Nummer 188.
1. Jahrgang
Tsssrlrr pbrndzeitung
tzrflifche Wrndzritllng
Feamspreeher 951 «ad 952«
Sonntag, den 16. Juli 1911
Fernfvrecker 951 «ad 952.
3Benn der Fall nicht so tragisch wäre: Man hatte wünschen mögen, in die Seele des alten Kriegers schauen zu dürfen, als ihm aus den kalten, toten Buchstaben des Dekrets die Undankbarkeit höhnend entgegengrinste. Welche Empfindungen mögen sich in diesem Moment in 0 dem Herzen des Greises geregt haben, der am .ttand des Grabes noch die Hoffnung auf der
Snferttonepretfe; »it sechSgespLlten- Zeile für einh «mische Geschäfte 15 Pfg. str auswärtige Inserat« 25 Pf, Reklameretl« für einheimisch« ««.' IchSst« «0 Pf, für auswärtige 60 Pf. Geschäftsstelle: Kölnische Ltraße b. »erstner Vertretung: SW, Friedrichstraße 18. Telephon: Amt IV. 876.
laae debattiert werden. Die Regierung ist ent- scolossen, der widerlichen Obstruktionskomödie nicht langer zuzusehen und will schon in den nächsten Tagen energische Maßnahmen treffen, lieber die Szenen ht der gestrigen Parlamentssitzung geht uns folgende Mel- düng zu:
<? Budapest, 15. Juli.
(Eigene D r a h t nr e ld un g.)
Alfonso hinter der Szene?
Intimes aus dem Marokko-Spiel.
Aus Madrid wird uns depeschiert: Die Regierung erhielt gestern einen ausführlichen Bericht über die Vorgänge in E l k s a r. in dem amtlich mitgeteilt wird, daß die von französischer Sekte verbreiteten Gerüchte über Maßnahmen des Obersten Sylvestre und Reibungen zwischen Franzosen und Spaniern au' "'ner Erfindung verübten. Selbst in Elksar liegende Franzosen lobten den Takt Sylvestres. Pariser Blätter bringen heute in- : r =1L?nEnthüllungen über Spa- nicns Marokko-Spiel. Es wird uns darüber venchtet:
fünfzig Meter Höhe, von einem heftigen Windstoß erfaßt, kippte der Apparat und stürzte sah auf den Erdboden hinab. Paillole wurde nut zerschmettertem Schädel und gebrochenem Rückgrat als Leiche zwischen den Trümmern des Apparats bervorge- zogen. Ueber einen zweiten Unfall liegt folgende Meldung vor:
----, zu han- i Aber wenn wirklich der Staat feine Dankbarkeit tn so enge Formen preßt, wenn er 'E an den Forderungen natürlichster Menschlichkeit vorübergeht, und wenn er den ^dealgehalt ethischer Pflichten so unbarmherzig verkümmern läßt im Unkrautgarten trockner Bureaukratie, dann muß cs ihm durch die Blu- I menopfer-Demonstration der öffentlichen Wohltätigkeit zu Gemüt geführt werden, daß es Pflichten gibt, die nicht mit dem Zirkel scke- j moüWcr Engherzigkeit, sondern mit dem warmen Empfinden des Herzens gemessen werden müssen, und die man, wenn sie nutzbar werden sollen, nicht widerstrebend und argwöhnend erfüllen darf, sondern in voller Erkenntnis ihrer idealen Ziele. Es wird für ewige Zeiten ein Schatten auf dem Ehrenschild deutschen Heldentums bleiben, daß das neugeeinte Reich es nicht vermocht hat, von der Armut-Hütte greiser Krieger die Rot des Lebens und den Kummer banger Sorgentage fernzuhalten, und wie! ferner Märchenklang hallt im Ohr die Iubel- hymne: „Krieger- und Heldentat, finden ihr Lorbeerblatt ...!" p. IT.
V Paris, 15. Juli. (Privat-Telegram m.) Marseille stieg gestern nachmittag em Ballon von etwa siebentausend Kubikmeter Gasinhalt, in dessen Gondel sich zwei Luftschiffer befanden, zu einer Probefahrt auf. Der Ballon schwebte eine lange Zeit in sehr großer Höhe. Als e: sich plötzlich dem Meer näherte, glaubte man ihn verloren. Man sah ihn nämlich kurz darauf auf dem Meere n i e d e r g e h e n. Mehrere Fahrzeuge dampften nach der Unglücksstätte ab, um den Lustschiffern Hilfe zu bringen. Von den Luftschiffern hatte einer die Besinnung verloren und wurde ohnmächtig im Korb ausgefunden. Sem Begleiter hatte sich, als er Hilfe nahen sah. ins Meer gestürzt. Einem Fischer gelang es, ihn noch rechtzeitig zu fassen und zu retten. Der Lustballon war, als er von der Last der Personen befreit war, erleichtert worden und stieg sofort wieder in die Höhe empor, wo er bald in der Ferne verschwand. Er konnte bisher noch nicht aufgefunden werden. Gestern abend sind Dampfer abgegangen, um den entflohenen Ballon zu suchen, doch sind die Bemühungen (nach den heute mittag vorliegenden Depeschen) bisher ohne Erfolg geblieben, so daß angenommen wird, daß der Ballon über dem Meere vom Sturm erfaßt und in die See getrieben worden ist.
W Paris, 15. Juli.
(Privat-Telegram m.)
Wie das „Petit Journal" mitteilt, ist die durch das Vorgehen Spaniens in Marokko gestaltete^ Lage auf den König Alfons zurückzuführen, der gehofft habe, durch die Expansionspolitik seine Volkstümlichkeit zu heben. Das Blatt versichert, daß bereits während der portugiesischen Revolution König Alfons beab- stchtigt habe, in Portugal zugunsten der Monarchie zu intervenieren. Der König habe gehofft, als sich die erwarteten Unruhen emstellten, daß sich bald eine Gelegenheit zu einer bewaffneten Intervention bieten werde. Dieser Plan wurde indessen ruchbar und auch die fremden Diplomaten erhielten Kenntnis hiervon; unter andern der britische Geschäftsträger, der sofort seiner Regierung entsprechende Mitteilungen machte. England faßte aber diese EinmischnngSgelüste sehr übel auf und liest in nicht zu verkennender Weise in Madrid erklären, daß England in keinerlei Unternehmungen gegen eine Nation, die fest mehr als einem Jahrhundert unter englischem Schutz stehe, einwilligen werde.
wir das Almosen stolz vom Heldentum fern- halten und den Ruhm deutscher Kriegertat nicht von des Lebens grauem Elend verkümmern lassen wollen? Was bilft's, daß deutscher Männerstolz dagegen protestiert, unsre greisen Braven wie die Bettler am Weg mit dem Groschen rasch vorüber hastenden Mitleids beschenkt zu sehen, wenn der Staat (nm dessen machtvolle Schöpfung sie einst selbstverleugnend mit- gerungen). der Pflicht vergißt, die ihm die Dankbarkeit als Höchstgebot deutscher Treue ins Gewissen schrieb: Auskömmliche und gesicherte Versorgung aller Derer, die vor vierzig Jahren auszogen in den Kampf um Deuffchlands Macht und Größe! Vier Jahrzehnte waren erforderlich, um die kümmerliche Erfüllung dieser Pflicht endlich zur Tat reifen zu lassen, aber die späte Freude am Erreichten ward uns auch dann noch vergällt durch die charakteristischen Begleitumstände der bescheidnen Tatwerdung.
Die Opposition des AbgeordnetWhauses \ setzt die Obstruktion weiter fort. Eine Petition ' «egen die Erhöhung der militärischen Lasten bot gestern eine ausgezeichnete „technische Bei- ; Hilfe". Zuerst verlangte man. daß der Schrift- führer die Petition laut und deutlich verlese. Ein anderes Mitglied der Opposition verlangte wieder, daß die Verlesung eingestellt werde, da die Stenographen nicht mitschrieben. Ein drittes Mitglied bemerkte, daß der Beifall. mit dem die Opposition die Verlesung begleite, im Protokoll verzeichnet werden müsse. Ein Mitglied der Regierungspartei rief: „Ist das e in e e r n st e Partei?" Dieser Zwischenfall rief einen großen Lärm hervor. Ein Mitglied der Opposition sprang erregt auf, schlug laut auf den Pult deckel und verlangte schreiend einen Ordnungsruf für diese Zwischenrufer. Der Lärm legte sich erst, als auf Wunsch der Opposition in ganz unmotivierter Weise eine geschlossene S i tz u ng anberaumt wurde, die eigentlich nur eine Fortsetzung der öffentlichen Debatte bedeutete. Mit weiterem unfruchtbarem Geplänkel wurde die ganze Sitzung ausgcfüllt: Mehr K o m ö d ie als Parlament, und man fragt sich, wie lange dieses üble Spiel noch weiter gehen soll. . .
Madame» Memoiren.
Straßenfchlachten im Arbeitskamps.
Seemann-Krieg und Erdarbeiterkämpfe.
(Eigene D r a h t m e ld u n g.)
ten. Militär ist nach Jtri abgegangen, um die Ordnung wiederherzustellen. Man befürchtet tiir heute neue Zusammcnstöste zwischen den Arbeitern, deren Erregung durch die gestrigen Kämpfe noch gesteigert worden ist.
Die. Erinnerungen einer „Unverstandnen". (Von unserm Korrespondenten.)
Wie wir gestern schon telegraphisch berichteten, bat der Mailänder „Sccolo" ein Interview mit dem Londoner Verleger Nash verössentlicht, der dte Memviren der frikhcren Kronprinzessin von Sachsen, späteren Gräfin Monttgnoso und jetzigen Frau Tosellt, h-rausgeben wird. Die Memoiren werden, wie nunmehr feststeht, am 14. September tn sranzöstscher, englischer und deutscher Sprache er. scheinen. Sie enthalten indessen keinerlei kompro. mittierendeS Material, sind vielmehr lediglich alt „RcchtserUgungSschrift" gedacht.
t Dor kurzem wurde die Oeffeutlichkeit davon verständigt, daß die Grästn Montignoso, die heutige Frau Toselli, ihre „Erinnerungen veröffentlichen werde. Ein Londoner Verlag soll dieses Buch der Sensation, mit dem sich Toselli in die ihr nicht mehr unbekannte r.^s0ff^utlichkeit" flüchtet, zu einem recht ansehn- Ilchen Preise erworben haben, und Mitte Sep- ember wird die Welt mit diesen „Bekenntnis« en bekannt gemacht werden. Der ,(Sortiere oella Sera" und der Mailänder „Srcolo" ver- öffentlichen setzt, ohne eine besondere Onelle anzugeben, in einem langen Telegramm ans London einen zusammensassenden Auszug die« es Birches. Die Prinzessin erzählt von einer t"urtgen und freudlosen Kind« b eit lm Schloß von Salzburg: und schon beginnen auch die Anklagen gegen Lehrer und Erzieher. Sie alle sind Tyrannen des Zerr- monlells, Pedanten, und mit fünfzehn Jahren ist die spatere Fran Toselli im Inneren ihres Wesens bereits Rebellin. Aber sie zögert dann doch nicht,
Lebensunterhalts herzuleihen; folglich war der Mann, der in drei siegreichen Feldzügen ehren- fent Daterland gestritten hatte, nicht „bedürftig" ttn Sinne des Gesetzes. Und ein paar Tage später trug man dem Greis die Botschaft ins Haus, daß ihm die „seinerzeit auf Widerruf bewilligte Unterstützung aufgrund amtlicher Prüfung der Verhältnisse entzog en worden sei".
Die Schlacht bei Jtri.
(Eigene Drahtmeldung.f
Rom, 15. Juli.
In Jtri in der italienischen Provinz Caserta, wo sich infolge des Baues der neuen Bahnlinie Rom Neapel zahlreiche sardinische Erdarbeiter befinden, kam es zwischen diesen und der Bevölkerung, die die Sardinier glühend haßt, zu einem furchtbaren Zusammenstoß. Bevölkerung und Arbeiter schossen mit Revolvern aufeinander, bewarfen sich mit Steinen und bearbeiteten sich mit Messern. Das Eingreifen der Polizei war der riesigen Men- chenmenge gegenüber ganz vergeblich. Sogar zwei Earabinieri wurden schwer verwundet. Die Schlacht endcie erst, als zahlreiche Verwundete und mehrere Tote den Boden bedeck
Man hat es der Wohltätigkeit verargt, als sie begann, „auf die Straße" zu gehen, als sie gegen die Blumen der Barmherzigkeit die Nik- kelgroschen der Nächstenliebe eintauschte und als aus dem Werk öffentlichen Mitleids den Armen unter der Generation der Werdenden und den Bedürftigen unter den Helden großer Tage der Born werktätiger Hilfe floß. Man hat tadelnd darauf hingewiesen, daß die öfsent- liche Wohltätigkeit nicht spielend die Aufgaben lösen könne,die dem Staat als vornehmste Pflicht auferlegt seien, und man hat eine Kränkung unsrer alten Krieger darin erblicken wol-. len, daß für sie gesammelt wurde, wie man für 5’rööct bie 5’of?nuttfl «ns der
ein Almosen zu sammeln pflegt, und als aiJ gJS \2°hn begraben mußte! mofen ihnen auch die Spende überwies, die aus b«6 bLe Behandlung des Falles durch-
der Blumentage buntem Trubel für den idealen LeS Gesetzes entsprach;
Zweck verblieb. Daß das in einer 3,ett geschehen bte glicht gebot, so
müsse, in der über den Heldentagen der Reich- tocntt toir,riA
Erschaffung genau vier Jahrzehn'e dahinrauschten, gereiche dem Vaterland nicht zur Ehre, sei ein schlechter Lohn der Krieger- und Heldentat, die (nach der Hymne) am Thron ihr Lorbeerblatt finden solle und enthalte eine schwere Anklage wider den Staat, der in vier Dezennien gewaltiger Entwicklung es noch nicht vermochte, ven Lebensabend seiner Braven frei von Sorge und unbeengt vom Bann der Not zu gestalten. I Aus den Blumen der Barmherzigkeit spreche I (still im Verborgnen) die Mahnung des Gewissens, die nun, da die Großen beharrlich schwiegen, bte Kleinen zu später Buße wecke.
Worte dieser harten Art waren in den letzten Wochen (da überall im weiten Reich die Marguerite oder die blaue Blume des alten Kaisers chittend an die Herzen pochte) aus dem Mund der besten Patrioten zu hören, und schon der Klang der Sprache offenbarte die Bitter- knt, die diese Klagen bargen. Es ist sicher auch schmerzlich, sehen zu müssen, daß Tausende braver alter Krieger, die für des Vaterlands I Ruhm und Ehre einst freudig Jugend und Ge- sundhett, Blut und Leben opferten, in des Daseins Greifentagen der Not und der bleichen Sorge um des Lebens ärmlichste Güter ausgeliefert sind and mit zitternder Hand dankbar die Groschen der Barmherzigkeit empfangen, dre ein flücht'ger Tag moderner Wohltatpflege I
ein Leben zügelloser Schwelgerei ans bei dem das Bier in Strömen behcrrtoZ'6 E das AINüse m e n t den Tag ^er, .die „einsame Unver- uandcne die tm schweigen duldet, ergibt sich ht tt^'»asforichung und beobachtet Ameiiey. Nach ihrer Schilderung haben btefc stummen Leiden sie abergläubisch werden
Um fünfzig Marl...!
.Krieger- und Heldentat, finden ihr Lorbeerblatt!"
£ Brüssel, 15. Juli.
... r ■ ; - --- -------------Die streikenden Seeleute in Antwerpen
tut sie warb. Aber was ist damit getan, daß haben gestern eine neue Versammlung abge- s "k— 1 Ä ..... ' halten. Nach Schluß der Besvrecyung kam es
zu großen Skandalen, so daß die Polizei mit blanker Masse eingreifen mußte. Es wurden mehrere Perfonen verhaftet. Man erwartet, daß der Präsident der Seefahrts-Gesellschaft den Frieden endlich zustande bringen werde. Wegen der Verhaftungen herrscht unter den Streikenden großeErregung. Ein großer Dampfer der „Red Star Linie", der von einer großen Seereise nach Antwerpen zu- rückgekehrt war, konnte weder ladU, noch loschen, da die ganze Mannschaft desertiert war. Die Arbeiter sind über diesen Vorfall lehr befriedigt. Das Schiff wollte heute wieder ausfahren, muß nun aber vorerst tm Ant- wervener Hafen anfern, bis eine neue Mannschaft angeworben ist.
die Werbung des sächsischen Kronprinzen anzunebmen. Ohne Bedenken erzählt sie auch, daß bet der Eingehung dieses Ehebundes auf wer Leite der Wunsch bestimmend war, un- ter allen Umständen dem armseligen Salzbur.ger Hofleben zn entgehen. Lte hätte auch seden andern genommen, nur um aus dem Hause der Eltern fortzukommen. Der Bittern Anklage gegen das Elternhaus folgt nun die Anklage sieg en den Gatten. Daß sie die wahre Retgung ihres Gemahls niemals zu erringen vermochte, machte sie dem Kronprinzen zum Vorwurf, und daß ihr ganzes Wesen. Auftreten und Gebühren am Dresdener Hofe die Herzen nicht fesselte, erklärt sic durch eine kühle Gleichgültigkeit, die man ihr entgegengebracht habe, und die sich dann zu dumpfer Feindschaft steigerte. Fran Toselli spricht davon, wie sie den großen Entschluß faßte, sich mit ihrem Schicksal auszusöbnen. und wie sie „schweigend duldete". Auch der König vermochte zu der Schwiegertochter ein Verhältnis nicht zu gewinnen. Das Dresdener Hoffeben mmmt sich in ihrer phantastischen Schilderung
Ein Fall, der sich in diesen Tagen in einem Torfe Süd-Hannovers zugetragen hat, beweist, wie viel von der Pflicht des Staats noch unerfüllt geblieben ist: Ein Veteran, der in den Jahren 1864, 1866 und 1870/71 tapfer und rechtschaffen für sein Vaterland gekämpft batte und, geschmückt mit dem Eisernen Kreuz, zur Heimat zurückkehrte, bezog als „Bedürftiger" aufgrund des Veteranen-Fürsorge -Gesetzes vom vergangnen Jahr den Veteranensold von monatlich fünfzig Mark. Der Manu ist alt und gebrechlich, hat seines Körpers Kräfte im Dienst des Vaterlands verbraucht und schlägt sich als müder Greis (der in alten Tagen noch für eine kranke Lebensgefährtin und ein unglückliches, verkrüppeltes Kind zu sorgen hat) kümmerlich durchs Leben. Von fünfzig Mark indessen kann eine Familie von drei Köpfen (von denen zwei der Pflege bedürfen) kaum das Dasein fristen, und der Graubart, der die Schwelle des bib- lischet^AIters längst überschritten, bemühte sich deshalb um bescheidnen Erwerb. Erreicht's auch, und verdiente nun nti» der Arbeit zitternder Hände so viel, daß er die Not von der Schwelle scheuchen konnte. Seine Rechtschaffenheit wurde ihm zum Verhängnis: Die Obrigkeit ermittelte, daß des Alten siecher Körper noch m der Lage war, die Kräfte zum Erwerb des
Depeschen ans Tanger berichten: Wie offiziell versichert wird, hat General Moinier sich von Rabat nach Casabkanea begeben, um sich „einige Tage zu erholen". Es verlautet aber, daß er deshalb nach Casa- blanea gegangen sei, um eine von dort nach Marakesch zu unternehmende Expedition nt leiten. General Dalvi ez. der den Oberbefehl an Stelle Moiniers übernommen hat, hat Tifset verlassen und ist bereits auf dem Weg nach Mekinez.
Sturm im Magyaren-Parlament.
- , Zwei Stunden ungarischer Parlamentspolilik.
ömer neue Fliege? Katastrophen. I Wie uns aus Budapest gemeldet wird, Ter Aviatiker Paillole abgestürzt! ungarischen Abaeordne-
ff-in r i» a . tenhaus gestern wieder zu g r o ß e n S ka n-
9inrt«- "n e l eg r a mm meldet da len. Die Opposition erzwang eine ge- dtt Awottker N o Allier verunglückte gestern Nchlossene Sitzung, nach der der Abgeordnete füÄr früh^uf L1 ”U' nxQd^em NS um Rudbyanszky. der durch Zwischenrufe den VV?Zerbe’9kn"bt!a* ,fa“m ?«nnnt hervorrief, sein Bedauern über seine Revue über hk6Tn,hM^bh^l“m to^ienb der Zwischenrufe aussprach. Erst «ach zw eist ün- Revue über bte Truppen Hmwcgzusltegen. ^nldigen Lärmszenen konnte die Wehrvor-