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Nummer 194,

1. Zahrgang

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braucht nur darauf hingewiesen zu werden, daß sich der Nachwuchs unsrer Juristen heute nur noch ausschließlich aus den bemit­telten und wirtschaftlich unabhängigsten Klas­sen rekrutiert, weil die finanzielle Dürftigkeit der Karriere in Verbindung mit einer gradezu unerhört langen Wartezeit es den Angehörigen der weniger bemittelten Klaffen direkt unmög­lich macht, die juristische Laufbahn einzuschla-

Erfüllung seines Verlangens würde möglicher­weise auch manches zu bessern vermögen, und einen Teil der Mängel beseitigen: Die Wur­zel des Nebels aber liegt tiefer; sie ist in den zerklüfteten Boden der herrschenden sozialen Gegensätze eingerammt, und wenn man

.Casseler Neueste Nachrichten" erscheinea wöchentlich sechsmal und zwar » d e» d C »et «donnementSpretS betrügt monatlich so Pfg, bet freier Zu- ftellung In» HauS. »rulketei, Verlag «.»edaMou: Schlachthoffiraße 28/30. Serüner Vertretung: SW. Friedrichstraße Ich Telephon: Amt IV, «76.

Pfeiler der Gerechtigkeit sein müßte. Der sächsische Handelskammertag hat mit seiner

kat, dem mehrer- einflußreiche Casseler Persön­lichkeiten angehören, gibt Anteilscheine in Höbe von tausend Mark aus, um die zur Riederbringung des Bohrlochs erforderliche Summe von zweihunderttausend Mark sicher­zustellen. Als Gegenwert für jeden vollbezahl­ten Anteilschein soll jeder Zeichner das Anrecht

der Thronseffel aufgestellt;

die Seiten entlang laufen zwei kleine Bogen für die Diplomatie und zwei langgestreckte für die Gäste der Abgeordneten und Hcrrenhäus- ler. Davor sammeln sich die Parlamentarier. Das Abgeordnetenhaus hat den Vorrang in unserem Jntereffe. Es ist ein neues Ensemble, zum Teil freilich mit alten Protagonisten. Da kommt gleich als allererster die winzige Ku­gelgestalt des Erministers Par als mit dem kleinen, von vielerlei Gedanken malträ­tierten Köpfchen herein. Hinter ihm ein stei- rischer Abgeordneter im grauen Lodengewan- del, den Steirerhut zwischen den verlegnen srmgern, so wie man den Kaiser manchmal in «fcM zur Jagd fahren sieht. Dann taucht der Abgeordnete G roß auf, der Führer der Deut- schen. m deffen unsäglich wallendem Vollbarl 6tIr'yy,e9r!^ desTeutonismus- symbolisiert iit sein scheint; der Dr. Lecher, für den wir

beschäftigt die zuständigen militärischen Stel­len viel intensiver, als in der Oeffentlichkeit angenommen wird. Daß der japanische Ma­jor I o s h i m a als Spion in Frage kommen kann, darf nach den neuesten Feststellungen als ausgeschlossen gelten; dagegen liegen überzeugende Anhaltspunkte vor, die darauf schließen lassen, daß der eigentliche Spion ein anderer Japaner gewesen ist, nach dem zurzeit eifrigst gesucht wird. Der Posten, der den Un­bekannten nachts vor den schweren Feldge­schützen antraf, hat auf das bestimmteste erklärt, daß der Mann eine kleineBlendlaterne bei sich trug, und die Batterie der Haubitzen prüfend ableuchtete. Eine Gegenüberstellung des Postens mit dem Major Joshima hat aber ferner ergeben, daß der japanische Major jener Unbestrnnte gar nicht gewesen sein kann,, da der Posten erklärt hat, der Mann vor der Hau­bitzen-Batterie sei wesentlich kleiner als Major Joshima gewesen, und habe^auch andere Kenn­zeichen gehabt, die der Posten bei dem japani- fchen Major vermißte. Infolge dieser bestimm­ten Aussagen des Postens wird die Unter- suchung des Falles nenerdings nach einer be­stimmten Richtung hin geführt, denn in unter­richteten militärische» Kreisen besteht kein Zweifel mehr darüber, daß tatsächlich ein Ja­paner, aber nicht der Major Joshima, der Spion gewesen ist. Es heißt sogar, daß in der Affäre Verhaftungen nahe bevorstehen.

I Welt und Menschen gründen kann. Aus dem Boden der Weltfremdheit wächst dann das Un­kraut der K l a s s e n j u st i z empor, die keine Vergewaltigung des Rechts aus Prinzip, son­dern lediglich die Einseitigkeit der Ge­rechtigkeit als Ausfluß mangelnder Lebens­und Weltkenntnis ist.

Wenn dann vom Mund der Weltfremdheit Urteile gesprochen werden, die dem natürlichen Rechtsempfinden des Herzens und dem unbe­irrbaren Rechtsbewutztsein der Oeffentlichkeit unverständlich bleiben, dann rächt sich die unge­sundeExklusivität- der Justiz auf verhängnis­volle Weise, und die Gerechtigkeit spürt die drückende Last des herrschenden Systems. Im Zivilprozeß hat in neuerer Zeit die Zuziehung von Sachverständigen in Spezialfragen einiges gebessert, und in Fällen, in denen dieAllwis­senheit- der Justiz versagt, steht der Praktiker dem Laien im Richtertalar als Dolmetsch der Wirklichkeit helfend zur Seite. Im Strafprozeß dagegen pflegt die Justiz grade dort noch auf diesen erfahrnen Vermittler zu verzichten, wo die Erkenntnis des Milieus der Grund-

schneideu.

Der sächsische Handelskammertag hat dieser Tage bei der Beratung über eine Reform der juristffchen Vorbildung einen Be­schluß gefaßt, der sich scharf gegen die Welt­fremdheit unsrer Justiz richtet: Der Handels­kammertag hält es im Jntereffe von Handel und Industrie, Gewerbe und Landwittschast, wie auch tot Jntereffe des Juristenstands selbst für dringend wünschenswert, daß sich Richter und Anwälte von den Bedürfnissen des praktischen Lebens in weitgehendem Maße unterrichten. Als geeignetes Mittel

Die japanische Spionage-Affär« dem Hammelburger Truppenübungsplatz

auf zwei Kure der Gewerkschaft Wilhelmshöhe haben. Ruf jeden Anteilschein sind an den gen. Das allein ift schon eine schwere Gesahr Hessischen Bank verein einzuzahlen:

für die Volkstümlichkeit und praktische Schu- Vierhundert Mark am ersten Oktober 1911, drei- lung unsrer Justiz, denn man kann von dem hundert Mark am ersten Januar 1912 und drei- Sohn eines reichen Hauses, der weder in der hundett Mark am ersten April des kommenden Kinderstube, noch auf der Schulbank, noch Jahres. Mit den Bohrungsarbeiten, die etwa während seiner Studien- und Vorbereitungs- neun Monate beanspruchen werden, soll zeit mit dem Gros der Volks in nähere Be- sobald als möglich begonnen werden. Die Ar- rührung gekommen, möglicherweffe sogar durch beiten werden von der Continentalen Tief- die ganze Methode seiner Erziehung zu einem bohrgesellschaft Thumann in Halle ausgeführt. Verächter derMasse- herangebildet worden Es besteht in den beteiligten Kreisen die Hoff- ist, natürlich nicht erwarten, daß er später als nung, daß die eingeleitete Aktion zu einem gu- Richter dem Volk mitfühlend, verstehend und len Abschluß kommen wird, und die technischen erkennend gegenüberttete» und seinen Richter- Arbetten erfolgreich durchgeführt werden kön- fpruch auf di- Sicherheit eigner Kenntnis von'nen. Die Casseler Stadwerwaltung steht dem

dem Tempel der Themis dahinrauschtrn. Mög­lich auch, daß optffche Täuschung zu allzu-har- tem Urteil verführt, und daß unsre Justiz im- gründe besser ist als ihr Ruf. Aber auch d a n n bliebe noch zu berechttgter Kritik genügend An­laß, und eine der schwächsten Seiten des mo­dernen Rechtsbetriebs ist zweifellos der schroffe (und manchmal komffch wirtende) Ge­gensatz, der zwffchen der Vorstellungswelt mancher Juttsten und 5er Welt der real-nüch­ternen WirMchkeit klafft. Alle Gerechttgkeit gründet sich indessen auf die Wahrheit der Er­kenntnis, und erkennen kann nur, wer das« ^unucisiuiiuiieiiag ym mir leinet

Wesen der Dinge in seinen Motiven und Forderung sicher das Beste gewollt, und die Keimen erfaßt hat, und die Wertung der Tai- "

fachen unten» Gesichtswipkel der Milieu-Er- kenntnis objektiv richtig abzuwägen vermag. Mit andern Worten: Wer urteilen will, muß des Lebens soziale, wirtschaftliche und sittliche Geheimnifle erlauscht, Niederungen und Höhen des Menschendaseins prüfend gemessen und den LebenAampf dort studiert haben, wo Not und Verbrechen, Wahn und Leidenschaft scharf sich

Solbad - Unternehmen aus naheliegenden Erwägungen sehr sympathisch gegenüber, und man darf demgemäß auch mit der kommunalen Förderung des Planes rechnen. Falls die Durchführung des Projekts in der geplanten Weise gelingt (und alle Vorbedingungen zum glücklichen Gelingen sind gegeben), dann würde das Problem:Cassel als Fremden­stadt- mit einem Schlage der natürlichen Lö­sung nähergebracht sein und es wäre dann auch die nächstliegende Möglichkeit gegeben, die Frage der Förderung des Fremden­verkehrs in Bahnen zu lenken, die sichern Erfolg und Cassel einen ungeahnten Auf­schwung auf neuer, moderner Grundlage ver-

Unsere Richter.

Weniger Wettsremdheit, mehr Volkstümlichkeit für die Justiz!

Das Kapitel von derWeltfremdheit- vnsrer Juristen ist fast so alt, wie die Justiz selbst, und wenn man die Chronik der Recht­sprechung alter und neuer Zeit durchblättert, gewinnt's fast den Anschein, als habe das zwanzigste Jahrhundert der Justiz den Blick sütts reale Leben mtt seinem ganzen Gehalt an Leidenschaften und Kümmernissen mehr ge- ttübt, als alle Jahrhunderte, die v o r d e m über

noch. Der Fall ist jedoch keineswegs so harm­los und einfach, wie er bisher hingestellt wurde. Es erscheint nach dem jetzigen Stande der Un­tersuchung zweifelhaft, ob der japanische Major Joshima, der im Haubitzenpark beobachtet untz dem Lagerkommandanten gemeldet war, überhaupt der verscheuchte Beobachter gewesen ist. Vielmehr taucht der Verdacht auf. daß sich ein zweiter Japaner in der Nähe der Haubitzen aufgehalten hat. Es wird uns darüber weiter berichtet:

£ Würzburg, 22. Juli.

(Telegramm unsers Korrespondenten.)

unsre Rechtspflege volkstümlich machen und die staatliche Gerechttgkeit dem Empfinden des Volks näher bringen will, dann muß man die Justiz selbst näher ans pulsierende Leben, näher an den Mittelpunkt der Volkgemeinschaft heranrücken, und sie nichtauf den Höhen der Menschheit- verdorren und bet» kümmern lassen. Die Justiz mutz verjüngt, mit frischem Blut aus allen Teilen des Volk­körpers versorgt und der gefährlichen sozialen Inzucht- entkleidet werden: Dann wird ihre Weltftemdheit- von selbst schwinden, und wir werden nicht mehr Anlatz haben, die Opfer toter Buchstaben-Gerechtigkeit zu beweinen!

F. H.

Das neueste Intermezzo.

(Telegraphische Meldung.)

Die PariserAgence HavaS- veröffentlicht unter Vorbehalt eine aus Elksar (Marokko) vom letzten Donnerstag datterte Meldung, in der eS heißt: Leutnant Thiriet, der In­strukteur der in Biznah lagernden scherifischen Truppen, wurde bei einer Furt von einem spa­nischen Posten angehalten, der ihn zwingen wollte, vom Pferde zu steigen. MS Thittet sich weigerte, kamen Reiter mit blankem Säbel und eine Abteilung Infanterie mit aufge­pflanztem Bajonett herbei und versetzten ihm flache Säbelhiebe, wobei sie ihn mit den Schußwaffen bedrohten. Thiriet wurde nach dieser Mißhandlung in das spanische La­ger geführt, wo er eine Stunde zurückgehalten und von Oberst Sylvestre beschimpft wurde. Sodann setzte man ihn wieder in Frei­heit. Die in Elksar ansässigen Franzosen wagen nicht, aus der Stadt herauszugehen. An maßgebender Stelle in Paris ist eine Be­stätigung dieser Nachricht bisher nicht etoge- troffen.

Sonntag, den 23. ZirN 1911

ranzösischen Volkscharakters- ge­bandelt und habe sein Spiel damit verdorben. Deutschland wollte Frankreich eine friedliche Kapitulation zumuten, die demütigend und da­her unannehmbar war. Frankreich habe indes­sen kein dringendes Bedürfnis nach der begon­nenen Aussprache, und falls diese keinen Aus­gang verspreche, sei es leicht, darauf zu ver­zichten . . .- Was von diesem Geplapper zu halten ist, braucht nicht erst gesagt zu werden; dem gedeihlichen Fortgang der Ver­handlungen zwischen den beiden Nachbarlän­dern können derartige Verdächtigungen indes­sen kaum förderlich sein.

Paris, 22. Juli. (Privat-Tele- gramm.) DemPetit Parisien" wird aus London gemeldet, der Angriff auf de» Leut­nant Thiriet habe in politischen Kreisen Eng­lands großes Aufsehen hervorgeruftn. Man halte dort die sofortige Abberu­fung des Oberste» Sylvestre für dringend ge­boten. Sollte sich die Meldung bestätige», dann wird Frankreich in Madrid sofort die er­forderlichen Schritte unternehmen.

Reue Maroüo-Marchen.

Der Quay d'Orsay dementiert?

Die Pariser Agence HavaS ver­öffentlicht folgende aus dem französischen Ministerium des Aeutzern stammende Note: Verschiedene Pariser Zeitungen ver- össenllichen seit einigen Tage« Infor­mationen ober Berichte über diploma­tische Besprechungen betreffend die französisch-deutschen Verhandlungen. Wir sind ermächtigt, zu erklären, daß alle diese Informationen oder Berichte auf keiner amtliche» Benachrichtigung be­ruhen und daß die Verantwortung dafür nur die V e r f o f f e r trifft

Dieses bündige Dementi der ftanzösischen Regierung war dringend erforderlich, denn was die Pariser Boulevard-Presse in der letzten Woche an Verdächtigungen der deut­schen Marokko-Politik geleistet hat, übersteigt selbst den Gipfel hundstägiger Chauvinisten- Phantasie. Wie uns ein Privat-Tele- grantnt aus Paris berichtet, leistet §ch heute der der Regierung nahestebendeTemps- einen neuen Angriff aus Deutschland: Er wirst der deutschen Diplomatie vor, Frankreichs Bereit­willigkett zu gütlichen Verhandlungen durch unnötige Schärfe und durch über» triebene Ansprüche in das Gegenteil verwandelt zu haben. Herr von Kiderlen- Waechter habeaus Unkenntnis des

Donau-Wellen.

Momentbklder aus dem Donau-Parlament. (Von unfernt Korrespondent«n.)

Wie «, 22. Juli. (Prtvat-Telegramm Sa» neue österreichische Abgeordnetenhaus nahm gestern die Wahl des Präsidenten, der Bize» prästdenten und der Schriftführer vor. Zum Prä- sidenten wurde nach den vorhergegangenen Verein­barungen das Mitglied des deutschen National- verbandeS, Dr. Julius Sylvester ge- wählt, zu Vizepräsidenten wurden gewählt: Der Italiener Lonci, der Pole Kerman, der Ehristllchsoziale Juckel, der Soziawemolrat Per- uerstorfer, der Südslaoe Pogaentk, der Ru- thene Romanen! und der Tscheche Zdarsty.

Der Tag der Eröffnung des neuen Parla- ments der Donau-Monarchie und der Thron­rede-Verlesung durch den greisen Kaiser über­ragte turmhoch alle andern Tage des politi- chen österreichischen Kalenderjahrs: Er brachte die solenneste und prägnanteste Form, in der der Kaiser seinen Regierungswillen vor beiden Häusern des Reichsrats manifestierte. Ganz Europa horchte in dieser Stunde nach dem Ze­remoniensaal in der Wiener Hochburg und fast alles, was Oesterreich an staatsmännischen, wissenschaftlichen, industriellen Kräften besitzt, war dattn versammelt. Das Volk aber wurde durch seine freigewählten Vertreter präsentiert. Es war wieder einmal ein Ereignis, das ei­nen drastischen Ausdruck des BegriffsOester­reich- lttferte. Schon der stilvoll gehaltene Prunk des Hauses gab eine gewiffe Note. Es t ein langer, nicht zu hoher Rechtecksaal, mit Marmorplatten belegt, von Goldstreifen durchflimmert, von sanftgeschwungenen Stuck­ornamenten durchzogen. In einer gedämpfte» Geräumigkeit, die sich nicht ins Riesenhafte und Frostige verliert, spürt man sofort den spe­zifischen Pulsschlag einer österreichischen Feier. An der Stirnwand ist, auf rotüberspannter Estrade,

Major Joshima.

Die Hammelbnrgcr Spionage-Affäre.

Aus München wird uns depeschiert: In der Hammelburger Spionage-As» äre (in der bekanntlich ein japanischer Ma­jor verwickelt ist) schwebt die Unterfuchung

zur Erlangung praktischer wirtschaftlicher gnfftnh Kassel MilsselMsilMp

Kenntnisse verlangt er für die jungen Juristen wüiuuu VUflU LvttyLMWtWye.

eine ihrer Ausbildung dienende Beschäftigung Ein Blick in Cassels Zutonst.

in Handelskammern, Gewerbe- und Landwirt- . dor einiger Zett haben wir bereits in schaftskammern, oder geeigneten kaufmännischen t.nem längeren Artikel die Arbeiten gewür» oder industttelle» Großbetrieben. Wie berech- 21*1;-,Schaffung, eines Solbades ttgt die Forderung des Handelskammertags ist, Ibabe/ar/ck

el^ und s seiner ^Biir- Ztvil- und Straftusttz unsrer Tage grade tn gerschast große wirtschaftliche Bor- benjetttgen Fragen als weltfremd und teile erwachse» könnten. Den wacker» Bor» mangelhaft unterrichtet kennzeichnen,die mit der kämpfern für da» Soolbad-Projekt haben sich fortschreitenden Industrialisierung des Reichs fetzt Weitblickende und einflußreiche Personen naturgemäß auch im Rechtsledrn in den Bor- |m{t kommunalpolitischem Verständnis ange- dergrund des attuellen Interesses gedrängt Mosten, die in aller Sttlle für die weitere Ent- werden: Fragen des industriellen, gewerblichen^^ä^esPlaneS wirkew DieVerwirklt- betterbeweauna^ber^Sottal A ttächtliches Stück gesöibert wmden und man

betterbewegung, der Sozial- und Wirtschafts- darf die Hoffnung hegen, daß es in naher Zeit bolrttf und der aus dem Kampf ums Dafein gelingen wird, den Plan zur Durchführung herauswachsenden Kriminalität. Hier kann zu bringen. Von kompetenter Seite erhalten keine Justiz desgrünen Tischs- die berufne wir über den gegenwärtigen Stand der Arbei- Priestenn der Gerechtigkett fein, fondern die ten folgende Mitteilungen:

Rechtsprechung erfordert die Recht-Erkenntnis Cassel, 22. Juli,

eigner Erfahrung, die verständige Wiirdi- Die Vorarbeiten für die Errichtung eines gung von Milieu und Motiv, und sich« Solbades in C a sfe l-W ilhe lms h ö h e Erfassung von Ursachen und Wirkungen, sind um einen weitern bedeutsamen Schritt Einer unsrer beste» und hellblickendsten Ju- gefördert worden. In den letzten Wochen hat ttsten hat das harte Wort gesprochen: Das sich neben der Gewettschaft Wilhelmshöhe ein Erbübel der Justiz ist die Einseitigkeit Syndikat gebildet,, dar den Zweck hat, die ihres personalen Apparats! Um dirBe- Niederbringung des Sol-Bohr- rechtigung dieser Ktttik überzeugend darzuiun, lochs zur Tat werden zu lassen. Das Syndi-