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Schutz der heimischen Tierwelt. Den

.W0*1 von uns öcridjtet, slnven OIC bic?*- ßfofitrtltrfi ftomAAi ir? i*u*-

jahngen Manöver der 22. Division in bc * ieaen bnl h^ ,U

Kreisen Witzenhausen, Heiligenstadt, Worbis, Snic&i übXff ÄferiH®r^Itt0^ietf,ne Ä',«" 4ÄÄ U Ä"

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WMWi«r omfoBtlO Selten.

A Das Tienstjubiläums eines Kricgsvete- ranen. Am heutigen Tage begeht der Stadt- diener Franz Vogel (bei auch den Krieg gegen Frankreich mitgemacht hat) sein fünfund- zwanzrgjähriges Jubiläum im Dienste der Re­sidenzstadt Cassel. Herr Vogel war lange Jahre Kaiernenwärter _ im städtischen Einquartie-

Hause gegangen und nun fern von der Heimat dem Daseinskampf erlag. In das Gerassel der abfahrenden Droschke mischt sich der Ruf des Bahnhofsportiers: Einsteigen in der Richtung nach . . . Andere Menschen gehen, andere kom­men und alle schaffen neue Bilder! Wie der Film in einem Kinematographentheater, so ent­rollt sich hier dem Schauenden das Leben in seiner ganzen Nacktheit. Aufjauchzen des Her­zens auf der einen, und bis zum Tode betrübt auf der andern Seite. Hier Freude und Lust, da Trauer und Wehmut. Wer zu beobachten versteht, der kann in den Bahnhofshallen gar vieles sehen, und er wird finden, daß an der Stätte des stets pulsierenden Lebens eigentlich jedem Menschen seine Geschichte vom Gesicht zu lesen ist. -ss-

Swmemunde, Voßbrook bei Kiel und Emden für die Dauer der Ferien den Lehrerinnen als Erholungsheime zur Verfügung.

gezählt. Die Vermehrung der Stellen betrug demgemäß 420, in einem Jahre also 210. Diese Steigerung hält auch in den nächsten Jahren an, da in den Jahren zwischen 1903 und 1905 eine Vermehrung um tunb 300 Stellen in je­dem Jahr zu verzeichnen war. Die nächsten Jahre brachten pro Jahr eine Vermehrung um 400 Anwälte, da im Jahre 1905 7865 An­wälte und im Jahre 1907 8640 gezählt wurden. Das Jahr 1909 hatte eine weitere Steigerung der Vermehrung um 100 Mehrstellen gebracht. Im Jahre 1909 gab es mehr als 9600 Anwälte. Es ist nun die Frage, ob derNumerus clau­sus" unter allen Umständen zu empfehlen ist, da einigen Vorteilen auch mehrere Nachteile gegenüberstehen.

Gewährung von Urlaub, u_; Z _.. und Festtagsarbeit, auf die Lehrlings-....... VV11 NUVC vlc |unuarCn «taute,

tjalt«« und auf die Arten der Kündigungsfri- geln der Behörden unter der abergläubischen sten. Außerdem soll durch die Erhebungen die «**'»-------- - -- - .men

Zahl der Angestellten, mit Rücksicht aus Alter, Stellung und Geschlecht festgestellt werden. Die Umfragen Wurden nicht ausschließlich bei den Angestellten der Rechtsanwälte veranstal-

A Die,Erholungsheime für Lehrerinnen. Das preußische Kultusmini»erium hat auch für diesen Herbst Quarantäneanstalten, die nicht mehr für Kranke in Anspruch genommen wer­den, an der Ost- und Nordsee als Erholungs­heime für Lehrerinnen zur Verfügung gestellt. Zuerst wurde mit den Anstalten bei Neu- fahrwasser und Süderspitze bei Me­mel, die für den beabsichtigten Zweck ent­sprechend umgebaut wurden, ein Versuch ge­macht, der sich vollkommen bewährt hat Hun­derte von Lehrerinnen, vornehm»^ aus den östlichen Provinzen, haben auf diese Weise einen billigen Ferienaufenthalt gefunden. Daß bisher von der Einrichtung ein nicht noch stär-

A Die Divislons- und Brigade-Manöver. Wie schon von uns berichtet, finden die dies»

. - -------- Auch in Apulien. daS

... bis jetzt von der Seuche frei war, sind in ver- auf Sonn, fchiedenen Orten Erkrankungsfälle zu verzeich. .1, | nen. Auch dort haben die sanitären Maßre-

Höchst a. M., 30. August. (Privat-»:»- l e g r a m m.) Im Kreise Höchst tritt der T y - p^hus epidemisch auf. Aus einer Anzahl

ben sie sich langsam bis zu den Eingängen vor, wenn aus dem Innern des Bahnhofs das Fau- chen eines ankommenden.Zuges dringt. Dann auillt nach kurzer .Zeit ein dunkler Menschen- ström, der sich langsam seinen Weg durch die draußen Harrenden bahnt, in die Vorhalle. Viele werden von liebenden Verwandten emp­fangen und herzlich begrüßt, viele eilen hasten­den Schritts über den Bahnhofsplatz den ihnen bekanntenHotels zu, viele aber kommen und wissen nicht: Wohin. Es sind die Fremden, die Tasse! teils zum Vergnügen und teils in dem guten Glauben, in unserer Residenz­stadt ihr Brot zu finden, aufsuchen. Und letztere sind es dann, die ratlos dastehen und sich die bange Frage vorlegen: Wie kommst du mit den paar Mark aus, die nun deinen Geldbeutel noch füllen? Wie viele haben mit hoffnung­geschwellter Brust Casseler Pfiaster betreten, wie viele von ihnen sind mutlos wieder von dannen gezogen. Ja. was sind Hoffnungen. waS sind Entwürfe .. .?

Lustiges Schwatzen und herzhaftes Lachen! stört aus solchen Betrachtungen. Eine Gruppe frischer junger Mädchen, deren helle Kleider im scharfen Kontrast zu dem Tiefbraun der Ge­sichtsfarbe stehen, verläßt das Bahnhofsportal. Mit allerhand Sachen sind sie bepackt und doch tragen sie es elastischen Schrittes dahin. Heim­wärts kommen sie von des Meeres kühlen Ge­staden. Vorbei sind die schönen Tage von Aranjuez, vorbei, und ach, gar zu schnell ent­schwunden! Manch Ereignis wird lebhaft be­sprochen und belacht, und manch Rätsel, dessen Lösung man bisher vergeblich versuchte, wird mit einem Male erreicht. Schon fern flattern I die weißen Kleider im Abendwinde, aber der Mädchengruppe Erscheinen bat ein Bild voller Anmut und Frische in den Menschenstrom hin- eingebracht. Soeben verläßt ein weißhaariger Alter mit einem Leierkasten auf dem Rücken die Bahnsteigsperre. Mit zittriger Hand reicht er . seine graue Karte dar und greift dann salutie­rend an die Mütze. .Zwei Kriegsdenkmünzcn schlagen an. seiner Brust zusammen und erzäh­len von Mannesmut und deutscher Treue. . .

Drüben am Droschkenstand versucht ein altes Mütterchen einem Kutscher klar zu macken, wo­hin es. fahren will. Ihre zitternden Hände hal­ten einen groben Kranz von der langen Bahn­fahrt verwelkter Blumen. Er soll den Sarg des Sohnes schmücken, der int Uebermut von

A Vergrößerung der Leichenhalle auf dem Friedhof Wilhelmshöhe. Ein lange von den Bewohnern des Stadtteils Wilhelmshöhe ge- hegter Wunsch wird nunmehr dadurch in Er- fullung gehen, daß der Friedhof in der Ram- melsbergstraße eine neue vergrößerte Leichenhalle erhält. Mit den Abbruch- arbeitcn ist in diesen Tagen begonnen worden. Es ist somit zu hoffen, daß den bisherigen Mn- zutraglichkeiten, die sich namentlich bei schlech­tem Wetter bemerkbar machten, in kurzer Zeit abgeholfen sein wird.

Zeit konnte die wütende Menge auseinanderge­trieben werden.

* Rom, 30. August.

. Die gesundheitlichen Verhältnisse in Ligu- nen haben sich seit gestern etwas gebessert: da- . v -- , gegen hat sich die Lage in Livorno, wo die Cho- wobei wiederum lera weiter um sich greift und viele Opfer

Stettin. 30. August. (P ri v at-T ele- gramm.) Der Kaiser und die Kaiserin mit der Prinzessin Viktoria Luise, der Kronprinz und Prinz Oskar sind heute gegen elf Uhr im Automobil nach Stargard, zur Weihe der wiederhergestellten Marienkirche, abgereitt. Un­terwegs fand, in Altdamm eine Begrü­ßung durch die städtischen Körperschaften statt.

Bevölkerung große Gärung hervorgerufen. In einem Orte wollten die Anverwandten eines I Toten, der in der Nacht verstorben war, dessen Leichnam nicht herausgeben. Bewaffnete Macht mußte erst eingreifen, um die Bestattung zu er­möglichen. An einem andern Orte wurde der Ortsatzt von der Menge beinahe gelyncht. Bei den Distriktsmanövern in der Nähe von Padua tranken Soldaten auf dem Marsch infi­ziertes Wasser. Nach der Rückkehr ins Lager wurden dreißig von ihnen schwer krank. Aus Berbicaro in Kalabrien kommen immer ernstere Nachrichten, sodaß zwei weitere Jnfanteriebataillone dorthin abkommandiert werden mußten. Gestern versuchte die Menge den Mörder des Gerichtssekretärs aus dem Ge­fängnis zu befreien. Eine Abteilung Infan­terie wurde aufgeboten, um diese Absicht zu vereiteln. Hierbei kam es zu einem blutigen Straßenkampf. Durch die Salven des Militärs wurden zwei Männer getötet und mehrere andere verletzt. Zwei Frauen, die ihre verwundeten Männer aus dem Kampfge- tümmel tragen wollten, wurden ebenfalls von

Das Verbrechen eines Vaters.

(Eigene Drahtmeldung.)

s> Newyork, 30. August

An einem Anfalle von Verzweiflung, verur­sacht durch den Tod seiner Frau, ermordete der Professor Edward Nennet seine drei Sinticr, einen Knaben im Alter von sechs Jahren und zwei Mädchen im Alter von vier und zwei Jahren, und beging dann Selbst- ni o r d. Nennet hinterließ einen Brief an den Pfarrer des Ortes, in dem er die Art des To-

[bc§ seiner Kinder schilderte:Rannt und Eddi starben an Chloroformvergiftung. Sie hatten gar keine Schmerzen. Bernhard hatte rck Zyankali gegeben. Ich befürchte, daß ee schwer leiden mutzte, doch habe ich die Hoffnung, daß die Schmerzen nur von kurzer Dauer waren." Nennet selbst nahm ebenfalls Zyankali und sprang dann in einen in der Nä­he befindlichen See. Die Frau des Mörders stammte aus angesehener Familie und das Fa­milienleben war das denkbar beste.

Der Typhus am Main.

ADer Kampf mit dem Drachen". Man schreibt uns^ aus dem Leserkreise: Gestern gegen Abend bot sich den Spaziergängern, die von der Grauen Katze über Wolfsanger gingen, ein eigenarltges Schauspiel. Eine junge Dame ra- delie flo!t und graziös durch die Gartenstraße nach Wolfsanger. Kurz vor dem Dorfe schlug ein m den Höhen stehender großerDrachen einen Salto und flog pfeilschnell zur Erde, aber der Radlerin von der Seite in das Hinterrad. Der Drachen wurde mit Kracken so in das Rad verwickelt, daß es sich nicht mehr drehte. In lrebenswürdiger Weise halfen die Passanten, mit Messern das .furchtbare Ungetüm" stück­weise auszuschneiden. wobei es natürlich an Humor und Witzen nicht fehlte. Die Radlerin, oftenbar eine Rheinländerin, schwang sich, nach­dem der Drachen getötet, wieder auf ihr Stahl­roß und fuhr frohgemut weiter.

A Im weißen Blütenkleide. Schon wieder hat das Holländische Viertel eine Abnormität auf dem Gebiete der Natur zu verzeichnen. Jetzt ist es ein K i r s ch b a u m, der im Garten des Hauses Holländische Straße 5 3 zum zweiten Male in voller Blüte sich dem be- | wundernden Auge des Beschauers darbietet.

A Wenn Reisende erkranken. Meßet die Behandlung erkrankter Reisender wurden besondere bahnamtliche Verfügungen ge­troffen. Für Reifende, die unterwegs erkrankt und hilflos geworden sind, ist bei genügendem Aufenthalt auf den Stationen der nächste cr- r eich bare Arzt zur ersten Hilfe heranzuziehen. Ebenso soll verfahren werden, wenn ein Rei­sender im Vahnhofsbereich außerhalb des Zu­ges erkrankt. Der Arzt soll seine Rechnung an die betreffende Eisenbahndirektion einreichen. Ebenso hat auch der Bahnhofsvor­stand den Vorfall unter genauer Angabe der Personalien des Erkrankten an die Eisenbahn­direktion zu melden.

A Die Umgehung des Branntweinverbotes. Auf Grund einer überall eingeführten Polizei­verordnung hatte die Polizeiverwaltung zu N. den Gastwirten und Branntweinhändlern ihres Bezirks verboten, einer ihnen als Trun­kenbold bezeichneten Person fernerhin geistige Getränke zu verabfolgen. Mm trotzdem in den Besitz der unentbehrlichen Spirituosen zu kom­men, bediente sich der Trinker einiger Mittel­personen, die er in Läden und Wirtschaften entsandte, während er auf der Straße wartete. I Ein Branntweinhändler wurde von der Poli­zei der Kenntnis dieses Mmqehungsmanövers überführt und deshalb in Strafe genommen. Sein Antrag auf gerichtliche Entscheidung fand keine Berücksichtigung. Auch das Kammer- v,, , u v , u. Eincr,nni

Cr£($t-1C Cn£ oder fahr- Orlen wurden zahlreiche Tyvhuskranke ^inS

von Branntwein an er | Höchster Krankenhaus eingeliefert. Der Zu- klarte r u n k e n b o l d e mrt Hilfe von Mit- stand der meisten Erkrankten gibt zu ernsten Be- telspersonen einer strafbaren Verabreichung forgniffcn Anlaß H

gleich. |

A DerNumernS clausuS" für Rechtsan- Schicksal weilt!

wälte. Auf dem deutschen Anwaltstag in Berlin, 30. August. (Privat-Telk- Würzburg soll die Frage der Einführung K,r am;) Der Berliner Kriminalpolizei ist einesNumerus clausus" verhandelt werden, f8. Astern gelungen, ben Mrheber einer Mord- da sich bie Zahl ber Rechtsanwälte sehr stark festzunehmen, bie vor fast neun Monaten bei vermehrt hat. Nach ben amtlichen Erhebungen " " rt a. M. begangen worden ist. Der

ist in ben letzten Jahren allerdings eine starke verhaftete ist ein erst neunzehniShriger Stall-

Vermehrung der Zahl der Rechtsanwälte ein« toweizer. bet mit einem Komplizen zusammen

getreten. Wäbrenb noch vor zehn Jahren die !n °cr Na<m zum 8. Dezember vorigen Jahres Vermehrung in einem Jahr durchschnittlich Nahe des Griesheimer Exerzierplatzes

hu n d e r t Rechtsanwälte betrug, ist sie in ben . Frankfurt n. M auch ben Agenten Biemert

letzten Jahren auf fünfhundert getoaeßfen. ^totogen urib beraubt haben soll.

Im Jahre 1899 betrug bie Anzahl ber an ben Von Stettin nach Stargard,

ordentlichen Gerichten beschäftigten Anwälte 6629; im Jahre 1901 6830. In diesen zwei Jahren fand also eine Vermehrung um genau 201 Rechtsanwälte statt, es kommen also auf jedes Jahr 100 Mehrstellen. In den nächsten zwei Jahren hatte sich die Anzahl bereits ver­doppelt. Im Jahre 1903 wurden 7250 Anwälte

Jugendspiele der deutschen Gebirgs- und Wandervereine. Auf der Haupt- veriammlung der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine, die vom 9. bis 11 ^vtember n Wildungen stattfindet, wird der Knüll - klub eine Schwälmerstube mit Schlafzimmer und kunstgewerblichen Gegenständen, besonders heinlischen Trachten, vorführen. Außerdem ver- anstaltet er am Sonntag, den 10. September Mr^^ulerfahrt nach Wildungen und Schloß Waldeck. Tie Schulkinder von Obergrenzebach werden unter Leitung des Lehrers Schwalm allerlei Volks- und Jugendspiele aufführen ine seinerzeit auf der landwirtschaftlichen Aus­stellung zu Cassel so großen Beifall fanden

Kauki am Platze! Wie man uns aus ------.Geschäftskreisen mitteilt sind in lentet rungshaus und ist seit Januar 1908 als Stadt- Zeit in Cassel wieder viele fremdländi- dlener in der städtischen Botenmeisterei tätig. f<b e Personen beobachtet worden die DieVereinigung städtischer Beamten" verau- ohne einen Gewerbeschein zu besitzen allerhand stattet am Sonnabend, abends von 8 Mhr ab, Sachen (Kleiderstoffe, Bilder und'so weiter) cs.dr"°Ie Restaurants Moll zur Feier des abzusetzen versuchen. Meistens soll es sich nm Jubiläums einen Kommers. Waren ganz unbedeutender Art handeln Ein

A Ein Caffelaner als Poftanweifungs- Jeder ist natürlich besser daran, wenn er feine fd)rotnb(er Aus Braunschweig wird uns Einkäufe in Casseler Geschäften macht, wo er berichtet: Gestern morgen hat auf dem Haupt- (vielleicht für dasselbe Geld) gute Ware erbält postamte ein etwa achtzehnjähriger Mensch, der Deshalb sollte Jedermann stets die Mahnung gut gekl^det war, die für die Braunschweiger beherzigen: Kaust am Platze! 9

» - Brandes u. Bollmann einaelausenen I A Erhebungen über die Verhältnisse der Rechtsanwalts-Angestellten. Wie uns mitae- teilt wird sind die Erhebungen über die Verhältnisse der Anwaltsangestellten die vor ungefähr Jahresfrist vom Reichsju'stizamt in

Kreise Witzenhausen, Heiligenstadt und Worbis zugewiesen, während die verstärke 44. Infan­terie-Brigade ihre Brigademanöver in den Kreisen Eschwege und Mühlbausen abhätt. Aus unserer Garnison hat sich berefts das Husaren-Regiment Nr. 14 auf den Trup- penübungsplatz Ohrdruf begeben und wird im Anschluß an das Kavallerie-Brigadeererzieren mit dem Dragonerregiment Nr. 5 sich in das Manövergelände begeben. Auch das Artillerie-1 Regiment Nr. 11 hat sich mit Fußmarsch in die Gegend von Eschwege begeben, während das Infanterie-Regiment Nr. 83 mit der Eisenbahn am 6. September nach dem Manövergelände befördert wird. Einen Tag später verläßt uns dann ebenfalls das Infanterie-Regiment Nr. 167, das gleichfalls die Bahn benutzt. Bis zum 20. September wird dann unsere Garnison von Truppen ganz entblößt sein, denn nur die I durchaus notwendigen Wachtkommandos wer­den zurückgelassen. An letzterm Tage wird die I Infanterie sämtlichst mit der Eisenbahn zurück-1 kehren und am 23. September findet die Ent­lassung der alten Mannschaften zur Reserve statt. Dann werden wieder die kräftigen, ge-1 bräunten Gestatten in Trupps unsere Straßen durchziehen, die Reserveflasche umgehängt, den Reservtstenstock in der Hand und aus den Keh­len tönen die alten und doch immer neuen Re-1 servelieder:Wer treu gedient hat seine Zeit, dem fei ein volles Glas geweiht." Die Einzie­hung der Rekruten findet in der Zeit vom 14. bis 18. Oktober statt. I

Firma Brandes u. Bollmann eingelaufenen Postanweisungen angefordert und auch erhal­ten. Kaum war der junge Mensch fort, da toten der Sohn des Inhabers der Az__

Brandes u. Bollmann, Herr Brandes jun, am Schalter der Geldpost und forderte ebenfalls diel die Weae adeltet tn"«rbeV

von der Firma niemand weiter abgesandt fei b°:- i^teOr^ac^Ilt,aen wurden

um die Postanweisungen zu holen ^daß somit ble ®efle geleitet, bie ben

em Unberufener bies getan haben müsse JUfl,nOen. und erstreckten

6err Brandes jun. teilte dies sofort dem Schal-1Kitsver^^ä°ltniffe-auf bit %I"

gterung durch die Forstbeamten und erforder­lichenfalls durch Anfrage bei der staatlichen Stelle, bei Vereinen oder Sachverständigen leicht feststellen können. Soweit es sich um wirtschaftlich unschädliche oder bei der Selten­heit ihres Vorkommens doch nicht merkbar schädliche Tiere handelt, wie z. B. um Hasel­maus, Igel, Wasseramsel, Pirol, Spechte,

I«"Mw ÄtoTM KÄÄXMä X4;I geschehen ist, zu verbieten sein. Dagegen wer­den seltene, aber die wirtschaftlichen Interessen einzelner stellenweise gefährdende Tiere, wie z. B. Wanderfalke, manche Adlerarten, der Eis­vogel und der vielerorts schon stark in der Ab­nahme begriffene Fischreiher nur an Oertlich- teiten, wo sie nennenswerten Schaden nicht anrichten, geschont werden dürfen; hier werden sie bann aber auch nach Möglichkeit in angemes-1 sener Zahl zu erhalten fein. Wie die Vögel selbst, so sind auch ihre Nester zu schützen; auch aus die Schaffung und Erhaltung von Nist- gelegenheiten (Mnterholz, Hecken, hohle Bäume) wird Bedacht zu nehmen fein.

Zürich. 30. August. (P r iv at-T ele- gramm.) E.wa zehn Kilomete von St. Mo- ritz stürzte heute früh eine im Ban befindliche Brücke, auf ber breißig Arbeiter beschäftigt wa- ren, ein. Fünfzehn Arbeiter sollen tot, die übrigen schwer verletzt sein.

Carnso's Autounglück.

Rom 30. August. (Privat-Tele- g r a m m.) Ein Automobil, in dem Caruso saß, stieß auf der Fahrt von Neapel nach Tor- rent mit einem Postautomobil zusammen. Caruso unb sein Chauffeur sind unverletzt. Das Automobil wurde schwer beschädigt.

Dampferunglück in der Nordsee.

London, 30. August. (Privat-Tele- g r a m m.) Der FischereidampferGleaner" ans Grimbsby ist nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Fischereidampfer in der Nordsee gesunken. Bon der aus neun Mann bestehenden Besatzung sind fünfMann ertrunken.

Die Stimme des Gewissens.

Leipzig, 30. August. (Priv at-Te!e- g r a m m.) Unter dem Verdacht am sünsund- zwanzigsten Juni den Zigarrcnhändler Beug ermordet zu haben, war vor einiger Zeit ein Agent namens Kliemann verhaftet worden, der jetzt seine Tat eingestanden hat. Es scheint jedoch, daß nicht Mord, sondern Tot­schlag vorliegt. Vermutlich hat Kliemann sein Opfer im Streit erschlagen, weil Beug ihm kein Geld mehr borgen wollte.

Vom Geliebten ermordet.

N ü r n b e r g, 30. August. (P r i v a t - T e - leg ramm.) Die Wäscherin Marie Birg- müller ist gestern von ihrem Geliebten in ihrer Wohnung ermordet worden. Der Mörder wählte für seine Tat eine Zeit, in der er genau wußte, daß sich das Opfer allein in ihrer Wohnung aufhielt. Er veranlaßte dann einen Streit mit der Birgmllller, warf sich auf fe und drückte sie so lange am Halse, bis sie em Lebenszeichen mehr von sich gab. Dann suchte der Unmensch eine Wirtschaft auf und rühmte sich seinerHeldentat". Der Mörder wurde verhaftet.

Unter Trümmern begraben.

I toefonbers Ueberftunben, Pausen unb bie Ar- « fordert, verschlimmert

benachrichttgt unb Herr Branb^ ftn sandte '-berücksichtigt.wurden; fernerjntf die,'bis jetzt von ber Sem einen handfesten Mann nach bent Hanptpost- amte, ber dort Aufstellung nahm, um auf einen Wink des Schalterbeamten ben Schwinbler zu ergreifen, sobalb biefer wieder erscheinen wurde Mittags um zwei Uhr gelang denn auch die Festnahme. Der Festgenommene gab zu'kett, ,au?. ®,e 1 vcu uei yieajisanroaite veramrai-

mounai'e Ä^ellos; sein Porte- tet, sondern abwechselnd bei Prinzipal und

monnaie war leer. Auf Befragen erzählte er, Angestellten

stellungslos sei, aber zum n o seuni|a,en xtemjett. Den eine Stellung antreten wollte. I Schutz ber heimischen Tierwelt bezweckt "ein daß" Snck nick^^nr??* n^mung ging hervor, vom Lanbwirtfchaftsminister gegebener Erlaß, ba(j Koch nicht selbst gestern morgen bie Post» I bet durch bie Regierung ben Jaabväcktern mit- anmeifungen bon der host geholt hat. Er will geteilt wird In dftfem Erlasse^ heißt es- Haftlokal überführt.

A Kleine Tageschronik. Ein häßlicher Zwischenfall spielte sich gestern in der Fulda- gaffc ab.. Die Ehefrau B. war darüber erbost, daß sich ihr Gatte in einer Destillation einen Rausch angetrunken hatte unb macht bemEnt­gleisten" hierüber Vorwürfe. Diese Garbiuen- predigt schien ihm jeboch gerabe recht zu kom­men, hatte er boch jetzt Grund, noch einmal in die Schankstube zurückzukehren. Seine Frau folgte ihm, holte ihn heraus und schlug in ihrer Wut eine große Fensterscheibe ein. Hier­bei verletzte sie sich ihre Hand dermaßen, daß sie bie Hülfe ber Krieger-SanitStskolonne in Anspruch nehmen mußte, bie ihr einen Not- Verband anlegte. In einer hiesigen Färberei verbrannte sich gestern abenb gegen sechs Uhr ein Mäbchen beide Arme schwer. Nach Anlegung eines Notverbanbes mußte sie sich in ärztliche Behanblung begeben.

A Das Wetter am Donnerstag. Der amtliche Wetterbericht sagt für D 0 n n e r s- tag für Hessen-Nassau folgenbe Witterung mä6t« «*

Letzte Telegramme.

(Nach Schluß der Redaktion eingegangen.)

Eholera-Krawalle in Italien.

(Eigene Drahtmeldung.) ,