Nummer 178.
1. Jahrgang.
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Fernsprecher 951
Fernsprecher 951 und 952.
Mittwoch, bett 5. Juli 1911
»ud 952.
Zeichen des Deutschen Rundflugs.
Sie Teilnehmer am Deutschen Rundflug in Cassel.
Cassel im
Nach der zehnten Mappe.
Auf dem Flugplatz in Cassel find bisher eingetroffen: Karl V o l l m o e l l e r auf Etrich-Rumpler (Eindecker), Hoffmann aus Eindecker, Eugen Wienc- ziers auf Moran-Eindecker und Benno König auf Albatros (Zweidecker). Mit der Bahn kamen inzwischen an: Bruno Hanuschke (selbstkonstruierter Eindecker), Bruno Büchner (Aviatik-Zweidecker), Robert Thelen (Wright-Zweidecker). Dr. Wittenstein wird morgen früh zur Fahrt nach Cassel starten; die übrigen Flieger haben die Strecke aufgegeben.
Der Deutsche Rundflug nähert sich feinem Ende: Von der über achtzehnhundertsünfzig Kilometer messenden Strecke sind nahe an vierzehnhundert Kilometer zurückgelegt, und wenn nicht störende Zwischenfälle eintreten, darf man hoffen, daß am Sonntag die Flieger wieder am Ausgangpunkt des Rundflugs, in Johannisthal, eintresfen werden. Was wir bisher auf dem Etappenweg »Rund durch Deutschland" an Leistungen deutscher Flieger schauen durften, war (trotz mancher Enttäuschungen) ein glänzender Befähigungsnachweis deutscher Flugkunst und deutscher Flugzeug-Konstruktion; ein beredtes Zeugnis der Entwicklung nationaler Sportbestrebungen und ein überzeugender Beweis der Existenzberechtigung der Aviatik, deren Zukunft ungeahnte Entwicklungsmöglichkeiten offenbart. Als man Deutschland aus dem europäischen FlUg-Wettbewerb engherzig ausschaltete, als argwöhnender Chauvinismus und nationalistisches Mißtrauen uns die Gelegenheit zur Erprobung unsrer Kraft im internationalen Spiel der Kräfte verwehrten, empfand man diesseits der Vogesenberge die Schwäche unsrer Aviatik gegenüber der Stärke und imposanten Entwicklung derjenigen Frankreichs mit dem Gefühl der Beschämung und in der klaren Erkenntnis der unklugen Beharrlichkeit, mit der man hier- zuland trotz aller schlimmen Erfahrungen am Ballon-System als der einzig möglichen und aussichtreichen Luftschiffahrt-Entwicklung sestgehalten hatte, und es tauchten ernste und laut mahnende Zweifel auf, als man daran ging, durch einen freien nationalen Wettbewerb die Leistungsfähigkeit der deutschen Aviatik und der deutschen Flugtechnik gewissermaßen vor aller Welt ad oculos zu demonstrieren.
Es war auch ein Wagnis, auf der Grundlage einer in der Hauptsache noch wenig erprobten Praxis eine Flug-Konkurrenz vom Umfang des Deutschen Rundflugs zu arrangieren, die eine Leistung-Probe sein sollte und die demgemäß an den personalen und technischen Apparat die höchsten Anforderungen stellen mußte. Heut, nachdem die Resultate von zehn Etappenfahrten Dorrn Auge liegen und rund oierzehnhundert Kilometer Fahrtstrecke erfolgreich überwunden sind, darf mit berechtigtem Stolz vom Erfolg des Unternehmens gesprochen, darf Fliegern und Flugtechniker» die frohe Anerkennung gezollt werden, daß ihre Leistungen das Maß der Erwartung weit überstiegen haben, und dars (nach langer Enttäuschung) die Hoffnung auskeimen, daß es deutschem Streben gelingen wird, auch im Reich der Lüfte im Wettbewerb der Völker erfolgreich zu bestehen und dem deutschen Namen Ehre zu machen. Man darf (bei allem berechtigten Stolz über das Errungne) nicht übersetzen, daß die Aviatik noch in den Kinderschuhen steckt, vaß Das was wir in diesen Tagen als Wmider- 'atcn strebenden Menschengeists und kühnen Mänqermuts bestaunen, imgrunde nur der *-■" ' m zu einer Entwicklung und technischen ^"endung ist, deren ganze Größe sich zwar 'hnen, aber noch nicht in sichern Formen bar» s ellen läßt. Darf nicht vergessen, daß Andre schon vor uns Leistungen eriämpft und Erfolge errungen haben, an die unser Mühen noch nicht heranreicht: Aber schon Das, was wir heute sehen, darf genügen, um uns zu der Hoffnung zu ermutigen, daß wir euch im Wettkampf um die Eroberung der Lüste rechtschaffen unfern 'Mann stellen werden.
Daß uns Enttäuschungen nicht erspart geblieben, daß die harte Praxis auch beim Deutschen Rundflug die leichtbeschwingte Theorie mit rauher Hand korrigiert hat, und daß das
Endergebnis nach menschlicher Voraussicht nicht die ganze Fülle kühner Hoffnungen als goldne Wirklichkeit präsentieren wird, liegt in der Natur der Sache begründet, braucht nicht zu entmutigen und beweist nur eins: Daß der Weg zur Bezwingung der Luft zwar beschritten, aber noch nicht zurückgelegt ist, und daß die Aviatik technisch noch eine weite Entwicklung-Strecke durcheilen muß, bevor sie Das fein wird, das einst zu werden sie verspricht: Die von menschlicher Hand sicher geleitete und gezügelte Beherrscherin der Lüfte, die mit einem einzigen Druck des Steuers den ewigen Trotz der Elemente bezwingt, und den Menschen auch überm niedern Tal des Lebens zum König der Welten erhebt! Deutschland, das Land der Denker, Dichter und Luftschiffer, war die Wiege der modernen Luftfchiffahrt; es sah mit Stolz Männer wie Zeppelin und Parseval zu märchenhaften Höhen empor ins Reich der Himmel- fernen steigen, und es ist menschlich verständlich, daß die Ballon-Luftschiffahrt dort, wo sie Heimatrecht und Bodenständigkeit erworben, auch am sichersten und überzeugendsten in der Zuversicht und Hoffnung der Zeitgenossen wurzelte: Heut zweifelt auch auf Zeppelins und Parsevals Heimaterde kein Einsichtiger mehr an dem Erfahrungsatz, daß nicht dem Ballon, sondern dem Flugzeug „schwerer-als-die- Luft" die Zukunft, der Erfolg der Entwicklung gehört. Und den überzeugenden Beweis für diese Erkenntnis erbracht, der deutschen Aviatik neue Fortschrittswege gebahnt und das Interesse der Volkheit an d>em Streben zu höchster aviatischer Entwicklung geweckt zu haben: Das ist das unbestreitbare Vredienst des Deutschen Rundflugs; ein Verdienst, das man erst nach seinem ganzen Wertinhalt schätzen wird, wenn die Früchte der Arbeit zur R e ife kommen werden! F. H.
Die Ankunft der Flieger in Caflel.
... Und abermals zog man gestern nachmittag hinaus nach dem Großen Forst, um wieder geduldig einige Stunden der Ankunft der Flieger zu harren. Es war kurz vor sieben Uhr, als der erste der Flieger in Sicht kam. Ganz fern am Horizont tauchte er als ganz kleiner dunkler Punkt auf, der dann schnell größer und größer wurde. Aus der Menge der Zuschauer scktvll ein kräftiges Hurra gen Himmel empor. Bald hörte man das laut surrende Geräusch des Propellers und bald konnte man auch den Apparat in seiner ganzen Schönheit erkennen. Es war die »Taube"" des jungen trefflichen und sympathischen Fliegers Vollmöller. Der Eindecker wurde von dem jungen Piloten über den ganzen Flugplatz geführt, er beschrieb dann einen Bogen und landete einen Kilometer südlich vom Flugfelde. Da der Apparat hinter dem Wahlebach niedergegangen war, mußte die Feuerwehr eingreifen und den Apparat über den kleinen Bach schaffen. Vollmöller und fein Begleiter, Oberleutnant z. S. Bertram, kamen alsbald über den Flugplatz durch den großen Kreis der Zuschauer lebhaft begrüßt. Inzwischen war der zweite Apparat in der Ferne sichtbar geworden. Die Ferngläser flogen an die Augen und verfolgten den Flieger gespannt, der sich mehr und mehr entfernte. Vollmöller, der sich an fein vor dem Pressezelt haltendes Automobil gelehnt hatte, ließ wiederholt die Worte fallen: „Der arme Mann!" Am fernen Abendhimmel waren dunkle Wolken aufgetaucht, vor denen der Flieger plötzlich verschwand. Dann aber tauchte er in größeren Höhen wieder auf. und nun kam er näher und näher. Als er über jrem Flugplatz kreuzte, brach die Menge wieder in begeisterte Rufe aus. Man hatte in dem Eindecker den des Piloten Hoffmann erkannt, der nun eine wundervolle Schleife fuhr und dann in glänzendem Gleitflug (mit abgestelltem Motor) mitten auf dem Flugplav niederging. In späterer Stunde landete Wiencziers in d-r Nähe bet Nürnbergerstraße, da die herein- brechende Dunkelheit ein Weiterfliegen zur Unmöglichkeit hatte werden lassen. Wiencziers hatte auf der Fahrt bei Lohne niedergehen müssen, erkundigtc sich von dort aus durch den Fernknrecker auf dem Casseler Flugvlatz nach den Witterungsverhältnissen in Cassel, und erklärte. als man ihm sagte, daß das Wetter gut fei, daß ** sofort wieder aufsteigen würde. Sein Flug endete dann vorzeitig in der Nähe des Flugplatzes.
Die Reise Vollmöllers.
AIS der Pilot Vollmöller noch aar nicht zu sehen war. wurde er bereits als Erster anae-
saot. Vollmöller, so hieß es, würde auf seinem Apparat am schnellsten fliegen. Vollmöller erzählt, daß et eine prächtige Fahrt gehabt habe, es sei ihm möglich gewesen, die vorgeschriebene Route einzuhalten. Vollmöller hatte im Gegensatz zu Hoffmann, der allein flog, insofern einen Vorteil, als er in dem Oberleutnant zur See, Bertram, einen vorzüglichen Wegleiter hatte, der die Route auf der vor ihm liegenden Karte genau verfolgte. Wie schwer die Orientierung vom Flug-Apparat ist, geht daraus hervor, daß Oberleutnant Bertram erklärte: Ich hatte mich genau orientieren können. Als ich dann aber einige Handreichungen im Apparat zu machen hatte, war mir die Orientierung im Moment verloren gegangen. Später aber fand ich sie wieder. *
Hoflmann über seinen Fing.
„Heute bin ich schön spazieren geflogen," erzählte Hoffmann nach seiner Ankunst. „Seit fünf Uhr bin ich unterwegs. Als ich kurz hinter Dortmund war, geriet ich in einen riesigen Gewitterregen: Die Tropfen schlugen mir stark ins Gesicht und erschwerten mir die Reise. Dann aber ging es besser. Ich habe im ganzen vier Landungen vornehmen müssen, ehe ich in Cassel ankam." Aus die Frage, warum er südlich des Herkules' längere Zeit umhergeflogen sei, erklärte er, daß er sich nach seiner ihm übergebenen Karte gerichtet hätte. Darin sei die Stadt Cassel in gerader Linie südlich des Herkules' eingezeichnet: Ich sah wohl links eine große Stadt liegen, mutzte mich aber nach meiner offiziellen Karte richten. Ich flog deshalb weiter und fuchte mich zu orientieren. Schueß- ,lich fah ich die hellen Dächer der vielen Zelte, und nun flog ich direkt auf den Flugplatz zu.
Früh um Füuse...!
Als man heute früh den Flugvlatz betrat, war das Häuslein derer, die auf die Ankunft von König (der gestern bei Asseln in der Nähe von Paderborn niedergegangen war) und Lindpaintner (der heute morgen in Dortmund startete) warteten, nur Nein. Ein ziemlich starker Nebel lag über der ganzen Gegend, der dichter und dichter wurde. Erst gegen sieben Uhr lichtete er sich und die Sonne brach mehr und mehr durch. Nach und «'* wurde auch die Menge der Zuschauer größer, die wiederum geduldig ausharrte. Bis ^8 Uhr hatte man nur den schon in aller Frühe bekannt gewordenen Aufflug von Lindpaintner erfahren, weitere Nachrichten lagen nicht vor. Endlich, gegen acht Uhr, erscholl der Ruf: Da kommt einer! Und schon hörte man den Propeller arbeiten und sah einen eleganten Zweidecker aus dem dichten Nebel auftauchen. In geringer Höhe kam der Apparat von der Stadt her. et suchte den Flugplatz von der richtigen Seite zu erreichen, um dann sofort glatt niederzugehen. Einige Herren von der Leitung eilten aus die Luftsahrer zu und begrüßten sie herzlich. K ö n i g , der sich aus feinem Lederanzug schälte, erzählte, datz er gestern abend infolge eintretender Dunkelheit bei Asseln hätte landen müssen, da es ihm zu gewagt erschienen sei, weiter zu fliegen. Es war eine Fahrt im Nebel, die wir zurücklegten. Leutnant Koch, (der Begleiter von König) erzählte dem Vertreter unseres Blattes, daß die Orientierung wegen des Nebels sehr schwierig gewesen fei. Man habe auch vielfach mit heftigen Winden zu kämpefn gehabt. Von Kälte habe man dagegen wenig gespürt. Der Nebel gestattete nur einen Fernblick von drei bis fünf Kilometern, was die Piloten veranlaßte, möglichst niedrig zu fliegen. Die Fahrt sei aber vollständig glatt verlausen.
Flugplatz-Bilder.
Die Organisation auf dem Flugplatz ist ganz vorzüglich: Zunächst ist ein großes Zelt für die Sanitätsmannschaften errichtet worden, in dem ständig Wache ist. Die Feuerwehr ist mit einem Geräte- und einem Mannschaftswagen vertreten und gerüstet, um jede» Augenblick eingreifen zu fön» neu. Gestern abend batte sie ja auch sckon einmal Gelegenheit, einem Flieger behilflich zu fein. Dann ist die Organisation der Presse zu erwähnen, die tadellos sunktionierte. Die ,.B. Z. am Mittag", die Veranlasserin des Deutschen Rundflugs, hat die Organisation so ausgebaut, daß die Nachrichten-Uebermittlung tim Flugplatz zu Flugplatz prompt erfolgen kann. Außerdem ist auf der zu überfliegenden Strecke die Berichterstattung derart geregelt, daß sie stets klappen muß.
Als heute früh König gelandet war, stellte es sich haierus, daß in den bereits errichteten Zelten für seinen Apparat kein Raum mehr vorhanden war. FlugS wurden einige Mannschaften kommandiert und ein neuer Schuppen
wurde gebaut. In verhältnismäßig kurzer Zeil stand der Apparat wohlgeborgen unter dem schützenden Dach. Inzwischen hatten sich die beiden Fliegr am dampfenden Kaffee erwärmt und mit belegten Brötchen gestärkt. Von Freunden und Bekannten wurden sie umringt und nach dem Ergebnis ihres Flugs befragt. In liebenswürdiger Weise erteilten sie auf jede Frage eine Antwort und wurden nicht müde, immer wieder von neuem zu beginnen.
Dieweilen vertrieben sich die Flugplatz-Besucher die Zeit so gut es ging. Der in der Frühe herrschende Nebel drang durch die Kleider und verursachte ein leichtes Frostgtzsühl. Man sah sich deshalb genötigt, tüchtig in Bewegung zu bleiben und fleißig die Kaffeebuden aufzusuchen. Da bekannt geworden war, datz Lindpaintner in Dortmund gestartet sei und in Kürze eintreffen müsse, hielten die Frühaufsteher tapfer aus. Sie wollten sich den Genuß der Ankunft eines weiteren Fliegers nicht entgehen lassen. Wer aber nicht kam, war Lindpaintner, da er, wie sich später herausstellte, bei Warburg einen Unfall erlitten hatte.
*
Der Unfall Lindpaiutners.
Lindpaintner war heute früh trotz des Ne» bels in Dortmund auf seinem Farman-Doppel- decker gestartet, Passagier wart Leutnant Hailer. Das darüber vorliegende offizielle Telegramm hatte folgenden Wortlaut:
Dortmund, 4. Juli. (5,20 Uhr früh.) Lindpaintner ist mit seinem Passagier Leutnant Hailer 5,14 Uhr früh von hier ab geflogen. Er wollte schon früher Dortmund verlassen, doch war ihm dies wegen uudnrch» driUglichen Nebels unmöglich. Bei günstiger Fahrt ist der Flieger gegen % 7 Uhr in Cassel zu erwarten.
Auf dem Casseler Flugplatz wartete man jedoch auf Lindpaintner vergebens. Bis kurz nach acht Uhr blieb man auch ohne Nachricht von ihm. Dann langte endlich die Nachricht an, datz Lindpaintner bei Warburg einen Unfall erlitten habe. Lindpaintner mußte in der Nähe von Warburg in hügeligem Gelände niedergehen, um sich zu orientieren. Dabei wurde das Flugzeug so schwer beschädigt, daß der Weiterflug aufgegeben werden mutzte, lieber den Unfall werden uns folgende Einzel- heilen berichtet:
cP Warburg, 4. Juli.
(Eigene Drahtmeldung.)
Gegen sieben Uhr früh vernahm man hier im Freien ein lautes, surrendes Geräusch, wie es daherkommende Automobile verursachen. Bald aber merkte man, daß das Gesurre „aus den Wolken" tarn. Plötzlich gewahrte man denn auch ganz niedrig einen Flugappa- rat, der sich schließlich dicht auf die Erde herabließ. Da das Terrain hügelig ist und Nebel in den Tälern lag, stieß das Flugzeug hart auf und wurde teilweise stark beschädigt., Die Insassen sind unverletzt geblieben und konnten sich im Automobil alsbald nach Cassel begeben. Das Niedergehen des Flugapparates verbreitete sich in dem Städtchen schnell und bald strömten Hunderte von Men- scheu nach der Unfallstelle, wo einige Polizeibeamte den gestrandeten Flugapparat bewachten.
Wer kommt noch?
Für die Etappe Dortmund-Cassel hat nur noch der Pilot Dr. Wittenstein gemeldet, die anderen Flieger haben die Strecke aufgegeben. Wie uns mitgefteiü wird, soll Dr. Wittenstein erst am Mittwoch früh in Dortmund starten und feinen Weiterflug von Caflel am Donnerstag früh vornehmen. Weitere Flieger werden hier bann nicht mehr zu erwarten fein.
Die heutigen Schauflüge.
Heute nachmittag gegen fechs Uhr werden die Schauflüge beginnen, an denen sich fämt- liche hier anwefende Flieger beteiligen können. Bekanntlich sind an Preisen dreitausend Mark für die örtlichen Wettbewerbe vorgesehen. Ein genaues Programm für die Schauflüge kann nattirlich nicht aufgestellt, auch vorher nicht gesagt werden, welche Flieger Aufstiege zu unternehmen beabsichtigen. Interessant wäre eS natürlich, wenn ein Pilot einen Höhenflug ausführen würde, doch hängt dies ganz von den Witterungsverhältnissen und von den Dispositionen der einzelnen Flieger ab. Die Flie- arr starten morgen früh zur Weiterfahrt.