der Käse. . .) Zur Illustration der für dieses und nächstes Jahr zu erwartenden allaemeinen Lebensmittelteuerung sei mitgeteilt, daß die Preise für Schweizerkäse für Liefe­rungsverkäufe auf das Jahr 1912 vro Zentner um zehn Mark höher sind als die jetzigen. Die Steigerung beträgt bann feit zwei Jahren dreißig Mark für ben Zentner.

0°0 Neustadt, 1. Sevt. (Der Erweite­rungsbau des Sch ul Hauses.) Seither waren zwei Klassen der hiesigen Stadtschule im Rathause untergebracht. Einerseits genüg­ten diese Räumlichkeiten nicht mehr den Anfor­derungen der Neuzeit, andrerseits bat sie die Stadt wegen des gesteigerten Gefckiäftsverkehrs zu Bureauräumen nötig. Aus diesen Gründen haben die städtischen Behörden bett Neubau von vier Schulsälen als Anbau an bas jetzige Hauvtschulgebäube beschlossen.

<?o Wiesbaden, 1. September. (D ie Aus­setzung eines Kindes.) Kürzlich er­schien eine Dame in dem Hause Bleichstraße 34 mit dem Bemerken, das Dienstmädchen möge ihr auf einige Augenblicke ihr Kind abnebmen. Die Wohnungsinhaberin ahnte nichts Gutes und schickte das Mädchen sofort nach, doch die Dame war verschwunden. Durch Telephon- g e s p r ä ch stellte man fest, daß das Kind von einer Förstersfrau aus der Nähe von Idstein hierher gebracht worden war Die Försters­frau wollte Verwandte des Kindes aufsuchen, sie fand fie aber nicht und gab das Kind in dem erwähnten Haufe ab unb reifte toieber da­von. Das Kind foll einem Restaurateur gebä­ren, der vor kurzer Zeit von hier verzogen ist.

r?o Laubach, 1. September. (Verschwun- b e n.) Seit mehreren Tagen ist der bei dem Landwirt Gustav Vellmer hierselbft in Pflege befindliche zwölfjährige Ferdinand Scheinbütte verschwunden.

<?o Hanau, 1. September. (Das Opfer eines Verbrechers.) Auf dem hiesigen Friedhöfe stießen die Arbeiter in einer Tiefe von einem halben Meter auf ein quer liegen«

X Bor und hinter de« Kulissen.

Wir berichteten dieser Tage über den auf« fatttg scharfen Kurssturz von Canada-Pa- »tfic-Aktien an der Berliner Börse, der in finanziellen Kreisen größtes Auffehen erregte. Die Ursache dieses Kursfalles ist jetzt aufgeklärt: Er ist durch die Insolvenz eines großen Börsenspekulanten enstanden! Es handelt sich um die Firma M. A i g l j u n., die bisher in Breslau domi­zilierte, deren Inhaber indes kürzlich nach Ber­lin zog, weil feine Interessen an der Berliner Börse infolge ungewöhnlich ausgedehnter Spe- htlationen einen außerordentlichen Umfang er­reicht hatten.

I« den letzten Wochen entfaltete Bial eine geradezu fieberhafte Tätigkeit und ließ sich auf ben verschiedensten Gebieten in waghalfi- g e Operationen ein; unter anberem un­terhielt er in Canaba-Pazific-Aktien ein Hauffe-Engagement auf 5000 Stück Canada-Aktien. Ferner spekulierte er in Bre­men stark in Baumwolle, sowie in Newyork in verschiedenen Eisenbahnaktien, vor allem Unions. Als in Newyork der Rückgang in Ca- nada-Aktien eintrat und Berlin sich diesem Rückgänge anschloß, entstanden bei ben Bial- fchen Engagements immer größere Verlust- difserenzen. Bial war zwar bemüht, aus seinen nicht unbeträchtlichen Mitteln seine Ver­bindlichkeiten zu begleichen, doch gelang ihm dies nur bis zu einem gewissen Grade, unb schließlich brach bas ganze Gebäude zusammen. Bial selbst wurde flüchtig und soll sich nach Amerika gewendet haben. Die Differen­zen, die bisher noch nicht beglichen sind, wer­den auf etwa dreiviertel Millionen

M a r k geschätzt. In diesen Verlust teilen sich verschiedene Breslauer und Berliner Kommis­sionsfirmen, doch handelt es sich dabei durch­weg um große zahlungsfähige Firmen, sodaß weitere Konsequenzen aus dem Bialschen Zu­sammenbruch nicht zu befürchten sind. Der Fall zeigt übrigens an einem muftergiftigen Bei­spiel, wie unsinnige Spekulationen häufig vor­genommen werden, indem Personen, die über mehrere hunderttausend Mark verfügen, der­artig umfangreiche Spekulationsgeschäfte ein« gehen, daß ein Rückgang der Surfe um zirka >15 Prozent bereits einen Verlust von rund /700 000 bis 800 000 Mark bedeutet; daß also die .Spekulationen felbft einen Umfang von etwa sechs bis sieben Millionen, und dies nur in einzelnen wenigen Papieren, hatten. Eine eigene Kundschaft besaß Bial nicht, sodaß we­nigstens im Publikum keine Verluste zu beklagen sind. Die Angelegenheit wird übri­gens ein gerichtliches Nachsviel haben, da gegen feial Strafanzeige erstattet ist. **

____________Sonnabend, 2. September 1911.

wurde, da es zu der Ansicht gekommen war, daß Fräulein Albrecht keineswegs geisteskrank ist. Recht deutlich führt Geheimer Justizrat von Boxberger in Marburg in der Ur­teilsbegründung aus, daß es sich hier um ein schweres Verbrechen der Frei­heitsberaubung handelt. Die Angele­genheit dürfte noch manches Nachspiel haben.

Spott mrt) Spiel.

Die Meister im Lawn-Tennisspiel. Das Lawn-Tennis-Turnicr zu H a n n o v e r hat fein Ende erreicht. Die Preisverteilung hatte folgendes Ergebnis: Herren-Einzelspiel um die Meisterschaft von Hannover: 1. Preis Logie- Dresden, 2. Preis Spieß-Bremen. Damen- Emzelspiel um die Meisterschaft von Hanno­ver: 1. Preis Frau Dr. Reresheimer-Mün- chcn, 2. Preis Frl. Rieck-Hamburg. Herren- Einzelspiel ohne Vorgabe: 1. Preis ßogie. 2. Preis von Baumbach. Herren-Doppelfpicl ohne Vorgahe: 1. Preis Brandis-Darncc, 2. Preis Spieß-Lange. Gemischtes Dovpclsviel: 1. Preis Frl. Rieck-Svieß. 2. Preis Frau Gschenfzig-Logie. Beim Lawn-Tennis-Tur- nter in Frankfurt a. M. schlug in der «chlußrunde des Herren-Eiinelspicls um den Wanderpreis der Stadt Frankfurt O. Kreuzer mit 6:2. 6:3 H. Kleinschroth. Die Schlußrunde der Meisterschaft von Frankfurt gewann O. Froitzheim ohne Sviel gegen Freiherrn von Bifsing. In der Schlußrunde der Damen­meisterschaft von Frankfurt schlug Frl. Mattuch irrl. Kirchholtes 6:4, 6:3. in derjenigen des Herrendopvelsviels um die Meisterschaft von Süddeutschland schlugen FroitzHeirn-Pipes R. Kleinstbroth-Beramann 6:2, 6:2. 6:1.

< Tet Luftschiffttw Schütte-Lanz. Das Luftschiff Schütte-Lanz I. das auf der Luftschiff- werft in Mannheim-Rheinau erbaut wird, geht seiner Vollendung entgegen und wird vor­aussichtlich Mitte September mit Aufstiegen be­ginnen.

Der Große Preis von Baden Das in­ternationale Meeting erreicht am Sonnabend mit der Entscheidung des Großen Preises von Baden seinen Höhevunkt. Um das mit dem Goldpokal des Großherzoas und 80 000 Mark ausgestattete, über 2400 Meter führende Ren­ne» bewerben sich die vier französischen Pferde Mons. Mich. Lazards Badaioz tBorat). Ba­ron Gourgauds Chauvin II (Reiff). Mons Henneffvs Ruvestris II Hennings). Mons. I. Sterns Le Sopba (Ch Childs), ferner der vor- Tahnge Sieger Ksiaze Ban (Winkfield) des ruft suchen Fürsten Lubomirski und als einziger Vertreter der deutschen Interessen der G r a - btfcer Golf (Bnllock). Der Renntag am Donnerstag stand im Zeichen des Jockevs Winkfield, da der Neger drei von den vier Flachrennen au gewinnen vermochte, darunter ^,e Jal£LrD.nfurrcn^ das Prinz Hermann von Sachsen-Weimar-Memorial mit dem voriähri- gen Sieger Adjunct. Französische Farben tri­umphierten in der Saida Steeple-Chase durch die im Handgalopp aewinnende Canserie.

Quer durch Nordamerika im Acroplan. Der amerikanische Flieaer Robert Fowler aus Los Angeles wird demnächst versuchen, von der Küste des Stillen Ozeans nach der des Atlantischen Ozeans zu fliegen, um den von dem bekannten Zeitunasberansgeber Hearst ausgesetzten Preis von 200 000 Mark zu gewin­nen. Die Strecke ist zirka 5600 Kilometer in der Luftlinie lang, und der Flug soll am 10. Sep­tember in Los Angeles oder St. Franzisko be­ginnen und in Newyork enden

WeeweeleÄneeSe»

Russ. Bank für aus

31. 8

155.80

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155.60

Dynamit-Trust.....

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Nachbörsenkurse gegen 31'. Uh

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DKrillllSF nuiducnwil

31. August u. 1. September 1911, nachmittags 3 Uhr.

Otavi-Minen ________

South -West - Afrika (deutsche Stücke)

Bahnen

126.60

164.-

126.75

163.25

Eschweiler Bergwerk Geisweider Eisen ... Gelsenkirch. Bergw. Ges. f. elektr. Untern. Gr. Berlin. Str.-Bahn

17«. 200. 197.60

183.60

197.20

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196.60

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196.50

Credit............

Diskonto..........

Deutsche Bank ....

Berliner Handelsges.

205.2?

187.62

282.75

164.12

187.12

262.

168.12

156.37

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136.50

Allg. Blektr.-Qes. Siemens L Halske DeutschUebersee Ges. f. elektr. Untern.

2895 2<4.2k 178- 183.5f

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Goldfields......

Vfodderfontain . . . .

Geduld .......

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Dynamit-Trust

Gr. Berliner Str.-B Tendenz:

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Chartered. . '

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Wechsel.

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LübeckBüchener

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185.75

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Dresdner Bank .... Darmstädter Bank.. A.Schaaffh.Bankver.

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Rauen kurz .......

80.55

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Canada-Pacific.....

229.20

231.40

Hartmann Masch...

155.

156.75

National-Bank.....

126.-

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London vista......

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91.40

91.20

WarschauWiener

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207.25

Hasper Eisen......

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Russische Bank....

156.12

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Londoner

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London kurz ......

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Südßsterr. Lombard.

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Herkulesbr. Cassel .

Hirsch Kupfer.....

174.90

142.25

174.90

140.

Petersb. Int Hndlsb.

Oesterr. Staatsbahn

211.50

211.

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South Westafrikä * * Tendenz: . .

Paris kurz ........ Wien kurz ........ Privatdiskont . ..

Fonds.

81.07

85.07 3%

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85.07

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1905 ............

Törken-Lose .....

4e/ö-ige Ungar. Goldr.

4°/o"ig® Ungar. Kro­nenrente ........

4°/0-jge Mosk.-Kasan

4°/o-ige Russ. Süd-

Ostbahn 1897 ....

86.

173.50

93.70

86.

173.10

Oesterr. - ungarische

Staatsbahn......

Prinz Heinrich-Bahn

Industrie

23.25

149.60

23.10

148.50

Hohenlohewerke. ..

Hofmann, Wggf.

Kölner Bgw.

König Wilhelm eonv.

Laurahütte........

213.50 668.-

445.75 248,50 172.60

212.25

669.50

447.10

249.55

171.25

Lombarden........

Prinz Heinrich-Bahn Baltimore.........

Canada ...........

LübeckBüchner .. Pennsylvania...... Schantungbahn .... WarschauWiener. Hamburger Paketf.

Norddeutscher Lloyd

4°/e-ige Russen v J902 o-ige Japaner ..

23.12

149.12

101.37

229.25

23.

148.37

102.37

230.62

(Anfangsku

Engi. Konsols .... 4°/0 Argentinier . . .

3°/o Deutsch. Reichs-

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31. 8.

78.37

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Accumul.-Fabrik

Boese..........

31. 8.

1. 9.

Ludwig Loews & Co.

284.75

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147.50

96.10

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Reichsanl.

112.80

92.80

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Neue Boden-Ges.... Norddeutscher Lloyd

142.60

96.30

98.10

127.75

207.25

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anleihe A/O . . .

82.

95.75

82.50

(bchlusskurse).

3°/o"ige Reichsanl... 4°/0-ige Preuß. Cons. S/^MgePreuß.Cons. 3°/0-ige Preuß. Cons.

83.10

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83.-

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92 80

Allgem. Elektr.-Ges. Badische Anilin.... Berk-Anhalt.- Masch.

269.90

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268.50

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Oberschl.Eisnb.-Bed.

97.50

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Weizen. Tendenz:

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83.-

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Berliner Handelsges Darmstädter Bank .

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Bochumer GußstahJ Braunschweiger Jute Brauerei Schöfferhof

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Rombacher Hütte .. Schuckert Elektr. ..

181.50

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Southern Pacific . . Union Pacific .... Erie...........

111.12

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Chinesen von 1888........

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99.40

99.40

Deutsche Bank .... Diskonto- Command.

262.40

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262.25

187.40

Casseler Federstahl Concordia Bergbau.

262.90

299.

263.80

299.10

SiegenSolingen .. Siemens & Halske . Stahl & Nölke.....

89.25

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Hafer, Tendenz: . .

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Dresdner Bank .... Mitteldeutsche Pri­vatbank ........

National-Bank.....

157.-

156.50

Consolidation......

Deutsche Linoleum-

Wachs..........

Dortmunder Union C.

340.

340.

139.50

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Stolberger Zink....

Vorwohl. Porti. Zem.

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124.

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195.50

Northern Pacific . .

118.75

119.-

Mais, Tendenz: . . . w Sept ......

fest

161-

219.50

102.10

218.75

103.

Harpener Rombacher

182.37

180 75

181.12

174 37

Pennsylvania ....

61.75

61.75

5°/0-ige Mexikaner .

- 4°/0-ige- öalerr. Goto-

99.80

Oesterreich. Credit .

204.75

Doinsrsmarckhütte.

301.25

300.-

West!. Stahlwerke . Wil-mer Gufi

67.

64.20

DeutschLuxemb

193 213.87

Steel Freie......

Central Mining . . .

118*23

11.- 69!

. Oki.......

^ilbdl, Tendeux: . .

. okt.

105.-

163.

Petersburger Intern.

'1 -

. Deu x.che Spiegel-

< U-TS...........

374.76

374.75

1*.-

196.50

Hohenlohe

213*-

11L-

3-91

malt

63 90

flau

68 10

V)