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Nummer 187.

I* Jahrgang.

COlerNeuksle Mchnchlm

Lassrlrr flbenLzritung

hessische Mrnchritung

Fervsprecher 951 und 952.

Sonnabend, den 15. Jnli 1911

Fernsprecher 951 nnb 952.

erhalten".

zu

liebe Wassertiefe besitzt. Personen sind dabei eine Rettung nicht möglich zweifelnden selbst in den tert miteinander kämpften,

Zweihundert ertrunken, da war und die Der- Fluten noch erbit- um sich in Sicher­

abgehalten und beschlossen haben, nach bei Ernte abermals die Waffen gegen die Franzo­sen und den Wachsen zu ergreifen. Dez Haiaina-Stamm, der bisher dem Sultan treu geblieben war, soll zu einem Aufstand gegen die Franzosen aufgefordert werden. Rach einer Blättermeldung wurde das Lager einer fran­zösischen Kolonne am Zaes-Fluß in der Nacht von Marokkanern angegriffen, der Angriff wurde aber zurückgeschlagen. Ein Diener des französischen Konsulats in E l k s a r ist gestern Vormittag vor der Tür des Konsulats ver­haftet und gewaltsam in das spanische Lager geführt worden. Der Konsul vermochte nicht, seine Freilassung zu erlangen. Hundert spanische Reiter sind in der vorigen Nacht in Elksar eingetroffen; andere Truppen werden er­wartet.

Sie Wittgendorfer Katastrophe.

Man befürchtet neue Explosionen.

Die Explosions-Katastrophe in der Würgen­dorfer Dynamit-Fabrik (über die wir aeftern eingehend berichtet habens hat viel mehr Schaden angerichtet, als anfänglich augenomH men wurde, und es ist kaum wahrscheinlich, daß daS in Trümmer gelegte Werk wieder aufge­baut werden wird. Seit gestern früh treffen mit der Bahn und in Automobilen Taufende von Menschen an der Unglücksstätte ein, wo noch immer nach den Ueberresten der schrecklich Verstümmelten Toten gesucht wird. Weitere Meldungen besagen:

JnserUonsprktstz Ti, fedjSgelpattene Zeile f6r einheimische Geschäfte 15 vsg. für autroärttg* Inserat, 25 Pf, Reklame,eil, für einheimisch, ffie. ichSst« 40 Pf. für aulroirttg« 60 Pf. EeschSfttstelle: Kölnisch« Sira»- 5. Berliner Vertretung: SW, Friedrichstraße 18, Telephon: Amt IV, 678.

Exzellenz Garzla.

(Eigene Drahtmeldung.>

P> Paris, 14. Juli.

Wie dem .Journal" aus Madrid gemeldet wird, erörterte man in dortigen maßgebenden Kreisen lebhaft die Zur-Disposition-Stellung des Generals Goncales Garcia. Diese Maßregel ist durch folgenden Zwischenfall verursacht worden: Ein Neffe des Generals, ein Offizier, pasiierte im Automobil die am Gefängnis in Granada vorüberführendr Straße in übermäßig schnellem Tempo, sodaß der dort aufgestellte Wachposten ihn anhielt und ersuchte, seine Fahrt zu mäßigen. Der Soldat stellte sich mitten auf die Straße und hielt den Offizier an. Als der General Kenntnis von dem Vorfall erhielt, begab er sich nach dem Gefäng­nis, ließ beit aufgestellten Posten ablohnen, be­schimpfte und mißhandelte ihn. Die Affäre wurde dem Kriegsministerium gemeldet, das die sofortige Zur-Disposition-Stellung Garcias verfügte. Die Maßregelung des hochangesehe­nen Generals hat in militärische» Kreisen große Erregung hervorgerufen.

nern. Außer der weißen Rasse, die von einer blühenden Industrie (vor allem Holzverarbei­tung) leben, sind auch noch einzelne Jn- dianerstämme vorhanden, die jedoch auch hier immer mehr verschwinden. Besonders schwer hat Ottawa unter den Waldbränden zu leiden. Es liegt dicht an den großen Wäldern und ist darum dem Wüten des Feuers am meisten ausgesetzt. Fast jedes Jahr brennen ein paar Straßen nieder, und vor elf Jahren fiel fast die ganze Stadt dem Feueer zum Opfer. Und immer wieder zwingt der Kampf, um Leben und Dasein die Menschen, am Saum der Rie­senwälder ihre Heimstätten aufzuschlagen, und immer wird darum auch das Verhängnis des Unglücks über diesem, von der Natur so herr­lich begnadeten Erdenwinkel schweben . . .

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** Nachrichten- «scheine» wöchentlich sechsmal und ,roer

adtudl. Der «bomwmentSpretr beträgt monatlichM Pfg. bet freier Zu- tni Haus. Druckerei, «erlag «. Redaktion: Schlachthofstrabe 28'30. ««rtoier Vertretung: SW, Friedrichstraße 18. Telephon: ernt IV. «78.

Es ist alles nicht wahr...!"

(Privat-Telegram m.)

Aus Madrid wird uns depeschiert: Det Ministerpräsident Eanalejas konferierte gestern längere Zeit mit dem Minister des Aeußeren, dem er mitteilte, daß die Telegramme und Be- hauptungen der französischen Presse über an­gebliche ernste Unstimmigkeiten zwi­schen den Spaniern und Franzosen in der Ge­gend von Elksar unwahr seien. Die Ver­drehung der Tatsachen geschehe nur, umben französischen Chauvinismus wach

Verial-Bank stehengeblieben. Frauen und Kin­der haben sich in leerstehende Güterzüge geret­tet. Die Hitze war jedoch so groß, daß eine ganze Anzahl von Personen e r st i ck t sind. Die Stadt Rotsville ist nichts weiter als ein von Asche umgebenes Trümmerfeld. Nach ei­nem Privattelegramm aus Haleybury wurden in Poreupine, als der Brand am ärgsten wü­tete. sechshundert Personen durch das Feuer i n den See getrieben, an dem die Stadt liegt, und der schon dicht am User eine beträcht-

Set Tod im Flammenmeer.

Die amerikanische Waldbrand-Katgstrophe.

(Telegraphische Meldungen.)

Ottawa, 14. Juli. (Privattele- gramm.) Flüchtlinge aus den zerstörten Waldbrand-Distrikte« schätzen die Zahl der bei den Waldbränden umgekommenen Personen aus etwa vierhundert. Wie amtlich gemeldet toirb, ist das Feuer im Poreupine-Distrikt seit gestern mittag aus seinen Herd beschränkt. Der Schaben wirb auf eine Million Dottars geschätzt. Aus ben großen Städten des westlichen Ontarios laufen zahlreiche Geld­spenden ei«. Im Ontario-Distrikt wüten die Brände noch fort.

Weitere Depeschen aus R ew h o rk.berich­ten uns: Die riesigen Waldbrände im Ottawa- Gebiet haben eine Ausdehnung angenommen, der die Bewohner der zwischen den ausgedörr­ten Wäldern gelegenen Städte und Ortschaften in Angst und Schrecken versetzt und zum Teil obdachlos gemacht hat. Von Rorth Bay bis Poreupine herrscht in einer Ausdehnung von zweihundert Meilen ein einziges Flammen­meer. Alle Kohlenfelder von Dome bis Whitny sind ausgebrannt. Männer, Frauen und Kin­der sind den Seen und Wasserläufen nach ge­flohen. Flüchtlinge von Poreupine und Potts- Ville haben Zuflucht in Golden City gefunden. Die Vorstädte von Golden City sind völlig niedergebrannt. Die Lebensmittel sind sehr rar. In Cochrane sind die Einwohner ohne jede Nahrung und Unterkunft und müssen in Güterwagen übernachten. Zahlreiche Flie­henden sind in den großen Seen er­trunken. Alle Straßen, die durch die Wäl­der fühtten. und alle Brücken sind vernichtet. Fast sämüiche Besitzungen mußten von ihren Bewohnern verlassen werden. Es wird den Ueberlebenden schwer werden, einen Weg nach zivilisierten Gegenden zu finden. Aus amtli­cher Quelle wird gemeldet, daß bis jetzt die Zahl der Toten nur dreihundert betrüge und die Zahl der durch Brandwunden Verletz­ten etwa fünfhundert. Alle Wälder an der Eifenbahnstrecke von Temiscania bis Onta­rio, die Stadt Cochrane und viele Städte von geringerer Bedeutung wie Poreupine und Vottsville sind dem Erdboden gleich­gemacht. Zur Ausbreitung des Feuers hat besonders die Trockenheit der Gräser und der Ernten beigetragen.

<? Siegen, 14. Juli.

(Eigene Drahtmeldung.)

Das ganze Fabrikterrain ist noch polizeilich abgesperrt. Die durch die Explosion angerich­teten Verheerungen sind gewaltig. Im Um­kreise von mehreren Kilometern sind sämtliche Fensterscheiben zettrümmert. Kinder wurden auf der Straße zu Boden geworfen. Die Häuser in Würgendors sind fast alle stark mit­genommen. Die dortige Einwohnerschaft will jetzt energisch aus die Verlegung der Dynamit- sabrik hinwirken, da über Unglücksfälle dort mehrfach Klage geführt wurde. Die U r f a ch e der Dynamitexplosion hat sich immer noch nicht mit Sicherheit ermitteln lassen. Es heißt, daß sie auf die Unvorsichttgkeit eines im Del- lager beschäftigten Arbeiters zurückzuführen sei. Jedoch wird dies schwerlich sich feststellen lassen, da diejenigen Arbeiter, die Auskunft hätten geben können, tot sind. Gestern wurden die noch fehlenden sechs Leichen gesucht: gefun­den wurde nur der Arm eines der Opfer, der durch die Gewalt der Explosion über fünfhun­dert Meter weit fortgeschleudert worden war. Die Ausräumungsarbeiten gehen langsam von statten, da man neue Explosionen be­fürchtet. Man hofft, die Leiche» bis morgen alle zu bergen. Sie sollen dann gemein­sam beerdigt werden. Für die unglückli­chen Familien bet Opfer der Katastrophe wol­len hiesige Menschenfreunde eine Sammlung veranstatlen, um sie vor der ärgsten Not zu schützen. Die acht Gelöteten waren sämtlich Familienväter und ihren Tod beklagen außer den Witwen übe r vierzig noch unver- sorgt« Kinder. Die hiesigen Wohltätig­keitsvereine wollen sich der armen Waisen an- nehmen.

Set Hintze-Skandal.

Zweieinhalb Millionen Passiva!

(Telegraphische Meldungen.)

Wie wir gestern schon telegraphisch berichtet haben, bat der Inhaber der bekannten Pia- nofortefabrik Carl Hintze in Berlin am Mittwoch den Konkurs anmelden müssen. Gleichzeitig beschäftigt sich aber auch die Berli­ner Kriminalpolizei mit dem Zusam­menbruch der Pianofortefabrik. Es sind näm­lich bei der Kriminalpolizei Anzeigen eingelau­fen wegen betrügerischer Manipula- r i o n e n. die sich Hintze kurz vor dem Zusam- menbnich angeblich hat zuschulden kommen las. fen. Die Passiva der Firma übersteigen den bisher vermuteten Betrag um ein Bedeutendes, sie belaufen sich aus etwa zweie in halb Millionen Mark. Das wurde erst gestern in der Versammlung bekannt, zu der sämtliche Gläubiger der insolventen Firma geladen waren. Die Versamlung, die einen sehr bewegten Verlauf nahm, fand in einem Saale des Zentralhotels statt. Es waren im ganzen hundertachtzig Gläubiger erschienen. Der Saal war überfüllt, sodaß zahlreiche Interessenten im Vorraum Platz nehmen mußten. Es kam mehrmals

zu persönlichen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Gläubigern und dem Vek» sammlungsleiter, dem Bücherrevisor Spuhl. Die Verhandlungen wurden außerdem dadurch sehr erschwert, daß weder Hintze selbst, noch ei­ner seiner Prokuristen erschienen waren, um über einzelne Punkte, die unaufgeklärt blieben. Auskunft zu geben. Die Aftiven belaufe» sich auf etwa 147000 Mark, besten jedoch etwa zweieinhalb Millionen Mark Passiven gegen- überstehen. Hiervon sind 800000 Mark gedeckt, odaß noch etwa 1700 000 Mark ungedeckte For­derungen vorhanden sind. Die Mieten für die Fabrik, das Geschäftslokal, rückständige Mie-

sonstige Spesen betragen et. 5 »00 Mark. Hierzu kommen «och für den

Konkurs 5000 Mark Gerichts- und Konkurs» kotz«. Der Wert bet Aktive» ifi Uhe* im

Siegen, 14. Juli. (Telegramm un­ser s Korrespondenten.) Da die Gefahr neuer Explofionen seit gestern abend noch größer geworden ist, ist die Absperrung des Trümmerfeldes der Würgendorfer Dyna- miftabrik verschärft worden. Es wird nämlich befürchtet, daß durch die große Hitze die leicht entzündlichen Teilpräparate des Dynamits zur Explosion gebracht werden könnten, und man ist deshalb daran gegangen, bas Trümmerfeld durch die Feuerwehr mit starken Wasserstrahlen bearbeiten zu lassen, um die Gefahr neuer Ex­plosionen zu beseitigen.

Die Lpser der Katastrophe.

(Privat-Telegram m.)

Nach den letzten Nachrichten aus Detroit sollen insgesamt sünshunder Personen den großen Waldbränden zum Opfer gefallen sein. Flüchtlinge aus den zerstörten Städten erzählen, baß bie Zahl bet Opfer noch gar nichtübersehen werben könne. Eine große Panik entstand in Tawas City, als die Flam­men in die Stadt einschlugen. Viele Frauen und Kinder fielen in bet Stadt ohnmächtig nieder. Andere flüchteten sich in die Kirchen und öffentlichen Gebäude, die aber auch bald von den Flammen umzingelt waren. Dreihun­dert Personen wurden an Bord eines Damp­fers genommen, der gerade im Hafen von Os- coda lag, und den Flammen auf den Huronsee entführt. Vom Schiff aus beobachteten die Leute, wie ihr Besitztum in Flammen aufging. Züge der Ontario-Eisenbahngesellschaft haben Hunderte von Flüchtlingen aus den Flammen entführt. Fräulein Dotts Diamond, eine der Ueberlebenden, vom Jroguois-Thea- tcr in Chicago, erzählte, daß der Anblick in den brennenden Straßen ein furchtbarer war. Männer, Frauen und Kinder seien tot nieder- gefallen. Zahlreiche Eltern warfen ihre Kinder in die Fluten des Huronsees, um sie vor dem Brande zu retten. Auch in dem Di­strikt von Alpena, fünfzig Meilen nördlich von Au Sable, ist Feuer ausgebrochen. Acht kleine Städte' am Huronsee sind völlig einge­äschert worden. Der Schaden ist noch gar nicht zu übersehen.

8a den Waldern Kanadas.

(Von unserm ^-Mitarbeiter.)

Fast kein Jahr vergeht, ohne daß nicht in den großen Wäldern C a n a d a s zur Zeit der sommerlichen Dürre die gewaltigen Wald- bränbe entstehen, denen Menschen und Tiere ohne Rettung zum Opfer fallen. Ganz Plötz- sich entstehen sie, und mit rasender Schnellig- keft breiten sie sich aus, um nur »ach der Zer­störung ungeheurer Flächen Waldes, zahl­reicher Ottschaften und Städte, nach Vernich- hing von Tausenden von Menschenleben all­mählich zu erlöschen. Das Land, in dem sich dieses überaus tragische Schauspiel alljährlich ereignet, ist eines der fruchtbarsten und schönsten Nordamerikas. In anmuttger Hügelkette, dann sich wieder verlierend in unermeßliche Ebenen, umschlungen von den großen Seen, breitet es sich aus. Ueppig« Obst- und Gemüseplantagen wechseln mit den fruchtbarsten Getreidefeldern. Dann folgen unendliche Flächen Weide, auf denen Pferde, Rinder, Schafe und Schweine gut gedeihen: reiche Bergwette, die Gold und Silber, Salz- pbosphate und Kuvfer bergen. Endlich fließen Ströme (der St. Lawrencestrom und der Ot­tawa) dahin und hinter allem, als gewaltiger Nahmen, dehnen sich die riesigen Wälder.

Weite Tagesstrecken hindurch verlaufen sie ohne Unterbrechung an den Strömen dahin, ungeheure Holzvorräte in sich aufspeichernd. So sehen Ontario und Temiskaming aus. die unter des Feuers rasendem Element so schwer gelitten haben. In dieser Gegend liegen auch die dem Feuer am meisten ausgesetzten Städte Ottawa, Poreupine und Pitts- Ville. ES sind alles freundliche mittelgroße Städte vo» füeüUteufenb und mehr Einwoh-

Ganze Städte ewgeaschert!

(Privat-Telegram m.)

Depeschen aus Montreal (Kanada) zu­folge ziehen sich die Waldbrände in einer Aus­dehnung von Hunderten von Kilometern im Norden von Ontario zwischen der Notth-Bay und der Hudson-Bay bin. Man fürchtet, daß die Zahl der Opfer weit größer sein wirb, als bisher gemeldet wurde. In der völlig zerstör­te» Stadt Loch ran«, bie breitaufenb Ein­wohner zählte, mir daS Gebäude der 3m»

6eit zu bringen. Frauen und Kinder wurden direkt unters Wasser gedrängt, wo sie elend ertranken. Di« furchtbare Feuerhitze und die Verzweiflung hatte die Menschen wahnsin­nig gemacht, und alle menschlichen Rücksichten wurden vom brutalen Selbsterhaltungstrieb zunicht gemacht. Die Geretteten erzählen, an­gesichts der furchtbaren Todesgefahr haben die Bewohner der bedrohten Otte eine fchreckliche Wildheit erfaßt und bei den Kämpfen um die Rettungsmöglichkeiten seien ebensoviel Menschen umgekommen, wie in ben Flammen selbst.

*

Der Schreckensweg der Flamme«.

(Privat-Telegram m.)

Die Waldbrände in Canada wüten ungeschwächt fort. Rur ein schwerer, anhal­tender Regen könnte ihnen ein Ende machen, doch ist bis jetzt keine Aussicht vorhanden, daß ein solcher bald eintritt. Der Brand wütet von North Bah bis Poreupine in einer Breite von dreihundertfünfzig Kilometern: daS Hand ist sehr bewaldet und durch die große $*6 fast vollständig ausgetrocknet. Allein in Por- cupine fielen Hunderte von Menschen den Flammen zum Opfer, darunter eine ganze Familie, bestehend aus Mann, Frau und zwölf Kindern. Tausende von Leu­ten fliehen vor dem Feuer und können sich nur retten, indem sie bis an ben Hals in ben See bringen; dabei sind jedoch viele ertrunken, in­dem sie den Boden unter den Füßen verloren, öilfszüge von der Ontario-Eisenbahn gingen ofott ab, die Gesellschaft stellte den Obdach­losen Güterwagen als Zufluchtsräume zur Verfügung. In den abgebrannten Distrikten beginnen bereits- die Nahrungsmittel auszugehen, und es ist nicht abzusehen, wie man den notleidenden Menschen Nahrung zuführen soll. Die Obdachlosen haben sich in den Frachtwagen, die die Eisenbahn hinge­schickt hat, so gut es geht, einguartiert. Wie aus Bay City (Michigan) gemeldet wird, ha­ben die Flüchtlinge die Nachricht gebracht, daß auch der Doppelott Osco da-Point- . au-Sable durch Walbbränd« zerstött sei. Es sei eine große Panik ausgebrochen, bei der , biele Personen ums Leben gekom- . men seien.

Das Neueste aus Agadir.

StattPanther":Eber" vor Agadir!

Wie die Norddeutsche Allgemeine Zeitung offiziös mitteilt, wird das bisher vor Aga­dir stattoniette KanonenbootPanther" nun­mehr von Teneriffa aus die Heimreise antre­ten. An seiner Stelle wird der derzeitige Stationär von Deutsch-Südwestaftika, das Ka­nonenbootEber", für ben vor Agadir lie­genden KreuzerBerlin" den Post- und Tele- graphendienst übernehmen und die .Berlin- zeitweilig ablösen, falls diese zum Kohlenein­nehmen vorübergehend einen anderen Hafen aufsuchen sollte. Uebcr die Situation in Ma­rokko liegen uns noch folgende Meldungen vor:

W Patts, 14. Juli.

(Telegraphische Meldung.)

Aus Oran wird hierher depeschiert, daß die Führer b«r zwischen Fez und dem Huluja- Fluß ansässige» Stämme eine Versammhmg