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Nummer 224,

I, Jahrgang.

WMWe AMMN

Lsffelrr Abendzeitung

hessische Abendzeitung

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Sonntag, den 27. August 1911

Ln M-L-n b-Aiel- zu verleihen Die Kaiserin hat den sich und ihre iHnhJr I vohenzollern e.n Familienleben be­

fürchten sein.

Zwei neue KaiserReden.

lieft und

Ein Aufruf des Fremdenverkehrsvereins.

«en, ebenso wie andere Küstenstriche in Mit-

$ri , _ <'vuui| vuutll,

'** ihre Kaufkraft natürlich lächerlich ge-

vater ist der Landwirt Eberhardt. Nach vollbrachter Tat versuchte der Mörder . zu fliehen; der sofort alarmierten Polizei gelang es jedoch, ihn noch rechtzeitig zu verhaften. In dem Dörfchen herrscht eine furchtbare Auf­regung, da die Ermordeten alle sehr beliebt waren.

das Familienleben zu stärken und die Aufga­ben der Weiblichkeit zu erfüllen und ihr neue

fließen. Leider ist dem durchaus nicht so. Eingekeilt zwischen die Höhen des Groben Atlas und des Antiatlas, schmachtet der Land­strich unter tropischer Sonne. Schon der Um­stand, daß Agadir bislang keinen Europäer be­herbergte, beweist zur Genüge, wie schwierig dort der Aufenthalt für Nordländer ist. Das Wadi Sus, eine große Oase, vermag in gün-

JuferttonSprets«: DK fechSgespalten« Zelle für einheimische Seschäst« 15 Bin für auswärtig- Inserat« 25 Pf, Sieklam-zeile für einheimisch« ««.' fwe 40 Pf, für auswärtig- 60 Pf. Geschäftsstelle: «ölnisch- Etrab«5 Berltner Vertretung: SW, Krtedrtchstr-H- 16, Telephon- Amt IV «76*

schert, wie es vielleicht nur die Königin Louise vor ihr getan hat. Und ist sie'ein Vorbild geworden als deutsche Mutter, indem sie ihre sechs Söhne zu crn« I ften tatkräftigen Männern erzogen hat, die nicht gewohnt sind, sich bequem auf ihre Stel­lungen und Titel zu stützen, und wie viele junge Leute der Jetztzeit dem Genuß zu leben, sondern in harter Pflichterfüllung ihre Kräfte dem Vaterlande zu weihen und wenn es ernst wird, freudig bereit sind, ihr Le­ben auf dem Altar des Vaterlandes zum Opfer zu bringen. Ich benutze gern diese Gelegen­heit, um Ihrer Majestät meinen Dank

Diesem politischen Zweck zuliebe bringt Frankreich die Riesenopfer, für die es <vom rein wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet) in absehbarer Zeit aus MaroKo nicht einmal die Zinsen herauswirtschasten kann, obschon das Land nördlich des großen Arlas infolge feines _ subtropischen Mittel-

, . Aitern abend sand in dem Salon des Kaiserhos in Altona die Festtafel für die Provinz Schleswig-Holstein statt. Wäh­rend der Tafel erhob sich der Oberpräsi- oentvonBülow und begrüßte den Kaiser der neben der Kaiserin saß, in längerer Rede,' woraus der Kaiser mit einem Trinkspruch ant-

I wartete, in dem er aussührie:

| Als wir vor sieben Jahren aus dem glei- i I rijen Anlaß hier weilten, konnte ich Ihnen die Verlobung meines ältesten Sohnes mit der holden Fürstcntochter aus dem Mecklenburger Lande mitteilen. Der Himmel hat die Ehe »feiner Kinder reich gesegnet. Inzwischen wurde der Segen der Ehe auch zwei weiteren meiner Söhne beschert. Durch den Eintritt der lieblichen Tochter aus dem Hause Glücks­burg in mein Haus knüpfen sich frische Bande zwischen Schleswig-Holstein und mit zu denen, die schon bestanden durch meine Verbindung mit Ihrer Majestät der Kaiserin, der herr­lichen Frau, die als Königin von Preußen und deutsche Kaiserin die Erste in unserem Lande ist. Sie wird, davon bin ich überzeugt leder Schleswig-Holsteiner gern als seine Landsmännin ansehen. Meine Frau ist stets bereit zu helfen, wo Not LU lindern ist.!

Herr Oberbürgermeister! Ich sage Ihnen meinen herzlichsten Dank für Ihren freund­lichen Willkomm, ebenso im Namen meiner Frau. Die Stadt hat eine schwierige Lage, das weiß ich. Eine jüngere kleine Schwester neben einer großen wichtigen Hansastadt hat es selbstverständlich nicht leicht. Aber wie Sie I j$on erwähnt haben, ist mein landesväter- j | liches Herz stets beschäftigt, der Stadt nach­zuhelfen und sie zu fördern. Ich Hobe die feste Ueberzeugung, daß der zähe Wille der Bürgerschaft und die schleswig-holsteinische Ausdauer, die ihr Charakter ist, alle Schwierig­keiten überwinden wird. Immerhin kann ich I konstatieren, daß seit meinem letzten Besuch die stadt sich recht prächtig entwickelt hat, und daß die Schar der Kinder einen sehr bedeutenden Zuwachs der Bürgerschaft darstellt. Ich bitte sie, bei den Bürgern Altonas, Männern. Frauen und Jungfrauen der Dolmetsch unseres Dankes und unserer Gefühle zu sein.

Uled Yahta würden sich erst legen, i.

Deutschen da« Gebiet verlassen hätten. Sie hätten daher vom Kalifat dringend die beschleu- ntgte Abfahrt des vor Agadir liegenden deutschen ^üchstchtslofe Vorgehen der

Frankfurt a. M., 26. August. (Pri­vat t ele g r am m.) In Rentel bei Großkarben hat sich heute nacht eine furcht­bare Familientragödie abgespielt ^>er fiebenundzwanzigjährige Paul G und Er­lach, der vor etwa Jahresfrist feine Fa­milie im Stich liest und nach London flüch­tete, kehrte in der vergangenen Nacht in die Wohnung seiner Schwiegereltern, bei de­nen sich auch die Frau aufhielt, zurück. In den Morgenstunden erschoß Gunderloch fernen Schwiegervater, den Land­wirt Eberhardt, seine Schwieger­mutter, seinen Schwager, seine Schwägerin und seine Frau Daraus flüchtete er und konnte bis jetzt noch nicht verhaftet werden.

Frankreichs Wünsche zu erfüllen; denn der Alt­meister deutscher Politik sah in den Herkules­arbeiten, die unsre Nachbarn in Afrika erwar­tete. ' "' '

auszusprechen für den Segen, den sie meinem Hause gebracht hat. Bei meinen vielen Besuchen, die ich diesem schönen Lande gemacht habe, zu Wasser und zu Lande, habe ich mich freudig überzeugen können, daß Schleswig-Holstein vorwärts strebt und sich weiter entwickelt, zumal der land­wirtschaftliche Teil feiner Bevöfterung. Wie in allen anderen Teilen des Vaterlandes sehen die Landwirte dieser Provinz der Entwicklung dieses Jahres mit Sorge entgegen. Was der Staat leisten kann, um zu helfen, ist ge­schehen und wird geschehen. . Ich meine aber, daß man auch die Dürre dieses abnormen Jah­res als eine Prüfung des Himmels an­sehen soll, der wir uns zu beugen haben. Möge Schleswig-Holstein sich fernerhin fortschreitend entwickeln, möge das schöne Vaterland Ihrer Majestät der Kaiserin zwischen Königsaue und Elbe auch fernerhin -Senfo und treu stehen zum Königreich Preußen wie zum deutschen Vaterlande, möge die Bevölkerung bestrebt sein, sich in hingebender Treue und An- hänglichkeit an mein Haus von keinem Teile meiner angestammten Lande übertreffen zu lassen. So trinke ich dieses Glas, gefüllt mit deutschem Wein, auf das Wohl von Schleswig- Holstein, dasewig ungedeelt" mit dem Vaterlande verbunden sei. Schleswig-Holstein Hurrah, Hurrah, Hurrah!

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I und als er vor etwa einem Jahre seine noch ! junge Frau und Kinder im Stich ließ und nach London ging, beglückwünschte man die hinter­lassene Frau, von einem fuiunn anenschen be­freit zu sein. Sie schlug sich und ihre Kinder wacker durchs Leben und dachte nur noch selten an den treulosen, schechten Mann. Doch sie ver­gaß dabei die surchtbare M ach t des Schicksals. Unerwartet kehrte der in London sich aufhal­tende Renteler Arbeiter die vergangene Rächt zu seinem Heimatdörfchen zurück, einen längst- gereiften, furchtbaren Racheplan im Herzen. Bei seinen Schwiegereltern, wo sich auch seine zu­rückgelassene Familie befand, erhielt er mit­leidige Unterkunft. Und dort vollbrachte Gun­derloch nun die furchtbare Tat. Er schlich sich

Ln dem idyllisch an der Nidda gelegenen oberhessischen Dorschen Rentel im Kreise Friedberg hat sich in der vergangenen Nacht E furchtbare F am ili entra g ö d i e abgespielt, die m ihren grausigen Einzelheiten

in sungster Zeit in Hessen geschehenen Mordtaten übertrifft. In dem Dörfchen war der erst siebenundzwanzigjährige Arbeiter Paul Gu über loch wegen seines arbeits­scheuen, tuckilchen Wesens überall aemteben. I

Julians einzuhol-n, mache die herrschende Erbitterung nur begreiflich Ein d°ubcher Unterhändler in Ta r uda n k soll, als

kommunale Fremdenverkehrspolitik erst gelangen, wenn die heilkräftigen I e I i e n auf Wilhelmshöhe uns neben den Passanten alljährlich viele Tausende Badegäste I zuführeu. Nimmt man an, daß von den I 968 804 Kurgästen, die nach einer amtlichen Statistik im Jahre 1905 deutsche Bäder aufsuch- I ten, durchschnittlich 400 Mark ausgegeben wer-

f" ergibt sich ein Jahresumsatz von 377 137 733 Mark für den Gebrauch von natür­lichen Heimitteln. Der wachsende Volkswohl, ltand und das zunehmende Erbolungsbedürf- nis haben auch in den letzten Jahren trotz zahl­reicher Neugründungen den allgemeinen Bä­derverkehr stark gefördert. Für eine gewinn- bnnoenbe Ausnutzung einer Heilquelle von der Beschaffenheit der in Wilbelmshöhe versuchs- wei;e erbohrten bestehen die besten Aussichten. Eine Normalquelle von 41 Grad Celsius na­türlicher Wärme ist bekanntlich vor zwei Iah. ren erschlossen worden; die von ersten Fachleu­ten wie Professor Fresenius und Beyschlag er­statteten Gutachten sind denkbar günstig. Soll Cassel keinen Anteil haben, an dem Goldschatz von dem eine starke Ader in Wilhelmshöhe lagert, nur weil die geringen Bergunqskosten nicht Mr Verfügung gestellt werden? Spä er" Geschlechter mußten uns mit Recht diesen

Mangel an Unternehmungsgeist FJ? Sorwutf machen. Jeder Geschäftsmann, dem das eigene und der Vaterstadt Wohl am

vor allem Aufgabe der besonnenen Presse, das Märchen zu widerlegen, das uns von einem k Sudmarokko goldne Berge ver­beißt. Eine deutsche Okkupation in Süd- ^lbst wenn sie.keinEpE- we Verwicklungen im Gefolge hätte) für das Rei<b von recht Problematischem Wert sein, und jedenfalls würden wir daheim reich- ftch lange auf die Milliarden warten können die in der krieglustigen Presse für unfern Han-

Soll sich dieses jahrelange Sehnen endlich verwirklichen oder wird es jetzt ein für alle­mal zu Nichte? Zum 1. Oktober wird diese für I unsere Stadt hochbedeutsame Entscheidung fallen. Der Fremdenverkehrsverein, der berufen ist, alle Bestrebungen zur Hebung des Casseler Verkehrs zu fördern, erscheint hier- mit auf dem Plane, um der Bürgerschaft die Wichtigkeit des Unternehmens für das weitere Gedeihen unserer Vaterstadt eindringlich vor Augen zu führen. CasselskünftigeEnt- Wickelung liegt nicht nur auf gewerblichem ! Gebiete; hierfür sind die wichtigsten Voraus­setzungen anderwärts viel günstiger. Dagegen bilden die landschaftlichen Reize der Stadt und ihre zentrale Lage im Eisenbahnnetz die besten Vorbedingungen für eine weitere Ausgestal­tung des Fremdenverkehrs. An Versuchen, un­serer Vaterstadt die ihr zukommende Stellung im internationalen Fremdenverkehr zu ver­schaffen, hat es bisher nicht gefehlt. Es sind dies jedoch nur Traktätchen im Vergleich zu der Radikalkur, die jetzt angewandt werde» soll und muß. Zu ganz bestimmte» Zielen wird unsere private und

Sustals bemächtigt. Es ist jedem, der sich mit dem Studium Rordafrikas beschäftigt hat überhaupt schleierhaft, wo in de» Wüsten Ma­rokkos solch Heidengeld stecken soll. Das Sul­tanat Maghreb el aksa hat heute, nach ziemlich genauer Schätzung, rund acht Millionen Ein­wohner. Davon aber sind genau achtund­neunzig Prozent halbwilde Ber-ie,- ~ t -----------------» ...

ber und Araberstämme, die nomadisierend das' ^abren, Weizen, Gerste. Mais, Datteln

gewaltige Land durchziehen, oder aber lwo fie Ilmb a6nIic6c Produkte natürlich hervorzubrin- seßbaft sind) das zwar einträgliche, für Irem- 5«"«toic anbcre Küstenstriche in anft. be aber minder angenehme Räuberhandwerk Aber uns lockt ja in erster Linie der

ausüben. 0 D f Erzreichtum des Atlas, von dem die Gebrüder

Europäer leben in dem eine halbe Million Mannesmann uns Wunderdinge berichten. Quadratkilometer großen, äußerst dünn bevöl- dislang führte Marokko allerdings keine Mi- kerten Reich (ouf einen Quadratkilometer tont- nullen aus, bezog sie vielmehr aus dem Aus- men nur achtzehn Bewohner) etwa vier- bis 1 , ' selbst den Erzreichtum des Hin- fünftaitfenb. die französische Jnvasionsarmee tenandes von Agadir als Tatsache angenom- natürlich nicht mitgerechnet. Da die Einae dermochte dies uns besonders zu locken? bornen keine Gewerbe betreiben und auch Na-1! - 9em?er Marokkos versichert, daß Erz- turprodukte nur für den eignen Bedarf bauen im Sustal alle dreibunderttausend

ist ihre Kaufkraft natürlich lächerlich aeI«-"^"krieger zumheiligen Krieg" gegen die ring. Unsre Kaufleute würden, falls sie nicht IEindringlinge anlocken würde». Am besten Wüstensand in Zahlung nehmen wollen also en b aber bie Herren Mannesmann, de-

~aS Ka iserpaar traf gestern mit dem . i Pnnzen Adalbert und der Prinzessin Viktoria , Luise m Altona ein. Auf dem Bahnsteig 'i '""',«»»um uie foeunruDt= j 4. -----v > -> -1 hatten sich zum Empfang eingefunden: Der

im Volk gewachsen ist. erscheint es daher - ^tlich besorgt war. Kronprinz Prinz und Prinzessin Eitel Frie-

hnr nir»«* v - - ! ^rankretäst« 9«itnr8h» s.» I drtch, die übrigen Prinzen, der Großherzog von

Oldenburg, Prinz Friedrich Leopold, die Spit- ui« «iure rnamoarn IN Afrika erwar-1 ber TOilftär" und Zivilbehörden, General-1

*. die beste Ablenkung ihrer überschüssigen Le.,2nar^aH bon, Haeseftr und Fürst Fürsten- ! Kräfte. Vielleicht verdanken wir auch nur di-^! uo K £.e8TH N bk Gäste

k^Umst°nd die jetzt vierzigjährige Frie-1 Schna ckenbu?g ;ink°Anwrache' ^ute ist man in Deutschland dem Kaiser einen Ehrentrunk darbwt In seiner leiser, als der Alte im Sachsenwalde es Rede führte Oberbürgermeister Schnackcnburg mar i empora mutandur! Doch zurück zum aus, nachdem er auf die früheren Anwesenhei- ----------vvut IUI umern »an«i' 01 -Keä in dem lnach der Meinung 'en des Kaisers in Altona hingewiesen, daß del herausgerechnet werden, wenn er tiw des ungezählter Volkgenoffen) Milch und Honig Altona infolge seiner Lage neben.Hamburg mit er na) ces o.ik - ----- . "I außergewöhnlichen Schwierig­

keiten zu kämpfen habe. Mit Genugtuung habe man aber bemerken dürfen, daß die Staatsregierung diese schwierige Lage erkannt! habe. Die Anwesenheit des Kaisers werde als glückverheißendes Zeichen dafür angesehen, daß * bie Stadt zu neuem Gedeihen unk neuer Blüft I Soolbad Wilhelmshöhe emporarboiten werde. Der Kaiser erwiderte mit folgenden Worten:

Wüstensand in Zahlung nehmen wollen, also!' , ,, , ... ..................

mum Geschäfte machen können Dies illustriert ~cn c§ rc*t ueleqen käme, wenn sie unter ber wobl am besten die Tatsache, daß de'r Einfuhr- £bbut be§ 3ieit68 i6re letzt sehr problemati- handel. der beute meist in den Händen ge- Swurlrechte ausüben dürften. Doch für schafttüchtiger Briten ftegt, auf den Kopf der ba8 9icic& toaIe ein teurer Spaß. ** ?Cb^£fer~na nui l-chs Mark beträgt. Und daß » ?

deutsch- Tertilimporieure trotz größter Bemü- FaMMkN-Tragodre M Sbekheffe«. »SLLch ?£'»' W6 " Sel" """ ,,Ma:

800 000 Mark im letzten Jahr abzusetzen ver° I mochten. Diese Feststellung scheint nun aller­dings die Tatsache Lügen zu strafen, daß die Franzosen so gewaltige Anstrengungen machen, die unbotmäßigen Horden desFürsten der Gläubigen^ unter ihre Herrschaft zu zwingen. Aber man darf dabei nicht vergessen, daß Frankreichs Bemühungen ausschließlich dem Marokko nördlich des Großen Atlas dienen.!

lenem Gebiet, das den Zugang z»m Mit­telmeer beherrscht und die natürliche Fort- fttzung des sranzösischen Schutzgebiets von Tunis und Algier »ach dem atlantischen Ozean zu bildet. Diesen Landstrich benötigt Frank­reich unbedingt zur Komplettierung seines nordafrikanischen Kolonialreichs, das die Pa­riser Regierung zu den tatsächliche» Herren des Mittelmeeres machen soll.

3ng Möklhen bunt s b^ran3ofen b,e Möglichkeit ge.

J I UUW dUV. wahrt, aus ihm mit der Zeit einen ähnlichen Afrikanische Dichtung und afrikanische Wahrheit. Garten zu machen, wie aus Algier Unsre Ma- Wie aus Eafablanca berichtet wird, fallen rokkofreunde haben nun allerdings auck darin die um Agadir liegenden Stämme über da«Un. recht Sa 6 U J T ° J

betl" entrüstet fein, dar die Deutschen im , TT "1® ,bcr handel des Sultanats IN den Hinterland von ®u« ungerichtet haben. Die Un- lc-fert Jahren umfangreicher geworden ist.

_u"ter den Stämmen der H a u r a und Aber diese Steigerung ist doch recht bescheiden Ü HE* Em -^hre 19M die Einsuhr !?»d 32 Millionen und die Ausfuhr 34 Millionen Mark betmgen, beliefen sich diese Zahlen nach der ,,, - --------ccr ätzten Statistik auf rund 49 Millionen und

«SS «XllS'steSTJ-l' Ld°-®«. fuör erklärt sich ziemlich zwanglos aus dem o ---------- - ,uu. al3|2Sflc6fen der nordmarokkanischen Franzo-

getöt^ wordenktn^Na» E o l o n i e n und dem erhöhten Bedarf in- in das Schlafzimimr' "de'r ^Familie ''HTo

? Evasion. Der Hauptanteil an die- fünf Fami?tenangehörige 'erschoß P at onen te,per Steigerung ist daher auch den Franzosen Am Morgen fand man die Leiche» seiner . Ler .Schrei nach Marokko- der täaJen" Tie Bedürfnisse der Eingebornen Schwiegereltern feines Schwagers, feiner lich aus be» Spalte» der Presse deut/cber Rra f,nb 'ebenfalls nur ganz unwesentlich gewach- Schwägerin und ferner Frau. Sein Schwieger- marbaffe und Sratenbaiben ertoaHt tat kwar Moment aber ist gerade der entJ^ her

glücklicherweise i» der Berliner Wilhelmstraße '^^ dcnde.. Der Ausfuhrhandel, der mit der letn Echo gefunden. Aber dennoch haben die («.,nTIlbj!teifiCruna nidlt Schritt hielt, hat sich überschwengliche» Schilderungen der am @ul- LbenJ.^8."ur l" Nordmarokko gehoben, dessen tanat Maghreb el aksa (ober richtiger- Der an löie «ksagt. benen Algiers ahn­den internationalen Raufhändeln die um sei- 9t6er eben dieses Land ist für »ns

nettoiffe» entstehen können) Interessierten dazu * ßem ^aßre 18^0 verloren, als es die, beigetrage», in weiten Teile» des deutsche» N°aenannte erste Marokkokonferenz i» Madrid Dtt Kaiser ÜU dtt Wasserkante Volks ganz falsche V o r st e l l u n gen über ^r französischen Interessensphäre gegen die' '

be» Wert Marokkos (und namentlich Südma- '^U "berließ, daß ber Handel ber übri- roHo3 zu erwecken. Im jetzigen Moment in ?-e,l Machte im Atlasgebiet dieoffene Tür" bem burch be» vorläufigen Abbruch ber deutsch- .

französischen Verhandlungen die Beunruhi-1... Bon besonderm Interesse ist. daß Bis