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Nummer 19S.

! Jahrgang.

WUMM llud)rid)ten

Cassrlrr AbenLzeltung

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Fernsprecher 951 und 952.

Sonnabend, den 29. Juli 1911.

Fernsprecher 951 und 952.

nen Anlaß, einer Rede zu mißtrauen,

Die

Las Echo der Asquith Rede.

(Privat-Telegramm e.)

die ein Gentleman in so schicksalschwerer Stun­de im Angesicht der ganzen zivilisierten Welt öffentlich gesprochen hat.

Das Berliner Tageblatt

(liberal) bemerkt unter anderm: Die verständi-

der be-

getoorben wäre. Dagegen haben wir uns, wie ich glaube, durch die bisherigen Erklärungen genügend gesichert. Ich wiederhole, daß wir einen erfolgreichen Ausgang der jetzigen Besprechungen wünschen und ich nöchie im all­gemeinen Interesse einen energischen Appell an

unserer Interessen an ihr infolge vorausgegan- gcnen Stillschweigens Ueberraschung uub Er­bitterung hervorgerufen hätte in dem Augen­blick, wo diese Geltendmachung

zu einer gebieterischen Notwendigkeit

Marokko Tag im Unterhaus.

(TelegraphischerBericht.)'

London, 28. Juli.

niemals einen Einfluß gestatten werden, denn die Interessen des ganzen Lan­des auf dem Spiele stehen ... Als Vertreter der Arbeiterpartei sprach daun Ramsay Maedonald: Dem Ernst der Erklärungen

gen. kühl überlegenden Engländer und die englischen Friedenfreunde, mit denen wir von ganzem Herzen sympathisieren, müssen einsehen, daß zwischen zwei großen Nationen ein freundschaftlicher Verkehr nur auf der Grundlage voller Gleichberechtigung mög­lich ist, und daß jeder Versuch eines Volkes

Sturm oder Stille?

Die neueste Phase im Marokko-Spiel.

Paris, 28. Juli. (Eigene Drahi- meldung.) DasJournal" bringt fol­gende sensationelle Meldung: Obgleich die auswärtige Lage zu keinerlei Beun­ruhigung Veranlassung gibt, hat die Regierung doch umfangreiche Maß­regeln von der Art getroffen, wie sie diese in schwieriger Lage jedesmal trifft. So haben die Kavallerieregimenter, die als Deckung der Armee dienen, Befehl erhalten, bereit zu sein, bei dem er st en Signal ins Feld zu rücken. Die Forts an der Ostgrenze find mit neuem Material versehen worden, das nachts in diskreter Weise dorthin geschafft worden ist. Die Truppen, die während der Winzcrnn- ruhen nach der Champagne entsandt wor­den waren, find eiliginihreGarni- sonen zurückgekehrt.

Zu den gestrigen Erklärungen der engli­schen Regierung über die Marokko-Frage im englischen Unterhaus wird uns von di­plomatischer Seite aus Berlin depe­schiert: Die Erklärungen der englischen Regie­rung haben in Berlin den besten Eindruck gemacht. Man konstatiert mit Genugtuung die Ueber Einstimmung des englischen und des deutschen Standpunkts und erwartet nun­mehr einen ungestörten Fortgang der zwischen Frankreich und Deutschland schwebenden Ver-

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Wie uns ein P r i v a t t e l e g r a m m aus Berlin meldet, begibt sich der Staatssekretär des Auswärtigen Amts, Herr von Kider- l e n - W a e ch t e r, heute abend nach Swine- münde, um dem Kaiser Bor.rag zu halten. In Swinemünde wird dann auch eine Bespre­chung zwischen dem Kaiser, dem Reichs­kanzler und Herrn von Kiderlen statt­finden, von der man in unterrichteten Kreisen wichtige Entscheidungen in der Marokkosrage erwartet.

Wahnsinn oder Tollheit?

Aus einer kleinen Garnison.

Ein Privat-Telegramm meldet un8 aus Zweibrücken: Ein schwerer Fall von Insubordination ist gestern bei dem zweiundzwanzigsten Infanterie-Regiment in Zweibrücken vorgekommen. Auf dem Kasernen­hof des zweiten Bataillons warf der I n s a n - terist Buchmann plötzlich dem Vize-Feld- Webel sein Gewehr vor die Füße und machte es, vor den Hauptmann geführt, diesem mit seinem Seitengewehr ebenso. Der Soldat wurde zunächst zur Beobachtung seines Gei­steszustandes ins Lazarett geschafft, da man annimmt, daß Buchmann plötzlich geistes­krank geworden ist. Der Soldat galt im allge­meinen als ein ruhiger und besonnener Mensch, der seine dienstlichen Obliegenheiten bisher stets willig erfüllt hat, so daß man an­gesichts des gestrigen Vorfalles vor einem förmlichen Rätsel steht. In militärischen Krei­sen wird angenommen, daß Buchmann un­ter der Hitze gelitten hat und daß der Vorfall auf eine plötzliche Störung seines Gei­steszustandes zurückzuführen ist. Das General- Kommando hat über den Fall einen eingehen­den Bericht eingefordert.

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Worms, 28. Juli. (Telegramm uit« sers Korrespondenten.) Bei einer Felddienstübung des Infanterie-Regiments Nr. 117 fielen sieben Mann einem Hitz- schlag zum Opfer. Sie wurden sofort ins Garnison-Lazarett gebracht. Zwei von ihnen liegen in sehr bedenklichem Zustande krank dar­nieder; bei den übrigen ist bereits jede Gefahr beseitigt. Die Militärbehörde hat über den Fall eine Untersuchung eingeleitet.

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Auf dem Nebungsplatz Shrdruf.

Eine militär-amtliche Erklärung.

gestrigen Abendblätter äußern ihre Befrie­digung darüber, daß die englische Regierung in Bezug auf die Marokkofrage einzulenken be­ginnt. DieNeue Freie Presse" schreibt: Es war die höchste Zeit, daß die Sprache gegen Deutschland sich änderte. Das deutsche Publikum hat eine bewundernswürdige Ruhe gezeigt, aber seit einigen Tagen ist doch eine gewisse Erregung zu bemerken. Stimmen werden laut, die verlangen, daß sich Deutsch­land von einer fremden Macht nicht verge­waltigen lassen dürfe und daß es seinen Weg unbeirrt fortsetzen müsse. Die Verdrossen­heit darüber, daß Deutschland in seiner Politik überall der Unfreundlichkeit Eng­lands begegnet, ist nicht unbedenklich. Die fortwährenden Reibungen und Reizungen mö­gen (jede einzelne Tatsache für sich genommen) keine Lebensfrage berühren, erzeugen aber doch in der Gesamtheit das Gefühl, daß England das deutsche Volk in sämtlichen Teilen der Erde in seiner Entwicklung hemmen und nicht zu Atem kommen lassen will. Es werden vielleicht wieder Jahre nötig sein, um die m o r a lis ch e n Verwüstungen zu be- seittgen, die die letzten Tage angerichtet haben.

Zu der von einigen Berliner Blättern ge­brachten Meldung über häufig vorgekommene Erkrankungen infolge der Hitze bei den Truppen auf dem Nebungsplatz Ohr­druf teilt das Generalkommando des elften Armee-Korps in C a s s e l, um einer Beunruhigung der an den Hebungen beteilig­ten Soldaten vorzubeugen, folgendes mit: Die Angaben über die auf dem Truppenübungs- platz Ohrdruf vorgekommenen Fälle von Hitz- schlag entsprechen nicht den Tatsachen, odesfälle sind gar nicht, sondern lediglich einige leichte Ohnmachts- und Er­schlaffungsfälle vorgekommen; noch nicht zehn auf 6000 Mann. In Anbetracht der ungewöhnlichen Hitze, die ja auch unter ruhig auf der Straße gehenden Zivilisten ihre Opfer gefordert hat, ist dies nicht zu verwundern. Bei )er erwähnten Hebung sind ernstere Fälle überhaupt nicht vorgekommen. Die we- nigm Maroden waren fast alle am folgenden Tage wieder dienstfähig. Nur zwei sind über­haupt in Lazarettbehandlung gekommen, von denen der eine bereits wieder gesund, der an­dere außer Gefahr ist. Auch die Nachricht von einem vorzeitigen Abbruch der U e b u n g e n ist falsch. Diese waren absichi- lich auf die kühleren Morgenstunden verlegt, und cm vorzeitiges Abbrechen war umso- wemser erforderlich, als durch Bereitstellung

London, 29. Juli (Privat-Tele- gramm.) In hiesigen parlamentarischen Kreisen wird die gestrige Erklärung des Pre­mierministers überwiegend dahin gedeutet, daß England seinen ganzen Einfluß aufbieten werde, um eine Schadloshaltung Deutschlands innerhalb Marokkos zu verhin­dern. Im übrigen hat die Erklärung trok der darauf folgenden Fanfare des Oppositions­führers Balfour entschieden beruhigend und abkühlend gewirkt. Selbst die extreme Jingopreffe beginnt ihre herausfordernde und überhebende Tonart gegenüber Deutfchland be­deutend zu mäßigen.

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6ine Glimme von der Donau.

(Privat-Telegramm.)

Aus Wien wird uns depeschiert:

Asguiths wird niemand im Hause entgehen. Man kennt die Anschauung der Arbeiterpartei und wir stehen in Verbindung mit benArbeiter- organisationen der andern europäischen Länder. Man weiß auch, daß diese Organisationen mit vereinten Kräften b i s zum letzten Augenblick für den Frieden wirken werden. Die Arbeiter wissen, daß btt Sage ernst ist, und daß sie die internationale Po­litik nicht in ihrer Gewalt'haben; aber es dürfte für die Regierungen aller Länder nützlich sein, zu wissen, daß es starke Organisationen gibt, die bei gutem und schlechtem Wetter für den Frieden einstehen. Zu meinem Schmerz muß ich erklären, daß ich die Aeußerungen Lloyd Georges im Mansionhouse auf das lebhaf­teste bedauere. (Lauter Widerfpruck von Sei­ten der Liberalen und Unionisten.) Wenn diese Erklärungen hätten gegeben werden müssen, so konnte man auch den üblichen privaten Weg beschreiten. So aber haben sie die Grund­lagen gebildet für eine Preßkampagne, die jeder bebauern muß, dem der Friede wertvoll ist.

ßraatz und Fattzo.

Tie Kirchk gegen die Militärverwaltung.

Wie uns ein Privat-Telegramm aus Berlin berichtet, ist dem Kaiser über den peinlichen Vorfall in der Charlottenburger Louisenkirche Bericht erstattet worden. Die

^Schwierigkeiten. Wir denken nicht dar-1 einer versöhnlichem, ruhigem an, eine Einmischung in territoriale Abmachun- Haltung ausgegeben hatte. Man wird den P *n andern Teilen von Westafrika zu oer- guten Willen der englischen Regierung, suchen die von den naher interessierten Par- - Nerltänbiauna zustande kommt ernst teien für zweckmäßig erachtet werden. Die St Da? etnc... R u.a nanoe rommi, ernu

Häuptling, daß wir uns in dieser Weise eilige- lahmen dürfen, Damit waren getotffe, vsvcho- mischt und die Verhandlungen zwischen Frank- logische und unsachliche Schwierigkeiten, die sich reich und Deutschland präjudiziert hätten, ist einer glücklichen Lösung in den letzten Tagen tatsächlich eine böswillige Erfindung manchmal unüberwindbar entgegenzutürmen ohne eine Spur von Begründung. Wir haben WHenem beseitigt. Die englische Regie- es von Anfang an für richtig gehalten, ilar zu rung verzichtet infolge davon auch auf cme legen, daß, wenn eine Vereinbarung dec er- Einmischung in die zwischen Deutschland und wähnten Art nicht zustande komm», wir einen Frankreich unmittelbar schwebenden Ver- aktiven Anteil an der Erörterung Handlungen der Lage nehmen müßten. Die @ftläning, 9

die ich vor mehr als drei Wochen hier abge- $,e ^mstsche Leitung

geben habe, und die kürzliche Rede des Schatz- (freisinnig) führt aus: Herr Asquith hat Eng- kanzlers haben, wie ich hoffe und glaube, voll- land von dem Verdacht gereinigt, daß es in ständig klar gelegt, daß wir keine beherrschende Europa stets darauf ausgehe, der tertius qau- °der übermächtige Stellung beanspruchen, fon- dens zu sein. Freilich hat England im Lause dern nur d,, Stellung einer Partes die an ft- eineT (an Geschichtsperiode an der Ueberlie- der möglichen Entwicklung und auch daran m» . ... .

teressiert ist. daß eine Lösung der gegenwar- festgehalten, Nutzen üu ziehen aus dem tigen Schwierigkeiten gesunden werde. Nach streit anderer. Die Rede Asquiths bricht unferm Urteil würde es ein schwerer Fehler,mit dieser Gepflogenheit und wir haben kei- sein und gewesen sein, einer solchen Situation ihren Laus zu lassen, bis die Geltendmachung

Handlungen. Daß eine solche Störung der Berliner Besprechungen vonseiten des Londo-, <n, ««

ner Kabinetts beabsickU/ii vnnr I das Haus richten, bei dem gegenwärtigen San»

1" laß nicht auf weitere Einzelheiten einzugehen, ^st^Eatifchen Kreisen auch daun ohne eine grundsätzliche Kontroverse zu er» n t tma ls angenommen, als die gesamte öffnen ... Der Rede des Premierministers englische und französische Presse ihre gegentei- folgte lauter allgemeiner Be iscill. lige Meinung ausdrückte. Bleibt die Frage, Balfour, der unmittelbar nach dem Prc- was dann England mit dieser inoffiziellen Be- mierminister sprach, erklärte: Die vorsorglichen einflussung überhaupt bezweckt hat? In und bedeutsamen Erklärungen von Asquith er- dieser Beziehung muß zunächst festqestellt wer- Ordern nur wenig ober nichts an Kommen­den, daß die treibende Kraft bei dem Vorgehen ^" .?nd nicht das geringste an Kritik. Enalands der erniHM»* Asquith hat mit voller Kenntnis der @dnvie=

* . « 1 '! rigkeit und der Verantwortlichkeit, die mit der

? a n c i s Bertie ist, der schon zu Leitung der auswärtigen Angelegenheiten in ^om8 Eduards in der französisch- einer Krisis wie der jetzigen verbunden sind, englischen Ententepolitik eine entscheidende den Appell an das Hans gerichtet, keine e r - Rolle zu spielen berufen war, und dessen in- r e g e n b e n Momente in bie Debatte hin­time Beziehungen zu Herrn Tarbieu vom einzutragen uub keine unnötige Kon- Temps" bekannt sind. Von Anfang an hat er tr?betfe zu veranlassen Soweit ich und einen wenig d rutsch fr enn d li ck en meine Freunbe betroffen sind, wird die Ansicht Stand hft *" des Premierministers dem Geiste wie dem Buch-

1 8« f * onb bur<h /nt- staben nach befolgt werden. Mitglieder bei-, ^redbenbe Berichte auf bas Lonboner Kabinett der Parteien des Hauses haben oft gesagt, baß I Zufluß zu gewinnen gesucht. Seine Anwesen- wir unfern Parteidisferenzen, so heftig sie auch heit in Bonbon kam bem Kabinett umso ge- sein mögen, legener, als man offenbar durch Betonung bet Fragen der auswärtigen' Politik bie Schwie­rigkeiten im Innern zu Verbecken wünfchte. Was die Rebe bes Schatzkanzlers-L l o y b Ge­orge betrifft, so kann man heute wohl sagen, baß sie bestimmt war, einen Fühler auszu­strecken, von dessen Erfolg es abhängen sollte, ob man sich mit den Auslassungen eines un­verantwortlichen Kabinettmitgliebes ibentifi- zieren ober ob man sie besavouieren sollte.

seinen Willen in allen Ecken unb Enden Welt zu diktieren, bei bem anberen Volke rechtigte Verstimmung erregen muß.

In der gestrigen Sitzung bes englischen Un­terhauses eröffnete Premierminister Asqui. h bei bichtdesetztem Hause unb überfüllten Tri­bünen bie Debatte über bas Budget der aus­wärtigen Angelegenheiten mit einer kurzen Er­klärung, bie er unter tiefem Schweigen verlas. Er sagte: Augenscheinlich ist bie Marokko- frage auf einem Punkt angelangt, wo sie in wachsenbern Maße Schwierigkeiten, Unruhen unb Besorgnisse Hervorrusen wirb, wenn nicht eine Losung gefunden wird. Im gegenwärtigen Augenblick zu genau auf die Ursachen und die Vorgänge einzugehen, möchte in mehr als einem Punkte Beanstandung unb Wiberspruch herausforbern, was bock unter allen Umfiänben bermieben werben sollte. Ich , m . . . , , ,

beabsichtige daher, einfach dem Hause darzu- 9tu§. Berlin wirb uns telegraphisch berichtet:

legen, was heute die tatsächliche a q e ist Soweit die Berliner Morgenblätter bereits Zwischen Frankreich und Deutschland Mv Be- Kommentare über die gestrige Rede As- sprechungen im Gange. Wir nehmen guitbs bringen, scheint diese hier gün-

keinen Anteil an diesen Besprechungen, ^Einbmck "vo^daß' burch"'bft"Erftä?ung?n da bie Verhanblungsgegenstanbe englische In- des englischen Premier-Ministers ein starkes tereffen nicht berühren, solange wir nicht bas Gegengewicht gegen die englischen und . mbLe,y .tat tonnen wir über diesen französischen Preßtreibereien der letzten Tage

Punkt keine abschließende Memung ausbrücken, qeschassen worben ist. Die ruhige Entschieben- Aber es ist unser Wunsch, baß btefc Un'er-1 heit ber Erklärungen Asquiths unb bie be- CT\Uf?iCl?-e ~ e r hr en-!stimmte Ablehnung aller Einmischungen in die vollen, und befrtebtgenben Ver- deutsch-französischen Verhandlungen haben in ?.!? fuhren mochten, von ber bie bA- Berlin sehr befriedigt,

tische Regierung aufrichtig sagen kann, daß sie ®} die britischen Interessen in keiner Weise präiu- $te diziere. Wir glauben, baß dies vollständig lauf alldeutschem Boden stehend) sagt unter möglichst!. Wir hegen den ernsten unb Herz- anberm: Die Erklärungen Asquiths bieten kei- Ahen Wunsch, daß dies erreicht werden möge, ne Ueberraschung, nachdem bereits die mini- Dt- WarokieUaat fifllti von!tzeriellr Presse Englands gestern die Losung zu,

Entscheidung des Konsiistoriums dürfte erst Anfang nächster Woche fallen, lieber den Gang der Verhandlungen wird vorläufig strengstes Stillschweigen bewahrt. Der Vrrsall hat in geistlichen und militärischen Kreisen das größte Aufsehen erregt und es wird als sicher angenommen, daß das Vorge­hen der beteiligten Offiziere noch ernste Fol­gen nach sich ziehen wird. Von unterrichteter Seite wird uns dazu noch berichtet:

S Berlin, 28. Juli.

(Eigene Drahtmeldung.)

Bei dem Kirchenrat ber Louisenkirche in Charloitenbeurg ist jetzt ein formeller An­trag eingegangen, ber Militärverwal­tung bett Gastvertrag über den Besuch des Gottesbienestes burch Militärpersonen zum nächst-zuläffigen Termin zu kündigen. Die Beschlußfassung über diesen Antrag kann aber erst in einiger Zeit erfolgen, da verschiedene Personen des Gemeindekirchenrats verreist sind, sodaß die zur Beschlußfähigkeit erforderliche Zahl der Kirchenratsmitglieder augenblicklich nicht vorhanden ist. Nach Lage der Sache ist indessen anzunehmen, daß der Antrag mit großer Stimmenmehrheit angenommen wer­den wird, da in der Lonisenkirchengemeinde über den Vorfall am letzten Sonntag größte Erregung herrscht und der Gemeinde-Ausschuß darauf drängt, baff Maßnahmen getroffen werben, um eine Wiederholung derartiger pein­licher Vorfälle zu verhüten.