Mittwoch, 19. Juli 1911.
Casseler Neueste Nachricht«
Sorgfältigste Bedienung.
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:»■ Verschiedenes.
Nachruf
Mts. verschied nach kurzer Krankheit der
Am 15. d.
Ehren halten
Der Präsident
und die Mitglieder der König!. Regierung
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Standesamt L
Saubere
Telephon 3411.
Zweiggeschäft Ziegengasse 27.
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Botttehends Bekanntmachungen soweit sie uns nicht direkt zugegangen sind den Amtsblättern entnommen.
Die vorstehenden Famlllen-Nachrichten sind nach hiesigen und auswärtigen Blättern zusammengestellt
5000 Mark, erste Hypothek, ruf Haus und Landgrundstück )u leihen gesucht. Angebote u. 580, hauptpostlagernd, Cassel.
Hauptgeschäft: Obere Königsstraße 23, Fernsprecher 27 und 28.
Filiale: Königsplatz 40, im Hause des Herrn Reuse, Fernspr. 901.
im Alter von 53 Jahren.
Die unterzeichnete Regierung verliert in dem Ent-
Amtliche Belmmtmachmgen
Hiesige Todesfälle: Henriette König, geb. Kanne (48 J.) Beerdigung Donnerstag mittag 12 Uhr von der Friedhofskapelle aus. — Kaufmann Rudolf Beer (42 J.) — KönigL Regierungsrat Dr. Gerhard von Below.
Auswärtige Todesfälle: Georg Gerland (3 J.) in Niederzwehren. — Sophie Klie, geb. Schoppe (82 J.) in Geismar. — Lisette Fürchtenicht (82 Jt) in Lenglern. Herrenschneider Adam Münd (50 J.) in Wiesbaden. Rektor Ferdinand Noll in Frankfurt a. M. Carl Sprunkel in Frankfurt a. M. — Heinrich Henning in Frankfurt a. hl. — Leonhard Grosmann in Frankfurt a. M. — Joh. Leonh. Leo Ruckelshaußen in Frankfurt a. M. — Eleonore Geyer, geb. Pfeiffer (55 J.) in Frankfurt a. M. — Louis Bauer in Frankfurt a. M.
Verlobungen: Gustav Quast in Buxtehude mit q Käthe Köhler in Marburg. —. Albert Schenk in g Bremerhafen mit Elisabeth Nölke in CasseL Johann 0 Georg Klöpfel mit Louise Klein in Rotenburg. @
Geburten: Ein Mädchen: Leopold Katz in Göttingen, q
Aufgebote.
1. Milchhändler Hieronymus Trübe mit Auguste Meyer, beide in CasseL
2. Tischler Norbert .Gaßmann in Wiidungen mit Marie Mayfahrt in CasseL
Die bei Abbruch der Heißwasserheizung in hiesiger Anstalt abständig gewordenen Materialien sollen verkauft werden. Besichtigung kann wochentäglich vormittags erfolgen.
Angebote sind bis zum 24. d. Mts. einzureichen.
Cassel Wehlheiden, den 12. Juli 1911.
Der Strafanftalts- und Gefängnis-Tirektor.
Stülsber g.
Vermählte: A. Meyer Timmerman Thyssen in B Den Haag (Ost-Indien) mit M. Meyer Timmerman g Thyssen, geb. Wiss, in Wiesbaden.
Baume hängend, findet, schneide man es, ohne im geringsten mit den Fingern hineinzugreifen, ab und stelle es uneröffnet vorsichtig beiseite, wenn möglich in einen geschützten Raum, wo es auch vor dem Regen bewahrt ist. Lind an dem Körbchen noch besondere Vorschriften angebracht, so führe man dieselben sofort aus, z. B. wenn gebeten wird, an einer besonders bezeichneten Schnur so lange zu ziehen, bis eine Feder aufschnappt, was zum Zwecke hat, eine nachträgliche Zerstörung der auf mit Ruß geschwärztem Papier erfolgten Aufzeichnungen zu verhindern.
4. Ballon, Retz, Fallschirm, Drachen und alle zugehörigen Teile sind ebenfalls sorgfältig aufzubewahren.
5. Bei allen innerhalb des Königreichs Preußen und der übrigen deutschen Bundesstaaten, außer dem Reichslnde El- saß-Lothringen. Bayern,Württemberg und Baden, gefundenen Ballons. Drachen und Apparaten, ist sofort eine telegraphische Devescke an das Aero- uautischc Observatorium Rei nickendorf-Wcst bei Berlin, abzuschicken, in der die Adresse des Finders genau anzugeben ist. Auch bei ausländischen
wird (auch in kleineren Posten) aus der Druckerei billig abgegeben.
Schlachthofstraße 28, Zimmer 9.
schlafenen einen pflichttreuen Beamten, die Mitglieder und beliebten
Kr. 190, — , Jahrgang.
Familien-Nachrichten aus Stadt und Provinz.
der so sehr beliebten Marken:
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4 Zeche Consolidation, Constantin d. Gr., Friedrich d. Gr., Pluto und Shamrock.
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Zu Adolf Harloff, Gesellschaft mit befchr. Haftung, Cassel, ist am 14. Juli 1911 eingetragen: -
Die Geschäftsführer Grosi- kausmann Adolf Harloff und Apolhek. Peter Daniel Lüdorff zu Cassel sind verstorben.
Kgl. Amtsgericht, Abt. XIII.
Die Lieferung des Bedarfs an Heizungsmaterialien für die Räume der Königlichen Gemäldegalerie und der Dienstlokale der Königliche« Museen zu Cassel für die Zeit vom 1. April 1911 bis 31. März 1912 soll im Submissionswege vergeben werden.
Die Lieferungsbedingungen liegen bei dem Portier der Gemäldegalerie vormittags von 10—1 Uhr zur Einsicht auf.
In den Offerten, welche bis zum 28. Juli versiegelt mit der Aufschrift .Lieferung von Heizungsmaterialien" bei dem Portier der Gemäldegalerie abzugeben sind, mutz erklärt werden, datz sie auf Grund der gelesenen Lieferungs-Bedingungen erfolgt sind, und daß der Lieferant sich diesen Bedingungen unterwirft.
Der Kgl. Galericdirektor: Gronau.
1. Zum Emporheben der Instrumente werden meistens Luftballons, die mit Gas gestillt find, gelegentlich aber auch Drachenflächen verwandt, die an einem Stayldraht gehalten und durch die Wirkung des Windes zum Aufsteigen gebracht werden. Die Ballons sind entweder aus Stoff, oder aus Gummi, oder aus Papier hergestellt, an ihrem unteren Teile haben sie eine Oeffnung, aus der man durch vorsichtiges Drücken auf den Ballon das Gas entleeren kann, besonders leicht, wenn man diese Oeffnung hierbei nach oben bringt.
Papierballons, deren Hülle an sich ohne Wert ist. können ohne weiteres durch Zerreißen entleert werden. Bei dieser Tätigkeit ist selbstverständlich jedes offene Feuer (Zigarre, Pfeife, Streichholz oder anderes) mit größter Sorgfalt fcrnzuhalten, da das Gas leicht zum Explodieren gebracht werden könnte. Ballons aus Stoff und Gummi müssen mit tunlichster Sorgfalt behandelt und deshalb z. B. aus Bäumen möglichst ohne Verletzungen freigemacht werden. Die zu demselben Zwecke benutzten Drachen haben die Gestalt eines viereckigen, offenen, aus Holzstäben bestehenden Kastens, der teilweise mit Baumwollstoff bekleidet ist. Befindet sich, was meist nicht der Fall ist, noch ein längeres Stück Stahldraht an dem Drachen, so ist, falls die Möglichkeit vorliegt, daß dieses eine elektrische Starkstromleitung berühren kann, jedes Eingreifen desselben mit den bloßen Hän- Djcn oder Berühren mit unbedeckten Körperteilen sorgfältig zu vermeiden. Dagegen besei- tiat ein um die Hände gewik- keltcs trockenes Tuch jede Gefahr. Man vermeide jede unnötige Beschädigung des sehr zerbrechlich gebauten Drachen.
2. Ist der Ballon oder Drachen bei starkem Winde noch in schneller Bewegung, so ist bei den Versuchen, ihn festzuhal- teN, mit aller Vorsicht zu verfahren, um nicht umgeriflen und hierbei beschädigt zu werden. Ein schnelles Umschlingen der herabhängenden Leine um einen festen Pfahl oder Baum ist am vorteilhaftesten, um seine Bewegung aufzuhalten.
3. Das an dem Ballon oder Drachen hängende Instrument ist von besonderem Werte und muß deshalb mit der äußersten Vorsicht behandett werden. Sobald man das mit Metallpapier bekleidete Körbchen, in dem der Apparat untergebracht ist, in der Lust ergreifen kann, oder wenn man es am Erdboden oder in einem
Ballons, die. nicht selten in Nord- und Mitteldeutschland landen, ist zuerst eine solche Depesche nach Reinickendorf- Berlin zu schicken. Ballon und Apparat werden entweder ab- geholt oder nach weiter erfolgter Vorschrift durch die Post zurückgefordert werden.
6. Für jeden aufgefundenen und in fachgemäßer Weise behandelten Ballon oder Appa- rat wird an den oder die Fin-
Königliche Regierungsrat
Dr. Gerhard von Below
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IllMMitr-ßMNW.
Der auf den Namen des Heinrich Scheffner aus Cassel unterm 10. Januar d. Jahres für das Jahr 1911 zum Handel mit Lebensmitteln, Kurz- und Galanteriewaren unter Ausschluß von Schmucksachen erteilte Wandergewerbeschein Nr. 5676 ist angeblich verloren. Er wird hierdurch mit dem Bemerken für ungültig erklärt, daß . dem Scheffner ein Ersatz-Wandergewerbeschein erteilt worden ist.
Cassel, den 10. Juli 191L
Königs. Regierung.
Abteilung für direkte Steuer«, Domänen und Forsten. A.
I. A. v. Kotze.
lich an anderen Tagen. In Preußen erfolgen dieselben seitens des Aeronautischen Observatoriums des Königlichen Meteorologischen Instituts am Tegeler Schießplatz bei Berlin; die Ballons. Instrumente und aller Zubehör sind demnach fiskalisches Eigentum.
Da diese Ballons »unbe- mannt* sind, d. h. Apparate, aber keine Person tragen, muß man erwarten, daß sie, von verständigen Leuten gefunden, in zweckmäßiger Weife aufbewahrt und zurückgeschickt werden. Um den Bewohnern des Kreises die Möglichkeit einer fachgemäßen Mftwirkung bei diesen wichtigen und in allen Kulturstaaten geübten Versuchen zu gewähren, seien folgende Erläuterungen und Vorschriften bekannt gegeben und die nachgeordneten Behörden ersucht, deren Befolgung anzuempfehlen bezw. zu überwachen,
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Benachrichtigung und Anleitung über die Behandlung von Luftballons Und zugehörigen Apparaten, welche im Landlreife
Cassel auf gefunden werden.
Zum Zwecke wissenschaftlicher Erforschung der höheren Luftschichten, in welche Menschen nicht mehr vorznüringcn vermögen, läßt man fast in allen Staarcn Europas von Zeit zu Zeit kleinere oder größere Luftballons , steigest, die Instrumente tragen, welche auf einer geschwärzten Papierfläche selbsttätig Aufzeichnungen über die Temperatur, die Feuchtigkeit usw. ausführen. Für die nächsten Jahre finden derartige Auffahrten an dem ersten Donnerstag eines jeden Monats gleichzeitig in England, Frankreich, Elsaß-Lotv- ringen, Bayern, Preußen, Oesterreich und Rußland statt, außerdem aber noch gelegent-
der Regierung einen allgemein geschätzten Kollegen, dessen Andenken sie stets in werden.
Cast>el, den 17. Juli 1911*
gen kann, je nachdem die Bergung mehr oder weniger sorgfältig erfolgt ist, worüber sich das Königliche Meteorologische Institut die Entscheidung vorbehält; außerdem werden alle sonstigen Kosten, auch für die Depesche, zurückerstattet.
Im Falle von Streitigkeiten wird das Königliche Land- ratsamt entscheiden, welchen Personen die Belohnung gebührt.
Die Polizei- und Gemeindebehörden werden ersucht, der sachgemäßen Ausführung obiger Vorschriften die tunlichste Forderung und Unterstützung zu Teil werden zu lassen.
Ganz besonders ist durch Belehrung und gelegentliches gutes Beispiel darauf hinzuwirken, daß jedes Oeffnen oder Berühren der Apparate tn ihren unteren Teilen, die sehr leicht zerbrechlich find, ganz besonders aber an der mit geschwärztem Papier oder Metall überzogenen Walze oder Trommel den wissenschaftlichen Wert des Anfstie- ges unwiderruflich vernichtet, und daß auch aus diesem Grunde die Höhe der Beloh- mmg in erster Linie davon ab- bängt, ob die Aufzeichnungen durch die Schuld der Ungeschicklichkeit der Finder verdorben worden sind oder nicht.
Cassel, den 6. Juli 191L
Der Landrat: von Pappenheim.
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von Schreiner-Innungsmeistem zu Cassel B. G.m.b. H.
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Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Cassel belesene, im Grundbuche von Cassel, Artikel 3466, Band 137, Abteilung I Nr. 1, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Schlossers Albert Bartmann und dessen Ehefrau, Marie, geb. Grebe, zu Cassel eingetragene Grundstück:
Ktbl. A, Parz. 379 Graben Nr- 62 — 44 qm,
a) Wohnhaus-902 ML Nutzungswert,
Grundsteucrmutterrolle Artikel 3564,
Gebäudesteuerrolle Nr 2439 am 26. September 1911, vormittags 9 Uhr, durch das unterzeichnete Gertcht an der Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 28 a des tiefen Erdgeschosses versteigert werden.
Cassel, den 4. Juli 191L Kgl. Amtsgericht, Abt. XIL • In das Handelsregister, Ab- teilung A, Ist bei H. Lamprecht, Glasfabrik, Immenhausen, am 10. Juli 1911, eingetragen worden:
Die Prokura des Fabrikdirektors Fritz Liebau ist erloschen.
Dem Kaufmann Christian Joerb in Breitenstein bei Stollberg a. Harz ist Prokura erteilt. (H. R. A. 27.)
Königliches Amtsgericht.
_____Grebenstein._____
In das hiesige Handelsregister B Nr. 6 ist heute bei der Aktiengesellschaft Winter'sche Papier - Fabriken Hamburg, Zweigniederlassung Riederkaufungen, eingetragen worden:
Alfons Rodrigo Ferdinand Müller ist aus dem Vorstände ausgeschieden und Heinrich Jakob Emil Wohlers in Altkloster zum stellvertretenden Vorftands-Mitgliede bestellt worden.
Oberkaufungen, den 12. Juli 1911.
Königliches Amtsgericht.