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Bot durch «Sutjcheiu auf gegebenenÄtetnen Anzeigen" werden die ersten Ist Warte nicht berechnet: jeder wettere Wort kostet nur 2 Psg.

Die Anzetgen-Awuchwe erfolgt durch untere Hanpl-SefchLftSstekle Krln. Str. 5. EchluH der Annahme für btelageämtnunet fpLt. 16 llhr.

Nr 225. 1. Jahrgang.

Caffeler Neueste Nachrichten

Dienstag 29. August 1911.

1 .1 - . ' ---

zwar nur binnen drei Monaten, nachdem « von dem Diebstahl und der Person des DiebeS Kenntnis erlangt Hai. Handelt es sich nicht um einen geringfügigen Gegenstand, so kann, jeder mann Anzeige erstatten, und zwar bis zum Ab­lauf von fünf Jahren, und auch dann, wenn der Dienstherr auf Bestrafung verzichtet hat.

Frau Ä. Polizeiliche Vorschriften, wie law ge das Haus nachts verschloflen sein muß, be­stehen nicht; in der Praxis wird diese Zett von 10 Uhr abends bis 6 Uhr früh bemessen. Wir emvfehlen der betr. Dame, die das Haus um 615 bezw. 7.15 Uhr morgens verlchsen muß und trotz wiederholten Hinweises verschlossen sindet, eine einstweilige Verfügung in obigem Sinne beim Amtsgericht zu beantragen. !

Mm. Das Einkommen aus ausländischem Grundbesitze ist unbeschadet seiner Heran­ziehung zur Steuer im Auslande auch in Preu­ßen steuerpflichtig, es sei denn, daß es sich um steuerpflichtige Ausländer handelt, die nicht, des Erwerbes wegen in Preußen wohnen oder sich aufhalten.

E. S. Die Eltern des, Kindes, das einem anderen Kinde auf der Straße eine VerletzUL« der Backe beigebracht hat. hasten nur dann für den Schaden, wenn er. darauf zurückzuführen ist, daß die Eltern ihre Aufsichtspflicht vernach­lässigt haben. Da das anscheinend nicht der Fall, werden die Eltern zum Ersatz des Scho­dens kaum herangezögen werden können.

Steuern. Es ist richtig. Die Freien Städte tamburg, Lübeck und Bremen kennen keine ommunalsteuern im Sinne der in Preußen bestehenden. Die dort zur Erhebung gelangen­den Steuern sind Staatssteuern, entsprechend dem Umstande, daß diese Städte keine von ihrer staatlichen Verwaltung abgesonderte Ge­meinde-Verwaltung haben.

I. O. Sie sind, da Sie unter 200 Mark Miete zahlen, von der Zahlung irgend welcher Müllabfuhrgebühren befreit, mithin ist Ihr Hauswirt auch nicht berechtigt, von Ihnen eine monatliche Gebühr zu erheben. Sie können mithin die gezahlten Beträge wegen ungerecht- erstgter Bereicherung zurücksordem. Bemerkt sei noch, daß die Müllabfuhrgebühren jetzt von der Stadt und nicht von den Vermieter« (Hausbesitzern) eingezogen werden.

H. D., Körle. Wenn Ihr Einspruch nicht deswegen, weil die vierwöchentliche Frist vet- trichen war, zurückgewiesen ist, ist Aussicht auf Erfolg vorhanden.

3lt »Wellt

derKasseler Neueste Nachrichten".

Tämtltch« an die AuSkun«stelle gertchteteten Anfragen musten den Namen und die Adreffe der Anfragenden ent­halten. $te Auskünfte werden jeweils in der Dtenstag- Nummer mttgetetlt. Bet fchriftfich erbetenen Auskünften ist die Beifügung von Rückporto erforderlich. Sprech­stunden der Auskunftstelle' Mittwochs und Sonnabends von 5 bis 8 Ütjr nachmittags. Sämtliche Auskünfte werden nach bestem Wiffen unbOerotffen, aber ohne Uebernahnte gendwelcher Haftung erteilt.

K. W. Einen Instrumentenmacher namens Richard Manuel kennt die Geschichte nicht. Es lebte aber in Nürnberg von 17081757 ein gewisser Leonhard Maussiel (auch Maussiell), der wohl für das betreffende Instrument in Betracht kommt. Da der Zettel in dem In­strument zum Teil unleserlich ist, so kann man annehmen, daß es sich um diesen Meister han­delt. Dieser zählt zu einer guten Klasse der alten deutschen Instrumentenmacher.

A Z. Es genügt für Katasterzeichner gute Volksschulbildung: vor der Zulassung zur Prü-, fung mutz der Bewerber acht Jahre (minde­stens) in der Katasterverwaltung beschäftigt ge­wesen sein. Dies geschieht bei der Katasterver- wattung, bei den Kataster-Kontrolleuren oder in den Bureaus der Regierung. Wie hoch sich die Kosten belaufen werden, das läßt sich im Voraus nicht sagen. Die Kataster-Kontrolleure gewähren den jungen Leuten meist kleine Ver­gütungen, sobald sie etwas eingearbeitet sind. Die Anmeldung kann jederzeit erfolgen: wegen der Katasterämter bitten wir Sie, das Berliner Adreßbuch nachzuschlagen. Gehalt nach der Anstellung 16503300 Mark und 800 Mark Wohnungsgeld (In Berlin), Hilfszeichner er­halten Diäten von 15001650 Mark jährlich.

A B. Um die Sengflecke aus dem hell­blauen Läufer zu verdecken, ist es nötig, die hierzu erforderliche Farbe'zu bereiten. Zu die­sem Zweck nimmt man eine kleine Stoffprobe des Läufers, schneidet sie ganz sein und kocht sie in nicht zu starker Aetznatronlauge so lange, bis die ganze Farbe ausgezogen ist und die Lauge davon gehörig gefärbt erscheint. Man verwendet möglichst wenig Lauge. Alsdann taucht man trtif einem Schwamm oder wollenen Läpvchen in die Farbe und bestreicht damit die versengten Stellen wiederholt.

Alter Abonnent R. Ä. Eine Milliarde « 1000 Millionen. Es gibt mehr als eine m auf der Welt, die im Besitz einer Mil­liarde ist. Im übrigen siehe unter Auskunft­stelle P. K. in Nummer 213.

M. G. Sofern die Reiherfedern sehr schmutzig und fettig sind, müßten sie in einer schwachen Pottaschelauge gekocht werden. Nach­dem die Federn getrocknet sind, benutzt man eine recht weiche Bürste, die man in Benzin getaucht hat, um damit vollends allen Schmutz zu entfernen. Mit Magnesiapulver wird nach­gerieben. Man kann aber auch etwa 50 Gramm seingeschabte venetianische Seife in 21/, Liter heißem Wasser schaumig schlagen. Mit dem abgekühlten Seifenschaum wirb die auf dem Tische ausgebreitete Feder gewaschen, die man vorher in kaltes Wasser getaucht hat. Hierzu bedient man sich eines reinen Leinenlappens. Hierauf wird die Feder in lauem Wasser ge­spült und durch Schwenken in der Luft getrock­net. Alsdann bestreut man glühende (nicht rauchende) Braun-, bester noch Holzkohlen mit Schwefelblüte und hält die Feder unter fortge­setztem Drehen in ziemlicher'Höhe darüber.

Neugieriger. Woher der Schlammgeschmack mancher Süßwasserfische stammt, ist mehrfach untersucht worden. Zuerst nahm man an, daß er auf den Einfluß faulender Bestandteile des Schlammes zurückzusühren ist: doch ergaben Aquariumversuche, bet welchen Fische in Behäl­tern mit schlammigem Untergrund gehalten wurden, daß jener eigentümliche Geschmack auch nach mehrmonatigem Leben in solchen Behäl­tern nicht eintrat. Andere Fischzüchter behaup­ten. der Schlammgeschmack rühre davon her, daß die Fische eine bestimmte Algenart. die »stinkende" Chara, fressen, doch auch das ist falsch, wie entsprechende Aquariumversuche zeigten. Neuerdings ist festgestellt worden, daß eine andere Algenart, die Oscillarie, an dem Geschmack schuld ist, Am meisten nehmen die Fische an. die hauptsächlich von pflanzlicher Nahrung leben, jedoch auch die andern, weil sie wieder solche Fische und andere Wasfertiere ressen, die sich von den Oscillarienalgen ge­nährt haben. Der Versuch. Fische in einem mit Oscillarien bewachsenen Behälter zu halten, brachte sebr bald den eigentümlichen Geschmack bervor, der manche feinere Fischsorte fast gänz­lich' ungenießbar macht und der mit dem Ge­ruch dieser Alge durchaus übereinstimmt.

S. E. Meerschaumkitt fetzt sich zusammen aus einem Teil feingestoßenen Gummiarabi­kums und einem Teil fein geriebener Kreide, die man mit Wasser zu einem dicken Brei ver­rührt. Diesen bringt man auf die Bruchstellen und drückt sie vorsichtig zusammen; läßt sie aber einige Tage in Ruhe, damit eine völlige Ver­bindung eintritt.

B. B. Personen, die auf die Vergünsti­gung Anspruch machen, auf Grund ihrer künst- lerischen Leistungen den Berechtigungsschein zum Einjährig-Freiwilligendienst zu erhalten, haben ihre amtlich beglaubigten Zeugnisse der Ersatzkommission ihres Wohnortes einzurei­chen, die alsdann entscheidet. Außerdem sind die Betreffenden nur einer Prüfung in den Ele- mentarkenntnissen zu unterweisen, .nach deren Ausfall die Ersatzbehörde dritter Instanz end­gültig entscheidet, ob der Berechtigungsschein zu erteilen ist oder nicht. Die Prüfung in den Elementarfächern wird anläßlich der Prüfung für den Einjährig-Freiwilligendienst von der Prüfungskommission vorgenommen. (Vergl. Wehrordnung § 89, 6.)

Wwe. B. in Rotenburg. Durch das Schwe­feln leidet Politur und Stoff der Möbel immer etwas. Was soll aber mit dem Schwefeln oder selbst mit einer Formalinräucherung bezweckt werden? Gewiß, der im Raume etwa herum­flatternde Mottenschmetterling wird vernichtet, aber die von ihm in der Polsterung abgelegten Eier und die daraus entstehenden Maden und vor allem die Puppen, die eigentlichen Schäd­linge, kümmern sich den Teufel um eine Räu­cherung. Wirksam ist häufiges Ausklopfen, um die Entwickelung der Eier zu verhindern, und das Absuchen der Polster mit den Finger­spitzen nach den Mottenpuppen. Herausreitzen und Verbrennen der letzteren.

H. Sch. Um sich einen Aufenthaltsort zur Erholung für drei Wochen auf dem Lande oder bei einem Förster in Thüringen oder der Rheingegend ausfindig zu machen, dürfte ein dementsprechendes Inserat in demAllgemei­nen Anzeiger, Erfurt" oder demCölner Tage­blatt, Cöln" oder demGeneralanzeiger Düs- eldorf" Ihnen genügend Angebote bringen.

Ae Rechts-Auskrrnst-Aelle.

R. T. Wenn ein Dienstbote Sachen von un­bedeutendem Werte stiehlt, hat nur der Dienst­herr das Recht. Strasantrag zu stellen, und

Wortlaut des Inserats:

Auf Geschäftsinserate findet der Gutschein keine Verrechnung, ebenso sind Anzeigen von Stellenvermittelr.ugsburcaus, Althändlern, Häuser- und Grundstücksmaklern von dieser Vergünstigung ausgeschlossen. Derartige Inserate werden als Geschäfts» Inserate betrachtet lind demgemäß berechnet.

Gutschein.

Bei allenKleinen Anzeigen' (Stellen-Gesuche und Stellen-Angebote, Vermietungen, Mictgesuche, Ankäufe und Verkäufe, Verloren, Gefunden, Grundstücks- und Geldmarkt, Unterricht rc. rc.) werden bei Benutzung dieses Gutscheins

die ersten zehn Worte nicht berechnet,

iedes weitere Wort kostet nur 2 Pfg. Abgekürzte Worte werden für voll gerechnet. Ziffern gelten als ein Wort. Bei Inseraten, die mehr als einmal aufgegeben werden, findet nur ein Gutschein Verrechnung. Schlutz der Annahme von Gutscheinen für Sic Tagesnummer in der Geschäftsstelle, Kölnische Straße 5, bis 10 llhr früh, ür die am Sonnabend erscheinende Sonntagsnummer Sonnabend früh 9 llhr.

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- Neuesten Nachrichten erbeten. 1"

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Off. H. 650 a. d. Geschähst, der Casseler Neuesten Nachrichten.

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