Nummer 212
Tsffklkr pbrnlizkitung
hessische Abendzeitung
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Fernsprecher 951 und 952.
Sonntag, den 13. Angust 1911
Fernsvrecher 951 und 952.
»Dreimillionenpartei- stellt grundsätzlich in jedem Wahlkreis (fti's Hinterpommern oder industrieller Westen) einen eignen Kandidaten auf, um sich auch im Fall der Aussichtlostgkett des Bemühens am Zuwachs der Wählerstimmen berauschen zu können. Da der Reichbezirk rund vierhundert Wahlkreise umfaßt, läßt sich leicht berechnen, wie stark der tatsächliche politische .Marktwert- des Kandidaten-Rc- kords von neunzehnhundertelf von dem Massenaufgebot der Arbeiterpartei beeinflußt wird. Nach der Sozialdemokratie marschieren die Freisinnigen mit (schon jetzt!) hunderteinundneunzig Kandidaten an zweiter Stelle, an dritter die N atio nallib era len mit hundertsechzig und die Konservativen an
Frankfurter Hresse NarHal.
Bestellte Schmäh-Artikel als Mittel im Konkurrenz-Kampf!
sten und Verteidiger in den letzten Spionageprozessen Justizrat Dr. von Gordon-Berlin zur Mitwirkung an der Verteidigung gewonnen. Irgendeine Unterhaltung mit Angehörigen des Beschuldigten in Wiesbaden hat nicht stattgefunden. Verwandte des Mr. Stewart sind seit seiner Verhaftung überhaupt nicht in Deutschland gewesen.
teressen, wie grade die von Heydebrand zur modernen .Betriebform- belehnen Konservativen: In der gesamten konservativen Presse (das kleinste Kreisblättchen im weltfernsten Erdenwinkel nicht ausgenommen ) macht sich seit einigen Monden ein .moderner Zug" bemerkbar; die früher inhaltlich sehr dürftigen, parteipolitisch-trocknen und das Lesebedürfnis des zwanzigsten Jahrhunderts souverän ignorierenden Blätter der Partei sind zur modernen „Aufmachung- übergegangen, haben gemeinschaftlich einen ausgedehnten Nachrichtendienst organisiert und mühen sich, dem Leser nicht nur dünn-suppige Politik, sondern auch interessanten Nachrichten- und Unterhaltungstof zu bieten.
Selbst Organe von ewig unbestrittner Langstieligkeit, die mit dem Strickstrumpf in der Hand ein halb Jahrhundert und länger allen Fortschritt und jegliche technisch-kulturelle Entwicklung argwöhnend gemieden haben, sind dem Jungbrunnen Heydebrand'scher Erkenntnis wie neuverjüngt entstiegen, und mühen sich, in den leichtern Boden des zwanzigsten Jahrhunderts Wurzeln hineinzutreiben. Das alles geschah(und geschiehttnicht von ungefähr, ebensow.enig wie die brsremdlicheHausse in konservativen Zeitunggründungen, Verlag-Ankäufen und Umwandlungen, und es will dieser (soweit bisher ersichtlich: Erfolgreichen) Ge- chäftigkeit gegenüber nicht viel besagen, daß der Romantiker-Plan der Schaffung einer kon- ervativen Reichspartei mit dem Hauptsitz in München zurzeit „wegen der Ungunst der Verhältnisse- zurückgestellt werden mußte. Wohin man schaut: Nervöse Arbeithast und das deutliche Streben, die Unterlassungsünden vergangner Tage durch forcierten Fortschritt-Drang wieder wett zu machen. Das ist die konserva live „Renaissance-, die zwar in den Funda -- mentalgrundsätzen des Konservatismus kein Steinchen lockert, den äußern Parteibetrieb aber den Anforderungen der moder-
sslshundert Kandidaten!
Fünf Monde vor der Reichstagwahl.
Wir kennen bisher weder die „Wahlparole- des Herrn von Bethmann Hollweg, noch wissen wir Verläßliches über die Terminpläne der Regierung für die kommende Reichstag. Wahl; es ist nur zweierlei bekannt: Erstens steht (angeblich!) auf dem Aktenstück, das zurzeit in der Berliner Zentral-Kanzlei in Vorbereitung ist, der Sach-Vermerk „Betrifft Reichstag-Wahlen Januar neunzehnhundertzwölf-, und zum zweiten erfreut uns die Kunde, daß bisher elfhundertzwei wackre Männer vom „Vertrauen der Wähler- als Kandidaten für die Lederpfühle im Wallothaus auf de« Schild erhoben worden sind. Eine Ziffer, die stolz und imposant wirkt, die den „Persön- lichkett-Wert- wieder im Kurse steigen läßt, und die schließlich auch geeignet wäre, das griesgrämige Gerede über die „Flucht vor der Politik- und die „Verödung des Parlamentarismus- Lügen zu strafen, wenn fie ... beweiskräftig wäre. Leider aber ist sie's nicht! Sie ist lediglich'eineZiffer aus vier bescheidnenZahl- zeiche« und registriert nur ttocken die Menge der Hoffnungen, ohne sich um den G e h a l t zu sorgen. Wären die Elfhundett, die am „Tag von Philippi- wuchtig um des Sieges Palme ringen werden, von ftoher Kampfbegeisterung auf die Schanzen gerufen worden: Man dürfte es loben und daraus die Hoffnung schöpfen, daß die Freude an der Politik und die tätige Mitwirkung am Reichgeschick im Volk wieder Wurzel fasse, nachdem die Periode der Verdrossenheit und Unlust überwunden.
Die Elfhundertzwei indessen können zu solchem Hoffen nicht ermuntern: Sie re- präsentteren lediglich die Frucht parteipolitischer Emsigkeit und geschäftiger B-rtrauens- männer-Rendezvous. Und das mindett den Effekt um ein Beträchtliches. Die rote
von denen der Verlag des Franksurter General-Anzeigers weder Kenntnis noch Ahnung hatte. Die anständige deutsche Presse bat ein Interesse daran, daß der Fall restlos im ganzen Gewirr der Jntriguen und Kabalen aufgeklärt wird, denn es ist in der deutschen Presse bisher üblich gewesen, des Standes Würde vom Schmutz des Äeptilien-Sumpfs rein zuhalten. und wenn nun in der Mainstadt dieser vornchmsteGrundsatz der anständigen Presse frivol in den Staub getreten wird, dann hat die Presse in ihre Gesamtheit die Pflicht, gegen eine derartige Prostituierung des Instruments der öffentlichen Meinung mit aller Entschiedenheit zu protestieren und die O e f s e n t l i ch - keit zum Urteil über die Schuldigen anzurufen !
Der Nordsee-Spion entlarvt!
„Bertrand Stewart, Engländer und Jurist."
Endlich eine halbamtliche Darstellung her Bremer Spionageafsäre: Das Bremer Telegraphen-Büreau Boesmann hat angesichts der vielen Widersprüche, die sich in den Mitteilungen der Presse über die Spionageaffäre finden, und mit Rücksicht auf die Tatsache, daß die zuständigen Behörden auch heute noch erklären, „über keinerlei amtliches Material zu verfügen-, an wohlinformierter Stelle sich eingehend über die Sachlage des Falles erkundigt und teilt als Ergebnis seiner Ermittlungen folgen« des fest:
Amerika« Hölleutage.
Die Opfer der amerikanischen Glutwelle.
(Von unserm Korrespondenten.) r» Rewyork, Anfang August.
Der Telegraph hat in den letzten Woche« Schreckenskunden ohne Ende aus „A m e r i - kas Höllentagen- über den Altantik getragen, aber selbst die grellgefärbtesten Schilderungen verblassen angesichts der tatfäch. lichrn Furchtbarkeit der letzten vier Wochen Wir haben einen Monat schrecklichster Heimsuchung hinter uns und die Zahl der Opfer dieser Schreckenswochen ist Legion. Lassen Sie mich chronologisch erzählen: Da war der zweite Julitag, ein Tag, den die Rewyorker in Jahrzehnten nicht vergessen werden. An diesem Tage war die Quecksilbersäule des offiziellen Thermometers in der Wetterwarte auf drei-
Der Londoner Riesenstreik flank ab! (Telegraphische Meldungen.) Wie aus London gemeldet wird, ist det Streik der Auslader beigelegt. Die ihnen zugebilligte Lohnerhöhung beträgt fünfundzwanzig Prozent. Außerdem ist chre Arbetts- zeit von zwölf auf zehn Stunden herabgesetzt worden. Auch der Fuhrleute-Streik ist beendet, aber seine Wirkungen machen sich noch empfindlich fühlbar. Viele Fabriken im Stadtteil Bermondsey ruhen, und eS herrscht 9? o t unter der Bevölkerung. Tausende von tandschuhmachern, Marmeladensiedern und
ederarbettern sind untättg. Die Lage auf der Paddington-Statton ist unverändert. Andererseits nimmt das Geschäft auf dem Fleischmarkt von Smithfield wieder normalen Charakter an, und das Geschästsleben wird allmählich wieder überall reger.
sausgesperrt werden sollen. Diese Aussperrung soll indessen unterbleiben, wenn die Leipziger Metallarbeiter die Forderung fallen lassen, daß nur mit den Organen ihrer Organisation über die eingereickiten Forde- ntngen zu verbandeln sei. Es erscheint aber kaum wahrscheinlich, daß die Arbeiter von ihrer Forderung abgehen werden. Heber die Stimmung in Unternehmerkreisen wird uns berichtet:
8 Dresden, 12. August.
(Privat-Telegramm.)
Die Forderung der Unternehmer begegnet in den Kreisen der sächsischen Metall-Industriellen scharfer Kritik. Der Unternehmerverband verlangt auch hier wieder Anerkennung seiner Beschlüsse durch die Arbeiter, lehnt | aber deren Organisation durchaus ab und will sich mit ihnen in keinerlei Verhandlungen einlassen. Dieser kurzsichtige und sozial ungerechte Standpunkt wird sich vermutlich heute so wenig wie bei der Chemnitzer Aussperrung und bei früheren Gelegenheiten aufrecht erhalten lassen. Er wird übrigens auch von vielen Unternehmern der Metallindustrie nicht geteilt. Diese denken darüber vielmehr sehr kühl und möchten lieber, daß durch Verhandlungen der beiderseitigen Organisationen der Friede gewahrt bleibe. Jedenfalls haben sie wenig Lust, in dieser austragsreichen Zeit ihre Arbeiter auszusperren. Dir Lage gestaltet sich übrigens dadurch noch schwieriger, daß auch in der Berliner Metall-Industrie ein Arbeitskampf kaum vermeidbar sein wird,
Verlag und Redaktion der „Frankfurter Nachrichten" in Frankfurt a. Main veröffentlichen heute folgende Erklärung: Wir beschuldigen hiermit in voller Oeffentlichkett den „Frankfurter Ge- ueral- Anzeiger": Die seit Monaten m der „Fackel" gegen die „Frankfurter Nachrichten" abgedruckten Schmühartikel find bestellte und bezahlte Arbeit des „Frankfurter General- Anzeigers". In den Räumen des „Frankfurter General-Anzeigers", von seinen Redakteuren und Beamten, auf seinen Schreibmaschinen und auf seinem Papier ist die große Mehrzahl dieser Schmühartikel gegen die „Frankfutter Nachrichten" ab- gefaßt worden. Ten Beweis für diese Beschuldigung führen wir in der unserer heutigen Nummer beiliegenden Broschüre, ohne leider das in unseren Händen befindliche erdrückende Beweismaterial erschöpfen zu können. Die erforderlichen gerichtlichen Schritte zur Durchführung unserer Rechtsansprüche find von uns bereits in die Wege geleitet worden. Die .Frankfutter Nachttchten' haben gleich- zeittg eine Broschüre herausgegeben, in der unter dem Titel: „Enthüllungen der Frankfurter Nachrichten über den „Frankfurter General-Anzeiger" die skandalösen Kontur- renz-Manöver, die aus dem Sumpf der Skandalpresse heraus gegen die Frankfurter Nachrichten geführt worden sind, an der Hand ein- wandfteien Beweismatettals enthüllt werden. Die Broschüre steht jedem Interessenten unent- gelüich zur Versügung. Der Fall steht (glücklicherweise!) in der deuffchen Presse Wohl ein» i g da und wenn es für diese Form des Konkurrenzkampfs eine Entschuldigung überhaupt gibt, so kann es nur die fein, daß es sich bei dem üblen „Fackel-Tanz- um Jntriguen handelt, die aus den Niederungen der Winkel-Journalistik gesponnen wurden und
vierter Stelle mit hundettsechsundzwanzig (dazu siebenunddreißig Reichspatteiler), während das Zentrum im Bewußtsein seiner Stärke und seiner sichern Hochburgen im - Süden, Westen und Osten bisher nur achtundneunzig Erwählte präsentiert. Die Wirtschaftliche Vereinigung hat's bisher auf neunundachtzig Kandidaten gebracht, und der Rest verteilt sich auf die kleinen Parteien und Fraktiönchen: Welfen und Littauer, Dänen und Polen. Wie man sieht, sehlt's nirgends an Eifer und hurtiger Geschäftigkeit, und wenn auch die imposante Zahl der Kandidaten teilweise in scherzhaftem Widerspruch zur politischen Bedeutung der Parteien steht: Man erbaut sich an des Geistes gutem Willen und vergißt für eines glücklichen Augenblicks Dauer des Fleisches kümmerliche Schwäche.
Im übrigen sind die Elfhundert auch nur das sichtbare Ergebnis der „Normalarbeit- vor und hinter den Kulissen und wichtiger ist sicherlich Das, was außerhalb der Wähler- und Agitation-Versammlungen, jenseits des parteipolitischen Blachselds im stillen Kämmerlein der Partei-Strategie an heimlicher Geschäftigkeit geleistet und vollbracht worden ist (und noch wird). Von der Sozialdemokratie darf hierbei abgesehen werden, denn als „geborne- Kampfpartei befindet sie sich ununterbrochen auf dem Marsche und ihre intensive Wahlarbeit zwingt auch den Gegner zur Achtung. Umso zeitgemäßer und interessanter ist ein Blick ins konservative Lager: Herr Ernst von Heydebrand hat vor nicht langer Zeit die Losung zur „Verjüngung der Partei-, zur „Renaissance des Konservatismus- ausgegeben, und wenn man scharf hinschaut, merkt man, daß die Periode der Renaissance im ä u | e r n Bau der konservativen Partei-Organisation bereits längst begonnen hat. Keine Partei entfaltet in neuerer Zeit eine so rührige Tätigkeit zur Einspannung der öffentliche« Meinung in den Dienst ihrer Jn-
Bremen, 12. August.
(Telegraph ische Meldung.)
Der verhaftete Engländer ist ein Jurist
“Vt t ranrt8h LT/r t I wenn nicht bis zum sechsundzwanzigsten
i Ä ■“«* auf dem Wege direkter Verhandlungen
to'tbekanÄet, Solicttor-Nrma zwischen den beteiligten Firmen im Königreich rTrhÄm', ® ,U ^Onro°n,r»“nbJRf I Sachsen und ihren Arbeitern eine Einigung
* öe‘L''5‘er in b.” ^eo'5,atVt,r, ®r ’^.1" | zustande gekommen ist. Wird die Aussperrung
WC^Ln aU '?a!9Cn Verhaltens sistiert und tatsächlich durchgeführt und wird auch Berlin h t s Tx ^enSP 10 ua g e- Grossen; so kommen ttwa d r ei ß i gtau. Verdachts, Fluchtverdachts uns Kol- «„z/Arbeit er in Fraae lisionsgefahr in das hiesige Untersu- --"°e,,er tn Frage.
chungsgesängnis gebracht worden. Man ver- m ,
mutet, ihn in Zusammenhang mit den alten ?uaust.. 'd r iv at-T ele-
Spionageaffären in B o r k u m und Ham- "von
... . , . iDtratzenbayngeseltichaiten von
bu/g bringen zu können; wie weit bieje V-r-1Groß-Berlin, soweit sie im Transportarbeitermutung sich als richtig erweist, kann allein die verband organifiert sind, waren gestern abend Unteriuchung ergeben. Der Beschuldigte be- versammelt, um zu der Lohnbewegung bei der treitet sämtliche ihm zur Last gelegten Berge- j Großen Berliner Straßenbahn Stellung zu hen, jedoch befinden sich seine Aussagen teil- nehmen. Es heißt, daß beschlossen fei, bei weise im Widerspruch mit denjenigen vettiom- einem eventuellen Kampfe sollten sich die An- mener Zeugen. Die bis jetzt aufgenommenen ^/!ellten der anderen Gesellschaften solida- Akten sind inzwischen nach Leipzig gesandt (finT
w°. Über die weitere Behänd^
erfolglos ge
lten Zeit sorglich anpaßt. Das düstre Wort des Propheten von Villa Malta über den „Tag don Philippi- hat im Bereich konservativer Politik Wunderdinge bewirkt, und diese Tatsache ist sicher nicht minder interessant wie das Addition-Erempel der Kandidaten-Massenpro- duktion, das zwar (wenn man will) zur Not noch als Zeugnis unsrer ungeschwächten politischen und parteilichen Fruchtbarkeit angerufen werden kann, imgrunde indessen nur notdürftig des Strebens Kümmernis verdeckt, durch den, .
Talmiglanz der Quantität der Qualität ein- augenscheinlich großen Umfang nehmenden I sieben. ' ” '
fache Lauterkeit zu ersetzen! F. H. | Sache entschieden werden wird. Aus England *
slnd lediglich zwei Personen zum Besuch des ein leitete« Privat-Telegramm Verhafteten hier gewesen, nämlich ein Ange-1 „ leidet uns aus Elbing: Die Arbeiter der stellter seines Bureaus namens Woolf undSchichau-Werft übeneichten gestern ihre ttn der Familie nahestehender Herr namens Lohnforderungen. Sie lassen eine Woche Be- B°t°n Bruce Beide haben die Erlaubnis penkzeit und wollen, falls ihre Forderungen erhalten, ihn im Uniersuchungsgefangnis zu ni(t|t beroiniflt »erben, streiken. Die Fir- sprechen. Iml Einverständnis mit Boston Bruce beschäftigt in Elbttig etwa viertau- ,a* Mr Stewart«, Dr. Finke, send Arbeiter, die ausnahmslos »rganisiett
mit Rücksicht auf die Bedeutung der Sache den momentan in Wiesbaden weilenden Speziali- * *
Bremen, 12 August. (Telegramm unsers Korrespondenten.) Die Mitteilungen über die Persönlichkeit des verhafteten cnglifdsen Spions sind dahin zu ergänzen, daß Berttand Stewatt einer der bekanntesten und gesuchtesten Londoner Anwälte ist. Man bringt feinen Fall in Beziehung zu der Verhaftung des Schiffsmaklers Schultz ans Southampton, der in Hamburg verhaftet worden ist. Trotzdem Stewart bei seinen Vernehmungen, bie vorläufig nicht von dem Untersuchungsrichter, sondern von dem mit dem ErmittelungS- versahren betrauten Richter Sievers geführt werden, jede der ihm zur Last gelegten Straftaten leugnet, haben die bereits vernommenen Zeugen ihn sehr stark belastet, und eS unterliegt keinem Zweifel, daß gegen Stewatt wegen berfudjter und vollbrachter Spionage Anklage erhoben werden wird.
Nene LohMmpfe in Sicht?
Drohende Aussperrung in der Metall- Industrie.
Wie uns ein Privat-Telegramm aus Dresden meldet, haben die dem Verband Deutscher Metallindustrieller angehörenden Unternehmer heute in ihren Bettte- ben eine Bekanntmachung ausgehängt, nach der am sechsundzwanzigsten August sechzig Prozent der Gesamtbelegschaft'